Refraktor. Aber welcher?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Ruphartt

Neues Mitglied
Hallo Refraktorfreunde,

ich bin mehr oder weniger neu hier. Gern würde ich euer Wissen und vor Allem eure Erfahrung in Anspruch nehmen:

Wie so viele hab ich auf den allg. Rat gehört und mir als erstes Teleskop ein Dobson (SkyWatcher Classic 200p) angeschafft. Diesen möchte ich auch auf keinen Fall verteufeln, er hat mir schon viele tolle Ansichten präsentiert. Trotzdem habe ich das stetige Verlangen nach etwas anderen. Und zwar nach einem Refraktor. Dies hat mehrere Gründe, die ich hier aber nicht alle einzeln aufführen möchte. Einer der Gründe und vielleicht auch mit der größte Grund, ist dass ich den absoluten Großteil meiner Beobachtungen vom Balkon aus mache. Das macht mit dem Dobson keinen Spaß und zu dem hätte ich gerne eine go-to-Steuerung und vor Allem eine Nachführung. So recherchiere ich schon seit Monaten herum was es nun schlussendlich werden soll.
Erst wollte ich einen 120er FH. Da wurde mir an´s Herz gelegt lieber gleich auf 150mm Öffnung zu gehen. So hatte ich mir für eine Weile den SW Evostar 150/1200 auserkoren. Nach dem ich weiterhin (auch hier) viel gelesen hatte, bekam ich Zweifel. Die Horrorgeschichten über die "Farbwerfer" kennt jeder. Auch habe ich ziemlich oft gelesen dass Öffnung zwar toll ist, aber eben auch nicht alles. Zwischendurch war ich auch mal bei einem SC und Mak gelandet, was aber schnell verflogen war. Nun bin ich nach Monaten der Überlegung bei einem
Sky-Watcher Evostar 100ED gelandet. Und an dieser Stelle bitte ich um eure Erfahrung. Ist das eine Gute/Vernünftige Entscheidung? Gibt es besser Alternativen? Oder soll ich mir für das Geld doch lieber ein 150 FH holen? Alternativ hatte ich noch den TS 102/f11 ED im Blick. Es gibt echt verdammt viel Refraktoren dafür dass sie ja eigentlich so verteufelt sind.
Anforderungen:
Das Gerät soll hauptsächlich zum (spontanen) Spechteln auf dem Balkon genutzt werden. -> In der Stadt inkl. Lichtverschmutzung.
Der Balkon zeigt Richtung Osten und das was da vorbei kommt wird beschaut.
Mond > Sonne > Planten > Kugelsternhaufen > Nebel > etc.

Da ich schon viele Beiträge gelesen habe und weiß welche Diskussionen dabei entstehen. Bitte keine Antworten mit den Hinweis auf Reflektoren. Ich möchte einen Refraktor und auch nur darum dreht sich meine Bitte.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ruphartt,

der 150/1200 ist schon ein sehr grosses, massives Kaliber und muss sicherlich entsprechend montiert werden... Der Evostar ist in dieser Hinsicht entspannter zu betrachten, bei dieser Reihenfolge

Mond > Sonne > Planten > Kugelsternhaufen > Nebel > etc.

durchaus in Betracht zu ziehen, auch bei Vergrösserungen jenseits 100-fach... Sicherlich wirst Du noch fundiertere Antworten erhalten, dies nur als Anhaltspunkt.

Viele Grüsse

Markus


Und herzlich willkommen in Forum :)






Kleiner Nachtrag: Vielleicht gibt es in Deinem direkten Umfeld Sternfreunde, die ähnliches Equipment nutzen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

Sky-Watcher Evostar 100ED gelandet. Und an dieser Stelle bitte ich um eure Erfahrung. Ist das eine Gute/Vernünftige Entscheidung? Gibt es besser Alternativen?
bessere Geräte gibt es natürlich - ein Triplet-APO zum Beispiel.
Aber ich denke, das du mit dem 100ED keinen Fehler machst. Der Wunsch nach größerer Öffnung besteht immer, oder
besser gesagt er entwickelt sich mit der Intensität von Beobachtungen.
Wie ich sehe, soll der Refraktor visuell genutzt werden: Ein FH hat einen Farbfehler (blauer Rand) was bei hellen Objekten
natürlich besonders auffällt (Mondbeobachtungen). Ein ED mindert diesen zumindest in gewissen Umfang.
Wenn er dich nicht stört kann ein 150 FH auch in Frage kommen. Natürlich ist die Baulänge zu beachten und das auf einem Balkon?

Goto Montierungen gibt es verschiedene. Ich besitze eine Celestron-ADM undbin sehr zufrieden damit.
Wenn du die Montierung ein mal genau eingenordet und kallibriet hast, kannst du dir beim weiteren Nutzung das Prozedere
sparen und das Last Aligment nutzen, wenn die Montierung stationär unverändert blieb.
Ohne Sicht auf den Polarstern ist die Einrichtung auch möglich.


VG+CS Dieter
 
Hi!

Einen 200/1200 Dobson durch einen 150/1200 Fraqunhofer zu ergänzen, bringt dir nichts außer Farbfehler – selbe Öffnung, mehr Aufwand bei der Montierung, grob ähnliche Leistung, wenn man die Obstruktion abzieht. Ein ED100 – und noch mehr ein ED80 – bringt die mehr Bildfeld wegen kürzerer Brennweite und ist somit eine Ergänzung, auch wenn er am Himmel weniger zeigt. Und 150/1200 sind groß! Den trägt man nicht mal so durch die Wohnung, da ist der 80/910 schon sperrig. Einen 150/1200 haben wir im Verein auf einer CGEM (EQ6), wobei die Montierung fest auf einer Säule steht. Das sperrige Teleskop alleine draufzuheben ist schon immer eine kleine Heruasforderung, auch ohne an der Balkonbrüstung zu stehen.

Und ein ED80 ist sehr transportabel und braucht keine große Montierung. Ich setze regelmäßig einen ED80/600 und einen Vixen 80/910 auf dem Balkon ein – der ED80 ist mein Favorit, weil er handlicher ist, mehr Feld liefert und vielseitiger ist (Richfield, Höchstvergrößerung, Sonne in Weißlicht und H-alpha), und das alles auf einer handlichen Vixen Porta (oder alternativ einer alten GP-DX für Goto und Nachführung). 100mm wären für mich das Maximum, wenn es schnell aufgebaut sein soll.

Wenn schon ein kleineres Gerät dazu soll, würde ich nichts nehmen, was zu nah am schon vorhandenen Dobson ist, sondern ihn sinnvoll ergänzt.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo @Ruphartt ,

das würde mich auch interessieren.
Bevor weitere Vorschläge kommen, müsste man die Geldbeutelgröße wissen. Je nach Budget fällt das ein oder andere schon weg.
Da Du ja einen Dobson hast, muss ja alles neu angeschafft werden und dann willst Du ja auch GoTo.

Bin da bei Alex @Kerste .
Eher was kleineres und in Richtung ED, Apo.

Besitze selbst einen 120/1200 FH. Das Teil braucht schon was an Montierung. Stabil habe ich den auf einer EQ6-R bekommen.
Die Teile sind einfach lang und bringen ordentlich Hebel mit, was für mich bei der Wahl der Montierung fast ausschlaggebender ist als das Gewicht.
Und bei der Länge sind die auf Balkonen der herkömmlichen Art genauso sperrig wie ein 200/1200 Dobson.
Auch würde ich auf einem Balkon, da beobachte ich auch, eher zu einer Alt/AZ Montierung greifen. Schön bequem hinten sitzen und das Auge entspannt am Okular.
Alt/AZ kannst Du fast bis ganz an die Brüstung stellen. Das Rohr kann ja ruhig drüber schauen, du sitzt ja hinten dran. Auch variiert der Einblick m.E. bei einer Alt/AZ nicht so stark wie bei einer parallaktischen Montierung.
 
Bin da bei Alex @Kerste .
Eher was kleineres und in Richtung ED, Apo.
...würde mich diesem Vorschlag anschließen.

Hallo Ruphartt,

erstmal Willkommen hier an Bord... :)

Irgendwas in der 3-4 Zoll Liga würde ich für Balkon und schnellspechteln auch empfehlen, Du musst halt nur wissen das von 8 Zoll auf 3-4 Zoll schon ein signifikanter Unterschied besteht und Dich darauf einlassen können.

Der Evostar und der TS 102/f11 sind schonmal solide Geräte, durch die lange Brennweite eben auch weitestgehend farbrein, allerdings dafür schon etwas länger und sperriger.

Oder halt einen kleineren 80ier ED, hierfür benötigst Du dann auch nur eine kleine Monti, also alles auch etwas kostengünstiger und schneller einsatzbereit.

Tja und wenn es dann noch um eine sehr gute Optik gehen soll würde ich vielleicht mal den Takahashi 76 DCU im Hinterkopf behalten, wohl eine der besten Optiken derzeit in der 3 Zoll Klasse.

Aber wie gesagt, ein 3-4 Zöller ist eben kein 8 Zöller, in manchen Disziplinen muss man Abstriche machen, in anderen Disziplinen gewinnt man hinzu.;)

Andreas
 
Hallo Ruphartt,

wie groß bzw tief ist denn dein Balkon?
Eventuell bringt es dir ja bereits etwas deinen Dobson etwas höher zu stellen, Kleiner Tisch etc.?

Zu deiner eigentlichen Frage wurde bereits vieles gesagt dem ich mich nach Jahren der visuellen Astronomie nur absolut anschließen kann.

Der 150/1200 ist schon ein gewaltiges Trumm das erstmal montiert werden will, unter ner EQ6 macht dir das keinen Spaß, zudem ist er zu nah an deinem 200er Dob was die Öffnung betrifft.

Du bist mit einem 100er ED schon echt gut beraten, habe selbst einen und nutze ihn gerade für Mond und Planeten auch mit Bino auf einer AZ Giro Montierung. Das Teil macht echt Spaß!

Was ich mir jedoch als Zweitteleskop auf dem Balkon zulegen würde wäre auch der bereits genannte ED80.

Egal welcher Hersteller, die mehmen sich alle nicht viel für einen „Anfänger“ und ermöglichen dir nicht nur große Felder(Okularabhängig) sondern erlauben dir, dank ED, auch mal höhere Vergrößerungen für das Sonnensystem.
ACHTUNG: Sonne bitte immer nur mit entsprechenden Filtern!!!

Montieren würde ich den 80er dann auf einer Skywachter AZ Gti bzw. GtiX, somit hättest du eine Nachführung sowie auch Goto!

Beides, ED und Montierung, würde ich mir gebraucht kaufen(du weißt wo du schauen kannst;-)) und vom gesparten Geld springt vielleicht noch ein schönes Okular raus.

VG
Michael
 
Hallo,
mir ist dein Budget egal, wir finden schon etwas. Wichtiger ist, wie groß dein Balkon ist. Selbst der 100er ED ist schon ein Klopper. Wenn ich auf dem (ziemlich kleinen) Balkon war, habe ich mich immer weiter verkleinert. Der Vorschlag 80/560 ED ist schon nicht schlecht, den hatte ich auch. Am Ende bin ich bei einem 70/420 ED gelandet. Der ist klein und leicht, benötigt keine schwere Montierung und ist auch nicht sooooviel kleiner als der 100er, was die optische Leistung angeht. Außerdem ist er auf Flugreisen super. Zum Budget, fängt gebraucht bei etwa 300€ und du wirst auch kein Problem haben, mehr als 1000€ auszugeben. Dazu eine AZ-GTIx und fertig ist die perfekte Balkonausrüstung.
CS Harald
 
Hallo,

ich hatte auch mal einen 100/1000 Refraktor auf dem Balkon. Er benötigte ein großes Stativ und nahm viel Platz ein. Deswegen durfte er nicht ständig auf dem Balkon bleiben.
Deshalb kam ein 70/420 ED auf einem Säulenstativ dazu. Damit blühte mein Hobby wieder auf. Er war immer Einsatzbereit, ich kam, dank des Säulenstativ, ganz nah an das Balkongeländer und konnte deshalb einen größeren Himmelsausschnitt überblicken. Mit einen Fotostativ darf er mich auch auf Reisen begleiten. Den 100/1000 Refraktor habe ich inzwischen verkauft. Er kam nicht mehr zum Einsatz.

Inzwischen habe ich auch einen 80/480 Apo. Er ist etwas größer und schwerer, passt aber noch in die gleiche Tasche und auf die gleiche Montierung (AZ-GTi) wie der 70/420 ED. Optisch ist der Unterschied vorhanden aber nicht groß.
 
Hallöchen,

ich danke euch erstmal für die zahlreichen und hilfreichen Antworten!

Ok das mit dem 150er hab ich mir schon so gedacht und Ihr habt es mir nochmal bestätigt. Den streich ich mal gedanklich.

Was das Budget angeht, das liegt so bei 2.000 - 2.500€. Muss aber nicht aufgebraucht werden. Montierung ist da mit inbegriffen.

Mein Balkon ist ziemlich groß. So ca. 2m tief und 3m breit. Ich muss mich nur zwischen dem Bepflanzungen meiner Frau arrangieren :)

Ein 80er Apo wurde mir auch schon an´s Herz gelegt. Ich habe nur Angst dass bei der Planetenbeobachtung ihm da ein wenig die Puste ausgeht. Deswegen war mein Gedanke dann doch eher ein 100er (mehr Vergrößerung+63% mehr Lichtleistung) zuzulegen. Was den 80er etwas schmackhaft macht ist das Argument von Harald @h.kothe es im Flugzeug mitnehmen zu können.
Trägt die AZ GTI einen 80er gut?

LG
 
Hi!

Zum 80er und Planeten: Ob bei 150/160x oder bei 180/200x Schluss ist, macht keinen großen Unterschied. Planeten machen so ab 300x Spaß, gerade wenn's alle zwei Jahre um Mars geht:) Oder andersrum: Wenn du Planetendetails willst, dann nimm einen 6" Apo oder größer, ein zu schneller Achromat bringt da auch nichts.

Andererseits geht auf dem Mond auch mit 80mm sehr viel, und ein kleiner, aber knackscharfer Planet mit viel Umgebung hat auch seinen Reiz und macht Spaß. Zu
Anforderungen:
Das Gerät soll hauptsächlich zum (spontanen) Spechteln auf dem Balkon genutzt werden. -> In der Stadt inkl. Lichtverschmutzung.
Der Balkon zeigt Richtung Osten und das was da vorbei kommt wird beschaut.
Mond > Sonne > Planten > Kugelsternhaufen > Nebel > etc.
passt das ganz gut. 6" aufwärts dann, wenn du wirklich kleine details jagst.

Bei dem Budget würde ich eventuell einen Bino-Ansatz andenken, dann wirken die Sachen auch größer.

Den Revierstreit mit den Pflanzen auf dem Balkon kenne ich auch nur zu gut...

Beste Grüße,
Alex
 
Nimm einen Refraktor, der im Schwerpunkt visuell und rich-field für Deep-Sky gut ist. Zwangsläufig landest Du dann zwischen 80/560ED (z.B. SVBONY SV503) und 150/750 Achromat. Der Skywatcher Startravel 150/750 Achromat z.B. ist wegen Baulänge und Gewicht dann jedem 150/1200 vorzuziehen. Beim späteren Einsatz mit einer Astrokamera wirst Du bei Letzterem im Schmalbandbereich gute Aufnahmen hinbekommen.

Und jetzt kommts: Für die Brennweite und Planeten nimmst Du z.B. den 127/1500 Skywatcher MAK. Dann musst Du zwar die Tuben wechseln je nach Objektinteresse - aber Du kommst dann auch mit einer EQ5 GOTO Monti aus, die beide Optiken gut trägt und nachführt.

Gruß,
Peter
 
Ich habe mir deswegen ein kurzen 80er geholt, der Hebel ist auch sehr wichtig. Mein TS80/480 wiegt 3 kg, mit Spiegel und Okular knapp 4 kg und wird noch gut getragen. Ich habe unter der AZ-GTi aber nicht das Originalstativ welches mit ihr zusammen verkauft wird. Das scheint, wie üblich, knapp bemessen zu sein.
Brennweite und Planeten nimmst Du z.B. den 127/1500 Skywatcher MAK
Genau den habe ich auch zum Refraktor dazu. Das war ein guter Tipp aus dem Forum.
 
Was das Budget angeht, das liegt so bei 2.000 - 2.500€. Muss aber nicht aufgebraucht werden. Montierung ist da mit inbegriffen.
Ein 80er Apo wurde mir auch schon an´s Herz gelegt. Ich habe nur Angst dass bei der Planetenbeobachtung ihm da ein wenig die Puste ausgeht. Deswegen war mein Gedanke dann doch eher ein 100er (mehr Vergrößerung+63% mehr Lichtleistung) zuzulegen.
Hallo,

hier in Anzeigen wird gerade ein APM 107/700mm. angeboten,( ich habe zum Verkäufer keine persönliche Beziehung!) die Teile sind in der Regel optisch und mechanisch schon auf hohem Niveau, dazu vielleicht eine Monti in der EQ5 Klasse und Du hättest eine sehr gute Kombi.
Wäre dann natürlich etwas ausladender als eine Kombi mit einem 80ier, Größe hat halt auch ihren Preis.

Andreas
 
Ich würde das Geld nicht in einen kleinen Apo investieren, dein 8 Zoll Dobson ist, wenn die optische Qualität stimmt, nicht zu schlagen. Dann besser in einen Bino-Ansatz von BW-Optik, Baader, Denkmeier (eigener GWK) mit GWK von Televue auf 2 Zoll (2fach GWK+Adapter) anlegen und phantastische Bilder von Mond und Planeten, wie auch Sternhaufen in 8Zoll-Auflösung erhalten.
Schon bei 180 facher Vergrößerung machen Planeten dann richtig Spaß.

Grüße Martin
 
Und jetzt kommts: Für die Brennweite und Planeten nimmst Du z.B. den 127/1500 Skywatcher MAK. Dann musst Du zwar die Tuben wechseln je nach Objektinteresse - aber Du kommst dann auch mit einer EQ5 GOTO Monti aus, die beide Optiken gut trägt und nachführt.
Naja, wenn man das gedanklich mal durchspielt und sich den Mak mit AZ-GTI + einen 80er APO dazu holt, ist das fast noch 1.000€ billiger als einen 100er Apo inkl. Monti. Irgendwie lustig.
 
Ich könnte meinen zu verkaufenden TS Optics APO 80 F7 Douplet SD mit FPL53/Lanthanglas in die Runde werfen. Falls das interessant wäre…
 
Hallo Martin,

der Dobson mit Bino passt nur schlecht zu den Anforderungen aus dem Ursprungspost:
Einer der Gründe und vielleicht auch mit der größte Grund, ist dass ich den absoluten Großteil meiner Beobachtungen vom Balkon aus mache. Das macht mit dem Dobson keinen Spaß und zu dem hätte ich gerne eine go-to-Steuerung und vor Allem eine Nachführung.
und
Bitte keine Antworten mit den Hinweis auf Reflektoren. Ich möchte einen Refraktor und auch nur darum dreht sich meine Bitte.
Was bringt der Hinweis auf die bessere Optik vom vorhandenen Dobson, wenn sie am aktuellen Standort keinen Spaß macht? Ich habe auch noch einen 5" Schiefspiegler im Keller, der den kleinen ED80 nicht nur am Planet schlägt. Ist nur zu viel Aufwand, den regelmäßig aufzubauen. Da macht der Kleine mehr Spaß. Ein 8"-Dobson ist auch im Haus – da kann ich den Wunsch nach Nachführung an Mond und Planeten auch gut nachvollziehen, auch wenn bei mir das Goto mit StarSense-Pushto abgedeckt ist.

Wobei der Bino-Ansatz vom kleinen Apo auch an den vorhandenen Dobson kann, wenn es mal raus auf den Acker geht.

Beste Grüße,
Alex
 
Hi Alex,

ja, er schreibt, keinen Spaß mit dem Dobson auf dem Balkon zu haben, aber warum schreibt er nicht. Ich beobachte auch ausschließlich von meinem Balkon aus mit einem 8 Zoll Dobson. Sicher gibt es auf dem freien Feld bessere Bedingungen, aber vom Balkon geht dafür schon einiges. Ich habe zuletzt Mond bei 300 fach durchs Bino eine Stunde lang sehr ruhig beobachtet. Eine Nachführplattform bekommt man gebraucht für 150€. Wo ist sein Problem? Aber gut, muss jeder selber wissen.

Grüße Martin
 
Hallo Martin,

ich hatte extra in meiner Einleitung beschrieben was ich möchte und was nicht. Auch wenn ich deinen Hinweis zu schätzen weiß bleibt mein Wunsch nach einem Refraktor bestehen. Wenn man fragt welches Teleskop das beste ist, ist häufig die Antwort; das was man am meisten nimmt. Meinen Dobson will ich ja auch nicht wegschmeißen, ich weiß was ich an ihm hab. ABER ich möchte dazu halt noch einen Refraktor haben. Punkt. Wenn es doch mal auf´s Feld geht kann ich beide mitnehmen und meine Frau kann parallel auch mit schauen. Deswegen war der Hinweis von Alex schon richtig.
 
Hallo Ruphartt,
hier mit kannst du deinen Newton pimpen, auf Goto und Nachführung.
Wenn du die Rockerbox auf ein Rollbrett machst oder mit Schubkarrengriffen versiehst musst du nicht mal mehr schleppen.

Ein kleiner Refraktor wäre optisch ein Downgrade.
Wenn schon Refraktor dann als APO, sonst wirst du am Farbfehler der Achromaten keine Freude haben, vor allem wenn es um Sonne und Planeten geht.

Je nach Größe deines Balkons solltest du die Stativaufstellung mal durchdenken.
Das kann nämlich ganz schön nervig sein wenn man immer über die Stativbeine klettern muss.
LG
 
Zum Thema Platz, eine Säule ist tatsächlich Gold wert. Meine Lösung ist nicht ultrastabil (die Bodenplate ist zu dünn), aber die Aufbauzeit ist deutlich reduziert, wenn man nur die Montierung (normalerweise nutze ich eine kleinere GP-DX statt der schweren Saturn) auf das Stativ setzt und für visuell gut genug eingenordet ist. Und man kommt näher an das Geländer, sodass Markisen oder Dächer weniger stören.

Die Halbsäule war vorhanden, daher die Lösung mit dem Baumstamm, um testen, ob sich bewährt. Hat es; eine stabilere Lösug kommt, wenn das Holz verrottet ist.

Beste Grüße,
Alex
Sauele-IMG_4927.jpg
 
ABER ich möchte dazu halt noch einen Refraktor haben. Punkt.
Ist absolut nachvollziehbar - letztlich bleibt Dir nur eine Entscheidung: eher kurz als Weitfeldgerät oder lieber mehr Öffnung für mehr Auflösung?

Wenn ich mir Deine Postings durchlese - großer Balkon, Dobson soll da bleiben - denke ich: etwa ein 4" ED Apo könnte ideal sein.

Ich habe hier einen 80/600 Volksapo, einen 125f7,8 SD Apo und einen sehr guten 8"f6 Dobson. Mit Abstand am meisten nutze ich den 5" SD Apo weil der mehr oder weniger die Vorteile vereint: zeigt viel mehr als der 80/600 und steckt weniger im Seeing als der 8". Meine Wahl fiel auf den 125/f7,8 da ich wenig Weitfeldambitionen habe und oft im Sonnensystem beobachte.


Viele Grüße Felix
 
Ich würde das Geld nicht in einen kleinen Apo investieren, dein 8 Zoll Dobson ist, wenn die optische Qualität stimmt, nicht zu schlagen. Dann besser in einen Bino-Ansatz von BW-Optik, Baader, Denkmeier (eigener GWK) mit GWK von Televue auf 2 Zoll (2fach GWK+Adapter) anlegen und phantastische Bilder von Mond und Planeten, wie auch Sternhaufen in 8Zoll-Auflösung erhalten.

Wo ist sein Problem?
Hallo Martin,

dass Problem ist vielleicht das viele Leute ihr Hobby nicht nur auf eine rationale und quantitative Weise betrachten sondern auch emotionale Wünsche mit einfließen lassen.
Zwei Autos, Armbanduhren, Fernseher etc. wozu, rational betrachtet völlig überflüssig.

Und... wenn ein kleineres Teleskop zum häufigeren Gebrauch verleitet ist das doch auch ein rationales Argument.

Für mich spielt übrigens noch Ästhetik eine Rolle, ich denke in dieser Disziplin ist jeder gute APO einem Dobson überlegen, auch wenn letzterer "mehr" zeigt, ist "mehr" nicht immer ganz oben auf der Prioritätenliste, zumindest bei vielen Hobbyisten.

Andreas
 
ich denke in dieser Disziplin ist jeder gute APO einem Dobson überlegen,

Man kann ja nu alles als Dobson montieren, auch einen Intes MN86 DeLuxe. Da muß sich der Apo nicht nur von der Auflösung her anstrengen wenn das Seeing mitspielt ;)

Ich sehe eher das Problem daß viele Spiegelteleskope egal welcher Bauart ab Werk unnötige Mängel haben. Es braucht keine teure exotische Optik, ein guter 8"f6 mit gebogener Spinne + Komakorrektor kann sehr ( sehr sehr) nah an die schöne ästhetische Abbildung eines vollkommen farbreinen Apos kommen. Gibt's halt blöderweise nicht serienmäßig zu kaufen da muß man selber (um-) bauen. Das ist kein Hexenwerk aber nicht jedermanns Hobby im Hobby.

Von daher sehe ich Apos vor allem in der Größe als die beste Lösung wo bei Reflektoren die Obstruktion oder Fokuslage oder Ausleuchtung oder alles nicht mehr funktioniert: bei kleinen Geräten unter 4" oder 5" sind Apos schlicht vergleichsweise kompromisslose Lösungen. Das ist aber letztlich alles Geschmackssache...


Viele Grüße Felix
 
Ich sehe eher das Problem daß viele Spiegelteleskope egal welcher Bauart ab Werk unnötige Mängel haben. Es braucht keine teure exotische Optik, ein guter 8"f6 mit gebogener Spinne + Komakorrektor kann sehr ( sehr sehr) nah an die schöne ästhetische Abbildung eines vollkommen farbreinen Apos kommen. Gibt's halt blöderweise nicht serienmäßig zu kaufen da muß man selber (um-) bauen.
Hallo Felix,

ich habe jahrelang mit einem 10er Dobson von der Stange beobachtet, dann "hochgerüstet" auf 18 Zoll mit sehr guter Optik und top eingestellt, dass war natürlich ein Quantensprung an Quantität und Qualität.
Aber trotzdem, wenn es um pure Ästhetik geht bevorzuge ich immer noch mein Tak TSA 102/816mm. oder den TMB 130/1200mm.

Wie groß die optischen Unterschiede zwischen Spiegel und Linse nun sind bleibt bei der subjektiven Bewertung des Beobachters, für mich sind sie zwar nicht signifikant aber doch erkennbar.

Andreas
 
Hallo,
habe hier die vielen guten Ratschläge und Meinungen gelesen. Als ein klein bischen Senf von mir: Dr. Ahnert von der Sternwarte Sonneberg/Thüringen beobachtete in seiner Freizeit am liebsten mit einem 80 mm Refraktor, obwohl ihm ja wesentlich größere Optiken zur Verfügung standen....

Gruß Günther
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben