Montierung für ambitionierten Einsteiger mit Vorerfahrung

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Stormhunter

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Hallo zusammen,

erst einmal danke für die Aufnahme im Forum.
Erst einmal kurz zu mir, mein Name ist Thomas, ich bin 25 Jahre alt und komme aus der nördlichen Oberpfalz.
Ich fotografiere seit mittlerweile 7 Jahren und würde mich als Hobbyfotograf mit Ambitionen bezeichnen.

Vor allem für Gewitter und atmosphärische Erscheinungen kann ich mich faszinieren, sprich Haloerscheinungen, Regenbögen, Leuchtende Nachtwolken und zuletzt auch Polarlichter. Die Fotografie bei Nacht hat mich seit meinen Anfängen begleitet, vor allem Nachts war und bin ich sehr gerne draußen unterwegs. Vor ca. 5 Jahren habe ich mich das erste mal an Deep Sky probiert, sprich Orionnebel und Andromedagalaxie. Wieso nur die beiden, ich hatte in meinen Anfängen keine Nachführung und konnte mir aufgrund meiner Ausbildung auch keine leisten. Die Ergebnisse waren dennoch bereits sehr sehenswert gewesen (Zum Teil bis zu 1000 Lights mit Belichtungszeiten von 2-3 Sekunden). Ich habe viele Versuche unternommen, um immer mehr mit einfachsten Mitteln herauszuholen, doch irgendwann war es nicht mehr genug. Ich habe mir schließlich eine Skytracker Pro von iOptron erspart und gekauft. Die Ergebnisse waren selbstverständlich noch einmal besser, als ohne Nachführung. Leider ist vor zwei Jahren die Ladebuchse auf der Platine abgebrochen und ich habe es nicht geschafft, die Nachführung zu reparieren.

Mittlerweile stehe ich mit beiden Beinen im Arbeitsleben, ich konnte meine Kameraausrüstung stetig erweitern und meine finanzielle Situation lässt nun die Investition in eine vernünftige Montierung zu, welche ich auch zukunftsorientiert kaufen möchte, sprich: Sie soll lange an meiner Seite sein und auch 1-2 Upgrades noch mitmachen. An dieser Stelle muss ich anmerken, ich bin was die Ausrüstung angeht ein absoluter Anfänger und habe ich den letzten Tagen bereits viel auf diversen Seiten recherchiert. Dabei bin ich über viele mir unbekannte Begrifft gestoßen und ehrlich gesagt bin ich schlicht weg überfordert, was ich brauche und auf was ich achten muss.

Ich habe mir (im Internet) bereits verschiedene Montierung angeschaut und bin dabei bei den Skywatcher Montierungen hängengeblieben. Meine persönliche engere Auswahl sind folgende drei - ich bin aber auch gerne für andere Vorschläge offen. Die HEQ5 stellt dabei auch meine absolute obere Schmerzgrenze da, im Bereich 1000€ wäre mir lieber:

Skywatcher EQM-35 Pro
Skywatcher EQ5 Pro
Skywatcher HEQ5 Pro


Kurz noch zu meiner zur Verfügung stehenden Ausrüstung:
  • Nikon D750 => Vollformat
  • Nikon D7500 => APS-C
Diverse Objektive, unter anderem im Tele-Bereich:
  • Tamron 70-200 f2.8 G2
  • Sigma 105 f2.8
  • Tamron 70-300 f4-5.6

Interessant dürfte noch sein, was ich gerne fotografieren möchte. Ich bin vorrangig an Nebel und Galaxien interessiert und werde mich da natürlich steigern. Erfahrungsgemäß steigen meine Ansprüche auch recht schnell. Angefangen mit recht einfachen Objekten wie:
  • M31 => Andromedagalaxie
  • M42 => Orionnebel
  • M33 => Dreiecksnebel
  • M45 => Plejaden
  • Milchstraße im Weitwinkel
...möchte ich auch irgendwann beispielsweise folgende Objekte fotografieren , Liste bei weitem nicht vollständig:
  • M51 => Whirlpool-Galaxie
  • M74
  • M104
  • Pferdekopfnebel
  • Herznebel
  • Cirrusnebel
Mir ist bewusst, dass es dafür kurz- bis mittelfristig auch ein Teleskop benötigt, vielleicht auch schon sehr bald. Für den Anfang möchte ich mich aber mit meinen vorhandenen Objektiven austoben.


Meine eigentliche Frage wäre nun, welche der Montierungen wird mir am längsten Freude bereiten? Nnatürlich ganz klar die HEQ5, aber reicht vielleicht auch eine der kleineren? Ins besondere bezüglich des Teleskopes bin ich nämlich komplett unerfahren und ich konnte mir in den letzten Tagen nicht wirklich ein Bild davon machen, welches als Erweiterung zu gegebener Zeit das Richtige ist. Auch bin ich sichtlich überfordert, was das mögliche Zusatzequipment angeht. Stichtwort: Flattener, Guiding Cam, Reducer, ...
Von dem her, gibt es von dieser Seite Empfehlungen? Was ich auch noch nicht wirklich herausgefunden habe ist, wie viel Budget ich neben der Montierung noch brauche. Das Teleskop ist klar, wobei ich dafür mal zwischen 500€ und 800€ einplane. Ich habe aber oft gelesen, dass es dann noch zusätzliches Equipment braucht. Muss ich dafür jetzt bereits was beachten, oder reicht es, wenn ich mich dazu informiere, wenn es soweit ist?

Auf jeden Fall schon einmal vielen lieben Dank fürs Leben und für die Hilfestellung.

Viele Grüße
Thomas
 
Ich möchte noch zwei Punkte ergänzen. Wie ich mittlerweile gelernt habe, kann ich den Beitrag erst morgen nochmal bearbeiten.

