Neues Teleskop - aber welches?

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Re: das 144. und keiner merkt was

Hallo Dietmar,

na, ich bin doch froh, daß wir wenigstens im Punkt der "Gerätelisten" eine ziemliche Disziplin bewahrt haben.
Ich muß allerdings gestehen, daß mir der Thread inzwischen richtig Spaß macht. Hat er mich doch über den Aberrator ins Grübeln gebracht, so daß ich womöglich die Tage mal einen eigenen PSF-Rechner fabrizieren will. Ich glaube, da werde ich dann auch mal versuchen, mehrere theoretische Modelle umzusetzen.
Also insofern war das Ding richtig fruchtbar, und es hat mich dazu gebracht, gestern mal zusammen mit Karsten im Suiter nochmal die MTF-Kurven zur Obstruktion und zur Chromasie, sowie auch die zusammengefassten Kurven mit Optikfehlern zu betrachten.

Wenn man solche Threads also gewissermaßen sportlich sieht, dann ist das einzige Problem damit, daß halt die Forensoftware eine etwas begrenzte Einrückfunktion hat... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Clear Skies
Sven

PS: Von Zeit zu Zeit seh ich den altern gern, und hüte mich, mit ihm zu brechen... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Hallo Andesit,

Das eigentlich traurige dabei ist, daß du über 10 Jahre lang mit einer
typischen SC-Gurke beobachtet hast, schade um die Zeit!

Wo in A bist du denn zuhause? Falls in der Nähe von Wien, schau doch
mal bei mir vorbei. Vielleicht gefällt dir ein MN ja besser als ein
APO. Wenn es nicht um Fotografie geht kannst du dabei jede Menge
Geld sparen.

Bino-Tom
 
Re: das 144. und keiner merkt was

Moin Dietmar,

auch mir ist sehr schnell aufgefallen, daß die Geschichte hier bewußt
initiiert wurde und ich bin mir sogar ganz sicher, daß derjenige der
dafür verantwortlich ist unter seinem Normalaccount mitliest und
wahrscheinlich sogar mitschreibt. Viel Spaß beim Raten wer es wohl
sein könnte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Dennoch glaube ich, daß der halbwegs intelligente Leser die wirklichen
sachlichen und nützlichen Infos rausfiltert. In dem Sinne ist nicht
alles umsonst, was geschrieben wurde.

Bino-Tom
 
Hallo Tom,

Zitat:
-----------------------------------------------
Das eigentlich traurige dabei ist, daß du über 10 Jahre lang mit einer
typischen SC-Gurke beobachtet hast, schade um die Zeit!
-----------------------------------------------

Nu laß aber mal die Wurst auf dem Brot! Jedes (auch schlechtere) SC
zeigt am Himmel erheblich mehr wie das bloße Auge, und ich bin
überzeugt daß ihm die Beobachtungen mit dem SC Spaß gemacht haben.
Da kann man doch nicht sagen 'schade um die Zeit'!??? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Ich habe in der Vergangenheit auch mit mehr oder weniger guten Scopes
beobachtet, auch mal mit 'ner echten Runkelrübe (eines der ersten 8"
Meade SC, da war sogar die Bohrung der Fangspiegelaufnahme nicht exakt
zentrisch im Korrektor) - aber ich bedauere keine Sekunde davon!

Wenn man so denkt darf man mit keinem Scope beobachten, da es immer irgendwo ein besseres gibt......<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" />

MfG Coyote
 
Re: Und die Kosten...?

Hallo Hannes,

ist generell so eine Sache, quantitativ bin ich leicht abzufüllen, aber ohne den Newton-Schwur wird es schwer werden, meine antialkoholische Schwelle zu überschreiten. Ich bin nämlich auch ohne Allolol lustig - na, wissen die, die mich wirklich kennen.

Clear Skies
Sven
 
Re: Und die Kosten...?

Hallo Hannes,

wie gesagt, der beste APO ist immer noch der Brachymedial, also eine Röhre, bei der man nicht sagen kann ob es ein Linsenfernrohr oder ein Spiegelfernrohr ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Johann
 
Re: Hochinteressant

Hi Sven,
Ich muss wohl noch etwas deutlicher werden. Dies lasse ich wiederum William Zmek tun, den ich bereits vor ein paar Tagen zitiert habe. Er schrieb also in der September-93-Ausgabe von Sky&Telescope weiter:
"The residual color error of a typical 6"-f/15 doublet lens lowers its contrast performance in roughly the same manner and amount as a Newtonian reflector's central obstruction does. Therefore, the widely accepted claim that a refractor performs better on the planets must be due to other causes ...
...Why, then, have refractors enjoyed a better reputation than reflectors? Well, we already know much of the answer. Wavefront aberrations cause relatively severe losses in performance on the Moon and the planets, and reflectors are far more likely than refractors to suffer from this problem. Central obstruction is also a factor, but only if you insist on comparing actual telescope diameter rather than effective diameters.
True, all refractors suffer at least some residual chromatic error. But I harbour a suspicion that the human visual system, superb image processor that it is, can actually extract more information from a refractor image than is implied by the contrast-performance curve shown on page 84. This suspicion is based on the fact that the chromatic aberration blur is "color-coded" and therefore exhibits a color-contrast, which the eye may have some chance of decoding.
As if these advantages weren't enough, many other factors contribute to the tendency of refractors to outperform reflectors. They include baffling (well-baffled reflectors are very rare) and local seeing.
The latter item is especially troublesome for reflectors. The top of a Newtonian's tube is situated where the breath and other skin-warmed air from the observer can do terrible damage to the wavefront. The problem is even worse with open framework-tubes. On the other hand, refractor objectives are situated relatively far from the observer.
Moreover, the thermally open tubes of most reflectors suffer from internal gradients of air temperature, especially around the secondary mirror and spider. The inside of a refractor's closed tube does not directly radiate to the sky, making gradients less likely.
The cumulative effect of all the issues presented in this article can be found simply by multiplying together the factors contained in the individual formulas. The result can be striking...."
Und noch etwas, Sven: Wenn Du schreibst, ein Newton sei gleich justierstabil wie ein Refraktor, so hast Du (in diesem Punkt) wahrhaft keine Ahnung.
Heavenlish greetings: b.fankhauser
 
Re: Hochinteressant

Hallo Beat,

oh Konträr sag ich als Lateiner.
Nun, der gute Zmek kann das ja gerne schreiben, aber im Grunde ist auch dieser Text erkennbar ein "Ringen nach Gründen".
Man macht es sich einfach zu behaupten, daß der Newton es dem menschlichen Wahrnehmungsvermögen schwer macht. Richtig ist, daß das unruhige Bild eines Teleskopes mit größerer Öffnung es einem anders trainierten Beobachter schwer macht. Es ist aber nicht so, daß der Benutzer eines Spiegelteleskopes nun einfach mehr Beobachtungserfahrung hätte, sondern er hat sie nur einfach anders erworben, nämlich mit Unruhe im Bild.
Gerade aber das Tubusseeing ist ein Punkt, den man bei Spiegelteleskopen mehr und mehr in den Griff bekommt, denn Lüfter kommen in Mode. Übrigens, die Frage der Einblickposition stellt sich ja gar nicht bei Cassegrain-Systemen, und hier sind ja gerade die klassischen Cassegrains häufig in Bauformen zu finden, die mit einer zum f/5 Newton vergleichbaren Obstruktion auskommen, was bei größerer Öffnung deutlich unter 30% liegt.

Die ständig vorgebrachten Argumente zur Oberflächenqualität sind auch nur Scheinargumente. Schließlich poliert man eine Linse so lange, bis sie eine tolle Abbildungsqualität für astronomische Anwendungen hat. Und einen Spiegel poliert man so lange, bis er eine tolle Abbildungsqualität für astronomische Anwendungen hat. Der Mehraufwand für die Flächengenauigkeit des Spiegels relativiert sich, denn der Refraktor braucht mindestens 4 zueinander passende Flächen in geringerer Qualität.
Ich finde also das Argument " 4-fache Oberflächenqualität" immer verdächtig, wenn es gebracht wird. Es verrät doch nur, daß man nicht bereit ist, seine Argumente ordentlich zu durchdenken.
Auch das Thema Verblendung wird angeschnitten, und wieder einmal bleibt aussen vor, wie viele Newtons inzwischen mit Velourfolie und ggf. einer Streulichtkappe genau dieses Problem beheben.

Dementsprechend ist es auch passend, daß in Zmeks Aufstellung ein wirklich schlüssiges Argument fehlt, nämlich daß der gefaltete Strahlengang eines Spiegelteleskopes das Tubusseeing zweimal durchläuft.
Unterschlagen wird, daß auch ein Refraktor Tubusseeing erleidet, und zwar während der Auskühlzeit der dicken Linsen, die sich nicht wesentlich von der eines gleich großen Spiegels unterscheidet. Es liegt ein ähnlich kompakter Glaskörper vor. Hier hat der Newton den Vorteil, daß eine konstruktion mit offenem Tubus und offener Rückseite den Spiegel stets an der kühlen Luft hält, so daß der Newton eher einen ausgeglichenen Zustand erreicht.

Also Beat, ich bin bereit, über die Vor- und Nachteile der Systeme zu diskutieren, aber ich bin nicht bereit, die Schlüsse aus unvollständigen Aufstellungen einfach als gegeben hinzunehmen. Egal welcher Name darunter steht.

Zum Thema Justage: Ich sehe nicht, was einen Refraktor bezüglich Justage stabiler werden lassen sollte, als es ein Newton ist. Ich glaube wohl, Du meinst nur, daß der Refraktor zumeist ein größeres Feld optimaler Korrektur liefert, so daß eine Dejustage beim Refraktor nicht auffällt. Ich glaube, da habe ich doch Ahnung.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Coyote,

dazu kann ich nur zwei Antworten geben:

1. mein Post war nicht böse gemeint, also bitte um Verzeihung.
2. wenn man wirklich 10 Jahre mit einer Gurke beobachtet, kann das für
manchen sehr wohl schade um die Zeit sein. Das ist reine Ansichtssache.
Sicher, auch mit einer Gurke sieht man was. Aber wenn man nach so langer
Zeit draufkommt was man alles hätte beobachten und genießen
können...naja, kann ich mir auch erbaulicheres vorstellen.

Bino-Tom
 
Re: Hochinteressant

Hi Sven,
Wie gut ist Dein Englisch? Warum nimmst Du dann in Deiner Replik auf den durch mich zitierten Ausschnitt überhaupt ausführlich Stellung zum Argument "4-fache Oberflächenqualität", wenn dieses dort doch gar nicht erscheint? Oder solltest Du etwa gar nicht wirklich gelesen haben (dann wärst du ja gänzlich unbelehrbar - igittigitt) :-( ...).
Und du bist nicht bereit, "die Schlüsse aus unvollständigen Aufstellungen einfach als gegeben hinzunehmen", weil ein wichtiges Argument, welches nämlich ZUSÄTZLICH gegen Deine Position spricht (=> dass der gefaltete Strahlengang das Tubus-Seeing 2mal durchläuft) dort nicht auch noch steht? Umso klarer doch der Fall, würde ich mal sagen...
Ach Sven, mein Zitat von Zmeks Artikel stellt doch nur einen kleinen Ausschnitt dar mit einigen kräftigen Argumenten, selbstverständlich ohne jedweden Anspruch auf Vollständigkeit - klar doch gibt es noch weitere Pro-Refraktor-Argumente ;-))... Oder erliegst Du etwa der Illusion, dass jedes DEINER Postings abschliessend sei und vollständig? (Zu Hülfe, der Papst Ratzinger!)...
Aha, der Newton kühlt also (sogar noch) schneller aus als der Refraktor? Har, har, du erfindest ja die Welt ganz neu... klar doch hat auch letzterer Tubus-Seeing - wer etwa nicht? - aber Deinen Worten gemäss also noch mehr als der Newton?... :-()))
Und aha - eine Dejustage fällt beim Refraktor DESHALB nicht so auf wie beim Newton, weil er ein grösseres Feld optimaler Korrektur liefert und DAHER bis weiter hinweg von der optischen Achse scharf abbildet? Aha, deswegen also... Gut doch! ;-)
Belustigte Grüsse: beat f.
 
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Re: Hochinteressant

Hallo Beat

Was für mich ein wenig ein Mysterium bei dieser Diskussion ist, ohne jetzt Partei ergreifen zu wollen.
Das nur Newtons, egal ob China oder Lomo in der Lage sind ihr Theoretisches Leistungsvermögen zu bringen, wo doch der FH von vornherein dazu nicht in der Lage ist.
Also, wo doch so viele um das letzte Quäntchen Kontrast und Auflösung kämpfen und den Anschein erwecken, nur der geringste Farbstich das Auge schon beleidigt, also Bildästheten pur!
Warum besitzen solche Leute keinen Apochromaten?

