Kommetar zu "Lichtdurchlass von Okularen ... "

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notoxp

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Hallo zusammen,

sicherlich haben schon einige Forenbesucher im Biete-Forum den oben genannten Beitrag gelesen. Zuerst muss man sagen, dass Transmissionstest von Okularen nicht zu verachten sind, und dass ich diese Händlerinitiative ausdrücklich begrüße.
Trotzdem wusste ich beim Lesen des Foren-Beitrags irgendwie schon, was beim Test rauskommt. Es war mir nämlich bekannt, dass die Panoptics in der Transmission vergleichsweise schlecht dastehen. Genauso ist es bei den Radians - kein Wunder bei 6-7 Linsen. Daher ist es ziemlich unglücklich, den "hohen Standard" ausgerechnet mit einem solchen Okulartyp vertreten zu lassen.
Ich hoffe deshalb, dass der Transmissions-Test fortgeführt wird. Interessant wären zum Beispiel die Tele-Vue-Plössl als Vergleich.

Was ist eure Meinung zum Thema?

Übrigens: Aus meiner Sicht gibt es kein "Preis-Leistungs-Verhältnis", da die Leistung (in Form von "Einblick", "Korrektur für Newtons") meist nicht messbar ist.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
ist auf jeden fall immer sehr löblich,
wenn ein händler solche messungen machen läßt,
kostet ja schließlich alles geld und nicht zu
vergessen, auch zeit.

je mehr messungen, umso besser, das ist klar.

interessant würde ich unterschiede zwischen
drei- und vierlinsern finden. daß viellinser
etwas weniger haben ist ja klar und auch abzusehen,
aber wie groß ist der unterschied zwischen einem
kasai-ortho und einem RKE? einem kaisai-ortho und einem
zeiss-abbé, einem televue-plössl und einem ts-plössl?
so ein vergleich hat am meisten sinn, weil der
einsatzbereich des okus derselbe ist, zb. planeten.

man sollte also vor allem planetenokus,
oder aber weitwinkel-deepsky-okus miteinander vergleichen.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Hallo,

die Messungen werden durch uns in Auftrag gegeben. Leider ist so eine Messung nicht ganz billig. Wir werden aber nach und nach interessante Okulare testen lassen.

Mit den getesteten Okularen ist erst mal ein Anfang gemacht, weitere Okulare werden folgen.

Sicherlich sind die Messungen der Transmission nicht geeignet, ein Okular in der Gänze zu beschreiben. Gesichtsfeld, Einblick... kommen noch hinzu. Allerdings ist der Lichtdurchlaß sicherlich eine sehr wichtige Größe,
die oft vernachlässigt wird.

So wird oft bei Spiegeln um jedes % gekämpft und oft ein Aufpreis für "forcierte Vergütung" gezahlt. Das gilt für Zenitspiegel genauso wie für Teleskopspiegel. Und bei den Okluaren wird der Gewinn wieder durch den Kamin rausgeblasen.

Das ein Okular mit 6 Glas - Luftflächen (Tele Vue) durchaus etwas weniger Transmission haben darf, als ein Okular mit 4 Glas-Luftflächen (TS Super Plössl) ist klar. Allerdings ist der Vergleich doch recht dramatisch.

Interessant wäre es, wenn auch andere Händler ihre Produkte vermessen lassen würden, da ich alleine es finanziell einfach nicht schaffe, alles zu testen.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de

Link zur Seite mit den Transmissionen

 
Sicherlich sind die Messungen der Transmission nicht geeignet, ein Okular in der Gänze zu beschreiben. Gesichtsfeld, Einblick... kommen noch hinzu. Allerdings ist der Lichtdurchlaß sicherlich eine sehr wichtige Größe,
die oft vernachlässigt wird.

Am besten für die Transmission wäre also ein 1-Linser. Warum aber hätte dieses Okular trotzdem das schlechteste Bild? Weil es (überwiegend) nicht um die Transmission geht...

Ein guter 6-Linser bringt deshalb mehr Abbildung, weil seine Optik sehr gut korrigiert ist. Deshalb bringt er auch mehr Kontrast. Und nur darum geht es dem Auge! Für "absolute" Helligkeiten ist das Auge so gut wie blind.

