Ortho's made in Germany bei APM

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Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Sorry Leute,

ich kann euren Hype um komakorrigierende Barlows beim besten Willen auch nicht nachvollziehen.

Wenn ich Komakorrektur möchte, dann bei allen Vergrößerungen. Bei den niedrigen Vergrößerungen sogar am zwingendsten, weil bei den höheren Vergrößerungen, wie Kai völlig richtig schreibt, das Seeing zum Bottleneck wird (lassen wir die Kleinströhrenbesitzer jetzt mal außen vor). Das heisst, ein Komakorrektor ist sowieso nötig, und den gibt es ja. Ob der jetzt leicht verlängert oder nicht, ist für mich nebensächlich. Bei diesem Setup ist eine komakorrigierende Barlow sinnfrei. Von daher auch die penetrante Diskussion darüber.
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Reiner,
volle Zustimmung!
Wobei, wenn ich mir was wünschen dürfte, dann folgendes:
Comakorrigiertes 100° Zoom 3-21mm, f/3 tauglich, YAG Augenlinse, beheitzt mit einblendbarem Sucher :super:
Preisrahmen: 1200 Öre
Angebote bitte per PM :pfeif:

Viele Grüße
Kai
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Kai,

was ein Unsinn! Und diesen Ausruf begründe ich Dir jetzt auch noch!

Hier angefragt ist eine Kombination aus einem hochwertigen Okular zur Planetenbeobachtung und eine Barlow-Linse mit Komakorrektor, eben auch zu diesem Zweck: Planetenbeobachtung.
Das bedingt: Kleine Gesichtsfelder und Effektivbrennweiten unter 7mm (denn sonst macht das Einzelokular mehr Sinn und komakorrektur ist ebenfalls vernachlässigbar).

Die Kombination erfüllt dann den Zweck, einerseits die Neigung zu Okularastigmatismus von allen bekannten "Planetenokularen" zu beseitigen und andererseits durch die Komakorrektur den Feldbereich des Newtons mit beugungsbegrenzter Abbildung zu vergrößern. Dieser ist nämlich so klein, dass man bei großen und schnellen Newtons (Dobsons) schon ein 50° Feld bei weitem nicht für den Durchlauf nutzen kann, weil eben der Planet nur in einer Zone von ca 20° um die Bildmitte herum gut und komafrei abgebildet wird. Ein gewünschter Nebeneffekt ist die Verlagerung der Einblickposition, die bei den bekannten Planetenokularen immer um 0,7 mal Brennweite liegt, also bei einem 5mm Okular eigentlich unakzeptabel knapp.

Es ist also völlig aber auch sowas von völlig ins Klo gegriffen hier mit 100° und 2" Okular zu kommen. Dafür gibt es Komakorrektoren, die so ausgelegt sind, die Brennweite möglichst wenig zu verlängern - denn ich kaufe ein 31mm Nagler für seine 42mm Feldblende und nicht um ein 16mm Nagler draus zu machen, welches ich leichter und erheblich billiger auch direkt kaufen kann.

Wie Du siehst gibt es wirklich konkrete, praxisnahe Vorstellungen. Die musst Du nicht mit Deinem Tineff kleinreden.
Nur weil man etwas weder versteht noch vollständig sinnerfassend liest muss es nicht unsinnig sein.

CS
Sven
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Sven,
Hier angefragt ist eine Kombination aus einem hochwertigen Okular zur Planetenbeobachtung
Ok, dann werde nicht weiter mit diskutieren. Das überlasse ich lieber erfahrenen Planetenbeobachtern.
...dass man bei großen und schnellen Newtons (Dobsons) schon ein 50° Feld bei weitem nicht für den Durchlauf nutzen kann, weil eben der Planet...
Was ist bitte "groß" und "schnell" in deinen Augen?
Wieviele große, schnelle, planetentaugliche Dobsons gibt es eigentlich in Deutschland? Inclusive exzellenter Beobachtungsplätze, die für so eine Kombination zwingend nötig sind?
Sorry, auch aus diesem Grund würde ich mich aus dieser Diskussion über absolute Nischenprodukte für eine Handvoll Interessenten verabschieden.

Viele Grüße
Kai
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Kai,

na was schätzt Du denn wie viele große Dobsons schon verkauft worden sind? Du kannst doch mal so rum fragen: Wer hat noch nicht mit seinem 8", 10", 12", 14", 16" einen Planeten beobachtet???

Dafür werden dann Nagler eingekauft, wird immer wieder berichtet, obwohl man sich eigentlich einig ist, dass dies nicht die optimale Wahl ist.

