Reise-Fernglas bis 200Euro gesucht

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hast ja recht...

Du hast ja recht...

Gerade bei TS bin ich vielleicht immer etwas zu blauäugig gewesen. Du hast halt auch mehr "Astrojahre" auf dem Buckel als ich - vielleicht habe ich noch zuwenig gekauft, um so abgeklärt zu sein <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Warum hat sich eigentlich Wolfi noch immer nicht zu Wort gemeldet...

carpe noctem
Matthias
 
Re: Hast ja recht...

> Du hast halt auch mehr "Astrojahre" auf dem Buckel als ich - vielleicht habe ich noch zuwenig gekauft, um so abgeklärt zu sein

Hallo Matthias,

mit der Zahl der Astrojahre hat das sicher nichts zu tun. Erfahrung und das nötige Maß gesunden Menschenverstand hast Du sicher genauso. Wahrscheinlich juckt es mir nur öfter in den Fingern, wenn ich offensichtliche Gegensätze zwischen Werbung und Realität bemerke oder davon erfahre. Und dann habe ich ernste Schwierigkeiten, mich zu bremsen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Aber zum Glück geht es nicht nur mir so. Ich glaube, Thomas (der mit der Nr. 1970) fragt auch gern mal nach <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Am gekauften Equipment kann's übrigens auch nicht liegen. Mit zunehmender Zahl von Käufen wird man nicht ruhiger und klüger sondern vom Kontostand nur ärmer. Wäre man dadurch abgeklärter, dann würde man nicht so viel kaufen. Und so schließt sich der Kreis ohne Aussicht auf Besserung ...

> Warum hat sich eigentlich Wolfi noch immer nicht zu Wort gemeldet...

Das frage ich mich auch. Es wird bestimmt noch mehr Leute interessieren, was Herr Ransburg zu der teils recht kritischen Einschätzung vom Markus sagen kann. Warten wir mal ab, ob noch ein Statement folgt.

Frank.
 
Re: Kompromisse

Hallo Frank,

die Anzahl der Astrojahre mit Fernglas bemißt sich natürlich nicht in Altersjahren, sondern in Kilostunden beobachtet
(die erste ist die härteste) - erst dann kommen gute Gläser in die 1 €/Std Gegend, die ein billiges Lidl bereits nach
20 Std. erreicht. Aber die nächsten 20 möchte man dann halt mit was besserem.. usw.

Das Problem ist eher, daß man immer empfindlicher wird gegen "nervige" Fehler - ich HASSE zum Beispiel Reflexe.
Und das Glas, das CA's (tolle Innovation der Fotofans für Farbfehler, soll glaube ich "colour aberrations" heißen)
gar nicht zeigt UND keine Reflexe hat UND klein und leicht ist UND alles optimal bringt wäre wohl sowas wie die
high end Stereoanlage eines Bekannten, der sich seit Jahren damit beschäftigt, wie man die optimale Qualität
erreicht - immerhin hat er mir die Boxen, die ich jetzt habe, als "das habe ich mir gleich gedacht, daß Du darauf
landest" bezeichnet - sie bringen halt auch noch einen Kontrabaß sehr schön, was mir wichtig ist und ihm eigentlich
ziemlich egal, da er sich eher auf Nebengeräusche spezialisiert hat.

Also wäre meine eher hinterhältige, aber korrekte Frage: welches Lieblingsobjekt willst Du denn so optimal sehen?
Michstraße ist glaub ich eines Deiner Hobbys - da brauchst dann kein CA-freies Glas, während andere ihre
Hochkontrast Vögel vor Gegenlicht ohne Farbring haben wollen. Eigentlich müßte man für Euch (und mich?) den Beruf des
freien Fernglasbauers erfinden, der wie ein Geigenbauer nach Kundenwunsch Gläser bis 50 000€ "konfiguriert".
So wie bei den high endern im Stereo...

Aber ich sollte nicht so frech sein, ich liebe manche Gläser auch eher wegen der Haptik oder der Historie oder
anderen "special effects", nur daß ich bisher aufgrund der Vielfalt meiner Hobbys mir nie ein 1000€ Fernglas
geleistet habe, gegen das ich dann als Ergänzung ein anderes mit anderem "Profil" brauche usw.
Aber hier im Forum braucht man ja auch jemand, der sich mit wesentlich lausigeren Kompromissen befaßt
(wenn schon nicht die Monroe welche Blondine kommt dann in Frage)

Gruß und schön daß Du wieder hier aufgetaucht bist!
 
Re: Kompromisse

"Reich ist man nicht durch das,
was man besitzt,
sondern mehr noch durch das,
was man mit Würde zu entbehren weiß."

Epikur 341-271 v.Chr.
gr. Philosoph

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Ein Herz für Optik

Also wäre meine eher hinterhältige, aber korrekte Frage: welches Lieblingsobjekt willst Du denn so optimal sehen?
Michstraße ist glaub ich eines Deiner Hobbys - da brauchst dann kein CA-freies Glas, während andere ihre
Hochkontrast Vögel vor Gegenlicht ohne Farbring haben wollen. Eigentlich müßte man für Euch (und mich?) den Beruf des freien Fernglasbauers erfinden, der wie ein Geigenbauer nach Kundenwunsch Gläser bis 50 000€ "konfiguriert".
Hallo hanz,

eine kurze Antwort dazu will ich Dir nicht schuldig bleiben. Ich brauche ganz bestimmt kein Glas für 50000 Euro, auch keins für 1000 und 500 Euro muß es auch nicht kosten. Mir gefallen halt Ferngläser, wo man merkt, daß der Konstrukteur mit Sachverstand und Herz für gute Optik am Werke war. Das fängt beim äußeren an, geht über eine präzise, durchdachte Mechanik und eine ausgereifte Optik bis zu einem bequemen Einblickverhalten, wo man das Glas ans Auge setzt und es passt einfach. Ich bin mal so frei und hoffe, mir nimmt das keiner übel, und zitiere Herrn Seeger aus seinem wunderschönen Buch über Ferngläser. Im Kapitel über Zeiss und Hensoldt Feldstecher schreibt er:

