Dane Vetter
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
das Thema wollte ich schon seit längerer Zeit einmal praktisch ausprobieren. Ausgangspunkt war unter anderem die frühere Diskussion, ob ein UV/IR-Cut-Filter vor einer monochromen Guidingkamera zu kleineren beziehungsweise sauberer definierten Leitsternen und damit möglicherweise zu einem stabileren Guiding führen kann.
Einen SVBONY UV/IR-Cut-Filter hatte ich mir dafür bereits vor einiger Zeit angeschafft. Zu einem halbwegs vergleichbaren Test war ich bisher allerdings nie gekommen.
Bei meinem aktuellen Projekt ergab sich nun eine recht günstige Gelegenheit. Zum Einsatz kamen zwei weitgehend parallel betriebene Aufnahmesysteme:
Auch die beiden EQ8-R laufen erfahrungsgemäß auf einem sehr ähnlichen Niveau. Zwischendurch gab es zwar kurze Phasen, in denen die Guidingwerte geringfügig voneinander abwichen. Für den Vergleich habe ich mich jedoch auf die längeren Zeitabschnitte konzentriert, in denen sich beide Montierungen stabil eingependelt hatten und auf einem vergleichbaren Niveau liefen.
Ich habe während der Nacht zu vier Zeitpunkten nahezu gleichzeitig Screenshots der beiden Guidingverläufe erstellt. Links mit UV/IR-Cut-Filter, rechts ohne.
Mein bisheriger Eindruck ist eher wie erwartet unspektakulär: Beim Gesamt-RMS liegen beide Systeme praktisch gleichauf. Für mich persönlich ist das Ergebnis daher recht eindeutig. Unter diesen Bedingungen bringt ein zusätzlicher UV/IR-Cut-Filter vor einer monochromen Guidingkamera mit Klarglas keinen spürbaren Vorteil. Das gilt hier immerhin bei einer Brennweite von etwas über 1200 mm und beim Guiding über einen OAG.
Ob sich ein solcher Filter erst bei deutlich längeren Brennweiten oder unter anderen Bedingungen messbar auswirkt, kann ich nicht beurteilen. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrung werde ich mir den zusätzlichen Filter bei meinen Guidingkameras künftig weiterhin sparen können.
Es handelt sich daher nicht um einen streng kontrollierten Labortest, sondern um einen praxisnahen Vergleich unter sehr ähnlichen Bedingungen. Ich wollte das Ergebnis trotzdem teilen, falls sich jemand anderes ebenfalls mit dieser Frage beschäftigt. Falls jemand vergleichbare Praxistests durchgeführt hat, würde mich interessieren, ob dabei ein reproduzierbarer Unterschied festgestellt werden konnte.
das Thema wollte ich schon seit längerer Zeit einmal praktisch ausprobieren. Ausgangspunkt war unter anderem die frühere Diskussion, ob ein UV/IR-Cut-Filter vor einer monochromen Guidingkamera zu kleineren beziehungsweise sauberer definierten Leitsternen und damit möglicherweise zu einem stabileren Guiding führen kann.
Einen SVBONY UV/IR-Cut-Filter hatte ich mir dafür bereits vor einiger Zeit angeschafft. Zu einem halbwegs vergleichbaren Test war ich bisher allerdings nie gekommen.
Bei meinem aktuellen Projekt ergab sich nun eine recht günstige Gelegenheit. Zum Einsatz kamen zwei weitgehend parallel betriebene Aufnahmesysteme:
- zwei 6-Zoll-Apos
- einmal ZWO ASI2400MC Pro
- einmal ZWO ASI6200MM Pro
- an beiden Systemen ein ZWO OAG-L
- an beiden OAGs eine ZWO ASI174MM Mini
- zwei Skywatcher EQ8-R auf Betonsäulen
- beide Teleskope gleichzeitig auf dasselbe Objekt ausgerichtet
- identische Guidingbelichtung von 2 Sekunden
- Gain 400
- gleiche Aufnahmezeit und damit praktisch gleiche Seeing- und Temperaturbedingungen
Auch die beiden EQ8-R laufen erfahrungsgemäß auf einem sehr ähnlichen Niveau. Zwischendurch gab es zwar kurze Phasen, in denen die Guidingwerte geringfügig voneinander abwichen. Für den Vergleich habe ich mich jedoch auf die längeren Zeitabschnitte konzentriert, in denen sich beide Montierungen stabil eingependelt hatten und auf einem vergleichbaren Niveau liefen.
Ich habe während der Nacht zu vier Zeitpunkten nahezu gleichzeitig Screenshots der beiden Guidingverläufe erstellt. Links mit UV/IR-Cut-Filter, rechts ohne.
Mein bisheriger Eindruck ist eher wie erwartet unspektakulär: Beim Gesamt-RMS liegen beide Systeme praktisch gleichauf. Für mich persönlich ist das Ergebnis daher recht eindeutig. Unter diesen Bedingungen bringt ein zusätzlicher UV/IR-Cut-Filter vor einer monochromen Guidingkamera mit Klarglas keinen spürbaren Vorteil. Das gilt hier immerhin bei einer Brennweite von etwas über 1200 mm und beim Guiding über einen OAG.
Ob sich ein solcher Filter erst bei deutlich längeren Brennweiten oder unter anderen Bedingungen messbar auswirkt, kann ich nicht beurteilen. Aufgrund meiner bisherigen Erfahrung werde ich mir den zusätzlichen Filter bei meinen Guidingkameras künftig weiterhin sparen können.
Es handelt sich daher nicht um einen streng kontrollierten Labortest, sondern um einen praxisnahen Vergleich unter sehr ähnlichen Bedingungen. Ich wollte das Ergebnis trotzdem teilen, falls sich jemand anderes ebenfalls mit dieser Frage beschäftigt. Falls jemand vergleichbare Praxistests durchgeführt hat, würde mich interessieren, ob dabei ein reproduzierbarer Unterschied festgestellt werden konnte.