Beobachtungsplätze gibt es genug. Wer mit dem Dobson unter Landhimmel steht, hat einen passenden Ort mit viel Grünzeug und ergo meist guten Vorraussetzungen gefunden.

Verabschiede Dich jedenfalls ruhig, denn Du beobachtest ja offenbar etwas anderes und für Dich gibt es eine Lösung. Nutze Deinen Paracorr & gut is!

CS
Sven
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Sven,
Wer hat noch nicht mit seinem 8", 10", 12", 14", 16" einen Planeten beobachtet???
Also 8" ist nicht groß und es besteht kein Grund sowas mit f/4 auszulegen.
12" sind mit f/5 noch nicht zu lang und gibt sehr schöne Bilder! Ohne Korrektor! Alles was größer ist, kann man mit einem "passenden Ort mit viel Grünzeug", wie Du es ausdrückst, selten ausnutzen. Gutes Seeing gibts nicht überall!
Mir sind ein paar (ganz wenige!) Schilderungen bekannt, wo ein großer Dobson (20" aufwärts) an Planeten tatsächlich einen Gewinn gebracht hat. Von speziellen Okularen oder Korrektoren war nie die Rede. Meine eigenen Erfahrungen mit einem (prinzipiell planetentauglichen) 21" zeigen dasselbe.

Dafür werden dann Nagler eingekauft, wird immer wieder berichtet, obwohl man sich eigentlich einig ist, dass dies nicht die optimale Wahl ist.
Das sehe ich anders, nix mit "einig", Nagler sind wirklich Top! Hatte ein paar T6 eine Weile und kann mir durchaus ein Urteil erlauben.
Und die Encke Teilung habe ich voriges Jahr durch ein 3.7mm Ethos schauen dürfen. Es geht also schon :super:

Mach ich!

Viele Grüße
Kai
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Kai,

eigentlich gibt es Bedarf für solche Lösungen sobald ein Newton mit f/5 oder noch weiter geöffnet ist. Beim 150/750 mag man noch eine Preisdiskussion führen und viele Alternativen sehen. Bei 8" aber nicht.

Wie Du "groß" definierst ist mir Schnurzpiepe, den Bedarf gibt es.

Nagler sind Top aber nicht für Planetenbeobachtungen, dafür sind sie nicht konzipiert und dafür gibt es halt besseres. Durchsehen kann man auch durch Erfles. Dass man also durch T6 Nagler einen Teil des Himmels sieht ist keine Aussage.

Was bezweckst Du eigentlich? Thread-Bashing? Rache für Tafft?

CS
Sven
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Kai,


sorry, aber für Planetenbeobachtung gibt es besseres als ein Nagler, da kann man wirklich nicht behaupten daß sich alle darin einig sind daß ein Nagler Top ist. Einerseits ist ein durch Verzeichnung und Koma deformierter Planet nahe der Feldblende nicht gerade vom Hocker hauend, selbst mit Komakorrektor bleibt die Verzeichnung. Du kannst Dir ja mal den Spaß machen die Schärfe eines 9mmT6 mit der eines Meade 8,8mm UWA 4000 zu vergleichen.

Und wenn man die 80° eh nicht zur Gänze nutzen kann ist ein kompromissloses Okular im Packet mit einer ( für Newtons komakorregierenden ) Barlow eine nette Sache.


Viele Grüße Felix

 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo alle,

ich würde mir keine komakorrigierende Barlow kaufen. In den wirklich seltenen Fällen wo ich seeingbedingt sehr hoch vergrößern kann, schalte ich den(sonst wenig gebrauchten) Servocat ein, dann bleibt das Bild sowieso schön zentriert und Koma in Bildmitte ist bei Planeten kein Thema.

Zum Thema ob Nagler planetentauglich sind, hab ich mal einen Test durchgeführt. Bei ausgezeinetem Seeing verglich ich an meinem damaligen 12" F/6 Dobson das 7mm Nagler Typ1 gegen ein wirklich gutes Planetenokular, das Pentax Ortho 7mm mit nur 0.96" Steckdurchmesser. Obwohl das Pentax natürlich eine Ecke schärfer war, gab ich doch dem 7mm Nagler wegen des enorm viel größeren Gesichtefeldes den Vorzug am Dobson ohne Nachführung.

Was ich mir wirklich wünschen würde, ist ein Übersichtsokular in dem man eine Sternkartenprogramm (z.B. Skymap)einblenden kann. Dann wäre das Kometenfuzzi-auffinden wirklich bequemer.

