MTF und Auflösungsvermögen

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Gerd_Duering

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Hallo Kurt,

Das ist keinesfalls einheitlich. Das Auswerte- und Simulationsprogrammn „openFringe“ verwendet bei der MTF- Grafik das Winkelmaß in Bogensekunden (“ ) und nicht l/mm, Aberrator die sog. normierte Ortsfrequenz.
ja das ist schon so aber das ändert nichts daran das eine MTF Kurve (die ideale zumindest) immer bis zur linearen Auflösungsgrenze geht, egal ob das Auflösungsvermögen nun auf 1 normiert in Bogensekunden oder lp/mm angegeben wird.
Das kann nicht anders sein da es in der MTF nun mal um Kontraste zwischen Linien geht.
Formeln zur linearen Auflösung findest Du in Telescope Optics S. 211
Hier mal die ideale MTF einer 90/900 Optik.
 

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Rechnen wir mal die einzelnen Kriterien durch.

Durchmesser des Beugungsscheibchens.
In Bogensekunden.

d_ary = 2,44 * 206264,8 *Lambda/D
d_ary= 2,44 * 206264,8 *0,00055mm/90mm = 3,08“

Vereinfachte Formel gilt gerundet für 550nm.
d_ary = 276/D
d_ary = 276/90 = 3,07” Rundungsfehler zu zu obiger Formel.


Radius des Beugungsscheibchens bzw. Auflösung nach Rayleigh

d_ary = 1,22 * 206264,8 *(Lambda/D)
d_ary= 1,22 * 206264,8 (0,00055mm/90mm) = 1,54”

Vereinfachte Formel gilt gerundet für 550nm.
d_ary = 138/D
d_ary = 138/90 = 1,53” Rundungsfehler zu obiger Formel.

Lineares Auflösungsvermögen in lp/mm bei den f/10 diese ED90

SL = 1/(10*0,00055) = 181,18 lp/mm
Lineares Auflösungsvermögen in Bogensekunden.
SA = 206264,8* Lambda/D
SA = 206264,8 * 0,00055mm / 90mm = 1,26”

Du siehst das die Kontrastübertragung weder bei Abständen im Durchmesser des Beugungsscheibchens noch bei Abständen vom Radius des Beugungsscheibchens (Rayleigh)gegen 0 geht sondern erst beim linearen Auflösungsvermögen.
Völlig egal ob man das in lp/mm angibt oder in Bogensekunden.

Das hab ich auch nach wiederholter Lesung deiner Beiträge nicht verstanden.
Es geht um Deine Überzeugung das Du keine Details die kleiner sind wie der Durchmesser des Beugungsscheibchens erkennen kannst.

Wenn Du mal in die MTF oben schaust wo die Kurve bei 3,08“ liegt wirst Du feststellen das hier noch lange nicht Schluss mit der Kontrastübertragung ist.

Du kannst also sehr wohl Kontraste zwischen Linien erkennen die deutlich enger stehen als es dem Durchmesser des Beugungsscheibchens entspricht.

Du kannst sogar Kontraste zwischen Linien erkennen die enger wie der Radius des Beugungsscheibchens stehen.
Es ist erst Schluss wenn wirklich das lineares Auflösungsvermögen erreicht wurde und das liegt deutlich unter dem Radius des Beugungsscheibchens.

Dein Schluss das nichts mehr geht sobald Du das Beugungsscheibchen erkennen kannst ist daher falsch.

Das heißt, bei dem ED 90/900 sehe ich das Airydisk mit Beugungsringen bei Vergr. deutlich kleiner als 90x . Sorry, hab vergessen zu erwähnen dass ich bei dem Sterntest im Freien bereits mit einem 15 mm Oku das Airydisk mit Beugungsringen ausmachen konnte. Das sind genau AP = 1,5 mm entsprechend 60x Vergr.
Ja ganz genau, das habe ich auch erwartet und Dir bereits vorgerechnet ab welcher Vergrößerung das Beugungsscheibchen für Dich sichtbar werden müsste.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...4743/Re_Planetennewton_first_light#Post974743

Dann musst Du aber das Beugungsscheibchen bereits bei 64,5 fachger Vergrößerung Rayleigh bzw. 52,9 facher Vergrößerung lineare Auflösung erkennen können.

Du bestätigst also genau meine Vorhersage.

Vereinfacht gesagt musst Du das Beugungsscheibchen ab einer AP von 1,6 erkennen können wenn Du bei AP 0,8 das Rayleigh Kriterium erreichen möchtest.
Immer dran denken Rayleigh ist der Radius nicht der Durchmesser des Beugungsscheibchens.

Bei der Beobachtung von Doppelsternen am Himmel reichen mir bisher 0,8 mm AP.

Und wie ich sehe bestätigst Du genau das auch noch mal.

Grüße Gerd
 
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Hallo Zusammen,

man sollte allerdings die verschiedenen Fälle differenzieren. Bei Sternen kann man ja Beugungsfiguren buchstäblich sezieren. Bei flächigen Objekten eben nicht. Ich versuche das mal anschaulich darzustellen.

Wichtig ist einfach mal grundsätzlich zu verstehen, dass ein Teleskop ein Detail einfach nicht kleiner abbilden kann, als die Beugungsfigur, also das Beugungsscheibchen mit den umgebenden, unendlich vielen Beugungsringen - von denen in der Praxis deutlich weniger als unendlich viele beobachtbar sind.
Ein typisches "Detail" das kleiner als das Beugungsscheibchen ist und "dennoch" abgebildet wird ist ein Stern. Allerdings wird seine Abbildung auf das Ausmaß der Beugungsfigur "vergrößert" oder besser seine Lichtmenge wird darauf verteilt.
Zum grundsätzlichen Verständnis gehört nun, dass bei der Betrachtung eines Details in einer homogenen Fläche sich quasi für jeden winzigsten Flächenbestandteil der Licht aussendet eine Beugungsfigur bildet. Diese Figuren überlagern sich gegenseitig und dadurch beeinflussen sie gegenseitig ihren Kontrast. Ein schwarzer Punkt in heller Fläche wird eben durch die Beugungsfiguren seiner Umgebung mit Helligkeit "aufgefüllt", was den Kontrast mindert. Und das umso mehr, je kleiner der Punkt gegenüber dem Beugungsscheibchen wird. Wird der Punkt kleiner als das Beugungsscheibchen, dann wird in "sein Beugungsscheibchen" (das es nur virtuell gibt, weil kein Licht eben auch keine Abbildung hat) nicht nur Licht aus Beugungsringen benachbarter Bildbereiche, sondern sogar das deutlich hellere Licht aus den Beugungsscheibchen benachbarter Bereiche gestrahlt. Und ab da geht es dann mit dem Kontrast rapide abwärts. Aber: Ein schwarzer Punkt mag noch so klein sein - seine "Energie" fehlt in der Fläche, also wird er einen Anteil an der Abbildung haben. Die MTF geht einfach nicht auf null, nur dem Rechner gehen die Kommastellen aus. Wenn man so will ist das ganze in der Praxis ein eher numerisches Problem.

