hallo Foxi,
als ich den Thread gelesen habe, habe ich mich sofort wieder erkannt

Ich komme auch aus der mehrjährigen PS-Ecke und habe mich in einem Anflug von Begeisterung voller Tatendrang 2 Wochen an die PI-Trial gesetzt. Inklusive zweitem Rechner, auf dem verschiedene Tutorials liefen.
Nach diesen 2 Wochen habe ich für mich feststellen müssen, mein aktueller Workflow (DSS, FITSWORK, LR, PS) bringt keine schlechteren Ergebnisse - und ich weiss zu 100% was ich tue oder tun muss. Bei PI musste ich mich auf allerlei Skripte verlassen, deren Inhalt sich, auch nach den zwei Wochen, einem nur teilweise erschlossen haben.
Einzig das Stacking von "schlechtem" Rohmaterial fand ich etwas besser - aber mein Ziel ist eher sauberes Rohmaterial - und da läuft der DSS auch super!
Alles was nach dem Stacking kommt, ist und bleibt eine simple Manipulation von Pixeln, da kann auch PI nicht zaubern. Und auch für PS gibt es gute Tutorials für Bearbeitung von Atsrobildern, bzw. gegen etwas Geld auch fertige PlugIns. Auch sollte man Fitswork nicht unterschätzen - mein Lieblingsintrument um hässliche Gradienten im Hintergrund zu entfernen.
Und nicht zuletzt musste ich für mich und mein Setup feststellen: das Entrauschen UND Schärfen über LR ist einerseits intuitiv und liefert andererseits sehr gute Ergebnisse.
Also, nimm dir mal 1...2 Wochen für PI Zeit, aber eventuell wird es dir wie mir gehen, der Aufwand wird irgendwie dem Endergebnis nach altem Workflow nicht wirklich gerecht...

Achso, und wenn du heilwegs zügig mit PI arbeiten möchtest, ist Rechenpower und Arbeitsspeicher angesagt! Ich hatte während meiner zwei Wochen so viel Zeit wie noch nie während der Astrobildbearbeitung, um Kaffee zu trinken - i7 (erste Generation) mit 8Gb RAM und WIN7. Aufnahmekamera: Sony NEX5a (14MP)
vG Ronald
PS.: da kannst auch mal ein Auge auf "Startools" werfen ist ebenfalls sehr mächtig, aber benötigt auch Rechenpower ohne Ende. Bei mir dauert z.B. eine auf einen Ausschnitt begrenzte Vorschau(!) im Entrauschungsmodul schon gerne mal >1 Minute...