welchen MAK mit 150mm Öffnung?

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Hier im Forum wurde die optische Qualität der Intes Mak mehrfach positiv diskutiert u.a. hier


CS Thomas
 
Das Thema Obstruktion wurde ebenfalls diskutiert - u.a.


Das MK 69 ist fotografisch ausgelegt.

CS Thomas
 
Das ist schon klar, ein wirklich schönes Teil aber eben für Foto (was ich auch gerne mache),
insofern hab ich jetzt einen weiteren Gründ zum Grübel, der aber nicht zur Ausgangsfrage passt.

Was ich suche (siehe ganz vorn) ist ein leichtes, trasportables und zuverlässiges Teil mit langer Brennweite.
Was ich für mich daraus und den anderen Quellen folgere
- jeder hat seine Vorlieben, Ansichten und persönlichen Erfahrungen und jedes Teleskop (und Objektiv) hat seinen Himmel
- die mehr oder weniger vorhandene Serienstreuung macht das Leben nicht leichter
- wenn man genauer hinschaut wird's wie immer komplexer
(siehe die Diskussion um Doppelstern-Auflösung und das verschwinden einer Komponente im ersten Beugungsring, das ist schon tricky)

aber das sind ja weitgehend triviale Erkenntnisse.

Ich nehme für mich auf jedenfall den Gedanken an den 180er Mewlow mit, damit freunde ich mich grade an.
Um Weihnachten herum sind ja die Nächte bekanntlich am längsten...

BG&CS - Frank
 
Hallo Frank,
ich bin auch kein Freund von SC, MC usw.
Diese Teleskope sind sehr Kompromisslastig, kühlen schlecht aus, und haben häufig mechanische Mängel.
Der Vorteil der kompakten Öffnung wird häufig mit einer schlechten Abbildungsleistung erkauft.
In der Praxis sieht das dann meist so aus, dass man nur schwer bis garnicht in den Bereich von hohen Vergrößerungen kommt und man sehr früh nur noch Seeingbewegungen sieht.

Daher würde ich eher zu einem 5-6" APO tendieren.
Oder zu einem 6-8-10-12" Newton.
Auch würde ich den 4" verkaufen um vielleicht einen gebrauchten 6" APO Zweilinser zu finanzieren?

Der 6" APO wäre m.M. eine solide Basis für Sonne und Planeten.
Wenn dir der 6" APO zu groß und schwer ist, wäre vielleicht der TS SD 125, oder der APM SD 140 vielleicht eine Alternative?
LG
 
Lange Brennweite lässt sich ja an jedem Gerät mit entsprechenden Barlows erreichen, da muss es nicht zwingend ein Cass sein um dabei räumlich kurz zu bleiben.

LG
Olli
 
und haben häufig mechanische Mängel.
Der Vorteil der kompakten Öffnung wird häufig mit einer schlechten Abbildungsleistung erkauft.
Yeps, kann ich nur zustimmen.
Ich habe drei von diesen Gurken daheim rumstehen ...
Den ersten den ich kaufte hatte ich schon Spiegel-Ei getauft...
Ich habe meinen Teil mit dem Zeug gelernt, und rate nur ab.

Mit einem Gruß,
- Martin
 
Warum schafft man sich 3 an, wenn man schon mit dem ersten so unzufrieden ist? :unsure:
 
Warum schafft man sich 3 an, wenn man schon mit dem ersten so unzufrieden ist
naja, wenn man in der Serienstreuung mal einen guten erwischt hat man gute Leistung für wenig Geld.
Und, zumindest bei mir, am Anfang des Hobbys mag man es mit dem Finanzeinsatz auch nicht übertreiben und
man ist mit ggf. mittelmäßigen Ergebnisse auch noch zufrieden.

Insofern ist dieser thread fast schon symptomatisch - jemand sucht eine handhabbares Teleskop für einen gemäßigten Preis,
und am Schluss empfehlen die erfahrenen (Hobby-)Astronomen auf Basis ihrer Erfahrungen ein 6" APO oder irgenwas von INTES, TAL, TAKAHASHI, ZEISS, ...
mit der an sich ja richtigen Begründung - lieber einmal richtig ...
Ich persönliche glaube - man muss sich die Leiter hinauf inverstieren, Erfahrungen machen und
man bleibt dann genau auf der Stufe der Leiter stehen, die für einen passt (Geld, Zeit, Qualitätsanspruch, ... ).
Vermutlich ist Martin genau so zu seinen drei Gurken gekommen.
Meine lebenstüchtige Großmutter pflegte zu sagen: "Für sowas gibt's im Haushaltsbuch eine eigene Position - Lehrgeld!"

