Neuer Skywatcher Skymax 200DX

Mexxor

Aktives Mitglied
Hallo,

Skywatcher bringt ab dem Sommer einen neuen Maksutov Cassegrain mit 200mm Öffnung und 200mm Brennweite auf den Markt. Ein Lüfter ist auch verbaut, nur ein Griff fehlt wohl.

Ich bin gespannt auf den neuen Mak!


Gruß und CS
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
ein Mak mit f/1 ist natürlich der Hammer! ;)

CS.Oli
Hoppala, sollte natürlich 200mm Öffnung und 2000mm Brennweite heißen!

Die Fokussierung soll wohl Schifting frei sein! Wenn das stimmen sollte, ist es eine echte Alternative zu einem C8.l, so gut wie keine Koma und ein ebenes Gesichtsfeld.
Nur der fehlende Griff macht mir etwas Sorgen, bei 12kg Gewicht und 235mm Tubus Durchmesser, könnte es knifflig werden beim rein heben in die Montierung

Gruß und CS
Thomas
 
Da scheint mir von Skywatcher ein wenig Marketinggeschwätz dabei zu sein, "22% Obstruktion in der Fläche", fast schon irreführend, wer gibt das so an.
Zumindest der Astroshop gibt dann die korrekte Obstruktion in den technischen Daten an, scheint mir die annähernd gleiche von einem C8 zu sein.
Und gewichtsmäßig, und von der Sperrigkeit bzw. Anforderungen an die Montierung muss sich der mit einem C11 messen.

Clear skies
Martin
 
Moin,

sehr spannendes Teil.
Maks in der Größe sieht man leider nut selten.

Es gibt sogar einen 0,7x Reducer zum fotografieren.
Da bin ich mal gespannt drauf.

Grüße
Brian
 
Guten Morgen,
könnte eine gute Alternative zu anderen Geräten werden. Ich persönlich wäre dann rein vom Preis und der vielen positiven Bewertungen her, eher bereit 15% mehr zu zahlen und auf 20mm Öffnung zu verzichten und einen Mewlon180C zu kaufen. (Den gibt es derzeit für knapp über 2000Euro zum Beispiel bei
Interessant finde ich die Hauptspiegelbelüftung. Bin trotzdem gespannt wie die ersten Berichte vom "Neuen" ausfallen.
Cs
Hans
 
Wenn das stimmen sollte, ist es eine echte Alternative zu einem C8.l, so gut wie keine Koma und ein ebenes Gesichtsfeld.

Sie schreiben ja ausdrücklich das es ein aplanatisches also Komafreies Design ist.
Es dürfte daher eher umgedreht sein, die Koma ist vollständig korrigieret aber die Bildfeldwölbung nicht.
Es wäre damit eher mit dem Meade ACF Komafree zu vergleichen.

Im Gegensatz zum ACF kann ein Rumak Design eine vollständige Komakorrektur mit rein sphärischen Flächen erreichen.
Es ist also auch kein asphärischer Sekundärspiegelwie beim Meade ACF nötig.

Ein Vollständig geebnetes Feld kann aber auch ein Rumak Design nicht ohne zusätzlichen Korrektor erreichen.
Das ist Physikalisch mit den 4 optischen Flächen des Rumak schlicht nicht möglich die Petzval-Summe auf null zu bringen und gleichzeitig auch Koma und Asti zu korrigieren.
Die Bildfeldwölbung ist aber geringer als bei einem SCT wie dem Meade ACF Komafree.

Also Vergleich ACF versus aplanatischem Rumak.
Beide korrigieren die Koma vollständig.
Der Vorteil des aplanatischem Rumak ist aber das er mit rein sphärischen Flächen auskommt und eine geringere Bildfeldwölbung aufweist.

Ein vollständig geebnetes Feld hat aber auch ein aplanatischer Rumak nicht ohne zusätzlichen Korrektor.

Da Skywatcher nichts von einem Korrektor im Blendrohr schreibt nehme ich an das es sich beim Skymax 200 DX um einen klassischen aplanatischen Rumak ohne vollständige Feldebnung handelt.
Das wäre ein Design wie bei den Intes-Mikro MAKs der Alter-M Serie.

