Komet C/2023 E1 (ATLAS)

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
kurz im Binoptic Lomo 80mm Doppelapo... SQM 20,55 ohne Mond... deutlicher als die letzten Male, 20 x... bei 40 x auch etwas mehr Kontrast, Helligkeitsverteilung... dann meine übliche DSO Tour bis 2Uhr...

CS, Maiko
 
Moin Leute!
Kurzer Nachtrag zu letzter Nacht...
Daß ich hier an der Küste überhaupt was vom Kometen gesehen habe, war schon ein mittleres Wunder. Ich hatte nämlich zeitgleich meine Zeitraffer-Kamera laufen, die von 23:00 bis 03:00 MESZ im Abstand von 5-10 Sek. Aufnahmen macht und sie zu einem 3-5 Min.-Video zusammenschneidet. In der Nacht ab 1:00 MESZ zog (von mir am Scope unbemerkt) eine ziemliche Hochnebelsuppe herein. Das war die "Aufhellung", die ich im Teleskop bemerkt hatte. Trotzdem konnte ich noch bis gegen 02:00 den Kometen mit allen Vergrößerungen am 90er Refraktor recht einfach sehen. Das war wirklich sehr nett mal wieder. :y:

Aber jetzt ward's ernst - Winnie rüstet auf! Nach Jahren der astronomischen Flaute habe ich einen tollen Kometensucher als Schnapp gemacht. Den habe ich am Nachmittag in Bremen abgeholt. Es handelt sich um den Skywatcher 120/600er Kurzrefraktor, den ich vor langer Zeit schon einmal besessen und über 10 Jahre benutzt hatte. Nun habe ich ein neues (aktuelles) Exemplar, gleich mit AZ-3 (Alt-Az)-Montierung und allem Standardzubehör. Bei dieser günstigen Gelegenheit war es mir die Fahrerei tatsächlich wert (400 km insgesamt), da leider kein Versand geboten wurde.
Die Hintour war grausam: 2,5 Stunden von Kiel bis zum Elbtunnel *** und dann noch 100 km weiter nach Bremen. Die Rutsche zurück dann entspannt in zwei Stunden. (*** Mein gestoppter Rekord aus den 1990ern liegt bei 25 Minuten!) :cool:

Demnächst mehr...
 
Gestern nacht konnte ich unter FST 5m0 Vorstadthimmel den Kometen mit 3 Zoll bei 32x ausmachen, extrem diffus aber eindeutig vorhanden. Hierfür waren indirektes Sehen und Field Sweeping nötig. Parallel mit 11 Zoll bei 115x regelrecht auffällig mit direktem Sehen, aber keine klare Form definierbar. Sowohl der Lumicon Swan-Band als auch der neue Baader C2 Swan-Band Filter erhöhte den Kontrast zur Umgebung.

Die Bewegung des Kometen auf eine kleine Sterngruppe zu war über 1 Stunde Beobachtungszeit auffällig, hübsch! Was mich an Kometen besonders interessiert sind die Begegnungen mit Deep-Sky Objekten. In dieser Beziehung finde ich die aktuelle Begegnung mit dem starken Doppelstern 40/41 Dra sehr schön. Komet und Doppelstern waren gestern gut zusammen in 0,6° Gesichtsfeld eingerahmt bei 115x im 11-Zöller und werden es heute auch sein, morgen/übermorgen muss das Gesichtsfeld vielleicht ein wenig vergrößert werden.

Christopher
 
Letzte Nacht um Mitternacht das WO 81GTF auf den Kometen gehalten und mit der Oly OM-D E-M1 III bei ISO 800 und 1600 von 23:35 - 01:04 MESZ 60s Aufnahmen gemacht. In DSS auf den Kometen gestackt. Keine zusätzlichen Filter ..
 

Anhänge

  • 20230714-15_gtf81_em1_m3_C-2023 E1_ATLAS.jpg
    20230714-15_gtf81_em1_m3_C-2023 E1_ATLAS.jpg
    375,6 KB · Aufrufe: 118
Moin zusammen!

