Mein nächster Schritt: EAA - Beratung nötig

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Sterno3000

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Hallo,

ich bin jetzt seit gut 3 Jahren in der visuelle Beobachtung mit einem 10 Zoll Dobson unterwegs. Ich beobachte aus meinem Garten mit Bortle 4. Nach gut 3 Jahren fühle ich mich bereit für den nächsten Schritt und das wäre EAA. Hauptsächlich für Deep-Sky Objekte. Später vielleicht dann auch Planeten und Mond.

Jetzt kenn ich mich mit dem ganzen fotografischem Zeug nicht aus und brauche eure Beratung.

Ich möchte, dass dieses Set möglichst kompakt und leicht ist da ich es auch als Reiseset nutzen möchte. Ein HEQ5 und ein 8 Zoll Newton wären da also für mich die falsche Wahl, vll später wenn ich mal richtig in die Astrofotografie einsteige.

Als Montur sollte es also ehr in richtung Skywatcher Star Adventurer GTI gehen. Gesteuert werden soll das ganze per AsiAir. Anders als bei meinem visuellen Set, möchte ich hier einen Refraktor nutzen, auch wenn diese teurer sind.

Jetzt stellt sich mir 2 Fragen: Welche Refraktor+Kamera Kombination und brauche ich eine Guidingcam ?.

Braucht ihr noch zusätzliche Infos ?.

MFG

KW
 
Hallo KW,

schaue Dir bitte zuerst das ZWO Seestar an - und bestelle bis Ende Juni bei einem deutschen Händler via Internet (w/Rückgaberecht innert 2 Wochen). So preisgünstig könnte auch ich, als schon erfahrenner EAA-Nutzer, Dir kein vergleichbar leistungsfähiges Komplettsystem zusammenstelllen!

Erste Bilder findest Du hier:

Und natürlich solllte Deine Pflichtlektüre das hier sein:

Mein DWARF II ist sogar etwas teurer (f.o.b ROC) und optisch nicht so leistungsfähig.

Gruß,
Peter
 
Hallo KW,

die von Peter aufgeführten Varianten wären eine Möglichkeit.
Kann ich aber nichts näheres zu sagen, weil ich sie nicht kenne.

Das Seestar S50 von ZWO ist natürlich günstig. Da hat Peter wohl recht, dass das kaum zu unterbieten ist, im selbst Zusammenstellen.

Und natürlich solllte Deine Pflichtlektüre das hier sein:
:y:

Der andere Weg, selbst zusammen stellen.
Als Montur sollte es also ehr in richtung Skywatcher Star Adventurer GTI gehen.
Die Montierung, allerdings die AZ GTiX von Skywatcher hatte ich mir auch ausgesucht, falls mein iOptron nicht mehr zu reparieren gewesen wäre. Hat sich aber erledigt, da die iOptron wieder bei mir ist und funktioniert.
Grundsätzlich reicht eine Alt/AZ Montierung mit GoTo.
Guiding brauchst Du keines.

Gesteuert werden soll das ganze per AsiAir.
Mit ZWO "sperrst" Du Dich natürlich in die ZWO-Welt ein. Aber bei EAA nicht ganz so schlimm, da meist eh eine Kamera von ZWO genommen wird. Aber falls nicht und wenn später klassische Astrofotografie angesagt ist, bitte vorher die Kompatibilitätsliste durch schauen, was geht und was nicht.
Zur ASIAir kann ich auch nicht viel sagen. Nur das es mehr oder weniger ein "aufgebohrter" RPi ist ;).
Weitere Alternativen wären mit dem RPi Astroberry und Stellarmate. Funktionieren beide ähnlich. KStars/EKOS.
Weiteres, selbstaufbasteln eines Linux Rechners am Teleskop.
So habe ich es gemacht. Darauf dann INDI, Skychart, Stellarium oder auch KStars. Für Skychart käme dazu noch CCDciel. Beide spielen gut zusammen.
Dann halt der Klassiker, Windows 10/11 mit ASCOM und Sharpcap.
Sharpcap ist nach wie vor das beste Programm für EAA und mit seinen 14,- € Jahreslizenz sehr günstig.

möchte ich hier einen Refraktor nutzen, auch wenn diese teurer sind.
ich selbst habe mit einem FH 120/1000 angefangen und bin dann auf Newton gewechselt.
Der Newton ist ein 150/750 PDS Skywatcher. Was auch noch gut geht und auch benutzt wird, ist der 130/650 Newton, auch in der PDS Variante.

Refraktoren kämen sowohl FHs, weniger für Planeten geeignet, oder Apos in Frage.
Brennweiten würde ich nicht mehr als 400 bis 750mm nehmen, auch wegen der Transportabilität. Ist natürlich auch Kamera abhängig.
Suche selbst noch nach einem passenden Apo für mich. Habe mich aber noch nicht entschieden und hat auch noch Zeit.
Da aber bitte die Verlinkung auf den Beginners-Guide von Peter gehen. Lässt sich gut im Browser übersetzen.
Das Zusammenspiel Kamera / Teleskop kannst Du auf astronomy.tools durchtesten.
Wenn das ganze auch visuell genutzt werden soll und da Planeten, würde ich zu einem Apo greifen.

Tja und zu guter Letzt, was willst an Geld anfassen?
 
Du hast einen 10 Zoll Dobson währe da eine EQ Plattform nichts für dich ? Schaue dir mal die Beiträge und Bilder von @komposer an .

Bin auch kürzlich wiedereingestiegen ins visuelle Beobachten und liebäugel mit EAA… es erlaubt einem Andenken an die Beobachtungsnacht abzuspeichern und man ,, sieht ” mehr wobei ich sagen muss das visuelle reizt mich irgendwie doch am meisten weil man alles live mit eigenen Augen sieht und man das Erfolgserlebnis hat das Beobachtungsobjekt nachdem man es gesucht hat zu finden .
 
schaue Dir bitte zuerst das ZWO Seestar an - und bestelle bis Ende Juni bei einem deutschen Händler via Internet (w/Rückgaberecht innert 2 Wochen).

Warum sollte er denn unbedingt bei einem deutschen Händler bis zum 30.06.23 kaufen?
Die machen das Aktionsangebot das bis zum 30.6.23 gilt doch gar nicht mit.
Wer von dem gerrade laufenden Aktionspreis profitihren will muss leider im Ausland kaufen.
Entweder direkt bei ZWO besonders günstig oder wer Wert auf EU-Verbraucherschutz legt dann im EU-Ausland immer noch wesentlich günstiger als aktuell beim deutschen Händler.
In der gesamten EU gelten selbstverständlich die gleichen EU Verbraucherschutz Vorschriften.
Wegen Garantie oder Rückgaberecht bei onlinekauf muss man also nicht beim deutschen Händler wesentlich höhere Preise zahlen.
Astro Händler in Spanien, Frankreich oder Polen bieten den gleichen Service wie deutsche Astro Händler und bieten das Seestar bis zum 30.06.23 wesentlich günstiger an als das deutsche Händler aktuell tun.






Grüße Gerd
 
Du hast einen 10 Zoll Dobson währe da eine EQ Plattform nichts für dich ? Schaue dir mal die Beiträge und Bilder von @komposer an .

stimmt.
Das vergesse ich immer wieder.
EAA geht damit auch.

Das mag schon sein aber was mit dem schweren 10“ Monstrum nun mal nicht geht ist es als kleines leichtes Reiseset zu nutzen.

Ich möchte, dass dieses Set möglichst kompakt und leicht ist da ich es auch als Reiseset nutzen möchte.

Vielleicht ist es besser doch erst mal etwas genauer zu lesen was der Fragesteller überhaupt wollte.

Grüße Gerd
 
So eine EQ-Platform war damals schon mein erster Gedanke als ich mich entschied in richtung EAA zu gehen. Allerdings sind diese Plattformen für einen 10"Dobson halt groß und schwer und haben halt auch ihre Nachteile.

Da ich mir eh noch ein mobiles und leichtes Set zulegen wollte, dachte ich mir das ich das gleich mit EAA kombinieren kann.

Als Montierung würde die Skywatcher GTiX alt/az reichen. Ich möchte jetzt aber auch mal Erfahrung mit einer paralaktischen Montierungen sammeln deswegen tendiere ich zur Star Adventurer GTI.

Selbe beim Teleskop. Mein 10"Dobson hat einen Newton und jetzt möchte ich mal Erfahrungen mit einem Linsenteleskop sammeln. Ich tendiere da zu einem Apo, allerdings weiß ich nicht was es da gibt.

Zur Preisfrage:

~ 750€ für Montierung (Skywatcher Star Adventure GTI)
~ 750€ für Teleskop
~ 750€ für Kamera

Das zeug kann auch gerne gebraucht sein, da habe ich die letzten Jahre hier im Marktplatz nur gute Erfahrungen gemacht.

Peripherie lassen wir mal außen vor.
 
Hallo KW,

Als Montur sollte es also ehr in richtung Skywatcher Star Adventurer GTI gehen. Gesteuert werden soll das ganze per AsiAir. Anders als bei meinem visuellen Set, möchte ich hier einen Refraktor nutzen, auch wenn diese teurer sind.
bei Reise-EQ fällt mir noch die ZWO AM3 und die ZWO AM5 ein.
Die kann ohne Gegengewichte schon etwas "ordentliches" tragen und ist von der Größe und dem Gewicht schön kompakt.

Ich tendiere da zu einem Apo, allerdings weiß ich nicht was es da gibt.
Ein Doublet mit FPL53/Lanthan Glas, als f7, da der Farbfehler so gering ist das man ihn visuell nicht sehen kann.
Den Restfarbfehler, der dann bei EAA zu sehen ist, sollte die SW automatisch entfernen können.
Ich sehe es doch richtig das das Setup auch visuell genutzt werden soll ?

Guiding brauchst du eigentlich nicht, da EAA kurzzeitbelichtete Bilder verwendet.

Öffnung:
Wenn es für Reisen mitgenommen werden soll, sollte das Teleskop nicht zu lang und zu schwer sein.
Ich denke ein 70/490 oder ein 80/560 würde hier gut passen.

Da auf die Sensorgröße achten, damit der Bildausschnitt in Relation zur Brennweite nicht zu klein wird.
Auch ist die Pixelgröße und die Möglichkeit von Binning, mehrere Pixel werden zu einem "Superpixel" zusammengefasst, wichtiger als hohe Auflösung.

So eine EQ-Platform war damals schon mein erster Gedanke als ich mich entschied in richtung EAA zu gehen. Allerdings sind diese Plattformen für einen 10"Dobson halt groß und schwer und haben halt auch ihre Nachteile.
Die EQ würde ich mal nicht von der Einkaufs-Liste streichen, sondern lieber auf Prio 2 oder Prio 3 setzen.
Der 10" ist natürlich schon ein Brummer, aber eine automatische Nachführung ist auch bei der visuellen Beobachtung komfortabel.

Zudem hat er eine schöne große Brenweite, welche bei manchen Objekten & EAA von Vorteil wäre.

Viele Grüße

Alexander
 
Moin KW
Gleich eines vorweg, ich habe den Thread gelesen und schon verstanden, dass du was leichtes und transportables haben möchtest, wie du geschrieben hast, am besten einen Refraktor, eine Goto-Montierung, alles über einen ASiAir gesteuert....
Jetzt stellt sich mir die Frage, warum du über den "Zwischenschritt" EAA in die Astrofotografie einsteigen willst.
EAA ist ja letztendlich auch nur ein Kompromiss, um mit Instrumenten Astrofotografie zu betreiben, welche nachführungstechnisch nicht für lange Belichtungszeiten ausgelegt sind.
Und du hast ja quasi schon mehr als die Hälfte des nötigen Equipments praktisch schon zu Hause stehen, also warum nicht damit erste Erfahrungen sammeln?
Meine Erfahrungen mit EAA sind die, dass du dafür Licht brauchst, und damit kann der 10-Zöller ja recht gut dienen.
Eine Nachführplattform ist auch relativ schnell gezimmert:
Und ich bin jetzt nicht der handwerklich begabteste und habe in der Garage auch keine Schreinerwerkstatt.
Und mit so einer Lösung ist immerhin sowas möglich:
Screenshot 2022-07-17 025249_7.jpg

Stack_16bits_194frames_178s_3_filtered_3.jpg

Beste Grüße,
Micha
 
Hallo Micha,

Jetzt stellt sich mir die Frage, warum du über den "Zwischenschritt" EAA in die Astrofotografie einsteigen willst.
EAA ist ja letztendlich auch nur ein Kompromiss, um mit Instrumenten Astrofotografie zu betreiben, welche nachführungstechnisch nicht für lange Belichtungszeiten ausgelegt sind.

jetzt stellt sich mir die Frage warum du erst von EAA abrätst nur um unmittelbar danach ein eher nur für EAA geeignetes Setup vorzuschlagen?
Eine einfache EQ Plattform ist doch genau so eine von dir angesprochene Lösung die nachführungstechnisch nicht für lange Belichtungszeiten ausgelegt ist.

Hier ist doch schon Konstruktionsbedingt mangels motorisierter DEC Achse kein Guiding möglich und auch bezüglich periodischem Schneckenfehler oder Getriebespiel wird deine Bastellösung mit billig Schrittmotor von Einsteigerteleskopen sicherlich nicht den hohen Anforderungen an Langzeitbelichtungen gerecht werden.
Deine durchaus guten Ergebnissen dürftest du also kurzen Einzelbelichtungen zu verdanken haben und nicht der guten Langzeit Nachführung der EQ Plattform.

Auch das exakte einnorden der EQ Plattform ist doch mangels Polsucher recht umständlich.
Klar kriegt man das auch hin, wenn man will aber eben sehr mühselig und darauf hat nun mal nicht jeder Bock.
Und eine mit Kompass und Wasserwage grob eingenordete EQ Plattform reicht zwar für EAA aber nicht für Langzeitbelichtungen.
Und wenn man hier mit Brennweiten jenseits von 1000mm arbeitet erst recht nicht.

Ich würde einem Einsteiger von derart großen und damit bezüglich Nachführung und Seeing sehr anspruchsvollen Brennweiten abraten.
Da macht man sich das Leben nur unnötig schwer und schmeißt womöglich frustrieht hin.
Wesentlich sinnvoller ist es mit kleineren Brennweiten zu beginnen.
Zumal mit großer Brennweite mit bezahlbarer Sensorgröße ja auch nur winzige Felder möglich sind.
Das mag zwar für winzige Planetarische Nebel reichen wie man ja auch an deinen Aufnahmen sieht.
Das Feld ist hier aber bei für den Einsteiger zu empfehlenden Objekten wie M31 oder M42 viel zu winzig.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin zusammen,

Jetzt stellt sich mir die Frage, warum du über den "Zwischenschritt" EAA in die Astrofotografie einsteigen willst.
so ja nicht ganz richtig.
EAA ist kein "Zwischenschritt", sondern eine andere Variante, neben rein visueller Beobachtung und der klassischen Astrofotografie, des Beobachten.
EAA liegt zwischen visueller und klassischer Astrofotografie.

EAA ist ja letztendlich auch nur ein Kompromiss, um mit Instrumenten Astrofotografie zu betreiben, welche nachführungstechnisch nicht für lange Belichtungszeiten ausgelegt sind.
Kompromiss ist so auch nicht richtig.
Man kann, wenn man es will, eine parallaktische Montierung nutzen, ist aber nicht nötig, da eine Alt/AZ dafür reicht.
Das genaue Einnorden entfällt.
Man braucht kein Guiding, weniger Aufwand.
Ich benötige keinen "großen" Teleskope, ein 130/650 oder 150/750 Newton reichen. Oder eben Refraktor, FH oder Apo, mit 80 bis 90mm Öffnung (preislich bedingt beim Apo). FH wäre auch 120/1000 möglich, da muss dann aber schon was größeres an Montierung her.
Montierung reicht so eine AZ GTiX. Will man was größeres an Teleskop haben, ist eine AZ EQ5 denkbar.
Astrokamera kostet nun mal was, egal ob bei der klassischen Variante oder bei EAA.

Software, da reicht Sharpcap im Zusammenspiel mit einer Planetariumssoftware.
Sharpcap kann man so einstellen, das es die einzelnen kurzbelichteten Frames abspeichert. Diese kann man dann, ganz wie bei klassisch, stacken, nachbearbeiten,... ... ...
Das liegt an einem selbst. Der Eine macht es, der Andere nicht. Die Möglichkeit besteht aber.

ASIAir ist auch nicht zwingend notwendig. Wer es "out of the box" will, keine Thema, geht.
Wer es lieber "selbstaufbastelt", Pi mit StellarMate oder Astroberry.
Oder eben ein Mini-PC / Notebook unter Windows und sich alles selbst einrichten.
Oder halt Linux mit Mini-PC / Notebook und auch alles selbst einrichten.
Man hat mit diesen Varianten die freien Möglichkeiten mit seinen Daten zu machen was man möchte.

EAA ist weder "Zwischenschritt" noch Kompromiss in Bezug auf klassischer Astrofotografie.
Eben eine Variante.
Wenn man das ganze Einnorden, nachbearbeiten, lange Belichten,... ... ... nicht will, ist EAA eine schöne Alternative um recht zeitnah an ansehnliche fotografische Erinnerungen zu kommen. "Recht zeitnah" deshalb weil der weitere Begriff "live stacking" etwas übertrieben ist. Es kann, muss aber nicht, schon eine Stunde und mehr vergehen bis etwas ansehnliches heraus kommt.
Das ist natürlich davon abhängig was ich erreichen will und ich mit zufrieden bin. Wem es nach 10 oder 15 Minuten reicht, hört auf und sucht sich ein neues Objekt. Wem es nicht reicht, der macht halt weiter.
Jedweder zeit habe ich die Möglichkeit so zu sagen "Zwischenergebnisse" abzuspeichern.

Wer EAA machen will, ja, soll er machen.
Wer klassische Astrofotografie machen will, ja, soll er machen.
Das kann nur jeder für sich entscheiden.
In diesem Sinne :coffee: :teleskop:.
 
Moin Gerd und Mathias!
jetzt stellt sich mir die Frage warum du erst von EAA abrätst nur um unmittelbar danach ein eher nur für EAA geeignetes Setup vorzuschlagen?
Eine einfache EQ Plattform ist doch genau der von dir angesprochenen Kompromiss der nachführungstechnisch nicht für lange Belichtungszeiten ausgelegt ist.
Wo rate ich denn von EAA ab? Mit der Aussage:
Jetzt stellt sich mir die Frage, warum du über den "Zwischenschritt" EAA in die Astrofotografie einsteigen willst.
meine ich, dass mit dem Equipment, was hier vorgeschlagen wird, ja durchaus auch längere Belichtungszeiten möglich sind, als die, welche bei meiner Interpretation des Begriffs EAA üblich sind.
Und da kommen wir gleich zur nächsten Frage:
Deine durchaus guten Ergebnissen dürftest du also kurzen Einzelbelichtungen zu verdanken haben und nicht der guten Langzeit Nachführung der EQ Plattform.
Ist gerade DAS nicht EAA? Wo fängt EAA an und wo hörts auf?
Und eine mit Kompass und Wasserwage grob eingenordete EQ Plattform reicht zwar für EAA aber nicht für Langzeitbelichtungen
Also doch Langzeitbelichtung und kein EAA mehr?
Hier ist doch schon Konstruktionsbedingt mangels motorisierter DEC Achse kein Guiding möglich und auch bezüglich periodischem Schneckenfehler oder Getriebespiel wird deine Bastellösung mit billig Schrittmotor von Einsteigerteleskopen sicherlich nicht den hohen Anforderungen an Langzeitbelichtungen gerecht werden.
Genau, daher EAA und keine Langzeitbelichtung!
Kompromiss ist so auch nicht richtig.
Man kann, wenn man es will, eine parallaktische Montierung nutzen, ist aber nicht nötig, da eine Alt/AZ dafür reicht.
Das genaue Einnorden entfällt.
Man braucht kein Guiding, weniger Aufwand.
Langzeitbelichtung geht ohne weiteres mit einer ALT AZ-Montierung wegen der Bildfeldrotation nicht, stimmt, und mit einer parallaktischen Montierung ohne genaues Einnorden und Guiding auch nicht. Also ist EAA mit dem Equipment doch gegenüber Langzeitbelichtung ein Kompromiss?

Beste Grüße
Micha
 
Hallo Micha,

ich sehe da immer noch nicht den Kompromiss.
Man könnte die Aussage von KW / @Sterno3000
mich bereit für den nächsten Schritt und das wäre EAA.
dahin gehend interpretieren, das er als nächste Stufe / Schritt in die klassische Astrofotografie einsteigen möchte. Ist aber so, für mich, nicht klar ersichtlich, welches Ziel er anstrebt.
Und wenn dem so wäre, was ist daran verwerflich Schritt für Schritt sich in die Materie einzuarbeiten. Wie hier im Forum aus zahlreichen Threads herauszulesen ist, das viele mit dem direkten Einstieg in die klassische Astrofotografie nicht klar kommen. Ja, nicht alle, aber m.E. doch der überwiegende Teil.

Ich für meinen Teil habe auch alles hier für die klassische Astrofotografie.
Aber ehrlich, man möge mir verzeihen ;), das ganze Geraffel, Bildverarbeitung,... ... ... nö, ist nicht meines.
Ich möchte etwas mehr als schwarz/weiß/gräulich im visuellen Bereich und weniger als den ganzen "Aufstand" ;) bei Langzeitbelichtung.
Die Ergebnisse die ich erziele, reichen mir vollkommen.
Das bietet mir EAA.

Jetzt kann man darüber streiten, was wir ja nicht machen ;), wir diskutieren ja, ob das jetzt Kompromiss oder Alternative, andere Herangehensweise, ist.

Ist gerade DAS nicht EAA? Wo fängt EAA an und wo hörts auf?
Nun ja, EAA kann man auch "auf die Spitze" treiben. Rotator, EAF, Filterrad,... ... ... alles möglich und machbar.
Kann aber auch nur jeder für sich entscheiden.
Meine "Ausbaustufe" (bis jetzt) ist Remote aus der warmen Stube heraus.

Eine Koexistenz ist doch prima.
Das ein oder andere überlappt und man kann voneinander lernen.
 
Hi,

hier kommt das alte Probleme zu Tage, was ist überhaupt EAA?

Ich würde Dinge erstmal klarer trennen, die überhaupt nichts mit EAA zu tun haben:
Lang oder Kurzzeit-Sub-Belichtung.
Ist nur eine unterschiedliche Sub-Belichtungs/Stacking-Technik. Die Integrations-Zeit und nur auf die kommt es an, kann gleich lang sein.
Heutige Kameras und SW zeigen, dass Sub-Langzeitbelichtung und damit auch aufwendige Nachführung und Guiding nicht unbedingt mehr notwendig sind. Siehe auch die aktuellen, tollen Astrofoto-Beispiele von Daniel @Nauris mit Sub-Kurzzeitbelichtungen.

Azimutale/Equatoriale Montierung:
Unterschied ist eigentlich nur, dass bei Azimutal eine Bildfelddrehung auftritt, die verhindert, dass man Sub-Langzeitbelichtung machen kann.
Trotz Bildfelddrehung kann man aber auch eine lange Integrationszeit erreichen. Sie führt nur zu einem kreisförmigen Ausschnitt des Felds.

Guidingfähige oder nicht, Montierung
Mit einer nicht guidingfähigen Montierung macht man Sub-Kurzbelichtungen. Man kann aber trotzdem eine lange Integrationszeit erreichen. Etwaige Drift gleicht man dabei durch ein sporadisches Recenter aus.
EQ-Plattformen sind bis auf spezielle oder teure Ausnahmen nicht guidingfähig. Braucht man aber auch nicht wenn man Sub-Kurzbelichtungen macht.
Wichtig ist auch, dass eine EQ-Plattform eine equatoriale Montierung ist.

Alle diese Unterschiede haben nichts mit EAA zu tun. Mit allen Varianten kann man Astrofotografie oder "nur" EAA machen.

EAA ist für mich eine astronomische Beobachtungsart und keine reine Astrofotografie. Sie bedient sich der Technik und Geräte aus der Astrofotografie.
Der Anblick im Okular wird durch den Blick auf einen Bildschirm ersetzt.

Wenn man mit den bei EAA gewonnen Daten, dann aufwendiges Post-Processing und EBV macht, dann ist das eigentlich wieder Astrofotografie.
Deswegen wird das ja auch auf Cloudynights so strikt getrennt, weil es sonst zu, manche Leute nervenden, Vermischungen kommt.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,


wäre vielleicht gut zu erfahren, wieso EAA für KW / @Sterno3000 der folgerichtige nächste Schritt ist?
Was sich KW / @Sterno3000 von EAA verspricht?

@AstroPZ
verständlich und nachvollziehbar :y:.
Im Grunde hat AstroPZ schon gut beschrieben:

"EAA ist für mich eine astronomische Beobachtungsart und keine reine Astrofotografie. Sie bedient sich der Technik und Geräte aus der Astrofotografie."
 
würde ich so sehen, die 2.9 my Pixel passen zu den kurzen Brennweiten.
 
Ich möchte, dass dieses Set möglichst kompakt und leicht ist da ich es auch als Reiseset nutzen möchte. Ein HEQ5 und ein 8 Zoll Newton wären da also für mich die falsche Wahl, vll später wenn ich mal richtig in die Astrofotografie einsteige.

Als Montur sollte es also ehr in richtung Skywatcher Star Adventurer GTI gehen. Gesteuert werden soll das ganze per AsiAir. Anders als bei meinem visuellen Set, möchte ich hier einen Refraktor nutzen, auch wenn diese teurer sind.

Jetzt stellt sich mir 2 Fragen: Welche Refraktor+Kamera Kombination und brauche ich eine Guidingcam ?.
Für EAA ist ein Öffnungsverhältnis von 1:2 bis 1:2.8 optimal (eher 1:2). Geeignet sind hier Kleinbildfotoobjektive von 14mm Brennweite bis 200mm Brennweite mit dem Vorteil der Wechselbarkeit. So ein 1:2-200er mit 10cm Öffnung wiegt allerdings schon etwa 2kg. Soll die Brennweite auf 400mm rauf, ist ein RASA8 die zur Zeit bei weitem beste Lösung. Der wiegt allerdings schon 2.5kg und hat die Größe eines C8, nur etwas länger. Dafür wird er so für die Kometenjagd vom österreichischen Kometen-"Jäger" sehr erfolgreich transportabel eingesetzt.

Jetzt ist noch eine Filterschublade für ein Triband-Filter (zumindest für H2,O3) und eine geeignete Kamera wie die ZWO ASI2600MC Duo erforderlich. Hier ist die Guidingkamera bereits includiert.

Eine solche Kamera-Optik-Kombination erlaubt sowohl EAA als auch Astrofotographie. Wird die Signalverstärkung der Kamera hochgedreht, so erhält man selbst bei Belichtungszeiten im Sekundenbereich Bilder mit allen visuell in üblichen Amateurteleskopen sichtbaren Nebelanteilen am Himmel. Allerdings muss man am PC-Monitor oder Tablet dann mit einem überlagerten Rauschsignal vorlieb nehmen. Auf diese Weise mache ich selber schon lange EAA, selbst ohne die Live-Stackingfunktion von Sharpcap benutzen zu müssen.

Dreht man hingegen die Signalverstärkung auf 100 zurück und die Belichtungszeit auf 30sec bis 3min hoch, betreibt man Astrofotografie. Das Rauschsignal ist so am Monitor schon bei den Einzelaufnahmen kaum mehr auffällig und nach dem Stacking der Einzelbilder weg. Allerdings wird bei den meisten Motierungen dann eben Guiding notwendig.

Man kann jede äquatorial aufgestellte Montierung verwenden, die einen Nachführmotor hat und sicherheitshalber mindestens 5kg trägt.
An Stelle einer Goto-Funktion kann man auch gut und gerne die Starsenseapp am Smartphone mit einer Halterung mit Umlenkspiegel verwenden. Hier verwenden wir diese Einstellmethode sogar bei einem RASA36 auf einer Sideres85-Montierung (100kg Tragkraft), freilich stationär.
 
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