LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in EU)

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Hallo Michael,

das Kabel sollte passen (Spannung und Polarität).

Der Stecker muss halt gut sitzen.

Seltsam, ich habe ja auch FW 1.10. Bei mir gehen die Werte aber wieder auf Standard (Gain 1, Bel 100 etc.).

@ Lajos, wenn Du das liest. Gibts hier Unterschiede in der Firmware?

CS
Uli
 
Zitat von taikon:
Hallo Michael,

das Kabel sollte passen (Spannung und Polarität).

Der Stecker muss halt gut sitzen.

Seltsam, ich habe ja auch FW 1.10. Bei mir gehen die Werte aber wieder auf Standard (Gain 1, Bel 100 etc.).

@ Lajos, wenn Du das liest. Gibts hier Unterschiede in der Firmware?

CS
Uli

Hallo Uli,

ich muss meine Aussage leider etwas korrigieren.

Er speichert zwar die "guider setup"-Einstellungen, also Leitrohrbrennweite und "AG-speed" aber nicht gain, exposure thres. etc.

Schade. Das sollte beim nächsten Update vielleicht mit aufgenommen werden.

So gesehen, hast Du recht gehabt und ich gehe davon aus, dass die Versionen gleich sind :)

Gruß,

Michael
 
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Hallo Lajos,

das First-Light des Guiders war sehr erfolgreich. Gleich auf Anhieb sind mir Aufnahmen bis zu 10min mit F=420mm absolut gelungen (siehe hier: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/636128/2 (Post #664008)

Allerdings stelle ich bei der Drift in DEC-Richtung ein Abfallen fest, was ich auch durch Reduktion der Agress. in DEC nicht lösen konnte. Er guidet zwar trotzdem munter weiter, aber ein wenig Sorgen macht mir das trotzdem.

Anbei ein Screenshot der Drift-Anzeige. Vielleicht kannst Du mir da ein paar Ratschläge geben.

Folgende Parameter habe ich eingestellt:

Gain: 5
Exp: 1500
Thres 4

Num_RA: 1
Tol_RA: 0.5
Aggr_RA: 70
Mode_RA: 2

Num_Dec: 3
Tol_Dec: 0.5
Aggr_Dec: 50
Mode_Dec: 2

Fguide=1480mm (C9.25 mit 0,63-Reducer)
Fphoto=420mm (70/420 ED)
AG-Rates: 50/50 (0.5 in MGEN)

Fröhliche und dankbare Grüße,

Michael
 

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Hallo Erfahrene!

gibt es eigentlich eine Möglichkeit den MGEN auch mit einer Nikon DSLR "ansteuerungstechnisch" zu verbinden?

Eine art Adapter/Übersetzer?

danke

beste Grüße

Wolfgang
 
Re: LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in

Hallo Lajos,

hast Du die Möglichkeit, alle Kabel auf ein flexibleres Silikonkabel umzulöten?


Oder die Kamera Kabel als flexibel Spirallösung anzubieten?

Leider wird das ganze Kabelgewirr recht starr, wenn die Temp unter den Gefrierpunkt sinkt.

Vielen Dank.

Gruß

Harald Liederer

 
Re: LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in

Hallo MGEN-User!

