neuer 11" f2.2 Astrograph von Celestron

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P_E_T_E_R

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Ein Fastar/Hyperstar-ähnlicher 11" f/2.2 Astrograph von Celestron:

Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph

The Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph builds on the legacy of Celestron’s Schmidt Camera, which allowed astrophotographers to produce images on film in the 1970s. Today, with CCD sensor sizes as large as film—or larger—the Schmidt Astrograph offers a full 70 mm optimized image circle to capture pinpoint stars on the largest imaging chips. Combine this large image circle with a focal length of just 620 mm and you have an instrument suitable for wide-field imaging, creating huge mosaics of the night sky, surveying, and even comet hunting.

In den Siebziger Jahren baute Celestron neben den bekannten Schmidt-Cassegrains auch noch echte Schmidt-Kameras für rein photographische Anwendungen. Ich war einer jener seltenen Exoten, die seinerzeit damit gearbeitet haben. Das war etwas umständlich, denn man musste dafür Filmstreifen in einen Filmhalter einlegen und den belichteten Film dann auch noch selber entwickeln. Wer sich die Mühe machte, konnte damit riesige Felder am Himmel in sehr kurzer Zeit ablichten. Mit einem Öffnungsverhältnis von f/1.5 bis f/1.7 dauerten solche Aufnahmen unter einem guten Himmel typischerweise nur 10 bis 20 Minuten!

Im Zeitalter von elektronischen Bildsensoren führte Celestron dann für seine Schmidt-Cassegrains die Fastar Option ein. Dafür musste der Fangspiegel entfernt und durch eine Linsenkonstruktion ersetzt werden, die dann ein ebenes Bildfeld vor der Schmidt-Korrektorplatte erzeugte. Dort wurde dann eine möglichst schlanke CCD-Kamera betrieben.

Celestron hat dieses Fastar Konzept dann der Firma Starizona überlassen, die das Ganze seitdem unter dem Namen Hyperstar anbietet. Wie ja auch zahlreiche Bildbeitäge hier im Forum belegen, lassen sich damit in kurzer Zeit eindrucksvolle Deep-Sky Bilder aufnehmen.

Das Bildformat der 14" Schmidt-Kamera war allerdings mit 53 mm x 70 mm noch erheblich größer als typische CCD Sensorformate in erschwinglichen Amateurinstrumenten. Gleichwohl geht der Trend zu immer größeren Sensoren. So soll der neue Astrograph von Celestron nun ein ebenes Bildfeld mit einem Durchmesser von bis zu 70 mm abdecken können!

Wie man durch Betrachtung der Photos und der Spezifikationen schnell erkennt, handelt es sich bei dem neuen Astrographen im wesentlichen um ein C11, bei dem der Cassegrain-Modus von vornherein eliminiert wurde und anstelle vom Fangspiegel eine Fastar/Hyperstar-ähnliche Feldebnungslinse eingebaut ist.

Das Konzept eines zweckbestimmten Astrographen ohne Cassegrain-Option erscheint mir durchaus schlüssig. Aber letzten Endes wird der Kunde entscheiden, ob er das akzeptiert.

Gruß, Peter

Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph - Specifications (Credit: Celestron)

 

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Zitat von P_E_T_E_R:
Das Konzept eines zweckbestimmten Astrographen ohne Cassegrain-Option erscheint mir durchaus schlüssig.

Ja nun, die Kamera hängt aber immer noch im Strahlengang, was zumindest ein Filterrad ausschließt.

Grundsätzlich fände ich so ein Gerät mit Fangspiegel besser, ähnlich dem Takahashi Epsilon. Das ist mit f/2.2 natürlich nicht zu realisieren, f/3 oder f/3.5 wären aber immer noch schnell genug...
 
Hallo Peter,

danke für die Neuigkeiten! Technisch sicherlich hochinteressant. Ich weiß noch nicht so recht, ob das zum Jubeln ist..obwohl die Verbesserung durchaus Sinn macht.
Polemik an.
Ein Bildkreis von 70 mm! Hui! Das ist schon beachtlich. Bin mal gespannt, wie teuer die Kamera sein darf und wie deren Gehäuseabmessung sein kann ohne das Gerät komplett abzudunkeln.
Polemik aus.
50 mm Bildkreis sind auch schon sehr gut. Und dann hat man jetzt hoffentlich mit Meade gleichgezogen und eine Fokusmechanik im Gerät etabliert, die mit wenig Mirror-Shifting arbeitet. Die zumindest theoretisch für F/2.2 gutmütiger arbeiten sollte (gut Meade hat so ein schnelles Gerät nicht!). Immerhin werden hier Verkippungen schnell sichbar. Und der ein oder andere Hyperstar-User dürfte schon etwas länger an der Justage hängen, wenn der Bildkreis seiner Aufnahmekamera zunimmt.

Aber als Kunde von Celestron oder Meade .... ja Leute.
Es hat 40 Jahre gebraucht, daß mit die ersten aplanatischen SCT's serienreif über die Massen gekippt werden. Um letzendlich gegenüber Celestron einen kleinen Vorteil zu erhalten, kippt Meade mal ebenso einen "Crayford-Style"-Fokuser in die ACF's und feiert mit den F/8 Optiken eine Art Reinkarnation (nach dem sie mit dem elektronischen Schnickschnack der RCX-Serie so richtig auf die Nuss geflogen sind).
Auf einmal geht das Ruck-Zuck. Dann bleibt ja echt zu hoffen, daß diese Fokusmechanik innerhalb der nächsten 40 Jahre auch in die EdgeHD-Tuben Einzug findet.

Peter, es ist keine Kritik an Deinem Beitrag. Und auf den ersten Blick auch richtig, richtig interessant. Aber mir würde in absehbarer Zeit kein EdgeHD mehr andrehen können, bis das Celestron die Hausaufgaben vollständig gemacht hat. Hier geben sie wohl vor es zu können. Wäre den Kunden zu wünschen, daß auch die bisherigen Geräte (EdgeHD) aufrüstbar sind.

Ob Meade-Kunde oder Celestron-Kunde. Mittlerweile dürften Besitzer der EdgeHD-Generation auch in den Reigen der User geraten, die sich so ziemlich veräppelt vorkommen dürfen.

Gäbe es hier 5 Tomaten zu verteilen. Sie würden an Meade und Celestron verteilt.

Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerrit,

ich arbeite bei Baader, bin aber auch Amateurastronom seit 35 Jahren. Zunächst spricht der Amateurastronom ;)

Bitte sei mir nicht böse, es ist nicht persönlich sondern eher scherzhaft gemeint, wenn ich bei Deiner Wortwahl bleibe: Wenn 5 Tomaten zu vergeben wären, dann hätte sie eher Dein Posting verdiert u.a. weil es die ganze Thematik doch sehr auf Details reduziert und das "große Ganze" völlig ausblendet.

Als Mitte der 80er Jahre zum ersten Mal ein Vereinskollege mit einem C8 orange zu einem Vereinstreffen kam, war das für uns alle eine Offenbarung. Große Öffnung kompakt, vielseitig, transportabel, sehr gute optische Qualität, Anschluss allen erdenklichen Zubehörs ect. Damals noch schwer erschwinglich aber schon wenige Jahre später für die meisten Geldbeutel bezahlbar (hierzulande). Das war eine Revolution welche die Amateurastronomie entscheidend vorangebracht hat.

Was ist so schlecht daran, relativ günstige Geräte auf den Markt zu bringen auch wenn sie vielleicht nicht 100% perfekt in jedem Detail sind? Was ist 100%? Du reduzierst Deine Kritik z.B auf die Hauptspiegelfokussierung - die des Zeiss Meniscas ist sicher was Du Dir vorstellst, aber hast Du schon einmal ein solches Gerät zerlegt und Dir den Aufwand angeschaut?

