Nova in Cassiopeia

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P_E_T_E_R

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V1405 Cas - am 18. März von Yuji Nakamura in Japan entdeckt - mittlerweile hat das Objekt 8.0 mag erreicht.

Die Position ist RA 23h24m48s / +61°11'15", das ist ca. 6° nordwestlich von β Cas und 0,5° südlich von M52, oder 0,5° östlich vom Blasennebel NGC 7635.

Bright Nova erupts in Cassiopeia

Nova.jpg

Nova_.jpg

Nova__.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,
Ich konnte sie gestern mit meinem 25x100 Fernglas sicher identifizieren. Helligkeit vielleicht sogar etwas mehr als 8mg.

CS

CHRISTIAN
 
Um 7.8 mag liegen auch meine Schätzungen. Damit hat die Nova aber erst 7.5 mag Anstieg statt der sonst typsichen 10 mag. da außerdem noch keine deutlicher Abfall zu sehen ist (siehe AAVSO), rechne ich damit, dass dies erst das Prämaximum war und in Kürze weitere 2 mag hinzu kommen (Ziel = 5.5-6.0 mag).
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
 
Cool, ich auch vor die Nova zu beobachten.
Dass wäre ja mal ein Ereignis, wenn die Nova mag. 5 erreichen können.
letztes Jahr war ich schon begeistert von der Nova Persei 2020, ich glaube die ist dunkler gewesen als die aktuelle.
Mir bleibt nur zu Hoffen, dass das Wetter mitspielt.

Clear Skies,
Lukas
 
Hallo,

habe sie gerade auch mit dem 10x50 FG und dem Dobson gesehen. Würde sie auf 7m5 - 8m schätzen.

cs
Lothar
 
Hallo gemeinsam,
ich habe hier im Forum zu der Nova einen Gemeinschafts-Artikel eröffnet: Nova Cas 21 Macht bitte mit!
Würde mich freuen, wenn Ihr mitmachen würdest undEure Fotos sowie Informationen und Beobachtungs bzw. Foto-Tipps hier einstellen und beschreiben könntet ?
Hoffen wir, dass die Nova sich noch ein wenig entwickelt und hier ein paar schöne Impressionnen und Anregungen hinterlassen werden können.

Vielen Dank und jederzeit cs
Witold
 
Hallo,

gestern nochmal nach ihr geschaut. An der Helligkeit hat sich nichts getan. Auf 7m9 habe ich die Nova geschätzt.

cs
Lots
 
Hallo zusammen,
Nova Cas 2021 scheint etwas anders zu sein als die meisten anderen Novae. Deshalb hier mal einige theoretische Betrachtungen:

Seit Langem teilt man Novae in langsame und schnelle Novae ein, gemessen an der Zeit, die sie für die Abnahme um 3 mag benötigt. Der Grenzwert ist 10 Tage. Mehr und mehr benutzt man aber auch eine 5er-Stufung, wonach 3 mag in 20 Tagen immer noch sehr schnell ist und in weniger als 50 Tagen als schnell bezeichnet wird.

Da He/N-Novae zu den klassisch eingestuften "schnellen" Novae gehört, war ich der Hoffnung, dass die extrem geringe Abnahme der Helligkeit (fast konstant) die Ruhe vor dem Sturm ist, und somit das bisherige Maximum erst das Prämaximum war. Nun sind aber gut 11 Tage herum und die Hoffnung schwindet bei mir auf einen nochmaligen Anstieg.

Jede Nova ist eben anders. Das macht sie ja so spannend. Es gibt hierbei aber nicht nur den (groben) Zusammenhang, dass eine He/N-Nova schnell ist, sondern vor allem die Korrelation, dass die Helligkeitsabnahme umso geringer ist je geringer die Expansionsgeschwindigkeit. Das lässt sich wie folgt verstehen: Nachdem der Materienachschub vom Weißen Zwerg aufgehört hat, ist die Hülle (der "Feuerball") auf sich selbst gestellt und wird aufgrund der Expansion immer dünner. Damit einher geht, dass wir immer tiefer in die Hülle hineinschauen können. Die Photosphäre, also die sichtbare Schicht des Lichtes (Feuerball) wird kleiner, die Nova damit dunkler. Gleichzeitig wurde die Materie der Hülle, die wir nun als Photosphäre wahrnehmen, durch den Strahlungssdruck noch nicht so stark beschleunigt, dieser Teil der Hülle ist langsamer, wir beobachten also eine kleinere Expansionsgeschwindigkeit.