Grüße Gerd
 
Da scheint mir von Skywatcher ein wenig Marketinggeschwätz dabei zu sein, "22% Obstruktion in der Fläche", fast schon irreführend, wer gibt das so an.

Na ja bei sehr großer Obstruktion ist dann auch der Lichtverlust durch Flächenverlust also hier immerhin schon beachtliche 22% Lichtverlust insbesondere für den Fotografen schon nicht uninteressant.
Irreführend ist aber das man mit der 22% Flächenangabe mit höchsten Kontrast wirbt.
Es ist bezüglich des Kontrastes nun mal üblich die Durchmesser bezogenen Obstruktion zu betrachten und wie man bei satten 47% Obstruktion auf den Durchmesser bezogen mit höchsten Kontrast werben kann erschließt sich mir nicht.
Ich finde es schon sehr dreist eine 47% Obstruktion als Merkmal für höchsten Kontrast hinzustellen.

Und schlicht falsch ist es so wie Astroshop mit 35% Obstruktion auf den Durchmesser zu werben denn das ist mathematisch schlicht nicht möglich bei 22% auf die Fläche betrachtet kommen nun mal 47% auf den Durchmesser betrachtet heraus.
Das sollte Astroskop schnellsten korrigieren.

TS wirbt im Text zwar auch so vollmundig mit den 22% auf die Fläche und dem 70mm Sekundärspiegel aber sie geben in den Daten dann wenigstens die korrekten 47% auf die Fläche an.
Und sie geben auch den für die Obstruktion entscheidenden Durchmesser für das Blendensystem von 94mm an, wenn auch „nur“ in Klammern.

Es wird ja gerne nur den Durchmesser des Sekundärspiegels angegeben.
Solange man das auch so schreibt und diesen Durchmesser nicht als Obstruktion deklariert ist das ja auch nicht falsch und der kleinere Wert macht sich in der Werbung nun mal besser.
Die Obstruktion wird bei einem Cassegrain System aber letztlich vom Blendensystem bestimmt und ist immer größer als der Durchmesser des Sekundärspiegels.
Der Unterschied kann durchaus beträchtlich sein wie man hier ja auch schön sieht.
Bei 70mm Durchmesser des Sekundärspiegels hat man hier immerhin satte 94mm tatsächliche Obstruktion.

Grüße Gerd
 
Hallo Gerd,

Sie schreiben ja ausdrücklich das es ein aplanatisches also Komafreies Design ist.
Es dürfte daher eher umgedreht sein, die Koma ist vollständig korrigieret aber die Bildfeldwölbung nicht.
Es wäre damit eher mit dem Meade ACF Komafree zu vergleichen.
Ok, dann anders herum, keine Koma und so gut wie keine Bildfeldwölbung.

Da Skywatcher nichts von einem Korrektor im Blendrohr schreibt nehme ich an das es sich beim Skymax 200 DX um einen klassischen aplanatischen Rumak ohne vollständige Feldebnung handelt.
Das wäre ein Design wie bei den Intes-Mikro MAKs der Alter-M Serie.
Aber ist das überhaupt ein Rumak Design?
Soweit ich weiß gehört zu einem Rumak auch ein einstellbarer Sekundärspiegel, den sehe ich aber auf den Bildern nicht. Da sieht es so aus als wäre der Sekundärspiegel aufgedampft, also Gregory Design.

Na ja bei sehr großer Obstruktion ist dann auch der Lichtverlust durch Flächenverlust also hier immerhin schon beachtliche 22% Lichtverlust insbesondere für den Fotografen schon nicht uninteressant.
Irreführend ist aber das man mit der 22% Flächenangabe mit höchsten Kontrast wirbt.
Es ist bezüglich des Kontrastes nun mal üblich die Durchmesser bezogenen Obstruktion zu betrachten und wie man bei satten 47% Obstruktion auf den Durchmesser bezogen mit höchsten Kontrast werben kann erschließt sich mir nicht.
Ich finde es schon sehr dreist eine 47% Obstruktion als Merkmal für höchsten Kontrast hinzustellen.

Und schlicht falsch ist es so wie Astroshop mit 35% Obstruktion auf den Durchmesser zu werben denn das ist mathematisch schlicht nicht möglich bei 22% auf die Fläche betrachtet kommen nun mal 47% auf den Durchmesser betrachtet heraus.
Das sollte Astroskop schnellsten korrigieren.

TS wirbt im Text zwar auch so vollmundig mit den 22% auf die Fläche und dem 70mm Sekundärspiegel aber sie geben in den Daten dann wenigstens die korrekten 47% auf die Fläche an.
Und sie geben auch den für die Obstruktion entscheidenden Durchmesser für das Blendensystem von 94mm an, wenn auch „nur“ in Klammern.

Es wird ja gerne nur den Durchmesser des Sekundärspiegels angegeben.
Solange man das auch so schreibt und diesen Durchmesser nicht als Obstruktion deklariert ist das ja auch nicht falsch und der kleinere Wert macht sich in der Werbung nun mal besser.
Die Obstruktion wird bei einem Cassegrain System aber letztlich vom Blendensystem bestimmt und ist immer größer als der Durchmesser des Sekundärspiegels.
Der Unterschied kann durchaus beträchtlich sein wie man hier ja auch schön sieht.
Bei 70mm Durchmesser des Sekundärspiegels hat man hier immerhin satte 94mm tatsächliche Obstruktion.

Grüße Gerd
Das list sich für mich jetzt weniger schön, die 70mm Obstruktion durch den Sekundärspiel habe ich gelesen. Das entspricht 35% und liegt auf dem Niveau von einem C8, Intes Micro M809 oder Mewlon 180C. Wenn deine Ausführungen stimmen sollten, ist es die gleiche "schön Schreiberei/Rechnerei" wie beim Skymax 127 und 150. Die haben im Original Zustand auch deutlich mehr Obstruktion bzw Öffnung als angegeben.

Wie man hier lesen kann.

Gruß und CS
Thomas
 
Hallo Thomas,

Aber ist das überhaupt ein Rumak Design?
Soweit ich weiß gehört zu einem Rumak auch ein einstellbarer Sekundärspiegel, den sehe ich aber auf den Bildern nicht. Da sieht es so aus als wäre der Sekundärspiegel aufgedampft, also Gregory Design.

entscheidend für einen Rumak ist nicht ob der Sekundärspielgel einstellbar ist sondern ob er einen anderen Krümmungsradius als die Meniskuslinse hat.
Er kann also auch auf die Meniskuslinse aufgeklebt sein.
So wie zb. beim Rumak von Bosma.

Telescope Specialists - BOSMA MAK Maksutov Cassegrain 1000mm, 1800mm, 2400mm

Ich denke man sieht da auch ganz gut das hier der Sekundärspiegel aufgeklebt und nicht einfach auf die Meniskuslinse aufgedampft ist.


Das list sich für mich jetzt weniger schön, die 70mm Obstruktion durch den Sekundärspiel habe ich gelesen. Das entspricht 35% und liegt auf dem Niveau von einem C8

Wie schon gesagt bei 22% auf die Fläche kommt man Mathematisch auf 47% auf den Durchmesser und genau so wird es auch zb. von TS in den Daten angegeben.

Obstruktion 94mm
Obstruktion auf den Durchmesser in % (94/200) x 100 = 47%
Obstruktion auf die Fläche in % (94/200)^2 x100 = 22%

Grüße Gerd
 
Schade also doch ehr was für die Fotofraktion. Hatte mich schon gefreut das endlich wieder ein 8 Zoll Mak für die visuelle Beobachtung Angeboten wird.

Guten Morgen,
könnte eine gute Alternative zu anderen Geräten werden. Ich persönlich wäre dann rein vom Preis und der vielen positiven Bewertungen her, eher bereit 15% mehr zu zahlen und auf 20mm Öffnung zu verzichten und einen Mewlon180C zu kaufen. (Den gibt es derzeit für knapp über 2000Euro zum Beispiel bei
Interessant finde ich die Hauptspiegelbelüftung. Bin trotzdem gespannt wie die ersten Berichte vom "Neuen" ausfallen.
Cs
Hans
Hallo Hans,
Beim Mewlon sind Bauart bedingt nur 2/3 des feldes wirklich scharf der Rest schmiert in Koma ab. Das heißt von den 1,2° Feld sind nur 0,8° nutzbar. Irgendwann hat es mich dann so gestört das ich ihn wieder verkauft habe.

