Neues Okular ... TeleVue oder was anderes?

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Flumer

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Hallo,

hätte eine Frage zu den Tele Vue Plössl Okularen.
Und zwar suche ich für meine Refraktoren (80/400und 70/700) noch ein gutes Übersichtsokular. Bisher verwende ich ein stink normales 25mm Plössel (Skywatcher glaub ich). Macht es sinn sich ein hochwertigeres 25mm oder besser gleich 32mm Okular von TeleVue zu kaufen? oder gibt es vergleichbares günstiger? oder sehe ich keinen Unterschied zwichen dem alten und "hochwertigen neuen"?

Grüzi aus dem Norden

Mirco
 
Hallo Mirco,

dein 80/400mm ist ein f/5 Teleskop und dein 70/700mm ist ein f/10 Teleskop.
An f/10 funktionieren viele Okulare gut. An f/5 nur Wenige.
Ein 32mm Plössl bringt das bei 1,25" Okularen maximal mögliche Feld,
denn es hat den maximal großen Feldblendendurchmesser von 27mm,
ebenso wie beispielsweise ein 24mm Panoptik.
Bei 400mm Teleskopbrennweite wären damit 3,866° am Himmel möglich,
bei 700mm Teleskopbrennweite immerhin noch 2,2° am Himmel.

Am f/10 würde das 32mm Okular ein Austrittspupille von 32mm : 10 = 3,2mm
und an f/5 dementsprechend 32mm : 5 = 6,4mm bringen.

An f/5 wird ein Plössl am Rand des Gesichtsfeldes Astigmatismus zeigen,
am f/10 Teleskop dagegen nicht.

An f/5 würde es sehr viel ausgefeilterer (und teurer) Okulare bedürfen
um Okular-Astigmatismus zu vermeiden.

Aber stört dieser Okularastigmatismus überhaupt?
Bei 1mm AP würde dein Auge, sofern du über gute Augen verfügst,
schon das maximal auflösungsvermögen des Teleskopes nutzen können.
Bei f/6,4 ist die Winkelauflösung entsprechend geringer,
du nutzt dann nur noch etwa 1/6 des Auflösungsvermögens des Teleskopes.

Wenn der Abbildungsfehler nun klein genug bleibt dann kannst du ihn nicht mehr sehen.

Nun ist es aber so daß viele Sternfreunde bei f/5 den Asti
am Rand des Gesichtsfeldes sehen. Die Meisten stört er aber nicht.
Ich wage zu behaupten daß du den Unterschied zwischen einem
32mm Televue Plössl und einem guten 32mm Taiwan-Plössl
warscheinlich nicht sehen wirst.
Bei den kürzeren Brennweiten und entsprechend höherer Vergrößerung
wird das dabb aber möglicherweise anders sein.

Alternativen? 24mm Panoptik, 22mm LVW, die sind aber teurer.
Preiswerte Alternativen:
25mm Kasai / University Optics "conical top" Ortho.

MfG,Karsten


 
Danke für deine ausführliche Antwort!

Gruß
Mirco
 
Hallo Mirco,
ich denke, an Deinen Teleskopen wird ein 24mm Panoptic zwar eine schöne Sache sein, aber nicht unbedingt dramatisch mehr Freude machen. Und richtig grosse Felder - d.h. für mein Gefühl 4 Grad und mehr - gehen eigentlich nur mit 2 Zoll. Ein 24mm Pano am 80/400 Fraunhofer ist Overkill. Das Televue 32mm Plössl hat ein wesentlich angenehmeres Einblickverhalten und wird am 70/700 eine praktische Austrittspupille von 3,2mm bringen - gut für stadtnahe Bedingungen.
CS, Christopher
 
Hallo Mirco,

den 80/400 habe ich ebenfalls sehr lange verwendet und ein f/10-Gerät habe ich auch noch im privaten 'Fuhrpark'. Ein 32mm Plössl habe ich von TS und von TeleVue. Ein 19mm Pano auch, so dass ich folgendes aus meiner persönlichen Erfahrung sagen kann:

Ein 32mm Plössl am f/5 - Gerät sorgt für eine sehr große Austrittspupille von 6,4mm (wie von Karsten schon ebschrieben). Das bringt nur was bei wirklich dunklem Landhimmel oder beim Einsatz von Nebelfiltern. Als generelles Übersichtsokular an f/5 sehe ich zwei Nachteile:
Den hellen Himmelshintergrund und die wirklich kleine Vergrößerung von 13x. Am 80/400 habe ich immer das 19mm Pano eingesetzt. Ohne die Feldblende zu berücksichtigen, ergibt das angenehme 3.2° Gesichtsfeld und eine Austrittpupille von 3.8mm bei einer Vergrößerung von 21x. Hinweis: So ganz Randscharf ist das PanO am f/5 nicht. Das LVW22 soll da besser sein - ich habe es aber nie probiert.

Ein 32mm Plössl am f/10 ist das Übersichtsokular schlechthin, wie ich finde - einen 1.25" Okularauszug vorausgesetzt, denn beide Gerät, welche du genannt hast, besitzen sicherlich keinen 2" Auszug. Korrekt?

Daher könnte ich jetzt nur zwei verschiedene Übersichtsokulare empfehlen, wenn f/5 und f/10 versorgt sein wollen.

Der Unterschied zwischen dem 32mm Plössl von TS und Televue ist vor allem das Gewicht ... optisch müsste ich sie mal vergleichen, ob da an f/10 oder f/8 was zu sehen ist. Es war bei mir nur so, dass ich sicher sein wollte, ein sehr gutes Plössl (in jeder Hinsicht) zu haben. Der Preis ist aber hoch dafür.

CS,
Stefan
 
Hi Mirco,

an f/5 wirste mit Plössl Okularen nicht gluecklich. Die Plössl brachten vor ca. 10 Jahren denn Durchbruch bei der Herstellung von günstigen aber guten Okularen ab eine Öffnungsverhältnis von f/8. Nimm lieber die Planetary Okulare, die haben einen viel angenehmeren Einblick (größerer Augenabstand), ein größeres GF und sind an f/5 randscharf. Bei f/10 sowieso. Die Planetary kosten im übrigen kaum mher als Plössl Okulare.

Gruß
Lots
 
Hi Zusammen,

die Planetary Reihe hat eine eigene Geschichte. Der Anfang war wohl der Auftrag von Burgess an Thomas Michael Back, mehrere Okularbrennweiten zu rechnen. Wenn ich mich recht erinnere, dann hat T.M.B. (der leider inzwischen verstorben ist) diese Okulare jeweils mit eigener Rechnung und unterschiedlichen Linsenkonfigurationen geplant, so dass sie theoretisch bis f/2,8 auf der Achse sauber abbilden sollten. Das war ihm genug Toleranz so dass auch bei f/4 oder f/3,5 die Abbildung mit Fertigungstoleranzen gut sein musste.

Bei der Fertigung des Okulars durch Burgess ist dann aber eine andere Technik verwendet worden. Die Okulare wurden so realisiert, dass ein oder zwei Brennweiten von T.M.B. "skaliert" wurden, d.h. man hat einfach das Okular ein wenig umgebaut, z.B. über den Abstand zwischen der untersten (Negativ-) Linsengruppe und dem Rest des Okulars, so dass die gewünschten Brennweiten entstanden. Das ist natürlich nicht so gut wie die Einzelrechnung, aber da die Linsen sich nicht ändern, kann man billiger produzieren, da man einige Linsenformen einspart.

