Neues Zoom-Okular: Svbony SV215 3-8mm - „Nagler-Zoom“ in günstiger?

FrankFu

Aktives Mitglied
Hallo Zusammen,

Vermutlich keine große Neuigkeit, aber ich habe erst die Tage vom neuen Zoom-Okular SV215 des Herstellers Svbony erfahren und mich entschieden, das Experiment zu wagen und habe mir eines bestellt.
Wie es fast zu erwarten war, wird es im Netz natürlich gleich mal mit dem TeleVue Nagler Zoom 3-6mm verglichen, da es nicht nur einen ähnlichen Brennweitenbereich mit 3-8mm hat, sondern auch ein ähnliches Design und auch als Okular für Hochvergrösserung für Mond und Planeten angepriesen wird.
Hier mal ein Link, damit man sich ein Bild machen kann: SVBONY SV215 1.25

Optisch unterscheidet sich das Design vom Nagler.
- SV215: 6 Linsen in 4 Gruppen, 56°
- Nagler: 5 Linsen in 3 Gruppen, 50°
Augenabstand laut Hersteller jeweils 10mm.

Es gibt auch einen Testbericht eines Vorserienmodells hier Svbony zoom 3-8 mm SV215 eyepiece review

Natürlich gibt es auch einen Thread dazu bei Cloudynights: Svbony 3-8mm Zoom In The Pipeline... - Page 3 - Eyepieces - Cloudy Nights

Bin jetzt gespannt, ob ich das Okular in den nächsten 14 Tagen erhalte und dann einen Blick auf die Sterne werfen kann.

Vielleicht hat ja noch jemand das Okular schon auf dem Schirm oder Meinungen dazu (da bin ich mir ziemlich sicher ;) ) und ich will es nur gesagt haben, ich bin kein Svbony Fan-Boy… aber immer interessiert an spannenden Neuerungen.

Freue mich auf einen konstruktiven Austausch.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
7,7mm Augenabstand....
Da bin ich raus
 
Hallo Frank

Naja, 7 bis 11mm Augenabstand hab ich gerade gesehen.
Aber dennoch für mich als Brillenträger keine Option. Viel zu gering.

Bin jetzt gespannt, ob ich das Okular in den nächsten 14 Tagen erhalte und dann einen Blick auf die Sterne werfen kann.
Bin trotzdem dann mal auf dein Feedback gespannt.
Zumal ich allgemein mit Zoom Okularen nie wirklich gute Erfahrungen gemacht habe.
Jetzt mal Abgesehen vom Svbony, würde ich mir generell keines mehr zulegen.

Bin mal auf deine Erfahrungen gespannt.
 
Naja, 7 bis 11mm Augenabstand hab ich gerade gesehen.
Aber dennoch für mich als Brillenträger keine Option. Viel zu gering.
Ich beobachte zwar ohne Brille, aber was Komfort und Immersion betrifft, mag ich das nicht mehr so kurz.

Zumal ich allgemein mit Zoom Okularen nie wirklich gute Erfahrungen gemacht habe.
Hast du das APM Super Zoom schon mal am Auge gehabt?
Ich war auf der ATT sehr angetan davon.
War davor auch nie ein Freund von Zooms, zuviel Kompromiss, aber das APM war in der Hinsicht die lang ersehnte positive Überraschung.

LG
Olli
 
Hallo Zusammen,

Ja, der Augenabstand ist sicher nicht üppig, aber das Nagler Zoom liegt wohl in einem ähnlichen Bereich.
Hast du das APM Super Zoom schon mal am Auge gehabt?
Und das APM Zoom hat nicht nur eine andere Brennweite und geht „nur“ bis 7,7mm, sondern ist auch eine ganz andere Größen- und Gewichtsklasse.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
Naja du schriebst ja "allgemein mit Zoom Okularen nie gute Erfahrungen".
Bei "allgemein" sah ich jetzt keine Eischränkungen hinsichtlich Größe und Brennweite.

LG
Olli
 
Hallo,
aber das Nagler Zoom liegt wohl in einem ähnlichen Bereich
ja, 10mm Augenabstand.
das APM Zoom hat nicht nur eine andere Brennweite und geht „nur“ bis 7,7mm
das läßt sich ändern. APM schreibt, das Zoom harmoniert gut mit den Glasweg -Ausgleich Barlows für Binos. Das 2,6 - fach ergibt Faktor 2 -> 3,85 - 7,7mm . Kostet halt nochmals extra.
Zumal ich allgemein mit Zoom Okularen nie wirklich gute Erfahrungen gemacht habe
Dann hast du noch nie ein Spitzenklasse Zoom gehabt.

Gruß Uwe
 
Hallo, ich hab mir das Teil gekauft und ich bin durchaus begeistert. Ich habe es mit zahlreichen meiner ES (3/4,7/5,5/6,7/9mm) verglichen und ich finde es steht dem ganzen um nichts nach. Ja der Augenabstand ist sehr gewöhnungsbedürftig aber im großen und ganzen tolles Produkt. Kann ich nur empfehlen.
 
Schön, dass es dir gefällt.
Bin mit meiner eigenen Zoom Entscheidung auch äußerst zufrieden.
Die beiden kann man aber absolut nicht vergleichen, ist aber auch ein völlig anderer Einsatzzweck.
Kannst du die Herstellerangaben zum SGF bestätigen?

LG
Olli
 
Hallo,

der CN Bericht liest sich bis auf das Streulicht nicht schlecht. Müßte man mal selbst sehen ob das unakzeptabel ist. Das sGF wird mit 58-60° beschrieben. Der Augenabstand ist unterirdisch aber wer das SVbony oder TV Zoom kauft weis worauf er sich einläßt.

Das Svbony kostet ohne Versand und Einfuhrumsatzsteuer 138€ , das ist 1/5 des TV Preises. Was hast du bezahlt, Lifting-Astro?

Gruß Uwe
 
Wenn ich irgendwann hier auch mal wieder klaren Himmel und dann zu einer Zeit habe, zu der ich auch unter den Sternenhimmel kann, würde ich mir mein Exemplar auch gerne mal genauer anschauen… liegt jetzt seit Mitte Dezember hier rum :cautious:

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
Hallo,
Ich habe ein Triplet F5,5 und beobachte den Mond mit einem Baader Otho 6mm. Der Augenabstand liegt bei 5mm. Ich bin Brillenträger aus Altersgründen, beobachte aber ohne Brille. Meine Augenränder liegen auf dem Okular wenn ich beobachte. Es stört mich überhaupt nicht. Einzige was mir nicht gefällt, das Okular ist danach immer total verschmiert und lässt sich, Aufgrund der kleinen Linse, schlecht reinigen.
Nachdem ich hier und die Rezessionen auf CN gelesen habe, habe ich das Svbony Zoom 3-8mm heute bestellt.

Gruß
Harald
 
Hallo Harald,

berichte bitte wie sich das Svbony Zoom am f/5,5 schlägt und wie das mit dem in CN kritisierten Streulicht Verhalten ist.

Gruß Uwe
 
Hab mir das Zoom jetzt auch bestellt für meinen 102/714 H-Alpha Umbau ist es perfekt. Dauert aber lange bis es da ist.
 
Hab jetzt auch eines, rein Interesse halber bestellt, mal sehen was es so taugt. Eigentlich bin ich ganz gut ausgestattet, aber kann man zu dem Preis ja mal probieren.
Bestellung bei Amazon, hat exakt 2 Wochen gebraucht bis es im Briefkasten lag.

cs Alex
 
Hallo,

Da ich überwiegend den Mond mit einem Apo Triplett f5,5 beobachte war ich, durch seine geringe Brennweite, auf der Suche nach einem kurzbrennweitigen Okular. Der Einblick des Baader Ortho 6mm ist mir nur möglich wenn ich mit dem Auge fast auf der Linse liege, ER 5mm. Dabei komme ich mit den Wimpern immer wieder an die Linse.
Mit Barlowlinse komme ich auf 3 mm bei einer AP von 0,54mm. Damit kann ich noch gut sehen. Allerdings bleibt das Einblickverhalten gleich.
Um nicht mehrere Okulare von 3-5 mm zu erwerben entschied ich mich für ein Zoomokular.
Ich habe schon ein Baader 8-24 Mark IV mit Barlowlinse sind das 3,6- 10,7 mm. Vom Gewicht und der Größe zieht das Okular jedoch so einseitig ans Teleskop das ich Schwierigkeiten mit der Balance habe. Den Erwerb einer größeren Prismenschiene habe ich aus Gewichtsgründen verworfen, da ich hin und wieder, der Nachführung wegen, mit einer Nexstar SLT beobachte. Sie hat 4Kg Tragfähigkeit und ich bin bei 2,7Kg. Ich kann noch gut ohne Vibrationen Fokussieren. Mit einer längeren Prismenschiene müsste auch die Fofussierung schräg gestellt werden das ich durch eine AZ-Montierung vermeide.
Das Televue 3-6 mm für 600 und mehr Euro hat sicherlich seinen Wert, fällt aber leider zur Zeit nicht in mein Budget.
Da sehe ich das Svbony 3-8 mm. Rezessionen in anderen Foren lese ich überwiegend Positiv. Einblickverhalten und Wertigkeit stehe in einem guten Verhältnis. Ich bestelle Es.

Das Svbony 3-8mm ist, 10 Tage vor Liefertermin gekommen. Der erste Eindruck: es ist größer als ich dachte. Die Abdeckkappen sind aus einer weichen Gummierung und sitzen nicht wirklich feste. Auf der Augenlinse erweckt es den Eindruck das sich die Kappe lösen und verloren gehen könnte..
Das Okular macht einen guten wertigen Eindruck. Im Vergleich zu einem Baader Ortho 10mm wirkt es groß. Die Beschriftung ist eingraviert und nicht wie beim Ortho bedruckt, dass sich bei Benutzung schnell abgreift
1676822824989.jpeg



Die Okularhülse ist um 12 mm höher. Hier sollte darauf geachtet werden das die Hülse beim Einstecken in den Zenitspiegel/Prisma keinen Kontakt mit der Spiegel/Prismenfläche hat. Bei mir steht es auf einer Begrenzungsnut und versinkt nicht komplett in der Aufnahme.


Hier die Augenlinse. Links Baader Ortho 10mm
1676822871008.jpeg


Und die Feldlinse
1676823018279.jpeg

Der Augenabstand ist beim Svbony angenehmer als beim Ortho. Die Augenränder liegen auch hier auf dem Gummi, jedoch gibt es keinen Kontakt mit dem Glas so das dieses nicht durch die Bewegung der Wimpern verschmiert.

1676823229484.jpeg

Der Zoomring dreht sich in gleichmäßigen Click-Stops. Er dreht sich sehr stramm und rastet laut ein. Beim Drehen aus dem Clickstop bewegt sich das Bild etwas zur Seite, links oder rechts, je nachdem in welcher Richtung gedreht wird, kommt aber sofort wieder in die Ausgangsstellung wenn der Clickstop überwunden ist. Es dreht sich nicht leicht aus den Stops und gleitet schwer. Von 8mm nach 3mm schwerer als von 3mm nach 8mm. Vielleicht wird es nach öffterem Gebrauch geschmeidiger. Vom Baader Zoom bin ich anderes gewohnt.

Hier ein Größenvergleich mit Baader 8-24mm

1676823392556.jpeg

Und mit Barlowlinse
1676823675224.jpeg

Leider gibt das Wetter keine Möglichkeit den Mond zu sehen. Ein Straßenschild in ca. 1000m Entfernung zeigt bei 3mm eine sehr scharfe Abbildung. Ich kann das Schild lesen. Das Baader Zoom mit Barlow auf 3,4mm ist “verwaschener” und lasst den Straßennamen mehr vermuten als lesen.
Das Svbony ist für meine Augen parfokal. Beim Versuch die Schärfe zu optimieren geht es sofort in Unschärfe über. Eine Beobachtung ist auch ausserhalb der Stops möglich.
Die Augenmuschel ist angenehm weich und schließt Seiten/Streulicht erfolgreich aus. Filter lassen sich bis zum Ende des Gewindes einschrauben und sitzen fest.

Weiter Info gebe ich bei klarer Sicht auf den Himmel bzw. Mond, für den ich das Zoom erworben habe.
Zum Schluß für heute:
Ich bin angenehm überrascht freue mich über die unerwartete Schärfe und einen, für mich, angenehmen Augenabstand. Die mechanischen Funktionen sehe ich etwas zurückhaltender,

CS Harald
 
Hallo Harald,

vielen Dank für den Bericht. Da ich auch einen f/5,5 Apo habe, bin ich gespannt, wie sich das Svbony am Nachthimmel schlägt.

Wenn das Svbony schon nicht vollständig im ZS versinkt, wie ist es dann erst mit dem Hyperion mit Barlow ? Von den mechanischen Unzulänglichkeiten lese ich zum ersten mal aber ich erwarte von einem Zoom das 1/3 des TV Zooms kostet natürlich nicht die gleiche Qualität.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe
das Hyperion Zoom mit Barlow steht in der Tat nur mit dem unteren Barlow Element im ZS
1676916356744.jpeg
1676916413823.jpeg


Es zieht mit seinem Gewicht und dem großen Hebelarm enorm nach unten. Wenn dann nur, wie bei mir, ein kleiner Apo eingesetzt wird dann findet sich eine Balance erst fast in Höhe der Fokussierung.
Deshalb war ich auf der Suche nach einer, für mich, bezahlbaren Alternative.

Das Hyperion Zoom dreht sich leicht und geschmeidig. Rastet sanft ein und lässt sich ebenso leicht weiterdrehen.
Das Svbony dreht sich rau und rastet feste ein. Beim Weiterdrehen hatte ich erst das Gefühl ich wäre am Ende der Einstellung angekommen. Da ist dann schon ein mehr an Energie notwendiger als ich es beim Baader Zoom gewohnt bin.
Aber Du gewöhnst Dich schnell daran. Nur wenn mit einer einzigen Feststellschraube leicht fixiert wird kann sich das Svbony in der Aufnahme drehen und kratzt möglicherweise mit der Feststellschraube an der Okularhülse. Normalerweise lege ich das Okular nur ein und fixiere gar nicht. Das klappt jetzt nicht mehr. In der ZS- Aufnahme ist ein Messingring. Da ist das Okular gut fixiert und hält.
Ich habe noch ein Zenitprisma mit einer 3mm Feststellschraube, da ist mir das passiert, aber ohne Kratzer.

CS Harald
 
Hallo Uwe,

ja, genau so ist das bei mir auch, nur das meine AZ-Montierung am Halter für die Prismenschiene etwas dicker ist und ich nicht so weit nach vorne komme,

Gruß Harald
 
Hallo an Alle,

In den letzten Tagen hatte ich Gelegenheit den Mond mit dem neuen Svbony 3-8mm zu beobachten. Ich möchte davon erzählen wie das Okular zu meinen Augen und zu meinen Objektvorlieben passt. Deshalb soll ein Vergleich zu anderen Okularen hier nicht relevant sein.

Mein Standort ist ein Bortle 4 mit Garten- Haus- und Straßenbeleuchtung im nahen Umfeld. In den letzen Tagen waren die Temperaturen 0° bis -4° und die Luftfeuchtigkeit bei 55%. Der Himmel ist Wolkenfrei und die Sterne funkeln nicht.
Der OTA ist ein Omegon 61/335 Apo Triplett mit einer 1 ¼” Dielectric Coated 90° Spiegel Diagonale.
Bei der Beobachtung habe ich eine “Bügelhilfe” als Sitz/Stützgelegenheit und das Stativ ist in einer Höhe von 130cm plus 30cm für die AZ- Nexstar GT- Montierung. Ich beuge meinen Kopf nicht nach unten sondern sehe etwas seitlich, wie beim Newton, ins Okular, den Zenitspiegel etwas gedreht. Das gibt mir eine entspannte Sitzposition mit gerader Haltung.
Ich bin 70 Jahre alt und beobachte mit meinem rechten Auge mit -1,75 Dioptrin, ohne Brille.
1677593573415.jpeg


Ich stelle das Equipment zeitig, im hellen, um 17:00 Uhr auf die Terrasse und richte es nach Süden aus. Ein Alignment auf dem Mond reicht für eine ganze Beobachtungsnacht. Da ich am Mondterminator immer wieder hin- und herfahre, um die Strukturen und Krater im weiter Schattenverlauf zu sehen, ist für eine visuelle Nachführung ein Ein-Sterne-Alignment Ok. Ich stelle auf Lunar- Nachführung.
Nach 19:00 Uhr gehe ich nach draußen. Die Gerätschaften sind kalt aber nicht feucht. Der Mond ist ca. 1/4 sichtbar.

