Hallo Sternfreunde,
ich danke noch einmal für Lob und auch Kritik!
Kann man sich vielleicht darauf einlassen, dass jedes Teleskop seinen Himmel hat?

Und jeder Sterngucker seine ganz persönlichen Gründe hat, warum er dieses oder jenes Modell für sich als optimal empfindet? Dann wären wir sicher einen guten Schritt weiter.
Christoph,
schön, von dir hier zu lesen! Ich habe mich über deinen Beitrag gefreut
Hans,
leider muss ich noch mal bestätigen, was Du auch eh schon aus meinen Worten heraus gelesen hattest. Mirrage wird es nur ab 14“ aufwärts geben. Neben den von Felix angesprochenen Punkten zu den mechanischen Problemen wäre es mir einfach nicht möglich, Preise zu nennen, die für die Sternfreunde nachvollziehbar sind. Sowohl die Materialkosten, als auch der organisatorische Aufwand und Arbeitsaufwand sind bei zum Beispiel bei 12“ so unbedeutend geringer als bei 14“, dass einfach kein echter Spielraum übrig bleibt, um einen interessanten Preis zu bieten.
Ich fand es gut, dass Felix seine eigenen Erfahrungen beschrieben hat. Mit jedem bisschen mehr Hebelarm und weniger Standfläche verschärfen sich die Balanceprobleme beim Bau von Teleskopen. Auch bei 14“ ist das bei längeren Brennweiten schon nicht ganz unproblematisch. Die Öffnungsverhältnisse, die ich jetzt auf der mirrage-Seite empfehle, sind davon aber nicht betroffen. Ein 14“ f/4,7 zum Beispiel verträgt gut auch schwere Okulare und ich arbeite daran, sogar eine Tauglichkeit für Großfeld-Binos mit bis zu 2kg Zuladung am OAZ zu ermöglichen.
Gerrit,
deine Frage nach geteilten Höhenrädern ist interessant. Erst einmal sind die Höhenräder hauptsächlich so groß gehalten, weil dadurch der Schwerpunkt virtuell näher in Richtung OAZ verlegt wird. Dies ermöglicht eine günstigere Balance. Es wäre aber denkbar, dass man die Höhenräder auch teilbar gestaltet. Ich hatte mir bis zu deiner Frage noch keine ernsthaften Gedanken dazu gemacht, aber ich sehe eine gute Chance, dass eine Teilbarkeit machbar ist, ohne dabei deutlich an Stabilität zu verlieren. Ich würde mich mit dieser Frage genauer beschäftigen, wenn ein Sternfreund ernsthaft mit einem Projektwunsch auf mich zu kommt, der diese Option wünscht.
Generell war es seit dem Start des mirrage erstaunlich für mich, auf welche Ideen die Sternfreunde kommen. Ich bin solchen Ideen gegenüber aufgeschlossen wenn sie realisierbar erscheinen, ohne dabei größere mechanische Nachteile zu riskieren.
Beim Thema GoTo bin ich mit einem Sternfreund im Gespräch, welcher das zukünftig wünscht. Wir stehen mit diesem Detail seines Projektes aber noch am Anfang, da in der ersten Ausbaustufe lediglich digitale Teilkreise verbaut werden sollen und erst später ein komplettes GoTo folgt. Es ist deswegen noch etwas zu früh, um konkret Steuerungen zu nennen. Es gibt aber grundsätzlich mehrere Steuerungen, für die ich die mirrage-Mechanik vorbereiten kann und das wird auch kommen.
Gerd,
es wurde viel geschrieben und ich denke es ist klar, dass bei der Gretchenfrage jeder seinen individuellen Standpunkt hat. Mein Standpunkt ist, dass jeder für sich individuell entscheiden muss, wo seine persönliche Schallmauer ist. Die visuellen Beobachter sind seit Jahren gewohnt, dass im Bereich Dobson-Teleskope Angebote in einem bestimmten Preisbereich auf den Markt kommen und man dabei den Eindruck gewinnt, dass zwischen den Anbietern in diesem Preisbereich ein gewisser Preiskampf stattfindet. In diese Entwicklung, vor allem seitdem Teleskope und Optiken aus Fernost den Markt aufmischen, passt meine Ergänzung des Marktes nicht so recht rein, das stimmt schon. Aber bedenke, in welchen Preiskategorien die techniklastige Astrofotografie stattfindet. Da übersteigt alleine der Preis für die Kamera… ohne Filter, Autoguiding, Teleskop, Montierung, Software, Laptop, Sternwarte… also wirklich nur die Kamera durchaus den Preis eines 18“ mirrage. Die ganz teuren Kameras sind vielleicht nicht die Regel, aber die gesamte Ausrüstung eines Astrofotografen kommt mühelos preislich in den Bereich der großen mirrage-Dobson. Liegt dort die Schallmauer woanders und wenn ja, warum?
Ich habe ja schon angekündigt, dass ich dran bin, einzelne Komponenten tauglich für den Einbau in Selbstbauten zu machen. Dazu ist noch ein bisschen Entwicklungsarbeit nötig, aber das wird kommen. Das ist dann mein Beitrag, den ich momentan leisten kann, günstiger an ein Teleskop mit gewissen Funktionalitäten der mirrage-Dobson zu kommen. Allerdings wird es bei manchen Komponenten schwierig, diese so universell zu gestalten, dass diese ohne größeren planerischen Aufwand in Selbstbauten integriert werden können. Viele Details des mirrage sind einfach so speziell auf die übrige Konstruktion abgestimmt, dass sich diese nicht sinnvoll heraus reißen lassen. So wird es bei einer Auswahl an Komponenten bleiben müssen. Ich werde darüber berichten, sobald ich etwas zu zeigen habe.
Ich denke, es wäre jetzt einfach viel zu verfrüht, Nauris in irgendeine Schublade einzusortieren. Die Vorstellung der ersten Mechaniken ist noch ganz frisch und es gibt noch so viele Ideen. Ich bin ein neugieriger Sterngucker mit einer Leidenschaft für die Technik und deswegen ist für die Zukunft vieles vorstellbar. Lasst euch positiv überraschen
Viele Grüße,
Daniel Restemeier