Vor drei Jahren war ich in Namibia und habe mit einem der Celestron C11 mit Hyperstar zwei Nächte gearbeitet. Hier nur ein Beispiel was ich mit meinem Kollegen Martin Rietze zusammen erzielt habe, und das ist Vollformat (EOS 5DII), schau Dir die Ecken an betr. Verkippung wobei die Hyperstar Linsensysteme für C11 eigentlich nur für APS Format "zugelassen" sind


Link zur Grafik: http://www.celestron-deutschland.de/images/files/downloads/76_hyperstarbeispi.jpg

Große Version hier

Ich kann die Dinge also aus erster Hand beurteilen. Klar, die Fokussierung und Justage haben ein wenig gedauert und wir mussten immer mal wieder nachjustieren (die Fokussier- und Justage-Mechanik des neuen Celestron Astrographen soll übrigens besser/stabiler sein). Vielleicht hätten wir mit perfekter Zeiss-Mechanik drei Fotos mehr pro Nacht aufgenommen. Aber das C11 ist relativ erschwinglich, verglichen mit ähnlichen High End Produkten am Markt, deshalb nehme ich das im Endeffekt in Kauf. Und man kann zusätzlich auch alle anderen Objekte bis hin zu Planeten damit sehr gut beobachten und fotografieren, wie viele User hier in den Foren immer wieder beweisen.

Sicher, die Fokussierung könnte man mit dem mechanischen Aufwand, der z.B. beim Meniscas getrieben wurde, richtig perfekt gestalten. Aber das will ich zumindest ganz bestimmt nicht bezahlen. Also bin ich froh, das es Celestron und Meade gibt. Trotz der Schwächen die die Geräte in manchen Details vielleicht haben machen sie diese Art von Astrofotografie für viele Amateure erst möglich.

So, nun spricht noch der Händler:

Es ist immer wieder lustig/traurig zu sehen, wie neue Geräte bereits kritisiert werden bevor sie überhaupt jemand gesehen oder gar angefasst und getestet hat. "Kritik ins Blaue" sozusagen. Nun ja, ich fände einen sachlichen Informationsaustausch wie im ersten Posting dieses Threads von Peter initiiert eigentlich besser und gebe gerne noch ein paar zusätzliche Infos.

Natürlich wird so ein Gerät nicht entwickelt ohne das Zubehör mit zu bedenken, sonst könnte der Kunde es ja gar nicht adäquat nutzen. Passende Filter haben wir bereits, siehe hier:

Thread Equinoxx Hyperstar

Und wer sagt denn das es keine passenden Kamera(s) und Filterräder dafür geben kann?

Wer Interesse hat, kann zum ATT kommen und sich dort den neuen Celestron f/2.2 Astrographen anschauen. Der Preis wird um die 5.000 EUR liegen - vergleicht das mal mit anderen Geräten am Markt - und auf dem ATT sprechen wir uns dann gerne wieder, Ihr findet mich am Baader Stand und ich gebe gerne Auskunft!

Ja, und bislang hat sich noch kein Edge HD user an uns gewandt der sich veräppelt gefühlt hat, die Geräte halten tatsächlich was sie versprechen. ;)

Viele Grüße
Michael Risch
 
Hallo Michael,

wir könnten uns mit Tomaten nur zu duellieren :)

Das du Sie lieber aufs Frühstücksbrötchen ißt, was Du dir von den Geräten u.a. leistest ist nachvollziehbar. Klar, Spaß muß sein.
In dem Zusammenhang wird es Dir auch schwer fallen einfach zu sagen: Hast recht.

Es kann sein, daß nicht klar rüber gekommen ist, was die eigentliche Intention meines Postings war. Dafür nehme ich gerne ein paar Tomaten entgegen.

Klar umrissen: Meade und Celestron verkaufen Jahre lang identischen Quark. Übertrumpfen sich lediglich in Features ihrer Montierungen. Das waren die Innovationen der 90er und der 2000er (abgesehen von 2007). An der Technik der SCT's selbst hat sich, bis auf qualitative Unterschiede in der Fertigung der Komponenten (da schaue man sich gerne mal die Tests von W.R. an, der hat das historisch wunderbar belegt), nicht viel getan.
Dann schlägt Meade mit dem ACF (LX200R) 2006 ein. Komafreie Optiken bis zum Vollformat und das sogar bis F/8. Fällt aber über den elektronischen Schnickschnack/Kernschrott zur Gerätekollimation und kommt im Service nicht hinterher. Irgendwann 2007/2008 kommt dann Celestron mit den EdgeHD und übertrumpft Meade mit einem aplanatischen SCT (dessen Design ja schon einige Dekaden in diversen Schubladen zu finden ist). Sehr schön, aber immernoch bei F/10. Gut ein Korrektor/Reducer kommt sehr viel später auf den Markt. Aber er ist immerhin da! Aber es dauert eben keine 40 Jahre. Dann wieder Meade...staubt wahrscheinlich den Überbestand aus der RCX-F/8-Ära ab, Fokussierung mit Kugellagern, anstatt der peinlichen Hauptspiegelfokussierung und dem Mirror-Lock. Da kann man Celestron wenigstens zu gute halten, daß sie sich auf dem ATM-Markt umgesehen haben, denn exakt den Mirror-Lock den die Edge-HD's haben konnte man sich schon vor mehr als 10 Jahren bei bekannten ATM-Leuten wie Roth Ritter et. al. anschauen. Die Teile dafür kosten übrigens noch keine 30 Euro im Fachhandel. Und die die es nicht wagen, ärgern sich über Mirror-Flop. Hauptspiegelfokussierung: Ein paar gute SKF-Lager müßte man natürlich für eine gelagerte Hauptspiegelfokussierung heranziehen, die sind dann im Fachhandel schon was teurer. Nicht so, wie die Dinger im Baader Steeltrack (die ich nach Ablauf der Garantie +1 Tag(Zeitzünder!!) gegen SKF-Lager ersetzen mußte). Wir möchten auch zusammenfassen, daß ein Großteil der Gerätekosten für den deutschen Staat und besonders dicke Tomaten in Mammendorf anfallen, denn die Preisdifferenzen zwischen USA und Europa sind schon gewaltig ;-). Sollte gerade hier der Bruchteil der Kosten, die für eine stabile Fokussierung und Maßnahmen gegen Mirrorflop aufgefuttert worden sein?
Immerhin hat zumindest Dich etwas nachweißlich 35 Jahre bei Laune gehalten und auch in Namibia ist Du offensichtlich nicht ausgehungert am Teleskop gestanden. Die Aufnahme ist sehr schön und nicht verwackelt.
Von Tomaten alleine kann ja keiner Leben, gelle? Aber das ist jetzt etwas vom Weg ab.

Tatsache ist, daß sich Meade und Celestron gerade erst in den letzten 8 Jahren mit Features überschlagen oder quasi in Konkurrenz zueinander stehen, auf die Anwender schon lange, lange, lange Zeit zuvor gewartet haben. Und da spreche ich nicht nur aus meiner Erwartungshaltung. Die Hauptkritikpunkte, die Mythen und Wahrheiten um die schlechte mechanische Verarbeitung beider Gerätehersteller durchsähen die Foren. Und die Unkenrufe der SCT-User die durchaus auch Expertise im Bereich Maschinenbau oder Optik haben, kann man mit solch langen Postings nunmal nicht vom Tisch reden. Sei denn, bei unseren "Größen im SCT-Bau" sind gute Optiker, aber weniger begnadete Mechaniker am Werk. Ich muß Dir nicht erzählen, daß 3 Maschinenbauingeneure mit Tränen in den Augen die Hauptspiegelfokussierung im ausgebauten Zustand begutachtet haben. Es gibt einfach glücklichere Momente!

