Hallo!
Na ja, für Dinos letzt genannten bevorzugten Beobachtungsobjekte, ist der FH schon in Ordnung. Vielleicht reicht das Budget ja auch für den 120er FH? Falls das Ding dejustiert geliefert wird ist das ein Reklamationsgrund und Du schickst ihn zurück! Mach das mal beim Newton mit der selben Begründung ;-))).
Deep Sky sind nicht nur Galaxien und schwache Nebel! Gerade die offenen Sternhaufen bieten oft den reizvollsten Anblick vor allem bei geringer Vergrößerung. Der von Günther ins Gespräch gebrachte 130/650 (f5)ist natürlich universeller. Vor allem was die Vergrößerungsfähigkeit angeht also Mond/Planeten. Doch dazu muss er auch 1a justiert sein! Für spontan mal gucken ist das auch nix. Stichwort Auskühlzeit! Erst kürzlich war ich froh meine alte 63mm Linse nicht verscherbelt zu haben, als die Wolkendecke (wieder erwarten) doch noch aufriss und den Blick zu Saturn für etwa eine halbe Stunde frei gab. Natürlich hatte ich den Newton in Erwartung eines längeren Aufklarens mit aufgebaut. Ergebnis: Spiegel ausgekühlt, Himmel wieder dicht! Klar kann man mit Ventilatoren den Vorgang beschleunigen aber wie wir gelesen haben, ist Dino nicht unbedingt der “Bastler”. Ist ja auch in Ordnung. Manche wollen ein Auto zum Basteln und manche nehmen es dafür wofür es gedacht ist: Zum fahren! Es soll auch welche geben die machen beides ;-)))
Soll es doch etwas universeller sein, wäre der von Günther empfohlene ED etwas.
Von der Öffnung her aber noch eingeschränkter als der FH! Doch zum spazieren gehen nicht nur am Himmel ;-) ideal. Einstecken, Fotostativ nicht vergessen und ab in die Pampa! Da kannst Du wunderschön z.B. in der Milchstrasse surfen. Kugelsternhaufen sind allerdings wenig attraktiv bei 80mm Öffnung.
Hier ein Erfahrungsbericht von Uwe Pilz. Ist aber der "etwas" teurere Dreilinser:
http://forum.astronomie.de/phpapps/...819324/TS_APO_80_480mm_First_light#Post819324
Auch planetarische Nebel belieben nur winzige diffuse Fleckchen. Doch der 130er Newton ist auch nicht die Offenbarung in dieser Beziehung! Ich würde ihn für Deinen angedachten Zweck nicht empfehlen! Dann lieber gleich auf 150 besser 200mm! Ein Reisedobson wurde ja schon vorgeschlagen.
Ein letzter Aspekt: Solltest Du Dir mal einen richtigen “Lichteimer” zulegen, wirst bzw. kannst Du den ED oder den kurzen FH immer noch sinnvoll einsetzen. Selbst bei Hobbyaufgabe ist das Geld nicht unbedingt versenkt. Als starkes Teleobjektiv oder (mit Zubehör) zu terrestrischen Beobachtungen sind die Dinger ebenfalls einsetzbar.
@ Günther:
Ich denke Du hast schon mal durch den 130/650 Newton geschaut? In Bezug auf Randschärfe ist der eine Katastrophe! Wenn schon eine Empfehlung, dann mit den geeigneten Okularen. Die dürften aber nicht ganz so günstig wie der Newton sein.
Meine anfängliche Begeisterung für das Gerät hat sich mit der Zeit leider gelegt.
Bei direktem Vergleich mit meinem alten Bresser 102 / 1000 an M42 zeigte der FH das “schönere” Bild. Sicher "schöner" ist subjektiv und der Nebel ist ein sehr helles Objekt. Bei schwächeren Nebeln wäre der vergleich vielleicht anders ausgegangen. Vielleicht wäre der 150mm Ts f6 Newton auf Deiner Dobson-Monti (Bild finde ich gerade nicht) eine Empfehlung? Universell, leichtere Justage, okularfreundlicher, schnell aufgebaut und transportabel! Einzieger Nachteil: Die längere Auskühlzeit.
VG,
Michael