Probleme Berechnung Fangspiegelgröße

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Lieber Gerrit,

findest Du Deinen Verhandlungsstil nicht selbst ein wenig albern? Jedenfalls bringst Du es fertig, mit Deiner herablassenden bis beleidigenden Wortwahl jede fruchtbare Diskussion im Keim zu ersticken bzw. abzubrechen. Da kann ich mich im Namen des Forums, insbesondere gegenüber Neueinsteigern und Ratsuchenden, nur schämen.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,


ein SC hat den Vorteil einer serienmäßigen Hauptspiegelfokussierung - ich frage mich eigenlich die ganze Zeit wie das bei einem Newton im Primärfokus funktionieren soll?

Klar kann man eine Fangspiegelspinne so stabil bauen daß man einen OAZ mit Motorfokus und eine DSLR dranhängen kann , ich sehe da aber mehr Aufwand als bei konventioneller Auslegung und z.B. wechselbarem Fangspiegel - wenn das überhaupt nötig sein sollte.

Eine Haupspiegelfokussierung wird denke ich auch etwas schwieriger mechanisch in den Griff zu bekommen als einen OAZ an den Tubus zu schrauben.


Viele Grüße Felix
 
Zitat von MountyPython:
Hallo Jan,

in den meisten Fällen, in denen der Astroamateur mit verfügbaren Mitteln von der Stange bis zu einem Bildkreis von 50..60 mm und <=F/3 arbeitet.

Der Kollimationsaufwand wird leider von Dir völlig unterschätzt.

Viele Grüße,
Gerrit

Hallo Jan,

daß hier würdest Du verstehen, wenn Du das Thema nicht nur versuchst hier in Deine Richtung zu diskutieren - wie es in unzähligen anderen Diskussionen - nicht nur mit meiner Wenigkeit der Fall ist. Sondern dich mal im stillen Kämmerlein mit den den Fakten zu beschäftigen. Das in Folge dessen Deine Haut genauso dünn ist, wie die konzeptionelle Eisdecke auf der Du Neueinsteigern ein Konzept andrehen willst, mußt Du selbst verantworten. Dafür kannst Du dich meinetwegen auch gerne schämen.
Das ich Dir persönlich noch diverse Körperteile hinterher trage, in dem ich Dir noch die Komplexität der Justage erkläre, kannst Du hier nicht erwarten. Das mach Dir selbst deutlich. Da fängt dann Deine Verantwortung an, lieber Jan. Und meinen Verhandlungstil passe ich ich da gerne auf mein Ggü. an. Da bin ich gerne flexibel.

CS,
Gerrit
 
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Zitat von Felix42:
Hallo Jan,


ein SC hat den Vorteil einer serienmäßigen Hauptspiegelfokussierung - ich frage mich eigenlich die ganze Zeit wie das bei einem Newton im Primärfokus funktionieren soll?

Klar kann man eine Fangspiegelspinne so stabil bauen daß man einen OAZ mit Motorfokus und eine DSLR dranhängen kann , ich sehe da aber mehr Aufwand als bei konventioneller Auslegung und z.B. wechselbarem Fangspiegel - wenn das überhaupt nötig sein sollte.

Eine Haupspiegelfokussierung wird denke ich auch etwas schwieriger mechanisch in den Griff zu bekommen als einen OAZ an den Tubus zu schrauben.


Viele Grüße Felix

Hallo Felix,

Im Prinzip könnte man das beim Newton in etwa ähnlich machen, wie beim SCT. Dann hätte man eine Bohrung im Spiegel. Im Bereich des Primärfokus hätte man die Option durch einen Linearantrieb und linearlager. Aber dafür muß auch Platz sein. Im Prinzip reichen hier 2..3 mm Fokusweg dicke aus. Aber solche Lösungen kosten und erfordern wirklich eine hohe Präzision.

CS,
Gerrit
 
Zitat von Marcus_Zengl:
Wenn meine Berechnung zu später Stunde richtig ist wird es sich nicht für kleinere Spiegel und kleinere Öffnungsverhältnisse lohnen eine DSLR vor den Spiegel zu setzen.
Hallo Marcus,

die Obstruktion bezieht sich doch nur auf den Durchmesser der Primäroptik. Inwiefern siehst Du denn da einen Bezug zum Öffnungsverhältnis? Wenn Celestron mit Bildern aus einer Vollformat-DSLR am C11 Reklame macht, dann würde ich beim Einsatz eines kleineren DSLR-Gehäuses mit APS-C Chip an einem 12" Spiegel umso weniger Probleme bezüglich der Obstruktion erwarten.

