Planetenbeobachtung SCT vs Apo

Schaut man sich dazu die Ronchi Bilder im Netz an, sieht man dass die Spiegel z.T. eine sehr unruhige Oberfläche haben.
Da würde ich bei den CCs bzw. RCs von GSO im Vergleich zu den gängigen SCs in Summe keinen großen Unterschied erwarten bei denen die Schmidtlatte in Tests manchmal Auffälligkeiten zeigt. Die Frage ist was sich davon bei der Beobachtung wie stark auswirkt. Bei offenen Systemen mit sehr schnellem HS ist es "nur" Dejustage als Fehlermöglichkeit bei den geschlossenen SCs kann Tubusseeing die zusätzliche Bremse sein.

Ich persönlich würde erst einmal sehen ob man das Auskühlverhalten nicht in den Griff bekommen kann?
LG
Das halte ich auch für den springenden Punkt nicht daß der angedachte Askar Apo mit seinen wohl 17 Kg Tubusgewicht oder ein größeres CC an dem Beobachtungsort von Michael eine ähnliche Trägheit beim Auskühlen zeigt?

Hier noch ein Thread mit vergleichbarer Fragestellung da der Apo kein Muss zu sein scheint Klassischer Cassegrain - Hintenreinguck Alternative zum Newton

Viele Grüße Felix
 
Bei einem Durchmesserunterschied von 100mm zeigt das C11 (wenn es thermisch unter Kontrolle ist) sowas von locker mehr als ein 180er Apo. Dabei darf es wahrscheinlich sogar einen schlechteren Strehl haben als der Apo.

Woher weißt du das denn so genau?
Hast du einen guten 180mm APO schon mal Seite an Seite mit einem schlechteren C11 verglichen?
Oder machst du diese Aussage aus purem Öffnungsglauben weil du dir schlicht nicht vorstellen kannst das eine erstklassige 180mm Optik an eine mangelhafte 280mm rankommen kann.
Deine Aussage beruht dann also nicht auf Wissen oder Erfahrung sondern ist lediglich eine Behauptung.

Das eine erstklassige 280mm Optik immer mehr als eine erstklassige 180mm Optik zeigt ist klar aber darum geht es hier ja gar nicht.
Hier geht es nicht um eine erstklassige 280mm Optik sondern beim C11 um eine mit erheblichem Mangel nämlich einer Obstruktion von locker 35% oder mehr.
Du gestehst ihr sogar noch weitere Mängel zu und glaubst dennoch das sie immer mehr zeigen würde.

Fakt ist aber das ein C11 wegen der hohen Obstruktion und den zusätzlich noch von dir zugestandenen anderen Mängel erheblich unter den Möglichkeiten einer erstklassigen280mm Optik bleiben muss.
Da hilft auch purer Öffnungsglaube nicht.
Es ist also irreführend so zu tun als könnte ein C11 das gleiche leisten wie eine erstklassige 280mm Optik und dem C11 dann prinzipiell allein wegen der Öffnung eine Überlegenheit gegenüber einer erstklassigen 180mm Optik zu attestieren.

Fakt ist das die MTF einer Optik mit 280mm Öffnung und 100mm Obstruktion für niedrige bis mittlere Ortsfrequenzen in etwa auf das Level einer erstklassigen 180mm Optik gedrückt wird.
Und bevor hier wieder die falsche Behauptung kommt das hier die unterschiedliche Öffnung nicht berücksichtigt wäre.
Doch die Öffnung ist berücksichtigt und die Kurve für die kleinere Optik wird entsprechend des Öffnungsunterschieds eingetragen.
Wenn die 280mm Öffnung bei 1 gegen null geht dann geht die der 180mm Öffnung entsprechend schon bei 180/280 = 0,64 gegen null.
Trotzdem drückt die Obstruktion die Kurve der 280mm Optik mit 100mm Obstruktion so stark das sie für einen beachtlichen Teil auf das Level der erstklassigen 180mm Optik gedrückt wird.

Grüße Gerd
 
Ein Planeten Cassegrain mit relativ kleiner Obstruktion wird je nach Öffnung sehr lang und haben dann was um f/15-20.

Die Baulänge jedes Cassegrain Systems wird in erster Lnie von der Öffnungszahl des HS bestimmt.
Ob es dann Planeten optimiert ist oder nicht spielt keine nennenswerte Rolle.
Auch wenn man hier gerade auch für Planeten um eine besonders hohe Qualität und gute Justage Stabilität zu gewährleisten für den HS eine größere Öffnungszahl wählt so ist es dennoch die Öffnungszahl des HS welche die Baulänge bestimmt.

Das gilt nicht nur für das klassische Cassegrain sondern generell für alle Cassegrain Systeme.
Prinzipiell könnte man auch ein klassisches Cassegrain zb. genauso kurz bauen wie ein SCT.
Auch Planeten optimiert ginge das.

Man müsste dann halt nur einen F2 HS verwenden aber bei so etwas eine gute Parabel hinzubekommen ist halt wesentlich schwieriger wie eine Sphäre beim SCT.
Deshalb verwendet man hier eben heutzutage einen HS mit F3 bis F4 mit der Folge das die Baulänge dann natürlich entsprechend größer ist.
Früher waren es auch mal F5 oder gar F6 aber da hatten Newton auch noch meist F8.
Heute kann man schnellere Parabolspiegel in guter Qualität fertigen weshalb auch der HS eines klassischen Cassegrain schneller und damit die Baulänge kürzer wurde.
Das gilt auch für eine Planetenoptimierte Ausführung.

Grüße Gerd
 
Hi,
ich lese diese in unregelmässigen Abständen wiederkehrenden APO vs. SpiegelOptik Freds immer gerne mit, kann leider mangels Erfahrung selbst nix dazu beitragen. Aber man lernt trotz Wiederholung immer noch dazu, und sei es nur neue Begriffe: Öffnungsglaube!!! Hallelujah, das ist doch mal ein Begriff.
Bald ist Weihnachten...:devilish:
VG CptB
PS nicht zu verwechseln mit Offenbarungsglaube :LOL:
 
Hallo Michael.

Weil mich hauptsächlich der praktische Aspekt interessiert, wo lagerst du dein C11 eigentlich ?
Bei Aussen- / Umgebungstemperatur oder in einem Innenraum (20°C) ...?

Meine Erfahrungen mit SC's (C8 und C9,25) war, dass eine Isolierung, zusammen mit gezielter Temperaturanpassung, gute Ergebnisse brachte.
Die Isolierung hab ich in mehreren Teilen aus dunkelgrauer Isomatte mit einseitiger metallisierter Folie gefertigt. Ein Teil für den Tubus, ein Teil für die Rückseite (mit Ausnehmungen für den SC-Anschluss und den Fokus Knopf) der aber noch seitlich ein Stück den Tubus umschließt, und eine Taukappe die sich leich auf die Tubusisolierung aufschieben lässt.
Die SC's stell ich 2 Stunden vor dem Beobachten in einer unisolierten Kunststoffbox (ohne die Tubusisolierung) zur Abkühlung raus.
Nach dem Aufsetzen der Teleskope auf die Montierung bringe ich die Isolierung und die Taukappe an.
Nach dem Alignment und einer Einführung für die Besucher (weitere 1/2 Stunde) kann man schon gut beobachten.
Wobei sich die Abbildung, wenn man am Stern kontrolliert, nach einiger Zeit noch leicht verbessern kann.
In Summe sind die SC's dann aber relativ gutmütig und vergleichbar mit meinem 120mm Refraktor (TSA), mit meinen Augen (Sehleistung ) und Brille beobachtet...

Deshalb wäre mein Vorschlag: teste dein SC unter diesen Voraussetzungen.
Ca. 30,- Euro Materialkosten und vielleicht ein halber Tag Arbeit könnte dir Gewissheit bringen ;-)

VG Hermann
 
Wer braucht heut noch Refraktoren oder Schiefspiegler??
Hallo Mike,

ich schätze die Ergebnisse deiner Beobachtungen und die Präsentationen hier im Forum sehr. :y:

Allerdings sehe ich manche Beobachtungseindrücke als rein visueller Beobachter recht ähnlich wie Quanten weiter oben. Mir ist der Blick „life“ im Okular auch lieber, selbst wenn ich aller Voraussicht nie an deine gesamten erreichbaren Details mit kontraststeigernden Methoden mit Hilfe von guten Kameras herankommen kann. Meine Augen haben leider keine Regler. Muss ich also mit dem Vorlieb nehmen was an reinem Input rüberkommt.

Als Besitzer von hochwertiger „größerer“ Optik und auch von nicht ganz so kleinen Refraktoren habe ich, denke ich, ganz gute Vergleichsmöglichkeiten. Und ehrlich gesagt möchte ich weder den Anblick im großen Spiegel noch im deutlich kleineren Refraktor missen.

Den 9er APO besitze ich noch nicht sehr lange, allerdings hatte ich bereits mehrere Nächte (auch im Hochgebirge) Glück mit dem Seeing. Und das war schon so etwas wie eine Offenbarung, wenn es um die reine Bildästhetik am Planeten geht. Komplett pechschwarzen Himmel direkt neben der Planetenscheibe bekommst halt nicht im großen Dob, auch wenn der bei sehr guten Bedingungen natürlich etwas mehr Details auf den Planetenmonden und der Planetenscheibe zeigt.

Also, ich brauch dann schon noch Refraktoren (und große Spiegel:)). Auf Schiefspiegler kann ich selbst dabei persönlich verzichten (ohne jetzt den Schiefspieglerbesitzern zu nahe treten zu wollen).;)

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,
ich lese diese in unregelmässigen Abständen wiederkehrenden APO vs. SpiegelOptik Freds immer gerne mit, kann leider mangels Erfahrung selbst nix dazu beitragen. Aber man lernt trotz Wiederholung immer noch dazu, und sei es nur neue Begriffe: Öffnungsglaube!!! Hallelujah, das ist doch mal ein Begriff.

Schön das du dich darüber freust das ich etwas Abwechslung in die ansonsten ja mittlerweile recht langweilig gewordene Linse/ Spiegeldiskussion bringen konnte.
Es sind ja immer wieder die gleichen Argumente schon zigmal durchgekaut.
Trotzdem meint vor allem die Spiegelfraktion permanent mit den immer selben Aussagen zu langweilen. Fragt einer mal nach einem APO wird ihm meist mit missionarischem Eifer ein Spiegel aufgeschwatzt und erzählt das man APOs doch nicht bräuchte.
Dieser Thread ist da ja nur ein Beispiel von vielen.
Diese Missionierung für den Spiegel hat in der Tat religiöse Züge.

Bezüglich Öffnungsglaube will ich noch sagen das ich diesen Begriff bei Leuten mit der felsenfesten Überzeugung das jeder mängelbehaftete Lichteimer am Planeten einem erstklassigen APO aber sowas von überlegen ist, wenn der mängelbehaftete Lichteimer nur etwas mehr Öffnung hat als sehr treffend betrachte.
Es ist aber nun mal so das neben der Öffnung noch andere Faktoren eine Rolle spielen.

Man kann in der Tat Mängel wie Obstruktion mit einem Plus an Öffnung wettmachen so das ein gutes C11 eben Trotz seinem Mangel am Planeten ähnliches zeigen kann wie ein guter 180mm APO.
Wer aber glaubt das ein C11 trotz Mangel diesem APO sowas von überlegen wäre der ignoriert die Physikalischen Fakten und das ist dann nicht Faktenbasiertes Wiesen, sondern einfach nur Glaube.
Und da dieser Glaube auf der reinen Betrachtung der Öffnung bei konsequentem Ignorieren anderer relevanter Fakten beruht nenne ich ihn Öffnungsglaube.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Cpt.Boiler,

auch wenn gerne immer wieder darüber geredet wird…man muss nicht einer irgendwie gearteten „Fraktion“ angehören (außer vielleicht den Sternguckern/Astronomieliebhabern im allgemeinen Sinne, sonst erübrigt sich ja die Diskussion :giggle:).

Richtig Spaß kann man mit exzellenten Spiegeln genauso haben wie mit tollen (auch im Vergleich dazu etwas kleineren) Refraktoren. Meine Meinung...;)

Es kann nicht schaden, sich der Stärken/Schwächen des jeweils eingesetzten Teleskops bewußt zu sein, je nach Beobachtungsziel/Beobachtungswunsch.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo zusammen,
nur so als Anregung ein praktischer Tipp und trockene Feststellung:
Geht mal auf ALPO Japan und sucht euch die Geräte der guten Planetenzeichner/ Beobachter heraus, da werdet ihr eine übergroße Bevorzugung von Spiegelteleskopen gegenüber Refraktoren feststellen.
CS Mike
 
Mir ist der Blick „life“ im Okular auch lieber, selbst wenn ich aller Voraussicht nie an deine gesamten erreichbaren Details mit kontraststeigernden Methoden mit Hilfe von guten Kameras herankommen kann. Meine Augen haben leider keine Regler. Muss ich also mit dem Vorlieb nehmen was an reinem Input rüberkommt.

Unsere Augen haben zwar keine Regler und mögen bezüglich Kontrast einem modernen Sensor mit hochgedrehtem Kontrast unterlegen sein sind aber in anderen Bereichen wie dem Dynamikumfang auch modernen Sensoren immer noch haushoch überlegen.
Mit stapeln von Bildserien und viel EBV kann man heutzutage zwar auch geringes rauschen und einen hohen Dynamikumfang erreichen aber so etwas geht eben nicht im Livebild wie es Mike nutzt.

Mike mag so zwar kontrastärmere Details erkennen können aber verliert im Gegenzug bei kontraststarken Details da diese dann aus dem Dynamikumfang fallen
Besonders dunkle Bereiche werden nicht mehrt dargestellt und besonders helle Bereiche brennen aus und zeigen keine Details mehr.
Hier ist unser Auge nach wie vor einem Livebild eines Sensors haushoch überlegen.

Und visuell ist am Planeten der Blick in einen guten APO einfach ein größerer Genuss als Videoastronomie mit irgendeinem mängelbehafteten Lichteimer mit aufgedrehtem Kontrast und ausgebrannten hellen Bereichen auch wenn der Lichteimer deutlich größer sein mag.

Grüße Gerd
 
Hi,
Richtig Spaß kann man mit exzellenten Spiegeln genauso haben wie mit tollen (auch im Vergleich dazu etwas kleineren) Refraktoren.
na, dann schauen wir mal... bislang beobachte ich mit eine 152 mm ED APO (einem APO für Arme sozusagen) Ich bin mit dem Teil sehr zufrieden, und , ja es macht Spass. Ich habe aber auch einen 250mm Spiegel schon hier liegen, für einen (-der konstruktiven Einfachheit halber-) Selbstbau Gitterrohr-Newton.
Wenn der irgendwann mal fertig wird, kann ich auch vergleichen :)
VG CptB
 
auch wenn gerne immer wieder darüber geredet wird…man muss nicht einer irgendwie gearteten „Fraktion“ angehören (außer vielleicht den Sternguckern/Astronomieliebhabern im allgemeinen Sinne, sonst erübrigt sich ja die Diskussion :giggle:).

Ich denke bei Aussagen wie dieser.

Wer braucht heut noch Refraktoren oder Schiefspiegler??

Kann man sicherlich eindeutig von der Zugehörigkeit zur Spiegelfraktion oder sagen wir mal präziser der Fraktion der Anhänger Obstruktionsbehafteter Optiken um den Schiefspiegler hier mal rauszunehmen sprechen.

