Hallo Joachim,
leider schaffe ich es grad mit dem Klappehalten hier nicht wirklich lange. Es tut mir leid! Gleich versuch ich es wieder.
Einen schönen Beobachtungsbericht hast Du hier geschrieben. Dann war - zumindest bei Dir - mit 60 mm bei Epsilon Lyrae durchaus was möglich. Werd bei nächster Gelegenheit mal nachschauen, was mein "Kleiner" dazu meint.
Und nett, wie Du Dich um das Igelchen gekümmert hast! Das Futter hat er sich bestimmt später noch geholt, als ihn niemand mehr dabei stören konnte!
Nun möchte ich Dir eröffnen, dass wir beide heute Nachmittag so etwas wie ein Gemeinschaftsprojekt zusammen hatten. Auch wenn Du davon nichts mitbekommen hast.

Erinnerst Du Dich an Dein Foto vom Irisnebel, das Du in meinem GRF-Faden gezeigt hast? Hier hab ich es in Deinem damaligen Beitrag - auch als Quellenangabe für das, was gleich folgt - nochmal verlinkt (es ist der Beitrag Nr. 104, falls das mit der Verlinkung nicht richtig hinhaut):
Guten Morgen allerseits! Bevor ich auf euere letzten Beiträge genauer eingehe, möchte ich euch noch etwas mitteilen, das den Bogen wieder ein Stück zur Seite 1 dieses Themas zurück schlägt. Damals haderte ich ja sehr mit dieser Zeitdifferenz zwischen den Vorhersagezeiten des Meridiandurchgangs...
forum.astronomie.de
Schon damals hab ich mich ein wenig in den Irisnebel verguckt. Und ich hab Lust bekommen, ihn zu zeichnen.
Ernst gemacht hab ich damit aber erst heute Nachmittag, nachdem es hier so viel ums Zeichnen ging und ich mir die von Uwe verlinkten Seiten zum astronomischen Zeichnen durchgelesen hatte. Da gab es dann kein Halten mehr. Ich holte ein Blatt schwarzes Tonpapier und meine Pastellkreiden heraus, die viele Jahre unberührt im Schrank gelegen hatten. Und dann begann ich, den Irisnebel nach Deinem Foto als Vorlage, zu zeichnen. Aber der Irisnebel schrie förmlich nach diesen Pastellkreiden!
Weil es draußen nicht zu kalt und nicht zu sonnig war, hab ich den Computer, von dem ich Dein Foto abzeichnete, mit nach draußen genommen. Dass es dort trotz Sonnenschirm (war übertrieben) noch zu hell war, um die nebligen Strukturen auf dem Bildschirm auch alle sehen zu können, stellte ich erst fest, als ich wieder nach drinnen umzog. Mein gezeichnetes Resultat haute mich am Ende nicht vom Hocker. Aber trotzdem fotografierte ich es, um zu sehen, wie es auf einem Foto herauskam. Einscannen wollte ich die Zeichnung nicht, weil sich dann viele Farbpigmente auf der Glasplatte des Scanners ablagern würden. Und vielleicht würde mein "Werk" dadurch auch verschmiert.
Und das Foto überraschte mich dann doch sehr positiv! Die feinen Nebelstrukturen kamen auf dem Foto viel besser heraus als auf der Zeichnung.
Ja, es ist eine künstlerische Darstellung und viel daran stimmt mit dem Original nicht überein. Man könnte, wenn man sowas könnte, auch noch einiges daran weiter bearbeiten. Aber ich glaub, ich fasse die Zeichnung lieber nicht mehr an, um sie nicht zu "verschlimmbessern".
Magst mal gucken?
Das hat mit dem Thema hier zwar lediglich zu tun, dass es sich um eine Zeichnung nach einem Foto mit einem kleinen Teleskop handelt. Du hast geschrieben, dass Du das Foto mit dem 5" Apo gemacht hast. Das sollte zumindest von der Teleskopgröße hier herein passen. Und da es ja ein Gemeinschaftsprojekt von uns beiden ist, hoffe ich, dass Du es mir hier durchgehen lässt. Aber ich musste die Zeichnung hier einfach anbringen! Hat doch was, oder?? Noch kann ich damit nicht in die Kunst-Ecke des Forums umziehen. Aber auf jeden Fall hab ich mich grad noch etwas mit schwarzem Zeichenpapier zum Weiterüben eingedeckt.
Viele Grüße
Sabine