"Doch auch ohne alle Erklärungen, Erkenntnisse, Belehrungen und unabhängig von prominenten Namen wären wohl für jeden anspruchsvollen Beobachter die Modelle Telact, Noctar, Septar, Decarem, Deltar, 8 x 60 und 8 x 60 H sowie der Oberkochener 8x50-Feldstecher solche Entwicklungsleistungen, die zur Zeit ihrer Entstehung ihresgleichen suchten. Durch Ferngläser wie diese zu blicken, ist eine Freude und Erholung; sie können zum Teil der eigenen Augen, ja des Herzens werden." *

Das ist genau das, was ich meine. Dazu muß ein Fernglas nicht die modernste Vergütung und auch kein P* auf den Dachflächen der Prismen haben. Es ist eine durchdachte und ausgefeilte Konstruktion mit sehr guten Okularen, präzise gefertigten und justierten Objektiven und Prismen, die so ein Fernglas kennzeichnet. Das trifft auf ein Zeiss 8x50 B genauso zu wie auf ein Leitz 8x40 Trinovid oder ein Hensoldt 7x42 Dialyt. So ein Fernglas kann aus den 60-er oder 70-er Jahren stammen, der Blick durch das Glas ist einfach faszinierend. Damit wird die Beobachtung zum Vergnügen und bringt wirklich Entspannung. Wenn ich mit manch anderen, mit diversen Logos verzierten, zeitgenössischen Ferngläsern in die Natur oder unter einen klaren Nachthimmel ziehe, dann ist das nicht immer mit Entspannung verbunden. Was ich an diversen Chinagläsern kritisiere, habe ich oft genug geschrieben. Es sind eine Menge Kleinigkeiten, die in der Summe den Spaß an der Freude verderben.

Mir ist natürlich klar, das man das auch ganz anders sehen kann. Nicht jeder teilt diese Art von Entspannung und ist mit einem der aktuellen "High-End Gläser" glücklich und zufrieden. Nur juckt es mir in den Fingern, wenn solche "Wunder der modernen Technik" in einen Himmel gelobt werden, wo sie nun wirklich nicht hinpassen. Abseits aller Diskussion um optische Qualität sollte natürlich der Spaß am Sternegucken nicht zu kurz kommen. Diesen Spaß kann man mit einem Olympus DPS-R genauso haben wie mit einem Zeiss Victory FL. Und solange man sich nach heftiger Kritik und Wortgefechten unterm Sternhimmel wiederfindet, ist die Welt aus meiner Sicht in Ordnung. Das müßte doch für Händler, denen man sagt, daß sie eben kein "High-Tech Fernglas" verkaufen, genauso gelten wie für einen User, dem gerade mitgeteilt wird, daß der Kauf eines Victory FL völliger Blödsinn ist, weil man mit einem Lidl Fernlas die Sterne genauso sieht <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Wollen wir hoffen, daß dieses Forum bei aller Kritik weiterhin so friedlich bleibt wie bisher.

In diesem Sinn beste Grüße, Frank.

* Zitat aus: Hans T. Seeger, Feldstecher - Ferngläser im Wandel der Zeit, 1. Auflage 1989.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Neue TS Tripletts nur noch Billigware?

Hallo Holger,

keine Sorge, die TS Triplets haben sich in Sachen Prismen, Objektiv ... nicht verändert.

Ich persönlich finde aber das Nevada, zumindest von der Mechanik her und auch vom Einblickverhalten her, ewtas angenehmer.

Wir haben durch sehr große Bestellmengen und gutes Nachverhandeln aber deutlich bessere Preise bekommen und geben die natürlich an unsere Kunden weiter.

Wolfi Ransburg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Neue TS Tripletts nur noch Billigware?

Hallo Wolfi,

Danke, dass Du Dich eingeschaltet hast! Nachdem wir uns hier so viel Muehe mit diesem Thread gemacht haben, wuerden wir natuerlich sehr gern noch ein wenig Deinen Erfahrungsschatz als China-Astro Haendler anzapfen.

Bei der geballten Kompetenz dieses Forums ist Dir ja klar, dass man uns hier auf Dauer nichts vormachen kann :-)

Da noch immer einzelne Tester der TS Glaeser von Problemen mit der Kollimation und/oder der Fokussiermechanik zu berichten scheinen (und dabei muss es sich ja nicht um die Mehrheit der TS Benutzer handeln, aber es gibt solche), trotz der Endkontrolle bei TS: Ist es so, dass die Chinesen hier nicht verbessern wollen/koennen? Gehen sie bei Beschwerden lieber mit dem Preis runter anstatt sich hinzusetzen und die Serienstreuung zu verringern? Waere es nicht moeglich, hier als Importeur einen sanften Druck auszuueben, indem man nachverhandelt, aber anders: Anstatt viele Glaeser fuer niedrigeren Preis nur noch solche ausgesuchten Geraete, die einen gegebenen Satz von Toleranzen nicht ueberschreiten. Falls doch, gehen sie auf Kosten der Chinesen wieder nach China zurueck.

Wuerde man auf diese Weise nicht mittelfristig eine Verbesserung der Qualitaet erzwingen koennen?

Gruss,
Holger
 
Re: Neue TS Tripletts nur noch Billigware?

Hallo Holger,

das tun wir, z.B. mit dem Nevada. Der ist in einiger Hinsicht z.B. eine Verbesserung des alten Glases.

Wolfi
 
Alternativen?