Gruß und CS
Thomas
 
Hallo,

und wie bekommt man bei diesem Gerät das Bildfeld noch flach um auch heutige große Chips zu bedienen.
Ich frage nur für einen Freund, der von Webcams auf größere Kameras umsteigen will?
 
Schade also doch ehr was für die Fotofraktion. Hatte mich schon gefreut das endlich wieder ein 8 Zoll Mak für die visuelle Beobachtung Angeboten wird.

Hallo,
wenn Du hauptsächlich für visuell suchst, nimm doch lieber einen 8" f/12 klassischer Cassegrain von Omegon oder GSO. Sie haben einen Quarzglas Hauptspiegel und einen kleinen Sekundärspiegel mit wenig Obstruktion. (Diese Kombi sollte einiges an Strehl zusammenbringen.) Sie sind auch viel leichter als ein Mak, denn es braucht keine schwere Meniskuslinse. Aber ähnlich kompakt. Und vor Corona gab es sie bereits für 998 Euro Neu.
Also ungefâhr alles was Du suchst?
Gruß
 
Moin,

und wie bekommt man bei diesem Gerät das Bildfeld noch flach um auch heutige große Chips zu bedienen.
Ich frage nur für einen Freund, der von Webcams auf größere Kameras umsteigen will?
es soll für das 200er Skymax auch ein Reducer / Korrektor kommen:
Der korrigierte Bildkreis soll 30mm groß sein.
Also perfekt für APSC oder kleiner Chips.

Grüße
Brian
 
Wenn deine Ausführungen stimmen sollten, ist es die gleiche "schön Schreiberei/Rechnerei" wie beim Skymax 127 und 150. Die haben im Original Zustand auch deutlich mehr Obstruktion bzw Öffnung als angegeben.
Genau wie beim Skymax 102 (der hat 96mm Öffnung) und ich meine auch beim 180 Skymax der müßte mit 167mm unterwegs sein. is bekannt ist wie die Auslegung des neuen Mas ist heit es abwarten und Tee trinken... :coffee:

nimm doch lieber einen 8" f/12 klassischer Cassegrain von Omegon oder GSO. Sie haben einen Quarzglas Hauptspiegel und einen kleinen Sekundärspiegel mit wenig Obstruktion.
oder die Alternative von Apertura, ebenfalls bei GSO gefertigt: 2024 (von GSO für Apertura) CC8 Cassegrain Teleskope.


Viele Grüße Felix
 
Schade also doch ehr was für die Fotofraktion. Hatte mich schon gefreut das endlich wieder ein 8 Zoll Mak für die visuelle Beobachtung Angeboten wird.

Ja bei so einem F10 System ist einfach Systembedingt eine relativ große Obstruktion zu erwarten und das Ganze ist dann in der Tat eher etwas für Foto.
Wesentlich besser wäre fürs visuelle ein F15 System wie zb der Intes Micro Alter M815.


Wobei sich die hier angegebenen 25% Obstruktion wohl auch eher nur auf den Sekundärspiegel beziehen dürften.
Inklusive Blendensystem würde ich hier aber dennoch 30% oder weniger erwarten.
Das wäre im Vergleich zu den 47% des Skywatcher mit F10 ja immer noch ein beachtlicher Unterschied.
Sehr schade das es für die visuellen keine großen F15 Rumaks mehr gibt.
Svbony hat zumindest einen 127mm Rumak mit F11,8.


Mit F15 wäre auch der mit geringerer Obstruktion machbar gewesen.


Beim Mewlon sind Bauart bedingt nur 2/3 des feldes wirklich scharf der Rest schmiert in Koma ab. Das heißt von den 1,2° Feld sind nur 0,8° nutzbar. Irgendwann hat es mich dann so gestört das ich ihn wieder verkauft habe.

In dem Fall wäre ein klassisches Cassegrain wie die F12 Modelle von GSO eine Option.
Hier ist die Koma zwar nicht vollständig aber doch schon recht gut korrigiert.
Die kleine Rest Koma ist hier eher zu vernachlässigen.
Allerdings haben wir hier zumindest bei den älterren Modellen mit 8“ und kleiner das Problem der falschen Auslegung des blenden Systems und zu kleinem Sekundärspiegels.
Die Öffnung wird dadurch beschnitten ähnlich wie bei den Skywatcher MAKs aus deinem Link.
Zumindest beim neuen 8“ soll aber nun wenigstens das Blendensystem korrekt ausgelegt worden sein.
Der Sekundärspiegel ist aber wohl immer noch zu klein und reicht wohl nur für etwas über 190mm Öffnung.
Aber eine Alternative zum 180er Mewlon mit wesentlich geringer Koma wäre der 8“ GSO auch mit real nur etwas über 190mm Öffnung ja trotzdem.

Bei den größeren GSO Modelle sind aber Sekundärspiegel und Blendensystem korrekt dimensioniert.
Das sind daher sehr empfehlenswerte Teleskope.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Gerd,

um den SVBony MK 127 schleiche ich schon einige Zeit herum. Der würde mich für Planeten (visuell und fotografisch) schon reizen, aber ich tu mich etwas schwer zu beurteilen, ob der einen großen Mehrwert bietet zu meinem größten Refraktor Askar 91F mit 610 mm Brennweite. Klar, von der Brennweite her schon, aber mich nervt halt auch immer die Obstruktion bei diesen Geräten, dazu die immense Auskühlzeit. Hat der SVBony auch über 40% Obstruktion?

LG Olaf
 
und wie bekommt man bei diesem Gerät das Bildfeld noch flach um auch heutige große Chips zu bedienen.
Ich frage nur für einen Freund, der von Webcams auf größere Kameras umsteigen will?

Bei F10 ist die wellenoptische Schärfentiefe ja schon recht groß so dass sich Bildfeldwölbung hier wesentlich weniger auswirkt wie bei deutlich schnelleren Optiken.
Außerdem kann man auch auf das Fed fokussieren und damit den Defokus wegen Bildfeldwölbung halbieren.
Bildfeldwölbung ist der einzige Fehler dessen Auswirkung man mit dem Fokus aufs Feld praktisch halbihren kann.
Da Koma vollständig und Asti ganz gut korrigiert ist bleiben die Sterne auch am Feldrand perfekt rund.
Ein kleiner Defokus am Feldrand wird daher kaum auffallen.

Hier kann man auf Erfahrungen mit den Meade ACF Komafree oder den RC Teleskopen verweisen.
Beide haben auch keine Korrektur der Bildfeldwölbung, dennoch ist hier Fotografie auch mit mittlerer Sensorgröße möglich.
Ich würde mal denken das bis APS-C auch mit einem 200F10 aplanatischem Rumak ohne zusätzlichen Korrektor recht brauchbare Ergebnisse möglich sind.
Wie es nun bei den versprochenen 44mm aussieht wird sich zeigen müssen.
Das wird letztlich auch von der Pixelgröße abhängen.
Und große Sensoren haben ja tendenziell auch größere Pixel.

Sehr schade ist halt das Skywatcher keine Spots zeigt.
Die Angabe korrigiertes Feld 44mm ist ohne Spots halt nicht viel wert da man nicht weiß was sie nun genau unter korrigiert verstehen.
Mit Spots wäre das eindeutig.

Grüße Gerd
 
Hat der SVBony auch über 40% Obstruktion?

Ich habe mich speziell mit dem Svbony noch nicht tiefergehend beschäftigt und außer den Eckdaten Öffnung und Öffnungszahl ist ja nichts Näheres bekannt.
Unter 40% sollten aber auf alle Fälle machbar sein. Ich würde jetzt mal bei den Eckdaten so etwa 38% echte Obstruktion inklusive Blendensystem für realistisch halten.
Vorausgesetzt es ist alles korrekt dimensioniert.

Grüße Gerd
 
Hallo
Hallo,
wenn Du hauptsächlich für visuell suchst, nimm doch lieber einen 8" f/12 klassischer Cassegrain von Omegon oder GSO. Sie haben einen Quarzglas Hauptspiegel und einen kleinen Sekundärspiegel mit wenig Obstruktion. (Diese Kombi sollte einiges an Strehl zusammenbringen.) Sie sind auch viel leichter als ein Mak, denn es braucht keine schwere Meniskuslinse. Aber ähnlich kompakt. Und vor Corona gab es sie bereits für 998 Euro Neu.
Also ungefâhr alles was Du suchst?
Gruß
Die 8 Cassegrain kommt nicht in Frage, die älteren Modelle nutzen nur 180mm Öffnung und haben auch um die 45% Obstruktion. Bei den neueren ist es so wie Gerd es weiter oben beschrieben hat, die Obstruktion passt jetzt aber es werden nur 190mm genutzt.


Wobei sich die hier angegebenen 25% Obstruktion wohl auch eher nur auf den Sekundärspiegel beziehen dürften.
Inklusive Blendensystem würde ich hier aber dennoch 30% oder weniger erwarten.
Das kann ich bestätigen!
Mein 190 F15 mal ist mit 25% angegeben, was dem Sekundärspiegel entspricht. Gemessen habe ich knapp unter 30% Obstruktion bei vollen 190mm Öffnung mit der Taschenlampen Methode.

Gruß und CS
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Hans,
Beim Mewlon sind Bauart bedingt nur 2/3 des feldes wirklich scharf der Rest schmiert in Koma ab. Das heißt von den 1,2° Feld sind nur 0,8° nutzbar. Irgendwann hat es mich dann so gestört das ich ihn wieder verkauft habe.
Danke Thomas für den Hinweis, zur Zeit beobachte ich unterwegs mit einem TS Photoline 4" f7, schaue trotzdem nach einem zusätzlichen Teleskop und ein MAK wäre zum beobachten der Planten vielleicht eine gute Ergänzung.
Gruß und hoffentlich bald CS
Hans
 
Die 8 Cassegrain kommt nicht in Frage, die älteren Modelle nutzen nur 180mm Öffnung und haben auch um die 45% Obstruktion. Bei den neueren ist es so wie Gerd es weiter oben beschrieben hat, die Obstruktion passt jetzt aber es werden nur 190mm genutzt.

Der GSO CC 203 hat eine lineare Durchmesser-Abschattung von 33%.
Vgl. Teleskop-Express: TS-Optics GSO 8" f/12 Cassegrain Teleskop 203/2436 mm OTA-TSCas8M
Das sind aber nur ~10% Flächenabschattung; die Fäche steigt nach außen im Quadrat an.

Es handelt sich um einen klassischen Cassegrain. Gerd sprach über Schmidt-Cassegrains und ACFs (von Meade). Das ist was Anderes.
CC ungleich SCT ungleich ACF

Das Ding kostet nur rund 2/3 vom Skymax und wiegt fast nur die Hälfte wie der Skymax. (Stichwort versteckte Kosten einer größeren Montierung.) Wenn ich zwischen einer Skywatcher Optik und einer GSO Optik wählen müsste und beide gleich viel kosten, würde ich immer GSO wählen. Denn die theoretische Qualität des Designs und die praktische Qualität des Schliffs sind zwei paar Schuhe. Insbesondere der Skymax Maksutov 4 optische Oberflächen hat, der GSO CC aber nur zwei. Jede optische Oberfläche kann einen Schleiffehler haben ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Der GSO CC 203 hat eine Durchmesser-Abschattung von 33%.
Vgl. Teleskop-Express: TS-Optics GSO 8" f/12 Cassegrain Teleskop 203/2436 mm OTA-TSCas8M
Das sind aber nur ~10% Flächenabschattung, denn die Fäche steigt nach außen im Quadrat an.
Das ist der tolle Werdetext mehr nicht!

Es handelt sich um einen klassischen Cassegrain. Gerd sprach über Schmidt-Cassegrains und ACFs (von Meade). Das ist was Anderes.
CC ungleich SCT ungleich ACF
Das hat er auch, aber ich habe mich auf diese Aussage bezogen (das rot markierte)

In dem Fall wäre ein klassisches Cassegrain wie die F12 Modelle von GSO eine Option.
Hier ist die Koma zwar nicht vollständig aber doch schon recht gut korrigiert.
Die kleine Rest Koma ist hier eher zu vernachlässigen.
Allerdings haben wir hier zumindest bei den älterren Modellen mit 8“ und kleiner das Problem der falschen Auslegung des blenden Systems und zu kleinem Sekundärspiegels.
Die Öffnung wird dadurch beschnitten ähnlich wie bei den Skywatcher MAKs aus deinem Link.
Zumindest beim neuen 8“ soll aber nun wenigstens das Blendensystem korrekt ausgelegt worden sein.
Der Sekundärspiegel ist aber wohl immer noch zu klein und reicht wohl nur für etwas über 190mm Öffnung
.
Aber eine Alternative zum 180er Mewlon mit wesentlich geringer Koma wäre der 8“ GSO auch mit real nur etwas über 190mm Öffnung ja trotzdem.
Bei den älteren Modellen ist nicht nur der Sekundärspiegel zu klein auch der Blendkragen ist da falsch dimensioniert, er beschneidet die GSO Cassegrains auf ca. 177mm Öffnung. Das sind dann über 40% Obstruktion.