Am Ende wird letztendlich ab unterschreiten der Größe des Beugungsscheibchens irgendwann der Punkt erreicht, an dem der Sensor (Auge, CCD, entrauschte CCD-Serienaufnahmen) die Schwelle zwischen Punkt und Umgebung nicht mehr darstellen=erkennen kann. Dann kann man sagen "Kontrast praktisch null" - hängt vom Sensor ab und vom Kontrast zwischen Punkt und Umgebung im Urbild.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Gerd


Aha, anhand der Grafik kann man gut erkennen, was in der MT-Funktion an den Koordinatenachsen steht.

- links auf der Ordinate (y-Achse) ist der Kontrast abgetragen
- auf der Abszisse (x-Achse) ist die Auflösung abgetragen.

Anschaulich ist klar, dass keine Optik einen 0%igen Kontrast abbilden kann. Auch sieht selbst ein Blinder einen 100%igen Kontrast.

So weit, so gut.

Wie ist hier eigentlich der Wert der Auflösung bei 100%igem Kontrast?
Die Werte werden ja auf der x-Achse nach rechts immer kleiner.

Es müsste doch jetzt zu jeder noch so kleinen Auflösung einen (ebenfalls sehr kleinen) Kontrastwert geben und umgekehrt. Also müsste sich die Kurve der x-Achse nach rechts immer mehr anschmiegen, sich also asymptotisch annähern. Es dürfte keine Nullstelle geben.


Ist das so richtig interpretiert?


Viele Grüße,
Christian
 
Hallo Christian,

Keine Nullstelle: Theoretisch ja, praktisch gibt es eine Wahrnehmungsschwelle, egal ob Auge oder ein beliebiger Sensor. Steht nicht im Widerspruch zueinander.
Die erste Frage ist glaube ich falsch gestellt.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Christian,

Es müsste doch jetzt zu jeder noch so kleinen Auflösung einen (ebenfalls sehr kleinen) Kontrastwert geben und umgekehrt. Also müsste sich die Kurve der x-Achse nach rechts immer mehr anschmiegen, sich also asymptotisch annähern. Es dürfte keine Nullstelle geben.
ja so ist es.

@Sven

Wichtig ist einfach mal grundsätzlich zu verstehen, dass ein Teleskop ein Detail einfach nicht kleiner abbilden kann, als die Beugungsfigur, also das Beugungsscheibchen mit den umgebenden, unendlich vielen Beugungsringen - von denen in der Praxis deutlich weniger als unendlich viele beobachtbar sind.
Hast Du Dir schon mal durchgelesen was Du hier schreibst?
Jetzt erzählst Du das kein Detail kleiner als die ganze Beugungsfigur also inklusive der Beugungsringe sichtbar sein soll.
Wie Du ebenfalls ja durchaus richtig schreibst sind das theoretisch unendlich viele Beugungsringe und damit ist die Beugungsfigur unendlich groß.
Nun wenn diese unendlich groß ist aber kein Deteil sichtbar würde was kleiner wie die ganze unendlich große Beugungsfigur ist dann überleg mal was Du dann noch sehen könntest.

Am Ende wird letztendlich ab unterschreiten der Größe des Beugungsscheibchens irgendwann der Punkt erreicht, an dem der Sensor (Auge, CCD, entrauschte CCD-Serienaufnahmen) die Schwelle zwischen Punkt und Umgebung nicht mehr darstellen=erkennen kann. Dann kann man sagen "Kontrast praktisch null" - hängt vom Sensor ab und vom Kontrast zwischen Punkt und Umgebung im Urbild.

Hier liegt die Betonung auf irgendwann denn der Punkt wird erst bei wesentlich kleineren Details erreicht als der Durchmesser des Beugungsscheibchens.

Um mal diese Denkblokade die hier wohl vorliegt etwas zu lockern soll mal die PFS betrachtet werden.
 

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Die beiden zum 1. Minimum senkrechten Linien markieren den Durchmesser des Beugungsscheibchens, das zeigt wie groß das eigentlich ist.
Wie man sieht zeigt sich hier eine Glockenförmige Kurve der Intensitätsverteilung.
Es ist ja nicht so das das Beugungsscheibchen ein gleichmäßig heller Fleck wäre mit rechteckigen Flanken.
Aber nur dann würde Svens Verständnis der Materie zutreffen.
Denn dann ergäbe sich in der Tat bereits eine gleichmäßige helle Fläche wenn sich die Beugungsscheibchen berühren.

Nun ist dem aber nicht so und es können sich 2 Beugungsscheibchen durchaus deutlich überlappen und es ist trotzdem noch ein Unterschied der beiden Intensitätsmaxima der einzelnen Beugungsscheibchen zur dazwischenliegenden Einsenkung erkennbar.
Freilich mit schwächerem Kontrast aber immer noch erkennbar.
Deshalb reicht für Rayleigh eben auch eine Distanz im Radius des Beugungsscheibchens aus.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

Du bemühst Dich hier um die Darlegung von sichtbaren Details im Beugungsscheibchen und sprichst durchgängig von einem (1) Beugungsscheibchen.

Jedes in einem sochen Beugungsscheibchen enthaltene Detail sollte nach meinem (sicher in dieser Sache) bgrenzten Verständnis weitere, kleinere Beugungsfiguren erzeugen.
Wie sieht es mit deren Sichtbarkeit praktisch aus?

Zwei überlappenede Beugungsscheibchen können da nicht zur Beweisführung für unzureichendes Verständnis der Materie herhalten. Das Zustandekommen einer Doppelstern-8 kann sogar ich mir erklären. 2 die sich überlappen sind nicht 1 und nicht ineinander enthalten.
Die Erkennbarkeit von Linien (Spinnfäden, Mondrillen pp) weit unterhalb der Auflösungsgrenze hilft da auch nicht weiter, sie sind ja nicht in einem "übergeordneten" Beugungsscheibchen oder einer Beugungsfigur enthalten.