Es kann natürlich auch sein, daß man bei Überbeständen an mechanischen Parts kaum zeitlichen Raum für Innovationen hat. Wie gesagt, am mechanischen Design hat sich an den Geräten kaum etwas (unter der Oberfläche) geändert. Beispiel Meade 16" ACF sitzt im gleichen Tubus wie das SCT zuvor. Große Stückzahl bei geringerem Absatz, oder nur fehlender Innovationsschub? Inkonsequente Modellpolitik? Recycling von Lagerbeständen? Das trifft auch auf Celestron zu.

Zugegeben, mit dem EdgeHD scheint Euch ein großer Wurf gelungen zu sein. Aber wenn ich die FastSTar-Anwendung bei F/2.2 betrachte, dann sehe ich das sehr kritisch. Das mag bei APS-C noch gut klappen. Spätestens beim Vollformat fängt das Gefummel an. Und wenn ich jetzt was von Bilddiagonalen von 70 mm lese, dann muß was an der Fokussierung passieren. Das ganze dann paralaktisch montiert und nicht in einer Gabelmontierung? Huuih...

Kurz: Jahrzehnte lang tut sich kaum was bezüglich der Probleme der SCT's. Ein Tal der Tränen. Dann auf einmal werden jede Menge Innovationen die überfällig sind auf den Markt gekippt. Und die paar Linear-Lager für eine nahezu Shifting-Freie Hauptspiegelfokussierung kosten nun mal nicht die Welt. Aber tolle Werbeslogans läßt man sich teuer bezahlen. Zumahl die Geräte im Billiglohnsektor zusammengeschustert werden.

Zur Kamera: Es gibt Kameras mit mehr als 70 mm Bildkreis, ja.
Aber ich selbst weiß, daß ein Filterrad für dieseses Gerät nicht so einfach ohne zusätzliches Abschatten des optischen Strahlenganges herstellen kann. FLI hätte prinzipiell eine Lösung am start, die schattet das neue Gerät aber ab. Ein Filterschieber auf Stack-Basis könnte jedoch die Lösung sein.

Zu dem C11 aus Namibia. Ich glaube auch nicht, daß es sich hier um ein Gerät handelt, welches ein Max Müller aus Buxtehude zu seinem verspäteten 40.sten Kindergeburtstag als Einstieg in die Astronomie erhält. Sofern noch nicht geschehen, fallen ihm möglicherweise - wie so einigen - die Haare mit jedem neuen Erfahrungswert mit der Gurke aus, die ungeöffnet das Lager verläßt. Und bei manchen Geräten hat man den Eindruck schon, daß sie nur in der QS gestanden sind, weil die Lager keine Flächen mehr hatten. Ok, etwas zu viel der Polemik.

Denkbar ist aber mindestens, daß ihr in Mammendorf schon geprüft und wahrlich aus erster Hand beurteilt habt, was Ihr in Namibia zur Auslieferung bringt. Spätestens bei dem Seeing fallen grobe Verbrechen in der Fertigung ja gnadenlos auf. Dem gemeinen Mitteleuropär schlägt das Seeing ja ein Schnippchen. Das Du das aus erster Hand beurteilt hast und offensichtlich auhc kannst, ist somit nachvollziehbar. Ist es löblich? Kommt drauf an wie Konsequent, diese Form der Beurteilung ist.

Und für mich wäre ein EdgeHD erst dann perfekt, wenn der gleiche Fokussmechnismus dort eingebaut würde, wie bei dem innovativen Gerät Eingangs des Threads.

Aber was würde in Mammendorf in 10 Jahren noch monetär von dem Verkauf von SCT's hängen bleiben, wenn im kommenden Jahr das perfekte EdgeHD zum Verkauf stehen würde. Ein EdgeHD bei F/8? Die Reinkarnation des Carbon-Tubus, damit die Focus-Drift nicht wieder die Vollformataufnahme am EdgeHD F/2 zerhaut, weil man über den Hauptspiegel nachfokussieren muß?
;)
Aber Kompliment: Ich finde es schon toll, daß es wenigstens nach 40 Jahren den Mut gegeben hat, endlich mal neue Wege zu gehen und mehr wie 3 neue Features in ein SCT zu packen! Meine Hochachtung!

Und am Gerät, was Peter hier vorgestellt hat .. hatte ich nichts auszusetzen. Unklar war formuliert: Das dieser Fokusmechanismus auch in die EdhgeHD's Einzug finden sollte, sofern er so konzpiert ist das er ÜBERTRAGBAR ist.
Dann wärs richtig gut. Das ihr da mit Filtern direkt am Ball seit, ist schon gut. Und wenn Ihr eine Lösung für ein Filterrad habt, dann wärs ja schön. Ich werde die Entwicklung weiter kritisch verfolgen.

Reduziere wegen 3 Komplimenten auf 2 Tomaten. Als Amateur kannst Du meinen Einwand sicherlich verstehen. Als Verkäufer mußt Du natürlich eine Lanze für Eure Zulieferer brechen.
;-)


CS,
Gerrit
 
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Guten Morgen,

nun aber zurück zum neuen Teleskop von Celestron. Ich finde es schon eine gelungene Idee. Und die Möglichkeit, auch mit einem EdgeHD mit Hyperstar im Vollformat zu arbeiten, finde ich sehr gut. Die Ergebnisse die hier im Forum gezeigt wurden, sprechen für sich. Der nächst konsequente Schritt bei Celestron wäre - und darauf wollte ich hinaus - die Hauptspiegelfokussierung ähnlich wie bei der neuen Schmidt-Kamera in den Griff zu bekommen. Und das Tubus Material gegen eine temperaturstabile Alternative zu tauschen. Da wünscht man sich schon die Carbon-Tuben wieder, die 2003 noch zum Einsatz kamen.
Ansosnten bin ich auf die ersten praktischen Ergebnisse mit diesem Gerät gespannt.
Viele Grüße,
Gerrit
 
Hallo Gerrit,

vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Ich habe auch keine Angst vor spitzen Bemerkungen wie Du siehst.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ja, ich verstehe Dich in einigen Punkten als Amateur Z.B. in der für viele Jahre „schlafenden“ Innovationstätigkeit an manchen Details der SC´s. Hier war es sicher so, das es keinen Anlass gab, weil die Geräte für ihren Zweck ok waren, und sich die Amateure beholfen haben, damit umzugehen lernten. Man konnte damit arbeiten wie -zigtausende Fotos der letzten 40 Jahre von unzähligen Amateuren weltweit ja beweisen. Ich stand auch schon 1994 mit einem C11 auf Tivoli in Namibia und - oh Wunder – brachte anständige Bilder mit nach Hause. Und damals arbeitete ich noch nicht bei Baader... ;)

Viele Nutzer sind also zufrieden und holen viel aus den Geräten heraus, trotz ihrer "Macken". Für höhere Ansprüche an die Mechanik und Optik gab/gibt es ja eine zunehmende Anzahl an deutlich teureren High End Marken und jede hat ihren Platz am Markt, für jeden Geldbeutel ist etwas dabei.

Ich schätze mal, das der Start des „Innovationsschubes“ bei Celestron/Meade vor 8 Jahren ist u.a. dem „Auftauchen“ dieser anderen konkurrierender Produkte/Marken geschuldet. Und natürlich der Geschichte der Auseinandersetzungen von Celestron und Meade. Eine starke Konkurrenz ist für den Verbraucher sicher nicht das schlechteste.

Andererseits sehe ich auch, das einige Deiner Informationen nicht ganz richtig oder vollständig sind, was ja auch verständlich ist. Ich habe durch meinen Job natürlich einen Wissensvorsprung, war mehrfach z.B. in der SC Fertigung, ich kenne die Entwickler von Celestron, viele weitere maßgeblichen Leute, viele Hintergründe, Probleme ect. - aus erster Hand seit 12 Jahren bin ich bei Baader (vorher musste ich die Frühstücks-Tomaten sowie die Namibia Reise anders verdienen) und nicht nur gerüchteweise oder teilweise. Bei vielen Vorgängen war ich einfach „live“ dabei.

Um den Thread nicht zu weit ausarten zu lassen, hier nur in Stichpunkten eine Auflistung wo Du nach meinem Wissen/Erfahrungen nicht ganz richtig liegst:

Also, ganz ehrlich, auch ich arbeite nicht mit speziell getunten Teleskopen. Das Gerät in Namibia war das auf Rooisand, ein 08/15 C11 das dort seit Jahren steht. Mit allen Stärken und Schwächen wie jedes C11 bei jedem Amateur. Wir haben es vor Ort auf Hyperstar umgebaut und durften es dafür einige Nächte nutzen. Im Ernst, glaubst Du das alle Amateure, die gute Fotos mit SC´s machen wie z.B. Equinoxx „ausgesuchte Geräte“ (ein typischer Mythos) haben? Definitiv nicht.

Eine anständige Hauptspiegelfokussierung braucht mehr Aufwand als zwei SKF Lager (aber sicher nicht ganz so viel wie ein Meniscas) und würde den Teleskop-Preis schon deutlich erhöhen auch durch die längere Montage, höhere Montagekosten ect. Wir werden sehen wie es beim neuen Gerät gelöst ist, ich werde berichten, habe es aber noch nicht hier.

Die Entwicklung des Edge HD lag nicht schon ewig in irgendwelchen Schubladen. Vielleicht hatten andere ähnliche Ideen aber genau dieser Korrektor, diese Idee findest Du exakt so sonst nirgends vorher. Ich kenne die Hintergründe und den Entwickler.

Die Hauptspiegelfeststeller wurden auch nicht von ATM´lern abgeschaut. Manchmal werden die Dinge auch durch zwei Seiten ähnlich entwickelt (in dem Fall bei uns im Haus)

Carbon Tuben haben m.E. am SC generell mehr Probleme als Vorteile, ich habe das selbst erlebt (sehr schlechte Auskühlung). Bei f/2 und mit entsprechendem Aufwand (Kosten...) konstruierten Tuben mit sehr guter Belüftung mag das anders sein. Sicher, Temperaturdrift ist bei f/2 ein Thema. Aber nicht während der BLZ die ja extrem kurz ist (höchstens 4 min. haben wir in Namibia nutzen können). Der Alutubus war in Namibia bei f/2 auch deshalb ok weil Du ohnehin spätestens nach wenigen Bildern, bei jedem neuen Aufnahmeobjekt, nachfokussieren musst. Eine Sache von einer Minute mit Bathinov Maske.

Soo billig ist China auch nicht mehr, vor allem wenn man die Probleme mit einrechnet die man hat, nicht umsonst zieht es manche Firmen mit der Produktion mittlerweile in andere Länder oder sogar wieder zurück in die Heimatländer.

Bitte sei mir nicht böse wenn ich das alles nicht weiter ausführe, dann müsste ich ein Buch schreiben.

Auf eines gehe ich nicht mehr ein: Die USA/D Preisdiskussion...ich dachte die wäre hier im Forum schon oft genug thematisiet worden. Das ist nicht so wie Du es darstellst wenn man die ganzen Aufwendungen und Kosten anschaut die hier in D entstehen, nicht nur durch den Staat sondern durch alles was notwendig ist, eine Marke in Deutschland/Europa zu vertreten. Ein zu großes Thema um es hier noch einmal als „Unterthema“ in einem Thread zu einem neuen Teleskop breit zu treten.

Zu f/2 70mm CCD Kamera und f/2 Filterrad für Hyperstar u.ä. Geräte kann ich nicht mehr sagen als...warte noch ein bisschen, die Zeit ist reif für diese Dinge.

Eines will ich noch loswerden: Es braucht Menschen die kritische Fragen stellen, die Themen kritisch hinterfragen nicht zuletzt um andere „anzutreiben“ die Dinge zu verbessern. Das machst Du ganz gut, wenn auch manchmal etwas spöttisch aber das ist ok. Danke das Du dabei ansonsten sachlich bleibst, nur so kann man diskutieren, finde ich. Hier in den Foren melde ich mich deshalb nicht mehr oft, weil es meist in persönliche Auseinandersetzungen ausartet anstatt das man sachlich beim Thema bleibt. Das finde ich extrem schade, denn damit verlieren im Endeffekt alle.

Ansonsten stehe ich auch gerne mal zu einem persönlichen Gespräch/Informationsaustausch bei einem Kaffee zur Verfügung, wenn Du daran Interesse hast. Evtl auf dem ATT oder AME in den späteren Nachmittagstunden wenn nicht mehr so viel los ist - oder sonstwo. Sag einfach Bescheid!

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo Michael,

ich möchte einen gewissen Zynismus in meinen Ausführungen nicht leugnen.
Und ein Thread ist immer eine offene Diskussion, die nicht immer direkt vollständig sein kann.

Inbesondere den Ausführungen zum Carbon-Tubs muß ich Dir recht geben. Die Dinger kühlten sehr schlecht aus, daß ist wahr. Dafür sind die Tuben vom Durchmesser zu minimal, das Tube-Currents außerhalb des optischen Strahlengangs zum Großteil abziehen können. So würde der Effekt würde an besonders hellen Sternen stören. Der wirtschaftliche Ausweg ist eine gute Hauptspiegelfokussierung und Tuben, die schnell auskühlen.

Die Einladung zum Kaffee nehme ich gerne an, sofern ich mir dazu bewegen kann zur ATT zu bequemen. Dort kann man übrigens und evtl. sogar ein optimiertes ACF bestaunen und sich evtl. sogar nach den Umbaukostsen (Tubus) erkundigen. Und ich bin mir sicher, daß der Kollege die Einladung zum Kaffee auch gerne annimmt.
Vieles von dem was Du schreibst, ist richtig.
DAs will ich garnicht in Frage stellen. Und natürlich muß man an Service und Support auch was verdienen.

CS und evtl. bis zur ATT
Gerrit
 
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Michael,

nur ein kurzer Kommentar zur Hauptspiegelfokusierung. Man muss nicht den Aufwand eines Meniskas treiben, um das Shifting zu 100% zu elliminieren.
Es reicht vollkommen aus, wenn man den Weg von INTES wählt, der auch in den TEC Maks zu finden ist, oder den von INTES MICRO.

Diese Wege kosten in der Fertigung entweder gar nichts mehr oder nur wenige Euro mehr, als jenes was M. und C. getan haben.

Das dies bis heute beide Hersteller trotz vieler Hinweisse immer nocht nicht tun, lässt auf komplette Ignoranz schliesen.

Für mich heisst dies , die beiden wollen kein Teleskop ohne Spiegelklappern....dies stehen auf Schimpe, ne Art Astro-Sadomaso

:-)
 
Hallo Markus,

danke für die Info. Ich werde das auf jeden Fall mal bei den Celestron Entwicklern zur Sprache bringen. Leider haben wir keinen TEC Mak mehr hier, hätte ich mir mal ansehen sollen, hast Du Recht. Und der AstroPhysiscs MAK war ja auch super in der Hinsicht, nur auch wenig Fokussierweg wenn ich mich recht entsinne.

Gerrit, alles klar, an einem optimierten ACF hätte ich schon Interesse, würde ich gerne mal sehen. Ist mir einen zweiten Kaffee wert - vielleicht bis zum ATT!

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo Michael, vielen Dank für Deine - trotz aller Sticheleien von Gerrit - äußerst sachlichen und kompetenten Beiträge. Das Photo von M8/M20 ist eine reine Augenweide und hat mich sehr an meine eigene Beschäftigung mit diesem Paradeobjekt erinnert.

