Zitat von Omegon_Tassilo:
2) Ich würde gerne wissen, wo man die enstprechende Barlowlinse/Korrekturoptik kaufen kann, die als Bildseitige Schnittweite den Abstand (lange FS-Achse + Tubusdurchmesser/2 + Okularauszugshöhe + Fokussierreserve= ~> 320mm) hat.
Hallo Tassilo, liebe Mitleser,
Tassilo, wenn ich Dich hier richtig verstanden habe, gehst Du hier davon aus das die Position der Fangspiegelspinne beim Einsatz eines Fangspiegels beibehalten wird, wenn alternativ eine entsprechende Barlow-Linse oder wie Jan es beschreibt negativ Element im System wäre.
Ich möchte dieses Szenario mal aufnehmen und meine Gedanken dazu skizzieren.
Und Du deutest an: solch eine Barlow gibt es aktuell nicht auf dem Markt. Selbst der FFC würde nur dann in der entsprechenden Konfiguration arbeiten, wenn man ihn entsprechend der Spezifikation nahe am Fokuspunkt einsetzt. Um diesen dann hinreichend stabil in den Fokus zu bekommen (Baader gibt da eine klare Spezifikation heraus, in welchem Backfocus der FFC zum Einsatz kommt), müßte man die eigentliche Halterung der Fangspiegel hinreichend groß dimensionieren. Sofern nur die Planetenfotographie ein Kriterium ist, kann man sich als Anforderung ein ausgeleuchtetes Feld von ca. 10 mm notieren.
Daraus ergibt sich für den FFC, daß er (Tassilo, Deine Annahme vorausgesetzt) schon perse ungefähr die von Dir skizzierte Distanz vor dem Tubus extrafokal (für den Fall ohne FFC) positioniert werden muß. Je nach angeforderter Vergrößerung des FFC kommt dann noch eine weitere Distanz in extrafokaler Richtung. Wir hätten also im Falle des 12" F/4 Newtons eine Distanz von insgesamt: ( ich habe die Abstände grob im Kopf) 175 (HS Durchmesser/2) + 25 mm (Tubusabstand radial) + min 3 mm (Tubusdicke) + 55 mm (2" OAZ + Basis) + ca 20 mm (Fokalebene) - ca 14,2 mm (Fokusverlagerung bei FFC und 3x) + 97,2 mm (Brennebene mit FFC bei 3x)
Also grob überschlagen um die 361 mm zu überbrücken.
http://www.baader-planetarium.com/de/downloads/dl/file/id/42/product/1346/fcc_teleskopbrennpunkt.pdf
Es gibt jetzt folgende Design-Alternativen für die mechanische Umsetzung.
1. Überbrückung des Backfocus ab Fangspiegelhalterung mit Zwischenadaptern und zwar so, daß ein 10 mm Feld noch auf dem Kamerachip ausgeleuchtet wird.
2. Versatz der Hauptspiegelspinne, um den Hebel für die Fangspiegelspinne entsprechend gering zu halten.
Zuvor müßte man aber mal die Frage klären, ob man bereit ist den Tubus entsprechend zu verlängern. Oder ob man wirklich einen so langen Hebel in Kauf nehmen will.
Welche minimal Konfiguration eine Halterung plus Adapter im Falle 1 haben muß, kann sich jeder hier der schonmal ein Teleskop gebaut hat zeichnerisch oder rechnerisch verdeutlichen.
@Jan: ich habe Dir hier mal das entsprechende Szenario für den Backfocus dargestellt. Es gibt die Option das mal zeichnerisch effizient zu veranschaulichen.
Jan, könnte jetzt Dein konstruktiver Anteil sein: Uns dieses Szenario mal in der zeichnerischen Weise zu verdeutlichen?
Und im Falle 2 müßte man in Betracht ziehen, welche Anforderungen dann an die Tubusdicke und das Material zu stellen sind.
Der FFC ist nun wirklich ein sehr gutes Produkt. Aber wenn es darum geht ein Bildfeld von 10 mm für Planetenaufnahmen herzustellen, dann wäre ja gerade die Barlow vom Gerd Düring die geeignetste und wenn nicht sogar beste Variante bezüglich Backfocus-Verlagerung und der Komakompensation beim Newton. Aber der Hebel wäre kaum geringer. Und die damit verbundene Last auch nicht.
CS
Gerrit