Rote Vergütung

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Ehemaliges Mitglieder [6370]

Hallo!

Kann mir jemand die Vorzüge einer roten Vergütung von Linsen erklären? Ich habe sie bisher nur auf Ferngläsern gesehen, und auch da nur auf der Frontlinse.
Ich habe auch schon einmal durch ein solches Fernglas geschaut, fand das Bild aber eher bläulich verfärbt und nicht heller als bei normal entspigelten Gläsern.Aber ich habe auch nur bei Leuchtstoffröhren-Beleuchtung im Elektronik-Markt geguckt.
Überhaupt sieht die rote Vergütung eher einer Verspiegelung ähnlicher als einer Entspiegelung. Wo kann also der Vorteil sein und warum gibt es sowas nicht auch bei Linsen- und Spiegelteleskopen, zumal die rote Vergütung ja nachtaktiv sein soll? Ist bei Nacht das Bild damit heller? Wenn das der Fall wäre und wenn es ausreicht, die Frontlinse zu behandeln, warum gibt es die rote Vergütung nicht einfach als Filterglas zum Vorsetzen vor normale Ferngläser?

Grüße

*entfernt*
 
Na , wie's aussieht sollte ja nicht so wichtig sein. Aber was bringt es? Schließlich gibt es sowas ja und wird auch hergestellt, da muß es ja auch eine Begründung für geben, sonst könnte man ja auch eine andere Vergütung auf die Linsen tun. Ich denke, solche Beschichtungen werden im Vakuum aufgedampft. Das macht man ja nicht als Gaudi sondern weil es das Verfahren gibt. Sonst könnte man ja auch jede andere Farbe wählen, wenns nur ums Aussehen ginge...
 
Hallo Dietrich,
ich weiß nicht, woraus diese rote "Vergütung" besteht und warum sie hergestellt und verkauft wird. Vielleicht weil sie billig ist?

Das stylische Rot soll aber wohl den Käufer locken.

Es geht jedoch ganz sicher nicht nur ums Aussehen.
Denn eigene Erfahrung als auch viele Berichte hier und in anderen Foren belegen, daß diese rote "Supervergütung" mal überhaupt nichts bringt, schlechter funktioniert als andere Vergütungen und auch nicht mehr Licht bei Nacht generieren kann - woher auch.
 
Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Diese rote Beschichtung bringt dem Benutzer gar nichts. Sie reflektiert nur orange/rotes Licht und faerbt damit das durchgelassene Licht blau/gruen ein. Sie ist als Verguetung voellig unbrauchbar, weil sie das Bild nicht heller, sondern dunkler macht.

Warum gibt es sie? Es geht das Geruecht, dass diese billigen Linsen so viel chromatische Aberration erzeugen, dass man sie durch diesen "Farbfilter" kaschieren muss. Ich hatte einen Hersteller in China mal nach dieser Rotverguetung gefragt. Die These mit der chromatischen Aberration konnte er aber nicht bestaetigen. Er sagte, irgendeine Fabrik in China habe sich diese Rotverguetung mal als Gimmick ausgedacht, und diese Fernglaeser als "nachtaktiv" verkauft - was natuerlich voelliger Bloedsinn ist. Aber die Kundschaft ist darauf angesprungen, und seitdem produzieren mehrere Hersteller diese "nachtaktiven" Fernglaeser. Er stimmte mir zu, dass diese Beschichtung mehr Schaden anrichtet als Nutzen. Aber die Kunden sind halt bloed genug, solch einen Unsinn zu kaufen.

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

hallo beinand,

ein klassisches Beispiel für den "freien" Markt: Erzeugt wird, was sich verkauft. Egal ob es irgendeinen Sinn hat oder nicht. In diesem Fall ist der Vorteil der knallroten "Vergütung" ebenfalls beim Verkäufer zu finden: Er hat ein glänzendes Argument den ärgsten Schrott zu verhökern.

Es gibt kein halbwegs brauchbares Fernglas mit diesem Feature.

lg Tommy
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo Holger,

wieder mal sehr interessant, Deine Gespräche in China!

