Hi,
ich bin grundsätzlich AI Software für Astrofotografie nicht abgeneigt. Dennoch finde ich es wichtig, zumindest ungefähr zu verstehen, was die Software macht.
Der Entwickler von Topaz Denoise beschreibt ja selber, dass die Software Details hinzudichtet. Es ist ein gewollter Effekt.
Daher würde ich sowas nicht für Astrofotgrafie einsetzen, da ich nur die Daten präsentieren will, die ich selber (oder in Kollaboration) aufgenommen habe.
Diese Grenze ist für mich ziemlich klar.
Manche sehen bei post processing keine Grenzen, weil geht ja nur im "Pretty picture". Klar, man kann auch eine "Hubble Enhance" Software schreiben, die Hubble Bilder als Luminance übers eigene Bild legt. Aber nur gaaanz dezent, man will ja nicht übertreiben..

Wenn solche Verfahren zu meinem Workflow einfließen, würde ich mich fragen, warum ich 10+ Stunden an Daten sammele um mein Bild rauschärmer zu machen, wenn es mir nur um ein Pretty Picture (was das auch immer heißen mag) geht.
Ich will aber Topaz nicht verteufeln und habe kein Problem damit, dass andere diese Software einsetzen. Ist nur mein persönliche Ansicht.
Würde mich trotzdem freuen, wenn andere unter ihren Bildern die Nutzung kenntlich machen, da insbesondere die Schärfung durch Topaz einen falschen Eindruch vermitteln kann, was mit den verwendeten Instrumenten und örtlichem Seeing möglich wäre. Da sieht man plötzlich seltsam pelzige Strukturen auf Nebeln...
Wenn ich das aber jetzt richtig verstanden habe, verfolgt NoiseXterminator einen anderen Ansatz als Topaz.
Man hat die AI mit Bildern gefüttert, damit es lernt, mehrere konventionelle Entrausch Durchgänge mit optimalen Masken anzuwenden, seh ich das richtig?
Dann wäre die Software auch für mich durchaus attraktiv.
Gruß Patrick