Einerseits hätte ich als Brennweitenbereich für ein Teleskop mit ca. 500mm angedacht. Damit komme ich bei Bedarf auf 750mm mit APS-C, was denke ich ausreichend ist. Andererseits wollte ich noch anmerken, dass ich ggf. auch mal eine astromodifizierte Kamera kaufe, wenn ich mit meinem jetzigen Equipment an die Grenzen komme.
 
Hallo!
Meine eigentliche Frage wäre nun, welche der Montierungen wird mir am längsten Freude bereiten?
Meine Erfahrung (und die von vielen Kollegen) lässt sich ganz leicht so zusammenfassen: „Die teuerste die Du Dir leisten kannst und/oder die schwerste, die Du tragen bzw. transportieren möchtest“. Und natürlich noch: Gebraucht gibt es fürs gleiche Geld die Montierung eine Nummer größer.

Ich hatte viele Jahre lang eine einfach motorisierte EQ5 (mechanisch entsprach die der zweiten Deiner drei Montierungen oben nur ohne GoTo). War zum visuellen Beobachten gerade noch brauchbar, aber keinesfalls fototauglich, jedenfalls nicht für mich. Würde ich heute nicht mehr geschenkt haben wollen. Jetzt habe ich eine iOptron die bei mehr als doppelter Tragkraft kaum mehr wiegt als diese EQ5pro. Dazu kommt, dass sie sehr viel weniger Strom braucht und ich deswegen nur einen kleinen und leichten Akku mitnehmen muss. Technisch ist sie eine Generation weiter.

Grüße
Maximilian
 
Hallo Maximilian,

danke für die schnelle Antwort. Bezüglich Gebrauchtkauf bin ich generell sehr positiv gestimmt. Ich habe fast meine komplette Fotoausrüstung gebraucht erworben. Bei Montierungen bin ich erstmal etwas skeptischer, weil ich nicht wirklich weiß, worauf ich achten muss bzw. ich würde wohl nicht erkennen, ob eine Montierung gut im Schuss ist oder nicht.

Dein Stichwort Akku bringt mich noch zu einem Punkt. Gibt es konkrete Empfehlungen, welcher am besten geeignet ist? Zum Stromverbrauch selbst habe ich auf die Schnelle nichts gefunden, sodass ich auch nicht weiß, welche Akkugröße zu empfehlen ist, damit man eine Nacht durchkommt. Generell werde ich zu 95% der Fälle irgendwo draußen unterwegs sein, ohne Steckdose. Für Testzwecke vielleicht mal auf dem Balkon.

Danke und Gruß
Thomas
 
Google mal „Fox Halo Powerpack 96“

Leicht, LiFePo, genug Anschlüsse, 13 A Ausgangsleistung bei 12 V, hohe Kapazität, preiswert, gut verarbeitet

=

alles was du brauchst
 
Hallo Simon,

danke für den Tipp. Ich habe mir das Akkupaket mal angeschaut, das scheint wirklich gut zu sein. Wenn noch ein anderer Vorschlag kommt, immer gerne, ansonsten werde ich mir das besorgen.

Noch eine Frage an Maximilian, welche Montierung hast du von iOptron? Ist die preislich noch akzeptabel und vor allem auch für einen Einsteiger geeignet?

Viele Grüße
Thomas
 
Meine Erfahrung (und die von vielen Kollegen) lässt sich ganz leicht so zusammenfassen: „Die teuerste die Du Dir leisten kannst und/oder die schwerste, die Du tragen bzw. transportieren möchtest“.
+1

Hi Thomas,

insbesondere, wenn Du am Anfang Deine Objektive einsetzten möchtest, was an sich schon einmal eine sehr gute Idee ist, dann würde ich mich anschließen und so viel für die Montierung ausgeben, bis die Schmerzgrenze leicht überschritten ist o_O. Wenn Du zu tief einsteigst und nach 1-2 Jahren aufrüsten willst, dann wird's teurer.

CS - Oliver
 
Hallo!
Noch eine Frage an Maximilian, welche Montierung hast du von iOptron? Ist die preislich noch akzeptabel und vor allem auch für einen Einsteiger geeignet?
Meine ist eine iEQ45 pro, die ich gebraucht (hier auf dem Biete-Board) für um die 1000 Euro gekauft habe (hier ist einer von vielen Tests dazu: Produkt Test: iOptron ieq45 Pro). Die wird aber schon einige Jahre nicht mehr hergestellt, das ähnlichste derzeit verfügbare Nachfolgemodell ist wohl die CEM 40, die um die 2000 Euro kostet.

Ansonsten tut es für Deine Zwecke sicher auch eine CEM26 oder GEM28. Die Zahl ist bei iOptron die Tragkraft in Pfund, die man sicherheitshalber, wie bei allen Montierungen (ausser bei high-end Geräten wie z.B. 10Micron oder PlaneWave) für photographische Zwecke halbieren sollte. GEM heisst „german equatorial mount“, also eine klassische parallaktische Monterung und CEM steht für „center balanced equatorial mount“. Im Prinzip dasselbe, aber die Gegengewichtsstange ist anders angebracht. Hier gab es vor einiger Zeit mal einen Thread von jemandem, der sich zwischen der CEM26 und der GEM28 entscheiden wollte. Der Preis liegt jeweils um die 1200 Euro (neu). Man hat die Wahl zwischen dem elektronischen Polsucher iPolar oder dem normalen optischen Polsucher. Zum iPolar muss man wissen, dass der nur mit einer Windows-Software funktioniert. Man braucht also dafür zwingend einen (windowsfähigen) Computer beim Teleskop.

Zum Akku steht das wichtigste schon oben, wenn man mehrere Geräte daran betreiben will (Montierung, Computer, Kamera, Heizmanschetten, ...) und sich keinen Bruch heben will kommt man heute an einer Lithium-Eisenphosphat Batterie nicht vorbei. Wenn ich nur ein paar Stunden beobachten will, dann verwende ich einen ganz kleinen 12V 2Ah Lithiumakku (vom Aliexpress für weniger als 10 Euro inkl. Ladegerät). Das längste was ich dem bisher zugemutet habe waren 4 Stunden am Stück und er war noch nicht leer.