Als langjähriger Nutzer von Celestron Produkten seit den Siebziger Jahren möchte ich auch mal eine Lanze gegen das hier verbreitete Bashing brechen. Natürlich war nicht immer alles völlig problemlos oder so edel wie bei Leica und Zeiss. Dafür war es einigermaßen erschwinglich. Und was die hier gerüffelte Innovationsflaute betrifft, sollte man vielleicht mal die Kirche im Dorf lassen und in Erinnerung rufen, was für einen enormen Innovationsschub diese Firma vor vierzig Jahren für die Astroszene geleistet hat. Da erscheint mir das elende Gemeckere über Spiegelshifting und Tubus-Seeing doch recht fade und langweilig. Als ich meinen ersten Achtzöller noch als Pennäler ohne den heute selbstverständlichen Zugang zu Astrohändlern, Clubs und Foren etc. selbst entworfen und dann mühselig zusammengebaut habe, konnte man von solchen Optiken als Amateur nicht einmal träumen, denn Celestron gab es damals noch gar nicht.

Aber zurück zum neuen 11" f2.2 Astrograph von Celestron: da wurde wieder die Problematk einer HS-Fokussierung thematisiert. Aus meiner Erfahrung mit der 14" f/1.7 Schmidt-Kamera, die ja eine ähnliche Brennweite hat, wundert mich etwas, dass bei dem neuen Astrographen überhaupt eine solche Lösung gewählt wurde. Bei der Schmidt-Kamera gab es überhaupt gar keine Fokussierungsmöglichkeit und das war auch gar nicht erforderlich, weil der Filmhalter über einen temperaturstabilen Invar-Käfig mikrometergenau im korrekten Abstand zum HS gehalten wurde. Keine HS-Fokussierung = null Probleme !!!

Wenn man nun bei dem neuen Astrographen auf eine solche aufwändige Invar-Konstruktion verzichtet und deshalb die temperaturabhängige Ausdehnung vom Alu-Tubus kompensieren muss, so ließe sich das sicher auch ganz ohne HS-Fokussierung erreichen, indem man den Kameraanschluss z.B. mit einer geeigneten Helikalfokussierung ausstattet. Das wäre für einen Stellweg von ein paar Millimetern zur Kompensation von Temperaturdrift und unterschiedlichen Filterdicken mehr als ausreichend. Der mechanische Aufwand für die HS-Fokussierung und das damit verbundene Spiegel-Shifting würde damit völlig entfallen.

Also, wenn Du wieder mal mit den Konstrukteueren bei Celestron Kaffee trinkst, kannst Du das ja mal zur Sprache bringen. Allerdings weiß ich aus Erfahrung, dass sich Konstrukteure nur ungern sagen lassen, dass es da noch einfachere und bessere Lösungen gibt ...

Wie auch immer - es freut mich jedenfalls, dass das totgeglaubte Prinzip der Schmidt-Kamera in abgewandelter Form mit Hyperstar und nun bald auch als zweckgebundener Astrograph eine vielversprechende Renaissance erlebt.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Hallo Peter,

es ist schön zu lesen das Du auch die Zeiten miterlebt hast und die Dinge ähnlich wertest wie ich. Klasse was Du "damals" schon zuwege gebracht hast, ich kenne das C14 orange, aber nicht die C14 Schmidtkamera. Irre. Mit der Gabel - und mit chem. Film - zu arbeiten, das war "Kunst" und sicherlich hast Du einiges an Nerven gelassen, so wie ich auch in den Zeiten. Hut ab!

Wie dem auch sei, die Zeiten haben sich geändert, die Geräte sind teils hochwertiger, aber die physikalischen Gesetze, die sind ja gleich geblieben. Von daher macht mich Deine Idee mit der Fokus- und Justagestabilität durch einen Invar Käfig sehr neugierig und auch die Idee mit dem Helikal Fokussierer vorne. Ich kenne auch von Lichtenknecker die Flatfield Kameras und ähnliche Gerätschaften. Aber warum nicht die "alte" Technik mal aufleben lassen. Genau. Morgen werde ich Dein Posting bei uns intern diskutieren.

Und auch für Dich gilt natürlich das Angebot eines Kaffees auf dem ATT, in den späteren Nachmittagstunden, falls Du dort sein solltest.

So macht es Spass hier in den Foren. Sachlicher, interessanter Informationsaustausch. Da bin ich immer gerne dabei. Vielen Dank an alle Beteiligten!

Viele Grüße,
Michael



 
Hallo Peter,

Deine Darstellung kommt mir etwas idealisierend vor.
Sie läßt für meinen Geschmack außer acht, daß die Anforderungen an die Präzission von Teleskopen seit Mitte der 90er Jahre kontinuierlich steigen.
Mit welcher Bewegung das zusammenhängt, muß ich Dir alten Hasen nicht erzählen. Das weißt Du. Du darfst es aber nicht ignorieren. Denn es leißt sich gerade so, als wenn man eine Innovation 40 Jahre lang feiern würde und im Taumel vergißt, daß das Konzept langsam Risse erhält. Die dazu noch mit günstigen Mitteln ausgleichbar sind. Wie Du z.B. selbst am Vorschlag mit dem Helical vorschlägst.
Und solche Konzeptverbesserung nenne ich persönlich Modellpflege. Es gibt seit der Mitte der 90er Jahre immer mehr die Verbreitugn der CCD-Technik in der Amateurasronomie. Die Anforderungen an Korrektoren/Flattenern/Reducern seigen. 15 Jahre später reagiert die SCT-Industrie. Die ersten Korrektoren fürs Kleinbildformat konnten ja noch eingesetzt werden. Aber mit dem aufkommen immer größerer Chips steigen die Anforderungen an die SCT's. Es werden neue Features ersonnen, jedoch alte Schwachstellen nur tröge angenommen.
Meine Forderung ist einfach nur: Das man Innovationen konsequent umsetzt. Und es geht durchaus wirtschaftlich.

Meine Kritik wurde von Michael Risch schon richtig aufgefasst. Bashing wäre etwas komplett anderes.

Ehrlich gesagt reibe ich mir gerade die Hände nach einem guten alte C11, daß zumindest schonmal Hyperstarkompatibel ist.
Die optischen Komponenten würden direkt aus dem Tubus entfernt und die Mechanik nochmal komplett neu aufgebaut. Das geht sehr wirtschaftlich von statten.
Aber alles zu seiner Zeit. Erstmal ist das ACF jetzt drann.

CS
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Baader:
Hallo Peter,

es ist schön zu lesen das Du auch die Zeiten miterlebt hast und die Dinge ähnlich wertest wie ich. Klasse was Du "damals" schon zuwege gebracht hast, ich kenne das C14 orange, aber nicht die C14 Schmidtkamera. Irre. Mit der Gabel - und mit chem. Film - zu arbeiten, das war "Kunst" und sicherlich hast Du einiges an Nerven gelassen, so wie ich auch in den Zeiten. Hut ab!

Wie dem auch sei, die Zeiten haben sich geändert, die Geräte sind teils hochwertiger, aber die physikalischen Gesetze, die sind ja gleich geblieben. Von daher macht mich Deine Idee mit der Fokus- und Justagestabilität durch einen Invar Käfig sehr neugierig und auch die Idee mit dem Helikal Fokussierer vorne. Ich kenne auch von Lichtenknecker die Flatfield Kameras und ähnliche Gerätschaften. Aber warum nicht die "alte" Technik mal aufleben lassen. Genau. Morgen werde ich Dein Posting bei uns intern diskutieren.

Und auch für Dich gilt natürlich das Angebot eines Kaffees auf dem ATT, in den späteren Nachmittagstunden, falls Du dort sein solltest.

So macht es Spass hier in den Foren. Sachlicher, interessanter Informationsaustausch. Da bin ich immer gerne dabei. Vielen Dank an alle Beteiligten!

