Rechnen wir mal die einzelnen Kriterien durch.
Durchmesser des Beugungsscheibchens.
In Bogensekunden.
d_ary = 2,44 * 206264,8 *Lambda/D
d_ary= 2,44 * 206264,8 *0,00055mm/90mm = 3,08“
Vereinfachte Formel gilt gerundet für 550nm.
d_ary = 276/D
d_ary = 276/90 = 3,07” Rundungsfehler zu zu obiger Formel.
Radius des Beugungsscheibchens bzw. Auflösung nach Rayleigh
d_ary = 1,22 * 206264,8 *(Lambda/D)
d_ary= 1,22 * 206264,8 (0,00055mm/90mm) = 1,54”
Vereinfachte Formel gilt gerundet für 550nm.
d_ary = 138/D
d_ary = 138/90 = 1,53” Rundungsfehler zu obiger Formel.
Lineares Auflösungsvermögen in lp/mm bei den f/10 diese ED90
SL = 1/(10*0,00055) = 181,18 lp/mm
Lineares Auflösungsvermögen in Bogensekunden.
SA = 206264,8* Lambda/D
SA = 206264,8 * 0,00055mm / 90mm = 1,26”
Du siehst das die Kontrastübertragung weder bei Abständen im Durchmesser des Beugungsscheibchens noch bei Abständen vom Radius des Beugungsscheibchens (Rayleigh)gegen 0 geht sondern erst beim linearen Auflösungsvermögen.
Völlig egal ob man das in lp/mm angibt oder in Bogensekunden.
Das hab ich auch nach wiederholter Lesung deiner Beiträge nicht verstanden.
Es geht um Deine Überzeugung das Du keine Details die kleiner sind wie der Durchmesser des Beugungsscheibchens erkennen kannst.
Wenn Du mal in die MTF oben schaust wo die Kurve bei 3,08“ liegt wirst Du feststellen das hier noch lange nicht Schluss mit der Kontrastübertragung ist.
Du kannst also sehr wohl Kontraste zwischen Linien erkennen die deutlich enger stehen als es dem Durchmesser des Beugungsscheibchens entspricht.
Du kannst sogar Kontraste zwischen Linien erkennen die enger wie der Radius des Beugungsscheibchens stehen.
Es ist erst Schluss wenn wirklich das lineares Auflösungsvermögen erreicht wurde und das liegt deutlich unter dem Radius des Beugungsscheibchens.
Dein Schluss das nichts mehr geht sobald Du das Beugungsscheibchen erkennen kannst ist daher falsch.
Das heißt, bei dem ED 90/900 sehe ich das Airydisk mit Beugungsringen bei Vergr. deutlich kleiner als 90x . Sorry, hab vergessen zu erwähnen dass ich bei dem Sterntest im Freien bereits mit einem 15 mm Oku das Airydisk mit Beugungsringen ausmachen konnte. Das sind genau AP = 1,5 mm entsprechend 60x Vergr.
Ja ganz genau, das habe ich auch erwartet und Dir bereits vorgerechnet ab welcher Vergrößerung das Beugungsscheibchen für Dich sichtbar werden müsste.
http://forum.astronomie.de/phpapps/...4743/Re_Planetennewton_first_light#Post974743
Dann musst Du aber das Beugungsscheibchen bereits bei 64,5 fachger Vergrößerung Rayleigh bzw. 52,9 facher Vergrößerung lineare Auflösung erkennen können.
Du bestätigst also genau meine Vorhersage.
Vereinfacht gesagt musst Du das Beugungsscheibchen ab einer AP von 1,6 erkennen können wenn Du bei AP 0,8 das Rayleigh Kriterium erreichen möchtest.
Immer dran denken Rayleigh ist der Radius nicht der Durchmesser des Beugungsscheibchens.
Bei der Beobachtung von Doppelsternen am Himmel reichen mir bisher 0,8 mm AP.
Und wie ich sehe bestätigst Du genau das auch noch mal.
Grüße Gerd