Zum "Sinn" der Rot"vergütung" bei Billiggläsern kann ich zwar nichts Neues von der technischen Seite her beitragen, aber vielleicht dennoch mögliche Erklärungen:

Die Zielgruppe dieser "Rotgläser" scheint wohl eher ein uninformiertes, billig- und spontankaufendes Publikum mit einem gewissen Faible für optische Starkreize ;) zu sein - aber es wird vielleicht auch auf Militärerfahrungen der wohl meist männlichen Zielgruppe gesetzt ... früher wurden einige Militärferngläser anscheinend mit ebenfalls rot erscheinendem IR-Transmissionsschutz wegen damals aktueller "aktiver IR-Aufklärung" (ich glaube, der leider verstorbene Walter Wehr hatte auch mal was dazu geschrieben) versehen - dazu ein Erlebnis:
Als ich nach einem Flohmarktbesuch ein neugierig dort günstig erworbenes, auf wundersame Weise ausnahmsweise weder defektes noch schielendes rot"vergütetes"-13x70 erworben hatte, und beim anschließenden Cafeterassen-Besuch ein wenig spazierenführte, sprach mich ein in der Nähe sitzender Neugieriger an und fragte, ob sein Sohn auch mal durch "dieses Nachtsichtgerät" guggen dürfe. Als ich im folgenden Gespräch fragte, wie er auf ein NSG gekommen sei, erzählte er eben von seiner Militärzeit ... :)
Solchem Publikum gefällt anscheinend nicht nur die m.M.n. wirklich blöd auffällige Rot"vergütung", sondern es assoziiert damit auch "etwas Besonderes", womöglich "Profi-Militärisches" (deshalb wohl auch das sinnlose "nachtaktiv") ... ;)


Selbst renommierte deutsche "Hersteller" wie Bresser werden z.B. beworben mit ...

"Mit Bresser sehen Sie besser! Das beweist auch wieder das neue Ruby 10 x 25. Denn mit seiner 10fachen Vergrößerung liefert die Qualitäts-Optik mit spezieller Ruby-Vergütung selbst bei weit entfernten Zielen erstaunlich scharfe und kontrastreiche Bilder."

... und schreiben selbst im neuesten "Bresser-Katalog Ferngläser 2008-2009" ...

"Bei der Ruby-Vergütung wird eine 7- bis 15-lagige rubinfarbene Mineralschicht auf die Objektivlinsen gedampft. Diese Vergütung erhöht bei Sonnenlicht den Kontrast des Fernglas-Bildes, da die Rot-Anteile des Lichtes weitgehend ausgefiltert werden.
Es ist allerdings auch zu sagen, dass durch die Rot-Vergütung die Lichtstärke des Glases um ca. 7% herabgesetzt wird."


... vielleicht kann ja mal jemand von Meade Europe/Bresser die technische Seite der Rot"vergütung" hier besser erklären? :cool:

Gruß+cs,
Dietmar
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo Dietmar,

schau mal unter "Rotfilter" und "s/w-Fotografie", Rotfilter wirken in der Fotografie als klassische Kontrastfilter, haben aber einen erheblichen "Verlängerungsfaktor" und verstellen logischer Weise auch die Farbe. Insofern stimmt die Info von Bresser schon.
Wer sowas kauft muß halt wissen, ob ihm der ohnedies stark subjektive Kontrasteindruck den Lichtverlust wert ist.

Jörg
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo Jörg,

Zitat von Optikus:
schau mal unter "Rotfilter" und "s/w-Fotografie", Rotfilter wirken in der Fotografie als klassische Kontrastfilter
danke, schon klar mit Rotfiltern, habe vor über 35 Jahren als jugendlicher s/w-Fotograf mit Badezimmer-Dunkelkammer angefangen - aber bist Du Dir sicher mit der Rot"vergütung" als kontrastverstärkendem "Rotfilter"? ?)

Und leider funktionieren meine Augen unter hiesigen Bedingungen nicht einmal nachts ausschließlich als s/w-Rezeptoren ...

Gruß+cs,
Dietmar
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Na also als Rotfilter kann so eine Vergütung nicht wirken, sie reflektiert ja das rote Licht, der Filter läßt es durch.
Es ergibt sich dadurch eher ein Blaugrün-Filterwirkung.