Ich jedenfall will erstmal nur die nächste Stufen erklimmen. ( ... oder mit dem Mewlon doch schon die übernächste)

VG&CS - Frank
 
ein gebrauchter Intes MK66 oder MK67 wäre eine Alternative. Ich habe einen MK66 in den 90'er Jahren gekauft und war/bin sehr zufrieden. Nur das Fett an der HS Verstellung muss man tauschen. Im russischen Original taugt das nicht für den Winter.

CS, Markus
Ich hab seit Mitte der Nullerjahre den Intes 150/1800 DL, das ist mir im Winter das mit dem Fett noch nicht aufgefallen. Vllt. hat die DeLuxe-Version auch anderes eingesetzt.

csm
 
Meine lebenstüchtige Großmutter pflegte zu sagen: "Für sowas gibt's im Haushaltsbuch eine eigene Position - Lehrgeld!"
Es gibt noch eine Weisheit, die dagegen sprechen könnte, sich für den Takahashi zu entscheiden:

"Wer einmal das Außergewöhnliche kennen gelernt hat, der kann sich nicht mehr mit dem Gewöhnlichen zufrieden geben."

Soll heißen: einmal Premium, immer Premium. Und das wird auf Dauer leider richtig teuer...
 
Soll heißen: einmal Premium, immer Premium. Und das wird auf Dauer leider richtig teuer...
Ja so ist das, die Canon L-grad Linsen sind auch deutlicher besser&teurer als Kit-Objektive.
Als ich vor 30 Jahren einen bayrischen Biergarten besuchte konnte ich drei Super-Rennräder der teuer++ Klasse bestaunen.
Tritt ein älterer, deutlich übergewichtiger Herr in einer lycra-Pelle an mich heran, grinst und sagt "tja, in unserem Alter bringts das Material!"

In dem Sinne - Frank
 
Warum schafft man sich 3 an, wenn man schon mit dem ersten so unzufrieden ist? :unsure:
Ganz einfach man probiert die Reihe von Disponiblen Modellen durch, nur beim weiterverkaufen lass ich mich nicht Nahmen nennen und lass den Kram ruhen im Schrank, damit sammeln sich die an....
Oft&unverhofft findet man das Ersatzteil in z.B. Form eines optischen Komponeten oder findet eine andere Möglichkeit und arbeitet ein Stückchen weiter einiges später, noch habe ich Zeit.

Zwischenzeitlich wenn die Dinger nicht wieder direkt zum Händler zurückgehen sammeln sich Erfahrungen an und die gebe ich gerne weiter.

Bei den Shops liest man ja nur positives, bei mir haben die schon einige Rezensionen gestrichen....


Mit einem Gruß,
- Martin
 
Ja so ist das, die Canon L-grad Linsen sind auch deutlicher besser&teurer als Kit-Objektive.
Als ich vor 30 Jahren einen bayrischen Biergarten besuchte konnte ich drei Super-Rennräder der teuer++ Klasse bestaunen.
Tritt ein älterer, deutlich übergewichtiger Herr in einer lycra-Pelle an mich heran, grinst und sagt "tja, in unserem Alter bringts das Material!"

In dem Sinne - Frank
Und wenn man sich dann intensiv mit der Materie beschäftigt, gibts dann auch noch die Zeiss Otus-Linsen.....
 
Was ist denn an dem Vorschlag mit dem 125er von TS auszusetzen? Ich würde auch für Ähnliches Geld noch den 115f7 ins Spiel bringen. Das sind solide Teleskope und wenn es trotzdem mal ne Gurke sein sollte, gibts bei TS auch keine Probleme mit Rücknahme. Ob es dann 0,9 oder 0,99 Strehl sind ok, aber daran wird es erstmal nicht scheitern.
Gerade der Doublett wird sehr viele Nächte mehr zeigen als ein 6 Zoll Mak, mobile Nutzung vorausgesetzt.
Und während der Mak mit großer Brennweite und engem Blendrohr ein deutlich eingeschränktes Sehfeld bietet, hat der APO wenn man die nicht unerhebliche Obstruktion abzieht auch nicht wesentlich weniger Licht zur Verfügung.
Mechanisch ist ein 2,5 Zoll R&P Auszug auch allen mir bisher untergekommenen Hauptspiegelfokussierungen überlegen.

Gut ich mag Refraktoren einfach lieber als Katadiopter. Das liegt einfach an persönlichen Erfahrungen. Wenn du mal beim Vereinstreffen mit deinem schweren und eigentlich guten 6 Zoll Mak mal von einem Vixen 80L FH am Mars und an der Venus versägt wirst denkst du das erste Mal, hey Refraktoren sind vielleicht doch nicht nur was für Snobs. Und ehe man sich versieht hat man einen damals noch recht neuen William 90FD für (600€ gebraucht) und der outperformed den wie gesagt guten BOSMA Mak mindestens eine, ehr zwei Stunden lang. Also Mak verkaufen und 400€ wieder einsammeln. Das Ganze lief auf einer GP mit Vermessungsstativ drunter.

Preislich und vom Montierungsaufwand wäre ein 8 Zoll Cassegrain noch eine Möglichkeit in der Liga, wenn es unbedingt was gefaltetes sein soll.

Das die erfahrenen Sterngucker zu Qualität raten liegt denke ich ebenso an persönlichen Erfahrungen und an der eigenen Entwicklung.


cs Alex
 
Was ist denn an dem Vorschlag mit dem 125er von TS auszusetzen?
absolut nichts, was Du schreibst ist nachvollziehbar.
Er wäre für mich (!) aber relativ groß (lang) und es braucht wieder einen Barlow und wenn ich lese "Vermessungsstativ" ist für mich(!) das Thema durch.
Zumal, wie ich schrieb habe ich einen 102/714 TS ED und einen 80/480 APO, mit beiden bin ich absolut zufrieden (naja, der Auszug beim 80er...).

MAK'S & Co werden hergestellt, gekauft und ich hab viele sehr gute Bilder die mit den Geräten gemacht wurde gesehen.
Es gibt also sicher Gründe, die für die Geräte dafür sprechen...
Um nochmal auf meine Ausgangsfrage zurück zu kommen: ich hatte nach Erfahrungen/ Empfehlungen in der Klasse 150er Katadiopter vorzugsweise MAK gefragt,
ich wollte keine (erneute) Grundsatzdiskussionen welches Konstruktionsprinzip denn besser ist.

trotzdem - besten Dank für die guten Hinweise und msfG - Frank
 
Hallo FStone,

ich habe den TS SD (FLP53/Lanthan) 102/714 im Einsatz und habe auch den SW Maksutov 150 f12.

Ich mag den Maksutov SW 150 wirklich gerne. Er hat mehr Licht als der 4" er, gerade auch bei Kugelsternhaufen und Deepsky. Da bei mir aber Deep Sky zu Hause leider immer mehr in der Lichtverschmutztung absäuft, beobachte ich immer mehr Mond und Planeten (okay, dass habe ich auch immer schon getan).

Der Mak lieftert ein schönes rein weisses Bild und ist nach einer angemessen Auskühlung auch für Planeten gut geeignet.

Aber bei der visuellen Planetenbeobachtung sind der TS 102 und der SW Mak 150 gleich auf. Der Mak 150 liefert am Planten, wie bei Jupiters Wolkenstrukturen nicht mahr als der 4"er. (allerdings auch nicht weniger).
Insgesamt bestätigt dieser Vergleich die alte Formel nach Zmek immer wieder auch meine Beobachtungspraxis: Effektive Kontrastdurchmesser = Öffnung minus Obstruktion. Bei 36% Obstruktion am Mak sind das also 96mm Öffnung am perfekten Apo.

Wenn Du also für visuelle Planetenbeobachtung signifikant mehr herausholen willst, als mit Deinem 4"er ED ist der SW Mak 150 nach meiner Erfahrung kein Gewinn.
Trotzdem habe ich ihn nicht verkauft, der Mak hat andere Vorzüge.

Viele Grüße
Jürgen
 
Hallo Felix, ja ich kenne die Diskussion… ;)

Ich habe den festen Vorsatz meinen SW Mak in den nächsten Tage selber mit der Taschenlampenmethode zu vermessen.

Ich werde schonungslos berichten… ;)

Viele Grüße
Jürgen
 
Im Prinzip Raytracing rückwärts.
Man nimmt ein Okular mit möglichst kleiner Feldblende (im die Achsausleuchtung mit möglichst wenig Feldausleuchtung zu verfälschen)
Dann fokussiere man auf Unendlich, nehme das Teil so fokussiert mit an einen dunklen Ort mit glatter Wand, richte ihn möglichst orthogonal auf die Wand und leuchte mit einer hellen Taschenlampe ins Okular.
Man sieht dann die tatsächlich genutze Eintrittspupille mit tatsächlich wirksamer Obstruktion auf die Wand projiziert.
Je idealer und genauer das Prozedere eingehalten wird, umso weiter weg von der Wand kann man das Scope aufstellen und erhält immernoch das selbe Ergebnis.