Und im übrigen weiß ich was ein CC, SCT, AFC, DK, MAK, APO, SD-APO usw ist. Das hatte ich alles schon im Einsatz bis auf den CC.

Gruß und CS
Thomas
 
Zumindest beim neuen 8“ soll aber nun wenigstens das Blendensystem korrekt ausgelegt worden sein.
Der Sekundärspiegel ist aber wohl immer noch zu klein und reicht wohl nur für etwas über 190mm Öffnung.

Bei den älteren Modellen ist nicht nur der Sekundärspiegel zu klein auch der Blendkragen ist da falsch dimensioniert, er beschneidet die GSO Cassegrains auf ca. 177mm Öffnung. Das sind dann über 40% Obstruktion.


Da wurde der Sekundärsiegel vergrößert...


Viele Grüße Felix
 
Da wurde der Sekundärsiegel vergrößert...

Soweit ich weiß wurde nur der „Becher“ um den Sekundärspiegel vergrößert, nicht aber der Sekundärspiegel selbst.
Das bringt eine deutliche Verbesserung behebt die Beschneidung einer 203mm Öffnung aber nicht vollständig.
Wobei sich das auch wieder relativiert, wenn man weiß das der HS des angeblich 8“ GSO eh nur 194mm verspiegelten Durchmesser aufweist.


Für den kleineren 194mm HS reicht auch der alte Sekundärspiegel ganz knapp.

Also neues Modell 73,5mm Obstruktion und 194mm Öffnung macht knapp 38% tatsächliche Obstruktion.

Grüße Gerd
 
Also neues Modell 73,5mm Obstruktion und 194mm Öffnung macht knapp 38% tatsächliche Obstruktion.

Hallo Gerd,
um präzise zu bleiben 38% lineare Durchmesser Obstruktion

und tatsächliche Flächenobstruktion

= (73,5 /2)^2 *3,14 / (194 /2)^2 *3,14

= 1350 / 9409

= 14,2%

10% wäre besser, aber 14% finde auch noch einiger Maßen ok.

Ansonsten eventuell zur (gebrauchten 2000 Euro) 10 Zoll Variante wechseln, denn die Größe des Sekundärspiegels wächst beim bei klassischen Cassegrain nur unterproportional an. Der müsste dann ungefâhr bei 10% tatsächliche Flächenobstruktion liegen. 2000 Euro sind auf einem gebrauchten GSO 10 Zoll CC Casse vermutlich besser investiert, als 1800 Euro auf einem neuen 8 Zoll Mak. Und er wiegt auch nicht viel mehr.
Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
um präzise zu bleiben 38% lineare Durchmesser Obstruktion

da es üblich ist beim Thema Obstruktion immer mit der linearen zu arbeiten kann man diesen Zusatz durchaus auch weglassen aber falsch ist es natürlich auch nicht das dazuzuschreiben.
Da wir schon immer mit der linearen Obstruktion arbeiten können wir diese aus der Erfahrung einfach besser einordnen.
Genauso wie man den Preis einer Ware in der Währung am besten einschätzen kann mit der man üblicherweise bezahlt.

Wir müssen hier das Rad also nicht neu erfinden und plötzlich mit der Flächen bezogenen Obstruktion arbeiten nur weil hier der reine Zahlenwert geringer ist.
Die 14,2% auf die Fläche sind genauso schlimm wie die 38% linear.
Genau wie eine Ware die 23 Tschechische Kronen kostet den gleichen Preis hat wie die Ware welche 1€ kostet, wenn der Kurs des Euro bei 23 Kronen liegt.
Da sagt ja auch keiner 23 Tschechische Kronen ist aber teuer und 1€ ist billig.

Ansonsten eventuell zur (gebrauchten 2000 Euro) 10 Zoll Variante wechseln, denn die Größe des Sekundärspiegels wächst beim bei klassischen Cassegrain nur unterproportional an. Der müsste dann ungefâhr bei 10% tatsächliche Flächenobstruktion liegen.