CS Mike
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Kai,

Die Klee Barlow hat nur 1,25", wie soll die bitteschön die Eignung an f/4 oder gar f/3 mit Weitwinkelokularen unter Beweis stellen?

öh? Was hat denn 1,25" denn mit Weitwinkelokularen zu tun?
Es gibt viele Weitwinkelokulare mit 1,25" , beispielsweise
alle Nagler T6.

Jede normale Balow erzeugt mit langbrennweitigen Okularen Probleme mit der Lage der Austrittspupille.

Jein. Nicht wenn sie sehr langbauend und schwach ist.
Aber alle heutigen Barlos sind in der Tendenz "shorty"-Barlows
und dann stimmt das Argument.

Es sei denn man konzipiert Barlow + Okular zusammen(!)

Und jetzt erzähl mir mal, wie man 100 Grad, hervorragende Korrektur, integrierten Comakorrektor und dann noch einen Zoom mit weniger Linsen als in den Ethos drinstecken hinbekommt

Zoom? Weis ich nicht.
Festbrennweite:
Das geht, wenn man nicht auf per extremer Verzeichnung auf 100°
aufgeblähtem Gesichtsfeld besteht sondern sich mit 80° Gesichtsfeld
und dabei geringer Verzeichnung zufrieden gibt :Trost:

Rate mal was mir lieber wäre.

Aber so ist das nun:

Televue gibt die Okular-Trends vor und eine Menge Leute
laufen denen gedankenlos und mit offenem Protemonnaie hinterher.

Würde ja bedeuten, bei Televue sind die alle blöde, dabei sind sie es, die alle paar Jahre die Innovationen bringen.

Keineswegs. Die sind weder blöde noch bringen sie echte Innovationen.
Sie sind clevere Marketingstrategen.

Televue Plössl (siehe US Pataent):
Gegenüber den echten Plössl eine vereinfachte Konstruktion
(nur 2 symmetrische Doublets) und billigere Glassorten.
Aber gut gefertigt, das ist schon etwas.

Das Nagler ist auch keine Televue-eigene Innovation.
Die negativ-positiv Bauweise wurde schon zuvor von anderen Firmen
in Europa angewendet, sie hat aber nie den Massenmarkt erreicht.
Die Leistung von Nagler bestand im wesentlichen darin das Okular
tauglich für lichtstarke Teleskope zu machen.

Als Endverbraucher kann ich mir nur wünschen daß es Alternativen
zu Televue gibt. Die Vergangenheit hat es ja gezeigt:
Nur wenn ein anderer Hersteller mit einer neuen Oklarserie
als Konkurrenz zu Televue herauskam gab es bei Televue Okularen
zeitweilige Preisanpassungen nach unten.

Ich habe mein Setup für mittlere und hohe Vergrößerungen
am 8"f/6 (und auch am f/6 möchte ich die Komakompensation
nicht missen. Der Unterschied zu ohne ist deutlich!) gefunden.
Das besteht aus einer komakompensierenden Klee-Barlow plus
mehreren Japan-Orthos. Die sind für knapp unter 100 Euro
zu haben, die Klee-Barlow als es sie noch gab ebenfalls.
Man kann die Klee-Barlow auch in einem Zoomset betreiben
so wie es Günther macht. Die Komakorrektur fuktioniert dann
immer noch annähernd perfekt. Leichte Abstriche muß man
dann aber bei der Korrektur des Astigmatismus machen.

Ich sehe wenig Sinn in einem Linsenstapel aus Parakorr
(bei TS gesehen für 550 Euro, 4 Linsen) plus 2" Powermate
(318 Euro, 4 Linsen) plus Ethos (9 Linsen, 580 bis über 750 Euro),
mal ganz zu schweigen von dem enormen finanziellen Aufwand.

CS,Karsten
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Prost Gemeinde,

da gibt es Leute, die bauen innovative Großdobsons, weil ihnen das inzwischen recht große Sortiment an käuflichen Produkten nicht genügt und sie stellen teilweise sogar ihre Spiegel selbst her.
Gut, sehr gut kann ich nur sagen.
Andere nehmen wenigstens für sich in Anspruch, feine Edelteleskope zu kaufen und eben nicht an den Massenprodukten der unteren Preisklassen zu kleben.
Wo kämen wir denn hin, wenn wir uns von den Jubelchören der Großen vorschreiben lassen würden, dass man nichts Anderes kaufen oder machen soll.

Dann kommt das Themaa Okulare und die gleichen Leute reduzieren sich selbst und am liebsten auch noch den Rest der Welt auf das, was ein Hersteller zu bieten hat.
Es geht mir nicht Mal darum, dass diese Televue Kombiantionen für schnelle Newtons meiner Meinung nach gut funktionieren, das stelle ich für das Weitwinkelkonzept und für den Anspruch der Nutzer gar nicht in Frage.

Es geht darum, dass jeder andere mögliche Ansatz sofort zerredet und für überflüssig erklärt wird.
Was soll das? Welches Interesse kann ein Nutzer daran haben, Alternativen den Raum zu beschneiden, am Besten bevor man überhaupt darüber nachdenkt?
Wie vereinbart sich das mit der Intelligenz die sich durch die gebauten/genutzten Teleskope und das diesbezügliche Beschreiten von Wegen abseits ausgetretener Pfade beweist?

Kein 31er Nagler bildet solo an F/5 Newtons randscharf ab.
Warum also darf es nicht ein komakorrigierendes WW-Okular sein?

Kein Nagler T6 lässt bei mir, an Newton/Dobson zischen F/6 und F/4,8 unverzerrte Sternpünktchen über den Rand der Feldblende kullern wie es die Kombi aus Ortho und 2,8er Klee-Barlow tut und die abbildung des Naglers am Planeten läst schon weit im Feld nach.

Sowie einer meiner Dobsons also auf der EQ-Plattform steht, ist die Kombi Ortho+Klee-Barlow erte Wahl.
Freunde, für den Preis der Televue Kombi mit Komakorrektur baue ich mir mehrere EQ-Plattformen, also bitte, großes Feld am Dobson ist nicht so zwingend wie aus welchen Gründen auch immer als Argument aus der Kiste gezaubert wird.

Ich habe übrigens BEIDES. Nagler T 6 und Orthos + Klee-Barlow und Beides wird bei Bedarf gezoomt.
Ohne automatische Nachführung hebt sich für mich der deutliche abbildungsmäßige Vorteil der Orthokombi auf, obwohl sichmeine Dobsons sehr gut nachführen lassen. Da geht Konzentration verloren, keine Frage.

Darüber hinaus kann ich mir übrigens auch ein nettes ungebarlowtes Okular sauberer Fertigung und mit etwas größerem Feld als es ein Ortho bietet, sehr wohl am schnellen Newton vorstellen, wenn man dann eine komaskorrigierende Barlow vorsetzt. Aus F/4 wird F/8 oder kleiner, das passt auch bezüglich anderer Okularanforderungen.

Ich habe ein altes, japanisches 20er Widecan im Gebrauch. Dieses Okular mit 84° kriegt die 2,8er Klee am Rand nicht ganz gebacken, Durchlass ist auch zu knapp. Naja, beide sind auch schon etwas in die Jahre gekommen, das geht heute sicher besser.

Man braucht das Rad nicht mal neu erfinden und ihr wollt es trotzdem nicht. Was kann denn etwas Konkurrenz zu bestehenden Lösungen schaden?
Ich verstehe Euch wirklich nicht.

Ihr könnt ja zufrieden und glücklich sein, aber lasst doch anderen Lösungen wenigstens eine Chance. Redet sie nicht kaputt was tatsächlich funktioniert, bevor ihr Mal so etwas gesehen habt.
Das man mit einem 20-Zöller Mond und Planeten gucken kann glauben auch manche Leute nicht. Die belächelt ihr, aber hier macht ihr Euch mit ihnen gleich.

Gruß
*entfernt*
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Mike,

noch ist aber so ein Antrieb die Seltenheit.
Das Nagler zu bevorzugen ist außerdem das eben Deine Einstellung, die muss nicht für alle gelten. Ich ziehe für die Planetenbeobachtung ein optimales Bild vor.

Clear Skies
Sven
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hi Sven,

der aktuelle Stand der Dinge in Sachen Okularen ist nun so, dass das 7mm Nagler dem 8mm Ethos weichen musste, ebenso das 13mm Nagler dem 13 Ethos, das passt schon fast optimal für mittlere Vergrößerungen.
Was den Antrieb angeht, orientiere ich mich da mehr in Richtung USA, da sind große Dobs mit Servocat oder Skycommander üblicher als hierzulande ist mein Eindruck.