Die Nova Cas 2021 fing mit ca. 2850 km/s an (von mir beobachtet, noch vor dem Maximum). Das ist typisch schnell für eine He/N-Novae. Deshalb nimmt im Allgemeinen die Helligkeit nach dem Maximum auch sehr schnell ab. Nun haben einige Sternfreunde, so auch ich, aber in den letzten Tagen nur ca. 1500 km/s gemessen, und zwar einigermaßen konstant. Die Nova wurde also plötzlich "ausgebremst" und damit einhergehend ist die relativ gute Konstanz der Helligkeit verständlich.

Was diese "Bremse" verursacht hat, kann ich (noch) nicht vermuten. Unser Stern ist nicht allein. Der Weiße Zwerg wurde ja von seinem Begleiter (es ist sogar ein Bedeckungsveränderlicher vom Typ W UMa) mit Materie "versorgt" und so zur Oberflächenkernfusion genötigt. Wie wirkt sich momentan die Gegenwart des Begleiters aus? Und gab es schon früher solche Ausbrüche? Es darf vermutet werden, dass nicht nur einige, sondern (fast) alle Novae wiederkehrend sind. Die Zeitspannen liegen nach momentanen Kenntnisstand zwischen 10 und 10000 Jahren.

CS Erik
 
Hallo in die Runde,

Gestern Abend, am 29.03.2021, gegen 22:00 Uhr, konnte ich die Nova aus der Uckermark in meinem Sternenzimmer im Fernglassessel sitzend durchs 20x80 Fernglas beobachten und ebenfalls auf ca. 7.8mag schätzen, mittels eines ähnlich hellen Sternes nahebei. Fürs 10x42 wars anfangs noch zu hell und bewölkt, später kam der Mond und erhellte alles noch mehr.
Wie erfreulich, dass sich die Nova dem Skorpion als Futterkrümel anbietet. Er scheint die Lust am Wattebausch und der Seifenblase verloren zu haben.

CS,
Henning
 
Hallo zusammen,

gestern mit dem 15x60 DOCTER Nobilem gefundent.
Sollte heute die Nacht klar werden/bleiben, dann noch einaml mit einem kleinen Fernrohr.

LG,
Jiri
 
hallo Forum,

ich habe mir die Nova gestern auch nochmals angeschaut.
30.3.2021, 21:10 MESZ
12" Dobson, V 68x

Die Nova erschien mir gelblich. Ich schätzte ihre Helligkeit auf ca. 7.9mag

Gruß
Christian
 
Hallo in die Runde,
gstern konnte ich die Nova aufnehmen mit einem 8 Zoll f/4 Newton und der ASI 2600 MC Pro. Belichtungszeit 120 sec. Kurz bevor sie hinter Nachbars Dachausbau verschwand.
Gruß
Rainer

Nova 30-3-2021-klein.jpg
 
Hi,
ich habe mich daran jetz auch mal versucht, obowhl mn. Equipment alles andere als dafür ausgelegt ist. V.a. wg. grossem Spiel in RA motzt PHD2 beständig, dass es noch nicht mal eine passable Kalibrierung hinbekommt. Auch sonst ist's abenteuerlich, nach Mars Aufnahmen abends muss ich alles Geraffel reinräumen um durchs geöffnete Dachfenster nach Norden Cassiopeia anvisieren zu können, natürlich ausgerechent zu der Phase, in der sie am tiefsten steht. Für mn. 6" F8 Refratkor wäre ein Reducer hier wohl angebracht, habe ich aber grad nicht.
Aber trotz aller Guidingprobleme konnte SIRIL die Bilder dann doch zusammenrücken, allerdings erwies sich nur der G-Kanal halbwegs brauchbar, deshalb hier eine BW-Version (Farbe wäre ohnehin hoffnungslos verkurbelt..). Die hellen Sterne inkl der Nova habe alle Geistersterne als Begleiter wg. der Guidingprobleme :) Naja, für'n ersten Versuch gehts..
Visuell war sie übrigens gut zu erkennen. Ganz nebenbei ists mal ein interessanter Anlass, mich mehr in die Deep-Sky Fotografie mit allen ihren Tücken einzuarbeiten.
NovaCas2021-3-31-0009UT-bw.jpg