Mir scheint auch, das was dass Teleskop nicht im stande ist zu zeigen und wo von der Hobbyastronom doch träumen tut und der Sternfreund sich am Kopfe kratzt, den eigentlich müsste das Teleskop mir das doch zeigen?
Wird ganz einfach ein Bildchen vom Computer berechnet welches man sich auf den Tubus kleben kann.

Ich halte überhaupt garnix von solchen Sachen wie Aberrator!

Es ist ganz net aufzuzeigen wie ein Abbildungsfehler auszusehen hat im Sternscheibchen, doch für ein Planetenbild fehlen einfach zu viele Parameter, auserdem neigt man hierbei zum Optimismus.

- man kann damit nicht den Temperaturverlauf simulieren
- den Farbstich eines Okulars
- Abbildungsfehler des Okulars
- Abbildungsfehler des Auges
- das subjektive empfinden des Beobachters
- weitere Wetter Phänomene die auf die Abbildung Einfluß nehmen auser dem Seeing. Auserdem glaube ich nicht das dieses Programm die Komplexität des Seeings voll berücksichtigen tut
- das Tubusseeing kann glaube ich auch nicht simuliert werden
- Defokusierung
- Reflexe
- uvm

Es ist einfach nur eine Schönrechnerrei wie der Planet in einem Jarhundertaugenblick in meinem Teleskop auszusehen hat und eine Schlechtwetter beschäftigung. Das hat was von 0.99 Strehl Pyrex China-Newton.

Gruß Uwe
 
Hallo ich wohne südlich von Salzburg. Ich würde das SC das ich hatte aber auch nicht undbedingt als "Gurke" bezeichnen. M13 war unter guten Bedingungen fantastisch und die Sternabbildung unter hoher Vergrößerung ganz ok (bin zwar Geologe und kein Optiker, hab es aber trotzdem immer geschafft das SC halbwegs zu justieren). Grenzgröße war (bei hervorragenden Bedingungen) auch bis zu 14.2mag. Die schwache NGCirgendwas neben M35 immer in einzelne Sterne auflösbar (das geht mit 4 Zoll deffinitiv bei mir so nicht, vielleicht mit einem Apo :-)) ). Ich würde einem Anfänger daher auch durchaus ein SC empfehlen, weil er mehr noch als ein "Alter Hase" Lichtmenge braucht um etwas zu erkennen.
So nun meine persönliche Theorie warum Refraktoren das absolut beste System sind, bitte aber um Diskussion und Korrektur falls etwas physikalisch nicht korrekt ist.

Nachdem die Bildhelligkeit flächiger Objekte nur von der Austrittspupille abhängt (dh. 5mm Ap bei 4Zoll sind gleich hell wie 5mm Ap bei 8Zoll nur ist die Vergrößerung natürlich eine andere), die Austrittspupille aber im zb. 40% obstruhiertem System aber naturgemäß weniger Lichtquanten aufweisen muss, aber deswegen nicht kleiner wird, fehlt jedem obstruhiertem Spiegelteleskop bei gegebener Austrittspupille Licht gegenüber dem unobstruhierten System. Für Objekte die aber nach geringer Vergrößerung verlangen dh. große AP und großes Gesichtsfeld haben Refraktoren einfach schon dadurch immer das hellere Bild, zusätzlich sind die Lichtverluste beim Refraktor gegenüber dem Spiegelteleskop auch sonst wesentlich geringer.

Fraunhofer f10: Der Farbfehler macht das Bild bei hoher Vergrößerung zwar nicht besser (blaues und rotes Streulicht) aber so glaube ich ist das Empfindlichkeitsmaximum des Auges bei Grün doch ein sehr ausgeprägter Peak (und vielleicht auch individuell verschieden), sodaß z.B die Cassini Teilung (hoher Kontrast) und enge Doppelsterne sehr scharf dargestellt werden, wobei sich z.B die Spiegelungenauigkeit (weißes Streulicht) beim SC der noch dazu genauer sein müßte als die Linsenoberfläche fatal auswirken kann (Cassini Teilung war im SC einfach nicht Anmerk.) Beim Jupiter ist der Farbfehler natürlich tödlich (ein Grund warum ich meinen sehr guten Achro für einen besseren Apo hergeben will.)
So sind gleich große Refraktoren gleich großen komplexen Spiegelsystemen (natürlich nicht dem Schiefspiegler und geringer dem Newton) überlegen und wesentlich kleinere Refraktoren bei bestimmten Objekttypen gleichwertig. Gleiche Qualität auf beiden Seiten selbstverständlich.
Schöne Grüße
 
Hi,

ja, vom Lichtdurchlass her ist der Refraktor einem normalen Newton überlegen. Bei schwachen Objekten zählt aber zunächst mal der Kontrast zum Hintergrund. Das heisst, daß sich auch hier die Obstruktion nicht so heftig auswirkt. Problematisch sind aber günstige Spiegelteleskope mit verspiegelungen, die vielleicht nur 85% reflektieren. Hier hat das Spiegelteleskop mindestens einen Spiegel mehr (dem Refraktor verpasse ich im Geiste einen Zenitspiegel). Nimmt man "edlere" Geräte, dann kommen auch bessere Verspiegelungen zum Einsatz, natürlich auch beim Zenitspiegel.

Was aber die Beobachtung bei schwächster Vergrößerung angeht, so hat der Refraktor hier einen wirklich interessanten Vorteil, und zwar den daß er eine Untervergrößerung problemlos zulässt. Es ist kein Problem, einen f/5 Refraktor mit einem 40mm Okular zu fütter, denn die Beschneidung der 8mm AP die dabei herauskommt auf vielleicht 7mm des Beobachters kostet nur etwas Öffnung, aber keine Bildhelligkeit. Beim Spiegelteleskop wird hingegen der Einblick unruhig und das Bild wird dunkler, da die Obstruktion deutlich größer wird. Bei kleiner Öffnung wird die Obstruktion eines Newtons ausserdem deutlich größer, da ja der Strahlenweg vom Fangspiegel zum Okular hin gegenüber einem größeren Newton nicht proportional "mitschrumpft".
Für diesen Zweck ist ein Refraktor also eine gute Wahl. Der kurze Achromat mit vielleicht 80mm Öffnung ist da ganz nett, schöner aber ist eine Optik wie das gute alte BW-Triplett. Der kleine 80er ED APO hat ja leider für diesen Zweck einen Hauch zuviel Brennweite, eignet sich aber immer noch prima.
Unangenehm ist nur, daß ein so kurzbrennweitiger Zweilinser eine störende Bildfeldwölbung hat. Die Königsklasse ist eben doch der fotografisch geebnete APO...

Clear Skies
Sven
 
Re: Hochinteressant

Hallo Uwe,

das stimmt ja nicht. Wird doch nicht behauptet. Der ganze Thread ist voll davon, daß man einem Newton eine Tubusbelüftung und eine Velour-Auskleidung verpassen soll.

Und es verschweigt doch auch keiner, daß der Newton eine Obstruktion hat, die seine Kontrastleistung herabsetzt. Eigentlich ging es mir mal darum, daß ich als Planetenteleskop einen relativ langbrennweitigen Newton (f/8) gegenüber einem relativ kurzbrennweitigen Achromat (f/8) bevorzuge, da ich in diesem Teleskop ein wesentlich größeres Leistungspotenzial bei wesentlich niedrigerem Preis sehe. Der Spiegel zeigt einfach mehr, besonders an Jupiterdetails. Mal von 6" Öffnung ausgehend.

Im Grunde würde diese Diskussion warscheinlich gar nicht geführt, wenn die Lüfter und die Velour- oder Filzauskleidung schon stärkere Verbreitung gefunden hätten.

Na sei's drum. Genug im Kreis geredet, an dieser Stelle steige ich aus und gebe allen folgenden Argumenten pro Achromat vorsichtshalber mal Recht, denn ich will kein Spielverderber sein.

Clear Skies
Sven
 
Re: Hochinteressant

Hallo Beat,

ja, es ist alles in diesem Thread schon drin, was soll ich mich wiederholen? Your remarks about my Englisch weren't quite neccessary, I think. You pointed out that you dislike the newton or any reflecting telescope for several reasons and I pointed out that I have a different opinion. After many observations with relatively long achromatic refractors and a few with shorter ones (e.g. 80/400 or 120/1000) I found that chromatic aberration on axis of these telescopes is a major problem. I am much more content with the performance of a newton reflector or an apochromatic refractor.
Naja, jedenfalls kein Grund nur deswegen irgendwelche persönlichen Animositäten auf mich loszulassen.

Clear Skies
Sven
 
Re: Hochinteressant

Hi!

Nur mal zur Info, weil das hier vielleicht jemand glaubt, oder das Gerücht in die Welt setzen will: Ich bin NICHT IWS_BERLIN!

Mal abgesehen davon: Ich halte ebenfalls ein C8 nicht für eine Gurke, nur weil es ein SC ist. Meines hat mir damals unter dem Berliner Himmel viel gezeigt, allerdings wurde es auf bestimmten Gebieten von den Achromaten die ich hatte geschlagen. Auf Grund der Erfahrungen, die insgesamt ich machen konnte, bin ich halt Refraktorfan... trotz Farbfehler.

Gruß...
Vader
 
Re: Hochinteressant

Hi!

Und ich auch nicht!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Dass da man keine falschen Vermutungen kommen ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Gruss Hannes
 
Re: Hochinteressant

Hi Sven,
Wenn es denn also nicht Deine ungenügenden Englischkenntnisse gewesen waren, die Dich dazu brachten, mir gegenüber zu einem Punkt Stellung zu nehmen (4-fache notwendige Genauigkeit eines Spiegels gegenüber einer Linse), den ich (resp. W.Zmek) überhaupt nicht erwähnt hatte - was war es dann? Jedenfalls hast Du (auch sonst) nicht geantwortet, wie es jemand tun würde, der gelesen und auch verstanden hat. Oder anders gesagt, Du bist ausgewichen. Und auch jetzt wieder: Dein "you pointed out that you dislike the Newton or any other reflecting telescope ..." zeigt mir erneut, dass Du nicht wirklich liest, was Dein Gegenüber schreibt, sondern vor allem darauf konzentriert bist, Deine eigene message an den Mann zu bringen. Dergestalt lernt man natürlich nicht mehr dazu :-( ...
Ich bin doch überhaupt kein Newton-Verächter, sondern sogar der Ansicht, dass dieser ab einer gewissen Öffnung das Teleskop mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis ist. Jedoch glaube ich, dass der simple achromatische Refraktor bei kleineren Öffnungen, bei denen für eine genügende Farbkorrektur noch kein übertrieben kleines Öffnungsverhältnis vonnöten ist, gerade für den Anfänger gewichtige Vorteile aufweist, und dass selbige in diesem Thread bis anhin noch nicht in genügendem Masse zur Sprache gekommen waren.
Ich habe Dich also nicht angefeindet, sondern mich bloss darüber amüsiert, wie schlecht Du die Postings Deiner Kontrahenten liest bzw. verstehst, da Du ansonsten nämlich viel genauer antworten müsstest, und nicht in solcher für Dich offenbar typischer (?) Ausweiche-Manier - diffus und schwammig, wie eben zwei Mal.
Trotzdem versöhnliche Grüsse: b. fankhauser
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Tom,

ich hatte nicht unterstellt das Du dies böse gemeint hattest,
sondern fand es nur ein wenig übertrieben. Wollte Dir nicht
auf die Füße treten!

Gruß Coyote

 
Re: Hochinteressant

Hallo Sven

Da gebe ich dir vollkommen Recht der 150 f/8 für 250 Euro oder noch billiger ist wenn man so will ein tolles Einsteigergerät mit einem Top Preis-Leistungsverhältnis. Bis auf die Justierproblematik wird jeder Anfänger viel Spaß damit haben können. Ich denke jeder der dan auch eisern bei dem Hobby bleibt bekommt früher oder Später einen Newton justiert und wenn nicht ist er grad selber Schuld, wenn er es sich nicht erklären lässt.
Der Fortgeschrittene und Erfahrene Amateurastronom greift dan eher zum Refraktor, weil er dan schon seine Steckenpferde und Vorlieben kennen gelernt hat und die Vor- und Nachteile eines Systems besser abschätzen kann. So kommt er für manche Tätigkeitsfelder garnicht ohne Refraktor aus!

Gruß Uwe
 
Re: Echdaten des Newtons? O.T.

(Objektivdurchmesser > 10cm) => (Newton ab f/6 hat bestes Leistungs-Preis-Verhältnis aller Teleskope).
(Objektivdurchmesser <= 10 cm) => (Achromat ab f/10 hat bestes Leistungs*-Preisverhältnis). *Wobei in dieser Leistung auch Konvenienzen wie Kollimationsstabilität u.a. enthalten sind.
(Vorausgesetzt natürlich vergleichbare Herstellungsqualität.)
Selbstverständlich ist dies nur meine persönliche Meinung, die ich keineswegs zum Dogma erheben möchte.
Persönlich würde ich sogar einen Vixen 90/1000 ganz eindeutig einem der häufig anzutreffenden 114er-Newton vorziehen. Ich sage dies nicht aus dem hohlen Bauch, sondern hatte zwei solche 90/1000er längere Zeit im Gruppeneinsatz, und war stets äusserst froh, nie kollimieren zu können, aber auch nie zu müssen... Die Bildqualität war jedenfalls stets überzeugend. Dies ist denn auch das Anfängerteleskop, das ich persönlich am ehesten empfehlen würde: Farbfehler noch in Grenzen, justierstabil, seeingunempfindlich und recht brillant an Sonne, Mond und Planeten, zudem bereits geeignet für einfache und helle DS-Objekte - kurz: kaum enttäuschend.
Beat F.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
W.P.Zmek

Hallo Beat,

ich meinte welche Eckdaten gab der William.P.Zmek für den Newton an,den er
mit dem 6"f/15 FH in Bezug auf die Kontrastwiedergabe verglichen hat?
War es auch ein 6"f/15 Newton,oder ein 6"f/8 oder gar ein 6"f/5 Newton?

Ich frage weil der Artikel von Smek es meiner Ansicht nach wirklich Wert ist
etwas näher untersucht zu werden.Heute Abend ist es mir aber zu spät.

Deinem Vergleich zwischen kleinem Newton und kleinen FH kann ich aus eigener
Anschauung hinzufügen:
Mein 114/900er vor zig Jahren,verglichen mit 80/1200er Japanoptik und 80/1200er Zeiss AS
konnte mit beiden deutlich nicht mithalten.Vor allem im Vergleich zum AS fehlte
es an Kontrast.Ich kann aber nicht dafür garantieren daß mein 114er damals
gut kollimiert war.Schlecht nicht,aber auch nicht so pingelig wie ich meinen
Newton heute einstelle.

MfG,Karsten
 
Re: Hochinteressant

Hallo Beat,

also ich möchte damit nur rüberbringen, daß ich bezüglich des Threads einen gewissen Sättigungsgrad erreicht habe. Ich hatte und habe das Gefühl, auf all das schonmal eingegangen zu sein. Und die Betrachtung der verschiedenen MTFs im Suiter, zu der ich am Montag Gelegenheit hatte, bestärkt mich darin, damit nicht auf dem falschen Dampfer gewesen zu sein.
Ich möcht's einfach nicht schon wieder alles aufrollen, auch wenn das Dir in unserem Zwiegespräch "innheralb des Threads" wie ein Ausweichen, Ignorieren oder Abbrechen vorkommt. Auch wenn ich gern viel schreibe, wirds dann auch mal langweilig. (Jupp, ich habe eine festgefahrene Meinung zu den Dingern, und weil sie durch Praxis untermauert ist und die Physik sich nunmal nicht veräppeln lässt, darf's auch dabei bleiben.)
Da finde ich Toms Ansatz mit Fotovergleich "nebenan" im Moment viel sinnvoller, und wenn ich mir da die Mondfotos anschaue, die ja mit eher geringer Vergrößerung und weitab des Auflösungsvermögens einer solchen Optik gemacht wurden, dann ist es doch erschütternd selbst beim gelbstichigen Mond (schlechte Blauempfindlichkeit) den Farbfehler sehen zu können. Um es mal in Erinnerung zu bringen: Tychos scheinbar Durchmesser ist dem des Jupiters sehr ähnlich. Bring mal die Ausdehnung des Blauvioletten Saumes damit in Vergleich...

Clear Skies
Sven
 
Re: W.P.Zmek

Hi Karsten,
Im von mir zitierten Teil dieses Artikels geht es um die farbfehlerbedingte Kontrastminderung eines 6-Zoll f/15 Refraktors im Vergleich zur obstruktionsbedingten eines 6-Zoll-Newtons mit 30% Obstruktion. Anders als M.L. denkt, ist die Brennweite für die CTF ja nicht unmittelbar von Belang...
Der Artikel umfasst übrigens 9 Seiten und beinhaltet 7 CTF-Diagramme, ist also recht umfangreich. Verfügst Du über ihn, dass Du ihn näher zu untersuchen gedenkst?
Was die kleinen Refraktoren anbelangt, scheinen wir ja einer Meinung zu sein. Und übrigens auch, was die dicken China-Gurken betrifft :-((( .
Gruss: beat f.
 
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