Viele Grüße
Maximilian
 
Grüß dich Thomas (Namensveter),

ich schließ mich mal der Runde an.

danke für den Tipp. Ich habe mir das Akkupaket mal angeschaut, das scheint wirklich gut zu sein. Wenn noch ein anderer Vorschlag kommt, immer gerne, ansonsten werde ich mir das besorgen.
Ich selber verwende das Fox Halo und es ist sehr zuverlässig. Ich kann in "warmen" Nächten ohne Probleme folgendes Setup 10 STD betreiben: Ioptron IEQ45, 2x heizmanschetten, Asi294MC Pro, Motorfokus ASI, ASI120MM, Raspberry 4.

Ab Temperaturen unter 0° solltest du dir ein Gefäß bauen, welches die Batterie von der Außenluft isoliert. Bei meinem Härtetest bei -12° C hielt das Fox Halo im Vollbetrieb ca. 4 Std stand bis sie ausfiel. Daraufhin habe ich meinen Handgepäckkoffer genommen und mit Decken gestopft mit einer Powerbank udn einem Heizband :p Daraufhin ging sie wieder ;)

Noch eine Frage an Maximilian, welche Montierung hast du von iOptron? Ist die preislich noch akzeptabel und vor allem auch für einen Einsteiger geeignet?
Ich selber verwende auch noch die IEQ45 Pro wie Maximilian <3 Die weiter oben genannten CEM Modelle sind zum Einstieg mit Vorsicht zu genießen, da es sich nicht um "klassiche" parallaktische Montierungen handelt. Es sind aber sehr tolle Montierungen, welche zuverlässig arbeiten. Aber wie mit jeder neuen Montierung muss der Umgang erlernt werden und die Lernkurve ist sehr steil. Stell dich auf ein paar frustrierende Nächte ein ohne Fotos ;D

Aber wie es so oft hier im Forum schon geschrieben wurde, "wer auf kurze Sicht plant, kauft zweimal". Überlege dir gut wo du mal hin willst mit dem Hobby, du hast ja schon ein bischen Erfahrung.

Wenn du vorhast mobil zu bleiben mit deinen Foto-objektiven, ist der Kauf einer etwas teurerer leichten Montierung gar keine schlechte Idee. Es gibt einige gute APO's im Widefield bis ca. 600mm die von der CEM26/28 noch ohne probleme getragen werden können :)

Lg Tom
 
Hallo Thomas,

ich möchte nochmal auf Deine Objektliste eingehen. Es ist eine sehr gute Idee mit Deinen Objektiven zu beginnen. Du wirst dann feststellen, welche Objekte Dir am meisten Spass machen. Auch wirst Du die unterschiedliche Größe bemerken. Während M31 oder M42 bei 300mm schon recht ansehnlich aussehen, ist M51 recht klein.
Wähle Dein späteres Teleskop erst aus, nachdem Du die Dich am meisten interessierenden Objekte mit Deinen Objektiven fotografiert hast. Du kannst auch auf astrobin.com nachschauen, mit welchem Equipment die Kollegen an den verschiedenen Objekten so arbeiten.
Bezgl. Vollformat und APS-C. Du erreichst mit APS-C bei gleicher Pixelgröße gegenüber Vollformat keine höhere Brennweite (Vergrößerung). Du schneidest bei APS-C lediglich den Rand ab. Der Crop-Faktor ist eine Erfindung der Marketing-Abteilung um das kleinere Format slaonfähig zu machen (man muss ja schließlich begründen, warum weniger besser ist ;-)).

CS Jochen
 
Hallo Thomas,

wie schon gesagt wurde, solltest du dir gut überlegen, welche Montierung es wird. Wenn man 2/3 der Tragkraft für Fotografie ansetzt oder halt noch weniger wirds schnell eng. Wenn dich z.B. Objekte wie M51 interessieren, ist es nicht verkehrt, mehr Brennweite zu haben. Ein einfaches 8 Zoll-Newton mit 1000mm Brennweite wiegt gute 9kg ohne die noch nötige Ausrüstung. Wenn es noch mehr Brennweite werden soll, brauchst du entweder ein größeres Newton oder z.B. ein Cassegrain. Je nachdem, was man da für Größenansprüche hat, bist du da aber sehr schnell in einem ähnlichen Gewichtsbereich unterwegs, wie beim anfangs genannten Newton. Wenn dann noch Kamera, Guidescope, Kabel, Filterrad, Telradsucher etc. drankommen, hast du sehr schnell 12, 13kg zusammen. Wenn du jetzt erstmal ohne Teleskop arbeiten möchtest, reicht so eine HEQ5 sicherlich noch aus. Die Frage ist eben, was später kommt. Es gibt halt auch mehr kleine Objekte als Große.
Vielleicht ist es ja auch eine Idee, bewusst mit einer kleinen Montierung ohne Teleskop anzufangen und später nachzulegen. Das kommt halt drauf an, wie das Budget und die Bereitschaft dazu in 1-2 Jahren aussieht.

CS Johannes
 
Hallo zusammen,

erst einmal danke für die ganzen Tipps und Anregungen.

Der Reihe nach:
dann würde ich mich anschließen und so viel für die Montierung ausgeben, bis die Schmerzgrenze leicht überschritten ist
Ich bin mittlerweile auch schon soweit, dass ich wohl wirklich die Größte für mich noch sinnvolle Montierung nehmen werde. Ich habe allerdings auch wachsende Bedenken bezüglich der Baugröße und des Gewichtes. Ich bin zwar noch jung und kann auch eine schwere Montierung problemlos tragen, ich wohne jedoch im dritten Stock. Und wenn ich dann sehe, wie viel beispielsweise die Skywatcher EQ6 wiegt, ist das schon auch ein richtiges Argument gegen eine solch große Montierung. Was ich bis jetzt auch noch nicht mit in meine Entscheidungsfindung habe einfließen lassen ist, dass ich einen Dacia Sandero fahre. Idealerweise passt die ganze Ausrüstung rein, ohne dass ich die Rücksitzbank umlegen muss.