@ Michael: Gratulation. Ich denke aber, wegen die 1420mm Leitrohrbrennweite ist die Stern viel zu gross und dazu vergleichweise die tolerance zu gering eingestellt.
Die ursprungliche Agressivität von 80% auf 50% zurückgenommen, es war richtig.
Bitte beachte dabei:
1. Bedienungsanleitung, 13.Seite:
Die "Sterngrösse" sollte mindestens 3-4 Pixel betragen, um eine gute Positionsberechnung zu ermöglichen. Sterne die nur 1-2 Pixel gross sind, führen meist zu einer ungenauen Positionsberechnung, was die Guidingperformance negativ beeinflusst. Prinzipiell gibt es kein Limit für die maximale Sterngrösse, allerdings führen zu viele gesättigte Pixel ebenfalls zu einer schlechten Positionsbestimmung und somit zu einem schlechteren Guide-Ergebnis.
2. Bedienungsanleitung, 14. Seite:
Bei einer Positionsabweichung von mehr als der dreifachen Toleranz, wird in jedem Fall eine sofortige Korrektur durchgeführt, auch wenn die Mittelungsfunktion ( num > 1 ) aktiv und die Anzahl der zu mittelnden Frames noch nicht erreicht ist. Dies ist eine "Sicherheitsfunktion" und gilt für beide Achsen.
Deutend: An einem 1420mm Leitrohrfokus entstandene ca. 25 pixel (übergrosses!!!) Leitsternbild - wo die innere Pixeln wahrscheinlich gesättigt und deshalb keine richtige Positionsabweichung geben - ist nicht nötig unter 0,5 Pixel zu korrigieren. Dies kann u.u vorzeitige Sofortkorrektur führen, dadurch die Achsen hin und zurück pendeln lassen und Resonancen verursachen.
Ich würde auf jedenfall grössere Tolerance und evtl. die mode="0" wählen. Oder eine kürzere Leitrohr.
Eine Frage noch: Ist die Leitrohr (in Deinem Fall der Hauptinstrument...) richtig befestigt? Keine parallelität-bewegung (Resonance, Koppung) möglich? Ganz Sicher nicht???


@ Wolfgang: Knickohr kümmert daran mit seinem "Astrotimer".


@ Harald:
1. Ich habe sooooo viele Sonderwünsche über Kabel erhalten, dass ich bleibe doch bei original. Eine wirklich hochwertige Spezialkabel kostet oft über 20 Euro und verursacht eine so massive Preisänderung, welche sicher nicht toleriert wird. Viele Verwender brauchen das auch nicht. Eine "klein-wenig-bessere" Kabel wird wiederum beim Perfektioniesten nicht akzeptiert und sowieso ausgetauscht - macht aber das MGEN teurer. Glaub mir, ich kämpfe bei der Herstellung um jeden Cent, welche nicht allgemein notwendig auszugeben ist, dass ich die derzeitige Preisniveau überhaupt halten kann. Ich will die Herstellung in der EU halten und nur als Notlösung in China anfertigen.

2. Spiralkabel wird grundsätzlich nicht verwendet, da es eine Ziehkraft an der Kamerabox ausübt, und Verkippungen hervorrufen kann - durch die Bewegung von der Handsteuereinheit.
Ich bitte um Verständnis, dass ich nur eine preiswerte Grundkabelisierung beilege, welche 80% vom Verwender akzeptiert wird (ALCCD verwendet den gleichwertige Kabel).
Vielleicht werde ich gegen Aufpreis Speziellösungen anbieten, erst muss ich aber mit Kapazität die Bestellungen überhaupt nachkommen.

CS: lajos


 
Re: LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in

Zitat von lajos:
Eine Frage noch: Ist die Leitrohr (in Deinem Fall der Hauptinstrument...) richtig befestigt? Keine parallelität-bewegung (Resonance, Koppung) möglich? Ganz Sicher nicht???

Hallo Lajos,

Richtig. Leitrohr war mein C9.25 mit f/6.3-Reducer also 1480mm Brennweite. Die Aufnahmeoptik war mein InED70-Refraktor mit 420mm Brennweite. Beide Optiken sind befestigt an der TS-Parallelmontierung. Das C9 mit 3"-Schwalbenschwanz und der Refraktor mit GP-Level. Eigentlich sollte das stabil genug sein. Mir sind bisher damit noch keine Probleme entstanden. Ich bin sonst offen für Vorschläge. Auf einen OAG verzichte ich bewußt, da ich viel mit Filtern arbeite, und es ist bei den meisten OAG kaum möglich die zwischen OAG und Kamera anzubringen. Wenn sie davor sitzen, wird das Bild zum Guiden zu dunkel.

Wo kann ich denn sehen, wie viele Pixel mein Leitstern hat?
Ansonsten Toleranz hoch, das habe ich jetzt verstanden.

Gruß,

Michael
 
Re: LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in

Hi Michael!

Beim LiveView Fenster ist die Leitsterngrösse bei Guide-Fenster in 1:1 Format angezeigt (bei Vorschaufenster ist es 1:9 oder 1:10)
also 1 Pixel an der CCD = 1 Pixel an der Guidefenster im Handbox.