Hallo Holger,

würde ich auf eine so einfache und kurze Fragestellung, wie z.B. Deine:
Da noch immer einzelne Tester der TS Glaeser von Problemen mit der Kollimation und/oder der Fokussiermechanik zu berichten scheinen (und dabei muss es sich ja nicht um die Mehrheit der TS Benutzer handeln, aber es gibt solche), trotz der Endkontrolle bei TS: Ist es so, dass die Chinesen hier nicht verbessern wollen/koennen? Gehen sie bei Beschwerden lieber mit dem Preis runter anstatt sich hinzusetzen und die Serienstreuung zu verringern? Waere es nicht moeglich, hier als Importeur einen sanften Druck auszuueben, indem man nachverhandelt, aber anders: Anstatt viele Glaeser fuer niedrigeren Preis nur noch solche ausgesuchten Geraete, die einen gegebenen Satz von Toleranzen nicht ueberschreiten. Falls doch, gehen sie auf Kosten der Chinesen wieder nach China zurueck.
eine solch fundierte und tiefschürfende Antwort bekommen, wie z.B. die von Herrn Ransburg:
das tun wir, z.B. mit dem Nevada. Der ist in einiger Hinsicht z.B. eine Verbesserung des alten Glases.
so würden in meinen Augen Kritikpunkte, wie von Max beim Nevada angesprochen:
1- Reflexe an hellen Objekten hatte ich eher am Okular. Sie waren rund und nicht Balkenförmig.
Also scheinen sich die Kanten der Dachkanten verbessert zu haben
2- Geisterbilder habe ich direkt nicht gesehen, hatte allerdings den Eindruck von Doppelbildern. Der Kontrast war dennoch ziemlich flau.
3- die Dioptrienkorrektur war bei meinem Glas wie in Beton gegossen. Anscheinend hat man hier "verbessert" und total übertrieben. Man brauchte fast ne Rohrzange, um das Ding zu verstellen.
4- Justierung. Hm. Vielleicht kamen meine Doppelbilder daher, dass die Prismen nicht korrekt zueinander waren. eben nicht parallel.
5- Keine Ahnung dazu.
6- Das Bild war mir auch schon so schlecht genug, als dass ich noch extra auf den Rand geachtet hätte ;-)
sofort und vollständig in den Hintergrund treten <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />. Probleme von Nutzern mit der alten Triplett Serie in Fragen Kollimation und Mechanik würde ich auch nicht weiter beachten. Da es stetig aufwärts geht, sollte man die Gläser unbedingt weiter empfehlen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

> Anstatt viele Glaeser fuer niedrigeren Preis nur noch solche ausgesuchten Geraete, die einen gegebenen Satz von Toleranzen nicht ueberschreiten.

Dazu (nun im Ernst) würde ich sagen, das ist eine klassische Alternative. Es wäre doch wirklich ein Fortschritt, wenn die Qualitätskontrolle beim Hersteller und Händler funktionieren würde. Es wurde nun schon oft genug angesprochen: lieber ein paar Euro mehr bezahlen, wenn man sich dafür auf bestimmte Eigenschaften und ein gewisses Qualitätslevel verlassen kann. Das Lotteriespiel mit Hin- und Herschicken der Ware, bis mal ein ordentliches dabei ist, kann doch keine vernünftige Lösung sein. Wer bekommt dann die Ferngläser, die von kritischen Kunden nicht bezahlt werden? Es ist mir ein echtes Rätsel, warum man bei einem chinesischen Hersteller gute und vor allem einigermaßen konstante Qualität nicht durchsetzen kann. Haben die Händler solche Angst vor zu hohen Preisen? Wenn ein Fernglas statt 150 nun 190 oder 200 Euro kostet, dafür aber weniger Reflexe und Streulicht zeigt, kein Spiel in der Mechanik hat und alle Komponenten ihren symmetrischen Sitz zur optischen Achse finden, wäre es dann unverkäuflich?

Vielleicht sollte man andere Anbieter ins Auge fassen? Vielleicht klappt es ja bei Vixen besser? Die neuen Alpina Ferngläser sollen um 250 und die Atrek um 200 Euro kosten. Mal schauen, vielleicht gibt der aktuelle Markt noch mehr Dachkantgläser in dem Segment her? Zur Zeit unserer Berichte zum TS 10x42 Triplett hatten wir das Problem, daß es keine Alternativen gab. Das sollte sich inzwischen geändert haben. Problematisch ist nur, daß man über Serientreue erst dann einigermaßen brauchbare Aussagen treffen kann, wenn es die Gläser lange genug gibt. Aber unabhängig davon könnte man ja mal ein paar Alternativen aufgreifen und den TS Gläsern gegenüberstellen. Aussagen zur optischen Güte lassen sich bestimmt ableiten. Hast Du nicht Lust?

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Alternativen?

Hallo Frank,

ein klein wenig mehr hatte ich mir als Antwort auch erhofft - vergessen wir das ...


>> ..mal ein paar Alternativen aufgreifen und den TS Gläsern gegenüberstellen. Aussagen zur optischen Güte lassen sich bestimmt ableiten. Hast Du nicht Lust?


Lust immer! Ich bin aber zur Zeit geostrategisch etwas ausgebremst, was die Testerei betrifft, und daran wird sich in diesem Jahr auch nichts mehr aendern. Die naheliegende Einschaetzung, dass ich in China an der 'Quelle' sitze, ist zu relativieren: Hier in Xiamen sieht man praktisch keine Fernglaeser in den Geschaeften. Ich habe ein paar fliegende Haendler an der Strasse gesehen, die diese E-bay Plastik Dinger fuer 3 Euro verkloppen - das wars. Die grossen optischen Werke liegen in Kunming:

www.binocularschina.com

oder Xi'an (man achte auf die Ares Serie: Fujinon laesst gruessen!)

www.aoi.com.cn/english



und beide Orte duerften von Xiamen etwa so weit entfernt sein wie Madrid von Berlin. Das Hin- und Herschicken mit der Post waere teuer und nicht ohne Risiko, dazu kaeme der Stress mit dem Zoll. Ich fuerchte daher, dass ich bis auf weiteres mit der Testerei pausieren muss :-(

Aber in diesem Forum wird man doch sicher noch weitere begeisterte und jung-dynamische Tester auftreiben koennen!

