Paypal Betrugsmasche, Achtung!!!!

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Hallo,
Meine beste Erfahrung auf e_kleinanzeigen war mein RASA Verkauf. Es hat sich ein Interessierter gemeldet, der es kaufen wollte. Nachdem wir uns geeinigt haben, kam die nächte Nachricht, dass er als Hobby Astronom auch ein Rechtsanwalt sei. Da wir uns im Chat geeinigt haben, entstand ein Vertrag,. Und weil in meiner Anzeige nicht genau stand, dass die Sachmangelhaftung ausgeschlossen sei, hafte ich für alle versteckte Mangel.

Man muss damit leben, dass man über die Kante gezogen wird... wenn man auf Schnäppchenjagd geht. 10% Nachlass bekommt man auch bei TS.
Ich zahle lieber paar € mehr, dafür kann ich ruhiger schlafen.

CS
Leschko
 
Nachdem wir uns geeinigt haben, kam die nächte Nachricht, dass er als Hobby Astronom auch ein Rechtsanwalt sei. Da wir uns im Chat geeinigt haben, entstand ein Vertrag,. Und weil in meiner Anzeige nicht genau stand, dass die Sachmangelhaftung ausgeschlossen sei, hafte ich für alle versteckte Mangel.
Wohl so ein Abmahnanwalt….
Dem wünscht man dann insgeheim, dass er bei Kleinanzeigen mal an den Falschen kommt…..

Gruß
Ralf
 
Zuletzt bearbeitet:
Achtung, da die Anzeige bei Kleinanzeigen noch bis vorhin aktiviert war, meine Warnung an vermeintliche Käufer der EQ5 mit Standort St. Goar.
Inzwischen ist die Montierung wieder reserviert. Falls ein potentieller Käufer das hier liest, bitte nicht den gleichen Fehler machen.

Uwe
 
Hier im Forum wird auch gerade eine recht teure Montierung zu einem sagenhaften Preis angeboten der die Gier wecken kann und den Verstand schlafen legt.
 
Dem PayPal-Account muss doch ein Bankkonto zugeordnet sein. Über das müsste man doch den Empfänger rausbekommen können
Wie schon gesagt wurde, ist das sicherlich möglich - leider gelten andernorts nicht unbedingt hohe Standards für die Kontoeröffnung, und auch das Interesse an einer Strafverfolgung ist in vielen Zielländern nicht gegeben.
Sein Geld könnte man durch seine Hausbank zurückbuchen lassen. Aber dann wird sich PayPal melden und fragen, warum man das getan hat. Paypal hat ja seine vertragsmäßige Pflicht erfüllt, das Geld weiter zu leiten und hat somit einen Anspruch auf Zahlung. An der Stelle könnte man noch behaupten, die Zahlung nicht autorisiert zu haben (gehackter PayPal-Account) aber das wäre Betrug und davon würde ich doch abraten.

Paypal mit Käuferschutz scheint immer noch eine bessere Lösung zu sein, da die Betrüger ja stets auf der "Friend & Family"-Variante bestehen. Wie man das "kopieren" kann, wie Klaus sagt, ist mir nicht ganz klar. Ich vermute er meint, dass das Bezahlpopup von Paypal kopiert wird und die dort eingegebenen Zugangsdaten abgegriffen werden. Damit wird dann eine Friends & Family-Zahlung ausgelöst. Dann kann man als Betroffener allerdings auf eine Erstattung hoffen, da man die Zahlung nicht selber ausgelöst hat. Zu dusselig darf man sich aber nicht angestellt haben.
Ein Tipp dazu, den ich seit Jahren anwende: Immer das Passwort bei der ersten Eingabe absichtlich falsch eingeben. Bei einem Fake kommt man damit weiter, weil die das Passwort ja nicht kennen. Beim echten PayPal gibts ne Fehlermeldung.

Wählt man die Käuferschutz-Variante aus, meldet PayPal dem Verkäufer zunächst nur den Zahlungseingang und der schickt die Ware dann los. Ist dann alles ok, kommt das Geld zur Auszahlung. Das kann man schon machen, denn auch wenn Barzahlung bei Abholung meistens noch problemloser ist, stehen Käufer wie Verkäufer deutlich weniger potentielle Geschäftspartner gegenüber, wenn man die erst besuchen muss.

Gruß
Sebastian
 
Wählt man die Käuferschutz-Variante aus, meldet PayPal dem Verkäufer zunächst nur den Zahlungseingang und der schickt die Ware dann los. Ist dann alles ok, kommt das Geld zur Auszahlung. Das kann man schon machen, denn auch wenn Barzahlung bei Abholung meistens noch problemloser ist, stehen Käufer wie Verkäufer deutlich weniger potentielle Geschäftspartner gegenüber, wenn man die erst besuchen muss.

Gruß
Sebastian

Hallo Sebastian,

Das kenne ich anders. Wenn ich mit Käuferschutz Geld sende, erhält der Verkäufer das Geld auch sofort. Paypal überwacht nicht das Versenden der Ware oder die Zufriedenheit des Käufers. Erst wenn der Käufer ein Problem meldet, werden die aktiv. Vorher gehen sie davon aus, dass das Geschäft ordnungsgemäß abgewickelt wird.

Hat sich das kürzlich geändert?

LG Olaf
 
Der von Sebastian benannte Käuferschutz beschreibt die Umsetzung innerhalb von Kleinanzeigen. Bei PayPal mit Käuferschutz erhält der Verkäufer das Geld sofort.
 
Banküberweisungen sind ähnlich risikoreich wie Paypal Freunde. Geld ist weg und kann nur auf dem Rechtsweg zurück geholt werden.

Es ist wohl schon über 10 Jahre her, und damals war ich noch recht blauäugig. Ich habe damals über ein größeres Forum zur Fotografie ein Objektiv im Wert von 1500€ erworben, und per Überweisung bezahlt. Was darauf folgten, waren Ausreden und Versprechungen über Wochen, aber das Objektiv ist nie angekommen. Irgendwann wurde auf meine Nachrichten auch nicht mehr reagiert. Ich habe mich dann schlau gemacht, was ich auf dem Rechtsweg erreichen kann. Es begann mit einer Anzeige bei der Polizei, dann habe ich ein Mahnschreiben verfasst, und daraufhin dann ein Vollstreckungschreiben was dann zu einem Gerichtstermin geführt hat. Der Betrüger stamme aus Köln, weswegen ich für den Gerichtstermin auch 5 Stunden nach Köln anreisen musste. Das war durchaus mal ein spannendes Erlebnis, für jemanden wie mich, der bisher rechtlich keine Vorfälle hatte. Besonders Eindruck hat mir der Ablauf in dem Gerichtsgebäude gemacht. An den Türen standen immer die Listen, mit wer gegen wen und die Uhrzeit, so eine richtige Massenabfertigung. :)

Naja, jedenfalls habe ich mich dann in dem kleinen Raum wiedergefunden, in dem sich vor mir dann Richter & Co gefunden haben. Während wir auf den angeklagten gewartet haben, haben der Richter und ich etwas geplaudert, und eigentlich war der Fall für uns beide klar. Der Angeklagte ist dann nicht mehr erschienen, und der Hammer ist zu meinen Gunsten gefallen. Lustigerweise hatte der Angeklagte trotzdem immer noch mehrere Wochen Zeit, Einspruch einzulegen. Hätte er es getan, hätte ich wohl wieder nach Köln anreisen müssen, was aber glücklicherweise nicht passiert ist.

Ich hatte nun das abgesengte Schreiben, mit dem ich einen Gerichtsvollzieher beauftragen konnte. Und hier habe ich zum ersten Mal gelernt, dass die ganze Energie, welche ich hier rein gesteckt habe, eigentlich umsonst war. Denn auch hier gilt, einem nacktem Mann, kann man nicht in die Tasche greifen. Und da kann man noch so viel Recht haben. Die Gerichtsvollzieherin hatte mehrmals versucht, den Betrüger an seiner Wohnung zu erreichen, anzurufen, jedoch ohne Erfolg. Ich habe meine Beauftragung nach einiger Zeit mit einer Rechnung wieder zurück erhalten, mit dem Hinweis, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt die Beauftragung wieder zusenden kann. Das habe ich auch gemacht, aber wieder ohne Erfolg, der Herr war laut dem letzten Schreiben der Gerichtsvollzieherin nicht auffindbar. Beim dritten Mal konnte die Gerichtsvollzieherin tatsächlich 200-300€ abgreifen, und einmal 150€. Danach gab es nichts mehr. Wenn ich bedenke, dass zu den ursprünglichen 1500€ für das Objektiv, noch mal über 500€ für die Spesen hinzugekommen sind, habe ich im Grunde nichts gewonnen. Damals dachte ich noch zu beginn, da wird gepfändet u.s.w um das Geld rein zu holen. Weit verfehlt. Türe nicht auf machen und Telefon nicht abnehmen reicht schon, um sich zu entziehen....

Also immer gut überlegen ob sich so eine Aktion auf dem Rechtsweg auch wirklich lohnt.
 
Nein, du kannst recht haben. Ich erinnerte mich nur an Beschwerden, dass Verkäufer auf ihr Geld gewartet haben.
Entscheidend für den Käufer ist ja aber, dass Paypal den Betrag erstattet, wenn es zu ernsten Problemen kommt. Zumindest ist dieser Schutz so wirksam, dass Betrüger sich nicht darauf einlassen.
Gruß
Sebastian
 
Also immer gut überlegen ob sich so eine Aktion auf dem Rechtsweg auch wirklich lohnt.

Da hast Du völlig Recht. Anzeige würde ich in solchen Fällen trotzdem erstatten. Und mit einem von Dir erwirkten Titel vor Gericht lässt sich sehr wohl das Geld auch über 30 Jahre eintreiben, aber Du hast Recht, das kostet möglicherweise zusätzlich Geld und es ist mit permanentem Aufwand verbunden. Das lohnt sich in den seltensten Fällen und nur bei Leuten, die Spaß an Rechtsstreitereien haben, davon gibt es ja tatsächlich viele.

Prävention ist das A und O. Es ist auch einfacher als man denkt:

- Keine Überweisung an Unbekannte, bevor die Ware nicht da ist
- Kaufen bei Unbekannten nur mit Käuferschutz (über Paypal oder über Ebay Bezahlsystem) oder bar bei persönlicher Übergabe.

Wenn man das befolgt, kann eigentlich nichts passieren. Ich halte mich außerhalb dieses Forums immer daran. Hier vertraue ich den Usern, aber auch nur denen, deren Klarnamen ich entweder kenne, oder die schon länger hier schreiben und nicht nur hier angemeldet sind, um auf dem Marktplatz aktiv zu werden. Ich bin hier nur einmal reingefallen, als ich mich prompt nicht dran gehalten habe, weil ich bei einem User in Finnland per Überweisung bestellt hatte, der zwar hier bekannt ist, aber dennoch dreist genug ist, immer wieder hier Dinge anzubieten. Ich kannte ihn aber leider nicht, immerhin war der Betrag überschaubar, buche ich als Lehrgeld ab. Hätte der in Deutschland gewohnt, hätte ich ihn allerdings angezeigt. Seitdem kaufe ich nur noch nach den oben erwähnten Regeln. Bei ausländischen privaten Anbietern gar nicht mehr, so günstig kann kein Artikel sein, dass es mir das wert wäre.

LG Olaf
 
Ich habe mir schon überlegt, nach 10 Jahren meinen Titel über einen Gerichtsvollzieher erneut in die Tat umzusetzen. Aber wer weiß, ob derjenige noch vor Ort ist. Wenn ich daran denke, wie viel Mühe sich so ein Gerichtsvollzieher gibt, vergeht mir eigentlich die Lust dem noch mal nachzugehen.

Überweisung wenn erst die Ware da ist, wird wohl schwer. Der übliche Verlauf wie ich ihn hier sowie in anderen Foren kenne so aussieht, das zuerst bezahlt wird, bevor die Ware auf die Reise geht. Als Verkäufer mache ich das auch nicht anders, und will meine Absicherung haben. Da bleibt also als Käufer eher der Käuferschutz, oder eben bar bei Übergabe, was eben aufgrund weiter Distanzen auch nicht immer möglich ist.

Für meinen Teil muss ich mittlerweile sagen, sind meine Erfahrungen bei Gebrauchtkäufen generell ins Negative gerutscht sind, auch hier in der Astroszene. Was teilweise als neuwertig oder "nur drei mal benutzt" angeboten wird... da habe ich leider auch schon mehrfach schlechte Erfahrungen gemacht.
 
So ist es halt eben im Reich der zunehmenden Digitalisierung: Sicherheitsmaßnahmen lassen sich immer irgendwie umgehen bzw. austricksen, alles nur eine Frage der Cleverness der entsprechenden "Fachleute" (Hacker und co.). Fazit: Wenn man Paypal usw. nutzen möchte, muss man stets mit solchen Unwägbarkeiten leben (oder das Risiko bewusst ignorieren).

Gruß
Stefan
 
Anzeige würde ich in solchen Fällen trotzdem erstatten.
Genau. Die zivilrechtliche Seite muss man sich überlegen. Da ist Danes Erfahrung sicherlich kein Einzelfall. Man muss abwägen, wobei es eben nicht unwahrscheinlich ist, dass da mehrere Leute Ansprüche haben. Aber irgendwann wird derjenige vielleicht mal zur Vernunft kommen und sich seinem Schuldenproblem widmen. Dann muss er sich mit den Gläubigern auseinandersetzen und da kann dann nochmal was kommen. Sicherlich nicht alles.
Aber eine Anzeige würde ich auch in jedem Fall stellen. Einfach ein Schreiben an die Staatsanwaltschaft wo der Sachverhalt drin steht und dass man sich betrügerisch hintergangen fühlt.
Ich hatte das mal vor zig Jahren, mit einem geringen Betrag, den ich aber auch nicht auf sich beruhen lassen wollte. Nach einem halben Jahr meldete sich die Polizei telefonisch mit der Information, dass es so viele Anzeigen gegeben hätte, dass der nun vor Gericht steht. Was draus geworden ist, weiß ich aber leider nicht.

So oder so erreicht man es aber immerhin, dass derjenige zumindest Ärger hat. Es ist bestimmt nicht schön, wenn der Gerichtsvollzieher klingelt und man zusehen muss, ob man an Telefon geht oder nicht. Auch von der Polizei befragt zu werden ist gewiss keine Freude.
Das habe ich ein bisschen am eigenen Leibe erlebt. Es gab hier einen Typen mit dem gleichen Nachnamen, der aber im Gegensatz zu mir nicht im Telefonbuch stand und offenbar keine hohe Zahlungsmoral hatte. Da bekam ich regelmäßig Anrufe wegen ausgefallener Ratenzahlungen und mir wurde oft nicht geglaubt, dass der Herr hier gewiss nicht wohnen würde. Deswegen habe ich irgendwann sogar meinen Telefonbucheintrag gelöscht, weil ich das direkt als bedrohlich empfunden habe.

Solche Geschichten gab es vor allem früher oft bei Ebay, als viele dachten, sie könnten damit schnell Geld machen, indem sie billig ersteigern und teurer versteigern. Klappte eben (besonders ohne Eigenkapital) nicht immer und dann fingen die Mistbienen eben an, Ware zu verkaufen, die sie noch gar nicht hatten und von der sie hofften, sie schon irgendwo billiger her zu bekommen.

Gruß
Sebastian
 
Selbst bei einer Abholung sollte man eine gewisse Vorsicht walten lassen. Immerhin fährt man irgendwo hin, wo man sich vielleicht nicht auskennt. Wie schon geschrieben weiß man nicht, wie die Sozialisierung des potentiellen Geschäftspartners aussieht ;). Bei einer wirklich hohen Summe könnte es Sinn machen, eine Person des Vertrauens mitzunehmen und zwei Querstraßen weiter mit dem Geld im Auto warten zu lassen, während man den Verkäufer (m/w/d) kontaktiert.
Manchmal habe ich das Gefühl, die Realität setzt jeder denkbaren Paranoia noch eins drauf; aber jedes Risiko kann man nicht ausschalten - immerhin jedoch wenigstens so weit wie möglich verringern.

VLG
Stephan
 
Also ich kann generell nur dazu raten vor einem Kauf den Verstand einzuschalten. Das gilt insbesondere für Teile die zu billig angeboten werden.
Generell sollte man ein wenig recherchieren, um zu sehen mit wem man es zu tun hat.
1.Vor Jahren habe ich einen LongPerng Refraktor bei eBay Kleinanzeigen gekauft, vor dem Kauf habe ich nach Bildern dieses Refraktors gesucht und auch gefunden und zwar in einer Sternwarte im Norden, aufgebaut mit anderen Refraktoren.
Daraufhin dort angerufen und die Sache war sicher.
2. im letzten Jahr einen Pentax 75 bei eBay Kleinanzeigen gefunden, hier wiederum Recherche und entsprechende Bilder hier im Forum gefunden, daraufhin über PN angefragt, War alles stimmig und daraufhin den Pentax gekauft.
3. im letzten Jahr war hier im Forum ein Angebot für einen Pentax 100 SDUF Von einem Neumitglied ohne Vita hier im Forum. Daraufhin recherchiert und identische Bilder bei Astrosell in Italien gefunden. Der Pentax hatte sogar eine motorische Fokussierung, ich habe dann weitere Bilder angefragt und dabei kam dann heraus, dass der Anbieter zugegeben hat die Bilder aus Italien geklaut zu haben mit der Begründung, er würde im Internet keine Bilder von seinen eigenen Sachen einstellen, das wäre ihm zu unsicher.
4. dann Suchfunktion nach einem Pentax 100 hier im Forum gestartet, ein Angebot von einem Mitglied mit Forums-Vita bekommen, toller Preis, alles gut gelaufen.
 
Selbst bei einer Abholung sollte man eine gewisse Vorsicht walten lassen.
Ich hatte das auch schon mal so ähnlich erwähnt, nachdem ich da ein oder zwei Berichte drüber gelesen habe. Raub ist aber schon eine heftige Straftat und davor schrecken die Meisten dann doch zurück. Die wollen eine Überweisung nach Russland und fertig.
Trotzdem stimmt es natürlich, dass das "ganz ganz ganz sicher" kaum zu gestalten ist.
Ich meine immer noch, dass ein sehr sachkundiger Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer, der alle Vorsichtsmaßnahmen trifft und den gezahlten Betrag versichert, immer noch eine gute Lösung für den digitalen Geschäftsverkehr ist.
Nur wenn man sich den dafür fälligen Betrag unbedingt sparen, oder eben einfach die Gefahr vor lauter Schnäppchengier nicht sehen will, ist nichts zu machen.

Gruß
Sebastian
 
Hi,
es gab schon Fälle, das Käufer über PayPal gezahlt haben, der Verkäufer aber an andere Adresse liefert. Käufer öffnet Fall wegen nichterhaltener bezahlter Ware. PayPal lässt sich vom Verkäufer bestätigen und auch die Sendungsnummern mit Belegen zeigen und grundsätzlich somit für den Verkäufer urteilen. PayPal wurde darauf hin angesprochen und hat zugegeben, das kein Abgleich von Käuferadresse und Lieferadresse durchgeführt wird. Käufer soll nachweisen, das die Ware an eine andere Adresse geliefert wurde, das er aber nach Datenschutz absolut nicht machen kann, da Versandunternehmen keine Daten rausgibt. PayPal schiebt alle Schuld von sich.
Wie gesagt, alles mit Käuferschutz. PayPal hat zugegeben (natürlich mit anderen Worten) das es ihnen egal ist. Verkäufer hat irgendwohin verschickt mit Versandbeleg, er bekommt das Geld, Käufer hat keine Ware und Geld ist auch weg.
 
es gab schon Fälle, das Käufer über PayPal gezahlt haben, der Verkäufer aber an andere Adresse liefert.
Da würde mich ein Link interessieren. Wo ist denn so ein Fall beschrieben?
Ein bekanntes Problem ist, dass man die Paypal-Richtlinien verletzt, wenn man als Käufer an eine andere Adresse schicken lässt und dies mit dem Verkäufer beispielsweise per direkter Mail abspricht. Die Transaktion entspricht dann nicht mehr der durch Paypal abgesicherten.
Aber wenn die Lieferadresse der bei Paypal hinterlegten Adresse entspricht, genießt man den Käuferschutz.

Gruß
Sebastian
 
Das mit der persönlichen Abholung möchte ich unterstreichen. Ich hatte hier im Thread "Betrugsfall auf Ebay" schonmal eine Erfahrung gepostet, die ich hier gern nochmal zur Erheiterung aber auch zur Warnung schreibe:

Ich möchte nur mal eine Geschichte erzählen, die ca 2-3 Jahre her ist. Ich brauchte ein neues Handy, da das alte für das
gewünschte Android-Update einfach zu wenig Speicher hatte. Ich fand ein gutes Angebot für einen meiner Wunschkandidaten.
Anbieter nannte sich "Thomas" oder "Thorsten" , weiss nicht mehr genau. Handynummer war vorhanden. Also angerufen.
Das Handy war noch da und wir vereinbarten, dass ich es am folgenden Tag um 10 Uhr abholen und bar bezahlen würde.
Ich wohne 15km östlich von Hannover. Der Anbieter wohnte im Nordwesten von Hannover. Fahrstrecke ca 30km.
Adresse hatte ich in die Navi eingetippt und zu meiner Verwunderung führte mich Uschi (wie meine Frau die Stimme aus
der Navi etwas geringschätzig nennt) von der Hauptstraße auf einen Weg, der so gar nicht in ein Wohngebiet führte.
Irgendwann stand dann links des Weges einsam ein graues, zwei etagiges, fast würfelförmiges Haus auf einem ziemlich
verwilderten Grundstück. Aber was soll's, die Hausnummer stimmte ja. Also geklingelt.
Eine Frau um die 50 öffnete und sagte "Ja ?" . Ich sagte, ich hätte gern mit Thomas gesprochen.
Die Frau musterte mich von oben bis unten und sagte "Gibt hier kein Thomas. Um was geht es ?"
Ich erzählte , dass ich ein Handy abholen wollte. Darauf drehte sie sich um und brüllte ins Treppenhaus einen Namen,
der mit "Ach" begann und sich zu meiner Verwunderung deutlich von "Thomas" oder "Thorsten" unterschied.
Auf ihr Gebrüll ins Treppenhaus kam in absolut gleicher Lautstärke von oben zurück "Was is ?"
Sie rief wieder : "Hier ist wer, der will ein Handy abholen !"
Ohne eine einzige Sekunde Pause wurde von oben gerufen "Is schon weg !"
Ich sagte zu der Frau "Er hat mir gestern versprochen, es für mich zu reservieren. Ich möchte den jungen Mann
bitte mal sprechen." Sie brüllte die Treppe rauf "Komm mal runter !! "
In dem Moment überkam mich der Gedanke, ob dieser von mir provozierte weitere Verlauf der Begegnung vielleicht
gar nicht so klug gewesen sei. Dann kam A******* im Jogginganzug die Treppe herunter, blieb aber auf halber Höhe stehen
und sagte "Was is ?" Nachdem ich ihm die Sache von gestern nochmal vortrug, sagte er bloß :" War einer vor eine Stunde da.
Wer zuerst kommt, kriegt das.", drehte sich um und ging wieder die Treppe hoch. Die Frau (war es nun die Mutter oder die
Schwester von A******* (oder doch von Thorsten), ich möchte und werde das nie erfahren) machte mir wortlos die Tür vor der Nase zu.
Ich schaute mich um, war froh, dass jetzt kein Pitbull hinter dem Haus hervor geschossen kam und war erleichtert,
als ich wieder in meinem Auto sass und der Motor angesprungen war.

Der eine oder andere mag Zweifel an der Authentizität der Story haben, aber ich versichere, dass sich alles genau so
zugetragen hat, wie es dort steht. Nur mit Thomas / Thorsten bin ich mir nach 3 Jahren nicht mehr sicher.


CS
Jürgen
 
Da würde mich ein Link interessieren. Wo ist denn so ein Fall beschrieben?

 
Hallo Klaus,
zwei wirklich ernüchternde Videos. _affeaugen:

Ich selbst habe Käufer, auch solche, die hier über's Forum was bei mir gekauft haben, und die gern mit PayPal bezahlen möchten, stets gebeten, es mit der Option "Geld an Freunde senden" zu bezahlen um die PayPal-Gebühren zu vermeiden. In letzter Zeit habe ich schon einige Male (gerade bei Sachen unter 100,- Euro) darauf verzichtet, und einige machen das sogar von sich aus. (Naja, vielleicht, weil sie sich hier mein Profil angeschaut haben und mir dadurch vertrauen...:unsure:. )

Falls jemand (trotz meiner langen Präsenz hier im Forum) es zukünftig aber gern mit Käuferschutz bezahlen möchte, werde ich dem nicht widersprechen und dann sehen, ob ich die 2,5% selbst tragen kann oder ob ich sie mir mit dem Käufer teile. Immerhin scheint es dann (Video2) , wenn auch mit viel Aufwand, möglich zu sein, doch zu seinem Recht (Geld) zu kommen.

Über ebay und ebay Kleinanzeigen tätige ich schon seit längerer Zeit keine Verkäufe mehr und Käufe auch nur bei Trusted Shops nach denen ich dann einfach über Google vorher mal nachschaue, ob es die gibt und wie die bewertet sind.
Ebay macht das ja inzwischen übrigens so, daß man das Geld an ebay zahlt und ebay zahlt es erst an den Verkäufer aus, wenn das Paket zugestellt wurde. Ich bin mir aber überhaupt nicht sicher, ob ebay dabei die Bestätigung des Käufers erfragt oder sich auch auf das "Zugestellt" des Transportunternehmens verlässt. (Weiss das jemand?)

Ist jedenfalls ein ausgesprochen schwaches Bild für PayPal, was in den beiden Videos berichtet wird und ich bin tatsächlich am Überlegen, welche Alternativen es gibt. Allein ein PayPal-Konto zu besitzen scheint ja schon eine "tickende Zeitbombe" zu sein.
Die Selbstabholung und Bezahlung vor Ort ist ja schon nicht schlecht, aber schränkt den Kreis der Käufer natürlich gewaltig ein.

CS
Jürgen
 
Hi Jürgen,
zu deinem letzten Satz:
Selbstabholung schrängt die Angebote ein, klar, aber es ist ein abwägen des Risikos.
Zu dem ganzen:
Für mich, weil ich auch schon zwei mal reingefallen bin, gibts nur noch diese Möglichkeiten:
1. Nur noch über Amazon, oder ebay kaufen
2. bei Kleinanzeigen unter 30-40€ eventuell schicken lassen, aber dann auch nur mit Käuferschutz. Über 40€ grundsätzlich nur Abholung.
3. Ausnahmen wäre ein Kauf hier im Forum (klar, ein Restrisiko besteht hier auch). Ich schaue mir aber die Forenuser an. User, die nur zum Verkauf einen Account haben, kaufe ich nichts.

PS:
Jürgen, ebay-Kleinanzeigen gibts schon lange nicht mehr ;)
 
Hallo Klaus,

Danke für die Videos, es ist einfach unglaublich wie leicht sich der Paypal Käuferschutz umgehen lässt.
Da wird man dann in der Tat nachdenklich ob Paypal einem überhaupt was bringt, wenn ich bei einem seriösen Unternehmen
kaufe, kann ich auch übeweisen und zwar in Echtzeit, dafür gibts dann sogar meistens noch einen Rabatt.
Sehr spannend das ganze, Danke nochmals.

Beste Grüße
Ernst Christian
 
gibts dann sogar meistens noch einen Rabatt
Von wegen..... meine Volksbank will für jede solche Sofort-Überweisung 50ct von mir haben.
Achja, und dann hatte ich schonmal den Fall, dass ich erst ein oder zwei Tage später das so überwiesene Geld wieder auf meinem Konto hatte mit dem Vermerk, die empfangende Bank würde das nicht unterstützen....
Das ist dann gegenüber dem Geldempfänger schon etwas peinlich.
Viele Grüsse
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Servus Jürgen,
Gut es muss klar sein, dass der Rabatt höher sein muss als die Kosten der Sofortüberweisung, sonst würde es ja keinen Sinn machen, bei mir sinds sogar €1.
Das eine Sofortüberweisung nicht angenommen wurde hatte ich noch nie.
Viele Grüße
Ernst Christian
 
Hallo,
Naja, ist schon über 1 Jahr her. Vielleicht hat sich das ja inzwischen überall etabliert. Wegen der Kosten werde ich mal bei meiner Bank anfragen. Vielleicht gibt es da eine Kontooption, so dass man vllt. für nen Euro mehr Kontoführungsgebühr die kostenlos hat.
Viele Grüsse
Jürgen
 
Über ebay und ebay Kleinanzeigen tätige ich schon seit längerer Zeit keine Verkäufe mehr und Käufe auch nur bei Trusted Shops nach denen ich dann einfach über Google vorher mal nachschaue, ob es die gibt und wie die bewertet sind.
Ebay macht das ja inzwischen übrigens so, daß man das Geld an ebay zahlt und ebay zahlt es erst an den Verkäufer aus, wenn das Paket zugestellt wurde. Ich bin mir aber überhaupt nicht sicher, ob ebay dabei die Bestätigung des Käufers erfragt oder sich auch auf das "Zugestellt" des Transportunternehmens verlässt. (Weiss das jemand?)
Hallo Jürgen,

das ist nicht ganz richtig. Ich verkaufe inzwischen wieder lieber als früher bei Ebay, weil es für die Verkäufer kostenlos ist. Außerdem hat man mit dem Geldeintreiben nichts zu tun. Nach dem Verkauf bezahlt der Käufer an Ebay und drei Tage später zahlt Ebay das Geld an den Verkäufer aus, ohne zu prüfen, ob der die Ware bereits verschickt hat. Ich habe jedenfalls schon erlebt, dass ich Freitags was verkauft habe und Montag bereits das Geld von Ebay bekam, obwohl ich erst Montag verschicken konnte, weil das Wochenende dazwischen lag. Ich weiß aber nicht, was wie passiert, wenn der Käufer die Ware nicht bekommt. Der Käufer kann sich an Ebay wenden, ob die dann kulanter als Paypal sind, weiß ich nicht.

"Kleinanzeigen" meide ich inzwischen, weil da die Quote der Kriminellen einfach zu hoch scheint inzwischen. Man ist ja nicht auf das Portal angewiesen.

LG Olaf
 
Was ist bei Ebay aktuell mit Einstellgebühr, Provision etc? Ich hab was von 5-7% Provision im Hinterkopf.
 
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