Der Handbox Auflösung ist 64x128, Guidefenster ist 40x40 oder 48x48 (FirmWare abhängig)

0,5 pixel ist nach meiner Erfahrung dann optimal, wenn der Guidefocus ca. die HÄLFTE (!) vom Astrograph-Focus. (CCD Pixel von MGEN ist wesentlich kleiner, als die CMOS-Pixelgrösse von LVI o,ä)
In Deinem Fall solltest Du mit 200mm nachführen :)

Unser Ziel ist die Software soweit feinen, dass ein 250/1200 Newton mit seinem eigenen 9x50 Sucher geguidet sein kann (1:8 Verhältnis).

CS: lajos
 
Re: LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in

Hallo Lajos,

wenn wir gerade dabei sind, wie verhält es sich dann mit dem OAG, der in meinem Fall ja am 750mm Newton hängt?

Da lässt sich ja an der Nachführoptik nichts ändern.

Was wäre hier optimal?

CS
Uli
 
Re: LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in

Hallo Uli!

Tolerance 0,5-0,7 Pixel (entspricht bei Deinem Instrument 0,6-0,8 Bogensekunden) beim optimalen Seeing.

Bitte aber jetzt nicht alle auf eigene Einstellungen drauffragen, sondern die Bedienungsanleitung (ist ja auf DEUTSCH) SORGFÄLTIG lesen, besonders Seite 18.

Es gibt keine Rezepte und noch weniger Wundereinstellungen, welche IMMER funktionieren, es kommt von der Helligkeit der Leitstern, Seeing und Instrument (Beide Optiken UND Mechanikqualität usw...) an.

MGEN ist ein (sehr) nützbares Hilfsmittel, aber kein Wundergerät...
Wenn jemand versteht, wie Guiding ALLGEMEIN funktioniert, findet man die Einstellungen viel leichter, als wenn "nur" mit dem Zahlen herumspielt.


CS: lajos
 
Re: LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in

Hallo Leute!

First Light mit MGEN war erfolgreich!
Leitrohr 90mm/1000mm, Stern ca. 6mag, gain 3, 300ms, alle anderen Einstellungen "out of the box"
Aufnahmeoptik C11 bei 2800mm Brennweite f/10 auf Losmandy G11 mit Dynostar und Escap-Motoren, 20D, 600 Sekunden bei Iso 800

Ich finde das (nur verkleinerte) Ergebnis - abgesehen von der Fokuslage - ganz gut
 

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Re: LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in

Hallo (Astro) Kai,

tolles Ergebnis ! Ist schon eine wunderbare "Erfindung" dieser (und ich meine diesen)Standaloneguider.


Gruß Stefan
 
Re: LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in

Hallo da draußen,

habe ich da etwas wichtiges übersehen? Man benötigt für MGEN eine Montierung mit ST-4 Eingang? Was machen Leute, die so etwas nicht haben; z. B. eine Mon-2, GP u.a.? Da wird man wohl eine Steuerung mit Motoranschlussbuchsen kaufen müssen, oder?

Frank
 
Re: LACERTA-MGEN: Stand Alone AutoGuider (made in

Hallo Frank!

Man benötigt für MGEN eine Montierung mit ST-4 Eingang? Was machen Leute, die so etwas nicht haben; z. B. eine Mon-2, GP u.a.?

Der ST4 oder ein ähnliches Stecker ist nicht nur für MGEN, sondern für ALLE Autoguider notwendig.

Du brauchst unbedingt irgendeinen "Eingang", durch dem die Guiding-Informationen zu Motoren mitteilen kannst. Es soll, -wie Du schreibst- eine Motorsteuerung mit Autoguidereingang sein.

Es kann aber auch was Umgebautes werden, wie das bei GP-Familie (EQ5 usw...): http://www.teleskop-austria.at/prod.php?tid=15&lng=de#ccd-autoghb-hu

CS: lajos


 
Moin allerseits,

habe eine sehr genau laufende Selbstbaumontierung mit einem spielfreien Tangentialarm in DEK. Die Nachführelektronik für RA ist sehr einfach und gestattet Geschwindigkeitsänderungen von 0,5x und 2x. Selbst bei einer Aufnahmebrenntweite von 1.620mm gelingen visuell nachgeführte Aufnahmen bisher zu 100%.

Wie kann man den MGEN an die bestehenden Verhältnisse adaptieren? Werden die entsprechenden Taster der Handsteuerbox entsprechend der PIN-Ausgangs-Belegung des MGEN angeschlossen oder wie muß ich mir das vorstellen?

Danke im Voraus!
 
Servus Ralf,

da die Steuerung über ST-4 erfolgt, müsstest Du deine Montierung nur dazu kompatibel machen.

Der ST-4 Stecker besteht normalerweise aus 6-pins:
+5V (desöfteren nicht angeschlossen), GND, RA+, DEC+, DEC-, RA-. Die Reihenfolge der Pins im Stecker der MGEN findest Du sicher im Internet.

Solang ein Kontakt geschlossen ist wird in die betreffende Richtung korrigiert. Bei den meisten Montierungen kannst Du die Geschwindigkeit dieser Korrekturen zwischen 0.25x-2x Sterngeschwindigkeit einstellen.

Wenn Du deiner Selbstbaumontierung das noch beibringst sollte einer Verbindung mit dem MGEN nichts mehr im Weg stehn. Du kannst natürlich deine Taster an der Handsteuerbox einfach auf die Pins durchschleifen, aber Du solltest die Möglichkeit haben die Geschwindigkeit dann passend einzustellen.

Grüsse,
Tom



 
Hallo Tom,

danke, das scheint dann der Anschluß ja kein Problem zu sein. Allerdings ist die Korrekturgeschwindigkeit zumindest in RA fest auf die genannten Werte eingestellt. Die Korrekturintervalle sind doch aber sicher auch MGEN zritlich einzustellen, oder?

Nicht daß der MGEN-seitige Korrekturbefehl sagen wir, immer nur uveränderbar 1 s dauert. Da wäre eine Korrekturgeschwindigkeit von 2x sicher zu viel. Aber wenn er z.B. auf 0,1 s einstellbar wäre und die Hysterese entsprechend kleine Werte hat, dann müßte es funktionieren. Denn so kurze Tastenklicks und Reaktionszeiten schaffe ich ja manuell auch.
 
Hallo Ralf,

beim MGEN kannst Du 0,125, 0,25, 0,5 und 1,0 als Korrekturgeschwindigkeit einstellen - für beide Achsen (nicht einzeln).

CS
Uli
 
Hallo Uli,

danke! Ganz blöde Frage: Was ist denn mit 1x Korrekturgeschwindigkeit gemeint? Das würde doch rein rechnerisch gar keine Geschwindigkeitsänderung bedeuten? Oder? Und wenn dem so wäre, dann würde der Motor nicht schneller, sondern nur langsamer als die Grundgeschwindigkeit laufen können.

In DEK habe ich einen DC Motor, der auf Knopfdruck in die eine oder andere Richtung korrigiert, die Geschwindigkeit ist stufenlos regelbar und völlig unabhängig von einer Grundgeschwindigkeit, auf die Angaben wie 0,25x, 0,5x usf. Bezug nehmen würden.



 
Hallo Ralf,

die Geschwindigkeit addiert sich zu der Nachführgescheindigkeit. Also -1 (nach Osten) die Montierung bleibt stehen, +1 (nach Westen) die Montierung läuft mit 2x Sternengeschwindigkeit.

Thomas
 
Servus Ralf,

zu deiner Frage ... das hab ich an verschiedenen Montierungen schon unterschiedlich gesehn.

An meiner alten H-EQ5 SkyScan wars so umgesetzt, dass Du immer den Eindruck hattest z.B. mit 1.0x Geschwindigkeit zu fahren. Selbst wenn die Nachführung an war. In Nachführrichtung wurdens dann also 2.0x, gegen Nachführrichtung warens dann (wenn man das einfacherweise so beschreiben kann) -1.0x. Hauptsache einfach für den Spechtler.

Das SK Goto Kit welches ich kurzzeitig hatte hat den RA Motor einfach angehalten wenn die Nachführung lief und Du gegen Nachführrichtung fahren wolltest.

Die Autoguider kommen aber eigentlich mit allem klar, weil sie ja vorher eine Kalibrierung durchführen und testen wie sich die Montierung verhält und wie schnell sie fährt.

Solang Du deiner Montierung beibringen kannst bei Guiding eine recht langsame Geschwindigkeit zu fahren sollts mit Durchschleifen der Richtungstasten auf ST-4 eigentlich klappen.

Grüsse,
Tom
 
Hallo Clavius!

Korrekturgeschwindigkeit bedeutet die Geschwindigkeit vgl. von Nachführgeschindigkeit.

Also bei RA -0,5x Korrektion bewegt sich das Teleskop weiterhin "Himmelsdrehrichtung" aber nur mit 0,5x terngeschwindigkeit.
RA -0,75x bedeutet 0,25x vorne
RA -1x stoppt die Motoren,
RA -2x bedeutet -1x zurück usw...

Bei MGEN kannst Du ausser Geschwindigkeitsangaben auch die Aggression einstellen (0-100%). Sie bedeutet, wie viel Prozent vom tatsächliche Korrektur (in Pixel gemessen) korrigiert werden soll.

Als Beispiel (Typisch für 90/900 Leitrohr):
0,5x Korrekturgeschwindigkeit
0,7 Pixel Tolerance
60% Aggressivity
Korrektionsmode "2"

Wenn die Nachführfehler die 0,7 Pixel erreicht, dann wird die Montierung mit 0,5x Sterngeschwindigkeit 0,42 Pixel (60% von 0,7) zurückgeführt.
Wenn die Nachführfehler unter 0,7 Pixel bleibt, wird die Montierung mit der hälfte von Produkt des Agressivitäts und Fehler (z.B. bei 0,4 Pixel 0,4*0,6/2=0,12 Pixel) korrigiert.

Anmerk.-1: Bei korrektionsmode "0" wird unter den Tolerancegrenze nicht korrigiert.
Anmerk.-2: Zu hohe Aggressivitätwerte können Resonance-Erscheinungen hervorrufen (Schaukel-Effekt)

Mehr zu lesen in Handbuch:
http://www.teleskop-austria.at/info...pdf/LACERTA_MGEN_bedienungsanleitung-1_09.pdf

CS: lajos
 
Hallo,

also jetzt bringt ihr mich auch durcheinander.

Die Autoguiding-Geschwindigkeit wird doch in Prozentwerten siderisch angegeben.

Also 1 enspricht der siderischen Geschwindigkeit - so wie eben eine Montierung ohne Autoguider die Erddrehung kompensiert.

0,5 bedeuted dann doch, dass der Autoguider die Korrekturen (!) nur mit halber Geschwindigkeit ausführt...

2fache Geschwindigkeit kenn ich jetzt gar nicht.

CS
Uli
 
Hallo Uli!

Es war nur als Beispiel gedacht für Geschwindigkeit-deutung, keine Guide-Empfehlung!

2-faches Korrekturgeschwindigkeit kannst Du theoretisch bei einem umgebauten EQ3/EQ5 Handbox einstellen, aber auch, wenn jemand mit standard Handbox (=ohne Autoguider-Eingang) visuell nachführt (siehe Beitrag von Clavius hier #665580).


CS: lajos
 
Hallo zusammen,

also ich habe sehr gute Erfahrungen bei meiner Fornax 51 mit 500mm Leitrohr (Pentax 75 SDHF) und 10"-Newton, 1279mm Brennweite mit folgenden Werten gemacht :

0,1x Guidingeschwindigkeit an der Montierung
0,125x Korrekturgeschwindigkeit MGEN
Agressivität 50% (beide Achsen)
Toleranz 0,01 !!! (auch beide Achsen)
Mode 2

Ich unterkorrigiere also sehr stark, lasse aber nur sehr wenig Toleranz zu. Man muß allerdings dazu sagen, das meine Montierung mehrere Minuten auch ohne Guiding schafft ;)

Thomas
 
Hallo Lajos,

deinen Beitrag hatte ich während des Schreibens noch gar nicht gesehen.

Aber danke für das Beispiel, das lässt mich doch jetzt das Zusammenspiel der parameter etwas besser erkennen.

CS
Uli
 
Eine Frage hätt´ ich aber doch noch... :pfeif:

Ich führe über einen OAG nach und verwende keinen Komakorrektor. Daher sind die Sternbilder nicht kreisrund, sondern "komatös" verzogen.

Kann auch mit so einem deformierten Sternbild nachgeführt werden?
 
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