Ich entschuldige mich schon vorsorglich für holprige Ausdrucksweise.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Gerd,

das ist jetzt wieder eine Provokation, oder? Sollte es Dir entgangen sein, dass die unendlich große Beugungsfigur nicht überall gleich hell ist? Sicher nicht. Das nur für Mitleser, mir war klar, dass Du händeringend etwas suchen würdest.

Mfg
Sven
 
hallo,

ich denke es ist keine Provokation, sondern Missverständnisse entstehen leicht wenn man liest:

Wichtig ist einfach mal grundsätzlich zu verstehen, dass ein Teleskop ein Detail einfach nicht kleiner abbilden kann, als die Beugungsfigur...

Aber: Ein schwarzer Punkt mag noch so klein sein - seine "Energie" fehlt in der Fläche, also wird er einen Anteil an der Abbildung haben.

Sehr gute Diskussion, ich habe mich oft gefragt wieso ein Beugungscheibchen einen definierten Durchmesser hat wenn es doch eine Glockenkurve ist, und woher der Faktor 1,22 kommt wenn er beim linearen Auflösungsvermögen gar nicht vorkommt. So ist es mit den Konventionen, man soll sie nicht für Gesetze halten. Diese Grundlagen kann man sich nicht gut genug zu eigen machen!

lg Tommy

 
Hallo Günther,

Du bemühst Dich hier um die Darlegung von sichtbaren Details im Beugungsscheibchen und sprichst durchgängig von einem (1) Beugungsscheibchen.

das ist falsch, es gibt keine Objekt Details innerhalb eines einzelnen Beugungsscheibchen!
Und ich spreche wenn es um Auflösung geht auch nicht nur von einem Beugungsscheibchen.

Zitat von Gerd_Duering:
Nun ist dem aber nicht so und es können sich 2 Beugungsscheibchen durchaus deutlich überlappen und es ist trotzdem noch ein Unterschied der beiden Intensitätsmaxima der einzelnen Beugungsscheibchen zur dazwischenliegenden Einsenkung erkennbar.

Und es sollte doch auch selbstverständlich sein das wen es um Auflösungsvermögen geht um mindestens 2 Punkte geht.
Was willst Du bei einem einzigen auch auflösen?

Jedes in einem sochen Beugungsscheibchen enthaltene Detail sollte nach meinem (sicher in dieser Sache) bgrenzten Verständnis weitere, kleinere Beugungsfiguren erzeugen.

In einem einzelnen Beugungsscheibchen sind grundsätzlich keinen Objekt Details vorhanden.

Das ändert aber nichts an der Tatsache das sich verschiedene Beugungsscheibchen bis zu einem gewissen Grad überlagern dürfen und trotzdem noch die maxima der jeweiligen Beugungsscheibchen voneinander unterschieden werden können und sich noch nicht in einer gleichmäßigen Flächenhelligkeit vereinigen.
Natürlich kommt aber auch der Punkt wo der Kontrast zwischen den Maxima der einzelnen Beugungsscheibchen dann gegen 0 geht und eine Trennung praktisch nicht mehr möglich ist.

Und wenn sich verschiedene Beugungsscheibchen Überlappen dürfen und deren Maxima trotzdem noch voneinander unterschieden werden können heißt das logischerweise das Details sichtbar sein müssen die kleiner als der Durchmesser eines einzelnen Beugungsscheibchens sind.
Die Grenze wo der Kontrast zwischen den einzelnen Maxima verschiedener Beugungsscheibchen gegen 0 geht ist bei der linearen Auflösung erreicht.
Und das ist bei Abständen von 1/2,44 des Durchmessers eines Beugungsscheibchens der Fall.

@Sven

das ist jetzt wieder eine Provokation, oder?

Ich hab das so wiedergegeben wie Du es geschrieben hast.
Du hast nun mal ausdrücklich von der kompletten Beugungsfigur gesprochen und nicht nur vom Beugungsscheibchen.
Wie Du das aber nun genau gemeint hast steht Dir selbstverständlich frei richtigzustellen.
Wo ist Dein Problem?

Grüße Gerd
 
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Hallo Gerd,

ich sehe darin auch keine Provokation. Ich denke, wenn man sich über ein solches Thema unterhält, dann sollte man die Begrifflichkeiten schon exakt verwenden und die Sachverhalte dahinter kennen.
Insofern existiert sehr wohl ein Unterschied zwischen der kompletten Beugungsfigur und dem Beugungscheibchen. Was Du klar abgegrenzt hast.

Weiter - hier in der Diskussion jetzt nicht geschehen - kann ich mich persönlich nicht damit anfreunden, Nyquist-Theorem einfach mal so aus dem Ärmel zu schütteln. Eine ganz interessante Diskussion zu dem Thema findet sich hier. http://starizona.com/acb/ccd/advtheorynyq.aspx

Gruss,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

Du provozierst doch und zwar massiv.
Du sprichts von einem (1) Beugungsscheibchen und gehst darüber hinweg indem Du mich im Auszug zitierst und darunter schreibst:
Das ist falsch.

Sven zitierst Du hingegen Auszugsweise heraus um ihm dann mit exakter Wortfestlegung abzuqualifizieren.
Das was Du sagen wolltest, geht auch ohne persönliche und herabwürdigende Bezugnahme.

Du widersprichst letzlich der Aussage von Sven in keinster Weise tust aber alles um den Widerspruch hineinzuzelebrieren.
Was Du ansonsten zur Sache sagst steht meinem Verständnis nun nicht mehr im Wege.

Wer auf die Idee verfällt, Sven Wienstein will mit seinen Aussagen die unendliche Beugungsfigur bis in ihre unsichtbaren Tiefen in die Diskussion zum Informationsgehalt des Beugungsscheibchens und zu dessen Anwendug bei Doppelsterntrennung einführen kann an einer sachlichen Diskussion seiner Aussage nicht interessiert sein, gerade dann nicht, wenn er Sachkunde für sich beansprucht.

Schönen Tag noch

*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
hallo,

ich sehe keinen Widerspruch und keine Provokation, könnt ihr mal bitte vom Gas steigen? Sonst macht die Diskussion hier überhaupt keinen Spass mehr.