Typisch für die grossen Lichteimer mit schlechter Optik ist ja, dass man tatsächlich ein diffuses Fleckchen Licht wahrnimmt, aber ohne jedes Detail. Die Transmission oder die Absolutmenge an Licht ist demnach prima, nur es mangelt an Kontrast. Ähnliches gilt für Okulare.

Wenn man nun aufwendige Multivergütungen aufbringt, dann misst man ja gerne die Transmission (bzw. den Reflexionsverlust). Weil das leicht geht. Aber die Vergütung ist im wesentlichen dazu da, um kontrastmindernde Geisterbilder und Streuung zu minimieren. Das mit der verbesserten Transmission ist nur ein angenehmer Nebeneffekt.

Oder zusammengefasst: Die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Okulars kann ebenso wie die des Objektives nur mit einer Kontrast-Übertragungs-Funktion beschrieben werden. Die Amis machen das doch bei Nicht-Astro-Optik in ihren Labors routinemässig...
 
Glas-Luft-Flächen

Ein Plössl hat zwar 4 Linsen in zwei Gruppen, und dadurch schnell betrachtet 4 "Glas-Luft-Flächen". Eigentlich sind es aber beim Plössl 8 Glasflächen, welche vergütet werden wollen.

Bei den heutigen Vergütungen sind Transmissionswerte von über 99% Quasi-Standard. Mich würde jedoch interessieren, inwieweit Glassorte oder Dicke des Glases diesen Transmissionswert beeinflussen. Am Ende wäre es nämlich theoretisch vorstellbar, dass eine bestimmte Glassorte, welche für Weitwinkel-Okulare besser geeignet ist (höherer Brechungsindex oder so) ihre Schwächen in der Transmission hat. Kann dazu jemand etwas sagen?
 
Welche Okulare wären interessant zum Testen

Hallo Sternfreunde,

wir wollen natürlich interessante Vergleiche machen. Das Schöne an der Transmission (bzw. Reflektion) ist die Tatsache, daß als Ergebnis absolute Werte feststehen.

Einblickverhalten... sind eher relative Werte, die durchaus von Beobachter zu Beobachter variieren können.

Aus Fakten, wie:
Transmission
Augenabstand
Scheinbares Gesichtsfels....

kann aber durchaus eine geeignete Auswahl getroffen werden, der Rest ist dann nach wie vor die individuelle Eignung, die nur im persönlichen Test erfahren werden kann.

Deshalb gewähren wir ja bei den Okularen Rückgaberecht.

Nun, ich werde noch drei Okulare aus unserem Sortiment testen lassen. Die Frage an Euch wäre:

Welche Okulare wären besonders interessant?

Ich denke da an:
Ein solides Plössl oder Ortho
Ein einfaches günstiges Weitwinkel
Ein teureres Weitwinkel

Über ein paar Vorschläge würde ich mich freuen.

PS:
Im gleichen Ausmaß kann man auch Zenitspiegel testen und so ggf. Aussagen über Reflektivität überprüfen.

Wolfi Ransburg
Teleskop-Service
www.teleskop-service.de
info@teleskop-service.de
 
Re: Glas-Luft-Flächen

Hallo,

nicht unbedingt, eine verkittete Fläche wird nicht vergütet, da das Licht nicht in ein optisch anderes Medium tritt.

Nur bei Übergangsflächen in optisch unterschiedliche Medien (Glas-Luft) wird vergütet.

So habe ich es zumindest gelernt.

Wolfi
 
Re: Welche Okulare wären interessant zum Testen

Interessant wären die Tele Vue Plössls, um einen Vergleich mit den bereits getesteten 4-Linsern zu haben.

Vor ca. einem Jahr ist hier auf dem Board eine Liste mit Transmissionswerten veröffentlicht worden, in der kurz gesagt die TeleVue Plössl neben den Pentax Orthos und den Zeiss Abbe die besten Werte lieferten. Die Panoptics und Radians lagen ein gutes Stück dahinter. Hat sich jemand diese Liste aufgehoben?
 
Re: Welche Okulare wären interessant zum Testen

Hallo Jochen,

eine super Liste, ich habe bereits mit Christian Losch Kontakt aufgenommen, da ich einen Link setzen möchte.