[2021-03-31 00:09 UT 6" ED Apo F8]

-cb
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
heute erhielt ich von einem Sternfreund ein ausgezeichnetes Spektrum, dass alle Linien mit einem gut ausgeprägten P-Cygni-Profil zeigt. Auch die Helligkeit steigt wieder ganz langsam an. Mich beschleicht das Gefühl, dass es sich nicht um eine Nove des Typs NB (schnelle Nova) handelt, was wegen der Heliumlinien vermutet werden durfte, sondern um den Typ NC, bei dem alles Phasen 100-1000 mal langsamer ablaufen. Wenn dem so ist, hätten wir noch lange etwas von der Nova.
CS Erik
 
So heute hatte ich von Neunkirchen, NÖ endlic h auch einmal gutes Wetter und konnte die Nova sichten und fotografieren. Olympus 300 mm mit 1,4 Konverter, 8 min Gesamtbelichtungszeit. Markiert mit dem Strich.

Nova cas markiert, klein 31. 3. 2021.jpg


Liebe Grüße, Michl Fasan
 
Hallo, aufgenommen 1.4.21um 23 Uhr, Takumar 135mm Objektiv mit Asi120mc, ca 140 mal 30 sec.
 

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So, ich habe bei mn. Deep-Sky Anfänger-Kurs ein paar Fortschritte gemacht, PHD2 Guiding läuft letzt zumindest prinzipiell. gibt natürlich noch viiiiel Details zum Feintuning. Uff... Hier kommen 2 Aufnahmen vom 01. und 02. April, diesmal (scheints) ohne Geister und sogar buntig (Farbe ist natürlich nicht quantitativ kalibiert o. ä.) Bilder sind ld. nicht gleich orientiert, aber mit der Pfeil-Markierung findet man sich hoffentlich zurecht.
Im Vergleich mit den Nachbarsternen kommt es mir so vor, als ob sie am 02. leicht schwächer schien als am 01., ist aber alles sehr vage..

2021-04-01-0251_sm.jpg
2021-04-02-0049_sm.jpg


-cb
 
Hallo,

bin gerade auf diesen Thread gestoßen und habe auch ein Bild zum Thema. Ich habe über meine Aufnahme vom 30.03. einen entsprechenden Kartenausschnitt von SkyChart (mit Full Gaia Catalog) gelegt und so lange gedreht und gezogen, bis es mit den Sternen auf dem Foto einigermaßen passte. Manuelles Plate-Solving sozusagen... :)

Und tatsächlich liegt im Zentrum der Nova-Disk der besagte V1405 Cas. Natürlich ist das nichts Besonderes und muss ja auch so sein. Trotzdem fand ich es spannend, dass das genau so rauskam.


Man muss idealerweise noch deutlich in das Bild reinzoomen, um es zu erkennen.

CS, Bernd
 
Ich habe die Nova nochmal anvisiert, was ich weiter oben schrieb bzgl. Helligkeitsveränderung war wohl doch eine Täuschung. Sieht eher danach aus, als ob sich nichts verändert grad. Zumindest nicht in nennenswertem Ausmass.
novacas_2021-04-03_2359.jpg

-cb
 
Hallo zusammen,

ich hab gestern diesen Thread entdeckt und da das Wetter mitgespielt hat, hier mein Beitrag. :geek:
03.04.2021 Evoguide50ED ToupTek G3M385C , 181x30 Sekunden.

Ausschnitt-Salz_und_Pfefer_Haufen-Bubble_Nebel-Nova_Markierung-181x30s-Gain10_8-Offset50-12Bit...jpg


cs
Thomas
 
Bevor die Schlechtwetterfront reinzog (..sie ist jetzt wirklich da, der Regen ist auch nötig, ist aber ld. zu wenig ..) habe ich nochmal nach der Nova geschaut. Tut sich immer noch nix Nennenswertes. Gut, die Chancen, dass bei Milliarden Jahre langem Sternenleben ausgrechnet dann 'was explodiert od. verlischt, wenn man grad hinschaut, sind wohl überschaubar gering :) :). Aber es ist eine guter Anlass,, mich weiter mit PHD2 zu befassen und die Parameter zu optimieren. Wobei die Eier-Sterne aus mn. Bild v. 03.04. (2 Posts wt. oben) aktuell ja gut zu Ostern passen :).
novacas_2021-04-04_2253.jpg

-cb
 
Hallo cb,
mit welcher Optik und welcher Cam fotografierst Du? Beim Scharfstellen müsstest Du eigentlich noch mehr Erfolg verzeichnen können. Eine Bahtinovmaske könnte hier hilfreich sein.
Ich bin startklar aber das Wetter zog mir bereits vor der Schlechtwetter Perioden einen Strich durch die Rechnung. Ich kann die Nova erst nach Mitternacht erwischen. Hier ein Testfoto kurz vor Bedeckung des Himmels am Bildschirm einer Nikon D7100.
Viel Erfolg beim Zähmen von PHD2 und jederzeit cs
Witold
 

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Hallo,
ich bin aktuell mehr für Planeten gerüstet, Immerhin, für die Nova habe ich wenigstens die Barlow, bzw. die Okularprojektion wegggelassen ;) . D.h. ich nehme grad mit mn. 6" ED Apo bei F 8 auf, mit einer ASI 178 MC, bei 3x Binning. Das ist natürlich ein ziemlicher Tunnelblick .Demnächst werde ich mir einen Reducer zulegen. Jetzt, wo Mars langsam in die Ferne entschwindet, finde ich u.U. mal mehr Zeit für Deep Sky Objekte.
Mit dem Fokus komme ich eigentlich zurecht, und was das Guiding anbelangt, meine EL-Cheapo Nachführung hat halt schon sehr viel Spiel, da ist es im Grunde schon erstaunlich, dass PDH2 trotzdem damit klarkommt. Ich bin über diese ersten kleinen Erfolge schon recht happy. Sogar die Farben kommen prinzipiell vergleichbar zu den anderen Aufnahmen hier 'raus. Zu optimieren gibts natürlich noch viel, z.B. auch mechanisch, d.h. es wird einem nicht langweilig.

Und, ja vom Timing ists bei mir auch eher suboptimal, aktuell kann ich auch nur grad dann aufnehmen, wenn Cassiopeia durch seinen (ihren ?? ) tiefsten Stand geht. Aber mit grösseren Sternscheibchen (od. OsterEiern :-) ) kann ich im Moment erstmal leben.
-cb
 
Hallo,
das Wetter ist wahrlich z.Z. eine kleine Katastrophe. Vor ein paar Tagen am 09.04.2021 gelangte mir in einer Wolkenlücke wieder ein schwaches Einzelbild. Insgesamt 45 Sekunden Belichtungszeit mit Nikon D7100 bei 800 ISO durch ein TAC 76.
Die Nova scheint aktuell sich nicht großartig zu verändern.

Viele Grüße und cs
Witold
 

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Das mit der Nova ist wahrscheinlich alles nur Fake :):) Da tut sich nix ... (Aufnahme v. 12.04.)
novacas_2021-04-12_2327.jpg

-cb
 
Nach einer gefühlten Ewigkeit des bewölkten Himmels, habe ich nun doch noch eine Chance gehabt, die Nova V1405 Cas zu belichten.
Ich hatte mir schon vor Wochen eine Bildkomposition mit dem offenen Sternenhaufen M52 und dem Bubble-Nebel NGC7635 überlegt und dafür meine Flatfiedkamera als Aufnahmeinstrument vorgesehen.
Normalerweise würde ich kein Deepsky-Objekt bei nur 30 Grad Horizonthöhe aufnehmen, doch Cassiopeia steht leider z.Zt. nur flach über dem Nordhorizont und die Nova wartet nicht auf bessere Bedingungen ;)

Zur Orientierung habe ich die Position mit einem Pfeil auf der Aufnahme versehen.
In der rechten unteren Bildecke erkennt man noch den eruptiven Veränderlichen V628 Cas (heller Stern mit dem kleinen Nebelchen).

Belichtungsdaten:

Instrument: Lichtenknecker Flatfieldkamera FFC 4,0/760mm
Aufnahmekamera: QSI583wsg
Guiding: Lodestar am OAG

L: 10x300s, RGB: je 4x300s, Ha: 6x300s

CS Dietmar

 
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