Preislich wäre die EQ6 für 1650€ mit einem tiefen Griff in die Urlaubskasse vermutlich auch noch drinnen.

Bisschen verwundert es mich jedoch, dass die EQ6 im Astroshop 1900€ kostet. Ist das beim Teleskop-Express eine abgespeckte Variante? Ich habe dazu nichts herausgefunden:

Meine ist eine iEQ45 pro, die ich gebraucht (hier auf dem Biete-Board) für um die 1000 Euro gekauft habe (hier ist einer von vielen Tests dazu: Produkt Test: iOptron ieq45 Pro). Die wird aber schon einige Jahre nicht mehr hergestellt, das ähnlichste derzeit verfügbare Nachfolgemodell ist wohl die CEM 40, die um die 2000 Euro kostet.
2000€ sind mir auf jeden Fall zu viel - gebraucht bin ich wie gesagt für den Anfang etwas vorsichtig, weil ich nicht wirklich einschätzen kann, ob der Zustand einer Montierung gut ist, oder ich über den Tisch gezogen werden. Von dem her würde ich in diesem Fall mal eher beim Neukauf bleiben mit dem Wissen, dass ich etwas mehr ausgeben muss.

Ansonsten tut es für Deine Zwecke sicher auch eine CEM26 oder GEM28.
Diese beiden erinnern mich von der Größe und dem Gewicht eher an die von mir eingangs genannten EQM-35 Pro. Gewichtstechnisch wären die beiden von iOptron natürlich schon sehr interessant. Ich frage mich ja gerade, wie die deutlich leichtere Montierung eine gleiche Qualität in der Nachführung von schweren Optiken bringen kann, wie die deutlich schwerere. Ich lasse mir die Alternativen auf jeden Fall mal noch durch den Kopf gehen. Ggf. gibt es ja auch noch alternativen von iOptron, welche vergleichbar mit eine EQ6 von Skywatcher sind.

Bei meinem Härtetest bei -12° C hielt das Fox Halo im Vollbetrieb ca. 4 Std stand bis sie ausfiel.
Ich werde zwar auf jeden Fall auch bei trockenen kalten klaren Nächten fotografieren, habe zumindest im Moment aber noch deutlich weniger Ausrüstung, die versorgt werden will. Von dem her danke für den Tipp, ich werde ihn im Hinterkopf behalten, vorerst aber (hoffentlich) ohne Köfferchen auskommen.

Aber wie es so oft hier im Forum schon geschrieben wurde, "wer auf kurze Sicht plant, kauft zweimal". Überlege dir gut wo du mal hin willst mit dem Hobby, du hast ja schon ein bischen Erfahrung.
Die vermutlich schwierigste und absolut berechtige Frage, die wohl nur ich selbst beantworten kann. Ich bin tendenziell jemand, der lieber gleich was vernünftiges kauft, als dann zweimal Geld ausgeben muss. Da es bei Montierungen nach oben hin quasi keine Grenzen gibt, macht es halt wieder schwierig, die Obergrenze sinnvoll zu setzen.
Mittlerweile bin ich soweit, dass ich auf jeden Fall zur HEQ5 tendiere, vielleicht sogar gleich die EQ6 - das wäre dann wohl wirklich eine gute Investition in die Zukunft. Andererseits habe ich auch die Angst, dass das hohe Gewicht eine gewisse Hemmschwelle wird. Das alles immer drei Stockwerke runterzutragen, via Tetris ins Auto zu packen, irgendwo aufzubauen und dann alles wieder Rückwärts zurück in die Wohnung zu bringen ist am Anfang wohl kein Problem, mit der Zeit aber sicherlich lästig. Bei diesem Gedanken tendiere ich dann doch wieder zu einer kleineren und leichteren, welche für den Anfang ja auch ausreichend ist - wirklich schwierig die Entscheidung bei solch großen Anschaffungen.


Wähle Dein späteres Teleskop erst aus, nachdem Du die Dich am meisten interessierenden Objekte mit Deinen Objektiven fotografiert hast.
Das habe ich weitestgehend so geplant. Die einzige Frage aktuell ist halt, welche Brennweiten ich maximal mal anstrebe und wie groß ich dann bereits jetzt die Montierung auslegen soll. Ich kann mir absolut vorstellen, dass es (vielleicht schon früher als mir lieb ist) in die Richtung 200/1000 geht.

Ein einfaches 8 Zoll-Newton mit 1000mm Brennweite wiegt gute 9kg ohne die noch nötige Ausrüstung.
Wenn dann noch Kamera, Guidescope, Kabel, Filterrad, Telradsucher etc. drankommen, hast du sehr schnell 12, 13kg zusammen. Wenn du jetzt erstmal ohne Teleskop arbeiten möchtest, reicht so eine HEQ5 sicherlich noch aus. Die Frage ist eben, was später kommt. Es gibt halt auch mehr kleine Objekte als Große.
Danke für die Ausführungen. Gerade wenn ich bedenke, dass Teleskope im Bereich von 1000mm so schwer sind, lässt mich zu einer größeren Montierung tendieren. Worst case wäre, wenn ich in einem halben Jahr ein Teleskop will, das meine Montierung bereits an die Grenze bringt oder sogar überlastet.


An alle noch einmal vielen Dank für die ganzen Vorschläge und die schnelle Hilfe. Das ist wirklich eine tolle Community hier, soweit ich das bis jetzt beurteilen kann. Ich werde mir weiter Gedanken machen und bin weiterhin für Ideen, Anregungen und Vorschläge offen und dankbar.

Viele Grüße
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Thomas
Sonwie ich dich verstanden habe, hast du bisher noch nie nachgeführt?