Ich habe im Sommer übrigens in einem Naturpark Vögel beobachtet aus Beobachtungshütten heraus, die ganz schmale Beobachtungsfenster hatten. Das ging immer sehr schön mit Ferngläsern und Teleobjektiven bis , ja bis jemand mit einem Fernglas mit dieser Rotvergütung ansetzte. Die meisten Vögel reagierten darauf mit umgehender Flucht.
Während normale Gläser eher unscheinbar sind, wirken die Rotvergüteten wie ein leuchtendes Augenpaar, also nix wie weg!
Dafür kann diese Beschichtung also nicht nützlich sein.
Aber wozu denn...
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Zitat:
>> Die Zielgruppe dieser "Rotgläser" scheint wohl eher ein uninformiertes, billig- und spontankaufendes Publikum mit einem gewissen Faible für optische Starkreize zu sein <<

Ist das nicht die gleiche Zielgruppe, welche scharf auf 70mm Fernrohre mit 1500facher Vergrößerung ist, 2000fachen Digitalzoom als Kaufargument für einen Camcorder angibt und Kaffeefahrten für Wohltätigkeitsveranstaltungen hält?
Also...? Der mündige Bürger! :totlach2:

Ne, mal im ernst. Es ist denkwürdig, dass diese hochkomplizierte und aufwendige Art der "Vergütung" nur bei Billiggläsern zu realisieren ist. Da scheint doch Magie im Spiel zu sein! :gutefrage: Wirklich sieben bis fünfzehn Schichten? Übereinander oder nebeneinander?

VG,
Micha
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Ich habe vor Jahren mal in so einem Versandhauskatalog geschmökert. Da waren auch Ferngläser drin. Das Schwarze mit den großen, roten Linsen war optisch ein richtiger Blickfang und wirkte "edel", ließ die anderen Ferngläser glatt übersehen. Ich denke, das ist der Sinn dieser Beschichtung.

Was die Zielgruppe angeht: Verurteilt nicht Jene, die noch nie durch ein hochwertiges Gerät geschaut haben. Dann wüßten sie auch, was gut ist. ;) Ich hoffe, ich weiß es auch irgendwann. :D

Gruß hamma
 
Der Sinn dieser Beschichtung ist, daß man sie sieht. Das macht es dem Verkäufer einfacher: "Das rote ist die Vergütung". Eine gute Beschichtung ist bei uninformierten Käufern dagegen kontraproduktiv: Wie soll man da ein Fernglas verkaufen, das aussieht als hätte man die Linsen vergessen? ;)
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

>>Verurteilt nicht Jene, die noch nie durch ein hochwertiges Gerät geschaut haben.<<

Habe ich ehrlich gesagt auch noch nie. Und ich werde es wohl auch nie wagen. Meinem alten CZJ könnte ich danach womöglich nie mehr in die Linslein schauen. Und würde es sicher auch nicht mehr. :/

VG :)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Zitat von wasguggsuda:
Hallo Holger,

wieder mal sehr interessant, Deine Gespräche in China!

Zum "Sinn" der Rot"vergütung" bei Billiggläsern kann ich zwar nichts Neues von der technischen Seite her beitragen, aber vielleicht dennoch mögliche Erklärungen:

Die Zielgruppe dieser "Rotgläser" scheint wohl eher ein uninformiertes, billig- und spontankaufendes Publikum mit einem gewissen Faible für optische Starkreize ;) zu sein - aber es wird vielleicht auch auf Militärerfahrungen der wohl meist männlichen Zielgruppe gesetzt ... früher wurden einige Militärferngläser anscheinend mit ebenfalls rot erscheinendem IR-Transmissionsschutz wegen damals aktueller "aktiver IR-Aufklärung" (ich glaube, der leider verstorbene Walter Wehr hatte auch mal was dazu geschrieben) versehen - dazu ein Erlebnis:
Als ich nach einem Flohmarktbesuch ein neugierig dort günstig erworbenes, auf wundersame Weise ausnahmsweise weder defektes noch schielendes rot"vergütetes"-13x70 erworben hatte, und beim anschließenden Cafeterassen-Besuch ein wenig spazierenführte, sprach mich ein in der Nähe sitzender Neugieriger an und fragte, ob sein Sohn auch mal durch "dieses Nachtsichtgerät" guggen dürfe. Als ich im folgenden Gespräch fragte, wie er auf ein NSG gekommen sei, erzählte er eben von seiner Militärzeit ... :)
Solchem Publikum gefällt anscheinend nicht nur die m.M.n. wirklich blöd auffällige Rot"vergütung", sondern es assoziiert damit auch "etwas Besonderes", womöglich "Profi-Militärisches" (deshalb wohl auch das sinnlose "nachtaktiv") ... ;)


Selbst renommierte deutsche "Hersteller" wie Bresser werden z.B. beworben mit ...

"Mit Bresser sehen Sie besser! Das beweist auch wieder das neue Ruby 10 x 25. Denn mit seiner 10fachen Vergrößerung liefert die Qualitäts-Optik mit spezieller Ruby-Vergütung selbst bei weit entfernten Zielen erstaunlich scharfe und kontrastreiche Bilder."