Innerhalb eines Beugungsscheibchens sind keine Einzeldetails sichtbar, aber durch die glockenförmige Lichtverteilung können durch die Überlagerung mehrerer Beugungsscheibchen sehr wohl Informationen kleiner als das Beugungsscheibchen sichtbar werden. Da haben wir doch Konsens.

Was mich an dieser Definition des Beugungsscheibchens ("bis zum ersten Minimum") immer gestört hat, ist dass es nicht identisch mit dem visuell sichtbaren Beugungsscheibchen ist. Das wird ja eher als scharf begrenzt wahrgenommen, mit der "Grenze" wahrscheinlich irgendwo bei der FWHM der Glockenkurve. Und ist damit deutlich kleiner als das nach der Defonition "erstes Minimum". Ich wäre sehr für eine entsprechende Definition, welche dann auch dem visuellen Eindruck nahekommt.

lg Tommy
 
Hast Du Dir schon mal durchgelesen was Du hier schreibst?
Jetzt erzählst Du das kein Detail kleiner als die ganze Beugungsfigur also inklusive der Beugungsringe sichtbar sein soll.
Um mal diese Denkblokade die hier wohl vorliegt etwas zu lockern soll mal die PFS betrachtet werden.
Aber nur dann würde Svens Verständnis der Materie zutreffen.
Ich hab das so wiedergegeben wie Du es geschrieben hast.
Du hast nun mal ausdrücklich von der kompletten Beugungsfigur gesprochen und nicht nur vom Beugungsscheibchen.
Wie Du das aber nun genau gemeint hast steht Dir selbstverständlich frei richtigzustellen.
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Hallo Tommy,

Wie rosarot muss eine Schweißerbrille denn bitte sein um nicht zu erkennen, dass hier der an anderern Stellen mehrfach durch die Forenleitung unterbundene Versuch der persönlichen Demontage weiter geführt wird?
Die Sache war Herrn Düring aber auch so was von egal, denn wie Du schon richtig bemerkt hast, da sieht man keinen Widerspruch.

Das wars Tommy, danke fürs Gespräch.
Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Gerd,

was du da schreibst ist hoffentlich für theoretisch interessierte Einsteiger interessant. Deshalb finde ich es auch gut dass du das bringst. :applaus: Für mich ist das nur mit zusätzlicher Arbeit verbunden weil ich dir die Antwort nicht schuldig bleiben möchte :schwitz:.
... Es geht um Deine Überzeugung das Du keine Details die kleiner sind wie der Durchmesser des Beugungsscheibchens erkennen kannst…
Derartige Überzeugung hab ich nicht und hab sie nach meiner Erinnerung auch nirgends geäußert. Falls doch, bitte zitieren!

Davon mal abgesehen noch eine Ergänzung zu deinem Rechenbeispiel mit dem 90/900 Refraktor (nur für vis. Beobachtung gültig):

Wenn man typischerweise parallele Linien in Abstand kleiner 1,54" (Rayleigh) größer 1,26" noch als getrennt erkennen will dann muss der Bilkontrast Kb hoch sein, kann er aber gemäß MTF nicht, wie deine MTF Kurve zeigt! Angenommen der Ojektkontrast (Ko) sei idealerweise = 1. Dann ist nach deiner MTF- Grafik der Bildkontrast (Kb) bei 1,54“ Linienabstand nur noch ca. 0,05 und bei 1,26“ geht Kb gegen 0. Bei null Kontrast gibt es nix mehr zu differenzieren. Das ist trivial. Die Frage ist eher, kann das Auge noch Linien mit Kb <=0,05 unterscheiden und falls ja welche AP ist dabei optimal. Es gibt Experten die sagen bei diesem Kontrast ist Ende fürs Auge. Jedenfalls gehört dazu eine Mindesthelligkeit der Objekte. Außerdem ist Io zwischen beachbarten Strukturen z. B. in den Bändern von Jupiter oder Saturn deutlich kleiner als 1 und somit Ib in fraglichen Bereich ebenfalls deutlich kleiner als 0,05. Die Chance auf Erkennbarkeit bei 1,54" Abstand geht damit gegen. Mit kleinerer AP wird auch noch zwangsläufig die Bildhelligkeit gemindert. Man daher auch keine Chance durch „Übervergrößerung“ entsprechend AP << 1 die Erkennbarkeit von schwachkontrastigen Planetendetails zu erzwingen.

Man kann aber durchaus Bilddetails im Bereich < =1,54“ Abstand erkennen, wenn Ib und die Helligkeit hoch sind. Das wäre z. B. gegeben im Falle Abstand 1. Beugungsring – scheinbarer Rand Beugungsscheibchen bei hellen Sternen. (Mir sir nicht erst seit heute klar dass die Helligkeitsverteilung im Beugunggscheibchen mit der PSF beschrieben wird :cool:). Dazu reicht für mich bei dem Versuch mit dem künstl. Stern bereits 60x Vergr. entsprechend AP = 1,5 mm. Diese AP ist aber nicht optimal sondern näherungsweise die Untergrenze gültig für mein (rechtes) Auge. Das sind aber keine Mond- oder Planetendetails sondern reine Beugungseffekte bei der Abbildung von nahezu punktförmigen Lichtquellen.

Wenn man weiß dass es sich ausschließlich um Sterne handelt kann man diese auch dann noch trennen wenn der Winkelabstand erheblich kleiner ist als nach dem Rayleigh- Kriterium berechnete. Nach dem anhängigen Bild könnte man bei dem gegebenen Teleskop auch Doppelsterne im Abstand 0,50" als getrennt betrachten, weil die Beugungsfigur nicht mehr kreisrund ist wie es sich für eine Punkquelle gehört sondern offensichtlich elliptisch gestreckt erscheint. Dabei spielt es keine Rolle ob das Teleskop perfekt ist oder eine relativ dicke Macke z. B. in Form von sphärischer Aberration hat. Daraus folgt wiederum dass die erkannte Trennung von Doppelsternen nicht allzu viel über die opt. Qualität eines Teleskops aussagt.

Gruß Kurt
 

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hallo Kurt,

danke für deinen Beitrag!