Dieses Okular hatte zunächst mal einige Kinderkrankheiten, Probleme mit Streulicht durch nachlässige Planung der Produktion. Das führte zum "Garage Sale" der Okulare, die dann rausgehauen wurden. Aber auch einige Chargen danach waren noch nicht gut. Die Okulare tauchten dann schon umgelabelt auf und meiner Erinnerung war mit der 3. Charge unter TS Planetary HR das Streulichtproblem soweit behoben. Einige Zeit danach tauchten dann auf einmal längere Brennweiten jenseits der 10mm auf, die es zuvor nicht gegeben hatte. Die können kaum durch T.M.B. gerechnet worden sein, weil der zu dem Zeitpunkt schon lange tot war. Entweder es ist wieder auf Basis der vorhandenen Brennweiten skaliert worden oder man hat sich einfach vorhandene Okularkonstruktionen vorgenommen und in die Gehäuseform dieser Serie gebracht (dafür kommen meiner Meinung nach die ED-Okulare in Frage). Es könnten natürlich völlige Neuentwicklungen sein, aber so recht mag ich das nicht glauben, dafür wurden die zu sehr in aller Stille eingeführt.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven

woher kennst du genau die TMB Planetary Geschichte denn ?

Könnte es nicht einfach sein das Radian nach China zum Kopieren geschickt wurden ? Klingt für mich viel plausibler

Mit Okulardesign hatte es TMB wirklich nicht drauf, selbst bei den Monos musste Berliner Glas verbesserungsvorschläge machen die wir und TMB dann akzeptiert haben.
Einen Apo Reducer ala Riccardi hat er ebenfalls nicht gerechnet bekommen.
Ein solches Okular ala Radian ist viel komplexer, daher glaube ich nicht daran das TMB dieses je gerechnet hat.
 
Re: TMB Burgess Planetary Eyepiece Story + Streulicht

Toll , aus Englang von einem Kunden und wo hat er es her ?

Ich habe sämtlichen Email Verkehr mit TMB bis zurück ins Jahr 2003, interesant zu lesen, das hier was in 2005 gepostet wird, das es nie als Gespräch gegeben hat :-), zumindest nicht im direkten email verkehr

und auf der TMB gruppe auch nicht
http://tech.groups.yahoo.com/group/tmboptical/messages/28999?viscount=-30&l=1

also wird hier schon mal zitiert, was nicht gesgat wurde, höchstinteressant

ich bleibe bei meiner These, das China Clone von Radians, meine Meinung !!!

 
Wem kann man glauben ?

Tach,

http://www.brayebrookobservatory.org/BrayObsWebSite/HOMEPAGE/BO-TMB-review.html

T.M.Back scheibt dort laut Chris Lord:

First, I have never tested a 9mm Planetary as of yet. When I wrote the post, I only had the 4mm and 6mm, with the new retaining rings, and the improved coatings. This is due to the fact that Bill Burgess is in complete control of the production, and sales of the eyepieces, and at the time, he did not send me a 9mm. In fact, just two days ago, he called me, and he promised to send next day air, a new 9mm eyepiece. He did not carry through on his promise.

I have all the focal lengths from 2.5mm, 4mm, 5mm, 6mm, 7mm, 8mm and 9mm on my optical software, fully optimized, and raytraced so there would not be any of the reflection problems that you are seeing in the 9mm. The 4mm and new 6mm, are almost totally free from all the aberrations that you speak of, that are in the 9mm, per your tests. I fully stand behind my statements about performance, but again, I only have the 4mm and 6mm to make these judgments from.

The manufacturer must have changed the design I sent to them, if you are seeing these problems, or you have received a defective unit. It is quite possible, as I have not heard from anyone that owns the 9mm, to have the problems you are seeing. I will talk to Bill Burgess, and have him read your review, and again, try to get my hands on one or more of the 9mm Planetary eyepieces, and contact the manufacturer to make sure that future production is made to my specifications, if I find the same results that you have -- which may not be the case.

The manufacturer must have changed the design I sent to them, if you are seeing these problems, or you have received a defective unit.

Und warum sollte denn T.M.Back an Marcus Ludes mailen was
T.M.Back und Bill Burgess bezüglich der TMB/Burgess Okulare
zu bereden hatten?

ich bleibe bei meiner These, das China Clone von Radians, meine Meinung !!!

Die Linsenzahl der TMB/Burgess Planetary Eyepieces stimmt nicht
mit der der TeleVue Radian Okulare überein => kein Clone.

Karsten
 
Re: Wem kann man glauben ?

Also Karsten, mal ehrlich, als wenn Thomas Back Vergütungen berechnen könnte, das ist ein eigenes Studium und Thomas Back war noch nie in China.

Das Gelabber kam nur auf um von dem Sachstand abzulenken, das der Okularhersteller plötzlich nicht mehr nur an TMB/Burgess verkaufte, sondern die gleichen Okulare an jeden der Geld schickte, so ist das in China.

Mit Radian Clone meinte ich eher : Schlankes 60° Okular mit hohem Augenabstand und verschiebbarer Augenmuschel, ob da jetzt ne Linse mehr oder weniger drin ist , spielt keine Rolle

Wir können uns ja einigen auf : Schlecht gemachter Clone :-)
 
Wem darf man glauben ?

Zitat von MLudes:
:totlach2:

Zitat von MLudes:
Das Gelabber kam nur auf um von dem Sachstand abzulenken, das der Okularhersteller plötzlich nicht mehr nur an TMB/Burgess verkaufte, sondern die gleichen Okulare an jeden der Geld schickte, so ist das in China.

Nein, des Gejammer kam auf weil die ach-so-tollen-Planetenokulare
am Planeten und noch schlimmer am Mond heftiges Streulicht zeigten.
Der Streulichtwerferring ist da im Bild nett festgehalten:

http://www.brayebrookobservatory.or...ill_Resources/BO-TMB-review.html/BOTMB9mm.jpg

Die Abbildung ist von dieser Seite:

http://www.brayebrookobservatory.org/BrayObsWebSite/HOMEPAGE/BO-TMB-review.html

Zitat von MLudes:
ob da jetzt ne Linse mehr oder weniger drin ist, spielt keine Rolle

Ja nee, is klaa. Ob da eine Linse mehr oder weniger drin ist
spielt für die Optikrechnung gar keine Rolle?!

Leute, laßt euch nicht für dumm verkaufen.

Und tschüß, Karsten
 
Re: Wem kann man glauben ?

Hallo Markus,

Dein "Gelaber" ist wohl äußerst bedenklich. Nicht nur was Du über einen Toten absonderst, sondern auch Deine Clon-These.
Ich hatte kürzlich die Aufgabe ein 12er Radian zu verzoomen und die Planetarys von unten bis zum 9 mm kenne ich auch vom Innenleben her.
Die Unterschiede zwischen den Planetarys und dem mir bekannten Radian betreffen nicht nur die Linsenzahl sondern noch andere wesentliche Details.
Deine These, dass es sich bei den Planetarys um "Clone" der Radians handelt ist schlichter Unfug.
Das kannst Du nachprüfen und Dich äußern. T.M.Back kann das übrigens nicht mehr.
Wenn es Dir bei dem Begriff Klon ("Clone") nicht auf Linsenzahl und sonstige Designeigenschaften ankommt, kannst Du sehr viel so bezeichnen. Wie wäre es denn mit einer ganzen Reihe APOs die du so vertreibst? Der Begriff APO ist ja auch schon ziemlich weich geworden.

Die Planetarys wurden skaliert. Bei den langen Brennweiten mit der Verkaufsbezeichnung "Planetary" wird, wie ich selbst sah, zumindest teilwese auf ein Barlowelement oder eine ähnliche Linsengruppe verzichtet.
Das ist demnach und nach meinem Verständnis ein völlig anderes Okulardesign dem der werbeträchtige Name verpasst wurde.

Was soll Dein übler Auftritt?

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Markus,

ja, ich halte es auch für höchst wahrscheinlich, dass der verstorbene Herr Back in seinem Mailprogramm "CC:Alles First Priority an Markus Ludes, APM" fest eingetragen hatte. Ist so Branchenüblich, dass machen alle, damit Du hinterher frotzeln kannst!

Scheint mal wieder kein TMB bei Dir auf Lager - läuft Dein eigener Planetary Clone grad schlecht? Darfst kein TMB drauf drucken? Wissen wir ja. APM New UWA, richtig? UWA, also Ultra Wide Angle, hat man mal Okulare ab 80° scheinbares Feld genannt, naja für Dich reichen 60°. Ist ja auch nur ein Label, eine Abkürzung. Im Bedarfsfall findet sich doch was für das U... Unnotable Wide Angle, Unobscured Wide Angle, Unfine Wide Angle because designed by someone who's dead...

So ein paar Reste der Bewerbung sind ja noch zu finden: http://forum.astronomie.de/phpapps/.../topics/515961/Re_APM_New_UWA_Planetary_Okula
Da findet man auch schöne sprüche von neuem, verbessertem Design.
Alles nix mehr wert, denn Ludes hat das Lager leer. Nun wird ausgeteilt an dem, was noch vor kurzem jubelnd besungen wurde.

Peinlich, peinlich. Einfach nur peinlich. Du wirst Deinen Spitznamen auch nicht los, aber ihm gerecht, einfach nur gerecht.

Clear Skies
Sven
 
Re: Wem kann man glauben ?

Hallo Günther

ok, lassen wir das Wort Clone weg, ist der falsche Begriff, denn Clone bedeutet ja identisch. Als Tele Vue mit den Naglern rauskam und Meade mit den UWA sprach man auch von Clones, obwohl unterschiedliches Design. Den Begriff Clone nahm man in den Mund, da die Meade Okulare wie die Nagler Komakorregierend waren und gleiches Feld besasen.

Die Planetary Okulare besitzen das vergleichbare Feld wie die Radian , den vergleichbaren Augenabstand, die vergleichbare Schiebehülse, deswegen wurden damals beim Erscheinen auf CN ebenso vom Clone der Radian gesprochen, weswegen ich diesen , natürlich falschen Ausdruck, ebenso nehme.

guten Rutsch
 
Komakompensierendes Okular: Klee`s 28mm Pretoria

Hallo Leute,

Zitat von MLudes:
Den Begriff Clone nahm man in den Mund, da die Meade Okulare wie die Nagler Komakorregierend waren ...

OMG !

Weder Nagler noch MEade UWA waren oder sind komakorrigierend.
Wären sie komakorrigierend würden sie Koma an komafreien Teleskopen
einführen, je lichtstärker desto mehr.

Es gab einmal ein komakompensierendes Okular, das 28mm Pretoria Okular.
Es wurde von Heinz Klee entwickelt. Informationen kann man
dort finden:

http://books.google.de/books?id=wrtFcUEIWTgC&pg=PA133&dq=Klee+++McDowell+++coma+compensating

Diese Okular war on der Lage die Koma von Newtons bis unter f/4 zu kompensieren.

An einem komafreien f/4 Teleskop würde es im Gegenzug
massive Koma (mit umgekehrtem Vorzeichen) einführen.

CS,Karsten
 
Re: Komakompensierendes Okular: Klee`s 28mm Pretoria

würden die Nagler nicht Koma korregieren, währen Sie deutlich Randunschärfer, oder habe ich da was verpasst ?
 
Re: Komakompensierendes Okular: Klee`s 28mm Pretoria

hallo Markus,

nichts verpasst, aber zuviel aufgeschnappt. Bist halt kein Newtonianer ;-) Es gibt heute eigentlich keine Koma korrigierende Okulare am Markt. Unters 31mm Nagler muss man am Newton einen Komakorrektor setzen damits randscharf wird. Und unter alle anderen eigentlich auch, aber je Übersicht desto auffälliger wirds. Auch die Bildfeldwölbung sieht man, und damit kommen die Naglers immer noch etwas besser klar als ihre clones.

lg Tommy
PS(t): http://www.korrekturen.de/beliebte_fehler/korregieren.shtml
 
Re: Komakompensierendes Okular: Klee`s 28mm Pretoria

Hi Tommy

nun ich haben einen 24" F/4.3 Newton und weiss wie normale Weitwinkel dran funktionieren und Nagler und ich weiss wie die alten Nagler sich von den Neuen unterscheiden, nicht perfekt bis zum Rand, aber dafür haben die 82 ° und die echten kommakorrigierenden Brandon und Pretoria hatten nur 50 bzw 60° Feld, blendest du ein Nagler auf das kleinere Feld ab, ist es genauso perfekt am Rand, also wo wollt Ihr hin mit eurer Diskussion ???
 
Re: Komakompensierendes Okular: Klee`s 28mm Pretoria

hallo Markus,

ah ja, den hatte ich vergessen. Hab dich halt immer mit "Apo" im Hinterkopf.

Nun, es ging nur darum den Naglern nicht irrtümlich eine komakorrigierende Eigenschaft zuzuschreiben. Das siehst du ja auch bei deinem Zambuto, dass sie das nicht machen. Sowas verbreitet sich flugs in den Foren und schon ist ein Mythos geboren (reimt sich sogar :-)

hau 'ole makahiki hou!

lg und cs Tommy
 
Re: Komakompensierendes Okular: Klee`s 28mm Pretoria

Hallo Leute,

und wieder einmal wird euch hier Mist erzählt.

Die Hoffnung das Problem in einem Forum aufzuklären habe ich verloren,
das klappte schon vor Jahren nicht, weder hier noch bei CN.

Aber für alle die versuchen wollen es zu verstehen und dabei
nicht davor zurückscheuen auch mal einen Link anzuklicken
oder gar in einem Buch zu lesen versuche ich es trotzdem.

Koma ist eine off-axis Aberration. Sie tritt also abseits der
optischen Achse auf. Wöhrend ein Parabolspiegel paralleles Licht
welches parallel zur optischen Achse einfällt perfekt auf einen Punkt
bündeln kann schafft der Parabolspiegel dies nicht bei Licht
welches in einem Winkel zur optscischen achse einfällt.
Siehe dazu folgende Seite:

http://www.telescope-optics.net/coma.htm

Und auf der Seite dann folgende Abbilduubng:

http://www.telescope-optics.net/images/11d.PNG

In blau das Strahlendurchstoßdiagramm und in weiß das was
daraus Aufgrund der Beugungsphenomene wird und was man dann
am Okular sehen kann.

Wenn man nun die (off-axis) Koma kompensieren will,
dann kann man das tun indem man ein optisches Element einfügt
welches die gleiche Summe Koma aber mit dem umgekehrten Vorzeichen addiert.
Die Gesamtsumme für die Koma von Parabolspiegel und koma-
kompensierendem Linsenelement beträgt Null.

Genau das macht ein Komakorrektor.

Da tut auch eine komakorrigierende University Optics Klee Barlow.

Und das tut ein komakompensierendes Pretoria Okular.

Aber ein Nagler Okular tut das nicht.

Was würde geschehen wenn man ein komakorrigierdendes Element
an einem komafreien Teleskop wie etwa einem lichtstarken Apochromat
wie etwa einem Takahashu FSQ einsetzen würde? Dessen Gesamtsumme für Koma ist ja schon Null.

Die Gesamtsumme der Koma wäre nicht mehr Null.
Es würde sich nun Koma abseits der Achse zeigen,
und zwar mit umgekehrtem Vorzeichen.
Der Komaschweif würde nicht wie beim Parabolspiegel ohne Korrektor
nach außen zeigen, sondern beim FSQ + Komakorrektor nach innen.

Wäre das Nagler tatsächlich komakompensierend dann würde es Koma
an einem komafreien Teleskop einführen. In dem Fall würde
das Komaschweifchen nach innen zeigen.

Warun zeigt das Nagler denn dann an einem lichtstarken Newton
eine bessere Randabbildung als ein althergebrachtes Weitwinkelokular
wie ein Erfle?

Das Erfle Okular reagiert auf die schräg einfallenden of-axis Strahlenbündel
mit starkem Astigmatismus.
Siehe dazu das Buch

Rutten/vanVenrooij: Telescope optics. Fig. 16:18

Dieser Astigmatismus degradiert die of-axis Abbildung weit stärker
als es die Koma des Spiegels tut.

Das Nagler zeigt aber selbst an einem lichtstarken Teleskop
wie f/5 nur einen recht geringen Astigmatismus.

Deshalb fällt die Abbildung der Kombination f/6 Parabolspiegel + Nagler

wesentlich besser aus als die Kombination f/6 Parabolspiegel + Erfle

Vergleiche dazu die Abbildungen Fig. 16:24 oben und 16:26 oben
im Buch Telescope Optics.

Die Kombination mit dem Nagler zeigt sehr schön die Koma,
die Kombination mit dem Erfle einen fetten Matschfleck.

CS,Karsten
 
Re: Komakompensierendes Okular: Klee`s 28mm Pretoria

hallo,

genau, aber reden wir gleich noch über ein paar andere häufige Mythen.

Wie schafft es der Komakorrektor auf wunderbare Weise immer genau das nötige Quantum Komakorrektur einzubringen? Es gibt ja Newtons mit f/4 f/5 f/6 f/x Öffnungsverhältnis, und immer passt der Komakorrektor. Auch das ist eine häufig gestellte Frage.

Antwort: Es handelt sich tatsächlich um immer dieselbe Parabel, es gibt nämlich nur eine einzige laut Mathematik ;-) Das Öffnungsverhältnis beschreibt nur wie gross der Ausschnitt der Parabel vom Brennpunkt aus gesehen ist, den der Hauptspiegel einnimmt. Eine "f/4 Parabel" ist also bloss ein grösserer Ausschnitt aus der Parabel als eine "f/6 Parabel".

Noch eine häufige Frage: Nun gibt es aber Parabolspiegel mit 650mm 800mm 1000mm 1200mmm usw Brennweite - also gibt es doch unterschiedliche Parabeln? Nein, gibt es trotzdem nicht. Wer weiss wie die Brennweiten zustande kommen und mag es erklären...?

Hinweisfrage: Wenn ich in einem 200mm f/6 Spiegel gucke, bin ich dann genauso verzerrt wie in einem 300mm f/4 Spiegel?

Noch eine weitere Frage: Es gibt aber doch Komakorrektoren die bei f/4 nicht mehr zufriedenstellend funktionieren. In den Bildecken meines Fotos sehe ich das ganz deutlich.

Wer mags erklären...?

Ich verarbeite das dann zu einem Komakorrektor FAQ ;-)

lg und cs
Tommy

lg und cs Tommy

 
Re: Komakompensierendes Okular: Klee`s 28mm Pretoria

Hallo Tommy,

so ist es...wer das mit der Parabel nicht glaubt kann's u.a. schön dargestellt bei Wikipedia nachlesen.

Gruß
Werner

 
Re: Komakompensierendes Okular: Klee`s 28mm Pretoria

Hallo Thommy,
Zitat von tommy_nawratil:
Antwort: Es handelt sich tatsächlich um immer dieselbe Parabel, es gibt nämlich nur eine einzige laut Mathematik ;-) Das Öffnungsverhältnis beschreibt nur wie gross der Ausschnitt der Parabel vom Brennpunkt aus gesehen ist, den der Hauptspiegel einnimmt. Eine "f/4 Parabel" ist also bloss ein grösserer Ausschnitt aus der Parabel als eine "f/6 Parabel".
Wo hast denn DAS her?? Also ich will Dir nicht auf die Füße treten, aber DAS ist echt Mumpitz. Die Parabel legt F fest. Auf immer und ewig ;)

Denkfehler?

Viele Grüße
Matthias
 
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