Gruß, Jan
 
Hallo zusammen,

ein paar Worte möchte ich dazu auch noch verlieren.

Die "Aufgabe" bzw. Fragestellung von Jenny war ziemlich klar definiert.

Davon ausgehend, dass Sie einen Newton-Selbstbau plant oder sogar schon begonnen hat, kam die Frage der Berechnung des FS auf.

Eine Kamera direkt im Primärfokus ähnlich einem SC, zu betreiben ist sehr charmant und 100%ig ein Gerät, dass sich viele hier wünschen würden, eingeschlossen mir. Aber.... Wie Gerrit schon sagt, f/2 oder f/3 gescheit zu kolliminieren und fokussieren ist nicht ganz ohne. Einen OAZ einbauen fällt ja mal so ziemlich flach und für ein solches System gibt es keine Teile zu kaufen.

Das Hyperstar für ein C11 kostet knapp 1.500 €, dass sicher nicht ohne Grund.

Bei einem normalen DIY-Projekt, dass ich Jenny hier mal unterstelle, kommen wie bei den meisten DIY-Geschichten zumindest ein paar gekaufte Bauteile, z.B. FS, z.B. OAZ zum Einsatz.

Auf die Frage, zur FS-Berechnung ein f/2 System vorzuschlagen, ist ungefähr so, als wenn ich mich erkundige wo es gute Winterreifen gibt und jemand schlägt mir vor ein neues Auto zu kaufen. Mit Kanonen auf Spatzen schießen, wäre in dem Zusammenhang vielleicht auch noch eine geeignete Formulierung.

Es muss doch nicht sein, dass solche Hilfestellungen, die wir EInsteigern, Technikinteressierten oder einfach nur Astrokollegen mit gemeinsamen Kräften, geben können, in ein "ich verstehe Astro und Optik aber besser als Du...." umschlagen.

Für die Machbarkeit eines 12" f/2 oder f/3 Selbstbau-Systems kann man doch mal einen separates Thema aufmachen. Es gibt sicher viele, die das interessiert und vielleicht kommt ja was machbares dabei raus.

In dem Sinne...

Genießt die klare Nacht,
Alex
 
Hallo Alex,

auch wenn Du mich in Deine Kritik einbeziehst. Gebe ich Dir gerne Recht.
Wenn Jan das Thema in der Tiefe diskutieren will, steht ihm frei ein neues Thema aufzumachen.

Davon mal abgesehen erfordert der Bau eines so schnellen Systems absolute Präzision. Ich weiß nicht, ob das ein Einsteiger mit seinen "Hausmittelchen" hinbekommen kann. Dazu bedarf es aber auch Erfahrung mit den Geräten. In dem sich die Diskussion so fortsetzt, macht man Einsteigern die Sache nur kompliziert.

CS,
Gerrit
 
Zitat von Felix42:
ein SC hat den Vorteil einer serienmäßigen Hauptspiegelfokussierung - ich frage mich eigenlich die ganze Zeit wie das bei einem Newton im Primärfokus funktionieren soll?
Hallo Felix,

die auf der Spiegelachse angeordnete Planetenkamera an meinem offenen 10" Teleskop ist auf einem kurzbauenden Schneckenfokussierer mit T2-Anschlüssen montiert und kann damit leicht von Hand scharf gestellt werden. Die im Primärfokus eines Newton-Teleskops mit geschlossenem Tubus angebrachte DSLR sollte auch noch von Hand zugänglich sein.

Gruß, Jan
 
Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von Felix42:
ein SC hat den Vorteil einer serienmäßigen Hauptspiegelfokussierung - ich frage mich eigenlich die ganze Zeit wie das bei einem Newton im Primärfokus funktionieren soll?
Hallo Felix,

die auf der Spiegelachse angeordnete Planetenkamera an meinem offenen 10" Teleskop ist auf einem kurzbauenden Schneckenfokussierer mit T2-Anschlüssen montiert und kann damit leicht von Hand scharf gestellt werden. Die im Primärfokus eines Newton-Teleskops mit geschlossenem Tubus angebrachte DSLR sollte auch noch von Hand zugänglich sein.