Hier ist deutlich ersichtlich, dass die Definition des Beugungsscheibchens als "bis zum ersten Minimum gehend" dem visuellen Eindruck des Beugungsscheibchens als mehr oder weniger begrenzte zentrale Aufhellung überhaupt nicht entspricht. Ich plädiere daher dafür, diesen Begriff zu verfeienern. Was meinst du dazu, und was könnte nach deiner Meinung eine gute Definition sein?

lg Tommy
 
Hallo Kurt, danke für die Simulation. :super:


Mein Teleskop (100/1000mm FH) soll ja nun einen Strehl(Polystrehl) von 0,73 haben. Nun hast du diese Fehlergröße durch eine recht starke Sphärische Aberration simuliert. Ich kenne mich nicht aus und kann deshalb nicht sagen, ob das sich genauso auswirkt.

Aber bei meinen Doppelsternbeobachtungen habe ich den (1)Beugungsring nicht annähernd so stark gesehen, ja ich möchte sagen, ich habe ihn gar nicht gesehen. Das mag aber auch an der recht bescheidenen Vergrößerung von max 143fach gelegen haben.

Am 150/1200mm TAL Newton, das ebenfalls einen Strehl in der Region hat (Kugelspiegel f/8 + 27%Obstruktion) habe ich den Beugungsring auch nie so stakt gesehen. Ich meine mich aber zu erinnern, ihn gesehen zu haben. Da muss ich demnächst noch mal durchschauen.


Das man daraus nicht auf die Qualität der Optik schließen kann ist richtig (auch ich lerne gern dazu), zumindest kann man keine vollständige Aussage treffen. Man kann nur so viel sagen, dass das Fernrohr die Beugungsfigur zeigt und keinen verwaschenen Fleck, was natürlich auch schon eine wichtige Aussage ist.





Viele Grüße,
Christian


PS: Struve 3050 (1.7" Abstand, 6.6 mag, 6.6 mag) konnte ich mit Zwischenraum trennen.

Zum Thema "Split" bzw. was für Doppelsternbeobachter ein "Split" ist hier mal eine Seite:
http://bestdoubles.wordpress.com/faq/#split
 
Hallo Tommy,

hallo Kurt,

danke für deinen Beitrag!

Hier ist deutlich ersichtlich, dass die Definition des Beugungsscheibchens als "bis zum ersten Minimum gehend" dem visuellen Eindruck des Beugungsscheibchens als mehr oder weniger begrenzte zentrale Aufhellung überhaupt nicht entspricht. Ich plädiere daher dafür, diesen Begriff zu verfeienern. Was meinst du dazu, und was könnte nach deiner Meinung eine gute Definition sein?

lg Tommy
gern geschehen :) Aber zu einer verfeinerten Definition fällt mir so spontan nichts ein. Man muss auch noch berücksichtigen dass bei hoch vegrößerten schwachen Sternen das Beugungsscheibchen weniger groß erscheint als bei hellen. Diesen Effekt kann man bei der Beobachtung heller,eng stehender DoS. nutzen indem man ein Graufilter verwendet.

Gruß Kurt
 
Hallo Christian,

freut mich dass du der Simulation etwas abgewinnen kannst.

Mein Teleskop (100/1000mm FH) soll ja nun einen Strehl(Polystrehl) von 0,73 haben. Nun hast du diese Fehlergröße durch eine recht starke Sphärische Aberration simuliert. Ich kenne mich nicht aus und kann deshalb nicht sagen, ob das sich genauso auswirkt.

Es ist schon mehr als 10 Jahre ger dass ich mit einem ähnlichen refraktor intensiv beobachtet habe. Daher kann ich dir nicht aus erfahrung berichten ob sich der wg. Farbfehler geminderte Polystrehl ähnlicgh wenig auf die DoS. auswirkt wie SA. Du kannst aber einen einfachen Versuch mit einen Grünfilter machen ob sich damit die Trennbarkeit merklich verbessert oder nicht. Ich gehe man davon aus dass dein Refraktor einen Grünstrehl von nahe 1 hat.

...Aber bei meinen Doppelsternbeobachtungen habe ich den (1)Beugungsring nicht annähernd so stark gesehen, ja ich möchte sagen, ich habe ihn gar nicht gesehen...

Das wird verständlich wenn man weiß dass das Simulatiunsprogramm in Verbindung mit der Bildwiedergabe über den Monitor das Intensitätsverhältnis Ringe/Beugungsscheibchen überproportional wiedergibt. Das Programm nimmt auch keine Rücksicht auf die oft sehr großen Unterschiede der Sternhelligkeiten drr Doppelsternpartner. Bei der Simulation geht es auch hauptsächlich um die mit steigenden Winkelabstand wachsende Abweichung von dem Kreisrundheit des Beugunggscheibchens.

Wen ich aber einen sehr hellen künstlichen Stern nehme wie meine rote Laserdiode, dann kann ich bei Tageslicht und bedektem Himmel sogar mehrere Beugungsringe klar erkennen.
...Man kann nur so viel sagen, dass das Fernrohr die Beugungsfigur zeigt und keinen verwaschenen Fleck, was natürlich auch schon eine wichtige Aussage ist.

Das sehe ich auch so und würde noch eins draufsetzen: Weitere Prüfung lohnt sich nicht. Ab in die Kiste und zurück zum Lieferanten!

Gruß Kurt
 
Kurt, danke für die Rückmeldung :)

Ja stimmt, die Sichtung des Beugungsrings wird durch die Luftunruhe und durch die Sternhelligkeit beeinflusst. Jedenfalls ist es gut, dass das Beugungsscheibchen immer gut zu sehen ist. Ich bin mit der Abbildung des 4 Zoll Fernrohrs sehr zufrieden.


Zum Testen des Fernrohres bietet sich dem Einsteiger folgende Möglichkeiten.
(so steht es oft in "alten" Astroführern wie z.B. Lindners Astroführer)

- 1 - Kontrolle des Auflösungsvermögens an Doppelsternen
- 2 - Test des Helligkeitsgewinns (Grenzgröße)
- 3 - Bestimmung des Sehfelddurchmessers (für jedes Okular)

Erst im Laufe der Zeit gewinnt man dann Eindrücke über die Detailauflösung des eigenen Fernrohrs an Planeten, dem Mond, und Deep Sky.


Interessant ist auch, dass man durch CCD-Aufnahmetechnik nahezu das theoretische Auflösungsvermögen abrufen kann.



Gruß,
Christian
 
Hallo Kurt,
Die Frage ist eher, kann das Auge noch Linien mit Kb <=0,05 unterscheiden und falls ja welche AP ist dabei optimal. Es gibt Experten die sagen bei diesem Kontrast ist Ende fürs Auge.
Das Auge kann sogar noch Kontraste von 0.005 unterscheiden.
Allerdings nicht mehr mit maximaler Auflösung (Ortsfrequenz) und nur bei ausreichend Beleuchtung.
Die oft genannte 1 Bogenminute schafft das Auge nur bei harten Kontrasten und viel Licht.

