MAK oder Dobson bei meinem Standort?

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froschi

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Hallo liebe Spechtler,

ich lese hier schon etwas länger mit und habe mich nun zu einer Anmeldung entschlossen um mir etwas Hilfe bei einer Entscheidung geben zu lassen. Zuerst mal etwas Hintergrund. Ich bin quasi Wiedereinsteiger und meine bisherigen Erfahrungen beschränken sich auf einen damaligen Tasco-Newton unter 114mm Öffnung auf ALT-AZ Montierung. Momentan geniesse ich den Himmel bei guter Sicht mit meinem 10x50 FG. Mit meinem damaligen Newton hab ich so ziemlich alles gesehen was möglich war mit der Ausrüstung. Nun ist es soweit und das FG reicht mir nicht mehr alleine.
Generell wären mir beide Arten Recht was die Art der Optik angeht nur stellen sich mir ein paar Fragen die meinen Beobachtungsstandort betreffen. Ich habe als Platz eine grosse Dachterasse die allerdings hinten an einem Hausausbau aufgesetzt ist und über/hinter mir befinden sich noch zwei Stockwerke. Blickrichtung auf freien Himmel ist von Ost nach West relativ einsichtig nur nach Norden steht das Haus im Weg. Polaris ist allerdings für mich zu sehen. Mein Problem heisst Lichtverschmutzung. Im Westen hab ich die Innenstadt nach Süden ein Fussbalstadion und südwestlich auch noch ein Kupferwerk.Nach Osten raus gehts da stehen nur ein paar widerlich gelb leuchtende Latenen auf einer Kreuzung.Nun habe ich gelesen das bei zuviel Lichtverschmutzung eine grosse Öffnung nicht unbedingt brauchbar ist. Mir ist völlig klar das ich hier direkt an DeepSky nix machen kann das würde dann in Frage kommen wenn ich aufs Land fahre bzw etwas rausradel.Auto habe ich kein eigenes somit ist spontanes packen und spechteln fahren leider etwas schwer. Mit dem Rad wäre es etwas einfacher. Lohnt sich also in meiner Situation ein Dobson in 8"? Git es Möglichkeiten das Störlicht per Filter etwas zu minimieren? Hinzu kommt noch das ich damals immer geschworen habe nie wieder ne ALT-AZ Montierung zu nutzen da ich immer neidisch auf unseren Nachbarn geschaut habe der da so eine tolle Parallaktische unter seinem Rohr hatte. Sollte die Filterlösung nicht brauchbar sein würde ich eher zu nem MAK tendieren da ich den quasi spontan in einen Fotorucksack stecken kann und ab geht die wilde Fahrt. Lässt sich ein MAK auch mit diesen Nebelfiltern kombinieren oder schluckt das nochmehr der sowieso schon etws fehlenden Helligkeit? Wie gesagt anfreunden kann ich mich mit beiden Teleskopen nur die Mobilität ist halt die Frage. Wie zufrieden sind die MAK-Gucker hier mit ihren Geräten? Was mich auch etwas unsicher macht ist die Tatsache des Justierens des Dobsons. Wie oft fällt das an bei einem Volltubus?
Viele Fragen ich hoffe ich konnte meine Probleme etwas verdeutlichen.
Bis dahin LG und CS der Dino
 
Hallo Dino,

die Volkssternwarte Regensburg ist auch mitten im Lichtsumpf einer 150000 EW Stadt. Trotzdem kann, besonders wenn es nicht so dunstig ist, auch mit 12" gut beobachtet werden. Was nicht geht, sind Objekte mit geringer Flächenhelligkeit, dagegen sind kleine und große Planetarys sowie Galaxien mit größeren Flächenhelligkeiten und offene sowie Kugelsternhaufen recht gut zu beobachten. Gerade bei den Planetarys bietet sich der O3 Filter an (natürlich sind die bei dunklen Himmel schöner).
Wenn der Dob auf der Dachterrasse steht, mit ner Tüte drüber, würde ich mir über justage überhaupt keine Sorge machen. Auch wenn Du das Teil rumfährst, ist das nicht sehr schlimm, lernt man auch schnell.
Bei viel Streulicht in der Luft würde ich Volltubus gegenüber Gitterrohr bevorzugen.

Viele Grüße aus dem Süden

Gottfried
 
Zitat von froschi:
Was mich auch etwas unsicher macht ist die Tatsache des Justierens des Dobsons. Wie oft fällt das an bei einem Volltubus?

