Würde gerne wieder auf das ursprüngliche Thema lenken,... ich finde die Diskussion interessant. Also ich sage mal ganz salopp das geht,... wenn du diese direkt vertreibst und die entsprechende Stückzahl erreichst.
Das Problem der großen Amerikander ist ja letztlich die Distributor und Händlerkette,... jeder haut ein bisserl drauf und am Ende kostet eine CGE Pro statt 800$ Produktionspreis (ohne Entwicklung) 4990.- Euro. Da stecken dann zwei Distributoren, der Händler und der Transport drin, jeder will 50% Marge auf den EK.
Nun kommen wir zum Direktvertrieb,... wenn du damit beginnst hast du mal das Problem die richtigen Parts zu finden und zum Anderen solltest du eine gewisse Produktionsschiene selbst abdecken - ideal wäre du hast eine Dreherei oder eine Gießerei. Dann brauchst du noch Motoren und Getrieb, kaufst du das von Pitman oder Igarashi hast du Mindestabnahme, sagen wir 4000 Stück (Problem hier, da hast du das Ding noch nichtmal getestet). Wenn das aber gut gehen sollte hast du dir bereits eine Mindestproduktion von 2000 Montierungen aufgehalst, dafür kostet der Motor + Getriebe 60$. Dann kommen wir zum Material, das schwierigste sind die Schnecken und das Zahnrad, wenn du eine Dreher hast - naja 2 Stunden Arbeit pro Schnecke und Rad musst du kalkulieren. Dabei wird es nun interessant,... hast du das nicht wirst du für 4000 gut gefertigte Schneckensätze schnell mal 120$ pro Stück los. Und nun last but not least das Gehäuse, hast du eine Gießerei,... wow das beste was passieren kann, denn die meisten Hersteller kleiner Mengen verschwenden genau hier das Geld. Die gehen nun her und beginnen aufwändig Teile zu drehen oder zusammen du pöpseln, das kostet nicht nur Zeit sondern auch einen Haufen Material. Hast du eine Gießere machst du dir deine 4 oder 5 Negative und geht schon,... natürlich kannst du das Gehäuse auch optimieren und herumspielen um Material und Zeit für den Drehbau zu sparen. Hast du aber keine Gießerei und du brauchst ein Negativ,... tututu 6000.- Euro in China und da kriegst du nicht die besten Negative. Dann brauchst du noch Encoder, Software und eine vernunftige Handbox, sonst wird deine Montierung nicht in diese Preisklasse kommen. Na fix sind da gleich nochmal ein Haufen Zeit und ca. 500.- Euro Material weg (wenn du nciht auch noch eine Kunststoffspritzgussform brauchst). So nun haben wir mal alles soweit zusammen,... nun gehts ans assembeln (wohlgemerkt alles ungetestet, baust du einen Prototypen kannst nochmal ein heiden Geld dazu rechnen, außer du findest ein paar Idealisten wie Lajos) ... da kannst du dann ca. 3 stunden Arbeit pro Mount rechnen, Achsen fein ausdrehen, Löcher bohren, verschrauben, fetten, lackieren... usw. und dann steht das Ding am Tisch.
Also nun sind wir am Ziel und haben 2000 Montierungen am Lager,... abgesehen davon, dass wir nun das Ding schon nicht mehr sehen können und nun das zeug dann auch noch hübsch vermarkten sollen, stellen wir nach einem Jahr fest das wir maximal 5 Stück pro Jahr verkaufen werden,...
Ich denke wir werden es nicht erleben, das unser Lager leer wird,... hehe naja und so endet die Geschichte.
Ich glaube nicht, dass es möglich ist - prinzipiell zwar schon aber wirtschaftlich nicht! Zwar könnten die Großen das, aber die Händlerstruktur funkt Ihnen dazwischen und durch die Massenfertigung leidet immer die Qualität. Die kleinen leiden darunter, dass Ihnen Zulieferer abspringen und Teile plötzlich teurer zugekauft werden müssen als geplant oder verlieren ein Haufen Geld am Gehäuse und der Steuerung, die ebenfalls teuer zugekauft werden muss.