Welche AP dazu nötig ist, das wird man eher schlecht berechnen können. Hängt ganz klar von den Eigenschaften des Objekts ab und das Auge ist ein extrem nichtlinearer Detector.
Am besten geht es wahrscheinlich mit einem gut gestuften Okularsatz. ;)

Ein Satz noch zu der MTF:
Die Modulation wird (fast) immer als sinusförmig definiert.
Reale Objekte wie Gartezäune oder Encke-Teilungen haben dann andere Wahrnemungschancen.

Vieleicht kann das die eine oder andere Diskrepanz erklären.

Viele Grüße
Kai



 
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Hallo Kai,

vielen Dank für die Anmerkungen.

Das Auge kann sogar noch Kontraste von 0.005 unterscheiden.
Allerdings nicht mehr mit maximaler Auflösung (Ortsfrequenz) und nur bei ausreichend Beleuchtung.
Die oft genannte 1 Bogenminute schafft das Auge nur bei harten Kontrasten und viel Licht...

Nur Mist dass man das auf einem PC- Bildschirm nicht mehr simulieren kann. Hast du vielleicht eine Idee wie man das anstellen könnte? Aber wie auch immer, bei der Abbildung eines Sinusgitters mit unserem Muster- Refraktor 90/900 wird bei Linienabstand von ca. 1,2“ nix mehr aufgelöst. Wenn ich das richtig verstanden habe verschwimmen dann die Gitterbalken Balken zu einer uniformem Fläche die auch mit dem besten Sensor nicht mehr als Liniengitter aufgelöst werden kann. DoS. mit gleichem Winkelabstand sieht man dann aber immer noch so ungefähr wie eine 8 aussehen.

... Ein Satz noch zu der MTF:
Die Modulation wird (fast) immer als sinusförmig definiert.
Reale Objekte wie Gartezäune oder Encke-Teilungen haben dann andere Wahrnemungschancen....

In meinem "Lexikon der optik" sind die MTF für Sinusgitter und Rechteckgitter dargestellt. Der Unterschied im Verlauf der beiden Kurven ist aber nicht sooo dramatisch. Sie laufen auch beide bei derselben normierten Ortsfrequenz 1,2 gegen Null. Für weniger sachkundige Leser:

Sinusgitter bedeutet dass der Wechsel von hell- dunkel- hell usw. zwischen den "Gittersräben" einer Sinuskurve folgt.

Beim Rechtechgitter ist es so ähnlich wie pechkoltrabeschwarze Latten eines Lattenzauns vor eine weißen Hauswand.

Die MTF kann für irregulär geformdte flächige Objekte nur als Näherung verstanden werden. Die Encke ist nur eine einzelne schmale, dunkle Linie auf hellen Grund. Ihre scheinbare Breite ist viel geringer << 1“ (hab vergessen wie breit genau). Trotzdem hab ich sie schon mit 8“ bei sehr gutem Seeing zweifelsfrei sehen können. Dazu braucht man noch nicht einmal besonders hoch zu vergrößern. Nach meiner Erinnerung war es 200x.

Gruß Kurt

 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Kurt,
In meinem "Lexikon der optik" sind die MTF für Sinusgitter und Rechteckgitter dargestellt. Der Unterschied im Verlauf der beiden Kurven ist aber nicht sooo dramatisch. Sie laufen auch beide bei derselben normierten Ortsfrequenz 1,2 gegen Null.
Ja, stimmt. Hier ist auch so eine Darstellung zu finden: ---> klick
Wenn Null dann Null. Aus die Maus ;(

Die Encke ist nur eine einzelne schmale, dunkle Linie auf hellen Grund. Ihre scheinbare Breite ist viel geringer << 1“
Ich kann allen nur empfehlen, einmal Deinen Versuch mit der roten Laserdiode (ohne Optik) auszuprobieren.
Ich habe dazu die Diode an einen 100m entfernten Gartenzaun geklebt und war erstaunt wie groß das Beugungsscheibchen im Vergleich zu den Linien-Strukturen der Holzmaserung waren.

Schönen Abend
Kai
 
Hallo Kai,

....Ich kann allen nur empfehlen, einmal Deinen Versuch mit der roten Laserdiode (ohne Optik) auszuprobieren.
Ich habe dazu die Diode an einen 100m entfernten Gartenzaun geklebt und war erstaunt wie groß das Beugungsscheibchen im Vergleich zu den Linien-Strukturen der Holzmaserung waren.

Das ist eine sehr guter Vorschlag zur rechten Zeit :super:. Bis vor kurzen hab ich die Maserung an 1 km weit entfernten Holzmasten eine Stromleitung als Tages-Testtobjekte verwendet. Die Masten sind aber verschwunden :(.

Gruß Kurt
 
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Hallo Christian,

- 1 - Kontrolle des Auflösungsvermögens an Doppelsternen

es reicht völlig wenn man an einem hinreichend hellen Einzelstern einen geschlossenen Beugungsring sieht. Dann trennt das Teleskop garantiert auch jeden sichtbaren Doppelstern im Abstand nach den Rayleigh-Limit und auch noch deutlich darunter. Ich will damit nichts gegen die Beobachtung von Doppelsternen sagen, aber der Test am Einzelstern oder an einen künstlichen Stern in einigen 10 m Abstand geht schneller. Wenn es dann deutlich unrund aussieht Teleskop ab in die Kiste und zurück an Lieferanten. Das Objektiv ist dann nämlich nicht richtig kollimiert.

Lt. Markus Ludes kommt so etwas bei TAL und anderen Herstellern nur sehr selten vor. Ich meine, falls doch dann ist es für den Käufer der ein unproblematisches Teleskop erwartet unzumutbar und vielfach sogar unmöglich die Kollimation zu sanieren.

- 2 - Test des Helligkeitsgewinns (Grenzgröße)

eigentlich überflüssig. Die Grenzgröße ist durch den Objektivdurchmesser und natürlich auchdurch die aktuelle Transmission des Himmels vorbestimmt. Bei den heute üblichen Vergütungen liegt der Lichtverlust wg. der Teilreflecxionen an den Glas - Luftflächen insgesamt bei < 5%. Die Transmissionsverluste der Linsengläser kann man bei kleineren und mittleren Refraktoren getrost vergessen.