Heute Nacht ist Neumond un der Himmel klar, was will man mehr?
Ich habe mich also mit meinem 90er Refraktor wieder an den Kometen herangemacht, Uhrzeit ab 01:00 MESZ (18.07.), Standort: mein Beobachtungsdachfenster Richtung NO mitten in Kiel. Der Himmel war wegen der hohen Luftfeuchte sichtbar aufgehellt. So langsam bekomme ich wegen der Aufsuchhöhe des Kometen Probleme mit dem Sichtfeld, wenn dieser weiter Richtung Zenit wandert. Die beste Beobachtungszeit ist hier momentan nur von 00 bis 03 Uhr MESZ.

Wie dem auch sei: Aufsuchstern war heute der schöne Doppelstern 40/41 Dra (danke für den Tip!), dann zwei, drei Grad querab befand sich das heutige Zielgebiet. Der Komet fiel schon bei Aufsuchvergrößerung 36fach sofort auf, bei 45x und 60x war der beste Anblick, Sterne bis nahe +12m waren mit im Gesichtsfeld. Bei diesen Bedingungen und der Horzonthöhe von nunmehr 63° erschien mir die Kometenwolke heller als die Male zuvor. Er hat m.E. mehr als +9m Helligkeit, ich habe mich auf +8m9 festgelegt, Durchmesser gute 6', DC= 3 (die Kometenwolke wird merklich heller zum Zentrum hin).
Später mit dem kleinen 70-mm-Refraktor hatte ich ebenfalls den Eindruck, daß der Komet die +9m passiert hat. Da ich den Standort unter den Sternen kannte, fiel die Wolke gleich bei Aufsuchvergrößerung 20x auf, aber hier war wegen der geringeren Öffnung der Kontrast zum aufgehellten Himmelshintergrund nicht so hoch wie im größeren Refraktor. Ab 02:00 wurde die Sicht zusehens schlechter und kurz danach zogen Wolken herein.

Mein neuer 120er Kometensucher ist leider noch nicht einsatzbereit, ich warte da auf die Zusendung einer Prismenschiene. Hoffentlich komme ich die nächsten Nächte noch mal mit diesem Gerät an den Kometen heran, bevor er hinter dem Hausdach verschwindet.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Micha,

Ich war auch in der Nacht vom Sonntag auf Montag wieder am Kometen, hatte interessanterweise den umgekehrten Eindruck, dass er schwächer geworden sei. Der Himmel war nämlich spürbar besser als drei Tage zuvor, der Komet jedoch in beiden Geräten - 71mm Refraktor bei 32x und C11 bei 115x - keineswegs besser, eher ein Tick weniger gut zu sehen.

Der Baader UHC-S Filter brachte eine deutliche Verbesserung der Sichtbarkeit des Kometen im C11 bei 115x. Der Swanfilter dagegen nur eine marginale Verbesserung. Schade, dass es nun eine Weile keine Begegnungen des Kometen mit markante Deep-Sky Objekte geben wird. Ich weiss mir aber mit Doppelsterne in der Umgebung zu helfen, schon mit 3 und erst recht mit 11 Zoll. Es ist immer spannend, von einem Kometen in eine Himmelsgegend geführt zu werden, die man sonst nie in dieser Gründlichkeit untersuchen würde!

Gruss, Christopher
 
fand ich grad auch, Christopher. Kleiner Wagen, Drache und Cepheus sind sonst nicht so meins, jetzt schon... grad bei 20,5 SQML wieder mal aufm Dach mit Binoptic 80er... hab etwas gebraucht, da ich trotz Stellarium keine markanten Sterne und Verbindungslinien fand... dann bei 20 fach klar und deutlich... meine 5-Tagesreise unterbrach die Kometenverfolgung, so bin ich auch nicht sicher, ob er heller geworden ist... auf dem Rückweg aus Süddeutschland las ich von Machholz, und nun sah ich wieder den Kometen (die standen ja lange Zeit kaum auf meinem Zettel...) dann musste ich leider durch die Milchstraße surfen, was die Wolken als Anlass nahmen, schnell mal dicht zu machen... hektisch M11 bei 68 fach, paar Minuten Saturn... dann war wirklich Schluss...