Dann mal meine 5 Cent dazu.
Ich hatte denselben Gedankengang wie du.
Einmal Richtig kaufen statt 2mal.
Desshalb bin ich auch bei der damals noch EQ6 Pro gelandet. Nun waren meine Erfahrungen mit dieser Montierung Fotografisch leider doch nur enttäuschend. Als es richtig losging mit Fotografieren kamm ichbauf keinen grünen zweig damit. Die Gewährleistung war natürlich abgelaufen, also selbst auf ursachenforschung und Tuning.

-Sämtliche Lager Getauscht
-Umbau auf Riemen
-Die Schneckenwelle auf die Schneckenräder
ausgerichtet
-Schneckenspiel minimiert
-Polhöhenwiege umgebaut

In der Startphase hatte der HC aussetzter und wurde vom Händler ausgetauscht
Brauchte aber auchbeinige Nächte um dem auf den Grund zu kommen.

Trotz der ganzen Arbeit hatte ich immer wider Probleme unterscheidlicher Art, die ich dann auf die Dec-Achse schob. Nochmals alles demontiert und auf Passgenauigkeit geprüft. Zusammengebaut und peinlich genau auf Leichtgang aber Spielfreiheit geachtet.
Fazit: Keine Besserung und immer Ärger mit der Dec-Acchse. Als mir dann noch der MC abgeraucht ist war für mich Schluss.

Jetzt habe ich eine Montierung in der 7k Euro klasse und werde diese nie mehr hergeben.

Worauf ich hinaus will:
Du hast mit den genanten Montierungen ein Grosserienprodukt mit der unvermeidlichen Streuung. Klar war meine Absolut sicher an einem Montag gefertigt worden:cry::affeohren:
Miete doch mal einen einfachen Tracker wie die StarAdventure.
Schau dich auf dem gebrauchtmarkt um und suche gezielt nach Aktionen.
Wenn du mit dem Tracker Gewichts- und Brennweitenmässig ans Limit kommst hast du viel Erfahrung gesammelt die du immer brauchst.
Zu dem Zeitpunkt wird vielleicht der eine oder andere Corona-motivierte Fotograf wider aufhören und du kannst dann eventuell wirklich gutes Material günstig erwerben.
Ich will die neuen Serien nicht schlecht reden, mir wurde auch von überall gesagt mit der E6 machst du nichts falsch. Aber wenn du Pech hast und retournieren musst wartest du uU lange auf Ersatz bei den Lieferzeiten.
Sicher hast du dann auch eine Vorstellung wohin du mit deinem Equipment gehen willst, was Brennweite und Gewicht angeht. Dann hast du vielleicht jahrelang eine völlig Überdimensionierte Montierung, hast aber die Grundlage für alles weitere gelegt.

So das wars von mir und viel Erfolg
Gruss Mike
 
Hallo Thomas
Sonwie ich dich verstanden habe, hast du bisher noch nie nachgeführt?

Dann mal meine 5 Cent dazu.
Ich hatte denselben Gedankengang wie du.
Einmal Richtig kaufen statt 2mal.
Desshalb bin ich auch bei der damals noch EQ6 Pro gelandet. Nun waren meine Erfahrungen mit dieser Montierung Fotografisch leider doch nur enttäuschend. Als es richtig losging mit Fotografieren kamm ichbauf keinen grünen zweig damit. Die Gewährleistung war natürlich abgelaufen, also selbst auf ursachenforschung und Tuning.

-Sämtliche Lager Getauscht
-Umbau auf Riemen
-Die Schneckenwelle auf die Schneckenräder
ausgerichtet
-Schneckenspiel minimiert
-Polhöhenwiege umgebaut

In der Startphase hatte der HC aussetzter und wurde vom Händler ausgetauscht
Brauchte aber auchbeinige Nächte um dem auf den Grund zu kommen.

Trotz der ganzen Arbeit hatte ich immer wider Probleme unterscheidlicher Art, die ich dann auf die Dec-Achse schob. Nochmals alles demontiert und auf Passgenauigkeit geprüft. Zusammengebaut und peinlich genau auf Leichtgang aber Spielfreiheit geachtet.
Fazit: Keine Besserung und immer Ärger mit der Dec-Acchse. Als mir dann noch der MC abgeraucht ist war für mich Schluss.

Jetzt habe ich eine Montierung in der 7k Euro klasse und werde diese nie mehr hergeben.

Worauf ich hinaus will:
Du hast mit den genanten Montierungen ein Grosserienprodukt mit der unvermeidlichen Streuung. Klar war meine Absolut sicher an einem Montag gefertigt worden:cry::affeohren:
Miete doch mal einen einfachen Tracker wie die StarAdventure.
Schau dich auf dem gebrauchtmarkt um und suche gezielt nach Aktionen.
Wenn du mit dem Tracker Gewichts- und Brennweitenmässig ans Limit kommst hast du viel Erfahrung gesammelt die du immer brauchst.
Zu dem Zeitpunkt wird vielleicht der eine oder andere Corona-motivierte Fotograf wider aufhören und du kannst dann eventuell wirklich gutes Material günstig erwerben.
Ich will die neuen Serien nicht schlecht reden, mir wurde auch von überall gesagt mit der E6 machst du nichts falsch. Aber wenn du Pech hast und retournieren musst wartest du uU lange auf Ersatz bei den Lieferzeiten.
Sicher hast du dann auch eine Vorstellung wohin du mit deinem Equipment gehen willst, was Brennweite und Gewicht angeht. Dann hast du vielleicht jahrelang eine völlig Überdimensionierte Montierung, hast aber die Grundlage für alles weitere gelegt.

So das wars von mir und viel Erfolg
Gruss Mike

Die Idee von Mike mit dem Tracker als Anfang finde ich gut. Da könntest du dann erstmal bewusst klein ohne Teleskop anfangen und wenns dann konkreter wird kaufst du dir genau passend die große Montierung dazu. Und so eine Reisemontierung könntest du auch gut in den Urlaub mitnehmen - dahin, wo es auch mal richtig sternklar am Stück ist.:y:

@ Mike: Da hast du mit deiner EQ6R aber richtig Pech gehabt. Heftig, wie die Qualität schwanken kann...
 
Hallo Mike,

auch dir ein großes Dankeschön für die ausführliche Antwort.
Sonwie ich dich verstanden habe, hast du bisher noch nie nachgeführt?
Das stimmt nicht, ich hatte bereits einen Skytracker Pro von iOptron (bzw. habe ihn immer noch). Leider kann ich ihn nicht mehr laden, weil die Ladebuchse abgebrochen ist. Vielleicht könnte man ihn auch ganz einfach wieder durch löten reparieren, aber ich habe weder das Werkzeug dazu, noch die Fähigkeit.
Ich habe also schon Erfahrung mit Nachführungen und Deep Sky. Ich habe das im Eingangsbeitrag ziemlich am Anfang geschrieben, aber mehr oder weniger nur in einem Nebensatz. Das hätte ich vielleicht deutlicher ausführen sollen.

Vielleicht sollte ich auch mal ein paar meiner bisherigen Ergebnisse zeigen (ich hoffe, das ist hier erlaubt?), damit ihr eine Vorstellung habt, was ich schon geschafft habe und was auch meine Zielsetzung für die Zukunft ist.
Mein erstes brauchbares Ergebnis von Andromeda nach gefühlt dutzenden Anläufen und viel Ärger mit dem DSS und Co, damals ohne Nachführung mit 105mm, 400x2,5s, f2.8 und ISO 3200 (September 2015).

Andromeda.jpg

Im November hatte ich mich an M33 ohne Nachführung gewagt. 420x4s, f2.8, ISO3200, 105mm.

M33_3_cut_klein.jpg

Auch im November der Orionnebel, 420x2s, f2.7, ISO2000, 105mm.

Bild 3_cut2_klein.jpg

Mit der Nachführung habe ich dann auch mal etwas schwierigere Objekte versucht, hier M81 und M82: 12x180s, f6.3, ISO 1000
Das größte Problem war damals, dass mein Stativ recht wackelig war, ich viel Ausschuss hatte und einfach nicht wirklich weiter kam. Alles über 30s ging nicht wirklich realistisch.

M81_PS_2_klein.jpg

Plejaden: 55x30s, ISO1000, f6.3, 300mm:

Plejaden.jpg

Mein Profilbild ist Orion mit 100x30s usw....

Ein Teil, den ich noch gar nicht erwähnt habe ist, die Kometen Fotografie. Den Kometen Neowise habe ich auch mit Freude beobachtet und fotografiert, damals leider aus bekannten Grund schon wieder ohne Nachführung. Leider war die Belichtungsreihe überbelichtet, trotzdem das Ergebnis mit den meisten Details im Schweif. In anderen Nächten war es leider nicht so klar, oder NLCs haben die Sicht gestört, was aber nicht für weniger ästhetisch schöne Bilder gesorgt hat.

Komet_4_edited_cut.jpg

Ich bin also kein Neuling auf dem Gebiet von DeepSky und bin auch durchaus geduldig. Die Ergebnisse ohne Nachführung haben wirklich viele viele Versuche gebraucht und auch bezüglich Bildbearbeitung gibt es noch lernbedarf, wobei ich festgestellt habe, dass bei kurzen Belichtungszeiten es zunehmend schwieriger wird, ein brauchbares Bild zu bekommen. Von dem her, es kann nur besser werden.

Du hast sicherlich recht, dass man immer Pech haben kann bei einem Kauf. Ich bin aber nicht bereit, einen Ferrari unter den Montierungen zu kaufen, nur um diesen Fall auszuschließen. Geschweige denn, dass ich mir eine Montierung für 7k auch nur im Ansatz leisten könnte. Wenn es wirklich ein solch gravierendes Problem gibt, hoffe ich doch, dass es ein Garantiefall ist. :)

Die Idee von Mike mit dem Tracker als Anfang finde ich gut.
Danke auch dir, Johannes. Diesen Schritt habe ich im Grunde im Jahr 2017 hinter mich gebracht. Jetzt soll halt was großes her. Zunächst möchte ich die obigen Bilder nun noch einmal in hoffentlich deutlich besser hinbekommen. Mittlerweile habe ich bessere Kameras und zum Teil bessere Objektive. Es wird denke ich aber recht bald, also nach einigen Monaten, der Wunsch nach mehr aufkommen, so wie ich mich kenne.
Dass es eine große Montierung werden soll, steht also für mich zumindest schon fest.

Und so eine Reisemontierung könntest du auch gut in den Urlaub mitnehmen
Du hast recht, das würde mit einer Reisemontierung gut gehen, weshalb ganz am Anfang die HQM-35 Pro mein persönlicher Favorit war. Mittlerweile bin ich davon abgekommen. Ich habe zudem nicht vor in den nächsten Jahren nach Namibia oder ähnliches zu fliegen (wenn gleich es auf der ToDo Liste steht - dann kann ich mir aber immer noch eine kleine Montierung kaufen). Dafür habe ich meine Wurzeln in Südbayern direkt an den Alpen. Dort kenne ich einige Plätze in deutliche über 1000 Hm, welche mit dem Auto erreichbar sind. Da kann ich die etwas größere Ausrüstung auch mit nehmen. Wenn sie erst einmal im Auto ist, ist es ja ziemlich egal, wo ich hinfahre.

Ich werde auf jeden Fall noch die eine oder andere Nacht schlafen, ehe ich mich entscheide. Ich würde aus dem Bauch heraus sagen, dass die 1600€ für eine Montierung drinnen sind, bloß bezüglich des Gewichtest und Platzes bin ich noch am rätseln. Weitere Tipps sind weiter gerne gesehen.

Zwei Punkte habe ich noch, welche Objektivheizung habt ihr? Ich hatte in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit Tau, das würde ich in diesem Aufwasch auch gleich eliminieren wollen. Und braucht man auch mit Kamera + Objektiv bereits eine Autoguiding Kamera?

Was vielleicht auch noch eine nützliche Information ist, ich habe keinen Laptop, lediglich einen leistungsstarken Computer für die Bildbearbeitung. Nachführungen, welche zwangsläufig auf einen Laptop abgewiesen sind, fallen für mich deshalb leider raus.

Clear Skys
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Thomas
Sorry, den Skytracker habe irgendwie verdrängt_affeaugen:

Als erstes lass den Skytracker von jemandem anschauen der sowas des öfteren Macht.
Nebst Radio/TV Elektriker oder Mechatroniker haben Veranstaltungstechniker sowas auch im Griff. Meist warten die ihre Geräte auch selbst.
Hab ehrlich gesagt keine Ahnung wie in DE Veranstaltungen bewilligt sind.
Sorry der musste schnell sein. Ich finde ihre Situation wird leider zu wenig oft wahrgenommen.


Die Fotos sehen gut aus, und wenn du die bildbearbeitung regelmässig machst, findest du immer mehr Knöpfe zum drehen:geek:
Hast du mal versucht das Stativ mit Gewichten zu stabilisieren?
Wenn immer Möglich Dithern.

Beantworte für dich mal Eckdaten mittel und langfristig.

Wohin möchtest du in der Lebensdauer der Montierung kommen?

mit den Teleskopen?

Astrokamera oder Dslr?

Guiding: Standalone oder via Laptop / Minipc oder doch lieber via App und RaspberryPi varianten?

Suche mal nach Bildern mit ähnlichen Objektiven und Astrokameras. Vielleicht rüstest du so auf, noch vor der Montierung und Guiding.

Ein Standalone Guider ist nicht unbedingt günstiger im Vergleich zu einer Gudingcam und einem Rechenknecht.

Solange du mit internen Batterien arbeiten kannst, entfällt ein größerer Akku.

Daran erkennst du etwa den Zeitpunkt, wann eine Montierung angeschaft werden sollte.
Bei den derzeitigen Preisen würde ich mit einer Montierung zuwarten wenn der Tracker wiederbelebt werden kann.

Auf einer Montierung mit 15 Kg Instrumentenlast Fotografisch kannst du mit den bestehenden Objektiven ohne Guiding lange nachführen.
Achte auf die Einordnung und teste auch mal bewusst in Nächten um Vollmond.
Da brauchst du keine Stirnlampe und es bieten sich Kugelsternhaufen als Zielgruppe an.
So qewöhnst du dich an die Montierung und das Handling, ohne dass bei jedem Handgriff die Lampe benötigt wird.

Zu Tauheizungen müssen sich andere äussern, da ich keine verwende.
 
Was vielleicht auch noch eine nützliche Information ist, ich habe keinen Laptop, lediglich einen leistungsstarken Computer für die Bildbearbeitung. Nachführungen, welche zwangsläufig auf einen Laptop abgewiesen sind, fallen für mich deshalb leider raus.

Clear Skys
Thomas
Guten Morgen Thomas,

stimmt das hatte ich schon wieder vergessen, dass du einen Tracker erwähnt hattest. Wenn du ohne Laptop nachführen möchtest, brauchst du einen Standalone Guider oder direkt eine Montierung, die das kann. Das ist aber auch eine Preisfrage. Auch könntest du manuell nachführen oder eine Montierung ohne Guider eine zeitlang ungeguidet laufen lassen. Das hat aber auch Grenzen. Ich wollte, als ich vor einem guten Jahr angefangen habe, auch ohne Laptop auskommen und sogar manuell nachführen. Das habe ich aber nie gemacht und jetzt nutze ich eben einen Laptop.

CS Johannes
 
Hallo Mike,

ich hatte auch schon einmal überlegt, ob ich jemanden kenne, der sowas kann und dem ich das auch zutraue. Ist vielleicht wirklich eine Option, sie nochmal gangbar zu machen.

Hast du mal versucht das Stativ mit Gewichten zu stabilisieren?
Das hatte ich damals versucht bzw. auch gemacht. Mittlerweile habe ich ein großes stabiles Stativ, weil das alte mit der Vollformatkamera samt Tele endgültig überfordert war. Das wäre mittlerweile denke ich kein Problem mehr.

Wohin möchtest du in der Lebensdauer der Montierung kommen?

mit den Teleskopen?
Schwierige Frage, letzten Endes soll sie wie gesagt wirklich lange halten, also auch ein zwei Upgrades, sprich Teleskop Anschaffungen mitmachen. Soweit ich das mittlerweile rausbekommen habe, macht oftmals ein ~500mm und später ~1000mm Teleskop Sinn. Ob es das natürlich einmal wird, steht auf einem anderen Stern geschrieben und will ich jetzt gar nicht zur Debatte stellen. Die Montierung sollte solchen Erweiterungen dann aber standhalten.

Ich werde auf jeden Fall mit meiner DSLR beginnen. Wie eingangs schon einmal erwähnt, habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, eine astromodifizierte DSLR anzuschaffen bzw. umbauen zu lassen. Bezüglich Astrokamera habe ich mir bis jetzt ehrlich gesagt noch keine Gedanken gemacht. Tendenziell würde ich das aber aktuell eher verneinen, weil ich schon genug Kameras hier rumliegen habe und erst einmal mit dem Equipment arbeiten möchte, welches ich habe.

Guiding: Standalone oder via Laptop / Minipc oder doch lieber via App und RaspberryPi varianten?
Nachdem was ich bis jetzt herausgefunden habe und ihr mir empfohlen habt, wäre es eine Überlegung, auf dem Gebrauchtmarkt ein kleines leichtes Notebook zu kaufen. Ich gehe stark davon aus, dass man dafür quasi keine Rechenleistung benötigt. Ehe ich für viel Geld in ein Standalone Guiding investiere, ist es vielleicht leichter, wenn ich einfach noch ein Notebook organisiere. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass ich im Bekannten/Freundeskreis jemanden finde, der ein altes Notebook herumliegen hat.
Bezüglich RaspberryPi: Ich kann quasi nicht programmieren. Ich kenne zwar die absoluten Grundzüge in MatLab, aber sonst bin ich absoluter Laie. Je nach erforderlicher Informatikkenntnisse, wäre das vielleicht auch eine Option, ich tendiere dann aber trotzdem eher zum Laptop.

Suche mal nach Bildern mit ähnlichen Objektiven und Astrokameras. Vielleicht rüstest du so auf, noch vor der Montierung und Guiding.
Das werde ich mal machen, wenn ich Zeit habe, vermutlich ab Freitag. Heute und Morgen schaffe ich das nicht. Die Option wäre dann aber nur was, wenn ich meine alte Nachführung wieder gangbar bekomme. Ohne Nachführung will ich eigentlich nicht mehr Astrofotografie betreiben.

Solange du mit internen Batterien arbeiten kannst, entfällt ein größerer Akku.
Je nach dem, wie viel Equipment ich habe, würde ich vielleicht wirklich mal schauen, wie weit ich mit Powerbanks komme. Einen ganz kleinen Blei-Akku mit Zigarettenanzünder habe ich aus früheren Bastellein noch.

Bei den derzeitigen Preisen würde ich mit einer Montierung zuwarten wenn der Tracker wiederbelebt werden kann.
Da ich erst seit kurzem auf der Suche bin, weiß ich nicht, was eine Montierung zu Vorkrisenzeiten gekostet hat. Kannst du mir das Anhand der EQ-Reihe sagen? Sind die aktuell um so viel teurer? Die Frage ist halt auch, wie lange es dauert, bis die Preise wieder sinken. Ich rechne damit eigentlich nicht so schnell. Von dem her muss ich wohl in den sauren Apfel beißen und so viel zahlen, wie es halt kostet.

Auf einer Montierung mit 15 Kg Instrumentenlast Fotografisch kannst du mit den bestehenden Objektiven ohne Guiding lange nachführen.
Sowas hört man gerne. Für mich macht es sowieso Sinn, erst mit "einfachen" Mittel loszulegen und dann nach und nach weiter zu investieren und Equipment dazu zu kaufen. Was mir aktuell halt wichtig ist, dass ich mich mit den jetzigen Investitionen später nicht einschränke. Soweit ich das mitbekommen habe, sollte das mit meiner engeren Auswahl (EQ5, HEQ5, EQ6, oder vergleichbares von iOptron) nicht der Fall sein, oder?

Ich wollte, als ich vor einem guten Jahr angefangen habe, auch ohne Laptop auskommen und sogar manuell nachführen. Das habe ich aber nie gemacht und jetzt nutze ich eben einen Laptop.
Das bekräftigt mich in der Entscheidung, doch einen Laptop irgendwie zu organisieren. Dann wären wir auch wieder beim großen Akku, welcher sich dann auch wirklich lohnen würde.

Danke nochmal für die ganzen Tipps. Über mehr Meinungen, die mich meinem Ziel näher bringen, bin ich natürlich immer erfreut.

Viele Grüße
Thomas
 
Guten Morgen,

ich habe mir jetzt noch einmal viele Gedanken gemacht.

Ich werde mir wohl die EQ5 holen aus verschiedenen Gründen.

Einerseits habe ich hautnah miterlebt, dass die Preise der HEQ5 über Nacht um über 50€ angehoben wurden und soweit ich das aus dem Link oben entnommen habe, sind die Preise für Montierungen im Moment im Steilflug. Die EQ5 scheint mir deshalb aktuell noch am besten zu sein von der Preis-Leistung. => Je günstiger die Montierung, desto weniger zahle ich letzten Endes drauf.

Kann jemand was zu diesem Händler sagen? Dort ist die Montierung aktuell günstiger als beim Rest:


Ein weiterer Grund, wieso ich mich für die kleinere entschieden habe ist das Gewicht. Ich habe mir die Datenblätter nochmal angeschaut und die größeren Montierungen sind mir für den mobilen Einsatz einfach zu schwer. Mir ist klar dass ich z.B. ein Newton 200/1000 damit nicht aufspannen kann, aber kleinere Teleskope werden darauf noch funktionieren, das reicht mir für den Anfang.

Mein Plan für die Zukunft ist, dass wenn ich weiter dabei bleibe und die Montierung zu klein wird ggf. nochmal aufrüste, wobei ich dabei nicht nur meine Equipment, sondern auch meine Wohnsituation mit berücksichtigen werde. Solange ich im dritten Stock wohne, werde ich mir keine größere Montierung holen.

Nochmal vielen Dank für den ganzen Input, der hat mir sehr geholfen.

CS
Thomas
 
Hallo Thomas,

dass du das ganze schwere Geraffel nicht durchs Treppenhaus schleppen möchtest, kann man nachvollziehen. An deiner Stelle würde ich mir Teleskope raussuchen, die dich interessieren könnten und auf deren Gewichte, die hoffentlich korrekt angegeben sind, pauschal 3 kg draufrechnen.
Wenn du dann auf ein Gesamtgewicht von 7kg über den Daumen kommst, kannst du das mit der EQ5 tragen, wenn man die 2/3-Regel berücksichtigt.
Inwieweit die in Stein gemeißelt ist, weiß ich nicht. Wichtig ist dann für dich umso mehr, dass die Gewichte gut ausbalanciert werden, man alles klug anordnet mit kurzen Hebeln.
Was den Händler angeht, habe ich bei diesem einige Teile bestellt und immer zügig bekommen.

CS Johannes
 
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