Gruß Kurt

 
Hallo Günther,

Zitat von *entfernt*GMS:

nun wer hier provoziert das zeigst Du doch gerade ganz deutlich, Du unterstellst mir ich würde von sichtbaren Details innerhalb eines Beugungsscheibchens schreiben was allein schon frech genug ist und dann hast Du noch die Unverschämtheit Dich darüber zu beschweren wenn ich das richtigstelle.
Sag mal geht’s noch?

Zitat von *entfernt*GMS:
Du bemühst Dich hier um die Darlegung von sichtbaren Details im Beugungsscheibchen und sprichst durchgängig von einem (1) Beugungsscheibchen.
Ich habe weder behauptet das innerhalb eines Beugungsscheibchen Objekt Details zu sehen sind noch spreche ich durchgehend von einem Beugungsscheibchen.

Beides sind Unterstellungen und da werd ich wohl noch schreiben dürfen das die falsch sind.

Und Deinen Unsinn hier.

Zitat von *entfernt*GMS:
Jedes in einem sochen Beugungsscheibchen enthaltene Detail sollte nach meinem (sicher in dieser Sache) bgrenzten Verständnis weitere, kleinere Beugungsfiguren erzeugen.

Hatte ich eigentlich recht höflich und völlig ohne irgendwelche herabwürdigende Kommentare richtiggestellt.

Zitat von Gerd_Duering:
In einem einzelnen Beugungsscheibchen sind grundsätzlich keinen Objekt Details vorhanden.

Wenn Du darin eine Provokation sehen willst dann zeigt das nur Deine Unfähigkeit Kritik anzunehmen.

Zitat von *entfernt*GMS:
Sven zitierst Du hingegen Auszugsweise heraus um ihm dann mit exakter Wortfestlegung abzuqualifizieren.
Das was Du sagen wolltest, geht auch ohne persönliche und herabwürdigende Bezugnahme.

Nun der Auszug ist ja schon recht lang und falls es Dir nicht aufgefallen sein sollte.

Zitat von Gerd_Duering:
Hast Du Dir schon mal durchgelesen was Du hier schreibst?
Ist eine Frage und sollte Sven dazu auffordern sich noch mal genau anzuschauen was Er geschrien hatte denn das ist und bleibt Unsinn.

Zitat von Sven_Wienstein:
Wichtig ist einfach mal grundsätzlich zu verstehen, dass ein Teleskop ein Detail einfach nicht kleiner abbilden kann, als die Beugungsfigur, also das Beugungsscheibchen mit den umgebenden, unendlich vielen Beugungsringen - von denen in der Praxis deutlich weniger als unendlich viele beobachtbar sind.

Es kann ja mal passieren das man sich falsch ausdrückt und es wäre kein Thema gewesen auf meine Frage zu antworten das Er es wohl etwas anders gemeint hat als Er es dort geschrieben hatte.
Im Gegensatz zu Dir unterstelle ich hier nicht einfach etwas sondern frage erst mal nach ob es denn wirklich so gemeint ist wie es da steht.

Aber sind wir mal nicht so und nehmen an das Sven nur das Beugungsscheibchen meinte dann wäre die Aussage.


"dass ein Teleskop ein Detail einfach nicht kleiner abbilden kann, als die Beugungsfigur Beugungsscheibchen"

immer noch falsch.
Sven sah sich wohl genötigt meiner im Eingangsbeitrag gemachten Aussage

Zitat von Gerd_Duering:
Du kannst also sehr wohl Kontraste zwischen Linien erkennen die deutlich enger stehen als es dem Durchmesser des Beugungsscheibchens entspricht.

zu wiedersprechen, nur liegt Er hier eben falsch.
Das habe ich hier ja nur ausführlich und sachlich begründet.
Auch hier ist es unverschämt mir da Provokation zu unterstellen sobald ich Sven mal wiederspreche.
Aber ja ich vergaß dem erlauchten Trio darf hier ja nicht widersprochen werden.
Es scheint mir Eure Masche zu werden jegliche Kritik im Keim ersticken zu wollen im dem Íhr jede kritische Anmerkung als Provokation brandmarkt.

So billig kommt ihr bei mir aber nicht zum Ziel.

Grüße Gerd
 
Hallo Kurt,

was du da schreibst ist hoffentlich für theoretisch interessierte Einsteiger interessant. Deshalb finde ich es auch gut dass du das bringst. Für mich ist das nur mit zusätzlicher Arbeit verbunden weil ich dir die Antwort nicht schuldig bleiben möchte
ja ich denke das ist schon noch mal ganz sinnvoll das Thema hier zu behandeln, insofern ist die Arbeit die wir beide uns damit machen sicher gerechtfertigt.

Derartige Überzeugung hab ich nicht und hab sie nach meiner Erinnerung auch nirgends geäußert. Falls doch, bitte zitieren!
Oh dann hatte ich Dich wohl falsch verstanden, entschuldige.

Es ging ja um diesen Beitrag.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...4708/Re_Planetennewton_first_light#Post974708

Da begründest Du die AP0,8 mit der Tatsache das da bereits das Beugungsscheibchen, sichtbar ist und deswegen kein weiterer Zugewinn an Details möglich ist.
Nun das Beugungsscheibchen sehe ich aber schon bei AP1,6 und kann bei AP0,8 trotzdem noch einen Zugewinn an Details feststellen.
Insofern schien mir diese Begründung etwas unglücklich gewählt weshalb ich überhaupt drauf eingegangen war.

Nun ja in jedem Fall scheint ja eine Interessante Diskussion hier draus geworden zu sein wenn man mal von immer wieder mal auftauchenden Animositäten gewisser Leute absieht.
So hat letztlich auch dieses Missverständnis sein gutes.
Wenn man typischerweise parallele Linien in Abstand kleiner 1,54" (Rayleigh) größer 1,26" noch als getrennt erkennen will dann muss der Bilkontrast Kb hoch sein, kann er aber gemäß MTF nicht, wie deine MTF Kurve zeigt! Angenommen der Ojektkontrast (Ko) sei idealerweise = 1. Dann ist nach deiner MTF- Grafik der Bildkontrast (Kb) bei 1,54“ Linienabstand nur noch ca. 0,05 und bei 1,26“ geht Kb gegen 0. Bei null Kontrast gibt es nix mehr zu differenzieren. Das ist trivial. Die Frage ist eher, kann das Auge noch Linien mit Kb <=0,05 unterscheiden und falls ja welche AP ist dabei optimal.
Du hast ja eine schöne Simulation hier gebracht.
Daran kann man zb. schon erkennen bis zu welcher Distanz ein Kontrast zwischen den Kernen bzw. den Maxima beider Beugungsscheibchen und deren Berührungspunkt auszumachen ist.
Hängt für diese Simulation aber sicher auch von der Kontrastleistung des Monitors ab.
Ich hab ein PVA Panel das etwas kontrastreicher abbildet wie ein TFT so das ich nicht weis inwieweit das auf nem TFT nachzuvollziehen ist.

Betrachten wir die perfekte Optik so kann ich bei 1,54“ noch deutlich kontrastunterschiede zwischen den Kernen und dem Berührungspunkt der selben erkennen.
Es ist freilich kein 100% Kontrast also kein Rabenschwarzer Zwischenraum zu sehen sondern ein hellgrauer mit entsprechend gemindertem Kontrast zum Kern der Beugungsscheibchen aber eine durchgehende Trennung ist immer noch auszumachen.
Bei 1,25“ kann ich diese Trennung immer noch erkennen, zwar mit noch geringerem Kontrast zum Kern der Beugungsscheibchen aber noch erkennbar.
Erst bei 1“ verschmelzen beide Kerne soweit ineinander das keine durchgehende Trennung mehr auszumachen ist.
Freilich ist noch ne Einschnürung vorhanden aber eben keine durchgehende Trennung mehr.
Das deckt sich ja auch mit der Theorie.
Bis 1,25“ ist also visuell durchaus ein Kontrastunterschied zu merken.

Betrachten wir Deine Simulation mit der SA verschmelzen beide Kerne bereits bei 1,25“ soweit ineinander das keine durchgehende Trennung mehr auszumachen ist.
Erst bei 1,54“ ist dann ein Kontrastunterschied des Berührungspunktes beider Kerne zu dessen Maxima zu erkennen.
Das heißt ich verliere hier tatsächlich real an Auflösung wegen dieser SA.
Das ist aber am Doppelstern nur auszumachen wenn man ganz genau auf den Berührungspunkt beider Kerne achtet.


Mir sir nicht erst seit heute klar dass die Helligkeitsverteilung im Beugunggscheibchen mit der PSF beschrieben wird.

Ja natürlich das weiß ich, deshalb hab ich das ja im Eingangsbeitrag auch gar nicht erwähnt.
Ohnehin ist auch da vieles eher allgemein an alle interessierten Leser gerichtet und nicht speziell an Dich.
Das mit der PSF war vor allem für Sven.

Grüße Gerd
 
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Zitat von Kurt:
Hallo Christian,
- 1 - Kontrolle des Auflösungsvermögens an Doppelsternen
es reicht völlig wenn man an einem hinreichend hellen Einzelstern einen geschlossenen Beugungsring sieht. Dann trennt das Teleskop garantiert auch jeden sichtbaren Doppelstern im Abstand nach den Rayleigh-Limit und auch noch deutlich darunter. Ich will damit nichts gegen die Beobachtung von Doppelsternen sagen, aber der Test am Einzelstern oder an einen künstlichen Stern in einigen 10 m Abstand geht schneller. Wenn es dann deutlich unrund aussieht Teleskop ab in die Kiste und zurück an Lieferanten. Das Objektiv ist dann nämlich nicht richtig kollimiert.

Lt. Markus Ludes kommt so etwas bei TAL und anderen Herstellern nur sehr selten vor. Ich meine, falls doch dann ist es für den Käufer der ein unproblematisches Teleskop erwartet unzumutbar und vielfach sogar unmöglich die Kollimation zu sanieren.
Da hast du recht. Ich denke Doppelsterne werden hier zur Kontrolle empfohlen, weil man den ersten Beugungsring in der Praxis am Himmel nicht immer so leicht sieht und weil es für den Anfänger ein klarer Hinweis der Auflösungsfähigkeit seines Fernrohres ist, wenn er am Himmel zwei Lichtpunkte getrennt sieht. Der theoretisch unerfahrenere Beobachter kann vielleicht nicht aus einer sauberen Beugungsfigur auch auf die Auflösungsfähigkeit schließen, weil er es einfach nicht weiß. Auch kann ich z.B. zuzeit keinen künstlichen Stern nutzen, weil ich dafür keinen Platz haben, denn ich wohne in der Stadt, habe also kein Haus und Hof.



Zitat von Kurt:
- 2 - Test des Helligkeitsgewinns (Grenzgröße)
eigentlich überflüssig. Die Grenzgröße ist durch den Objektivdurchmesser und natürlich auchdurch die aktuelle Transmission des Himmels vorbestimmt. Bei den heute üblichen Vergütungen liegt der Lichtverlust wg. der Teilreflecxionen an den Glas - Luftflächen insgesamt bei < 5%. Die Transmissionsverluste der Linsengläser kann man bei kleineren und mittleren Refraktoren getrost vergessen.
Danke für die Information! Das habe ich mir auch schon gedacht, dass man da eigentlich gar nicht nachzuschauen braucht. Ich denke, dass dieser Test einem Beobachter erst mal überhaupt den Leistungsgewinn vor Augen führen soll, sodass er sein Fernrohr besser einschätzen kann. Auch lernt man so Beobachtungsumstände kennen, in denen man diese oder jene Leistung erwarten kann oder man kann abschätzen ob man den Kleinplaneten oder diesen Kometen noch "erreichen" kann. Ein eigentlicher Optiktest ist das natürlich nicht.






Noch mal zurück zum Bild der Beugungsfiguren:
Wenn man sich vorstellt, dass viele unterschiedliche Beugungsfiguren in einem Bereich der Ebene zu sehen sind, dann könnte es doch sein, dass der Beugungsring zu Beispiel schwächere Beugungsfiguren "verschmiert". Das wäre eine anschauliche Überlegung, warum es bei Abbildungsfehlern oder Obstruktion zu einer Kontrastminderung und damit zu einem Detailverlust kommen kann bzw. dass man diese Details einfach etwas schwächer sehen kann.

Das könnte auch der Grund sein, warum eine Optik ohne Obstruktion (bzw. ohne Abbildungsfehler) einer Optik mit Obstruktion in der Abbildungsleistung überlegen ist.




Gruß,
Christian
 
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