LG
Olli
 
Danke, Olli, so geht es. :y:

Ich war erst ein bisschen skeptisch bei der Methode, weil die Taschenlampe ja keine Punktquelle ist und ob das alles so passt.
Aber ich bin wirklich überzeugt, zumindest an meinen Ferngläsern. Da habe ich viel experimentiert und tatsächlich, mein Fujinon 16x70 hat auch genau 70mm Öffnung, mein TS Marine 10x50 hat wirklich auch 50mm und mein APM ED 12x56 hat auch wirklich 56mm. Das System ist außerdem recht gutmütig, Taschenlampe etwas weiter weg, oder etwas näher dran, oder auch die Abstände von der Wand etwas variiert, macht kaum was aus und bringt, wenn man es nicht übertreibt, die gleichen Ergebnisse. Dann habe ich schließlich mein sehr preiswertes China 20x80 vermessen und dieses hat definitiv nur 76mm effektive Öffnung.
Also, ich vertraue dem Verfahren schon recht weitgehend.

Viele Grüße
Jürgen
 
Hallo,

hier ist schlechtes Wetter und ich habe nun den Skymax 150 Maksutov , der mit der Schottglaswerbung mit Hilfe der "LED-Methode" vermessen.

Dabei habe ich immer mit meinem 2" Zenitspiegel von TS Quarz gemessen. Zwei unterschiedliche Okulare wurden ausprobiert: 18mm Classik Ortho und 10mm Classic Ortho. Zwei unterschiedliche Taschenlampen wurden genutzt, eine mit einem weiten gleichmäßigm Feld und eine mit einem sehr gebündelten Spot.
Die Abstände der Optik zur Wand wurden variiert mit einmal 23cm und einmal 50cm. die Taschenlampe wurde auch in den Abständen variiert, etwa zwischen 5cm und 20cm.
Der Fokus wurde auf unendlich gestellt, aber nach der ersten Messung auch noch variiert.

Meine kleine "Hobbymessung" erhebt überhaupt keinen Anspruch auf Richtigkeit und kann völliger Mist sein.

Egal was ich variierte, es kam leider bei meiner Messung immer folgendes Ergebnis heraus:

Durchmesser der effektiven Öffnung: 137mm (+-1mm)
Durchmesser der Obstruktion: 51mm (+-1mm)


Das wirklich etwas erschütternd :cry: ... Meine Hoffnung ist, dass ich grundsätzlich etwas falsch gemacht habe...

makLED.jpg


In dieser Persektive sieht das im Bild natürlcih alles schief aus, in Wirklichtkeit war aber das Fernrohr natürlich senkrecht zur Wand ausgerichtet, habe ich auch noch hin und her bewegt um alles symmetrsich zu haben, aber auch dieser Freiheitsgrad ist recht gutmütig.

Viele Grüße
Jürgen
 
Das wirklich etwas erschütternd :cry: ... Meine Hoffnung ist, dass ich grundsätzlich etwas falsch gemacht habe...
hab bei mir 135mm Öffnung mit 2" Zenitspiegel
und knapp 140mm nutzt er mit t2 Zenitprisma von baader (deutlich kürzerer lichtweg)

der blendkragen vom Fangspiegel schneidet den Rand com HS ab, das sieht man wenn man statt dem okular einfach das auge dran hält, rein von der dimensionierung vom HS und der Fassung der Meniskus wären 150mm drin, vermutlich werde ich irgendwann mal einen anders designten kragen 3d drucken lassen, wenn es soweit ist kann ich ja die Datei zur Verfügung stellen damit andere die auch wechseln können.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
hab bei mir 135mm Öffnung mit 2" Zenitspiegel
und knapp 140mm nutzt er mit t2 Zenitprisma von baader (deutlich kürzerer lichtweg)
Danke Florian,

erschreckenderweise kann dann mein Ergebins wohl hinkommen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit diesen daten den SkyMak nicht gekauft hätte. Und es ist natürlich überhaupt nicht erstaunlich dass der Mak meinen 4"er am Planeten nicht schlagen kann.

Also Frank, den Skywatcher Mak 150 würde ich aus Deinen Überlegungen schonmal herausnehmen...

Viele Grüße
Jürgen
 
Nunja, ich werde überlegen, was ich mit dem SkyMax nun mache... Verkaufen kann ich ihn guten Gewissens mit diesem Wissen ja auch nicht mehr.

Vieleicht bleibt noch ein Umbau zum zum Fondue-gerät...

Glücklicherweise haben sich bei mir im Laufe der letzten Jahrzehnte noch ein paar Ersatzteleskope angesammelt...

Dank meiner kleinen Schwäche für Refraktoren liegt hier noch ein 3" Apo, ein 4" Apo, ein 5" Apo und ein 6" Apo herum ;) Die entsprechen alle den zugesagten Spezifikationen und funktionieren ohne wenn und aber...

Viele Grüße
Jürgen (sorry, aber ich bin echt ein bisschen angepis$t)
 
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