... und schreiben selbst im neuesten "Bresser-Katalog Ferngläser 2008-2009" ...

"Bei der Ruby-Vergütung wird eine 7- bis 15-lagige rubinfarbene Mineralschicht auf die Objektivlinsen gedampft. Diese Vergütung erhöht bei Sonnenlicht den Kontrast des Fernglas-Bildes, da die Rot-Anteile des Lichtes weitgehend ausgefiltert werden.
Es ist allerdings auch zu sagen, dass durch die Rot-Vergütung die Lichtstärke des Glases um ca. 7% herabgesetzt wird."


... vielleicht kann ja mal jemand von Meade Europe/Bresser die technische Seite der Rot"vergütung" hier besser erklären? :cool:

Gruß+cs,
Dietmar

Hallo Dietmar,

wirklich interessant, was Bresser da schreibt. Man filtert die Rotanteile raus, und das resultierende blaue Licht hat mehr Kontrast? Es ist genau umgekehrt, wie weiter oben bereits erwaehnt: Ein "warmer" Filter (d.h. einer, der Gelb, Orange oder Rot DURCHLAESST) wuerde den Kontrast erhoehen, aber diese Rotbeschichtung wirkt doch wie ein Gruen/Blau Filter und erhoeht den Kontrast nun wirklich nicht, im Gegenteil. Die Behauptung bzgl. "7-15 Schichten" ist vermutlich auch frei erfunden, aber welcher Kaeufer koennte so etwas auch nachpruefen?

Solange es der Werbung erlaubt ist, ungestraft Luegen zu verbreiten, solange wird sie es auch tun. Leider bleibt es damit dem Kaeufer ueberlassen, sich vor dem Kauf solide zu informieren, aber damit sind viele Leute laengst ueberfordert. Und so funktioniert sie weiter, die moderne Konsumgesellschaft, man kauft viel Schrott, den man nach dem Entsorgen durch neuen Schrott ersetzt. Die Werbung in den diversen Medien muss gleichzeitig dafuer sorgen, den Konsumenten moeglichst dumm zu halten, damit er am Ball bleibt und nicht etwa anfaengt, aus seinen Fehlern zu lernen. Ein ewiger Kreislauf ...

Viele Gruesse,
Holger

 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo Dietrich,

Zitat von *entfernt*:
Na also als Rotfilter kann so eine Vergütung nicht wirken, sie reflektiert ja das rote Licht, der Filter läßt es durch.
Es ergibt sich dadurch eher ein Blaugrün-Filterwirkung.
genau. :)

Zitat von *entfernt*:
Ich habe im Sommer übrigens in einem Naturpark Vögel beobachtet aus Beobachtungshütten heraus, die ganz schmale Beobachtungsfenster hatten. Das ging immer sehr schön mit Ferngläsern und Teleobjektiven bis , ja bis jemand mit einem Fernglas mit dieser Rotvergütung ansetzte. Die meisten Vögel reagierten darauf mit umgehender Flucht.
Während normale Gläser eher unscheinbar sind, wirken die Rotvergüteten wie ein leuchtendes Augenpaar, also nix wie weg!
Das kann ich bestätigen.

OT: Hast Du schon mal näher beobachtet, wie Vögel auf Spiegel-Teleobjektive reagieren - vor allem unterschiedlich bei "dunkler" Fangspiegelabdeckung oder reflektierender Abdeckung, oder gar auf auch nach vorn spiegelnde aufgedampfte Fangspiegel?
Im www habe ich bisher dazu nichts gefunden (natürlich auch, weil Spiegelobjektive nicht nur wegen dem Kringel-"Bokeh" nicht so häufig zum Einsatz kommen).

Gruß+cs,
Dietmar
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo Holger,

Zitat von holger_merlitz:
Man filtert die Rotanteile raus, und das resultierende blaue Licht hat mehr Kontrast? Es ist genau umgekehrt, wie weiter oben bereits erwaehnt: Ein "warmer" Filter (d.h. einer, der Gelb, Orange oder Rot DURCHLAESST) wuerde den Kontrast erhoehen, aber diese Rotbeschichtung wirkt doch wie ein Gruen/Blau Filter und erhoeht den Kontrast nun wirklich nicht, im Gegenteil.
genau davon ging ich bisher immer aus und dachte schon fast, ich sei hoffnungslos altmodisch ;) - die aufsteckbaren Gelbfilter der etwas besseren "Russengläser" sind da ebenso wirksam wie die interessanten beidokularseitig einschwenkbaren Orangefilter der chinesischen "Celestron Optiview" (die ebenso wie deren namenlose, aber ebenfalls PAK-stinkende Klone allerdings auch grob irreführend als "Polarized Binoculars" beschriftet werden. Die "LPR"-Version habe ich leider noch nicht ausprobiert.). Nur beim einseitig einschwenkbaren Infrarot"detektor"glas des (E)DF7x40 konnte ich nun wirklich keine Kontrastverbesserung feststellen ... ;)

