Preiswertes Foto-System als Deepspace-Ergänzung zum 200/1200 Dobson gesucht.

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Fotobi

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Hallo miteinander. Nach den ersten Gehversuchen mit unserem 200/1200 Newton sind uns zwei Dinge aufgefallen:
  1. Während einer nach Objekten sucht, hat der andere wenig zu tun. Es muss also ein Zweitgerät her. Und..
  2. Eine wirklich dunkle Umgebung ist nur mit sehr viel Aufwand zu finden. In den Garten leuchten mehrere Straßenlampen, auf dem Hausberg blendet das Fernlicht von den unten vorbeiführenden Straßen, und Waldlichtungen erreicht man nur zu Fuß, was mit einem großen Teleskop nur bedingt viel Spaß macht. Aber mit so viel Störlicht bleibt die Dunkeladaption halt bestenfalls mittelmäßig. Für Planeten und Kugelsternhaufen reicht es, für Galaxien und Nebel nicht mehr. Also sollte das Zweitgerät das kompensieren. Ergo: Kamera.
Spannend fänden wir momentan entweder die SLR auf einem Minitrack, idealerweise ab LX3 aufwärts, oder eine kleine motorisierte EQ mit kleinem, preiswerten Teleskop, 130/750 oder kleiner. Die Minitracks scheinen so beliebt zu sein, da ist kaum ein gutes Angebot zu finden. Und viele Deepspace Objekte brauchen Vergrößerungen um die 30 bis 60, was mit einem halbwegs normalen Zoom auch kaum zu machen ist. Dafür kriegt man die komplette Ausrüstung zur Not in den Rucksack oder das Handgepäck.

Gebrauchte motorisierte EQ3 kosten oft kaum mehr, kleine Newtons kriegt man auch nachgeworfen, mit den möglichen Vergrößerungen bis zu rund 200x kann man auch mal kleinere Objekte wie Kugelsternhaufen (meine aktuellen Favoriten) fotografieren.

Aber leider können wir so gar nicht einschätzen, was praxistauglicher ist für Einsteiger. Was meint Ihr? Ich würde wegen der Möglichkeit, auch kleinere Objekte zu fotografieren eher zur EQ3 tendieren. Eventuell verschätze ich mich auch mit deren Tragkraft und sollte sie eher mit etwas unter 100/500 kombinieren. Was halt immer noch deutlich mehr ist als ein 300er Tele. Meine Freundin denkt eher in Richtung 35-100mm Weitwinkel bis leichtes Tele, Milchstraße und Andromeda.

Vielen Dank schonmal
 
Hi,
Ich hab ne LX3 damals günstig gebraucht gekauft. Sie sollte eigentlich heut zu tage "günstig" zu bekommen sein, weil ja die 4er (Quatro) auf dem Markt ist.
Als nächstgrößere Stufe würde ich eine Reisemontierung, wie zB StarAdventurer empfehlen, die man auch relativ günstig bekommt. Muss ja nicht unbedingt die Wifi sein und kann gut mit einem "kleinen" Teleskop betrieben werden.

Schau doch mal hier rein
 
Hallo,

Dein Problem Nr 2 hat bei mur zu EAA geführt. Ich war damals beim 8" SCT und hab eben im Garten visuell wenig ausrichten können, weil zu viel Lichtverschmutzung.

Falls das nicht infrage kommt, würde ich mit einer DSLR und einem Tracker erstmal in die Widefield Astrofotografie einsteigen. Damit lernt Ihr die Vorgehensweise.

Wichtig ist halt, dass ein Großteil der Astrofotografie technische Procedere und die Aufbereitung der Bilder ist. Das entfällt bei EAA, denn das ist eher 'Beobachten mit der Kamera' mit Live-Stacking. So kann man der Lichtverschmutzung entgehen.

Preiswert ist in der Astrofotografie oder bei EAA halt immer schwierig und führt eher zu Frust. Mit gutem Equipment kommt man am schnellsten zu guten Ergebnissen.

CS.Oli
 
Als nächstgrößere Stufe würde ich eine Reisemontierung, wie zB StarAdventurer empfehlen
Wenn ich mir deine Bilder so anschaue, ist die Star Adventurer ja sehr belastbar. Kamera, kleiner Refraktor, Zweitkamera. Beeindruckend. Anscheinend noch oberhalb einer EQ3? Allerdings habe ich auch hier auf die Schnelle keine Schnäppchen gefunden. Eine motorisierte EQ3 scheint ab 200€ gebraucht loszugehen, die SA habe ich nicht unter 400 gefunden. Ginge eine alte EQ3 da auch in Ordnung?
Dein Problem Nr 2 hat bei mur zu EAA geführt.
Electronic Assisted Irgendwas? Also Kamera, Software, Notebook, und dann Einzelbilder live stacken? Das klingt auf jeden Fall sehr unterhaltsam. Kannst du da Ressourcen zum Einlesen empfehlen? Was ich hier gefunden habe scheint sich überwiegend an Leute zu richten, die sich damit schon gut auskennen.
Falls das nicht infrage kommt, würde ich mit einer DSLR und einem Tracker erstmal in die Widefield Astrofotografie einsteigen
Ja, das sagt meine Freundin auch. Aber bei 150€ für eine gebrauchte Minitrack, und 200€ für eine gebrauchte motorisierte EQ3 fände ich Letztere, gerne erstmal ohne Teleskop, zukunftssicherer.
Oder verschätze ich mich da, wieviele Objekte tatsächlich höhere Vergrößerungen brauchen? Ich meine bis auf Andromeda kein Objekt mit weniger als 35x angeschaut zu haben, und viele eher noch mit 50x (Maxvision 68° 34mm und 24mm)
 
Hallo @Fotobi ,

Eine wirklich dunkle Umgebung ist nur mit sehr viel Aufwand zu finden. In den Garten leuchten mehrere Straßenlampen, auf dem Hausberg blendet das Fernlicht von den unten vorbeiführenden Straßen, und Waldlichtungen erreicht man nur zu Fuß, was mit einem großen Teleskop nur bedingt viel Spaß macht. Aber mit so viel Störlicht bleibt die Dunkeladaption halt bestenfalls mittelmäßig. Für Planeten und Kugelsternhaufen reicht es, für Galaxien und Nebel nicht mehr. Also sollte das Zweitgerät das kompensieren. Ergo: Kamera.
Dein Problem Nr 2 hat bei mur zu EAA geführt. Ich war damals beim 8" SCT und hab eben im Garten visuell wenig ausrichten können, weil zu viel Lichtverschmutzung.
wäre für mich auch, wie Oli @VisuSCor schon schreibt, der gangbare Weg.
Wenn einem das Teleskop zu groß/schwer geworden, das Geschleppe also zu mühsam geworden ist ;), die nahen und in vernünftigen Zeiten zu erreichenden Beobachtungsorte lichtverseucht sind, kann ich ebenfalls nur EAA (Electronically Augmented Astronomy) empfehlen.
Geht mit kleinem überschaubaren Equipment.
- Montierung geht Alt/AZ - selbst nutze ich eine iOptron AZ Pro
- kleinen Refraktoren, da aber ein Apo, FHs sind nicht so dolle geeignet
- oder Newton 130/650 oder 150/750 (solch einen in der PDS Variante nutze ich)
- ein Notebook oder Mini-PC auf dem W10 oder W11 läuft, SharpCap in der Pro Variante (15,- € jährlich), ASCOM und passende Treiber.
Dann geht das auch vom Balkon, wie bei mir mit drei Laternen vor der Nase und auch abends/nachts befahrener Straße.
Kein großartiges Geschleppe, kein Einnorden (da Alt/AZ), kein Guiding.

Je nach dem wie man SharpCap einstellt ist auch eine nachträgliche Bildbearbeitung, wie in der klassischen Astrofotografie, des Materials möglich.
Ich persönlich halte das sehr in Grenzen.

Kannst du da Ressourcen zum Einlesen empfehlen? Was ich hier gefunden habe scheint sich überwiegend an Leute zu richten, die sich damit schon gut auskennen.
da greife ich einfach mal vor ;)
A Beginner's Guide to Choosing Equipment for Deep-Sky Electronically-Assisted Astronomy (EAA)
oder hier
EAA, Video-Astronomie, ...

oder hier im Forum an die EAA-Gang ;) wenden.
Da laufen einige Threads.
EAA Beobachtungsliste 04/April 2024
EAA - allgemeine Bilder
Wer ist noch dem EAA verfallen?

Da wird Dir bestimmt geholfen :y:.
Wir haben alle mal angefangen. Ich bin jetzt im dritten Jahr mit EAA.

Preiswert ist in der Astrofotografie oder bei EAA halt immer schwierig und führt eher zu Frust. Mit gutem Equipment kommt man am schnellsten zu guten Ergebnissen.
jep, das ist das Problem. Es muss leider etwas investiert werden. Ich hadere immer noch damit mir eine andere Kamera anzuschaffen (obwohl ich schon angekündigt habe eine zu bestellen :whistle::affemund:).
 
Hallo 'Fotobi',

in CN gibt es einen Thread: https://www.cloudynights.com/topic/748837-eaa-for-dummies-or-a-beginners-guide-to-eaa/

Ich hab mich über das SharpCap Manual im Abschnitt Live Stacking reingefummelt...

EAA ist halt eine einfache Form der Astrofotografie und es gibt wenig Anleitungen. Alles Wissen über Astrofotografie hilft auf jeden Fall.

Und dann gibt es noch den ZWO Seestar S50 und ähnliche Geräte. Die machen alles automatisch. Wenn man das will...

CS.Oli
 
Schade, ich dachte das ich mit meiner DSLR, Objektiv und Stativ günstig Astrofotografie betreibe. Hab ich mich wohl geirrt.
Je länger man sich mit den Hobby auseinander setzt, desto teurer wird es. Erst Montierungen , dann Guiding mit Guidescope, da die Nachführung nicht gut genug ist, dann irgendwann ist das Guiding nicht mehr gut genug , also Montierung upgraden, dann Teleskop mit Camera, Teleskop nicht scharf, neues Teleskop, nicht genug Öffnung weil man in gleicher her Zeit mehr Daten sammeln will, also größer werden, dann nicht mehr genug Tragkraft der Montierung, also nochmal neu Montierung , dann andere bessere Camera , dann Filter, dann Mono Kamera dann Filter Satz und Filter Rad, Autofocus, OAG , Steuerung , ect. , dann irgendwann zwischendurch Ärger mit der Frau wegen der ganzen Anschaffungen, dann Astro Hütte mit Rolldach, noch mal größerer Montierung, da die ja nun fest steht ...ich hab nur mal so einen typischen Krankheitsverlauf fortschreitender Astrofotosys skizziert. :cool:
 
Für den Anfang wäre ein gebrauchtes Seestar S50 und dazu noch DSLR mit Objektiven und weiterer dafür nötiger Ausrüstung sicher nicht verkehrt. Die mit dieser Ausrüstung gesammelten Erfahrungen würden zukünftig weiterhelfen, sollte das Interesse für Astrofotografie bestehen bleiben. Ansonsten stimme ich den Vorpostern voll zu, dass die Ausgaben für die Ausrüstung gewaltig steigen können. Und ich meine damit keine Fehlkäufe, sondern eine gute, zuverlässig und vergleichsweise einfach funktionierende Ausrüstung.
 
Vielen Dank für all die Tipps und Beratung. Vor allem Linsensuppe für die Einführung EAA. Das werde ich wohl mal ausprobieren, sobald ich mich richtig eingelesen habe. Klingt spannend, und anders komme ich vermutlich nicht an Galaxien und die meisten Nebel. Aber mit der Seestar scheint mir das ein wenig in die falsche Richtung zu gehen. Ich mag es, mithilfe von Sternenkarten und Radiantsucher irgendwas grob anzupeilen, dann mit dem Übersichtsokular nach unscharfen Sternen zu suchen, um schließlich in den großen Vergrößerungen tolle Objekte zu sehen. Das mag ein bisschen Anfängerdenken sein, aber auf meinem Niveau bin ich erstmal stolz, etwas ganz alleine erschubst zu haben, und dann zu sehen wie aus etwas, das mit bloßem Auge gar nicht sichtbar war erst ein verschwommenes Etwas, und dann ein Nebel oder Kugelsternhaufen wird.

Aber dazu brauche ich wohl zu viel Zeit, und meine Freundin, die fotografischer interessiert ist, tut mir das durch ausgiebiges Gähnen gerne kund. Aber ein bisschen manuell darf es für sie auch gerne sein. Stativ auffalten und Start drücken stelle ich mir jetzt nicht so erfüllend vor.
 
Hallo Fotobi (wie heißt Du denn?)

der Seestar ist ein gutes Gerät, das ich auch ein halbes Jahr hatte und kürzlich verkauft habe. Ich finde aber, dass ein normales Teleskop, das mit Kamera oder Okular betrieben werden kann, mehr Spaß macht. Der Seestar kann meiner Meinung nach nur ein Zweitgerät sein, wenn man wirklich Interesse am Fotografieren, also am echten "Tun" hat, was ich bei Dir herauslese.

Der Staradventurer ist nicht tragfähiger als eine EQ3, das Gegenteil ist der Fall. Die Idee Deiner Frau, mit einer Kamera und einem Weitwinkelobjektiv anzufangen, finde ich gut, wenn Ihr da schon Erfahrungen mit Tagesfotografie habt. Die fehlte mir, daher hab ich direkt mit Astrokameras und EAA-Equipment angefangen. Dieses ist aber auch in der einfachen Variante nicht billig, auch wenn man beim Gebrauchtkauf schon einiges sparen kann. Ich würde zu Eurem großen Newton einen kleinen Apo 70/420 oder so was empfehlen und eine Astrokamera. Beides zusammen könnt Ihr neu für ca. 800 EUR bekommen, dazu noch die EQ3 gebraucht, dann seid Ihr bei rund 1000 EUR. Schon viel Geld, das ist klar, aber viel günstiger wird es nicht gehen. Es sei denn, die Idee Deiner Frau kommt zur Anwendung. Da könnten dann andere mehr Hinweise geben.

LG Olaf
 
vielleicht gibt es ja in Eurer Nähe jemanden, der EAA betreibt und Euch das mal zeigen kann...

CS.Oli
 
Lass dich nicht verrückt machen mit den Forderungen, die Fortgeschrittene aufstellen.
Für den Anfang reicht eine DSLR und ein Weitwinkel und ein leichtes Teleobjektiv. Je geringer die Blendenzahl desto besser.
Und ein Stativ.
Es gilt die Regel 500/ Brennweite = maximale Belichtungszeit. Wenn du keine Striche produzieren willst.
Bei 200mm kannst du also etwa 2Sekunden belichten. Wenn du mehr möchtest, weil du nicht tausende Fotos stacken willst, brauchst du eine kleine Nachführung .
Gruß Micha
 
Hallo Olaf, ja, ich sollte mal eine Signatur basteln wie deine. Ich heiße Tobias.
Der Staradventurer ist nicht tragfähiger als eine EQ3, das Gegenteil ist der Fall.
Ich bin inzwischen über einige alte EQ5 gestolpert (Vixen GP, Meade LX, Astro 5), die auch kaum teurer sind. Da könnte ich eventuell erstmal die SLR und ein 10€ Kinderteleskop parallel montieren, um Nebel und ähnlichen dunklen Kram wenigstens im Ansatz erkennen und anpeilen zu können. Und später dann vielleicht einen mittelgroßen Newton oder einen kleineren Apo.
Die Idee Deiner Frau, mit einer Kamera und einem Weitwinkelobjektiv anzufangen, finde ich gut, wenn Ihr da schon Erfahrungen mit Tagesfotografie habt
Ja, ich halte mal die Augen offen nach einem günstigen Minitrack. Kann man zur Not auch erstmal nur mit dem Polsucher-Röhrchen der LX2 arbeiten, oder ist das für Anfänger zu ungenau und schwierig einzustellen?
vielleicht gibt es ja in Eurer Nähe jemanden, der EAA betreibt
Wir wohnen in Altenstadt, ziemlich genau zwischen Frankfurt und Gießen. Wenn da jemand EAA betreibt, oder einen guten Beobachtungsspot kennt, nur zu :)
Bei 200mm kannst du also etwa 2Sekunden belichten. Wenn du mehr möchtest, weil du nicht tausende Fotos stacken willst,
Stimmt, daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Wir haben es bisher nur mit Einzelbildern bis zu 30 Sekunden (38mm) versucht, was aber immer noch zu dunkel war. Vielleicht soillten wir uns wirklich zuerst mit Stacking und Nachbearbeitung beschäftigen. Die Software sollte es ja hergeben, dass sie die Bilder so dreht, dass die großen Fixsterne übereinanderliegen und so die Erddrehung kompensieren. Und 30x 2 Sekunden ist immer noch besser als einmal 30. Könnt ihr da Software und Resourcen zum Einlesen empfehlen? Gerne Open Source..

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Hier sind übrigens drei Angebote, die wir im Auge haben: Beim ersten fehlt die Handsteuerung und der Polsucher, was, soweit ich das beurteilen kann, eher größere Kostenfaktoren sind. Dafür hat das Teleskop einen OAZ mit Untersetzung, was nichtmal unser Großer hat. Außerdem: Original GP. Leider zu weit weg um es persönlich abzuholen. Wäre aber langfristig ein schönes Zweitgerät um es bei meinen Eltern unterzustellen.

edit: Sind Handsteuerung und Polsucher genormt und austauschbar? Oder müsste ich da ein Ersatzteil für eine 30 Jahre alte Montierung finden?


Beim Zweiten 'fehlt' das Teleskop, dafür sind Handbox und Polsucher dabei. Und mittelgroße Teleskope findet man anscheinend leichter und günstiger. Dafür besser zu erreichen

Beim Dritten ist die Handbox dabei, über einen Polsucher finde ich nichts, sieht aber am neuesten aus. Und liegt für mich demnächst fast auf dem Weg. Kann anscheinend auch GoTo, was aber für mich nicht relevant ist.
 
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