Diese Daten sind sehr wertvoll

Wolfi
 
Re: Glas-Luft-Flächen Vergütung

Hi,

Ein Plössl hat zwar 4 Linsen in zwei Gruppen, und dadurch schnell betrachtet 4 "Glas-Luft-Flächen". Eigentlich sind es aber beim Plössl 8 Glasflächen, welche vergütet werden wollen.

Bei den heutigen Vergütungen sind Transmissionswerte von über 99% Quasi-Standard. Mich würde jedoch interessieren, inwieweit Glassorte oder Dicke des Glases diesen Transmissionswert beeinflussen. Am Ende wäre es nämlich theoretisch vorstellbar, dass eine bestimmte Glassorte, welche für Weitwinkel-Okulare besser geeignet ist (höherer Brechungsindex oder so) ihre Schwächen in der Transmission hat. Kann dazu jemand etwas sagen?

In der Tat, es sind 8 Flächen beim Plössl. Solange die Gruppen nicht verkittet sind, gibts es ja zwei Übergänge pro Linse.

Die Transmissionswerte von deutlich besser 99% stehen so im Prospekt, ja. Aber im Labor zeigt sich, dass dies alles nicht so einfach ist. Ich würde zu gerne mal sehen, wie die Transmissionskurve über der Wellenlänge ausschaut! Deutlich schlechter, das ist sicher. Der angegebene Transmissionswert dürfte mit hoher Wahrscheinlichtkeit einfach ein Peak-Wert sein.

Die Vergütungsschicht arbeitet ja mit Beugungseffekten des Lichtes in der Schicht. Typischerweise lambda/4 Schichtdicke.

Damit ist sie rein optisch nicht vom Glas abhängig. Und weitere Absorptionsverluste im Glasweg dürfen getrost auf Null gesetzt werden. Mechanische Haltbarkeit der Verbindung mag da was anderes sein.

Andererseits wird durch lambda/4 klar, dass die Vergütung genau für eine Wellelänge optimiert ist. Eine 4 Schicht Multivergütung dementsprechend für 4 verschiedene Wellenlängen. Das Problem sollte klar sein: das sichtbare Licht geht von 400 bis 700 nm und hat damit "sehr" viele unterschiedliche Wellenlängen. Also: Die Transmission über der Wellenlänge dürfte einer Berg- und Talfahrt gleichen... Mit Werten zwischendrin, die durchaus in Richtung der unvergüteten 4% Verlust fallen könnten, wenn man es ungeschickt macht.

 
Re: Glas-Luft-Flächen

Hallo Noxtop!

Der Reflexionsgrad hängt tatsächlich von der verwendeten Glassorte ab. Bei einem Brechungsindex von 1,5 (BK7) geht man von 4% Reflexion pro unvergüteter Fläche aus, bei hochbrechenden Gläsern, wie sie bei vielen Weitwinkelokularen zum Einsatz kommen, können es bis zu 9% sein. Dieser Unterschied bleibt auch bei Vergütung erhalten.
Die Transmission eines Okulars sagt wenig über die Qualität aus. Das Restlicht wird ja nicht absorbiert, sondern geistert als Streulicht durch das Okular. Rein theoretisch kann ein 4-Linser bessere Transmissionswerte als ein 8-Linser haben, dennoch kann der Anteil an reflektiertem Licht pro Glasfläche aufgrund schlechterer Vergütung beim 4-Linser höher ausfallen und eher zu Geisterbildern o.ä. führen. Außerdem ist beim Okular die Korrektur für axiale (sphärische Aberration) und außeraxiale Abbildungsfehler (Astigmatismus, Farbsäume) sowie Vermeidung von Streulicht der wichtigere Faktor, worüber Transmissionsmessungen keine Auskunft geben können.
Gruß
Martin
 
Re: Glas-Luft-Flächen Vergütung

wieder mal möchte ich sagen: genau so ist es!

was noch hinzukommt ist die einfärbung des bildes.
es kann, eben durch welligen verlauf der transmissionskurve,
zu einfärbungen kommen, meist im gelblich-grünen bereich.

mir persönlich ist etwas weniger transmission bei farbneutralem
bild aber lieber, als ein gelbliches bild mit höherer
transmission, vor allem am spiegelteleskop.
am besten ist natürlich hohe transmission und farbneutrales bild <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />

die TS-superplössl dürften das erfüllen, die RKE wahrscheinlich
ebenso, hehe.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Glas-Luft-Flächen Vergütung