Gruß, Jan

Hallo Jan, Du überträgst Deine Erfahrung von ca.
11 mm Bildkreis
Schärfe auf der Achse bei F/12

Auf ein System mit
30 mm Bildkreis ...
Schärfe auch im Feld
bei F/4.

D.h. erhebliche Unterschiede in den Fokustoleranzen.

Wie würdest Du das Problem der Verkippung dann lösen?
Und wie das der temperatur Kompensation?

Hast Du da wahrhaftig einen Schneckenfokussierer drinn oder eine Helical?

CS,
Gerrit
 
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Hallo Jan, hallo Gerrit,


Jan, Du hast eine leichte Kamera an einem recht dicken Träger montiert, eine DSLR wiegt etwas mehr dazu kommt noch ein Komakorrektur und etwas zum Fokussieren - das bedeutet auch mehr Hebel und bei f4 muß die Justage sehr genau stimmen.

Möglich ist das sicherlich aber ob emfehlenswert wage ich sehr zu bezweifeln.

Hier: http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/1018616/Fokustubus_nimmt_Formen_an#Post1018616 wurde mal ein Lösungsansatz vorgestellt


Viele Grüße Felix
 
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Hallo Jan,

es müsste sich bei Deinem Vorschlag um ein Aggregat handeln das an Präzision und Stabilität einem größeren Feathertouch-OAZ entspricht, an das Die Canon EOS verkippungsfrei und wackelfrei angebracht werden kann. Damit wäre dann die Kamera in Richtung der optischen Achse mit sehr hoher Genauigkeit in den Fokus zu verschieben und dort zu arretieren, falls erforderlich. Außerdem müsste diese Konstruktion ohne besonderen Aufwand von außen bedient werden können. Hast Du konkrete Vorstellungen, wie diese Maschine aussehen könnte?

Viele Grüße

Kurt
 
Zitat von Felix42:
eine DSLR wiegt etwas mehr dazu kommt noch ein Komakorrektur und etwas zum Fokussieren - das bedeutet auch mehr Hebel und bei f4 muß die Justage sehr genau stimmen.
Hallo Felix,

Dein Einwand ist in der Tat ernst zu nehmen. Allerdings ist die mechanische Steifigkeit eines Newton-Tubus recht hoch, und ein 90 mm Fangspiegel wiegt mit 450g auch nicht viel weniger als der Kamerabody der EOS 1000 von Jenny mit 503g. Der von Dir verlinkte Lösungsansatz mit zwei zierlichen CFK-Stangen ist dagegen ebenso wie das ähnlich aufgebaute Gladius Teleskop wegen viel zu geringer Biege- und Verwindungs-Steifigkeiten für optische Justagen völlig ungeeignet, vgl. z.B. ausführlichen Testbericht via Google.

Gruß, Jan
 
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Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von MountyPython:
Wie würdest Du das Problem der Verkippung dann lösen?
Hallo Gerrit,

da muss ich natürlich gleich zurückfragen, wie man das Verkippungsproblem bei Kameras löst, die über Fangspiegel angekoppelt außerhalb des Newtontubus angebracht sind.

Gruß, Jan

Hallo Jan,

wie?
Über eine einmalige korrekt Justage des OAZ, eine sehr gute Kollimation und einen shiftingfreie Fokussierung.
So, jetzt Du?
Und darüber hinaus habe ich die Frage an Dich: Besteht in Deinen Vorhaben nicht die Gefahr, daß der T2 Fokussieret nicht einen Flaschenhals darstellt, wenn dahinter ein Komakorrektor sitzt. Immerhin ist der Durchlass unterhalb 40 mm, wenn nicht sogar noch kleiner.

Wieso ist Klaus Helmis Konstruktion denn so ungeeignet, hat der Projekt eingestellt? Gibts da nähere Gründe? Ziemlich anmaßend, würde ich mal sagen.

Deine Antwort auf Kurts Frage würde ich darüber hinaus auch brennend interessieren.

CS
Gerrit
 
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Hallo Jan,
was immer Du hörst, es spricht nur in Dir. Ich schreibe nur.
CS,
Gerrit
 
Hallo Jan,


das Gladius und seine Probleme kenne ich, ich wollte auch nicht auf die beiden Stangen aufmerksam machen sondern auf die Fokussiermachanik - darum ging es hier doch?

Klaus hat die Spinne als steifes Bauteil konstruiert und verkippt die ganze Spinne über außen am Tubus montierte und damit leicht zugängliche Schlitten bei der Justage, die Fokussiermachanik des Teiltubus kann man auch in einen Volltubus oder Trusstubus implantieren.