Viele Grüße,
Michael

Hallo Michael,
ein Helical würde schwerbherrschbar sein, die Steitung für die minimale Critical Focus Szone des F/2.2 Gerätes mit 0,5 mm Gewindesteitgung evtl. schon zu grob. Problematisch dürfte eine damit auch die Adaption eins Fokusmotors sein.
Alternative: Ein PDF-Like-Fokuser. Dieser verbraucht nicht viel offenen Weg und über Pancake-Steper hätte man eine Sehr kompakte Lösung. Die Lösung würde auf Linearlagern und Gewindespindel m Pancake Stepper basieren. Die Ansteuerung sollte aber schon mit mindestens 64 Mikroschritten bei 1,8° Vollschritt erfolgen. Bei einr Gewindesteigung von <0,5 mm hätte man so ausreichend Steps um sicher in der CFZ zu fokussieren. Eine solche Konstruktoin kann zu dem Verkippungen je nach Kameralat besser ab.
Dann wäre so ein Gerät zu dem für den automatisierten Einsatz brauchbar.
Filterrad, daß wird nicht klappen. Denkbar wäre aber auch, daß man 4 Filterschieber verbaut und diese mit minimotoren (Durchmesser 10 mm in den Strahlengang zieht).
Ein rotationssystem würde evtl. einseitig abschattn.
CS,
Gerrit
 
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Hallo Michael,
Von daher macht mich Deine Idee mit der Fokus- und Justagestabilität durch einen Invar Käfig sehr neugierig und auch die Idee mit dem Helikal Fokussierer vorne. Ich kenne auch von Lichtenknecker die Flatfield Kameras und ähnliche Gerätschaften.
Invarstäbe hatte ich früher zur Temperaturkompensation im Tubus des LK MPT200/FFC (Krüpax Tubus) eingezogen, des gleichen im Eigenbau-Tubus des jetzigen TMB 152/1200. Die Invarstäbe bringen hervorragende Temperaturstabilität, sind aber nicht gerade preisgünstig.

Gerrit, alles klar, an einem optimierten ACF hätte ich schon Interesse, würde ich gerne mal sehen. Ist mir einen zweiten Kaffee wert - vielleicht bis zum ATT!
Ich werde den Stand für die optimierte LX200 Montierung (Encoderbetrieb) mit dem 16" ACF zur ATT absagen, denn der "motivierte" Standplaner (J.H.) konnte mir nicht mitteilen, wo sich der Stand befinden wird und ob ich einen Tisch, eine Stellwand oder Strom erhalten kann...; das Gespräch dauerte keine Minute. Da ist die AME von Siegfried Bergthal professioneller organisiert. Das werde ich mir bei der "Ansage" nicht antun.

Du kannst dir aber gern auf meiner Homepage die Optimierungen und Umbauten anschauen...

Optimierung/Umbau LX200 Montierung, 16" ACF + Kuppelsteuerung für Baader Kuppel

LG
Eberhard
 
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Hi Eberhard,

sieht so aus, als wenn wir unseren Kaffee und Weißheiten weiter im stillen Kämmerchen verarbeiten ;)

FQuadrat hat nen guten Hinweise gebracht, man kann auch mit dem entsprechenden Materialien temperaturkompensiert arbeiten. So hab ichs mit menem 10" Newton gemacht (F/4) und da verzieht sich nichts. Und so Gott will, daß die Rohrklemmen langsam mal greifbar sind.....
Ach ja :)
CS
Gerrit
 
Hallo an alle,

Ihr seid klasse - tolle Ideen und interessante Infos.
Denke, ich werde heute morgen mit unseren Optikern und Mechanikern mal eine Diskussionsrunde anzünden und mich dann wieder melden :)

Vielen Dank!

Eberhard, Gerrit, ich bin auch auf der AME - dort können wir die Sache mit dem Kaffee dann nachholen!

Viele Grüße,
Michael
 
Hallo Kollegen,
zunächst ist das aufleben des Schmidtkamera Prinzips mal ne tolle Sache (Auch wenn es keine Schmidtkamera ist).
In unseren Verein haben wir auch noch eine alte Celestron Schmidtkamera und wir haben hin und her überlegt wie man diese auf Digitale Fotografie umbauen könnte.
Wir haben uns entschieden auf gekrümmte CCD Chips zu warten ;)
Nun zur Fokussierung.
Ebenfalls im Verein haben wir ein 16" RCX von MEADE.
Dieses hat einen Carbon Tubus und eine Frontfokussierung.
D.h. Der HS ist fix und kann nicht verkippen.
Die Schmidtplatte mit dem Fangspiegel jedoch wird mit Hilfe von drei Gewindestangen mit Motoren im Tubus fokussiert.
Justage funktioniert ebenfalls elektronisch.
Die Motoren lassen sich dazu einzeln ansteuern.
Das Verfahren funktioniert sehr gut.
Allerdings hat das Gerät nur ein Öffnungsverhältnis von f/8.
Ich könnte mir so ein Prinzip ebenfalls für den HS vorstellen.
 
Hallo Michael,

welche Qualitäten möchtest Du denn hier ansprechen?
Außer acht gelassen wird: Die des Seeings? Die des Astrophotographen?
Solche Aufnahmen sind immer werbewirksam. Die Probleme die hier speziell von mir angesprochen wurden kommen aber bei der Planetenfotographie kaum zum tragen. Ich habe bei Aufnahmen nahe der optischen Achse nicht so hohe Ansprüche an die Kollimation eines Systems, wie bei einer Aufnahme mit der Feldaufnahmen über einen Bildkreis von ca. 50 mm gemacht werden sollen und dann noch bei F/2. Peter und Du ihr seit noch aus der Ära der Filmfotographie. Seither sind aber (seit Mitte der 90er) Jahre die Anforderungen an die Präzision der Geräte und auch deren Verarbeitung gestiegen.

Wenn Du von Qualität sprichst. Kannst Du durchweg garantieren, daß jedes SCT oder EdgeHD aus dem Celestron innerhalb der letzten 20 Jahre die Qualität hat, die Du uns hier versuchst zu suggerieren? ;) Nein, es geht nicht nur um Celestron. Meade könnte es nicht, auch wenn sie es behaupten würden. Hier gehts auch nicht um Bashing. Solche Aufnahmen würden auch gelingen, wenn das Seeing top ist und die Geräte einen Strehl von 0,85 hätten. Da würden Strehl-Fetischisten auf die die Barrikaden gehen ;) Der Besitzer eines solchen Gerätes frustriert nächte lang nicht schlafen können. Ja, es gibt auch diese Bewegung, die Ahnungslosen die Lust am eigenen Gerät verderben kann (obwohl es beugungsbegrenzt arbeitet).

Sicher kann hier der Eindruck entstehen, dass Celestron Geräte schlecht gemacht werden. Und solche Aufnahmen beweisen Gott sei Dank, daß sie für das Geld einen sehr guten Anwendungsbereich haben in dem sie sehr gut performen. Ein Intes Mak mit 14" würde mittlerweile schon den Betrag eines Kleinwagens kosten. Sowas darf man nicht außer acht lassen. Und selbst ein Newton muß erstmal entsprechend modifiziert werden, bis das man dahin kommt.

Ich finde, daß in den letzten 10 Jahren Celestron einiges konsequenter umgesetzt hat, als beispielsweise Meade. Und man ist auch relativ schnell mit Reducern und weiteren Optionen bei der Musik geblieben. Das ist sehr, sehr löblich. Es geht halt noch konsequenter und bei weitem nicht so teuer, wie es hier zum Teil propagiert wird. Denn schaut man sich einfach mal Eberhards Modifikationen an. Wie teuer sind heute Linearlager? Zumal die C14 ja schon die Bohrungen für solche Späße in der rückseitigen Platte der Hauptspiegelaufnahme zu finden sind. Ein Lüfter kostet nicht die Welt, die drei Bohrungen auch nicht.....

Ich drücke mal mein Anliegen aus meinem ersten Post so aus: Mein Wunsch wäre, daß man den Fokusmechanismus den man in der Schmidt-Kamera nun umgesetzt hat, schnell den Weg in die EdgeHD findet. Und mein Wunsch wäre auch, daß man als besondere Service-Leistung des Hauses Baader eine Umrüstung von Altgeräten erstehen kann. Und wenn ich sehe, wie schnell ich mein ACF zerlegt habe, wieder zusammen gebaut habe und am Stern kollimiert habe ohne irgend einen Asti im System zu haben, dann kann es Menschen die sich seit 30 Jahren professionel mit einem SCT beschäftigen viel besser gelingen als mir. Da liege ich doch richtig oder?

Unabhängig davon...

Ein weiterer Wunsch wäre auch, daß man den Anwendern - denen in absolut unglücklicher Weise ihr Schmidtplatte zu Scherben gegangen ist - im Rahmen einer Ersatzteil-Versorgung - ersetzen könnte. Leider liest man immer wieder, daß dies nicht gehen soll.
Wäre das denn doch möglich? Wenn es Baader nicht in de Kram passt, weils unwirtschaftliches Gefummel ist - dann ist das durchaus legitim - aber es gibt doch offensichtlich durchaus Leute die sowas hinbekommen (sofern es die beruflichen Aktivitäten zulassen).

Vielen Dank schonmal für Dein Feedback, Michael
CS
Gerrit
 
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Hallo Gerrit,

ich verstehe Dich schon richtig, wie Du selbst gesagt hast. Du willst die Celestron Geräte nicht schlecht machen sondern nur mögliche und nötige Verbesserungen anregen. Du liegst da sicher nicht falsch. Deine Meinung äusserst Du auf Deine eigene Art, mit der ich ganz gut klar komme. No bad feelings.

Ich fand lediglich das Foto beeindruckend und zugegeben wollte auch mal ein bisschen zurücksticheln, ich hoffe Du verzeihst mir :)

So ein Foto macht man natürlich nur wenn viele Faktoren passen. Die Optik ist sicher einer der wichtisten, die anderen sind das Seeing, der Fotograf ect. Da hast Du auch Recht.

Niemand kann garantieren das alle Optiken der letzten 20 Jahre solche Bilder liefern. Aber ich kann Dir zur Optik-Qualität zumindest den Eindruck wiedergeben, den ich in den letzten 12 Jahren bekommen habe. Mehr als ein paar hundert SC´s habe ich bestimmt schon am künstlichen Stern gesehen wobei ich festgestellt habe das die Qualität in den letzten Jahren viel "gleichmäßiger" geworden ist. Das liegt nach meiner Einschätzung an den mittlerweile moderneren Fertigungs- und Testmethoden. Gerade die C14 und Edge HD 14" schauen wir uns vor Auslieferung alle an. Einen echten Ausreißer nach unten hab ich zumindest noch nicht gesehen.

Dss mit den Schmidtplatten ist in der Tat ein Problem das wir auch immer wieder haben. Die Schmidtplatte ist das am aufwendigsten zu produzierende Teil eines SC´s. Zwei optische, geschliffene und polierte Flächen, dann noch die Krümmung und das Loch. Ich habe die bei der Produktion zerbrochenen C14 Platten gesehen, das ist nicht wenig was da zerdeppert wird. Daher ist jede Platte "wertvoll" und geht verständlicherweise vorrangig in die Produktion von Komplettgeräten, es ist gerade bei den großen Platten deshalb immer langwierig und schwierig welche zu bekommen. Schwierig aber nicht unmöglich. Wir kriegen sie in "homöopathischen Stückzahlen" mit langen Lieferzeiten. Hoffe das wird sich mal bessern. Natürlich geben wir hier unseren Kunden und den Kunden unserer Händler Vorrang beim Support, bitte bei uns anfragen.

Ich hoffe ich habe Deine Fragen ausreichend geklärt, wenn nicht, frag gern nach!

Und sobald ich den neuen Astrographen gesehen habe, gebe ich hier Infos zur Qualität Fokussierung, das wird das erste was ich mir anschaue, versprochen.

Viele Grüße und schönes Wochenende,
Michael
 
Hallo Michael,

stimmt, die Fotos von Mario schon sehr beeindruckend sind. Er ist halt der Profi unter uns Amateuren. Aber Gerrit hat unsere Hauptprobleme auch angesprochen, denke ich. Solch eine Aufnahme ist mir in diesem Jahr noch nicht gelungen. Lediglich zur Marsopposition 2012 (25.03.) hatte ich etwas mehr Glück mit dem 16" ACF. Das Bild ist etwas verkleinert, findest du aber auch im aktuellen Kalender für Sternfreunde 2014 (S.164):
Link zur Grafik: http://www.poguntkeweb.de/Mars_R_RGB_25_03_2012_2154.jpg

Eine besondere Frage hätte ich doch. Wenn du die Fertigung der SP gesehen hast; wie werden sie denn nun geformt, passiert das weiterhin im Unterdruck und beidseitigem Planschliff (Politur)?
Ansonsten verweise ich auch gern auf eine andere Stelle zur Diskussion bezügl. eines 11" EdgeHD...

Qualität eines EdgeHD...

LG + CS
Eberhard
 
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Hallo Eberhard,

das ist doch auch ein klasse Bild!

Den von Dir verlinkten Thread kannte ich noch nicht, danke das Du mich darauf hinweist. Ich habe mich eingelesen und kann wenigstens ein bisschen was dazu beitragen.

Ich habe die C14 Fertigung in Torrance gesehen (die kommen immer noch aus USA) aber nicht jedes Detail in Erinnerung weil es ganz einfach zu viel ist. Du kannst Dir das sicher vorstellen, eine Fabrikhalle mit mehreren anderen Räumen voller Maschinen und viele Leute laufen rum, es ist laut, man wird in einer Gruppe durchgeführt und bekommt einige Dinge im Detail zu sehen, aber man kann sich nicht alles genau anzuschauen oder gar genau hinterfragen. Ich hatte mich sehr für die Korrektur der Fangspiegel interessiert, die tatsächlich per Hand auf die Hauptspiegel korrigiert werden wie es ja auch im Whitepaper beschrieben ist. Eine ähnliche Korrektur der Schmidtplatte auf den Hauptspiegel habe ich nicht gesehen. Aber wie gesagt, unzählige Poliermaschinen in einer großen Halle, uns wurde nicht die Funktion jeder einzelnen Station erklärt.

Ich habe mir noch die Justageanlagen, die Vergütung, die Prüfung angeschaut...es war alles faszinierend. Die Schmidtplatten habe ich nur "gestreift" und dabei ist mir der Haufen mit den zerdepperten Platten in Erinnerung geblieben. Ich komme sicher wieder hin, beim nächsten Mal schaue ich mir die Schmidtplatten genauer an und stelle einige Fragen mehr.

Bei den Edge HD´s gibt es übriges in der Fertigung einen deutlichen zusätzlichen Aufwand gegenüber den SC´s: Die zeitaufwendige Justage des Korrektors. Dsa geht aus dem Whitepaper nicht deutlich hervor.

Generell lässt sich wohl noch sagen, das jedes Produkt sein Preis/Leistungsverhältnis hat und das es "100% Perfektion" - wenn überhaupt - dann sicher nicht für den Preis eines massenproduzierten Teleskops gibt. Für den Preis ist die Leistung von SC´s, Edge HD´s und auch die entsprechenden Geräte der Mitbewerber jedoch sicherlich absolut in Ordnung. "Perfektion" gibts dann von den High End Marken für ein mehrfaches des Preises eines SC´s/EHD´s.

Das jemand der sich gut auskennt wie Tommy einzelne Celestron/Meade Teleskope noch im Detail optimieren kann, denke ich ist eine Folge der Massenproduktion wo jedes Teleskop exakt den gleichen Fertigungsprozess durchläuft.

Soweit meine Gedanken zum Thema.

Viele Grüße,
Michael

 
Hallo Michael,

ich bin erschrocken über Deine Aussage:

Generell lässt sich wohl noch sagen, das jedes Produkt sein Preis/Leistungsverhältnis hat und das es "100% Perfektion" - wenn überhaupt - dann sicher nicht für den Preis eines massenproduzierten Teleskops gibt. Für den Preis ist die Leistung von SC´s, Edge HD´s und auch die entsprechenden Geräte der Mitbewerber jedoch sicherlich absolut in Ordnung. "Perfektion" gibts dann von den High End Marken für ein mehrfaches des Preises eines SC´s/EHD´s.

Was heist das für den Kunden - z.Bsp. für mich, der beabsichtigt ein C11 EdgeHD mit Zubehör zu kaufen ?
Heist das, daß ich bei diesem Gerät ein Restrisiko (inkl. Spiegelshifting) mitkaufe, bei einem Preis von 4.695,- Euro ?
...und was würde für den Kunden (z.Bsp. mich) eine von Dir genannte "Perfektion" kosten ?

Massenproduzierte Teleskope hin oder her, bei solch einem Preis kann der Kunde, meiner Meinung nach, eine Perfektion schon erwarten.

Ich war nun kurz davor dieses Teleskop zu kaufen (!)...aber im Zuge dieser Diskussionen werde ich mein Vorhaben ein C11 EdgeHD zu kaufen vorläufig auf Eis legen ! Denn die Gefahr der Unzufriedenheit und Ärger ist unter diesen Umständen doch relativ hoch.

Ich hoffe Du kannst nach der ATT positive Neuigkeiten zu diesem Thema mitteilen und mich für den Kauf überzeugen.

Vielen Dank für Dein Verständnis !
...und gute Zeit bis dahin !

 
Hallo Erwin,

knapp 5.000 Euro für ein 11" Teleskop dieser Bauart erscheint mir recht wenig; vergleiche mal mit einem guten Fernglas oder einem Apo.

Ich will es mal so formulieren: Entweder hast Du die Kohle für ein High End Produkt, dann kaufe es Dir, oder sei mit der Mittelklasse zufrieden.

Aber einerseits das Geld nicht ausgeben wollen für Spitzenware und andererseits nur diffus und unkonkret über die Qualität der Mittelklasse jammern, was soll das?

Grüße
Andreas
 
Hallo Andreas,

1. den Preis habe ich vom Händler
2. bevor ich ein HighEndProdukt kaufe muß ich wissen was es kostet
3. woher weist Du, daß ich das Geld nicht ausgeben will ?

Woher sollte ich sachliche Infos bekommen als hier im Forum ?

und andererseits nur diffus und unkonkret über die Qualität der Mittelklasse jammern

dazu kann ich mich als Laie nicht äußern.


 
Hallo Erwin,

das perfekte Teleskop würde wesentlich teurer sein, da werden z.B. um einiges bessere optische Kombonenten verbaut (z.B. hier ganz andere Spiegelträger als Pyrex) die eine andere optische Qualität haben (L/10 Optiken) Nur Beispiele, an welchen Parametern man noch drehen kann. Und das gibt es für den Preis eines C11 oder EdgeHD 11 nicht.

Ohne jetzt eine transatlantische Preisdiskussin anstiften zu wollen möchte ich mal folgendem Link in den Thread bringen:

http://www.optcorp.com/celestron-11-rasa-rowe-ackermann-schmidt-astrograph-ota.html
Im Vergleich dazu der Preis eines EdgeHD11:
http://www.optcorp.com/celestron-edgehd-1100-telescope-ota-91050.html
Wobei ich noch nicht weiß, ob Celestron generell den Preis für die EdgeHD gesenkt hat oder ob es sich hier um ein Optcorp-Angebot handelt.

Und mir geht es ausgangsweise nur darum, daß man evtl die Preisdifferenz übertragen kann. Und meine Hoffnung ist auch, daß es Baader so macht ;)

Wenn man also in der Lage ist, ein Gerät zu modifizieren daß es bei F/2.2 mit einem großen Chip besser arbeitet als ein EdgeHD bei F/2. Und das noch zu einem für mitteleuropäische Verhältnisse moderaten Preis. Man also Mehrkosten wie hier im Beispiel von ca. 200 bis 500 USD hat.
Und dann noch so große Ähnlichkeiten zwischen den beiden Tuben vorhanden sind (und wohl bestimmt auch im Inneren, hier wäre mal ne Schnittzeichnung interessant). Dann müßte dieses Konzept doch übertragbar sein. Für dieses Geld.

Man hat dann keine Intes-Optik oder keine TEC-Qualität und auch kein Astro-Physics-Gerät. Dennoch könnte man erwarten, daß Celestron das Konzept überträgt.
Vielleicht wirds auch so sein?!
Ich glaube nicht, daß Celestron einfach mal so diese neue Mechanik verbaut hat. Und ich glaube ebensowenig, daß uns Anwendern mal wieder die Arbeit des Testens überlassen wird.
Selbst die EdgeHD11 wurden noch vor der Markteinführung von mind. einem erfahrenen Anwender getestet.

CS
 
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Hallo Gerrit,

danke für die Links.

Das verstehe ich alles, was Du hier beschrieben hast, dafür nochmals DANKE(!). Aber die eine oder andere Aussage hier im Thread hat mich bei meiner Kaufabsicht schon verunsichert. Unter anderem auch was das Spiegelshifting angeht. Wäre hier eine Option einer Nachrüstung gegeben um dieses zu unterbinden, wäre mir schon geholfen. Aber solches habe ich leider noch nicht feststellen können.
Daß ich kein 100% perfektes Teleskop zu diesem Preis bekommen kann, das ist mir schon klar (!) - aber ich möchte das vertretbare/optimale "Beobachtungsvergnügen" haben ohne gleich Frusterlebnisse zu bekommen - auch für diesen Preis.
Ich denke, ich warte mal ab. Vielleicht tut sich ja doch noch etwas.

Bis dahin gute Zeit !

 
Hallo Erwin,

ich verstehe zwar Deine Verunsicherung, andererseits kann ich den beiden letzten Postings hier nur wenig hinzufügen.

Es ist in der Tat so das viele Produkte, ganz gleich ob Teleskop oder Auto oder...oder...oder... meist ein Preis/Leistungskompromiss sind. Außer im absoluten High End Bereich, wo man 100% Perfektion versucht und dafür muss man dann oft ein Vielfaches eines Produktes mit einem - sagen wir mal - "für die meisten Kunden akzeptablen" Preis/Leistungskompromiss zahlen.

Also, es gibt so viele Amateure die mit den kleinen Schwächen der Celestron- oder Meade Geräte klar kommen und wunderbare Fotos damit produzieren, und für ihre Ausrüstung nur die Hälfte des Preises eines High End Gerätes gezahlt haben. Ich denke das spricht dann auch für sich. Wenn Du keine Kompromiss eingehen willst, dann solltest Du Dir eher die Produktpalette von PlaneWave, ASA ect. anschauen - kostet halt mehr.

Gerrit, wie gesagt, ich gebe sofort bekannt wenn ich die Fokussierung gesehen habe. Ich weiß im Moment auch noch nicht mehr. Und ansonsten kommt gerne auf dem ATT vorbei, dort wird das Gerät stehen und ich bin ab den späteren Nachmittag, wenns etwas ruhiger ist, auch für Detaildiskussionen zu haben.

Viele Grüße,
Michael

 
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