Bei 8mm sehe ich den Mond nicht ganz ausgefüllt im Okular. Die Ansicht ist sehr scharf. Der Mondrand ist ohne Falschfarben und der Himmel ist schwarz. Ebenso der Terminatorrand. Klare Schatten zeichnen sich ab und die hell- dunkel- Grenze ist sehr deutlich. Um und auf dem Mond sind keine Halos oder Reflektionen zu sehen.
Leider kann ich meine bevorzugte Augenmuschel- Stellung “oben” nicht lassen. Da ich die Linse mit dem Auge völlig abschirme ist nach wenigen Sekunden die Linse beschlagen. Ich klappe Sie nach unten und berühre das Okular, beim sehen, am oberen Rand leicht mit meinen Augenbrauen. Jetzt beschlägt die Linse nicht mehr.
Bei 7mm gibt es ,außer der Vergrößerung, keine Veränderungen. Die Schärfe ist gleich und die Schatten am Terminator treten jetzt deutlicher hervor. Die Zentralberge im Inneren vieler Krater sind deutlich zu sehen.
Bei 6mm kommen langsam die Schattenwürfe von Steilhängen und Furchen deutlicher hervor. Es ist immer noch alles gleich Scharf. Keine Reflexionen oder Spiegelungen. Bis jetzt habe ich noch nicht nachfokussiert.
Bei 5mm immer noch alles in Schärfe und Abbildungsleistung gleich. Der Augenabstand ist etwas geringer geworden. Aber ich berühre die Linse nicht mit den Wimpern.
Bei 4mm kommt die obere Okularlinse 5mm weiter nach oben und steht jetzt bei 20mm ab Oberkante Zoomring. Immer noch ist die Schärfe gleich und es gibt keine Veranlassung zu fokussieren.
Bei 3mm kommt die Linse noch einmal 7mm nach oben. Das Gesichtsfeld ist etwas kleiner geworden, aber immer noch mehr als bei einem Ortho. Eine Feinjustierung gibt kein mehr an Schärfe. Das Okular ist für mich Parfokal. Der Augenabstand ist etwas näher. Ganz nah am Okularrand zeigt sich jetzt geringfügig etwas Unschärfe, die ich auf Grund der Bildfeldwölbung bei f5,5, ohne Flattener, erwartet habe.
Jetzt nutze ich nur noch die 3mm Einstellung. Der Mond ist nicht mehr im Ganzen zu sehen. Die Teilabschnitte kontrastreich und scharf. Ich habe keinen Vergleich zu anderen Okularen von 3mm nur ein 6mm Ortho plus 2x Barlow. Das Svbony beeindruck mich sehr, die Schärfe und der Kontrast sind eindeutig besser.
Natürlich juckt es mich und ich hole die 2,25x Barlowlinse von Hyperion.
Bei 5mm, AP 0,4, geht es noch einmal näher ran, aber mit einer Schärfe von nur noch ca. 75% im Zentrum. Der Rand verschwimmt etwas. Die Barlow ist wohl nur für`s Hyperion Zoom wirklich geeignet. Aber beeindruckend ist es schon. Unter 5mm (2,22mm) sind es leere Vergrößerungen und strengen mich unnötig an.

Ich freue mich das Svbony Zoom 3 - 8mm erworben zu haben. Für meine Augen ist es genau das richtige Zoom- Okular als Ergänzung zum Hyperion
Zoom 8 - 24mm.
Wer mit dem Augenabstand keine Probleme hat (Brillenträger eventuell) der kann einige Planetenokulate sparen ohne auf Schärfe und Kontrast zu verzichten. Bis 4 Millimeter ist es vom Augenabstand akzeptabel. Bei 3mm nehme ich die Augenmuschel (Gummi) ganz ab, weil durch die Nähe mit dem Auge sonst wieder die Linse beschlägt. Vielleicht ändert sich das im Sommer.
Bei meinem Anwendungsbereich gibt es kein erkennbares Streulicht. Kontrast und Schärfe am Mond sind sehr gut. Das Gesichtsfeld von 60° ist ausreichend und verringert sich geringfügig ab 5mm abwärts. Das Hyperion hat von 16 - 24mm 58° - 48°, also weniger als das Svbony 3 - 8mm. Der Augenabstand ist für mich akzeptabel. Die Wimpern haben keine Berührung mit der Linse. Am nächsten Morgen sehe ich kein Fett oder sonstige Rückstände auf der Augenlinse. Es muss nicht gereinigt werden, wie schön.:)
Ich werde es nur noch für Mondbeobachtungen nehmen. Einen Okularwechsel kann ich mir ersparen. Das freut mich besonders in der kalten Jahreszeit, da ist es mit Handschuhe umständlich ist.

Leider zeigt sich dass das Okular einen Fokussierweg von nur 13mm, mit Graufilter, hat (Andere um 25mm). Für ein Filterrad, mit Zenitspiegel, reicht das nicht mehr. Der Kauf eines kurz bauenden Prismas mit allen Adaptern, plus Filterrad, ist mir zur Zeit nur für die Bequemlichkeit zu kostspielig. Vielleicht später.

CS Harald
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Harald,

danke für den Bericht. Klingt alle sehr gut. Am liebsten würde ich das Okular mal selbst ausprobieren. Ich habe aber ein 3,5mm Pentax und nur wegen der letzten 0,5mm Brennweite das Zoom kaufen ?;) Der Bereich von 8 - 3mm klingt schon sehr verlockend.

Gruß Uwe
 
Ich kann auch mal einen kleinen kurz gehaltenen Erfahrungsbericht wiedergeben.

Ich habe das Okular gleich 2 mal für das Baader Maxbright II und einem TAK FC100DF gekauft.

Ich habe den direkten Vergleich zum Nagler Zoom, aber nicht am Bino.

Positiv:
-Ich kann beide Okulare in allen Zoomstufen am Bino verwenden. Bei den kürzesten Brennweiten muss man eventuell etwas am „Auszug“ des Okular wackeln damit die Bilder übereinanderliegen.
-Zeichnet sehr scharf fast bis zum Rand und fällt dann nur leicht ab.
-ziemich konstant recht großes Gesichtsfeld, größer als beim Nagler.
-deutlich größer Zoombereich und damit auch höhere Praxistauglichkeit
-Wertig
-Ich finde sehr gutes Preis Leistungsverhältnis
Kompakt und damit Binotauglich.

Neutral:
-recht langer Okularstutzen, noch länger als beim Nagler. Lässt sich nicht komplett in das Bino einsetzten, da es sowieso schon etwas mehr Backfokus benötigt kann es mit dem Fokusweg am Bino knapp werden.
-Nicht ganz parfokal, wobei das Nagler hier natürlich perfekt ist und das SV Bony hier deutlich besser ist als Ein Hyperion Zoom oder ähnlich.
-eins meiner Exemplare lässt sich etwas schwergängiger zoomen als das andere. Dies wird auch woanders erwähnt und kann bei einfachen Montierurungen oder schwachen Klemmungen zum Ärgernis werden. Eventuell einstellbar, dem werde ich hinterhergehen.

Negativ:
-Kürzerer Augenanbstand im Vergleich zum Nagler, und er wird bei kürzeren Brennweiten noch kürzer. Vermutlich bekommen Brillenträger hier Probleme, kann es aber nicht bestätigen.
-Es ist schwerer das gesamte Gesichtsfeld zu überblicken. Der Einblick ist beim Nagler angenehmer.

Insgesamt sehr empfehlenswert und der einzige Konkurrent in dieser Klasse ist ein vielfaches teurer. Bekommt aber einen besseren Einblick und Parfokalität bei gleichzeitigen kleinerem Gesichtsfeld und geringerem Zoombereich.

Viele Grüße,

Stephan
 
Kleine Korrektur meines Berichtes. Das SVBony hat einen etwas kürzeren Okularstutzen als das Nagler. Lässt sich dennoch nicht ganz in das Baader Maxbright II einsetzen.
 
Hallo zusammen, ich hab das Okular auch gekauft, obwohl ich das Hyperion Zoom mit Barlow habe und damit diese Brennweiten eigentlich doppelt verfügbar habe. Ich hab es mir aber für meinen kleinen Evolux gekauft, und an dem funktioniert es sehr gut, am 80/560 genauso. Die Baulänge passt perfekt in meinen Omegon 2“ Zenitspiegel und es wiegt natürlich deutlich weniger als das Hyperion und passt besser zu dem kleinen Refraktor. Die Vergrößerung reicht so am Evolux von 50 bis 130fach. Mehr braucht es nicht! Nur bei 3 mm muss ich nachfokussieren, die anderen Brennweiten wirken parfokal. Der Einblick stört mich nicht, das Blickfeld ist erstaunlich groß für die kleine Einblicklinse. Ich berühre die Linse beim Einblick aber nicht, das ist entscheidend. Für viele Brillenträger könnte es allerdings nicht geeignet sein. Preis/Leistung ist auf jeden Fall top, ein sehr guter Kauf, ich werde das Okular nicht mehr hergeben. Danke für den Tipp!

LG Olaf
 
Hallo,

hatte im Faden

Zoom vs. Zoom + Barlow

nach Erfahrungen mit Zoom+Barlow im Vergleich zu kurzbrennweitigem Zoom nachgefragt.
Nun finde ich hier genau die Antworten die ich gesucht hatte!

Besten Dank meinerseits an Stefan und Harald für die hervorragenden Berichte!


Schöne Grüße,

Tony
 
Zurück
Oben