Ich weiß nicht wie die Profis vorgehen bei der Auskühlproblematik, aber ich las vor Jahren schonmal von einem Sternfreund, der seinen großen Apo Refraktor in einer klimatisierten Kuppel aufbewahrte. Der Refraktor wurde schon tagsüber in der Kuppel auf voraussichtliche Nachttemperaturen heruntergekühlt.
Hallo Jürgen, die Profis verwenden Spiegelteleskope

Nein im ernst, das mit der Klimatisierten Sternwarte habe ich auch schon gehört und klingt für mich auch nachvollziehbar.
Eine Isolierte Sternwarte bzw. ein Isoliertes Dach bringt auch schon sehr viel, dann kann sich das darunter befindliche Instrumentarium schon gar nicht tagsüber aufheizen.
Gleiches gilt für SCs, oder auch Newtons im Volltubus mit ordentlich Kamineffekt.
Ab einer bestimmten Größe braucht man aktive Belüftung um das Potenzial nutzen zu können, egal welche Bauart.
Hallo Olli,
sehe ich genauso!
Im China-Billigsegment kann ich das ja noch nachvollziehen und eigentlich kann man auch froh darüber sein, mit ein paar günstigen Tuning Maßnahmen zu einem guten Bild zu kommen.
Doch in bestimmten Preiskategorien ist das für mich nicht mehr nachvollziehbar, warum man da keine konstruktiven bzw. Technischen Maßnahmen gegen das Tubusseeing und der Grenzschichtbildung ergreift.
Zumal die Hersteller und die Händler um die Problematik der Thermik Bescheid wissen.
Jeder der schon mal eine Optik gemessen, oder selbst hergestellt hat, weiß darüber Bescheid, die Strehl 0.99 lassen sich erst nach der Temperaturanpasung messen.
Da werden mit die genauesten Flächen hergestellt welche die Menschheit herstellen kann und Präzisionsinstrumente erschaffen, um dann durch thermische Verformung und Warmluftgeblubber alles wieder zu Nichte zu machen.
Ich kann mir das nur so erklären, dass der Käufer und Konsument, entweder keine Ahnung hat, oder er diese Tatsachen bereitwillig in kauf nimmt, vermutlich oft auch beides, wenn die Sachen auch so verkauft werden, warum nicht?
LG