Gruesse,
Holger
 
Re: Alternativen?

Hallo Herr Schäfer,

nun, ich schaffe es einfach nicht, die interessanten und sehr ausführlichen Kommentare dieses Forums alle durchzulesen, dafür bitte ich um Verständnis, ich muß mich eher um meine Kunden kümmern und ein paar Stunden am Tag brauche ich auch noch Schlaf.

Ich denke, daß die Gläser im preisähnlichen Vergleich sicher sehr gut abschneiden. Viele Naturfreunde wollen natürlich teurere Gläser, wir haben u.a. natürlich auch Vixen im Programm und für viele sind selbst unsere Gläser zu teuer.

Daß ich nicht auf jedes Argument hier im Forum einsteige, wird mir hoffentlich nachgesehen. Noch heiße ich nicht Daisy und kann nicht geklont werden (Gott sei Dank ...)

Wolfi Ransburg
 
Kleine Hilfestellung

> nun, ich schaffe es einfach nicht, die interessanten und sehr ausführlichen Kommentare dieses Forums alle durchzulesen, dafür bitte ich um Verständnis, ...

Hallo Herr Ransburg,

das ist nachvollziehbar und die liebe Kundschaft sollte man nicht warten lassen. Da Sie auf meinen Beitrag antworten, bin ich mal so frei und gebe Ihnen als Hinweis einen Link auf den Beitrag von Max, wo Kritikpunkte am neuen Nevada angesprochen wurden. Vielleicht ist es so einfacher, die wesentlichen Kommentare zu erkennen und wenn noch Zeit bleibt, die Kritikpunkte zu kommentieren. Da das Glas recht neu ist, wird es hier im Forum bestimmt noch mehr Leute interessieren. Noch dazu, wenn's ein Fernglas der Oberklasse ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Vergleich von TS zu TS ...

Viele Grüße, Frank Schäfer.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Alternativen?

Hallo Holger,

> ... Ich fuerchte daher, dass ich bis auf weiteres mit der Testerei pausieren muss :-(

Das ist wirklich schade. Aber weiter diskutieren können wir ja noch. Du mußt Dir nur mal eine Tastatur mit ä, ö, und ü besorgen, das liest sich besser <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />.

Wenn ich etwas Lust und Zeit habe, werde ich die Suche nach einem guten 8x40 wieder aufnehmen. Ich muß mal meinen Fotohändler fragen, was er so auftreiben kann. Bei Steiner gibt es in dem Bereich Neuigkeiten, Pentax hat ein neues 8x36 und irgendwo muß es doch noch gute 8x40 Porrogläser geben. Wenn Du in Richtung Porro was neues findest, laß es mich wissen. Ein gutes Porroglas ist aus meiner Sicht ohnehin die bessere Idee, zumindest in dem Preisbereich, über den wir hier sprechen. Falls sich nichts interessantes findet, warte ich bis August. Wenn es nach der Zeiss Website geht, soll um diese Zeit das neue Conquest 8x40 T* das Licht der Welt erblicken.

> Aber in diesem Forum wird man doch sicher noch weitere begeisterte und jung-dynamische Tester auftreiben koennen!

Da habe ich keine Sorge, interessante Berichte werden immer wieder auftauchen. Mal sehen, wann das erste Nevada mit einer "1" abschneidet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Re: Alternativen?

Hallo liebe Leute,

endlich ist mein Bericht online. Da ich keinen Plan von HTML usw habe, übernehmen das andere Leute auf einer gemeinsamen Website (Danke!) und ich muss mich nur mit Word rumschlagen...aber sowas dauert eben.

Hier gibt es einen Testberichte --> Ferngläser getestet kleinen Test aller Ferngläser, die ich bisher in der Hand hatte.

Zunächst ist dieser Test auf die Tauglichkeit von Gläsern für Brillenträger ausgelegt, weil ich sowas immer sehr vermisst habe.
Desweiteren spiegelt er nun nicht "den Markt" wieder, sondern nur den winzig kleinen Auszug an Gläsern, die ich in der Hand hatte und auch miteinander vergleichen konnte.
Ich kann nicht sagen, ob jetzt das Vixen (welches ich hinterher auch gekauft habe) ein positiver Ausreisser, oder ob das Nevada ein negativer Ausreisser war - obwohl ich es für _den_ Preis einfach nicht schlecht reden _kann_. Das Vixen kostet eben das vierfache und zeigt Aufgrund gleicher Öffung auch nicht mehr am Nachthimmel als das TS. Die Sache ist nur _wie_ es die Dinge zeigt.

Qualität hat eben seinen Preis.

Zudem muss ich aber auch noch lobend die Händler erwähnen (s.u im Bericht). Herr Ransburg hat mich z.B. gleich auf das Nevada gebracht, weil seiner Meinung nach das Triplet nicht genug Fokusüberhub hat. So ist im Vorraus ein "Durchfallen" in meinem Test, wie z.B. beim Steiner vermieden worden.

Zu China und Japan: Ungeachtet irgendwelcher Schulbuch-Diskussionen bin ich der Meinung dass die Qualitätskontrolle in Japan einen sehr hohen Stellenwert hat - man schaue sich nur die Autos an! Es wird eine 0% Fehlerquote angestebt, und das schon bei der Konstruktion des jeweiligen Gerätes. Nur wenn es einfach und ziemlich Fehlertolerant produziert werden kann - zudem noch von geschultem, qualifiziertem Personal und nicht von "Landflüchtlingen", die leider nur ausgebeutet werden, kann man das erreichen.

Nun noch eine persönliche Erfahrung mit "Druck auf Chinesen ausüben":
Wenn die Chinesen keine Lust mehr haben, ein bestimmtes Gerät zu produzieren oder der Gewinn nicht hoch genug ist, wobei der meiste Gewinn über die Masse läuft, kommen die Chinesen ganz schnell in "Probleme". Sie erzählen, ein bestimmtes Zulieferteil würde es nicht mehr geben, eine bestimmte Maschine sei ausgefallen und nicht wieder zu beschaffen usw. Ausreden, Ausflüchte.
Auf das Angebot, die fehlenden Teile zu beschaffen oder die Maschine wird nicht eingegangen. Man wird einfach im Regen stehen lassen. Das gleich passiert, wenn man "Druck" auf sie ausübt.
Dies war eine persönliche geschäftliche Erfahrung mit _einer_ Chinesischen Firma und gilt hoffentlich nicht für alle. Obwohl ich das Gefühl habe.
 
Drei Fragen.

Hallo Max,

der Bericht ist mal was neues, interessant geschrieben und für Leute, die einen großen Überhub beim Fernglas brauchen, eine gute Quelle für eine erste Orientierung. Vielleicht kannst Du den Bericht in Zukunft noch ausbauen? Wenn Du mal im Fotoladen ein paar Gläser ausprobieren kannst (Du mußt sie ja nicht kaufen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />), hängst Du nach und nach ein paar Absätze an. Da viele Hersteller gerade mit konkreten Angaben zum Überhub geizen, wäre so eine Übersicht eine sehr gute Quelle für andere Interessenten.

Drei Anmerkungen bzw. Fragen habe ich noch.

1. Du schreibst zum Steiner:

"Dieses Glas sollte eigentlich der König unter diesen Gläsern sein – jedenfalls laut der vollmundigen Steiner-Werbung, dem Prospekt, der Verpackung und Aufmachung. Die Enttäuschung kam sofort, denn es ließ sich ohne Brille nicht scharfstellen."

Hat Steiner in Werbung, Prospekt, Verpackung oder Aufmachung Zusagen zur Tauglichkeit ohne Brille für -8 dpt. gemacht? Wenn ja, ist die Kritik berechtigt. Wenn nein, würde ich das etwas vorsichtiger formulieren. Wenn das Glas für Deine Augen nicht passt, Steiner das in Werbung, Prospekt, Verpackung oder Aufmachung auch nicht zusichert, dann kann das Glas trotzdem der "König unter den Gläsern" sein, nur halt nicht bei -8dpt. und dem Wunsch ohne Brille fokussieren zu können. Ich frage nur deshalb, weil ich im Prospekt solche Angaben nicht finden kann.

2. Du schreibst zum Vixen New Apex 8x42:

"Ein Blick durchs Glas zeigt ein unglaublich kontrastreiches, scharfes Bild. Der Fokus ist viel einfacher zu finden wie beim TS und die Tiefenschärfe ist – trotz geringerer Vergrößerung viel größer als beim TS."

Die Schärfentiefe sollte doch bei 8-fach größer sein als bei 10-fach. Wenn Du beide Gläser am Tag verglichen hast (also bei gleich großer, wirksamer Austrittspupille = dem Durchmesser Deiner eigenen Augenpupille), dann müßte die geringere Vergrößerung eine größere Schärfentiefe mit sich bringen. Wenn das Vixen deutlich einfacher zu fokussieren ist, dann kann das am größeren Fokussierweg am Einstellrad (Drehwinkel) bei gleicher Umfokussierung auf zwei unterschiedliche Entfernungen oder auch an einer besseren Schärfeleistung generell liegen. Ferngläser mit sehr kleinen Drehwinkeln am Mitteltrieb sind nicht so einfach zu fokussieren, noch schwieriger wird es, wenn die Schärfe ohnehin etwas besser sein könnte (was ich hier nicht unterstellen möchte).

3. Auf den Fotos steht für alle Dachkantgläser: "phasenkorrigiert".

Bist Du da sicher? Ich dachte die Phasenkorrektur hat Vixen erst bei den Apex Pro Gläsern eingeführt und bei Steiner sagte mir mal ein Händler, die neuen Safari Modelle hätten ebenfalls keine solche Vergütung. Ich kann mich aber irren. Steht das bei Steiner auf dem Karton oder in der Beschreibung?

Viele Grüße, Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Drei Fragen.

Hallo Frank,

möchte Deine Fragen gerne beantworten:

zu 1.:
Der Händler hat bei Steiner angefragt mir folgende Antwort gemailt: "Von Steiner haben wir die Auskunft bekommen, dass +- 7 kein Problem darstellt" (Zitat aus Mail).
Leider konnte aber auch meine Freundin mit -6dptr. nicht scharfstellen :-( Daher war ich über die vollmundigen Aussagen etwas verägert.
Ich rate aber auch dazu, dass ein Nicht-Vierauge sich das Glas mal anschaut, denn ich fand es von der Verarbeitung und der Aufmachung spitze. Ich fand es sehr schade, dass es für mich nicht geeignet war.

zu 2.:
Ja, ich habe mich vertan. Die Schärfentiefe ist ja bei geringerer Vergrösserung höher. Allerdings hatte ich nicht einen soooo grossen Unterschied zwischen 8 und 10-fach erwartet.
Alle schlechten Eigenschaften des Nevada habe ich Herrn Ransburg schon vorher mitgeteilt - allerdings auch mit dem Hinweis auf das Preis-Leistungsverhältnis. Ich hilet es sogar erst für eine 1:1 Apex-Pro Kopie, was aber verneint wurde.

zu 3.:
Alle Prismen sollen phasenkorrigiert sein - laut Werbung.
Ich meine die Prismen, nicht die sog. "Phasenvergütung" bein Apex Pro. Dies bezieht sich wohl auf die Dispersion, Laufzeiten innerhalb der Prismen.
Die Vergütung ist bei allen "FMC".

Korrigier mich bitte, wenn ich das falsch annehme.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Drei Fragen.

Hallo Max,

zu 1.: welche Info Du per E-Mail bekommen hast, meinte ich nicht. Ich bezog mich auf: "... jedenfalls laut der vollmundigen Steiner-Werbung, dem Prospekt, der Verpackung und Aufmachung ...". Wenn in Werbung u.s.w. in punkto Überhub nix zugesichert wird, dann würde ich mich auch nicht darauf beziehen. Wenn -8dpt. schriftlich zugesichert werden, dann ist das was anderes. Wenn Dein Händler bei Steiner einen Werbestrategen am Telefon hatte, dann muß die Info per E-Mail nicht in jedem Fall stimmen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

zu 3.: Phasenkorrektur und Phasenvergütung beziehen sich auf das gleiche Phänomen, eine durch die Teilung des Lichtbündels durch eine Dachkante verursachte Phasenverschiebung zwischen den zwei Teilbündeln. Die Korrektur dieses Effekts nennt man Phasenkorrektur und den Belag auf den Dachkanten eines Dachkantprismas (denn nur da ist er notwendig) Phasenvergütung. Damit kann man die Schärfe eines Dachkantglases nochmal ein gutes Stück verbessern. FMC (fully multi coated) ist was anderes. Damit wird die Vergütung aller Glas-Luft-Flächen bezeichnet (die wo Licht hindurchtritt), was Reflexionsverluste verringert und die Transmission verbessert. Eine durchgehende MC Vergütung über alle optisch wirksamen Flächen (also FMC) würde ich bei Steiner und Vixen voraussetzen. Bei den chinesischen Optiken bin ich mir da nicht immer ganz sicher. Meine Frage bezog sich allein auf die Phasenkorrektur, also auf eine Phasenvergütung, bei Zeiss auch P-Belag oder P* genannt. Ist das bei Steiner und Vixen gegeben oder irgendwo gekennzeichnet (Beschreibung, Datenblatt)?

Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Drei Fragen.

Hallo Frank,

ich muss mich korrigieren.

Habe beim Vixen nochmals nachgesehen und festgestellt, dass das New Apex nur FMC ist, Apex Pro und Alpina dagegen PHC (Phasenvergütet).
Apex Pro und New Apex sind fast preisgleich, allerdings ist das Apex Pro etwas schwerer.
Eigentlich wollte ich auch noch ein Apex Pro testen, aber leider war Vehrenberg vorher pleite und konnte mir kein Glas mehr senden. Ich hatte auch langsam keine Lust mehr, dauernd Ferngläser hin- und her zu schicken. ;-)

Das Nevada sollte allerdings auch Phasenkorrigiert sein - zeigte aber das schlechtere Bild.

Bei Steiner bin ich mir nicht sicher.
Vielen Dank für den Hinweis. Man lernt nie aus.
 
Re: Drei Fragen.

Hallo Max,

noch eine Ergänzung zum Thema P*. Entwickelt wurde dieser Belag von Adolf Weyrauch und Dr. Bernd Dörband bei Zeiss. Das Problem ist folgendes: die Phasenverschiebung der an den Dachflächen reflektierten und durch die Dachkante getrennten Teilbündel führt bei der Abbildung einer punktförmigen Lichtquelle zu einer Beugungsfigur mit zwei Maxima, so daß das Beugungsbild nicht radialsymmetrisch (wie beim Fernrohrobjektiv) sondern in einer Richtung verzerrt ist. Das hat zur Folge, daß ältere Dachkantgläser einem in den optischen Daten (Vergrößerung, Öffnung) vergleichbaren Fernglas mit Porroprismen in Schärfe und Brillanz immer leicht unterlegen waren. Erst mit Einführung der Phasenkorrektur konnten Ferngläser mit Dachkantprismen ihr Leistungspotential ausschöpfen.

> Das Nevada sollte allerdings auch Phasenkorrigiert sein - zeigte aber das schlechtere Bild.

Die Phasenkorrektur ist kein Wundermittel <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Der Rest muß auch stimmen: Präzision in der Optikfertigung, exakte Justage, gute Okulare u.v.m. Ein älteres Dachkantglas ohne Phasenvergütung kann einem jüngeren mit Phasenvergütung immer noch zeigen, wo es lang geht. Nämlich dann, wenn es bei dem jüngeren Glas trotz Phasenvergütung an anderen Ecken klemmt. Schon der Schliff eines Dachkantprismas kann das Bild verschlimmbessern, z.B. wenn es an Präzision bei der Prismenfertigung mangelt. Die 90 Grad beim Dachwinkel müssen sehr genau eingehalten werden. Frag Walter E. Schön, er kann es Dir viel besser erklären (meine Erklärungen sind garantiert physikalisch nicht hieb- und stichfest). Ein nicht optimaler Justagezustand kann dem Glas dann den Rest geben. Daher ist es immer eine gute Idee, nicht allein der Werbung zu vertrauen. Technische Daten im Web oder auf Papier allein machen kein gutes Fernglas <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Es kann also gut sein, daß ein Vixen Apex Pro nochmal ein Stück besser abschneidet. Und genau an solchen Punkten sieht man dann auch den Preisunterschied.

Hier noch ein Link zu Zeiss und einer kurz gefassten Erklärung zur Phasenkorrektur:

Was Zeiss sagt ...

Ganz genau kann man das in einem Artikel von Weyrauch und Dörband in der Deutschen Optikerzeitung nachlesen (irgendwann 1988 erschienen).

Frank.
 
Re: Alternativen?

Hallo Max,

danke fuer den interessanten Testbericht! Zum Gebrauch von Fernglaesern mit sehr weiter Dioptrie-Verstellung stellt sich mir eine grundsaetzliche Frage: Laesst sich eine optische Konstruktion eigentlich ueber einen weiten Dioptriebereich gleichermassen optimieren? Falls nicht, dann kann man annehmen, dass die Konstrukteure ein Fernglas fuer die Dioptrie = 0 Einstellung optimiert haben (was die Balance der Aberrationen angeht) und bei anderen Einstellungen entsprechende Kompromisse in Kauf nehmen mussten. Falls ein Tester also bei -7 bemerkt, dass die Abbildung nicht richtig scharf ist, dann muss das nicht zwingend auch fuer den normalsichtigen Beobachter der Fall sein. Ob das so ist, weiss ich nicht, dass muss ein Fachmann beantworten.

Ich vermisse bei den technischen Angaben Deines Tests das Sehfeld - fuer mich ein ganz wichtiges Kriterium fuer einen Fernglaskauf :-)

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Alternativen?

Link zur Grafik: http://www.cgaebe.de/pics/hmm.gif
... habe mir heute in einem Anfall von Wahnsinn spontan ein Leica 8x20 bei Dose gekauft (Aktion, 199,-- EUS) ... ist ja auch ´n nettes 'Reiseglas' LOL

(um mal auf den Ursprung dieses Threads zurückzukommen)

HUT AB !

... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

PS
Es macht ja schon Appetit auf mehr ....
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Alternativen?

PPS:
- doch sehr zierlich, ein 200-Gramm-Glass zittert etwas (auch bei nur 8fach)
- etwas unkomfortabler Einblick (wohl durch die kleine AP)
- geringe Reflektionen (z.B. dunkles Motiv im Bild bei extrem hellem Hintergrund)


+ heller als gedacht (aber natürlich kein Dämmerungsglas)
+ knackescharfes Bild (bis fast zum Rand hin), genialer Kontrast
+ sehr geringer Farbfehler
+ bestens kollimiert
+ sauberes Finish
+ passt in die Hemdtasche
+ spielfreier Fokus, Dioptrienausgleich fest über Fokusbereich
Link zur Grafik: http://www.cgaebe.de/pics/biggrin.gif
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: China und/oder Japan

Hallo Max,

zu dem Thema kann ich aus eigener Erfahrung folgendes beisteuern:

ich habe als Anwendungstechniker japanische Lackfabriken in mindesten 7 Ländern Asiens besucht und gesehen,
der Standard ist überall gleich! Sauberkeit, rationelle Organisation und logischer Aufbau sind zwar nach meiner
Erfahrung wirklich den Chinesen etwas fremd (die abergläubischsten Menschen, die ich so kennengelernt habe),
aber nachdem die Japaner sogar IN USA (dem zweitschlimmsten Land was Produktionsschlampigkeit betrifft
gleich nach Indonesien) es geschafft haben, Autos mit fast keinen Problemen zu produzieren (hat VW nie geschafft und
die Daimlers sind auch nicht gerade der deutsche Standard) glaube ich eigentlich an das Prinzip japanisches
Management - chinesische Fabriken. Daß natürlich dabei eine andere (Massen) Qualität produziert wird als die, die
die Japaner im eigenen Land halten, ist doch wohl verständlich und auch bei uns Deutschen ein übliches Prinzip!

Das Problem bei den Spitzenmarken ist die Umstellung der Lebensweise: zu was ein Fernglas mit 20 Jahren
Garantie, wenn vielleicht in 5 Jahren die Grünen die Jagd ganz verboten haben (s. Fuchsjagd England).
Und ein Lidl-Meade 10x50 ist in 20 Jahren wohl auch nicht völlig zerbröselt (wie die "frühen" Japangläser
aus den 50er Jahren zeigen, die immer noch so schlecht sind, wie sie damals waren).

Und für die Fernglasfreunde hier, die Meade als eine "bessere Marke" sehen: das ist der aufgekaufte
"Bresser- Schrott", also die unterste Kategorie und nicht die bekannten edleren Teleskope und Okulare!

Gruß

 
Re: China und/oder Japan

So, ich melde mich nochmal in Sachen China-100-EUS-Klasse zu Wort.

Ich hatte nun 2 Tage Gelegenheit, das TS8x42Triplett in Augenschein zu nehmen, hier meine Eindrücke:

+ Verarbeitung
Solider Bau, recht gutes Finish und auch 'geruchloser'
Kunststoffüberzug <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
der rechte 'Augenabstandhalter' ist etwas zu leichtgängig
und fährt manchmal unbeabsichtigt ein. Die Objektive sind
an die 2cm in´s Gehäuse eingelassen, man kann die
dazugehörenden Deckel einfach draufploppen, ohne
befürchten zu müssen, dass man an die Linsen gerät.

o Mechanik
Fokus ohne auffallendes Spiel, etwas schwergängig.
Das Rädchen f. Dioptrienausgleich liegt dir. hinterm
Fokusrad, wird versehentlich betätigt und muss oft
korregiert werden)

o Bildschärfe und sonstige opt. Eigenschaften
recht 'knackiges' Bild mit relativ gutem Kontrast. Leider
auf der rechten Seite sehr starker Schärfeabfall im
unteren rechten Sektor, ab ca. 50% von Bildmitte aus
(Stört)
Das Glas war sehr gut kollimiert.
Farbwiedergabe schön natürlich. nur geringer Farbfehler.
rechte AP nicht ganz kreisrund, aber keine auffallende
Vignettierung.
Reflektionen viel geringer im Vergleich zum TS10x50WP.
Leichte balkenförmige Reflektionen bei Betrachtung von
Strassenlaternen. Am Tage z.T. helle halbkreisförmige
Reflektionen (bei Betrachtung dunkler Motive und hellem
Himmel)

+ Verzeichnung
Leicht Kissenförmig, geringer 'Globuseffekt' beim
schwenken.

-- Gewicht
Fast 1 Kilo, das ist wirklich zu viel für ein 42er
Auch angesichts der sehr soliden Bauweise.


Hab ich was vergessen ?
Ich meine, für aktuelle 99 € ist das Glas fast ein Schnäppchen.

Ich habe nun jedoch für mich festgestellt, dass ich in der 100 €-Klasse (42/50er Gläser) irgendwie nicht richtig glücklich werde. Das TS ist sicher sein Geld wert, ich werde aber noch etwas sparen, um dann ein Gerät zu finden, bei dem ich weniger Kompromisse eingehen muss.

Bis es soweit ist, werde ich mit meinem TS20x80 (GENIAL) und meinem neuen Leica8x20 den Himmel beglücken.

Viele Grüsse
Carsten

 
Kollimation?

Hallo Carsten,

was verstehst Du unter einem sehr gut kollimierten Fernglas?

Zitat: "Das Glas war sehr gut kollimiert".

Gehört das auch dazu?
"Leider auf der rechten Seite sehr starker Schärfeabfall im
unteren rechten Sektor, ab ca. 50% von Bildmitte aus"

"rechte AP nicht ganz kreisrund"
Ist nur eine Frage <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Für mein Verständnis gehört neben der Deckungsgleichheit der Teilbilder in Bildmitte auch eine symmetrische Anordnung aller optisch wirksamen Komponenten (Objektive, Prismen, Okulare, Blenden) bezüglich der gemeinsamen optischen Achse dazu. Ist ein Fernglas sehr gut kollimiert, dann sollten weder asymmetrische Schärfeverluste noch unrunde Austrittspupillen auftreten. Oder sehe ich das falsch?

Viele Grüße, Frank.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Kollimation?

Hi Frank, "sehr gut kollimiert" beziehe ich hier ausschliesslich auf die Deckungsgleichheit der beiden Bilder und hier speziell auch nur auf die Bildmitte.

Ich kam hier zum Urteil über diese 'hellenSternanguck&verstellendesDioptrienausgleichs-Methode", die ich persönlich an sich ganz praktikabel finde.

Bei diesem Versuch liegt das Bild des Sterns exakt in der mitte der Beugungsscheibe des Bildes des anderen Objektivs. Das hatte ich so weder beim NikonActionVII 10x50 noch beim TS10x50WP.

Deiner Definition kann man nix hinzufügen. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Zum Zwecke meiner Ausführungen bediente ich mich jedoch der Einfachheit halber meiner 'Vulgärdefinition' des Begriffes.
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Grüsse
 
Re: Kollimation?

> "sehr gut kollimiert" beziehe ich hier ausschliesslich auf die Deckungsgleichheit der beiden Bilder und hier speziell auch nur auf die Bildmitte.

Hi Carsten,

jetzt ist alles klar. Nur ist das halt nicht alles.

> Ich kam hier zum Urteil über diese 'hellenSternanguck&verstellendesDioptrienausgleichs-Methode", die ich persönlich an sich ganz praktikabel finde.

Mit der Methode kann man weder eine evtl. vorhandene Bildfelddrehung einer Bildhälfte in Relation zur zweiten noch eine asymmetrische Schärfeabnahme abseits vom Bildzentrum nachweisen. Sowas fällt eher am Tag auf und auch da nicht immer sofort. Auch wird man mit der Methode Differenzen bei der Vergrößerung zwischen linkem und rechtem Bild nicht erkennen (z.B. unterschiedliche Objektivbrennweiten). Klar kann man ein Fernglas so "justieren", daß zwei Sterne in Bildmitte deckungsgleich erscheinen. Solange man sich nicht für die Welt abseits der optischen Achse interessiert, ist alles in Ordnung.

Nun kann ein Hersteller mit suboptimaler Qualitätskontrolle (tolles Wort <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />) eine Menge kleiner Fehler einbauen (natürlich nur theoretisch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />). Beim Porro-Fernglas können beispielsweise die zwei Porroprismen nicht den vorgeschriebenen Winkel zueinander einnehmen, eins der Prismen kann verkantet in seiner Fassung sitzen, Objektive, Okulare und/oder Blenden können eine unterschiedliche Auffassung davon haben, wo denn nun die optische Achse ist, Linsen können dezentriert oder verkantet eingebaut sein u.s.w. Auf den ersten oder zweiten Blick fallen solche Fehler nicht unbedingt auf, in der Summe führt so ein Fernglas auf Dauer aber zu "Hirnschmerzen". Nur wenn's zu bunt getrieben wurde, dann merkt man auf den ersten Blick, daß da was nicht stimmt.

Drum prüfe wer sich ewig bindet, <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Re: Kollimation?

okay, hast gewonnen
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
es stimmt schon, meine erwähnte Methode ist zur Bewertung der Kollimierung im klassischen Sinne unbrauchbar.

wieder watt gelernt !

Grüsse
PS
In jedem Fall habe ich auch lernen müssen, wie eine wirklich sehr gute Optik im Vergleich zu einem nur 'relativ gutem' Glas sich verhält.

 
Re: Kollimation?

> In jedem Fall habe ich auch lernen müssen, wie eine wirklich sehr gute Optik im Vergleich zu einem nur 'relativ gutem' Glas sich verhält.

Hi Carsten,

meinst Du das kleine Leica? Es ist schon erstaunlich, was der Zwerg zu leisten vermag. Ein paar Probleme mit Streulicht gibt es, aber das liegt an der kompakten Bauweise und dem kleinen Durchmesser der Objektivtuben. Hier ist nicht viel Platz für ein ausgefeiltes System zur Streulichtunterdrückung. Ansonsten ist so ein Leica 8x20 was feines. Irgendwann ruft der kleine vielleicht nach einem großen Bruder <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Beste Grüße, Frank.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben