mohlitz
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Nach ganz langer Zeit habe ich mir endlich mal wieder ein neues Fernglas gekauft.
Abgesehen von dem Lidl (Meade) 7 x 50, welches vor kurzer Zeit im Handel war.
Ein TS 7 x 50 Marine.
Ich war es leid, die ganzen Zeiss etc.-Schätzchen vorsichtig nach draußen zu räumen,
um damit nacheinander ganz sachte den Himmel zu erkunden. Das Lidl macht zwar optisch
einen guten Eindruck, ist mechanisch aber auf Dauer suboptimal. Ich habe es inzwischen
an einen guten Freund weitergegeben.
Denn meine Tochter (2 ½ Jahre) läuft mir immer im Weg herum und will
alles ausprobieren. Ich habe zwar ein paar „Kinderfengläser“, aber die sind
nicht so interessant wie das Fernglas, durch das ich selber schaue.
Also brauchte ich ein stoßsicheres Fernglas, welches durch den zusätzlichen
Gebrauch durch meine Tochter keinen Schaden nimmt und trotzdem perfekte
Leistungen am Himmel zeigt. Die Wahl fiel auf das 7 x 50 TS Marine.
Warum? Hier die Daten:
Gesichtsfeld 132/1000 = 7,5°
Lichtstärke 50,4
Astro-Index 49
Scheinbares Gesichtsfeld 52,7°
Grenzgröße 10,6 mag
Auflösungsvermögen 8,7"
(Auszug aus: „Fernglasberechnungen“ gratis erhältlich auf www.theisges-mohlitz.de
im Downloadbereich)
Ich habe mir das Glas zu Weihnachten geschenkt, denn ich war überzeugt von den
Werten und brauchte halt etwas „Sicheres“.
Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.
Fangen wir an bei der mechanischen Verarbeitung:
Alle Verstellmöglichkeiten sind satt und großzügig ausgelegt.
Für meinen Geschmack etwas zu schwergängig, wobei sich das
im Feld schon als Vorteil rausgestellt hat, denn es verstellt sich
nichts mehr „zufällig“.
Der bewusste Verzicht auf den Mitteltrieb ist kein Nachteil, sondern für den
ambitionierten Sterngucker ein Vorteil. Ein Mal eingestellt, ist dieses Glas
immer bereit für den schnellen Blick in die Unendlichkeit.
Die optischen Leistungen haben mich fast umgeworfen.
So eine punktförmige Sternabbildung habe ich erst ein Mal gesehen.
Ich sage aber nicht, wo ;-)
Die Randschärfe liegt bei etwa 80% des Feldes und ist dabei im Bereich
aller Zeiss High End Ferngläser und besser.
Mit „bösem“ Willen erkennt man tagsüber einen extrem leichten Farbsaum,
der aber im Vergleich zu teureren Gläsern nicht auffällt. Ich habe da so einen
schönen Testantennenmast...
Ich frage mich, wie die Chinesen das machen?
Natürlich habe ich selbst an einem High-End-Fernglas etwas zu mäkeln:
Die Tasche hat keinen Klettverschluss, sondern muss etwas umständlich
mit zwei „Steckverschlüssen“ bedient werden. Und die Augenmuscheln sind
mir etwas zu hart, wobei ich das Feld auch so problemlos überblicken kann.
Für Brillenträger sind die Augenmuscheln umklappbar oder auch abnehmbar.
Der Augenabstand reicht hier völlig aus.
Die Verarbeitung ist überragend gut. Mit 1600g ist das Fernglas zwar kein Leichtgewicht,
doch liegt es gut in der Hand. Die Gummierung ist griffig und macht selbst meiner Tochter
keine Probleme ;-) Der objektivseitige Blick zeigt keine Reflexe, und auch am Himmel sind
nur bei Vollmond und extremem Streulicht sehr leichte Reflexe bemerkbar.
Die Vergütung ist auch extrem gut. Das einzige Problem wird sein, dieses
Fernglas von 2,5 m herunterzuwerfen, um es auf Stoßfestigkeit zu testen.
Ich mache es nicht.
Immer 5° wolkenfreien Himmel
Dirk
Abgesehen von dem Lidl (Meade) 7 x 50, welches vor kurzer Zeit im Handel war.
Ein TS 7 x 50 Marine.
Ich war es leid, die ganzen Zeiss etc.-Schätzchen vorsichtig nach draußen zu räumen,
um damit nacheinander ganz sachte den Himmel zu erkunden. Das Lidl macht zwar optisch
einen guten Eindruck, ist mechanisch aber auf Dauer suboptimal. Ich habe es inzwischen
an einen guten Freund weitergegeben.
Denn meine Tochter (2 ½ Jahre) läuft mir immer im Weg herum und will
alles ausprobieren. Ich habe zwar ein paar „Kinderfengläser“, aber die sind
nicht so interessant wie das Fernglas, durch das ich selber schaue.
Also brauchte ich ein stoßsicheres Fernglas, welches durch den zusätzlichen
Gebrauch durch meine Tochter keinen Schaden nimmt und trotzdem perfekte
Leistungen am Himmel zeigt. Die Wahl fiel auf das 7 x 50 TS Marine.
Warum? Hier die Daten:
Gesichtsfeld 132/1000 = 7,5°
Lichtstärke 50,4
Astro-Index 49
Scheinbares Gesichtsfeld 52,7°
Grenzgröße 10,6 mag
Auflösungsvermögen 8,7"
(Auszug aus: „Fernglasberechnungen“ gratis erhältlich auf www.theisges-mohlitz.de
im Downloadbereich)
Ich habe mir das Glas zu Weihnachten geschenkt, denn ich war überzeugt von den
Werten und brauchte halt etwas „Sicheres“.
Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.
Fangen wir an bei der mechanischen Verarbeitung:
Alle Verstellmöglichkeiten sind satt und großzügig ausgelegt.
Für meinen Geschmack etwas zu schwergängig, wobei sich das
im Feld schon als Vorteil rausgestellt hat, denn es verstellt sich
nichts mehr „zufällig“.
Der bewusste Verzicht auf den Mitteltrieb ist kein Nachteil, sondern für den
ambitionierten Sterngucker ein Vorteil. Ein Mal eingestellt, ist dieses Glas
immer bereit für den schnellen Blick in die Unendlichkeit.
Die optischen Leistungen haben mich fast umgeworfen.
So eine punktförmige Sternabbildung habe ich erst ein Mal gesehen.
Ich sage aber nicht, wo ;-)
Die Randschärfe liegt bei etwa 80% des Feldes und ist dabei im Bereich
aller Zeiss High End Ferngläser und besser.
Mit „bösem“ Willen erkennt man tagsüber einen extrem leichten Farbsaum,
der aber im Vergleich zu teureren Gläsern nicht auffällt. Ich habe da so einen
schönen Testantennenmast...
Ich frage mich, wie die Chinesen das machen?
Natürlich habe ich selbst an einem High-End-Fernglas etwas zu mäkeln:
Die Tasche hat keinen Klettverschluss, sondern muss etwas umständlich
mit zwei „Steckverschlüssen“ bedient werden. Und die Augenmuscheln sind
mir etwas zu hart, wobei ich das Feld auch so problemlos überblicken kann.
Für Brillenträger sind die Augenmuscheln umklappbar oder auch abnehmbar.
Der Augenabstand reicht hier völlig aus.
Die Verarbeitung ist überragend gut. Mit 1600g ist das Fernglas zwar kein Leichtgewicht,
doch liegt es gut in der Hand. Die Gummierung ist griffig und macht selbst meiner Tochter
keine Probleme ;-) Der objektivseitige Blick zeigt keine Reflexe, und auch am Himmel sind
nur bei Vollmond und extremem Streulicht sehr leichte Reflexe bemerkbar.
Die Vergütung ist auch extrem gut. Das einzige Problem wird sein, dieses
Fernglas von 2,5 m herunterzuwerfen, um es auf Stoßfestigkeit zu testen.
Ich mache es nicht.
Immer 5° wolkenfreien Himmel
Dirk