Mal kurz weg von dem Rot"vergütung"squatsch: Weißt Du mehr darüber, was aus den verschiedenen chinesischen Fernglasversuchen mit einschwenkbaren "LPR"-Filtern so geworden ist, und wieviel Sinn das in unseren lichtverseuchten Breiten macht?

Gruß+cs,
Dietmar


P.S.:
Zitat von holger_merlitz:
... und mit Prismenbeleuchtung fuer die Nacht!
Jajaja, mit blaublinkenden LED's, und MP3-Player, ach was, eingeblendetem TV-Display ala MySky/SkyScout, mit rappender Objektansage zu "professionellen Animationen in Hollywoodqualität", plus integrierter Grünlaserzielanzeige, undundund ... :biggrin:
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo Dietmar,

ich habe keine Erfahrung mit den "LPR" Filtern (obwohl ich so ein Teil hier in Xiamen eigentlich gebrauchen koennte ...). Ich kann mir vorstellen, dass sie etwas bringen, wenn man mit grosser Austrittspupille beobachtet und in der Naehe der Stadt mit Aufhellung zu kaempfen hat. Man ist dann das ueberfluessige Licht los und sieht mit etwas Glueck auch mehr vom Objekt. Wunder wuerde ich aber nicht erwarten, ein wirklich lichtverschmutzter Stadthimmel ist wohl auch damit nicht zu retten.

Ich bin sicher, einige Leute hier koennen etwas von der Praxis berichten.

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo Holger,

Zitat von holger_merlitz:
ich habe keine Erfahrung mit den "LPR" Filtern (obwohl ich so ein Teil hier in Xiamen eigentlich gebrauchen koennte ...). Ich kann mir vorstellen, dass sie etwas bringen, wenn man mit grosser Austrittspupille beobachtet und in der Naehe der Stadt mit Aufhellung zu kaempfen hat. Man ist dann das ueberfluessige Licht los und sieht mit etwas Glueck auch mehr vom Objekt. Wunder wuerde ich aber nicht erwarten, ein wirklich lichtverschmutzter Stadthimmel ist wohl auch damit nicht zu retten.
Ich bin sicher, einige Leute hier koennen etwas von der Praxis berichten.
leider habe ich bisher nichts wirklich Definitives zu ja theoretisch wesentlich interessanter als Rot"vergütung" einsetzbaren "Lichtverschmutzungsfiltern" in Ferngläsern gefunden - kurz zusammengefaßt:
"Nebelfilter für Ferngläser"
"Erfahrungen mit dem TS 8x56 mit UHC Nebelfiltern"
"Ferngläser und Nebelfilter"
"Equipment Review: Apogee Astro-Vue 12x60 Binoculars"
Auf Astromart gab es mal einen nicht sehr ermutigenden Thread über das Apogee 20x100 mit eingebauten Filtern, aber dort bin ich mangels genügend Zeit schon länger nicht mehr Mitglied.

Nach all dem reicht einseitiger Filtereinsatz eigentlich aus, Filtereinsatz VOR dem Okular schränkt natürlich die Filterwirkung ein, und die Filterwirkung in stark lichtverschmutzten Gebieten überzeugt nicht unbedingt auf Anhieb (frei interpretiert).

Zum chinesischen "Celestron Optiview" mit einschwenkbaren "LPR"-Filtern gibt es bei Celestron noch ("discontinued") eine "LPR"-Filter-Transmissionsgrafik:

Link zur Grafik: http://www.celestron.com/prod_pgs/bino/images/optiview_graph.jpg

Vor diesem speziellen Fernglas kann ich aber wegen der Bauweise nur warnen - ebenso wie mit anderem Namen gelabelte Baugleiche stinkt es nicht nur ganz erbärmlich nach PAK, sondern verbindet Objektivtuben und Prismengehäuse lediglich mit einer sehr dünnen, extrem bruchgefährdeten Plastikabdeckung, in die die Objektivtuben direkt eingeschraubt werden - das ist eine ärgerliche Fehlkonstruktion.