Hi Dino,

ich schaue mir oft nach dem Aufstellen den Justagezustand an. Und wenn die Justage mal nicht stimmt, wird halt etwas an den Schrauben gedreht. Der Aufwand ist nicht der Rede wert. Die Justage verstellt sich ja nicht so sehr, dass man jedesmal bei Null anfangen müßte.

CS
Chris
 
Hallo Dino,

es ist immer die Frage, was und von wo du beobachten willst. Wenn du sagst, du willst nur von der Terasse aus beobachten, kann es ruhig ein größerer Dobson sein. Wenn du öfters unterwegs bist, solltest du mehr auf Gewicht und Packmaß achten, wobei der 8" Dobson hier noch recht gut transportabel ist.

Ich persönlich habe meinen 12" Dobson gegen einen 5" Mak auf Giro Mini getauscht, weil ich das kleine Gerät wegen seinter Transportabilität einfach viel öfters nutze und der große Dobson am Ende nur noch in der Ecke gestanden hat.

Je nachdem, welche Öffnung dein Mak haben sollte, geht da auch schon einiges an deep sky, wobei in diesem Punkt ein Dobson sicher mehr bringen würde. Bei meinen 5" kann man auch wunderbar einen UHC-Filter nutzen.

Viele Grüße

Carsten
 
Ich wage als Anfänger nicht, zu beraten, stand aber vor wenigen Wochen vor einer ähnlichen Wahl, und habe mich für den MAK entschieden. Gründe und viele Tipps der Forenmitglieder finden sich in den entsprechenden Threads (dort gehts ebenfalls vom Dobson zum Reise-Dobson zum Mak zum Newton etc.):

http://forum.astronomie.de/phpapps/...128/Hilfe_fur_den_ersten_Teleskop_#Post809128

http://forum.astronomie.de/phpapps/...213/Auswahl_eines_Einsteiger_Refle#Post810213

Ich habe da einige Schlenker hin und her gemacht, aber wird Dir vielleicht ähnlich ergehen (außer die Sache mit dem Newton...).

Ansonsten ein Wort zum Mak: Transportabel ist mein 127er definitiv sehr gut, das würde ich mir auch mit dem Fahrrad zutrauen.
 
Hallo,
So wie du deinen Himmel beschreibst, würd ich von der großen Öffnung abraten! Ich selbst habe ein 10" Newton und an meinem Beobachtungspunkt in der Stadt saufen sogar DSobjekte wie M51 regelmäßig ab. Wenn ich nicht die Möglichkeit hätte das Gerät zu bewegen wäre es pure Verschwendung.
Wenn du kein Auto hast und mit einem 8" nicht mehr transportieren kannst, dann nimm lieber den Mak. Damit würde ich hier in der stadt genau das sehen was ich auch mit 8" sehen würde (Mond, Planeten, Orionnebel,M31, Kugelsternhaufen) dafür hast du aber die Chance dir auch mal ein standort zu suchen wo mal mehr möglich ist!

Gruß Deadlock

Ps: Im Bieteboard verkauft glaub ich grad jemand ein Mak
 
Hallo Dino,


Öffung gewinnt unter jedem Himmel, egal ob in den Alpen oder in der Stadt.
Das ist systemunabhängig so.
Auflösung und Vergrößerungsfähigkeit sind grundsätzliche Teleskopdaten und haben mit der Himmelsqualität nichts zu tun.
Ich habe Tests mit 100 mm Öffnung bis 300 mm Öffnung auf meiner Terrase, in einer Hausecke, nach Tagen mit voller Sonne, angefangen in der Dämmerung, gemacht. Ich habe also richtig miese Seeingbedingungen gesucht und auch schon unter Mondschein geschaut, wie sich Städter so fühlen müssen. Seeing ist ein Faktor der größere Öffnung oft auf mittlere Vergrößerungen begrenzt, kleine Öffungen kann man da öfter ausreizen, aber die große Öffnung gewinnt eigentlich immer und wenn nur locker flockig und hell rüberkommt, was im kleinen Rohr mangels Licht und Auflösung grenzwertig gesehen werden kann.
Ein großer Teil des Seeings ist übrigens Tubusseeng. Das wirst Du von Deinem 114er kaum kennen, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. Mak und Newton größerer Öffnung machen hier Probleme. Die erforderliche Abhilfe mit saugender Tubuslüftung pp fällt beim Newton deutlich leichter.

Die Transportfrage ist wichtig und hier stellt ein 8" F/6 Dobson in Volltubusbauweise wohl die Obergrenze der gut transportablen Teleskope dar, mancher wird auch noch einen 10" F/5 so bezzeichenen, andere werden lieber 6" sehen wollen oder noch kleinere Öffnung.
Nun kann man ein Teleskop für zweimaligen Transport im Jahr auslegen oder für den geplanten Standort an dem man 90% seiner Beobachtungszeit verbringt.
Schau Dir die Teile wenn es geht an und schau durch, 10" + stellen ein Transporthindernis dar, ein 5" Mak oder Refraktor kann aufwändiger im Transport sein als ein größerer Newton als Dobson
Ich kenne das mit dem Rausfahren. Es passiert, aber es passiert seltener als man sich vornimmt, weil der Zeitaufwand der bestimmende Faktor ist.
Ich sehe transporttechnisch einen 5-6" MAK mit dem ganzen Gerödel ähnlich wie einen 8" Dobson, das muss man sich wirklich selbst ansehen.

Nun hast Du ja einen ziemlich mäßigen Standort, was die Himmelsqualität angeht.
Da kann man durchaus ein Gerät nehmen, welches die große AP erst gar nicht kann. Unter 4-4,5 Mag Himmel macht die Beobachtung mit 7 mm Austrittspupille wirklich keinen Spass. Mit Nebelfiltern und Beobachtungstuch überm Kopf mag das noch angehen, aber naja.
Dennoch halte ich es nicht für einen Fehler des Newton, dass er zumindest die Möglichkeit bietet und mit 5 mm AP geht dann schon eher was, mit und ohne Filter. Das ist dann auch immer noch sehr gut mit witwinkligen 2" Okularen und entsprechend großem Feld für Aufsuche und Übersicht machbar.
Da kommt der Mak immer noch nicht hin und erst ab etwa 4 mm AP und darunter bieten dann beide Teleskope in etwa die gleichen Möglichkeiten im Rahmen der jeweils vorgegebenen Öffnung.

Gruß
*entfernt*

 
Zuletzt bearbeitet:
Nix für ungut, und ich bin ja unwissend, was die Teleskop-Technik angeht, aber: ICH würde kein 1,2 m langes und 20 cm Durchmesser habendes Rohr auf dem Fahrrad transportieren wollen! Ein Stativ mit 70 cm, das kaum was wiegt, geht da schon eher... Und der 127er-Mak mit 33 cm sowieso.

Alles andere was Du sagst mag richtig sein, das finde ich aber nicht korrekt. Je nach Größe mag noch das Argument mit dem Horizont-Einblick von Balkonen aus mit dem Dobson relevant sein, aber das überlasse ich Leuten mit Ahnung...
 
Hallo Günther!
Was du schreibst ist prinzipiell richtig. Wenn er allerdings einen Himmel hat wie ich ihn hier habe, dann sieht er M51 mit 6" nicht und mit 10" mit hin und her bewegen und indirekt schauen. Sicher hat man da hinzugewonnen, aber bei aller Liebe das ist es einfach nicht wert!

@Dino
Schau doch mal an einem klaren Mondlosen Tag den kleinen Wagen an und finde herraus welche Sterne du gerade noch sehen kannst.
Mit der freeware Stellarium kannst du dann schaun welcher Stern das ist, wie hell der ist und welche ungefähre Grenzgröße dein Himmel so hat.
Ansonsten wär mal interessant rauszufinden was transportabler ist der Mak oder das Dobson.

Gruß Deadlock
 
Hallo Mavo,

nimm es doch nicht so persönlich.
Ich lege doch nur die Eckpunkte dar.
Entweder Verzicht auf Öffnung oder aufs häufige Rausfahren oder Augenmerk auf die Lösung von Transportfragen, auch beim MAK, nicht nur beim Newton. Dazu kommen dann noch gerätespezifische Eigenheiten die auch bedacht sein wollen.
Es wurde ja schon auf die Option Reisedobsons verwiesen, das habe ich mir also gespart.
Es geht z.B. auch so:
http://www.astro.refek.de/atm/c6ndobs/c6ndobs.html
Letzlich würde ich, je nachdem wo ich hinradele und wie kompakt ich das Teleskop haben möchte, sogar einen MAK auf einer Tischmontierung mit Drehteller und Höhenwiege betreiben.
Es muss doch Jeder selbst entscheiden, was Rausfahren/Rausradeln für ihn selbst bedeutet, wie und wie oft er das anstellen will und kann.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Deadlock,

dass Ihr aber auch immer in der Stadt GX jagen wollt. ;)

DS verlagert sich mit zunehmender Lichtverschmutzung immer mehr in Richtung Sternhaufen, KS, helle PN, bis auch davon dann nur noch wenig übrig bleibt. Aber da geht halt noch was und da zählt durchaus wieder Öffnung, Auflösung und Vergrößerung.
Das zählt aber auch an Sonne, Mond und Planeten ganz erheblich.
Es ist einfach so, das kann man nicht verbiegen.
Was danach kommt ist der eigene Anspruch jedes Einzelnen und diese Frage können wir für niemanden außer uns selbst beantworten.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

das Bild, das Du verlinkt hast, ist ein 750er Newton. Du hast aber von einem 1200er-Newton geredet - und da würde ich das Bild dann gerne nochmal sehen. Vermutlich würde man mit dem Teil auf dem Rücken aussehen wie eine mobile Artillerieeinheit oder ein Kanonenkäfer :)

Gruß Volker
 
Hui danke erstmal für die ganzen Antworten und Anregungen. Also die Lichtverschmutzung ist schon ätzend hier allerdings hab ich heute Nacht festgestellt das es noch schlechter geht. War heute Nacht auf meinem Campingplatz und da hatte ich die Lichtglocke unserer Stadt genau südöstlich da war nix zu sehen. Wegen dem Transport mit Auto ist es ja so das ich halt planen muss mit dem Wagen meiner Mutter. Dann kann ich auch nen grossen Dobson händeln. Ich hätte schon gerne viel Öffnung da ich damals Blut geleckt habe mit DS als ich mal durch ein C8 schauen konnte. Vom Budget her hab ich so umme 400 Teuronen. Wie siehts denn aus mit den Herstellern? Skywatcher oder GSO? GSO soll ja etwas bessere Spiegel haben und nen Crayford-OAZ. Okulare hab ich noch gar keine Idee was da sinnvoll ist. Rotlicht und Kartenkram ist eigentlich vorhanden ich nutze viel online. Stellarium ist vorhanden ich spechtel ja mit FG. Wegen der Grenzgrösse werd ich gucken momentan ist der Mond ja elend hell.
 
Hi,
ich werfe mal noch eine Transportmöglichkeit eines Dobsons in den Raum.
Ich transportiere meinen 8'' Dobson oft mit dem Fahrrad, ich habe extra dafür ein Stadtrad, und hinten so einen Hundefahrradanhänger drann, die können bis 40Kg belastet werden.
Ich bin mittlmässig Trainiert und emfinde es als einfach damit zu fahren.
Man stellt das Teleskop einfach aufgebaut in die Rockerbox hochkannt in den Anhänger rein und befestigt es mit Spanngurten bzw Spannseilen.
Da passt dann noch bequem der Okularkoffer, Rucksack mit Proviant und Beobachtungsstuhl mit rein, das ganze ist absolut umkippsicher.
Dem Teleskop kann nichts passiren, das ist ja festgegurtet dann, und Bodenunebenheiten werden von den Reifen abgefangen.
Das ganze kann man auch noch so mit 10'' Dobsons machen, mit dem 12'' habe ich das auch gemacht, da artet es dann aber sehr in Arbeit aus,
das fahren selbst ist garnicht mal so schlimm, es ist schwer den Tubus raus zu bekommen und die Rockerbox passt auch nur so gerade eben rein, wenn man die Rundungen abgesägt hat.

Vorteil an der Sache ist, das das Teleskop schon gut ausgekühlt ist wenn man am Beobachtungsplatz ist und das man nebenbei eine kleine Radtour macht.

Empfelen würde ich das ganze aber nur Leuten die jung, und halbwegs Sportlich trainiert sind, ich persöhnlich fahre dann auch schonmal 20Km raus, bin dann ca. 70 bis 80min unterwegs, ganz langsam und Gemütlich mit ca. 15kmh auf gerader Strecke.
Das Gewicht des Anhängers merkt man ja kaum, ausser wenns Bergauf geht, Berge giebts bei mir zum Glück nicht.

Justieren muss man auch, aber meist nur den Hauptspiegel leicht nachjustieren, ist aber in wenigen Minuten mit Justierlaser erledigt.

Der Unterschied von einem Stadthimmel zu einem Landhimmel ist gewaltig wie ich finde, hier in der stadt habe ich einen 5 Mag Himmel, auf dem Land so knapp 6 Mag im Zenit, in der Stadt ist die Milchstrasse schwach sichtbar, auf dem Land ist sie schon deutlich auffälliger. M31 sieht man in der Stadt nur schwach, auf dem Land schon deutlich.

Zu den Teleskopen kann ich nur empfelen, nehm das grösste das du bezahlen und transportieren können willst, mit 8'' ist bei allen Objekten deutlich mehr sichtbar als mit 5''.

Gruss Patrick
 
Hi Dino,

mit 400 € und möglichst viel Öffnung bliebt nur der 8" f/6 Dobson übrig, da geht was neu und mit Beilageokularen für 300 bis 400 € oder man schaut sich mal auf dem Gebrauchtmarkt um und bekommt Luft für ein wenig mehr Zubehör.
Was drauf steht wird da eher zur Nebensache, wichtig wäre die Zusage auf ein beugungsbegrenzte Abbildung beim Neukauf und beim Gebrauchtkauf ist ein vom Besitzer häufig und mit Freude genutztes Teleskop mit vielen Gebrauchsspuren und einigen bereits durchgeführten Optimierungsmaßnahmen (Velours, Lüftung, Rockerboxtunig pp), welches einem größeren/anderen Teleskop weichen muss, eventuell einem drei Monate alten Eckensteher vorzuziehen.

Bei den Okularen reicht zunächst mal eine Grundausstattung, weiteres Zubehör kauft man besser nach selbst während der beobachtung erkanntem Bedarf. Hast Du noch was vom 114er? Da kann man eventuell drauf aufbauen.

Gruß
*entfernt*
 
Ja den 8er Dobson hab ich ja eh im Auge. Das mit dem Fahrradanhänger ist echt ne Idee. Von meinem alten Teleskop ist nichts mehr vorhanden hätte aber eh nicht gepasst da es eine Nummer kleiner war als das 114 und ich damals schon keine Zusatzokulare kaufen konnte da der OAZ einen völlig komischen Durchmesser hatte. Gegen gebraucht hab ich nichts da werd ich dann mal schauen.
 
Das mit dem Fahrradanhänger kann ich nur empfelen, und das gute ist, die Anhänger lassen sich Platzsparend ausseinander bauen.
Die Anhänger sind schon für teils deutlich unter 100Euro zu bekommen.
Die sehen zwar instabiel und leicht aus, halten aber extrem viel aus, kapput gehen kann da nichts.
Einen 8'' Dobson kann man mit leichtigkeit durch die Gegend fahren, einem völlig untrainierten würde ich empfelen bis maximal 5Km weit zu fahren, einem mittlmässig trainierten bis 20km, und ein einem Trainiertem Radfahrer so weit wie er lust hat, die Auskühlzeit entfällt eh, so braucht man dann nur Aufstellen, justieren und Beobachten.
Das aufstellen und justieren dauert mit Übung keine 5 Minuten.

Ganz wichtig ist es hinten am Anhänger eine rote Rücklichtlampe anzubauen, gerade wenn man so ungewöhnliche Dinge wie ein Teleskop durch die Gegend fährt guckt die Polizei 2x hin, den sowas sieht man ja nun nicht jedentag das jemand mit so einem Teleskop durch die Gegend fährt.
Letzendlich guckt nur der Tubus etwas oben raus.

Der 8'' Dobson wiegt komplett nur ca. 20kg, und das Zubehör maximal 10Kg, da kommt man noch gut vorran, sobald man ca. 5km aus den Wohngebieten raus ist, wird der Himmel spürbar besser.

Okulare brauchst du nur wie schon vorher erwähnt wurde erstmal nur 3, eines für die Übersicht, eines für mittlere Vergrösserungen, und eines für hohe Vergrösserungen.

Und weitere Okularwünsche kommen mit der Zeit von ganz allein.
Die bei den Teleskopen mitgegebenen Okulare sind meist garnicht so schlecht, das Gesichtsfeld ist bei den Plösselokularen recht klein, man kann aber zu Anfangs gut damit beobachten.

Als Teleskop empfele ich ganz klar den Gso, mein 8'' hat einen super guten Spiegel. Wenn du den OAZ und den Tubus mit Veloursfolie auskleidest kommt nochmals ein deutlicher Kontrastgewinn hinzu,
ich habe den Tubus zusätzlich von aussen mit Frostschutzfolie beklebt, da der Tubus gerade in der kalten Jahreszeit oft sehr unangenehm Kalt wird, und oder beschlägt.
Um den Oaz herum habe ich noch zusätzlich Veloursfolie auf den Tubus geklebt, da mich das Silberne von der Frostschutzfolie gestört hat bei Blick durchs Okular.

Der 8'' GSO Dobson ist ein schönes Teleskop, was sehr gut universell einsetzbar ist.
Verbessern könnte man noch etwas an der Obstruktion von 25%, muss man aber nicht, ein Bekannter hat einen 8'' Dobson im Wert von über 2000 Euro, da habe ich letztes Jahr mal den Vergleich gemacht und Jupiter in beiden Teleskopen beobachten und Vergleichen können, der Unterschied war meiner Meinung nach nicht gross, in dem teuren Dobson vielleicht minimal schärfer,
das Seeing war in der Nacht sehr gut.

Der Unterschied war längst nicht so gross wie man bei den Preisunterschieden der Teleskope vermuten könnte, das andere Teleskop war ein 8''F6 Dobson wie der GSO nur mit teureren Spiegeln und etwas dickeren Tubus.
Der Unterschied war sichtbar, aber würde niemals für mich rechtfertigen das mehrfache für ein Teleskop auszugeben.

Ich kann nur sagen mit dem GSO 8'' machst du nichts falsch.

Gruss Patrick
 
Hi Dino,

Schwer dir zu etwas zu raten, einigermassen solltest du es ja schon selber einschätzen können da du ja bereits Erfahrung hast. Wenn du von der Terasse beobachtest musst du das Teleskop ja nicht weit schleppen was ja nicht gegen einen großen Dobson spricht. Wie oft man sich das antut das Gerödel mit Fahradanhänger herumzutransportieren sei mal dahingestellt. Wenn du dir ein kleines Mak mit 4" oder 5" Öffung kaufst wird der Zugewinn im Vergleich zum 114 Newton nicht groß sein, würd ich also nicht unbedingt machen und gleich auf 6" oder 8" gehen. Wenn du wie ich auf eine parallaktische Nachführung und auf einen rückseitigen Einblick Wert legst würd ich mir aber einen Dobson keinesfalls kaufen. Wenn du sagst dich stört die Schubserei, die wechselnde Einblickposition sowie die Justiererei nicht und du brauchst auch nicht unbedingt eine Nachführung dann ist sicher der Dobson die billigste Alternative.
 
Hi Leute,

So wie du deinen Himmel beschreibst, würd ich von der großen Öffnung abraten! Ich selbst habe ein 10" Newton und an meinem Beobachtungspunkt in der Stadt saufen sogar DSobjekte wie M51 regelmäßig ab.

na Mahlzeit!
Vergrößere mit der größeren Öffnung einfach höher, so daß du
die gleiche Austrittspupille (AP) erzielst und siehe da:
Der Himmel erscheint in großen und kleinen Teleskopen gleichhell.

In dem Fall gleicher AP zeigt die größere Öffnung dann auch mehr.
Der 127mm Mak zeigt eben keinesfalls gleichviel wie der 8" Newton.

Den Rest des Threads habe ich nicht komplett gelesen, aber diese Frage:


kann man auch pauschal antworten:
Egal ob du 127mm Mak oder 130mm Newton nimmst,
beide zeigen dir bei gleicher AP gleichviel.

Man muß eben einmal rechnen und dann die richtigen Okular-
brennweiten zücken.

Der Mak kann keine großen Gesichtsfelder zeigen, der Newton
kann das, leidet aber unter größerer Randunschärfe als der Mak.

Cheers, Kersten
 
Zitat von KaStern:
Hi Leute,

So wie du deinen Himmel beschreibst, würd ich von der großen Öffnung abraten! Ich selbst habe ein 10" Newton und an meinem Beobachtungspunkt in der Stadt saufen sogar DSobjekte wie M51 regelmäßig ab.

na Mahlzeit!
Vergrößere mit der größeren Öffnung einfach höher, so daß du
die gleiche Austrittspupille (AP) erzielst und siehe da:
Der Himmel erscheint in großen und kleinen Teleskopen gleichhell.


Und dann sieht man in beiden Teleskopen immer noch nichts. Oder wie ist das gemeint?

Gruß Deadlock
 
Hallo Kersten,

Zitat von KaStern:
So wie du deinen Himmel beschreibst, würd ich von der großen Öffnung abraten! Ich selbst habe ein 10" Newton und an meinem Beobachtungspunkt in der Stadt saufen sogar DSobjekte wie M51 regelmäßig ab.

na Mahlzeit!
Vergrößere mit der größeren Öffnung einfach höher, so daß du
die gleiche Austrittspupille (AP) erzielst und siehe da:
Der Himmel erscheint in großen und kleinen Teleskopen gleichhell.

In dem Fall gleicher AP zeigt die größere Öffnung dann auch mehr.
Der 127mm Mak zeigt eben keinesfalls gleichviel wie der 8" Newton.
mit 10" Öffnung muß man doppelt so hoch und mit 8" Öffnung immerhin noch 1,6x höher vergrößern (beide f/5), um dieselbe AP zu erreichen wie an einem 127er Mak. Mit meinem f/4,5 16"er müßte ich sogar 3,2x höher vergrößern.

Wenn man beim Mak 100x vergrößert und eine AP von 1,3mm erreicht, sind's bei den beiden Newtons 200x bzw. 160x.

Das Seeing aus der Stadt heraus läßt das oft nicht zu, da die Vergrößerung zu hoch wird. Obwohl - in zwei Nächten ging's mit meinem 16"er auch aus München heraus, bei 230x die Cassini-Teilung zu sehen. An fünf anderen Nächten allerdings nicht. Da war schon bei 100x Schluß mit halbwegs scharf.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Dino,

die vorgestellten Zahlenspiele machen auf den Punkt gebracht sehr deutlich, was ich bereits geschrieben habe.
Bei Deepsky ist die größere AP bei gleicher Vergrößerung hilfreich, da sie neben mehr Licht zwangsläufig mit größerer Öffnung und entsprechend höherem Auflösungsvermögen einher geht.
Für den Sonderfall der an die Himmelsqualität angepassten AP spielt das keine Rolle, denn 5 mm oder auch 4 mm AP ergeben an einem 8" F/6 Dobson noch keine Vergrößerungen bei denen Seeingstörungen eine Rolle spielen.

Bei der Planetenbeobachtung, also im Hochvergröß0erungsbereich, kommt man ab etwa 150fach in einen Bereich den man als lohnenswert bezeichnen kann und da können auch schon Seeingstörungen auftreten.
Hier nähert sich ein 5" Teleskop seinem Limit, jedes Zoll mehr Öffnung verschiebt das nach oben. Planetenbeobachtung mit großer AP kann durch Blendung und Überstrahlung gestört werden, ein häufiger Fehler bei Beobachtungen mit großer Öffnung. Abhilfe schaffen Graufilter oder auch schlicht die Vermeidung der Dunkeladaption, die es für die Planetenbeobachtung eh nicht braucht, die sogar kontraproduktiv ist, weil die Umstellung vom Tageslichtsehen auf Dunkelsehen mit einem Auflösungsverlust des Auges verbunden ist.
Vermeidung von Dunkeladaption sollte auf einer Dachterasse in einer Stadt kein ernshaftes Problem sein.

Bei gleicher Vergrößerung siehst Du also mit einem größeren Teleskop bereits mehr und die höhere Vergrößerungsfähigkeit für gleiche AP ist die Reserve für mehr Größe und Auflösung am Zielobjekt.

Gruß
*entfernt*

 
Danke für die vielen Denkanstösse und Empfehlungen. Es wird dann der Dobson werden. Ich werde dann halt versuchen mit Filtern das andere Licht etwas azumildern und wenn der Wetterbericht mal verlässlich klare Nächte ansagt das Auto organisieren und aufs Land düsen. Schätze das selbst beim mal eben spechteln hier der Dobson auf der Terasse vorne liegt und so hab ich wenigstens noch Reserve wenn besagte aufs Land Fahrten anstehen. Es wird aber noch etwas dauern bis ich mit dem neuen First light melden kann da ich mit dem Kauf noch etwas warten werde um mir sofort etwas an Okularen und Filtern dazukaufen zu können. Ich hab ja keinen Entzug denn mit FG "spazierengucken" macht auch einen Heidenspass. Werde mich allerdings jetzt rege am Forum beteiligen das habt ihr jetzt davon^^.

Gruss der Dino
 
Zitat von froschi:
Ich werde dann halt versuchen mit Filtern das andere Licht etwas azumildern (...) Werde mich allerdings jetzt rege am Forum beteiligen das habt ihr jetzt davon^^.

Hallo Dino,

ich hoffe doch, dass du dich rege beteiligst. Mich würden dann nämlich deine Erfahrungen mit dem Filter in der Stadt interessieren. Ich hab da bis jetzt die Finger von gelassen, weil ich befürchtet habe, dass da ja nochmal Licht verschluckt wird und dass der Gewinn durch den Filter gegen minus x tendieren wird (ich hab aber auch nur nen 4" Mak). Evtl. ist dein Himmel ja nicht ganz so versaut wie bei mir. Ein kleiner Erfahrungsbericht würde mich schon interessieren.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Markus na das werde ich dann doch gerne mal tun. Wird halt nur noch etwas dauern aber soald ich alles zusammen habe werde ich natürlich einen BB verfassen.
Ich hab aber mal ne Frage zu diesem Okularrechner der weiter oen angegeben wurde. Wie realistisch ist die Abbildung dort im Okular? Kommt das der Realität sehr nah oder ist das quasi nur ein ungefährer visueller Vergleich?
Hab da nämlich mal ein bisschen mit Daten gespielt vom Dobson und vom MAK und ich muss sagen ich erkenne jetzt nicht so den Unterschied. Hab mir das mit M13 anzeigen lassen da ich KS liebe. Und wie ist das eigentlich mit dem fotografieren am MAK? der hat ja direkt nen passenden T2 Ring. Das läuft dann in Okularprojektion oder? Gesetz dem Fall ich setz da ne Spiegelreflex an allerdings ne analoge und ich führe motorisch nach wären dann einfache Fotos machbar? Das ich damit nicht die gestackten Hammeraufnahmen hinbekomme ist mir klar aber wenn es auch nur den Hauch einer Chance gibt damit ein klitzekleines bisschen DS-Fotos hinzubekommen dann punktet der MAK aber ordentlich bei mir.
 
Hallo Dino,

meinst du den Okularrechner der Sternfreunde Münster? Der kommt bei mir so ungefähr hin. Allerdings hab ich M13 noch nicht mit dem Mak gemacht, das steht jetzt demnächst erst an. Aber Jupiter, Saturn, Mond und Orionnebel entspricht dem, was ich sehe. Letzterer ist in meinem Mak aber deutlich schärfer zu sehen als auf der Seite.

Bei der Fotografie kann ich dir nicht helfen. Ich denke aber, dass man die Kamera direkt an den Mak flanscht (belichtet wird direkt auf den Chip, der Mak ist das Objektiv; Okularprojektion läuft immer über ein Okular, da wird soz. das Bild vom Okular abfotografiert). Wie gesagt, ich mach nur optisch und will auch gar nicht fotografieren, da gibts bestimmt bessere Ansprechpartner als mich.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Froschi,

wenn Du Dir mal die Optik-Daten von Astrofotos ansiehst, wirst Du bemerken, dass die meisten Bilder mit viel "schnelleren", also kurzbrennweitigeren Geräten gemacht werden. Mit einem Mak belichtest Du Dir salopp gesagt den Wolf. Typische Einzelbelichtungszeiten liegen mit kurzbrennweitigen Newtons oder Apos bei 5-10 min. Öffnungsverhältnis um f5. Bei f10 (die meisten Maks sind eher f12-f15) musst Du bereits viermal so lange belichten, oder wesentlich mehr Einzelbelichtungen machen. Das sich hieraus eine befriedigende Freizeitbeschäftigung ergibt glaube ich nicht.
Anders mag es für Mond und Planetenfotos aussehen, da sind Maks grundsätzlich schon geeignet. Die Kontrasteinbußen durch Obstruktion lässt sich ja wegrechnen.

clear skys

Gottfried
 
Hallo Dino,

Schau dir am Besten Videos bei Youtube an da sieht man m.E. noch am genauesten was einem so beim Anblick im Okular erwartet (zumindest Planetenaufnahmen gibts da eine Menge).

Einfache Fotos mit Okularprojektion sind wahrscheinlich mit jedem Instrument noch irgendwie machbar. Wenn du aber Deepskyfotos machen willst brauchst eine lange Belichtungszeit (30sek bis zu Minuten) und daher eine motorische Nachführung, Autoguiding usw (wird meist sehr teuer!). Ein Mak ist aufgrund des langsamen Öffnungsverhältnisses und der langen Brennweite dazu eher ungeeignet, ein kurzer Apo oder ein schneller Newton eignet sich für Deepskyfotos (Nebel, Galaxien...) viel besser. Für Mond-, Sonnen- und Planetenaufnahmen eignet sich ein Mak jedoch ganz hervorragend. Diese werden meist mit einer Webcam aufgenommen und dann mit Software gestackt. Schau dir einfach ein paar Bilder im Bilderforum an da steht sowieso meistens dabei mit welchem Instrument es gemacht wurde (und es ist kein Zufall das alle ähnlichen Bilder mit ähnlichen Instrumenten gemacht werden)! Wenn du nach Bildern suchst die mit einem Dobson gemacht wurden wirst du nicht viel finden was auch kein Zufall ist, der ist rein für visuelle Beobachtung gedacht.
 
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