CS, Maiko
 
Hallo,
ich berichte mal wieder aus meinem Leipziger Vorgarten.
Mit SW 10" Flextube war ich vorgestern unter Vorstadtbedingungen an C/2023 E1 gescheitert. Unterschiedliche AP, indirektes Sehen, Wackeln am Teleskop hatten alle nichts gebracht. Heute aller morgenst (0:14 Uhr) ging es unter zu Hilfenahme des Baader UHC-S dann doch: eine recht großer rundlicher, zentral nur gering aufgehellter Komet. Für mich ist es der erste Komet, bei dem ich die Filterwirkung so deutlich bemerkt habe, und die hier auch erforderlich war.
Schön und in der Nähe ist aber auch UX DRA, ein tieforangeroter Kohlenstoffstern, den ich sonst wohl nicht besucht hätte. Bis fast um eins gab es dann einen kleinen Sommerspaziergang über Cirrusnebel, M57, M31 und Freunde.
CS, DThomas
 
Hi,

ja an diesen Kometen machen 2 Werte besser auf der Borle Skala eine Menge aus. Aus der DA-Innenstadt (Bortle 7) war er am Ende Mai kaum wahr zunehmen nur indrekt ein Hauch eines Wölkchens. Dann am 14.06. unetr Bortle 5 richtig toll deutlich sichtbar direkt viel größer und auch heller.
Und ja Ronny du hattest Recht ist wohl ein Fernglas Komet.

cs
Lothar
 
Hallo miteinander,

Heute (00.10 Uhr MESZ) hatte ich nochmal die Gelegenheit den Kometen mit dem 90/600 Apo zu sichten. Er stand schön eingerahmt in einer Sternraute (HD 192829, 193533, 193265, 193942).

Bereits mit 17-fach (Aspheric 36mm) war der Komet als diffuse, formlose Aufhellung zu sehen, ebenso mit 24-fach (Celestron E-lux). Hier macht sich die große AP positiv bemerkbar bei weiteren Vergrößerungen 43-fach und 55-fach (ES 82°) "verschwindet" der Komet.

Er profitiert weiterhin erkennbar vom Einsatz des swan-Filters (bei allen Vergrößerungen). Mit direktem Sehen zeigte sich eine etwas hellere Innenkoma (ca. 2,5'), mit indirektem Sehen schätzte ich die Ausdehnung der äußeren Koma auf ca. 10', blickweise auch größer (insbesondere im 36mm Okular .

Sträflicherweise habe ich angesichts der Nachtstunde und des spontanen Beobachtungseinsatzes die Helligkeitsschätzung versäumt. Aber "über den Daumen gepeilt" behaupte ich, das er deutlich innerhalb der 8. Magnitude sein müsste.

Einen false nucleus oder Strukturen konnte ich im kleinen Apo nicht ausmachen.

Viele Grüße
Uwe
 
Hallo zusammen,

gestern um ca. 00:00 Uhr konnte ich C/2023 E1 (ATLAS) im 12-Zoll-Dobson beobachten.

Ich habe zwei unterschiedliche Vergrößerungen probiert.

125-fach: ausgedehntes, flächiges, helles Objekt (wie runde Wolke) mit hellerem Zentralbereich

166-fach: rundlich und diffus, hellerer Zentralbereich indirekt sichtbar

Die Bedingungen unter ländlichem Himmel waren geschätzt folgendermaßen: fst ca. 5.0 mag, Transparenz 5/10 und Seeing III.

CS und viele Grüße

Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

gestern im OdW bei etwas Dunst (ca. Bortle 6) den Kometen, der nun im Pegasus bwi 200x steht beobachtet. Sehr groß (~10'), rundliche Koma direkt sichtbar, besser indirekt. Keine zentrale Verdichtung erkennbar. Helligekit dürfe ~ 9m betragen haben.

cs
Lothar
 
hallo Forum,

immer noch nett anzuschauen :

20.8.2023, 23:36 MEZ, Region SQL 21.01mag
7.7" Dobson, V 40x

9.1mag, DC 2, Durchmesser 9.5`
Der Swanfilter sprach gut an.

Gruß
Christian
 
Hallo,

ich konnte den Kometen am 22.08.23 gegen 1:00 MESZ mit dem 4“ Binoptic beoboachten. Die Bedingungen waren hervorragend. Der Himmel war sehr klar und transparent.

Mit 51x war C/2023 E1 zwar sehr schwach, aber eindeutig als großer runder Nebel zu erkennen. Indirekt etwas besser. Leichtes Wackeln am Doppelrefraktor war hilfreich. Die Grösse schätze ich auf ca. 8-9“. Der große, kreisrunde Nebel zeigte eine gleichmäßige Helligkeitsverteilung. Details waren nicht zu erkennen. Die Helligkeit konnte ich mangels Erfahrung nicht schätzen. Bei 30x war der Bildeindruck generell etwas besser, und ich hatte auch das Gefühl, den Kometen etwas deutlicher erkennen zu können. ATLAS ist immer noch in Reichweite kleinerer Öffnungen. Ohne Kenntnis der genauen Position kann der Komet aufgrund seiner geringen Flächenhelligkeit jedoch leicht im Feld übersehen werden.

Viele Grüße

Marco
 
ATLAS ist immer noch in Reichweite kleinerer Öffnungen.
Stimmt, in den letzten Nächten konnte ich den Kometen mehrmals im 10x56 Fernglas sehen (SQM etwa 20,5).
Bei etwas schlechteren Bedingungen (SQM 20,25) ist der diffuse Komet aber auch im 20x80 Fernglas kaum noch erkennbar.
Heute früh hatte ich den Kometen etwa 9,4 mag hell und 9' groß geschätzt.

Gruß Ronny
 
Hallo zusammen,

Fernglassichtung: Da hattest du (Ronny) gute Bedingungen.
Ich haben den Kometen am 22.08. gegen 23.00 MESZ beobachen können (fst 5m1). Beobachtet mit dem C11 (90x und 200x). Er stand am Rande eines nett anzusehenden Ovals aus ca. 10 Sternen (um 10m-11m). Er erschien mir strukturlos und ohne Mittenaufhellung. Mit 90x wirkte der swan-Filter erkennbar, bei 200x fach war er kein Gewinn mehr, der Anblick wurde zu dunkel. Die Helligkeit habe ich anhand er Nachbarsterne auf ~11m2 und die Ausdehung auf ca. 4' geschätzt.

Viele Grüße
Uwe
 
hallo Forum,

Uwe:
so wenig wie möglich Vergrößerung ist bei diesem Kometen förderlich !
C11 mit
V 200x ( AP 1.4mm )
V 90x ( AP 3.1mm )

Ronny`s FG , Region SQM 20.5mag
10x ( AP 5.6mm )

Ich:
22.8.2023, Region SQL 20.9mag
196mm Dobson f/5, V 38x ( AP 5.2mm )

9.1mag, DC 2, Durchm. 9.0`

hatte grob ähnliche Eckdaten mit nur entprechend weniger Apertur 50mm gegen 196mm.
Das Messergebniss zeigt aber seliges !

Du hast mit zu kleiner AP förmlich "durch den Kometen geschossen", daher liegt Deine Helligkeitsmessung natürlich deutlich tiefer.
Kurzum ein f/10 Gerät ist für so große , flächenhafte Kometen nicht die erste Wahl.

Die Ausführungen sollen (Dich) nicht belehren sondern nur aufzeigen wie sensibel Kometen sind, gerade wenn man die volle Bandbreite beobachten
und messen möchte kommt man nicht umhin versch. Instrumente ( mit möglichst abgestuften Okularen ) einzusetzen um stimmige Helligkeitschätzungen zu erhalten.

Gruß
Christian
 
hallo Forum,

anbei eine Zeichnung nachgereicht :

20230906x2023E1bei NGC7198xCN.jpg


Der Komet Atlas stand 7.5` entfernt von der Galaxie NGC 7198 (13.6mag) im Sternbild Wassermann.

6.9.2023, 22:05 MESZ, Region SQL 20.54mag
14" Dobson, V 105x

Ich maß an diesem Abend :
10.6mag, DC 2, Durchm. 5.0`

Gruß
Christian
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben