Klassischer Cassegrain - Hintenreinguck Alternative zum Newton

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Astro Steve

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Hallo zusammen,

Ich suche wieder was zum Hintenreingucken mit etwas Öffnung als Alternative zu meinem Newton.

Aber kurz um es näher zu erläutern:

Ich habe mir vor knapp 2 Jahren einen 12 Zoll Newton machen lassen mit guten Quarzspiegeln und der ist nachdem ich auch schon seit 25 Jahren beobachte mein bisher bestes Gerät was Abbildung, Kontrast und Schärfe betrifft.
Der Newton ist fix in meiner Hütte aufgestellt und ich verwende ihn überwiegend für Planeten, Mond, Kugelsternhaufen - ausgiebige Beobachtungen und Fotografie von Planeten.
Alles weitere beobachte ich mittlerweile am liebsten mit dem Bino.

Leider stört es mich massiv dass ich beim Beobachten auf dem Treppchen immer über die Hütte hinausschaue, da erstens die Lichtverschmutzung und auch der Strassenverkehr etwas zunimmt und man immer wieder ins Licht schaut und zweitens ist es für mich einfach unglaublich unbequem in diesen Positionen über längere Zeit zu beobachten.

Gemütliches hinten reinschauen in der Hütte geschützt von 4 Wänden möchte ich gerne wieder haben.

Ich habe ja weitere Gerätschaften, hier soll aber schon wieder was mit Öffnung, ab 12 Zoll, auf die Säule.

Ein SC kommt mir allerdings nicht auf die Säule, keines, auch nicht mein letztes gutes C11, hat mir so ein Bild am Planeten geliefert wie der jetzige Newton. Ausserdem möchte ich die sofortige Einsatzbereitschaft bzgl. Auskühlen nicht mehr missen!

Nun bin ich auf einen klassischen Cassegrain von GSO in Truss Bauweise gestossen, welcher ab 2025 (frühestens) auch in 14 bis 16 Zoll auf dem Markt kommen soll, so wie ihn Wolfi hier anbietet:

Allerdings habe ich bis auf einen Erfahrungsbericht hier über allgemein solche offenen klassischen Cassegrains nichts gefunden.

Vielleicht gibt es hier noch Vorschläge zu Alternativen für mein Anliegen oder weitere Erfahrungen zu so einer Gerätschaft im Vergleich zu einem guten Planeten Newton.

Vielen Dank und viele Grüße,
Steve
 
Hallo Steve,
ein anderer Denkansatz wäre es die Rahmenbedingungen zu ändern, wenn dich diese zu einem Kompromiss nötigen?

Wenn ich dich richtig verstehe willst du die gute Planetenperformance erhalten, jedoch mit Heckeinblick?

Zum Heckeinblick habe ich dir ja schon geantwortet.

Das geht beim CS, RC, SC, ebenfalls nur über eine kompromisslose optische und mechanische Qualität.
Wo man die kaufen kann ist nochmal ein anderes Thema.
Es bleibt jedoch meist die größere Obstruktion gegenüber dem Newton.
Außer man macht eine Sonderanfertigung mit f/20, was meinst aber auch nur eine Obstruktion von 23-25% ergibt.

So gesehen ist der AZ-Montierte Planetennewton konkurrenzlos in seinen optischen Eigenschaften und was Preis/Leistung betrifft.
LG
 
Hallo Steve,

ein sehr guter Newton hat viele Vorteile und 3 relative Nachteile:
1. Koma: kann aber mit einem Korrektor problemlos ausgeglichen werden.
2. Größe / Gewicht: dagegen hilft konsequenter Leichtbau, hatte mal einen 10 Zoll Planetennewton mit 7 kg.
3. Einblickposition: dagegen hilft etwas, dass es nicht von der Stange zu kaufen gibt und es bringt ein paar Nachteile.
Ein Newton mit Coude/ Nasmyth Fokus. Ein guter Bekannter hat so ein C8 umgebaut, sehr coole Sache. Nachteilig ist hier ein geringes mögliches Gesichtsfeld oder eine hohe Obstruktion im Vergleich zum Newton. Die Aufstellung macht nur azimuthal Sinn. Und es ist exotisch. Und hat nix mit dem Thema zu tun.

Dein Problem mit dem Einblick verstehe ich aber vollkommen, hatte mal einen 12 Zoll f5 Skywatcher auf einer Titan und eine 3 Stufenleiter. Dagegen ist entspannt hinter dem Teleskop sitzen einfach ein Traum.

Cassegrain, RC und DK haben einige Nachteile der klassischen und Maks nicht, dafür sind sie in der Regel auch nicht so kompakt. Die Obstruktion bleibt auf hohem Niveau, ob das Stört oder nicht mag jeder selbst entscheiden. Ein 12 Zoll f20 Cassegrain ist auch nicht wesentlich kürzer oder leichter als der Newton.
Wenn du ein wirklich gut funktionierendes Gerät willst, muss aber auch die Qualität der Mechanik mit der Optik mithalten können. In China wird gerne am Finish und leider eben auch an der Funktion gespart. CFF baut ja die GSO Optiken in eigene Tuben ein.
Vielleicht testest du am besten auf einem Teleskoptreffen ob du mit der Obstruktion vom einem Cassegrain zurecht kommst. Wenn das passt kannst du dir ja mal bei einem Händler ein größeres Cassegrain anschauen ob dir die Mechanik zusagt und falls nicht kannst du dir immer noch was bauen lassen.
Wenn du mit der Obstruktion nicht klar kommst, wird's sehr entweder teuer oder exotisch.

Ein 12 Zoll Schiefspiegler wäre cool, aber ich wüsste nicht wer sowas noch baut. Wenn du eine Lösung für dein Problem findest, interessiert das sicher noch viele mehr (mich zum Beispiel)

cs Alex
 
Ich würde auch von einem Selbstbau nicht zurück schrecken.
Die Frage ist nur was mir am Planeten und Mond sowie Kugelsternhaufen (das sind meine Vorlieben) von Kontrast und Abbildung her ein vergleichsweise gutes Bild liefern wird bei einer etwas größeren Öffnung.
Ein Tak Mewlon 300 wäre interessant, gibt es aber nirgendwo zu kaufen.
Oder ein sehr guter Mak als Alternative, gibt es da was?
 
Naja, du hast die Alternative ja im Startpost selbst verlinkt.
Erfahrungsberichte über die 8" Variante selber Bauart von selbem Hersteller gibt es ja zu Hauf.
Wenn dir die Qualität bei den großen Exemplaren dennoch zu unsicher ist, musst du wohl richtung CFF schielen.
Die Sicherheit bezahlt man dann in Bar.

LG
Olli
 
Erfahrungsberichte über die 8" Variante selber Bauart von selbem Hersteller gibt es ja zu Hauf.

Der Haken an diesem Vergleich: die 6" und 8" Volltubus CCs haben einige Nachteile meines Wissens nach ist das aber schon bei dem 10" nicht mehr der Fall. Beim 12" was da angekündigt ist würde ich eine fehlerfreie Ausführung wie beim 10" erwarten.

Ich meine daß CFF in den Cassegrains zumindest teilweise GSO Optiken verbaut. Wäre halt von der Mechanik her ein Unterschied.

Viele Grüße Felix
 
Der Haken an diesem Vergleich: die 6" und 8" Volltubus CCs haben einige Nachteile meines Wissens nach ist das aber schon bei dem 10" nicht mehr der Fall.
Der 10er ist halt nicht kastriert, aber nach Feldausleuchtung darfst du da auch nicht fragen, wenn der Fangspiegel auf der Achse gerade so den Hauptspiegel abdeckt.

Beim 12" was da angekündigt ist würde ich eine fehlerfreie Ausführung wie beim 10" erwarten.
Das glaube ich erst, wenn die erste echte unabhängige detaillierte Vermessung da ist. Zu viel Lug und Trug wurde/wird da seitens der Hersteller betrieben.

LG
Olli
 
Naja, du hast die Alternative ja im Startpost selbst verlinkt.
Erfahrungsberichte über die 8" Variante selber Bauart von selbem Hersteller gibt es ja zu Hauf.
Wenn dir die Qualität bei den großen Exemplaren dennoch zu unsicher ist, musst du wohl richtung CFF schielen.
Die Sicherheit bezahlt man dann in Bar.

LG
Olli
Danke für den Tipp.
Ich muss zugeben dass ich CFF bisher gar nicht kannte.
Hier wird es wahrscheinlich kaum Besitzer geben die davon berichten können?
 
Schau mal auf cloudynights, da gibts ein paar Beiträge zu CFF. Die sind wohl auch nicht mehr in Polen ansässig, sondern umgezogen.
Ich hab in meinem RC10 eine GSO Optik aber mit vollständig unabhängig konstruierter Mechanik. Wie schon oben geschrieben, hab ich selbst die Erfahrung gemacht, dass bei Sywatcher und GSO gerne mal an der Mechanik gespart wird, auch wenn die Optik an sich sehr gut ist. (300PDS, 10er Skyliner, 8 Zoll GSO DOB)

10er und 12er Maks russischer Bauart werden aktuell gebraucht angeboten.

Vor 25 Jahren gabs noch Kamenitski, da konnte ich mal 2 Wochen ein extrem gutes 10er Cassegrain nutzen. Wenn das gut gemacht ist, kann das schon was.

cs Alex
 
Danke Euch!
Die CFF Cassegrains werde ich mir definitiv mal näher ansehen. Die scheinen genau für das konzipiert zu sein was ich mir vorstelle und sind noch einigermaßen bezahlbar.
Auch die Seite mit dem Schiefspiegler finde ich sehr interessant.
 
Welche optische Qualität garantiert Cff für seine CS?
Bei so einer Summe würde ich persönlich immer eine Gegenprüfung machen.

Die MC sind durch den schweren Meniskus, bei der Größe massive Dinger.
Da ist dann evtl. das Auskühlverhalten wieder zentrales Thema?
LG
 
Welche optische Qualität garantiert Cff für seine CS?
Bei so einer Summe würde ich persönlich immer eine Gegenprüfung machen.

Die MC sind durch den schweren Meniskus, bei der Größe massive Dinger.
Da ist dann evtl. das Auskühlverhalten wieder zentrales Thema?
LG
Das befürchte ich bei so einem geschlossenen Systemen auch in der Größe. Das will ich definitiv nicht mehr.
Kenne ich noch zu gut vom C11...
 
Ich hab mir nun einiges über die CFF Cassegrains durchgelesen klingt sehr überzeugend für meinen Einsatzzweck.
Die Frage ist nur f15 oder f20.
F20 geringere Obstruktion, F15 wahrscheinlich etwas vielseitiger einsetzbar und nicht ganz so seeing anfällig könnte ich mir vorstellen?
 
1. Koma: kann aber mit einem Korrektor problemlos ausgeglichen werden.
2. Größe / Gewicht: dagegen hilft konsequenter Leichtbau, hatte mal einen 10 Zoll Planetennewton mit 7 kg.
3. Einblickposition: dagegen hilft etwas, dass es nicht von der Stange zu kaufen gibt und es bringt ein paar Nachteile.
Wenn der Cassegrain justagestabil ist, ist alles gut. Wenn nicht, justierst du dir an dem Teil den Wolf. Dann lieber auf die Leiter. Das sehe ich gerade bei meinem Maksutov Cassegrain, den ich zum reparieren komplett auseinanderbauen und mit einer neuen Justageeinheit für den Fangspiegel versehen musste.

Das kriegst du nicht so einfach justiert wie einen Newton. Den Hauptspiegel habe ich nur mit Abrollen justiert bekommen. Da der Fangspiegel eine Brennweite hat, ist der super empfindlich gegen Verschiebung der optischen Achse. Selbst wenn man nur den Fangspiegel justieren muss, braucht man da jedesmal eine Leiter von der man mehrmals hoch und runter steigen muss. Wenn das alles stabil ist, ok. Dann macht man da einmal und gut ist. Wenn man da aber regelmäßig nachjustieren muss, wäre das für mich höchstens was, wenn er permanent auf der Montierung hängt und sich nichts verstellen kann.

F20 geringere Obstruktion, F15 wahrscheinlich etwas vielseitiger einsetzbar und nicht ganz so seeing anfällig könnte ich mir vorstellen?
Mit f/20 bist du halt noch mehr bei kleinen Austrittspupillen festgenagelt. Grad mit dem Bino kriegst du da kaum noch Felder zusammen, die für mehr als Mond und Planeten taugen. Mit dem Bino sind das maximal 15'. Selbst mit dem 12er bist du da auch schon bei Vergrößerungen gefangen, die zumindest an meinem Standort gar nicht mehr jeden Tag nutzbar sind. Bei so großen Öffnungen wäre f/20 für mich zu viel, auch wenn die auf ihrer Website schreiben, dass die meisten f/20 ordern.

Auf der Website steht, dass die 190mm Nutzbaren Backfokus haben. Was heißt denn das genau? Das reicht zwar grad so für ein Bino mit Zenitprisma, aber wenn da noch ein Reduzierstück dazwischen muss, könnte es schon knapp werden.

Grüße,
Joachim
 
Was man zumindest liest bestätigt nahezu jeder dass der CC absolut jusragestabil ist.
Heiß diskutiert auf cloudynights wird auch zwischen dem cff CC und dem Tak Mewlon 250 crs.
Zweites Instrument hatte ich auch schon im Hinterkopf als Hintenreingucker, allerdings habe ich mich nicht mehr intensiver damit beschäftigt, da zumindest ich nicht gefunden habe, dass das überhaupt irgendwo erhältlich ist.
 
also ich brauche für Bino und Zenithprisma 157mm, das sollte für ziemlich große Reduzierstücke ausreichen.

LG
Olli
 
Das wäre das, über das ich gerade nachdenke, da ich meinen Maksutov wohl nicht mehr zu einer vernünftigen Performance überreden kann. Nur halt zwei Nummern kleiner. Oder das Vixen VMC. Entweder einen Newton zum Fotografieren und den 5" Apo wieder für visuell oder den Apo als Fotomaschine lassen und ein Mewlon oder VMC.

also ich brauche für Bino und Zenithprisma 157mm, das sollte für ziemlich große Reduzierstücke ausreichen.
Bei mir ist es fast ein cm mehr. Dazu kommt noch, dass meine 35mm Baader Eudiaskopisch fast mehr als 5mm mehr Backfokus brauchen als alle anderen Okulare. Mein Auszug hat ein M68 Gewinde. Wenn ich ab dem Gewinde den Backfokus rechne, braucht der M68/2" Adapter 27mm zusätzlich. Und schon fehlen da ein paar mm. Daher würde ich klären, was "nutzbar" heißt, bevor ich den kaufe.
 
Custom Adapter vom OAZ direkt auf T2, daran T2 Zenithprisma und direkt daran das Bino.
Sollte kein Problem werden.

LG
Olli
 
Ich habe ein 10“ RC von denen (mit GSO-Optik). Bin sehr zufrieden, kein Vergleich mit dem 8“ GSO, das ich vorher hatte. Top Mechanik, einfache, sehr stabile Justage (erst 2x in 3 Jahren leicht nachjustieren müssen nach Kamerawechsel), alle Blenden exakt berechnet und ausgeführt. Keine „Bastelei“ notwendig. Der Service und Beratung sind vor und nach Kauf exzellent.

Die mit GSO-Optik werden momentan nicht mehr hergestellt, meine ist gut, aber die eigenen Optiken sollen noch besser sein.

Die Seeing-Anfälligkeit sollte nur mit der Öffnung zusammenhängen. Die Brennweite würd ich nach den gewünschten/vorhandenen Okularen auswählen.
 
Hallo Steve,

für dein Vorhaben ist ein 305mm großer Cassegrain Teleskop mit ca. 107mm Abschattung wenig Sinnvoll, der wird Dir kaum ein besseres Bild liefern wie ein C11!


300mm Kutter mit Korrekturlinsen Oder gleich großer hoch präziser Yolo wären da besser, sind aber schwer zu beschaffen, teuer oder im selbstbau Zeitintensiv herzustellen oder herstellen zulassen.

Angesichts der Heute verfügbaren Technik im Beobachtungsbereich z.B. der EAA, ist es meiner Meinung nach nur folgerichtig das denn auch vollumfänglich am Vorhandenen Gerätepark zu nutzen.
Hätten Astronomen von Galilei - Hubble diese Möglichkeit gehabt, hätten Sie keinesfalls gezögert Diese vollumfänglich zu nutzen!

Besonders wenn man sieht was mit so einen 50mm Seestar alles machbar ist, kannst Du dir noch garnicht ausmalen was da mit deinem sehr gutem 300mm Newton rauszuholen ist!

index.php


Gewiss ist dafür ein Umdenken angesagt, hier von der Leiter visuell per Starhoping die Objekte aufzusuchen, dort voll auf Technik gestützt im sitzen alle automatisch anzufahren und Beobachtungen zwar Minuten verzögert, aber in bisher ungeahnter, dann sogar farblichen detailreichen Darstellungan zusehen!
Aber trotzdem Visuell am Display / Monitor anschauen!

Keiner kann da sagen, ich war beim Betrachten nicht live dabei!

Es gibt hier in den Astroforen genug Spezialisten, die sich mit EAA an vorhandenen Teleskopen auskennen, die für 50 - 500mm genau berechnen können, was für eine Kamera Du brauchst, um mit deinem guten 300mm Newton das Beste rauszuholen!
Keiner hindert Dich, von Zeit zu Zeit auf die Leiter zusteigen, um voll Naturbelassen so ein Objekt visuell anzuschauen!

Hast Du den Umstieg auf EAA voll Verinnerlicht und den "visuelle Zugewinn" schätzen gelernt, kannst Du ja freie "finanzielle Ressourcen“ in ein 16“ Truss Newton Teleskop stecken!


Gruß Günter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günter,

Ich betreibe Astrofotografie seit vielen Jahren und habe genug Gerätschaften dazu. EAA hat für mich rein gar nichts mit visuellem Beobachten zu tun.
Du hast meine Frage / Anliegen anscheinend nicht verstanden...

VG Steve
 
Hallo Steve,

ich denke es wurde von mir schon richtig verstanden, schade das Dir deine Ansicht da aber zu stark im Wege steht!


Gruß Günter
 
Hallo Freunde
Ich hab mir nun einiges über die CFF Cassegrains durchgelesen klingt sehr überzeugend für meinen Einsatzzweck.
Die Frage ist nur f15 oder f20.
F20 geringere Obstruktion, F15 wahrscheinlich etwas vielseitiger einsetzbar und nicht ganz so seeing anfällig könnte ich mir vorstellen?
Für mich klingt das nicht überzeugend zu mal ich da lese "2"-Okularauszug mit 50mm Stellweg". Was soll man damit ? Ob nun 4,5 Meter oder 6 Meterbrennweite, in beiden Fällen ist das erreichbare Maximalfeld bei 47mm Feldblende mit 36 / 27 Bogenminuten schon sehr, sehr eingeschränkt und eine Shapley-Linse, die noch eine Feld von mindestens 80mm erfasst und bei F15 oder gar F20 bis zum Rand hin noch sauber abbildet ist mir in den letzten 18 Jahren noch nicht über den Weg gelaufen. An so einem Gerät gehören 3"-Okulare mit 75-100 mm Brennweite. Ich weiß wovon ich spreche. An meinem "Zick-Zack" nutze ich schon sehr lange ein 80mm Okular von Wachter. Und nur so zum Vergleich, mein Okularauszug hat nicht nur 5cm Stellweg sondern 41cm (nix mm , cm!). Das Okular bringt mir bei 5 Meter Brennweite und 70mm Feldblende ein Gesichtsfeld von immerhin noch 48 Bogenminuten.
Mit f/20 bist du halt noch mehr bei kleinen Austrittspupillen festgenagelt
Auch hier helfen 3"-Okulare mit Brennweiten von 75-100 mm für 5mm Austrittpupille.
Mit den 31er Asphärical (30mm Feldblende) erreicht man 23 / 17 Bogenminuten. Für die Planetenbeobachtung ist das ideal. Wenn bei so einem Gerät die entsprechende Vergrößerung nicht geht ist entweder das Seeing dermaßen schlecht das sich eine Planetenbeobachtung überhaupt nicht lohnt oder das Teleskop taugt nichts. Bei meinen 5 Meter Brennweite bin ich da bei 161-fach. Was soll denn da nicht gehen?
Was auch gerne vergessen wird ist die gute Feldausleuchtung bei F15 und noch besser bei F20 am Bino. Der zu 100% ausgeleuchtete Bildkreis am Großfeldbino berät bei F15 20,6mm und bei F20 sogar 22,5mm und das ohne Glaswegkorrektor. Wenn ich das mit F6- und noch schnelleren Optiken vergleiche so habe ich bei gleicher Austrittspupille ein deutlich helleres Bild! Wer es nicht glaubt sollte selbst mal durchschauen und vergleichen denn bei schnellen Optiken wird vielfach das Strahlenbündel zu weit vor der Primärbildebene abgegriffen und das Licht aus den Spiegelrandzonen gelangt nur noch teilweise bis zum Okular! Von der Obstruktion die ein gutes Stück vor der Primärbildeben ein recht großen Teil vom freien Bino-Durchgang beansprucht wollen wir erst gar nicht reden.
Wenn ihr Euch für so ein Cassegrain entscheiden wollt so fragt erst einmal beim Hersteller nach ob man daran auch 3" Okulare adaptieren kann.
Mit 2" währe mir das erreichbare Feld / Austrittspupille einfach viel zu mager. Das gilt bei mir auch für die größeren SC-Optiken.

Gruß Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber trotzdem Visuell am Display / Monitor anschauen!

Keiner kann da sagen, ich war beim Betrachten nicht live dabei!

Hallo Günther,

es gibt auch Leute die sich nicht im Wege stehen und schlicht zwischen visueller Beobachtung, EAA und Fotografie unterscheiden. Für mich persönlich ist EAA irgendwo auf halbem Weg zwischen Fotografie und visueller Beobachtung.

Viele Grüße Felix
 
Hallo Felix,

es gibt von mir keinen Wettstreit zwischen EAA ; visuell und Foto, sondern nur eine Hinweis auf eine Möglichkeit, die gestellte Frage unter Berücksichtigung alle zuvor verfassten Antworten!

Wir leiden unter genug selbst auferlegte Einschränkungen, ich bleibe deshalb für Alles offen!

Gruß Günter
 
F20 geringere Obstruktion, F15 wahrscheinlich etwas vielseitiger einsetzbar und nicht ganz so seeing anfällig könnte ich mir vorstellen?
Hallo Steve,
Seeing ist Seeing, das hat mit dem Öffnungsverhältnis garnichts zu tun.
Wenn du das Tubusseeing und die Grenzschicht aktiv angehen möchtest und nicht Stundenlang warten willst, braucht der CS seitliche Lüfter welche einen laminaren Luftstrom über die Spiegeloberfläche erzeugen.

ASA oder Planewave aber auch die großen Mewlon von Takahashi haben zum Beispiel eine Steuerung mit welcher der Hauptspiegel thermisch kontrolliert wird.

Das Mewlon 250 wäre ein Downgrade gegenüber deinem 12" Newton.
Unter 10" würde ich persönlich heute nicht mehr gehen für die Planetenbeobachtung.

Mit 12" warst du eigentlich schon auf dem richtigen Weg, der Goldstandard liegt wohl eher bei 14".
Welche Öffnung die richtige ist, ist jedoch wieder ein weiteres Thema.

Ich persönlich beobachte die letzten ca. 17-18 Jahre mit einem 16" Planetennewton und selbst da gibt es immer wieder 2-3 Nächte im Jahr wo ich das Gefühl habe, ob mir 20" nicht noch mehr gezeigt hätten?
Aber mit 16" bin ich eigentlich im großen und ganzen zufrieden.

Auf der Website steht, dass die 190mm Nutzbaren Backfokus haben. Was heißt denn das genau? Das reicht zwar grad so für ein Bino mit Zenitprisma, aber wenn da noch ein Reduzierstück dazwischen muss, könnte es schon knapp werden.
Dazu vielleicht noch eine Ergänzung.
Wenn du groß in die Planetenbeobachtung einsteigen willst, gehört natürlich auch ein Gutekunst ADC zum CS und ein Binokularansatz.
Da du dann schon bei f/10 und mehr bist, sollte der Backfokus also für ADC, Zenitspiegel und Bino ausreichen, also min. 250-270mm.
Sonst brauchst du selbst da noch eine Barlow oder eine Telezentrik.
LG
 
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