Viele Grüße Felix
 
Hallo Kurt,

mit anderen Worten: Man hatte wohl bis zu Deiner Frage noch keine eigenen, konkreten Vorstellungen.
CS,
Gerrit


 
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Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von astro_alex80:
Für die Machbarkeit eines 12" f/2 oder f/3 Selbstbau-Systems kann man doch mal einen separates Thema aufmachen.
Hallo Alex,

die Rede ist hier eigentlich nur von einem 12" f/4 Spiegel, auf dessen Basis Jenny ihr Teleskop plant. Für f/4 gibt es ja noch erschwingliche Koma-Korrektoren.

Gruß, Jan

Hallo Jan,

Du selbst hast Dich auf das Hyperstar-System bezogen. Also steht es anderen ebenso frei, diese Diskussion auf einem Newton bei F/3 hin zu spannen. Du selbst bringst das Eingangsthema ja in eine völlig andere Richtung.

12" F/4 ist nach Deiner Definition Weitfeldfotographie. DAs sehen viele erfahrene Deepsky-Fotographen aber dann doch anderes. Offenbar bist Du hier dabei Deine eigenen Interpretationen als Referenz darzustellen. Wie wäre es denn dann, wenn Du deine Auffassung der Terminologie direkt eingangs skizzierst. So wäre es doch wissenschaftlich korrekt.

Wenn man die Hyperstar-Systeme begutachtet, kann man schon begeistert sein. Blickt man aber bei einigen Aufnahmen auf die Sternabbildung im Detail, dann schwindet die Begeisterung rapide. Man kann hier mit wenigen Mitteln Abhilfe schaffen.

Du scheinst aber eine Sache nicht zu bedenken. Die Justage bei Hyperstarsystemen ist wesentlich einfacher, als bei einem Newton im Primärfokus. Und bei weitem nicht so kritisch. Warum? Weil es sich beim Hauptspiegel eines SCT um ein sphärisches System handelt. Der 12 F/4 Newton aber einen parabolischen Hauptspiegel hat. Und das heißt hier, daß Korrektor und Hauptspiegel sehr genau zueinander justiert sein müssen. Was generell für Newtons gilt. Die Justage des Fangspiegels ist dabei nicht mal das Problem. Mit einem Cheshire ist das hinreichend genau machbar. Mit einem Autokollimator (z.B. von Catseye) sogar sehr genau.
12 F/4 ist wesentlich langsamer als ein 11" F/2.8 System. Die Belichtungszeiten steigen und helle Sterne werden aufgebläht. Es ist ja nicht nur so, daß die erhöhte Obstruktion den Kontrast beeinträchtigt. Weiter kommt durch die Obstruktion ja auch weniger Licht in der Kamera an. Möchte man zudem keine häßlichen Beugungserscheinungen in der Aufnahme haben, wird man vor der Kamera eine kreisrunde Blende platzieren, der die Kamera vollständig obstruiert. Im Falle einer Canon D5 wäre das ein Durchmesser von mindestens 190 mm. Damit eine lineare Obstruktion von 63%. Bei einer 700D 55%.
Ein Fangspiegel obstruiert dagegen linear mit 30%.
Ich würde sogar eine Vignettierung von 30% (das heißt 70% Ausleuchtung) im äußeren Bildkreis zugunsten des Kontrastes im Mittelfeld in Kauf nehmen. Sprich einen kleineren Fangspiegel auswählen. Die Vignettierung bekommt man mit einem Flatfieldimage noch sehr gut in den Griff.

Planetenfotographen müssen sich mit diesem Thema eher selten auseinandersetzen.

Die Vorteile (zum Teil oben skizziert) die man sich dann beim Einsatz eines Fangspiegels erkauft, sind ebenso entscheidend.

Ab einer gewissen Öffnung bringt selbst der Primärfokus in der Planetenfotographie keine Vorteile mehr. Das ist dann gegeben, wenn die Kamera nebst Barlow eine Obstruktion von unter 20% haben. Der Fangspiegel in dieser Konfiguration würde das Kriterium ebenso erfüllen.

Wo wäre denn der Primärfokus noch interessant? Beim Einsatz eines Reducers?
Aus einem F/4 System würde ein F/3 System werden. Der Fangspiegel müßte entsprechend größer gewählt werden. Hier kann sich der Vorteil des Primärfokus auszahlen, weil man mittlerweile Kameras für Deepsky-Zwecke bekommt die vom Gehäuse hier schon geeignet sind ab einer gewissen Öffnung eine Obstruktion von 20..22% einzuführen. I.d.R. sind dies Kameras mit kleinerem Bildkreis kleiner gleich 30 mm. Aber eben keine DSLR's mehr. Theoretisch machbar. Welche Nachteile würden sich aber denn da ergeben? Wir nehmen ja einen geschlossenen Tubus an. Zumindest findet ein Wärmeaustausch im Strahlengang statt, d.h. es entstehen Tube Currents sofern man beabsichtigt, diese Kameras im Tubus im Primärfokus einzusetzen. Das Hyperstarsystem ist davon nicht so betroffen, weil man hier extra kurze Belichtungszeiten hat und weiter die Wärme direkt in den Außenbereich abgegeben werden kann. Bei einem geschlossenen Tubus hat man aber eine Barriere. D.h. hier schleicht sich ein weiterer Kontrastverlust ein.

Ein solches System würde dazu noch manuelle Eingriffe beim Astrofotographen erfordern. D.h. sofern keine Hauptspiegelfokussierung im System umgesetzt wurde, bleibt wohl nur die Wahl über Helicals oder Linearlager basierte Fokusmechanismen. Helicals können aber bei der Fokussierung verkippen. Am F/3 System starkes KO-Kriterium. Zumindest wäre das dann nichts mehr von der Stange. Da müßte man eine eigene Lösung schaffen, die auch eine Kamera, inkl. Filterwechsler plus Korrektor trägt. Alleine die Halterung für solch eine Aperatur schlägt bis zu 500 Euro zu Buche. Sei denn man hat einen netten Zerspanungsmechaniker um die Ecke.

Das Hypergraph-System von Keller zeigt, daß es aber für diesen Anwendungsfall Lösungen gibt. Beschreibt aber auch, welchen - auch preislichen - Aufwand man für funktionale Lösungen treiben muß. Neu ist das alles nicht. Vielleicht nur in Vergessenheit geraten.

Du unterstellst mir oben ich wäre neuen Lösungen nicht aufgeschlossen. In meinem Selbstbauthread findest Du aber eine Fangspieghalterung die multifunktional ist. Sie erfüllt nicht nur den Zweck, Fangspiegel verschiedener Größen stabil zu halten. Sie ermöglicht ebenso den schnellen Wechsel bei geringem Kollimationsaufwand. Das ganze funktioniert über einen Kugeleinrastbolzen (Click-Stopp) sehr gut. Nimmt man aber die Fangspiegel aus dem System, steht für den Primärfokus eine 2" Bohrung zur Verfügung. Denkbar für den späteren Einsatz des 18" Newton bei F/3 bei 22 mm Bildkreis und 16 Megapixeln. Für dieses System muß ich mir eine Fokussiereinrichtung noch überlegen, es wird aber mit Sicherheit kein Helical sein. Denkbar ist eine eine verkleinerte Variante es Hedrick Focusers. Oder eine Lösung die auf 3 Linearlagern und 3 Gewindespindeln beruht. Die Kamera sitzt dabei außerhalb des Tubus. Ebenso denkbar: Betrieb des Newtons im Nasmyth-Fokus. Dazu kann ich eine weitere Fangspiegelspinne in den Tubus setzen, auf dem dann der Sekundärspiegel sitzt. Da ich dieses Gerät bis zum Ende meiner astronomischen Laufbahn verwenden werde, steht außer Zweifel. Also habe ich es so konzipiert, daß ich mir den Rücken für weitere Lösungen frei halte.

Aber ob das wirklich Vorteile bringt ggü dem Einsatz des Reducers mit dem 140 mm Fangspiegel. Immerhin ist das System mit einem Backfocus von 70 mm gerechnet. Und wird fotographisch mit der Vollformatkamera bei F/3.8 betrieben. Für diese Konfiguration wurde die Fangspiegelspinne so platziert, dass sie nicht verschoben werden muß. D.h. bei <F/12 (auch über den Primärfokus), F/6 (Telezentrischie Barlow, Deepsky von planetarischen Nebeln), F/3.8 bis rauf zu F/3 bleibt die Fangspiegelspinne da wo sie ist.

CS,
Gerrit
 
Add.:

Wo wäre denn der Primärfokus noch interessant?

Ebenso bei sehr schnellen Systemen, bei denen es bedingt durch ihre Bauweise keine andere Option gibt, als sie im Primärfokus zu betreiben. Und ich denke mal,
da spielen die Parameter Auflösung, Kontrast, Lichtdurchsatz, Belichtungszeit eine Rolle. Bei großen Teleskopen (Forschung) wird man wohl keine andere Wahl haben.

Sicher sieht ein RASA richtig toll aus. Ist bezahlbar, wenn man bereit ist Kompromisse zu machen. Hier möchte man aber dem Astrophotographen ein Teleskop zur Verfügung stellen, mit dem er günstig große Felder ausleuchten kann. Wenn die Hauptspiegelfokussierung gut arbeitet, ist das auch ein tolles System. Aber für den Remoteeinsatz nur bedingt geeignet, da man Filter manuell wechseln muß und nur en Hauptspiegel zur Fokussierung bewegen kann. Da ist der Kompromiss zu sehen. Hätte aber der Amateur das entsprechende Budget, dann würde er sich sowas hier beschaffen:

http://www.officinastellare.com/professional-telescopes-prod/rhveloce/3/rhveloce300.html

Würde ich mir dann noch ein SCT holen? Einen RASA? Mit Sicherheit nicht.

CS,
Gerrit



 
Hallo Gerrit,

vielen Dank für Deine sehr reichhatigen Informationen, die ich jetzt nicht so schnell beantworten konnte, daher meine verspätete Reaktion.

Zitat von MountyPython:
Du selbst hast Dich auf das Hyperstar-System bezogen.
Dieses bekannte System habe ich im Zusammenhang mit der laufenden Diskussion nur wegen der Kameraanodnung angeführt.

Zitat von MountyPython:
Du überträgst Deine Erfahrung von ca. 11 mm Bildkreis Schärfe auf der Achse bei F/12 ... Auf ein System mit 30 mm Bildkreis ... Schärfe auch im Feld bei F/4.
Meine Fokussierschnecke liegt vor der Barlow, d.h. im f/5 Bereich des Strahlengangs, und die Chipdiagonale der EOS 1000 ist nur 2,5 mal größer. Da sehe ich keine so dramatischen Unterschiede hinsichtlich der Justier-Stabilität gegenüber meinem System. Insbesondere entfällt ja auch hier dann der Fangspiegel, der die Justage insgesamt erschwert. In diesem Zusammenhang würde mich mal interessieren, wie stabil denn vergleichsweise die Lagerung des Hauptspiegels in seiner Zelle ist, insbesondere beim Verschwenken des Teleskops.

Zitat von MountyPython:
Hallo Kurt ... Man hatte wohl bis zu Deiner Frage noch keine eigenen, konkreten Vorstellungen.
Ich war, wie zuvor erläutert, natürlich zunächst einmal vom Aufbau meines Schüsselteleskops ausgegangen.

Zitat von MountyPython:
Du selbst bringst das Eingangsthema ja in eine völlig andere Richtung.
Bei der Frage nach der Fangspiegelgröße drängt sich doch natürlicherweise auch die Frage auf, ob man ein solches Bauteil und den mit diesem bei f/4 (!) verbundenen zusätzlichen Justageaufwand nicht vermeiden kann.

Zitat von MountyPython:
12" F/4 ist nach Deiner Definition Weitfeldfotographie.
Diese Bezeichnung hatte ich hier erkennbar nur im Vergleich mit der hochauflösenden Betriebsart gewählt.

Zitat von MountyPython:
Die Justage bei Hyperstarsystemen ist wesentlich einfacher, als bei einem Newton im Primärfokus.
Das sehe ich im Hinblick auf die gesamte optische Kette eigentlich eher umgekehrt. Deine Begründung hierzu erscheint mir auch nicht einleuchtend. Eine Primäroptik mit f/2 sollte doch in jeder Hinsicht schwerer zu beherrschen sein als eine f/4 Optik.

Deine weiteren Ausführungen gehen wohl eher in Richtung f/3 und schneller. Da das bei der hiesigen Anfrage nicht im Vordergrund steht, möchte ich hier auch nicht weiter kommentieren.

Gruß und guten Rutsch, Jan
 
Meine Fokussierschnecke liegt vor der Barlow, d.h. im f/5 Bereich des Strahlengangs, und die Chipdiagonale der EOS 1000 ist nur 2,5 mal größer. Da sehe ich keine so dramatischen Unterschiede hinsichtlich der Justier-Stabilität gegenüber meinem System. Insbesondere entfällt ja auch hier dann der Fangspiegel, der die Justage insgesamt erschwert. In diesem Zusammenhang würde mich mal interessieren, wie stabil denn vergleichsweise die Lagerung des Hauptspiegels in seiner Zelle ist, insbesondere beim Verschwenken des Teleskops.


Hallo Jan,

das kann man sich in einer Skizze beantworten, ob das noch funktioniert.
Wenn Du mir mal Deine Bauteilliste durch gibst, wäre ich sicherlich bemüht
das zu prüfen. Ich erwarte aber jetzt schon, daß die 30 mm nicht voll ausgeleuchtet werden. Darüber hinaus vermute ich bei Deinem Gerät, daß Du die FS-Halterung versetzen mußt. Aber eine Auflistung der von Dir verwendeten Teile würde hier mehr Klarheit bringen.

Sofern der hier dargestellten Zustand Deines Teleskops noch den aktuellen Gegebenheiten entspricht:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Newton-Einblick_100912.jpg

"Bei der Frage nach der Fangspiegelgröße drängt sich doch natürlicherweise auch die Frage auf, ob man ein solches Bauteil und den mit diesem bei f/4 (!) verbundenen zusätzlichen Justageaufwand nicht vermeiden kann."

Der Justageaufwand ist garnicht so groß, wie hier immer so suggeriert wird. Der läßt sich mit einem Cheshire sehr gut messen und muß auch relativ selten nachjustiert werden. Selbst mit einem Cheshire ist das ein Zeitaufwand von maximal 5 Minuten.
Ohne Justageadapter wird das auch ein einem Newton im Primärfokus nicht bewerkstelligen. Dazu hat man aber auch das Problem, daß eine Halterung für den Komakorrektor zwar korrekt zum Hauptspiegel justiert ist, aber dennoch nicht zentrisch im System sitzt. Und dann fangen die Probleme schon an. Das wird man mit einem Cheshire nicht direkt messen können, da der zu messende Durchmesser eben die Halterung selbst ist. Im klassischen Newton hat man da die Optionen eines großzügig ausgelegten 2" oder 2,5" oder 3" Okularauszug.

Schau Dir die vielen guten Bilder an, die mit Fotonewtons gemacht werden. Die meisten haben ihr Gerät im Griff. Deshalb wird durch stetige Wiederholung, daß etwas aufwendig und damit - suggeriert - schwierig sei, die Sache ja nicht richtig.
CS
Gerrit
 
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Zitat von MountyPython:
Ich erwarte aber jetzt schon, daß die 30 mm nicht voll ausgeleuchtet werden.
Hallo Gerrit,

mein System in der gezeigten Form ist ja auch speziell auf die hochauflösende Fotografie und dementsprechend geringe Obstruktion ausgelegt. Bei 30 mm Bildkreisdurchmesser würde ich selbstverständlich einen Kamerahalter mit deutlich größerer Aufnahmebohrung und einen entsprechend großen Fokussierer einsetzen, so dass man den mit der Kamera fest verbundenen Komakorrektor bequem hindurchschieben und in der richtigen Position arretieren kann.

Das Foto zeigt übrigens sehr schön, wie weit die Kameraposition über die Fangspiegelposition hinausragt. An einem geschlossenen Newton-Tubus rechne ich daher mit einer für das Handling schon recht günstigen Lage der Kamera außerhalb des Tubus.

Zitat von MountyPython:
Der Justageaufwand [edit: für den Fangspiegel] ist garnicht so groß, wie hier immer so suggeriert wird.
Er ist aber jedenfalls vorhanden, und es ist nicht so klar, wie weit sich Verformungen des Tubus mit den am seitlichen Okularauszug unsymmetrisch angebrachten Zusatzmassen beim Verschwenken des Teleskops auf die Justage auswirken. Da erscheint mir die zentrale Anordnung auf der Spiegelachse in der Tat ausgewogener und stabiler in der Justierung.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

ach, jetzt kommt die einarmige Katze aus dem Sack und humpelt wie eh und je?

Er ist aber jedenfalls vorhanden, und es ist nicht so klar, wie weit sich Verformungen des Tubus mit den am seitlichen Okularauszug unsymmetrisch angebrachten Zusatzmassen beim Verschwenken des Teleskops auf die Justage auswirken. Da erscheint mir die zentrale Anordnung auf der Spiegelachse in der Tat ausgewogener und stabiler in der Justierung.

Ich frage mich ....

  • Wenn etwas nicht klar ist, wie kann man dann behaupten, daß ein anderes Konzept ausgewogener und stabiler sein kann in der Justierung?
  • Wie kann man behaupten, die Justage des FS sei am normalen Newton aufwendiger, wenn man die Aufwände im Primärfokus verschweigt oder ignoriert?
  • Können wir insgesamt noch von einer fruchtbaren Diskussion miteinander sprechen, wenn Du auch gewisse praktische Nachweise unterschlägst? Ist eine Diskussion dann konstruktiv, wenn man etwas ggü. unbekannten Konzept als ausgewogener oder besser darstellt?

CS,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

Dir vielen Dank für die Wünsche. Wenn Du so nah an der Oberfläche gebaut bist, wie Dein Fragestil es suggeriert, dann darfst Du Dich über energische Reaktionen nicht wundern. Ich habe lediglich nochmal zusammengefasst, was Du uns über Jahre hinweg im gleichen Schema dokumentierst.
Und die drei Fragen sind ja wohl berechtigt, oder? Es ist doch Deine eigene Annahme (Vermutung, Behauptung). Also wirst Du es doch erklären können.
Wenn nicht mir, weil ich Dir zu energisch auf den Pelz rücke. Dann vielleicht anderen.

Vielleicht mal so, wie z.B. Kurt Schreckling das eindrucksvoll macht. Der Mann ist für mich eine Referenz. Da sehe ich mich persönlich noch lange nicht.

Im Bezug zur Fangspiegeljustage gibt es gute Anleitungen. Und auch gute Messinstrumente um das Zusammenspiel zwischen Fangspiegel, Bildebene und Hauptspiegel sehr gut einzustellen. Wie ich ich einem anderen Beitrag hier im Forum noch skizzieren möchte. Danach werde ich mein astronomisches Schaffen mal wieder mehr in meine Projekte bündeln.

CS,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo zusammen,

auch von mir die besten Wünsche an alle für das neue Jahr.

Für das Forum wünsche ich mir, was ich bereits vor dem Jahreswechsel im "Fangspiegelvereisungsthread" schrieb:

Zitat von *entfernt*GMS:
Besonders erfreulich ist für mich, wenn Leute ....ihre Teleskope benutzen um solchen Dingen auf den Grund zu gehen, anstatt ohne je zu versuchen, den Grund zu erreichen, Streit darüber vom Zaun zu brechen.
Das taugt m.E. mal als (Foren)Motto für das Jahr 2017.

Gruß
*entfernt*

Es kann eigentlich nicht sein, dass die "unschuldige" Frage nach der Fangspiegelgröße für grob definierte Zwecke schon in der vierten Antwort zu "Hyperstar" führt um dann in immer abstraktere und teils abstrusere Vorschläge und Diskussionen über das Für und Wider der Fotografie im/aus dem Primärfokus heraus abzugleiten.
Wenn doch jemand meint, da wäre etwas für die genannte Anwendung empfehlenswert, dann sollte er es doch bitte mal selbst ausprobieren, testen.
Wenn jemand meint, da ginge (im Sinne des Threadstarters) etwas sogar deutlich besser, einfacher, zielführender, dann sollte er das doch bitte nachvollziehbar dokumentieren können.

Es macht m.E. wirklich keinen Sinn, Dinge in den Raum zu stellen, die man glauben kann oder auch nicht, die Umsetzungen und das Ausprobieren anderen Leuten zu überlassen und sich dann noch über Widerspruch, mangelnden Innovationswillen oder (im anderen Thread so geschehen) über mögliche Mängel in der Testreihe oder Umsetzung eingebrachter Vorstellungen zu beklagen, was dann die offene Ignoranz gegenüber dem Ergebnis rechtfertigen soll.

Nun, hier steht kaum zu erwarten, dass irgendjemand, schon gar nicht der Threadstarter irgendetewa umsetzt, das ist schlicht zu kompliziert für jemanden der hier nach Fangspiegelgrößen fragt.
Wie üblich gilt ohnehin Der Threadstarter so spätestens ab Beitrag 10 als verschollen.

Frohes neues Jahr,
einen besonnenen Neustart und
viele Grüße
:)
*entfernt*
 
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