Die Transmissionswerte von deutlich besser 99% stehen so im Prospekt
Sorry, ich meinte ja auch pro vergütete Fläche. Pentax bewirbt sein SMC bei Objektiven mit einem Wert von 99,8% pro Fläche. Sicherlich wird das ein Peak-Wert sein. Trotzdem sind die 99% nicht so abwegig, sonst würde ja bei Wolfis Okular-Messungen kaum ein Peak-Wert von ca. 97% rauskommen. Denn:

0,99^4 = 0,96


 
Re: Glas-Luft-Flächen

Bei einem Brechungsindex von 1,5 (BK7) geht man von 4% Reflexion pro unvergüteter Fläche aus, bei hochbrechenden Gläsern, wie sie bei vielen Weitwinkelokularen zum Einsatz kommen, können es bis zu 9% sein. Dieser Unterschied bleibt auch bei Vergütung erhalten.
In letzter Konzequenz heisst das für mich, dass Transmissions-Vergleiche zwischen Okularen unterschiedlichen Typs für den Papierkorb sind.
 
Streulicht in Relation zu Transmission

Hallo,

da gebe ich Dir gerne recht.

Jetzt habe ich mal eine Grundsatzfrage - zum allgemeinen Verständnis.

Bei Transmissionsmessungen wird das austretende Licht gemessen.

Wenn ein Okular aber eine hohe Innenstreuung hat, dann würde ja auch entsprechend weniger Licht austreten, da ja Licht im Okular hin - und her reflektiert wird, von Linsenoberflächen zurückreflektiert wird ......

Vielen Dank für eine kurze Aufklärung.

Wolfi Ransburg
 
Re: Streulicht in Relation zu Transmission

Hi WOlfi,

Wenn ein Okular aber eine hohe Innenstreuung hat, dann würde ja auch entsprechend weniger Licht austreten, da ja Licht im Okular hin - und her reflektiert wird, von Linsenoberflächen zurückreflektiert wird ......

Ja, so ist es. Ein Teil der Reflektion an der dritten Fläche wird auf die zweite Fläche gespiegelt, die sie wieder auf die dritte wirft und ein Teil davon kommt dann zu Fokus. Das *erhöht* die Transmission! Aber mindert den Kontrast durch "Geisterbilder".

Na ja, jenseits der Theorie funktionieren die meisten Okulare ja brauchbar und einige ganz hervorragend. Gott-sei-Dank <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Re: Glas-Luft-Flächen Vergütung

Sorry, ich meinte ja auch pro vergütete Fläche. Pentax bewirbt sein SMC bei Objektiven mit einem Wert von 99,8% pro Fläche. Sicherlich wird das ein Peak-Wert sein. Trotzdem sind die 99% nicht so abwegig, sonst würde ja bei Wolfis Okular-Messungen kaum ein Peak-Wert von ca. 97% rauskommen. Denn:

0,99^4 = 0,96

Klaro, hab ich auch pro Fläche gemeint. Wieso eigentlich hoch 4 ? Ein Teil der SMCs sind 7 Linser, andere 6-Linser. Ich glaube mindestens jedoch 5 Linsen.

Und: Die Gesamtransmission geht ja nicht so stark in den Keller wie die reine Reflexionsformel angibt! Das ist doch gerade der Grund, warum der Kontrast in den Keller geht. Siehe auch Posting an Wolfi in diesem Thread.

Klar ist: Die Pentax SMC sind supergeile Okulare... Transmission hin oder her... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
 
Re: Glas-Luft-Flächen Vergütung

Hallo Tom,

einige Anmerkungen meinerseits:
Die Transmissionswerte von deutlich besser 99% stehen so im Prospekt, ja. Aber im Labor zeigt sich, dass dies alles nicht so einfach ist. Ich würde zu gerne mal sehen, wie die Transmissionskurve über der Wellenlänge ausschaut! Deutlich schlechter, das ist sicher.
der Link zeigt doch wie die Gesamttransmission über die Wellenlänge schwankt.
Der Hersteller bewirbt natürlich gerne die Transmission einer Fläche beim Peak ,also der Wellenlänge mit der betsten Transmission.
Beim real existenten Okular sind es dann aber etliche Flächen und dazu kommen noch weitere Verluste durch Absorption.
Und weitere Absorptionsverluste im Glasweg dürfen getrost auf Null gesetzt werden.
Genau das ist eine irrige Annahme,schon das bloße durchsehen offenbart bei stark Bleihaltigen Gläsern oder auch zum Beispiel bei Bariumkronglas eine deutliche Einfärbung,besonders bei dickeren Linsen.
Einfärbung bedeutet aber immer eine nicht gleichmäßige Transmission über das Spektrum.

Aber ich bin der Ansicht,daß die Transmission beim Okular hinter anderen Eigenschaften wie Feldkorrektur,Gesichtsfeld und auch Augenabstand/Einblickverhalten zurücksteht,soweit die Transmission nicht sehr schlecht wird.

MfG,Karsten

 
Re: Welche Okulare wären interessant zum Testen

Hallo Wolfi,

die Messungen selbst hat aber Markus machen lassen und bezahlt, also solltest Du auch sein Einverständnis einholen.
 
Re: Glas-Luft-Flächen Vergütung

Hi,

der Link zeigt doch wie die Gesamttransmission über die Wellenlänge schwankt.

Wegen der Reflexion der Reflexion, die dann das Okular verlässt ist dies ja genau das Problem. Es war hier mit >99.8% eine einzige Linse eines Pentax SMC gemeint. Dadurch, dass obiger Effekt nicht Auftritt ist das aussagekräftiger, was die Vergütung ansich angeht.

Zitat:
--------------------------------------------------------------------------------

Und weitere Absorptionsverluste im Glasweg dürfen getrost auf Null gesetzt werden.


--------------------------------------------------------------------------------


Genau das ist eine irrige Annahme,schon das bloße durchsehen offenbart bei stark Bleihaltigen Gläsern oder auch zum Beispiel bei Bariumkronglas eine deutliche Einfärbung,besonders bei dickeren Linsen.
Einfärbung bedeutet aber immer eine nicht gleichmäßige Transmission über das Spektrum.

Hast du dazu irgenwelche seriösen Quellen? Ich kenne ausschliesslich die Glasfiber-Anwendungen wo Absorption berücksichtigt wird. Und das nach "Kilometern" an Glasweg... Aber mit Laserlicht. Wer weiss...

ber ich bin der Ansicht,daß die Transmission beim Okular hinter anderen Eigenschaften wie Feldkorrektur,Gesichtsfeld und auch Augenabstand/Einblickverhalten zurücksteht,soweit die Transmission nicht sehr schlecht wird.

Absolut! Wir reden hier wirklich ausschliesslich über "interessante Theorie".
 
Re: Welche Okulare wären interessant zum Testen

Hi Wolfi!

Sehr gute Idee!

Bei einem Planetenokular finde ich die Transmission nicht ganz so wichtig, da die absolute Lichtausbeute des Gesamtsystems nicht so entscheidend ist. Daher plädiere ich dafür, hauptsächlich langbrennweitige Okulare zu testen, die für dunklere Objekte eingesetzt werden.

Meine Vorschlagliste:

- Pentax XL 40 mm
- TeleVue Plössl 40 mm
- Vixen LV 40 mm
- Vixen LVW 42 mm


Der Vergleich von zwei Weitwinkelokularen mit zwei Normalen sollte zeigen, ob das größere scheinbare Gesichtsfeld auf Kosten der Transmission geht.

Viele Grüße
Andreas



 
Re: Glas-Luft-Flächen Vergütung

Hi Tom/Karsten,
mir geht es da ähnlich wie euch: Ich weiß nicht ganz was ich mit der Info über Transmission
eigentlich anfangen soll. Das ging mir schon so, als ich Christian Losch's Seite das erste
Mal angeschaut habe.

Den einzigen Schluß, den man daraus wirklich ziehen kann, ist daß ein vernünftig vergüteter
Mehrlinser (TV Nagler 16-T5) durchaus 94% Transmission erreichen kann und somit einem Ortho
(Kasai, Pentax) eigentlich nur marginal hinterherhinkt.
Daher ist anzunehmen, daß ganz allgemein gesagt ein vernünftig vergüteter Mehrlinser locker
über 92% Transmission bringen kann und sollte, und wenn er's nicht tut, dann ist bei der Vergütung
gespart worden.

Na gut, selbst mit der Information im Hinterkopf, ist das ein Auswahlkriterium?
Das Kontrastverhalten wird durch die MTF beschrieben und die kann auch durch Verzeichnung und
schlechte Korrektur versägt werden. Von Farbfehlern (man erinnere sich da nur mit Grausen
an Wolfgang Rohrs Barlow-Messungen) wollen wir da gar nicht reden ...
Wie hell ein Okular ist, mag ja nicht ganz Wurst sein, aber wichtiger wäre doch z.B. zu
wissen wie SCHARF ist es denn.
Über all das sagt mir eine Transmissionsmessung nichts aus, ein Interferogramm oder eine MTF-Messung
(Meßgerät gibt's z.B. bei Zeiss) wäre da wirklich interessanter (aber auch vieeel aufwendiger
in Herstellung und Auswertung).

Na ja und an einer anderen Stelle wird die Brücke von der Transmission zum Streulichteinfluß
geschlagen. Ist mir aber auch nicht schlüssig:

Wie mißt man denn eigentlich die Transmission?
Na ja, man mißt einen Spektrometergang einmal mit und einmal ohne das zu prüfende Okular.
Der Quotient ist dann die Transmission.
Fein, aber woher weiß denn so ein Meßgerät, welcher Anteil von dem Licht, daß da hinten dann
rauskommt, eigentlich Streulicht ist?
Weiß es natürlich nicht, beides trägt zu dieser Transmissionsmessung bei. Also ist in Wolfis
Diagrammen alles drin, Streulicht+direktes Licht.
Was muß man daraus folgern:
Der Schluß von Transmissionsmessungen dieser Art auf etwaiges Streulicht zu schließen scheint
mir völlig unbegründet.

Bis daher bin ich noch deiner Meinung Tom, aber ab da dann:

Zitat:
>> Wenn ein Okular aber eine hohe Innenstreuung hat, dann würde ja auch entsprechend weniger
>> Licht austreten, da ja Licht im Okular hin - und her reflektiert wird, von Linsenoberflächen
>> zurückreflektiert wird ......

> Ja, so ist es. Ein Teil der Reflektion an der dritten Fläche wird auf die zweite Fläche
> gespiegelt, die sie wieder auf die dritte wirft und ein Teil davon kommt dann zu Fokus.
> Das *erhöht* die Transmission! Aber mindert den Kontrast durch "Geisterbilder".

nicht so recht. Nehmen wir zwei unvergütete Linsen, an der hinteren werden 4% nach vorne reflektiert.
von den 4% werden dann auf der Hinterseite der vorderen Linse wieder 4% reflektiert.
Und diese 0.16% (ja anderthalb müde Promille) kommen dann hinten als Geisterbild raus. Rechnet
man's schon mit einer MGF2 Vergütung, dan isses schon gleich nur noch ein Viertel bis Achtel davon.
Selbst wenn man einen Vierlinser (d.h. vier Linsengruppen) annimmt und es kurz überschlägt (hinterste
Linse mit allen anderen, zweite von hinten, usw), dann beleibt man mit einer MgF2 noch weit unterhalb
des Prozentbereiches. Das heißt der überwiegende Teil des reflektierten Lichts, das nicht da ankommt,
wo's hinsoll (>99%), kommt vorne wieder raus.
Mario
 
Re: Glas-Luft-Flächen Vergütung

die sache mit den geisterbildern ist ja auch die,
daß deren ursprung nicht nur im schlechteren coating
liegen, sondern mehr noch an der okularkonstruktion selbst.

geisterbilder kann ich an sauteuren okus mit bestem
mulitcoating haben, dagegen an billigen kellnern mit mgf2-coating
aber nicht, um nur eine mögliche variante zu nennen.

in der transmission wäre das teure oku vielleicht sogar
besser, in der abbildungsschärfe auf der achse aber nicht.

die messung der schärfe und erst recht der MTF ist
messtechnisch vielleicht sehr aufwändig, ich kann
aber auch einen direkten okularvergleich an jupiter machen
und so die schärfe und den kontrast des okus selbst testen.

das ist zwar nur ein subjektiver test, er ist mir aber sowieso
am liebsten, denn zahlen können gebogen werden, von fälschungen
aus marketingründen will ich gar nicht sprechen.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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