CS Mike
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo,

man o man die Fraktion der Koma Korr. Barlow / Koma Korr. Okular Anhänger zeigt sich hier aber wieder mal ziemlich aggressiv.
Seid Ihr denn völlig unfähig zu akzeptieren das es auch Leute mit anderer Meinung gibt?
Ihr 3 Hansel müsst schon akzeptieren das Ihr hier nicht für die gesamte deutschsprachige Astroszene steht und es da auch kompetente Leute gibt die nicht voll auf Eurer Linie sind.
Diese jetzt mit missionarischem Eifer auf Kurs prügeln zu wollen finde ich absolut daneben.
Das schadet Eurer Sache eher als das es Ihr nützt denn man könnte bei dieser Intoleranz gegenüber einer anderen Meinung schon arg an Eurer Objektivität zweifeln.
Was letztlich auch den Zweifel an der Sinnhaftigkeit Eurer Forderung bzw. Wünsche nach nach sich zieht.

Hier jedwede abweichende Meinung als Kaputtreden zu interpretieren ist doch lächerlich.
Was soll das?
Es wäre sehr angebraucht den völligen Tunnelblick in der Sache doch etwas auszuweiten und den rot seh Knopf außer Reichweite zu platzieren.

Zur Sache
Bezüglich komakorrigierender Barlow sehe ich schon einen Sinn.
Aber es ist auf der anderen Seite nichts was unverzichtbar wäre, auch mit dem was momentan verfügbar ist lässt sich gut beobachten.
Eine solche Barlow kann man machen, muss es aber nicht und vor allem muss man hier keine Glaubenskriege um dieses Zubehör Teil führen.

Bezüglich komakorrigierendem Okular sehe ich keinen Sinn.
Sowas iss sehr speziell und sehr teuer und es wird aufgrund der geringen Stückzahlen die ein so spezielles Teil am Markt erreichen kann noch teurer.
Auch der Newtonbesitzer hat oft auch ein Zweitteleskop anderer Bauart wo ein so spezielles Okular dann nicht vernünftig einsetzbar ist.
Ein kleiner Refraktor ist da zb. eine ideale Ergänzung, auch in der Fraktion Koma Korr. Barlow / Koma Korr. Okular besitzt man da zb. einen ED.
Da ist es schon erstrebenswert wenn dann das sauteure 31ger weitwinkel Okular an beiden Optiken zu verwenden ist.
Es ist unsinnig für einen Refraktor den man als Zweitgerät hat noch mal extra ein teures Nagler kaufen zu müssen weil für den Newton ein ebenfalls sauteures komakorrigierendes Okular angeschafft wurde.
Ich denke das wäre ein Schildbürgerstreich und reine Geschäftemacherei würde man bei Televue zb. eine solche Linie fahren und die Okularpallette gleich 2 mal dem Kunden verkaufen einmal mit und einmal ohne Komakorrektur.

Auch könnte es sein das ein Newtonbesitzer später mal auf was anderes umsteigt.
Hier deswegen gleich den ganzen Okularkoffer austauschen zu müssen wäre völlig absurd.

Grüße Gerd
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Mike,

das bessere ist des guten Feind. Das war schon immer so.
Al NAgler hat als einer der Ersten verstanden daß lichtstarke Teleskope
andere Okulare brauchen als die damals erhältlichen Okulare
die an lichstarken Optiken an starken Astigmatismus litten.

U.O. war war mit seinem von Klee designtem Pretoria Okular
übrigens schon früher auf dem Markt. Das war komakompensierend
und lieferte beugungsbegrenzte Abbildung an Newtons bis f/4
oder knapp darunter. Nur war das damals leider kein Weitwinkelokular.
Das später erschienene Televue Nagler 1 war ein Weitwinkel.
Das war zwar noch nicht besonders gut, sphärische Aberration
der Austrittspupille war ein Problem.
Aber bald gab es ja verbesserte Versionen von Televue
und auch Meade mit dem UWA der Serie 4000 übertraf
das Original Nagler.
Allen gemeinsam ist leider eine sehr starke kissenförmige Verzeichnung.
Das gilt leider auch für das Ethos. Wenn man sich anschaut
daß das 31mm Nagler bei 82° scheinbarem GEsichtsfeld nur
42mm Feldblende hat, dann kann man aus der Feldblende per
arctan-Formel 68,23° unverzeichnetes Gesichtsfeld möglich wäre.
Der Rest, immerhin fast 14° sin kissenförmige Verzeichnung.
Das müßte nicht sein, aber der Designer hat sich eben so entschieden.

Ein komakompensierendes Okular kann problemlos man auch
an einem komafreien Teleskop verwenden, sofern dieses Teleskop
lichtschwach ist. Etwa an einem f/10 Refraktor oder SC,
oder an einem f/12 Mak oder f/20 Schiefspiegler.
Aber eben nicht an einem lichtstarken komafreien Teleskop.

Ich bin mal gespannt darauf ob sich ein Hersteller traut
ein komakompensierendes Okular für lichtstarke Newtons herauszubringen.
Das wäre ja zum Preis eines Naglers zu machen.
Ansonsten bleibt eben nur die sehr teure Televue-Variante
Nagler und Parakorr.

CS,Karsten
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Gerd,

ich nenn das Kausalitätsumkehr. Du schreibst Du möchtest gerne einen Field-Mak produziert haben und ich schreibe ich kauf das nicht und postuliere niemand kauft das. Von wo geht da wohl die Aggression aus?

Was ich allerdings sehe ist, dass Du ohne groß zu lesen beim Thema Koma sofort bei Widefield bist. Nein!

Bitte Gerd, schau Dir mal in Frage kommende Designs für Planetenokulare an. Welche Designs findest Du, die allein von der Spotabbildung her für f/4 spezifiziert sind? Standardliteratur legt dar, dass diese Okulare im Bereich zwischen f/6 und f/8 Schluss machen. Man weiß nicht, welche Geheimnisse noch in Edelprodukten stecken - braucht man auch nicht, wenn man an entsprechenden Geräten beobachten kann, dass auf einmal die Kombination mit einer Barlow Vorteile bietet.

Da eine ganz normale Barlow in guter Qualität viel Sinn macht, wenn man weiter als f/5 geöffnete Geräte hat, ist es doch konsequent, festzustellen, dass es sich doch dabei in der Mehrzahl um Newtons handelt. Wer will einen f/5 "Chromat" ernsthaft mit teuren Planetenokularen ausstatten? Und wie farbrein ist denn ein "Apo" mit f/5?

Ergo ist es nur logisch, in die Barlow eine Komakorrektur reinzupacken. Der Rest ist bloß eine Diskussion bei der es um die Personen geht, die das vertreten.

CS
Sven
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hi Sven, Karsten und andere,

Nachdem die deutsche Produktion wirklich viel zu teuer ist, als komakorregierende Barlow würde diese garantiert mehr kosten als die normale 1.8x TMB mit Euro 395,.....

würde was dagegen sprechen eine komakorregierende Barlow in China fertigen zu lassen, wenn wir dazu eine Optikfirma nehmen, die für uns nachweisslich höchste Qualität fertigen kann ? Die Firma kann sehr gute Optiken fertigen aber mit guter schöner Mechanik hat Sie es nicht, aber hier könnten wir ne andere Firma nehmen.

Sollte man, wenn eure Antwort ja ist, diese nicht gleich als 2" fertigen lassen ?
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Markus,

vom Durchgang her sollten bei einer 2* bis 3* Barlow eigentlich 1.25" reichen.

Wenn die Barlow vor und hinter der Optik ein 1.25" Filtergewinde hat, kann man sie immer noch mit einer Reduzierung in eine 2" Verlängerung einbauen, wenn man aus mechanischen Gründen 2" wünscht.

Der Einsatz in der Astro Zoom Mechanik zusammen mit einem Ortho hätte auch einen gewissen Reiz, wäre mit möglichst wenigen Glas Luft Flächen eine flexible Lösung für die Planetenbeobachtung.

Ich würde mir aber eine nicht zu kurze Brennweite wünschen, damit der Kreis der geeigneten Okulare nicht zu sehr eingeschränkt wird.

CS
Arnold
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Markus,

hm. Ich sehe den nutzen primär in der Wirkung, Asti und Koma zu reduzieren um somit ein Bildfeld für Planetenokulare zu liefern. Die wären doch im Brennweitenbereich 7mm bis 15mm zu erwarten, also weder Weitwinkel noch Viellinser. Somit würde 1,25" völlig ausreichen. Es macht auch keinen Sinn, mit einer solchen Barlow einen Komakorrektor ersetzen zu wollen. Ich glaube es ist besser, sich mit einer solchen Barlow auf den einen Zweck zu konzentrieren.

Fertigung in China - nun es gibt einige Bespiele die uns aufzeigen, dass ein gutes Niveau erreichbar ist. Die Frage ist: Wie stellt man sicher, dass man ein solches Niveau wirklich erreicht und es auch bei Charge 2 bis x weiterhin hat. Die Skywatcher "APO Barlow" fällt mir da geradezu als Negativbeispiel auf und wenn ich mir die United-Seite so anschaue, vertreiben die genauso UWANs wie EDs. Kennst Du die Hüneraugen auf denen du herumlatschen musst, um eine ordentliche Qualität auf den Weg zu bekommen?

Klar dürfte sein, dass ein Preis 400 Euro und mehr die abzusetzende Stückzahl erheblich senken würde. Offenbar haben sich viele Beobachter damit noch nie auseinandergesetzt - und es ist müßig, an den Ursachen herumzumäkeln oder das ändern zu wollen. Da sind einfach Schlüsselerlebnisse nötig und die gibt es eben nicht von der Stange.

Clear Skies
Sven
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Sven

es gibt auch in China die sehr hohe Qualität fertigen können, die verlangen aber keine China Preise, sondern Japan Preise und ich kenne Firmen die dort Optiken kaufen, diese aber nicht als China Optik deklarieren :-)

Qualitätssicherung geht wohl nur über Stichproblem, wobei auch in Europa oder USA eine solche nur über Stichproben geht, denn wer garantiert mir bei Zubehörteilen aus Europa oder USA das dort eine gleichbleibende Qualität bei speziell solchem Zubehör besteht ? Hier glaubt man es einfach, aber nachprüfen tut das doch niemand.
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Markus,

tja, wie gesagt, es gibt Beispiele für Produktionen aus China die ordentlich sind.
Ich versuche das möglichst neutral zu sehen: Es nützt weder Dir noch den Käufern, wenn die Qualität nicht besonders ist. Denn die Komakorrektur nützt nichts, wenn ein Billigprodukt durch andere Mängel den optischen Gewinn hinten runter fallen lässt.

Das Problem bei Stichproben ist: Wenn der Container hier steht, wird er auch verkauft, denn er ist bezahlt. Und es wäre natürlich sehr teuer, einen eigenen Wachhund nach China zu schicken.

Clear Skies
Sven
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hi Sven

1, kommen Barlowlinse nicht im Container
2, gibt es tatsächlich chinesen die bei Mängel auf Ihre Kosten den Rpckversand bezahlen :-)

 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Sven,

eine Barlow für 400 Euro?
Selbst die Zeiss Baader Barlow

www.teleskop-express.de/shop/product_info.php/info/p473_Zeiss-Abbe-Barlow-2fach---1-25----modular.html

kostet "nur" 300 Euro, trotz des preistreibenden Namens Zeiss.

Und dann eine Barlow aus China zu so einem Irrsinnspreis?
Ich kann mir nicht vorstellen daß jemand so "enthusiastisch" ist
einen dermaßen hohen Preis für ein Objekt aus einem Niedriglohnland
wie China zu bezahlen. Ich würde es jedenfalls nicht tun.

Ich habe für meine komakompensierende Barlow aus Japan
(echt Japan, nicht angeblich Japan) nicht einmal 100 Euro
incl Versand aus USA nach D bezahlen müssen.

Gleichbleibend gute Qualität aus China:
Ohne teure Qualitätsischerung vor Ort bleibt das Wunschdenken.

Sven, du hast da ja mal dokumentiert was wir beim Barlowtest
so alles an Skywatcher Barlows gesehen haben:

www.svenwienstein.de/HTML/barlow-test.html

Gruß, Karsten
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo,

wenn ich diesen Thread verfolge, sehe ich mich, wie ich den Faden verliere.

Das für und wieder der vorgebrachten Argumente bereichern mein beschränktes Wissen, stellen eine wertvolle Erweiterung dar. Danke an die Aktivisten.

Dennoch komme ich auf meines Pudels Kern: derart elitäres Equipment kann (und will) ich mir nicht leisten.

Ich habe diesen Taschengeldrahmen schlichtweg nicht. 400 Euro für eine Barlow - unglaublich. Da müsste eines meiner Motorräder oder eines unserer Autos verkaufen (es sind alte Schätzchen, viel mehr bringen die nicht)

Das geben die Allermeisten noch nicht mal für einen kompletten Okularsatz aus, weil sie, wohlmöglich wie ich, den Mehrwert beim Barlow augenscheinlich nicht erkennen könnten.
Seis mangels Erfahrung, sei mangels Können aber es wird ihnen suggeriert - Das brauchst Du! - sonst ist alles wertlos.

Ich meine 400 Euro für eine Barlow können die meiner Auffassung nach so wichtige n a i v e Faszination schlichtweg vor die Wand fahren und ich möchte dieses Hobby, weil es noch so unendlich viel mit preislich "normalen" Mitteln zu entdecken gibt (oder ist das nur meine Illusion?) noch ein paar Jahre ala einem Herschel oder Förster gleich oder wie mein Nachbar fasziniert nachgehen.

Ich meine, das Preisgefüge stimmt gar nicht.

Beste Grüße Wilhelm
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Wilhelm,

du hättest recht wenn du davon ausgehen würdest das du die Zielgruppe einer solchen Barlow wärst.
Das bist du nun offensichtlich nicht !
Sowas zieht sich wie ein Roter Faden durch alle Hobbybereiche.
Es gibt immer Menschen die schon alles ausprobiert haben und sich nur noch mit dem besten zufrieden geben.
Die hohen Preise sind hier übrigens nicht der Qualität oder dem hohen Anspruch and die Technik geschuldet, sondern schlicht und einfach den geringen Produktionsmengen.
Sobald sich die Produktion auch nur ein Jota von den Standart Produktionsstrassen weg bewegt, finden sich nur noch eine Hand voll Firmen die sich auf sowas spezielisieren.
Nicht das diese irgend welche Wunder vollbringen würden.
Aber sie lassen sich ihr Nischengeschäft eben fürstlich bezahlen.
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Jadran (?),

den Preisen nach zu urteilen ist Astronomie bereits ein Nischengeschäft....

Und wer sagt denn das ich nicht die Zielgruppe bin, natürlich will ich qualitativ gute Optiken aber nicht diese "irren" Margen bezahlen!

Und ich glaube nicht, dass auch nur die Hälfte derer, welche sich "mit dem Besten" zufrieden geben auch nur Näherungsweise ohne irgendein Messprotokoll diese bepreißte Qualitätlage augenscheinlich unterscheiden könnten.

O.K. Jedem Tierchen... soll so sein. Dennoch die Verhältnismäßigkeit wird vollständig überzogen, meine ich.

Beste Grüße Wilhelm Toepsch



 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Karsten

wer sagt was von 400 Euro aus China ? ich nicht, ich sagte made in Germany würde diese garantiert mehr kosten als die TMB zu Euro 395

von Chinapreisen hat niemand geredet !!!
 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Jadran

was neue Profukte im Preis in die Höhe treiben sind

1, geringe stückzahlen

und

2, die Erstellung des Optikdesigns und der Werkzeugkosten.

Hierzu mal ein Bsp: Die Rechnung des Riccardi Reducers = 3 Linsen hat 2.500 Euro an Massimo gekostet, zusätzlich verlangt er für jeden Verkauften nochmals 50 Euro.
Die Werkzeugkosten = Testgläser für die 6 Flächen hat nochmals 2.500 US $ gekostet

Diese kosten müssen auf die zu erwartente Stückzahlumgelegt werden.

Wie hoch diese bei einer komakorregierenden Barlowlinse sind, weiss ich solange nicht, bis ich Sie angefragt habe, und wer kann was dazu sagen wie hoch die zu erwartente verkaufsstückzahl sein dürfte ? 50 ? 100 ? 200 ? mehr ?

Wie Berliner Glas zum Bsp auf Entwicklungskosten eine komakorregierenden Zoombarlow von 25.000 bis 30.000 Euro Netto kommt, ist mir vollkommen schleierhaft....5000 Euro , meinetwegen auch noch bis 10.000 Euro könnte ich noch irgentwie verstehen, aber 25 bis 30.000 ist mir vollkommen unverständlich

 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hallo Markus,


was mich in diesem Zusammenhang wundert ist das Schattendasein daß die Klee Barlows führten. Zumindest bei der 2,8x kann es kaum am Preis gelegen haben, diese Barlow war im Vergleich zur Leistung schlicht billig, die 2,2x hat halt das bekannte Streulichtproblem.

Mich würde mal interessieren welche Preisklasse Du anstrebst bzw. wo Du die obere Preisgrenze setzt, wird es tendenziell in Richtung TMB gehen oder um bei bekannten Größen zu bleiben in einer Preisklasse wie die TV Powermate in 1 1/4" ?


Viele Grüße Felix

 
Re: Komakorregierende Zoom Barlow News

Hi Felix

ich denke mal das mann um die 100 Euro rechnen kann, als VK, wenn Sie angenommen wird

Mein sehr guter Optiker drüben, de rhalt auch ca. 3 x teuer ist wie die anderen hat den Vorteil das er mir auch kleine Stückzahlen fertig, also 50 stück weise, die Kosten für Testgläser fallen schon an.
Das Design könnte hier ja mal Gerd Dühring machen, währe mal ein Job für ihn :-)
 
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