Grüße Gerd
 
Geht mal auf ALPO Japan und sucht euch die Geräte der guten Planetenzeichner/ Beobachter heraus, da werdet ihr eine übergroße Bevorzugung von Spiegelteleskopen gegenüber Refraktoren feststellen.

Das mag schon sein aber das muss ja nicht daran liegen das Spiegelteleskope so viel besser sind sondern es kann ja auch daran liegen das große APOs sehr teuer und darum eben darum kaum anzutreffen sind.
Das APOs teurer wie Spiegel sind ist ja nun wirklich kein Geheimnis und ich habe daher durchaus auch Verständnis, wenn sich einer deswegen für einen Spiegel entscheidet.
Nur bei Leuten die behauten das der Spiegel aber sowas von besser wäre und APOs daher überflüssig sind fehlt mir jegliches Verständnis.

Bis vor kurzem waren APOs über 150mm Öffnung ja praktisch nicht zu bezahlen und daher kaum anzutreffen.
Das hat sich nun mit dem Askar 185 geändert aber der muss erst noch beweisen das es ein guter Apo ist.
Das ist hier noch fraglich.

Grüße Gerd
 
Wie nett die Spiegellinsendiskussion eskaliert:)
Gerd, ich achte darauf, dass meine selbstpolierten und auch die gekauften Optiken möglichst Lambda 1/10 ptv bei Querabbaration unter 1.0 haben, ganz wie Texereau es empfiehlt. Ich empfinde es daher als unangemessen, dafür das Wort Lichteimer zu gebrauchen. Ich sage ja auch nicht Farbwerfer zu diesen dürren APO Röhrchen.

Und ja ich muss gestehen, ich hab mich früher selbst für Schiefspiegler interessiert, irgendwo liegt sogar noch eine Zylinderlinse herum.
Habe aber nach praktische Tests an fertigen Geräten erkannt, dass der Mehraufwand beim Schleifen und Bau gegenüber Newtons für mich nicht gerechtfertigt ist.

CS Mike
 
Ich empfinde es daher als unangemessen, dafür das Wort Lichteimer zu gebrauchen. Ich sage ja auch nicht Farbwerfer zu diesen dürren APO Röhrchen.
Komm schon Mike...

Deine häufig, suboptimalen Bemerkungen über "diese dürren APO Röhrchen" sind in den verschiedenen Themen schon sehr auffällig, so zumindest mein Eindruck!

Die Leute haben halt verschiedene Bedürfnisse, Vorstellungen und Möglichkeiten um ihre Beobachtungsnächte zu gestalten, warum dann immer die möglichst große Öffnung empfohlen wird erschließt sich mir nicht.
M.E. sollte man die Fragesteller doch ernst nehmen, auf ihre Bedürfnisse eingehen und nicht seine persönlichen Präferenzen jedem Anderen angedeihen lassen!
Große Spiegel sind toll, aber eben kein Allheilmittel.

Andreas
 
Mike, wenn du behauptest, dass Apos grundsätzlich keine sinnvolle Wahl seien, brauchst Du Dich nicht wundern wenn du Kloppe kriegst. Was mich besonders am Gerede über die Notwendigkeit großer Öffnung stört ist, dass Einsteiger dadurch wirkungsvoll abgeschreckt oder zu Fehlkäufe verleitet werden.

Mein Leitsatz: Das beste Teleskop ist jenes, das am Meisten benutzt wird. Das wird für sehr viele Leute - ich wage zu behaupten, für die Mehrheit - häufig einfach jenes sein, das man am liebsten in die Hand nimmt weil es am leichtesten zu bewegen ist. Es passt hierzu und sollte zu denken geben, dass viele sehr erfahrene visuelle Beobachter irgendwann bei einem 4-zölligen Apo landen und dieses kleine Gerät für sie immer wieder phasenweise zum Hauptgerät wird.

Christopher
 
Naja Andreas,
die Praxis zeigt mir, was mit den Dobsons oder allgemeiner Spiegeloptik alles geht:
Habe gerade erst einen aktuellen Beobachtungsbericht von Armin bekommen, der mit handgeschubsten 15" Dob bei 780x Konturen auf Europa und schon mit 540x auf Ganymed und Kallisto gesehen hat.
Werner und auch ich haben mit großen Dobsons in Plato ca. 20 Kraterchen gesehen.
Armin macht nur mit Handy und Dobson per Handnachführung unglaublich gute Mondaufnahmen (erst gestern wieder ein kratergespickter Wargentin mit Kreuz, trotz ungünstigen Terminator).
Komposer zeigt wie man mit minimalen Mitteln mit List Maximales aus Dobsons herausholt.
Meine Marse, Monde und Möndchen sind auch herzeigbar.

Und jetzt frage ich mich: Wo sind jetzt all die Beobachtungberichte/ Fotos über Planeten/ Mond die Entsprechendes mit Apos zeigen?
CS Mike
 
Naja Andreas,
die Praxis zeigt mir, was mit den Dobsons oder allgemeiner Spiegeloptik alles geht:
Habe gerade erst einen aktuellen Beobachtungsbericht von Armin bekommen, der mit handgeschubsten 15" Dob bei 780x Konturen auf Europa und schon mit 540x auf Ganymed und Kallisto gesehen hat.
Werner und auch ich haben mit großen Dobsons in Plato ca. 20 Kraterchen gesehen.
Armin macht nur mit Handy und Dobson per Handnachführung unglaublich gute Mondaufnahmen (erst gestern wieder ein kratergespickter Wargentin mit Kreuz, trotz ungünstigen Terminator).
Komposer zeigt wie man mit minimalen Mitteln mit List Maximales aus Dobsons herausholt.
Meine Marse, Monde und Möndchen sind auch herzeigbar.

Und jetzt frage ich mich: Wo sind jetzt all die Beobachtungberichte/ Fotos über Planeten/ Mond die Entsprechendes mit Apos zeigen?
CS Mike
Ja ich denke das meinte Gerd mit dem missionarischen Eifer...

Du scheinst nicht zu akzeptieren das für viele Kollegen ein großer Spiegel keine Option ist, oder?

Andreas
 
Hallo,

Also keine entsprechenden Beobachtungsberichte, Zeichnungen, Fotos vorhanden, schade.
Ich habe verschiedene Teleskope, unter anderem einem 150mm ED-Refraktor.
Meine Gegenfrage zu der Aussage von @MikeWölle :

Muss denn jede Beobachtung, jedes Bild oder Zeichnung in einem Forum veröffentlicht werden?
Ich beobachte viel mit meinem Teleskopen. Ich beobachte für mich und nicht für ein Forum oder einer sonstigen Plattform. Ich muss nicht jede Beobachtung oder jedes Foto in einem Forum veröffentlichen. Den Drang habe ich nicht, mit mit jedem noch so kleinen Bericht oder Foto zu präsentieren. Ich kann mir gut vorstellen, das die wenigsten Leute die ein Teleskop besitzen, gleich welcher Art, sich hier im Forum anmelden um ihre Ergebnisse zu veröffentlichen.

Auch die Leute mit großen Spiegeln schreiben nicht alle in einem Forum. Man muss nur mal die Teilnehmer vom DSM betrachten, wie viele von denen in einem Forum schreiben. Das tun die wenigsten.

Viele Grüße
Gerd
 
Vermutlich weil auch viele Leute ohne Zeichnungen, Berichte und Fotos Spaß an den Beobachtungen mit kleinen Instrumenten haben können, ich habe das jedenfalls, wenn Du das nicht kannst ist das eher Dein Problem und sollte kein Grund dafür sein das andere Leute Dein Problem teilen müssen, aber da bist Du eben noch nicht...!

Andreas
 
Man kann in der Tat Mängel wie Obstruktion mit einem Plus an Öffnung wettmachen so das ein gutes C11 eben Trotz seinem Mangel am Planeten ähnliches zeigen kann wie ein guter 180mm APO.

Wie gut ist der 185er Askar eigentlich? Gab ja in der Vergangenheit so manche vollmundige Apo-Ankündigung die dann bunter oder anderweitig fehlergeplagter war als versprochen. Oder allgemeiner gefragt: ab wann darf man einen Apo "gut" nennen - wie viel Polystrehl ist da gefragt? Das sollte man genau so berücksichtigen wie die Systembedingte Obstruktion wenn man von ansonsten 100% perfekt gefertigten Optiken ausgeht was ja in der Praxis auch nicht die Regel ist. Nur der Glauben an die Wirkung von Obstruktionsfreiheit alleine ist genauso wenig zielführend wie "Öffnungsglaube".

Viele Grüße Felix
 
For the purist, I would say that the Askar is equally capable for DSO's but not quite in the realm of top tier scopes for high power viewing on the planets. It does perform really well on double stars, and has the added advantage of aperture.
The large aperture certainly seems to help, as I can see the same level of detail on Saturn as with the 160 but just not with that perfect etched on glass look I've seen with AP's, Taks and TEC's.


From here :):
 
Wie gut ist der 185er Askar eigentlich? Gab ja in der Vergangenheit so manche vollmundige Apo-Ankündigung die dann bunter oder anderweitig fehlergeplagter war als versprochen. Oder allgemeiner gefragt: ab wann darf man einen Apo "gut" nennen - wie viel Polystrehl ist da gefragt?

Ich habe nicht das Design des 185er Askar und kann daher auch nur spekulieren.
Für einen guten visuellen Apo würde ich mich hieran orientihren.


Die beiden AOM Doublets deren Strehlkurve dort gezeigt wird sind zweifellos sehr gute visuelle APOs siehe Erfahrungsberichte der glücklichen Besitzer der wenigen Exemplare die es gibt.

Ein ordentliches 185F7 Triplet mit FK61 (China Äquivalent zu FPL51) wird da bei der Farbkorrektur nicht ganz rankommen, kann aber zumindest theoretisch noch relativ nahe dran sein.
Natürlich muss so ein Design auch ordentlich umgesetzt werden und ob das Askar gelingt ist nicht so ganz klar.
Das was ich bisher gehört habe ist da ambivalent.
Mit der sphärischen Korrektur gab es wohl Probleme aber das könnte man ja durchaus noch in den Griff kriegen.
Bezüglich Farbkorrektur hat sich soweit ich weiß bisher noch keiner beschwert.
Auch für Askar dürfte der 185er ja der erste Apo dieser Größe sein und da müssen auch die erst mal Erfahrungen sammeln.
Also warten wir mal ab was daraus wird.

Der Askar ist ja aber nicht der einzige große APO.
Wem dessen Farbkorrektur oder Fertigungsqualität nicht genügt der kann ja auch andere große APOs kaufen.
Die APO / Spiegel Frage bei größerer Öffnung wird also nicht von der Qualität des Askar 185 entschieden.

Und wem die ganz Großen zu teuer sind der bäckt eben etwas kleinere Brötchen.
Das AOM 160F10 Doublet wäre zb. ein sehr empfehlenswerter visueller Apo mit ordentlicher Öffnung der noch bezahlbar war.
Nur werden die glücklichen Besitzer der 5 Exemplare die es gibt diesen wohl nicht hergeben wollen und Neue wird es nicht mehr geben.


Grüße Gerd
 
Das was ich bisher gehört habe ist da ambivalent.
ja das scheint der derzeitige Stand zu sein. Heißt erst mal abwarten...

Und wem die ganz Großen zu teuer sind der bäckt eben etwas kleinere Brötchen.
Das AOM 160F10 Doublet wäre zb. ein sehr empfehlenswerter visueller Apo mit ordentlicher Öffnung der noch bezahlbar war.
Nur werden die glücklichen Besitzer der 5 Exemplare die es gibt diesen wohl nicht hergeben wollen und Neue wird es nicht mehr geben.
...weil die großen Markenapos sicher den meisten zu kostspielig sein werden und Apos die es nicht mehr zu kaufen gibt eher keine praktikable Alternative sind. Aber vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit bis auch diese Lücke von Askar oder einem anderen Hersteller in der moderateren Preisklasse geschlossen wird.


Viele Grüße Felix
 
Das AOM 160F10 Doublet wäre zb. ein sehr empfehlenswerter visueller Apo mit ordentlicher Öffnung der noch bezahlbar war.
Nur werden die glücklichen Besitzer der 5 Exemplare die es gibt diesen wohl nicht hergeben wollen und Neue wird es nicht mehr geben.
;):
 
Ich halte fest: Viele Worte, aber noch immer keine Zeichnungen, Berichte, Fotos.
Warum wohl?

Ein paar Praxis Erfahrungen findet man immer mal so auch hier in diesem Thread.

Ein C11 und ein 140mm Apo befinden sich derzeit in meinem Besitz, wobei der Apo viel viel bessere Abbildungsleistung liefert als das SCT (dieses ist mMn perfekt kollimiert). Ich denke, dass die Auskühlzeit des SCT einfach das große Problem ist, welches ich nicht in den Griff bekomme

Man muss sie nur zur Kenntnis nehmen.
Natürlich muss hier beim C11 irgendein Problem vorliegen, wenn ein 140er Apo hier so deutlich besser abschneidet, wäre ja wirklich traurig, wenn ein C11 nicht mal einem 140er APO das Wasser reichen könnte.
Dennoch ist die Erfahrung die Michael hier schildert etwas aus der Praxis das man durchaus recht oft liest.
Michael ist da bei weitem nicht der Einzige der so eine Erfahrung gemacht hat.

Das sollte man erst mal so zur Kenntnis nehmen und daraus kann man schon mal schließen das ein APO wohl unkomplizierter ist und in der Regel keine besonderen Maßnahmen wie Lüfter und der gleichen benötigt.
Das ist schon bauartbedingt begründet da das Licht beim APO den Tubus nur 1 mal durchläuft während es beim SCT den Tubus 3 mal durchlaufen muss.

APOs haben also bauartbedingt Vorteile die nicht nur die Obstruktion betreffen, sondern zb. auch das Tubusseeing.
Dann haben APOs ein Blendensystem das man zb. am Newton vergeblich sucht.
Und das nicht etwa, weil das beim Newton nicht nötig wäre sondern weil das beim Newton bauartbedingt so nicht machbar ist.
Die Folge ist das ein Newton bauartbedingt nicht die gleiche Streulichtunterdrückung erreichen kann wie ein APO.
Ein SCT kann man zwar mit einem Blendensystem ausstatten nur muss man dieses um die Obstruktion nicht zu groß werden zu lassen knapp und damit weniger wirksam bemessen.

Klar kann man nun allerlei Maßnahmen ergreifen um die bauartbedingten Nachteile von Newton oder SCT bezüglich Tubusseeing und Streulichtunterdrückung etwas zu mindern nur bedarf es da einiger Klimmzüge und Bastelei.
Es stellt sich damit für den Nutzer die Frage ob er das überhaupt will oder ob es sich lieber gleich einen APO kauft wo derlei Klimmzüge gar nicht erst notwendig werden.

Und bei der Beratung gerade auch für Einsteiger sollte man sich überlegen ob man diesem ein Teleskop das einfach in der Handhabung ist und das auf Anhieb gute Ergebnisse liefert wie der APO empfiehlt oder etwas Kompliziertes das erst justiert werden muss und allerlei Optimierungen bedarf um überhaut erst mal ein vernünftiges Ergebnis zu erhalten.

Grüße Gerd
 
Zuletzt bearbeitet:
;):
Na so etwas.
Vielleicht war ihm der 160er ja doch zu groß und er ist auf etwas kleineres umgestiegen.;)

Grüße Gerd
 
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