Hallo fquadrat,
die Byers 812 (und auch die ähnlich aussehende Mountain Instruments MI-250) hat technisch gar nix mit meiner Montierung zu tun - das Design der konischen RA-Gehäuse wurde damals von Russel M. Porter in USA propagiert (das ist der, der Stellafane mit gegründet hat). Ich weis das erst seit kurzem - für mich war die Konstruktion der Byers eher ein abschreckendes Beispiel - wer statt eines kompletten Schneckenrads nur ein Segment verwendet, das man dann nach einer Stunde komplett zurückkurbeln muß um weiter tracken zu können, der gehört in meinen Augen (tief durchatmen, entspannen, alles ist gut...).
Zu Deinen Kritikpunkten:
1. Die Krafteinleitung in das Stativ ist auf dem Bild nicht zu sehen. Du hast recht, daß das bei fast allen Montierungen im Markt ein Schwachpunkt ist. Bei mir sitzt die Montierung nicht irgendwie plan auf, und rutscht in einer zentralen Bohrung hin und her. Das Stativ weist eine große Ringschwalbe auf. Da sitzt die Montierung auf - also weit aussen, damit die Kippmomente der Montierung optimal auf den Unterbau übertragen werden. Nach der Poljustage wird die Montierung zusätzlch durch vier radiale Schrauben gesichert (eine ist auf dem Bild zu sehen), die auf die Schräge der Ringschwalbe drücken und damit eine definierte Auflage auf vier Punkten erzeugen, und durch die Schräge der Ringschwalbe auch noch zusätzlich als Kraftverstärker wirken (Keilnutreibung). Der zentrale "Knubbel", den auch diese Montierung hat, dient also nur als Drehachse. Beim großen Bruder, der MTB135 hatte ich ja einen Konus als Verbindung zum Stativ, meine Tests haben aber ergeben, daß der erheblich billiger zu fertigende Ringschwalbenansatz genauso steif ist. Deswegen diese Lösung.
2) Die unteren Mikroverstelleinheiten sind nur direkt mit Druck beauftragt, und haben einen vollkommen ausreichenden Durchmesser. Sobald keine Momente mehr im Spiel sind, reicht das - die Einheiten sind ja auch sehr kompakt. Schau Dir mal an, auf was für - vergleichsweise winzigen- Gewindestangen große Kräne sitzen.
Clear skies
Tassilo