Probleme Berechnung Fangspiegelgröße

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Hallo Jan,

auch bei 10mm Bildkreisdurchmesser ist bei f/4 Koma durchaus ein Thema. Beim oben genannten 300mm f/4 wäre der Wellenfronfehler bei 10mm Bildkreisdurchmesser an der Kante rund 2,5 Lambda. Da sind wir so weit weg von irgendwelchen Kontrastunterschieden durch Obstruktion 0,33 oder 0,4, dass wir da gar nicht weiterdiskutieren müssen.
Das Koma führt dazu, dass die Intensität des Pixels, das das Airyscheibchen aufnimmt, auf unter 10% sinkt (entsprechende "Größe" des Pixels vorrausgesetzt). Der 12" wird zum 4".
Vorsicht Falle. Visuell sieht man nur eine leichte Deformation des Airyscheibchens. Aber in Wirklichkeit ist die Auflösung/Lichtleistung/Kontrast total im Eimer.

clear skies

Tassilo
 
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Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von MountyPython:
Jan, könnte jetzt Dein konstruktiver Anteil sein: Uns dieses Szenario mal in der zeichnerischen Weise zu verdeutlichen?
Hallo Gerrit,

das kann man einfach mit Worten beschreiben: Der FFC würde auf die Hauptspiegelachse gesetzt mit einem nachgeschalteten 40 mm Fangspiegel zur Auslenkung des verlängerten Strahlenbündels in den seitlichen Okularauszug.

Zitat von MountyPython:
wenn es darum geht ein Bildfeld von 10 mm für Planetenaufnahmen herzustellen
Nein, die Strahlauslenkung war nur für die visuelle Beobachtung gedacht, die Kamera sollte eher auf der Hauptspiegelachse platziert sein.

Zitat von MountyPython:
dann wäre ja gerade die Barlow vom Gerd Düring die geeignetste und wenn nicht sogar beste Variante bezüglich Backfocus-Verlagerung und der Komakompensation beim Newton.
Gibt es denn die Düring-Barlow auch in 40 mm Durchmesser? Komakompensation ist offenbar bei 10 mm Bildfelddurchmesser noch kein Problem, wie ich beim Vergleich einer Klee- mit einer TS-Barlow feststellen konnte.

Zitat von MountyPython:
Aber der Hebel wäre kaum geringer. Und die damit verbundene Last auch nicht.
Kaum geringer im Vergleich mit dem FFC (239g) oder mit einem 90 mm Fangspiegel (450g) ?

Gruß, Jan

Hallo Jan,

auch der FFC wird von einer Aufnahme gehalten. Die Grenzen dafür kann man u.A. auch aus der Zeichnung aus meinem vorherigen Post entnehmen.
Beim FFC besteht aber die Anforderung, daß dieser in einem bestimmten Backfocus Bereich eingesetzt wird, um die entsprechende Vergrößerung zu erhalten. Als weiteres Design-Constraint muß man den Weg von über 200 mm bis zum Auge des Beobachters überbrücken.
Du hättest schon mit der einfachen Platzierung des FFC kaum einen spürbaren Kontrastgewinn, wenn man die Dimensionierung der Halterung berücksichtigt.
Und wenn Du uns jetzt erzählst, man wolle keine 10 mm Bildkreis, dann ist das nur noch nachteiliger für die von Dir vorgeschlagene Konstruktion. Es wäre mit teuren Kanonen auf Spatzen geschossen. Denn schon mit einem einfachen Fangspiegel mit ca. 60 mm kleiner Achse kommt man auch visuell ans Ziel. Und der dürfte nicht so schwer sein, wie Du uns erzählen möchtest. Es wäre schon, wenn Du den von Dir veränderten Modalitäten auch die entsprechenden Zahlen anpassen könntest.

Ich denke bezüglich der Lastenverteilung braucht man sich keine Gedanken zu machen. Selbst 0,5 mm Edelstahlfangspiegelstreben halten einen 140 mm Fangspiegel über Langzeitbelichtungen über die Nacht, ohne das sich die Korrektur des Systems (F/4 bzw. F/4.4) nachteilig im Feld zeigt. Das ist eine völlig theoretische Überbewertung eines möglichen Phänomens mit geringer Wahrscheinlichkeit und damit kein Risiko und auch somit kein Problem.

CS
Gerrit
 
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Hallo Jan,


Zitat von Jan_Fremerey:
die Fokalebene des Hauptspiegels liegt ja vermutlich nach Herausnahme des Fangspiegels so weit außerhalb des Newton-Tubus, dass man mit einem leichten Schneckenfokussierer von Hand scharfstellen kann, so praktiziere ich das mühelos an meinem Spiegel.

Die meisten Selbstbauer gestalten den Tubus etwas länger um zu verhindern das Licht schräg in den OAZ einfallen kann. Könnte als unter Umständen eng werden. Gibt es einen leichten ausreichend spielfreien Schneckenfokussierer? Die Kamera hängt dann sehr weit vor der Spinne (Hebel...)


Zitat von Jan_Fremerey:
Hauptspiegelseitig hat man ja noch den Komakorrektor, der bei geschickter Platzierung der Spinne im Schwerpunkt der Kamerabaugruppe eine weitgehend torsionsfreie Belastung der Spinne gewährleisten kann. Eine solche ist bei den üblichen Fangspiegelaufhängungen i.a. nicht gegeben.


Man muß dabei die Arbeitsabstände einhalten, kann sein daß das eine recht umständliche Konstruktion bleibt. Und wie gesagt, ein FS wiegt weniger als DSLR plus Korrektor plus Fokussierer plus Kleinteile...daher hat man da weniger Probleme.


Zitat von Jan_Fremerey:
Solch eine Konstruktion erscheint durchaus machbar, würde aber bei jedem Wechsel einen nicht unerheblichen Montage- und Justierungsaufwand erfordern.

Halte ich für Spekulation. Drei Schrauben lösen, HS-Zelle versetzen, drei Schrauben reindrehen.

Zitat von Jan_Fremerey:
Bei einer Bauweise ohne Fangspiegel könnte die gesamte Kamerabaugruppe mittels einer präzisen Klemmvorrichtung ohne aufwändige Nachjustierung ausgewechselt werden.


Eine HS-Zelle kann man ebenso präzise montieren - mit Paßstiften oder fixen Anlagefläche ist es gar kein Problem die HS-Zelle ausreichend wiederholgenau zu montieren. Bei meinem 8"f6 funktioniert das mit leicht strammen Bohrungen im Hartpapiertubus und simplen M6 Edelstahlschrauben die den Tubusboden aus 22mm Multiplex mit eingeklebten Stahlgewindebuchsen halten wunderbar. Und wo sich eine Kamerabaugruppe mittels eine präzisen Klemmvorrichtung ohne aufwändige Nachjustierung auswechseln läßt gilt das für einen ganz erheblich leichteren FS nicht?


Viele Grüße Felix
 
Zitat von Kurt_Schneider:
Eine typische Fangspiegelheizung nimmt eine Leistung von maximal 1 Watt auf. Ich kenne keine CMOS-Kabera, die eine so geringe Leistungsaufnahme hat.
Hallo Kurt,

Dank Dir für die Information! Meine gegenwärtig für Planetenfotografie bei f/11 auf der Hauptspiegelachse betriebene ASI120MM nimmt 0,5 W auf, und die von mir für Deep Sky bei f/5 auf der Hauptspiegelachse angepeilte ASI1600MM (16 Megapixel) 1,5 W. Das wäre dann also vergleichbar mit Deiner Auskunft zur Fangspiegelheizung.

Gruß, Jan
 
Add: In der oben dargestellten Skizze müßte die Adaption nochmal 14,7 mm in Richtung Hauptspiegel gebracht werden, damit der FFC bei einem Backfocus von 97,3 mm eine Fokalebene aufspannen kann. Berücksichtig man die Länge des FFC d.h. 56,5 mm , dann würde man den äußeren Tubusrand (153) soeben mal erreichen.
Man müßte die Okularauswahl schon sehr sorgfältig ausführen und Hoffen, daß noch 1 mm Fokusweg drinn sind.

Darin wird deutlich, daß solch abstruse Lösungsvorschläge in keinsterweise durchdacht werden.

CS,
Gerrit
 
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Zitat von Marcus_Zengl:
Deine Erfahrungen mit Deinem Eigenbau sind nur bedingt relevant, weil ein F/4 System eine viel geringere Schärfentiefe hat und deutlich höhere Ansprüche an die Kollimation.
Hallo Marcus,

ist denn bei den hohen Anforderungen an die Kollimation ein Fangspiegel als zusätzliches justierbedürftiges optisches Element nicht eher hinderlich?

Gruß, Jan
 
Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von Kurt_Schneider:
Eine typische Fangspiegelheizung nimmt eine Leistung von maximal 1 Watt auf. Ich kenne keine CMOS-Kabera, die eine so geringe Leistungsaufnahme hat.
Hallo Kurt,

Dank Dir für die Information! Meine gegenwärtig für Planetenfotografie bei f/11 auf der Hauptspiegelachse betriebene ASI120MM nimmt 0,5 W auf, und die von mir für Deep Sky bei f/5 auf der Hauptspiegelachse angepeilte ASI1600MM (16 Megapixel) 1,5 W. Das wäre dann also vergleichbar mit Deiner Auskunft zur Fangspiegelheizung.

Gruß, Jan

Interessant zu erfahren, können wir uns dann endlich anschauen, wie dicke Spikes der einarmige Newton macht?
Im übrigen: Der Gehäuse Durchmesser des reflektierenden, glatten Gehäuses der ASI1600MMC ist 78 mm. Das wäre bei einem 10" Newton eine lineare Obstruktion von 31%. Da man aber keine Reflektionen wünscht, wird man hier abblenden müssen. D.h. bezüglich der Obstruktion hat man noch richtig Luft nach oben.

Schonmal darüber nach gedacht, wie Du dir dann minimales Streulicht von der Backe halten willst? Oder dürfen wir noch erleben, daß der Royce-Spiegel dann in einen Tubus wandert? Zumindest hättest Du dann ein System, was weniger Obstruktion bringt und damit mehr Kontrast.

CS
 
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Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von Marcus_Zengl:
Deine Erfahrungen mit Deinem Eigenbau sind nur bedingt relevant, weil ein F/4 System eine viel geringere Schärfentiefe hat und deutlich höhere Ansprüche an die Kollimation.
Hallo Marcus,

ist denn bei den hohen Anforderungen an die Kollimation ein Fangspiegel als zusätzliches justierbedürftiges optisches Element nicht eher hinderlich?

Gruß, Jan

Nein ,ist es nicht. Nicht mal bei F/3.8. Und schon garnicht bei 20 mm Bildkreis.
Da ist die Justage im Primärfokus ohne Fangspiegel nur vom Vorgang her umständlicher.

Die Justage des Fangspiegels kann man prüfen. Die Lage der Kamera inkl. Komakorrektor hingegen nur implizit über das Bildfeld.

CS,
Gerrit
 
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Zitat von Felix42:
Hallo Jan,


Zitat von Jan_Fremerey:
die Fokalebene des Hauptspiegels liegt ja vermutlich nach Herausnahme des Fangspiegels so weit außerhalb des Newton-Tubus, dass man mit einem leichten Schneckenfokussierer von Hand scharfstellen kann, so praktiziere ich das mühelos an meinem Spiegel.

Die meisten Selbstbauer gestalten den Tubus etwas länger um zu verhindern das Licht schräg in den OAZ einfallen kann. Könnte als unter Umständen eng werden. Gibt es einen leichten ausreichend spielfreien Schneckenfokussierer? Die Kamera hängt dann sehr weit vor der Spinne (Hebel...)


Zitat von Jan_Fremerey:
Hauptspiegelseitig hat man ja noch den Komakorrektor, der bei geschickter Platzierung der Spinne im Schwerpunkt der Kamerabaugruppe eine weitgehend torsionsfreie Belastung der Spinne gewährleisten kann. Eine solche ist bei den üblichen Fangspiegelaufhängungen i.a. nicht gegeben.


Man muß dabei die Arbeitsabstände einhalten, kann sein daß das eine recht umständliche Konstruktion bleibt. Und wie gesagt, ein FS wiegt weniger als DSLR plus Korrektor plus Fokussierer plus Kleinteile...daher hat man da weniger Probleme.


Zitat von Jan_Fremerey:
Solch eine Konstruktion erscheint durchaus machbar, würde aber bei jedem Wechsel einen nicht unerheblichen Montage- und Justierungsaufwand erfordern.

Halte ich für Spekulation. Drei Schrauben lösen, HS-Zelle versetzen, drei Schrauben reindrehen.

Zitat von Jan_Fremerey:
Bei einer Bauweise ohne Fangspiegel könnte die gesamte Kamerabaugruppe mittels einer präzisen Klemmvorrichtung ohne aufwändige Nachjustierung ausgewechselt werden.


Eine HS-Zelle kann man ebenso präzise montieren - mit Paßstiften oder fixen Anlagefläche ist es gar kein Problem die HS-Zelle ausreichend wiederholgenau zu montieren. Bei meinem 8"f6 funktioniert das mit leicht strammen Bohrungen im Hartpapiertubus und simplen M6 Edelstahlschrauben die den Tubusboden aus 22mm Multiplex mit eingeklebten Stahlgewindebuchsen halten wunderbar. Und wo sich eine Kamerabaugruppe mittels eine präzisen Klemmvorrichtung ohne aufwändige Nachjustierung auswechseln läßt gilt das für einen ganz erheblich leichteren FS nicht?


Viele Grüße Felix

Hallo Felix,

wenn ich einen 10" Royce Spiegel hätte, wüßte ich wie ich das mache. Ohne das es verkippt. Und da würde ich auch nicht mal einen Microfocussierer brauchen.

:-) :-) :-) :-)

CS,
Gerrit
 
Zitat von MountyPython:
Als weiteres Design-Constraint muß man den Weg von über 200 mm bis zum Auge des Beobachters überbrücken.
Hallo Gerrit,

wenn man den 40 mm Fangspiegel, wie vorgeschlagen, unmittelbar hinter den FFC setzt, dann kann damit die Fokalebene bis zu ca. 340 mm von der Hauptspiegelachse entfernt durch den seitlichen Okularauszug hinausgeschoben werden, siehe Maßskizze und zugehörige Tabelle.

Gruß, Jan
 
Hallo Jan,

ja, das könnte man. Dann ist man aber nicht mehr bei F/12. Sondern wie gesagt bei F/32. Hätte eine Brennweite von 38400 mm.
Und könnte dann die Okulare mit Austrittspupillen von 1,72 bis 0,75 bedienen.
Und wenn das Seeing noch schlechter ist, kann man das Gerät da lassen wo des ist: Im Elfenbeinturm. Und selbst bei einer AP von spätestens 1 mm kann man aufgrund der Obstruktion, die man ja nicht wegdiskutieren kann, ne Flasche Weichspüler trinken, dann sieht man genauso klar.

Aber passt das noch zur Diskussion. Du hast Dich soweit gewunden, daß wir mittlerweile bei einem ziemlich langsamen System sind.
Dafür nähert sich glaube ich die Diskussion umso schneller zum Ende.

Aber hast Du dir jetzt mal Gedanken bezüglich der Wirtschaftlichkeit diese Systems gemacht? Es ist doch ein absoluter Witz. Alleine der FFC schlägt zusätzlich 100% der Kosten zu Buche, die ein Fangspiegelsystem mit einem 3" Fangspiegel verursachen würde.

Da würde es einem sehr flau vor Augen.

Vielleicht ist die Diskussion doch ganz gut für Einsteiger:
Lessons Learned: So bitte nicht. Und wenn so angeregt, geht in Deckung.

CS,
Gerrit
 
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Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von MountyPython:
Dann ist man aber nicht mehr bei F/12. Sondern wie gesagt bei F/32. Hätte eine Brennweite von 38400 mm.
Hallo Gerrit, 250 x 32 sind 8000. Gruß, Jan

Ach, da hoppst er mir wieder von der Schippe, der Wicht und vergißt das Öffungsverhältnis mitzunehmen:

Dann bitte auch F/40: JAN!

Oben und in Tassilos Thread gings noch um einen 12" Newton.

Es ist langsam reichlich armselig, Jan.

CS,
Gerrit

 
Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von Marcus_Zengl:
Deine Erfahrungen mit Deinem Eigenbau sind nur bedingt relevant, weil ein F/4 System eine viel geringere Schärfentiefe hat und deutlich höhere Ansprüche an die Kollimation.
Hallo Marcus,

ist denn bei den hohen Anforderungen an die Kollimation ein Fangspiegel als zusätzliches justierbedürftiges optisches Element nicht eher hinderlich?

Gruß, Jan

Hallo Jan,

um eine einheitliche Sprache zu sprechen: Kollimation bedeutet, dass
(1.) die optische Achse des Hauptspiegels am Brennpunkt in der Mitte des OAZ liegt.
(2.) die Achse des OAZ parallel zur optische Achse ist.

Für die Visuelle Anwendung ohne Korrektor reicht (1.) meistens schon aus. Für eine fotografische Anwendung mit Korrektor müssen beide Bedingungen zwingend erfüllt sein um im kompletten Bildfeld keine Aberrationen zu haben. Diese können bei Fehlkollimation mit Korrektor sogar größer sein als ohne. Damit habe ich bei F/5 schon meine visuellen negativen Erfahrungen gemacht. Das ist bei Deinem Eigenbau komplett irrelevant, weil Du wegen F/11 keinen Korrektor benötigst. Auch sind bei Planentenfotografie nur eine Hand voll Pixel relevant, alle anderen können "Defocus" zeigen.

Die Antwort liegt auf der Hand ob ich lieber einen Fangspiegel mit ca. 200g justieren möchte oder einen kompletten Okularauszug mit Korrektor und DSLR (>1000g). Es ist in Gegenteil sogar so, dass das System mit Haupt und Fangspiegel die beiden Kollimationsanforderungen trennt, (2.) erfülle ich mit dem Fangspiegel, (1.) mit dem Hauptspiegel. Somit ist das ein äußerst Kollimationsfreundliches Prinzip!

Viele Grüße,
Marcus
 
Hallo Marcus,

und da liegst Du absolut richtig.
CS
Gerrit
 
Hallo zusammen,

es ist tatsächlich geschehen.
Hiermit revidiere ich die im folgenden (Selbst)Zitat grün markierten Sätze.

Zitat von *entfernt*GMS:
Hallo zusammen,
auch von mir die besten Wünsche an alle für das neue Jahr.
Für das Forum wünsche ich mir, was ich bereits vor dem Jahreswechsel im "Fangspiegelvereisungsthread" schrieb:
Zitat von *entfernt*GMS:
Besonders erfreulich ist für mich, wenn Leute ....ihre Teleskope benutzen um solchen Dingen auf den Grund zu gehen, anstatt ohne je zu versuchen, den Grund zu erreichen, Streit darüber vom Zaun zu brechen.
Das taugt m.E. mal als (Foren)Motto für das Jahr 2017.
Gruß
*entfernt*

Es kann eigentlich nicht sein, dass die "unschuldige" Frage nach der Fangspiegelgröße für grob definierte Zwecke schon in der vierten Antwort zu "Hyperstar" führt um dann in immer abstraktere und teils abstrusere Vorschläge und Diskussionen über das Für und Wider der Fotografie im/aus dem Primärfokus heraus abzugleiten.
Wenn doch jemand meint, da wäre etwas für die genannte Anwendung empfehlenswert, dann sollte er es doch bitte mal selbst ausprobieren, testen.
Wenn jemand meint, da ginge (im Sinne des Threadstarters) etwas sogar deutlich besser, einfacher, zielführender, dann sollte er das doch bitte nachvollziehbar dokumentieren können.

Es macht m.E. wirklich keinen Sinn, Dinge in den Raum zu stellen, die man glauben kann oder auch nicht, die Umsetzungen und das Ausprobieren anderen Leuten zu überlassen und sich dann noch über Widerspruch, mangelnden Innovationswillen oder (im anderen Thread so geschehen) über mögliche Mängel in der Testreihe oder Umsetzung eingebrachter Vorstellungen zu beklagen, was dann die offene Ignoranz gegenüber dem Ergebnis rechtfertigen soll.


Nun, hier steht kaum zu erwarten, dass irgendjemand, schon gar nicht der Threadstarter irgendetwas umsetzt, das ist schlicht zu kompliziert für jemanden der hier nach Fangspiegelgrößen fragt.
Wie üblich gilt ohnehin Der Threadstarter so spätestens ab Beitrag 10 als verschollen.

Frohes neues Jahr,
einen besonnenen Neustart und
viele Grüße
:)
*entfernt*

Die Darstellung praktischer Unbrauchbarkeit von Vorschägen und Ideen kann auch absolut ohne jeden praktischen Umsetzungsversuch sehr überzeugend gelingen.
Allerdings dauert das ewig bis jede noch so kleine Möglichkeit am Rande auch noch drei Mal beackert ist, und so bleibt halt die Frage, wen es in so einem Thread noch interessiert und wer das noch liest.
Es sind letztlich diejenigen die genau wissen was sie tun oder auch nur wissen was sie nicht tun aber mal gerne von anderen versucht hätten, aber keinesfalls diejenigen die fragen was sie sinnvoller Weise tun könnten.

Insofern halte ich den Rest des Zitats hier und jetzt immer noch für sehr aktuell und überlegenswert.

So bleibt denn auch der grün zitierte Satz nach meiner Überzeugung für die Zukunkt die deutlich bessere, sinnvollere und (oder weil) sehr viel kürzere und effektivere Variante mit sehr steiler Lernkurve.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat von MountyPython:
Hallo Gerrit,

f/4 maximal 8x verlängert macht minimal f/32. Die richtige Fokuslage hätte man aber wohl eher bei 6- bis 7-facher Brennweitenverlängerung, d.h. bei ca. f/24 bis f/28.

Gruß, Jan

P.S. - Es wäre ganz schön, wenn nicht jede Deiner Falschaussagen sogleich eine alberne Schimpfkanonade bei Dir auslösen würde. ;)
 
Hallo Günther,

das eigentlich auch das Einarm-Design in Rohrkrepierer ist, denn selbst den 12" Newton könnte man mit 18% lineare Obstruktion noch so bauen, daß der als Planetengerät nutzbar ist. Und damit einen besseren Kontrast abliefern kann, wie der einarmige Bandit der seit Jahr und Tag die durch die Foren geistert.

Wenn Kirchen so gebaut wären, der Kreuz hinge am Galgen.

CS
Gerrit
 
Hallo Gerrit,

das sehe ich nicht so.
Diese einarmige Mond-/Planetenkamera (nur mit Fangspiegel ist das ein Newton, so ist das eine Kamera) tut was sie soll, sie macht gute Bilder bzw sie lässt zu, dass gute Daten damit gewonnen und zu sehr guten Bildern verarbeitet werden. :super:

Es ist ein ganz spezielles System welches unter ganz speziellen Beingungen sehr gut funktioniert.
Das ist absolut toll und nötigt mir, unabhängig von einigen Optimierungsbaustellen die ich auch sehe, Respekt ab.

Erst wenn man sich von dieser (zunächst) definierten Aufgabe und den ebenso definierten Bedingungen entfernt, wenn versucht wird, auf Biegen und Brechen und völlig an der Aufgabenstellung vorbei immer mal wieder die fangspiegellose, tubuslose, einarmige, Idee irgendwie, in Teilen oder komplett unter das Volk zu bringen, wird es mit jedem Schritt problematischer und irgendwann indiskutabel in jeder Beziehung.

Ich weiß nicht genau, in den 60er Jahren(!?) sah man schon solche Konstruktionen und sie haben es nie zu größerer Verbreitung gebracht. Das liegt in dem Fall absolut nicht an zu hohen Kosten, zu massivem Materialeinsatz oder Gewichts-/Transportschwierigkeiten.

Es liegt an einer Vielzahl von Mängeln die den Vorteilen gegenüber stehen. Sie spielen nicht immer alle eine Rolle und doch bleibt zu selten auf der Vorteilsseite genügend übrig um für eine nennenswerte Verbreitung solcher Geräte zu sorgen.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Günther,

ok, vielleicht mag man es nicht so hart formulieren, wie ich es soeben getan habe. Aber wie Du sagst, ist es ein Spezialfall. Aber auf den näheren Blick bringt es kaum Vorteile. Bis auf die günstige, primitive Bauweise. Und das meine ich ausnahmsweise nicht negativ.
Aber sobald man damit Deepsky mit langen Belichtungszeiten machen will, ist die Sache auch schon mit ihren Nachteilen sichtbar. Gerade in diesem Fall sehe ich ganz starkes Optimierungspotenzial des existierenden Konzeptes.

Grüße,
Gerrit
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von Marcus_Zengl:
(1.) die optische Achse des Hauptspiegels am Brennpunkt in der Mitte des OAZ liegt.
(2.) die Achse des OAZ parallel zur optische Achse ist.
Hallo Marcus,

an meinem System sind beide Bedingungen nachhaltig erfüllt, und ich erreiche das Beugungslimit auch in den Bildecken [ 1 - 2 ] .

Gruß, Jan

Hallo Jan,

dass Du (1.) erfüllst glaube ich Dir. Dass du (2.) erfüllst kannst Du mit Deinen Testfotos nicht zeigen, weil Du mit Deinem Minisensor an F/11 keine ausreichend große Koma erreichen kannst wenn (1.) erfüllt ist. Du versuchst hier ein totes Pferd zu reiten.

Clear Skies,
Marcus
 
Zitat von Marcus_Zengl:
Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von Marcus_Zengl:
(1.) die optische Achse des Hauptspiegels am Brennpunkt in der Mitte des OAZ liegt.
(2.) die Achse des OAZ parallel zur optische Achse ist.
Hallo Marcus,

an meinem System sind beide Bedingungen nachhaltig erfüllt, und ich erreiche das Beugungslimit auch in den Bildecken [ 1 - 2 ] .

Gruß, Jan

Hallo Jan,

dass Du (1.) erfüllst glaube ich Dir. Dass du (2.) erfüllst kannst Du mit Deinen Testfotos nicht zeigen, weil Du mit Deinem Minisensor an F/11 keine ausreichend große Koma erreichen kannst wenn (1.) erfüllt ist. Du versuchst hier ein totes Pferd zu reiten.

Clear Skies,
Marcus

Hallo Marcus,
bei den Belichtungszeiten wird es auch schwer für Jan, eine gewisse Restkoma eindeutig zu identifizieren. Die wiederum würde bei Deepsky-Aufnahmen gnadenlos zuschlagen.

Ich möchte aus einer der Jan gebrauchten Referenzen folgendes Bild heranziehen.

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/Trapez_Statistik_A-F.jpg

Hier hat Jan das Trapez aufgenommen. Man sieht bei allen hinreichend hellen Sternen, das sich die Koma von unten nach oben auffächert. Letztendlich kann man aber es auch nicht genau sagen, weil jegliche Information fehlt, in welche Richtung der Balken zeigt. Das ist ein weiterer Nachteil des Einarm-Designs. Kollimation am Limit ist nicht eindeutig.

Das scheint bei Planetenaufnahmen nicht so ins Gewicht zu fallen. Hier würde ich anraten, Metaguide in die Auswertung der Kollimation mit einzubeziehen. Zeigt der Komaspot in Richtung Einarm-Halterung, ist aber kein verlass mehr auf die Eindeutigkeit.

CS,
Gerrit
 
Hallo Gerrit und Günther,

um mal wieder auf das banalere Thema FS-Auslegung zurückzukommen. Ihr habt mich jetzt komplett verwirrt!
66 bzw. 63mm FS? Wenn ich das mit http://www.bbastrodesigns.com/diagonal.htm versuche gibt es bei einem FS kleiner 76mm kein Ergebnis mehr, alleine der Vergleich 88 zu 76mm ist doch eindeutig so daß der 76er nur bis 7mm Diagonale heller ist als der 88er und ab rund 13mm Bildkreis schlechter als der 100er. Ein 66er oder gar ein 63er ist da wohl noch wesentlich schlecht bzgl. Ausleuchtung. Ich habe halt nunmal die 296mm Fokusabstand von der Hauptachse.
@Gerrit: Meinst Du mit 70% Ausleuchtung dass 70% des gewünschten Bildkreises voll ausgeleuchtet sind oder 70% der Sensorfläche?
Schonmal vielen Dank für eure Kommentare!
CS
Dieter

P.S.
Der 10"F4 Newton wird nur fotografisch betreiben. (Zum Glotzen habe ich geeigneteres)

Link zur Grafik: http://www.spamtrashcan.de/Fangspiegelauslegung10F4b.JPG
 
Hallo Dieter,

ich habs jetzt auch nochmal durchgerechnet.

Ich meinte wenn der Helligkeitsabfall bis zum Rand des Bildkreis 30% beträgt und damit eine 70% ausleuchte hat, kann man das noch mit Flats gut verarzten.

Zu der Empfehlung: Sorry, daß war nur grob überschlagen. Ich habs jetzt mal hiermit gerechnet. 3" würden mir ausreichen. Allerdings hat Du da schon eine hohe Obstruktion. Zielsetzung ist auch Lichtverlust und Kontrast in einer Balance zu halten. Aber selbst wenn Du einen 88 mm Fangspiegel nimmst, dann hast Du Ruhe bis zur Vollformatkamera.
Damit hast Du alle Koordinaten im Griff. https://stellafane.org/tm/newt-web/newt-web.html
Oder vom Otterstedt MyNewt. Das gibt Dir eine sehr gute Vignettierungskurve (durch die detaillierte Vignettierugnstabelle).

Man, ich ärger mich gerade, daß ich das gestern nicht mehr durchgerechnet habe.
Sorry dafür
Gerrit
 
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