Nun bei 31,6% Obstruktion landet man beim 10“ CC von GSO nun nicht gleich aber bei für ein Cassegrain System doch schon recht guten 34,5% schon.


Diese Messung deckt sich auch recht gut mit der Zeichnung.


Grüße Gerd
 
Wir müssen hier das Rad also nicht neu erfinden und plötzlich mit der Flächen bezogenen Obstruktion arbeiten nur weil hier der reine Zahlenwert geringer ist.
Die 14,2% auf die Fläche sind genauso schlimm wie die 38% linear.

Das einfallende Licht verteilt sich auf der Fläche, nicht auf der Durchmesser-Linie.

Deshalb ist die Flächenobstruktion die relevante und zielführende Kennzahl, die angibt wie stark die Lichtstärke durch die Abschattung tatsächlich abnimmt.

Die lineare Durchmesser-Obstruktion ist eine irreführende Kennzahl, die den tatsäschlichen Effekt der Abschattung übertreibt. Es gibt sie nur deshalb, weil sie einfacher zu messen ist und nicht gerechnet werden muss. Sekundärspiegeldurchmesser (ggf. mit Rand) / effektiven Öffnungsdurchmesser.
 
Das einfallende Licht verteilt sich auf der Fläche, nicht auf der Durchmesser-Linie.

Deshalb ist die Flächenobstruktion die relevante und zielführende Kennzahl, die angibt wie stark die Lichtstärke durch die Abschattung tatsächlich abnimmt.

Die lineare Durchmesser-Obstruktion ist eine irreführende Kennzahl, die den tatsäschlichen Effekt der Abschattung übertreibt. Es gibt sie nur deshalb, weil sie einfacher zu messen ist und nicht gerechnet werden muss. Sekundärspiegeldurchmesser (ggf. mit Rand) / effektiven Öffnungsdurchmesser.

Wenn wir die Obstruktion betrachten interessiert uns in der Regel nicht der Lichtverlust denn der ist bei üblicher Obstruktion eher gering und damit vernachlässigbar, sondern der Kontrastverlust.
Und nur bei Betrachtung des uns hier normalerweise interessierenden Kontrastverlustes arbeiten wir mit der linearen Obstruktion.
Wenn uns tatsächlich mal der Lichtverlust interessiert betrachten wir natürlich immer schon die Fläche.

Und einen % Wert kann man nicht direkt messen, den muss man immer berechnen.
Und den Flächenwert muss man nicht so umständlich berechnen wie du es machst.

Linear …………………………(73,5/194) x100 = 37,9 %
Auf die Fläche ……………….(73,5/194) ^2 x100 = 14,3%

Der einzige Unterschied ist also das man das Quadrat bei der Fläche bilden muss.

Da uns aber wie gesagt normalerweise nicht der Licht, sondern der Kontrastverlust interessiert und wir bei Betrachtung des Kontrastverlusts immer schon mit der linearen Obstruktion gearbeitet haben können wir den Kontrastverlust aus unserer Erfahrung heraus einfach besser in der gewohnten linearen Betrachtung der Obstruktion einschätzen.

Grüße Gerd
 
Danke für die Aufklärung, Gerd. Dann sind wir inhaltlich ja gar nicht weit auseinander. :D

Da uns aber wie gesagt normalerweise nicht der Licht, sondern der Kontrastverlust interessiert und wir bei Betrachtung des Kontrastverlusts immer schon mit der linearen Obstruktion gearbeitet haben können wir den Kontrastverlust aus unserer Erfahrung heraus einfach besser in der gewohnten linearen Betrachtung der Obstruktion einschätzen.

Und die Formel

Kontrastverlust = Lineare_Durchmesserabschattung (in %)

ist das eine (Hobbyastronomen-)Daumenregel oder ein physikalisch belegbarer Zusammenhang, den man idealer Weise auch in Luminanz-/ Helligkeitswerten von Pixeln nachmessen könnte, wenn man eine Kamera dranhängen würde?

Offen gesagt, habe ich noch nie von dieser Kontrastformel gehört. Was nicht heißen soll, dass es sie nicht gibt oder sie falsch wäre.
 
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