So viel/wenig für jetzt - vielleicht berichtet jemand mehr? Wäre schön!

Gruß+cs,
Dietmar


P.S.:
Am extrem lichtverseuchten Frankfurter Himmel mit viel auch "gelb-braun-orangenem" Beleuchtungsstreulicht dunkelte die Rot"vergütung" eines 13x70 den Himmelshintergrund natürlich etwas ab - daß dabei die Ausfilterung des orangeroten Spektrumsanteils eine Rolle neben der dabei sicher entscheidenderen passenden Austrittspupille ("eff." :) ) spielte, nehme ich aber eher nicht an, lasse mich aber durch eventuell entgegenstehende Transmissionskurven der Rot"vergütung" vielleicht umstimmen ... ;)

P.P.S.:
Um zum Threadthema beizutragen, hier ein löbliches Zitat aus der FAQ eines US-Fernglashändlers:
"Is "ruby" coating available on your general purpose or astronomy binoculars?
No. First of all, the coating has nothing to do with the mineral ruby. Some manufacturers filter red to compensate for poor-quality optics that do not properly converge the color spectrum. By eliminating red from the spectrum, the optics appear to do a better job of minimizing color abberations- but gives the view through the general purpose or astronomy binoculars an unnatural greenish cast. Steer clear of "ruby" coating- it's simply a gimmick with no redeeming qualities. We've seen ads from unscrupulous vendors that claim magical "night vision" properties for their "ruby-coated" general purpose or astronomical binoculars - "no batteries required". Rubbish ..."


P.P.S. II:
Das muß doch noch dazu :) - ein hübsches Zitat zur Rot"vergütung" aus dem "Spectrum Scientifics Blog":
"There is a dark side to coatings, the worst of which is the abuse of ‘Ruby Coatings’ on binoculars. Ruby coatings first came out from Steiner Binoculars who are fond of making specialty binocular coatings for specific environments, such as hunting binoculars whose coatings that bring out objects better in foliage, desert coatings for the same purpose in the sandy zones, etc. One coating developed by Steiner had a ruby color. It worked acceptably, but it worked by partially blocking some of the wavelengths of light. The Steiner version did this only a little, but the resulting coating had a problem: It looked cool.
Looks neat, but is bad for you!
Since the coating looked cool, Hollywood and Madison Avenue started using binoculars in ads and movies with the ruby coatings. This turned out to be a bad thing as many low-end binocular producers started churning out ruby-coated binoculars by the container-load. But there was a problem: Ruby Coatings didn’t give you a very good image.
If you look through a Ruby coated binocular and compare it with a normally coated binocular you will see that it looks a little washed out. The greens and blues stand out too much, the reds are faded. Its like looking at a photo that has had some sun bleaching. This is because the red portion of the spectrum is being deflected by the Ruby coatings, which low-end binocular producers made with brighter and brighter red coatings that dropped more and more red light.
Eventually, it got to the point where you could not have a low-cost binocular without a Ruby coating. But soon the Ruby started to lose its value. Bird watchers knew that the drop of the red colors meant they could not see all the details in their favorite birds, folks wondered why so few higher end binoculars didn’t use ruby coatings if they were so good, some binocular sellers outright spoke out against ruby coatings. Soon many of the ruby coated binos started to show up with regular coatings. You can still find ruby coated binoculars, but they are usually sold at the lowest end, even with bad TV ads. These are usually sold on the basis of their ‘cool’ appearance to those who do not know better. If you encounter a pair of ruby coated binoculars, try to avoid them. They are not worth even their low end pricing."

Nun wissen wir, wer vielleicht "schuld" ist an dem Rot"vergütung"smist ... :)
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Eine "Filterkurve" der Rotvergütung wäre wirklich interessant! Aber von Herstellern oder Vertreibern dieser Ferngläser darf man sowas ja wohl nicht erwarten. Das wäre ja das Eingeständnis, daß die Beschichtung Licht schluckt und nicht verstärkt, wie das ja beworben wird...

Nee,halt! Da würde ich die Kurve so darstellen, daß die niedrigste Transparenz die Null-Linie bildet und alles was darüber durchgelassen wird, wird als Verstärkung deklariert, gemessen in dB (A, bewertet) und dem Hinweis, daß die dB Angabe natürlich logarithmisch zu verstehen ist und sich somit eine Verstärkung von 10 000fach ergibt. Nachtaktiv!

Also im Traum.

Hallo Dietmar!

Die Reaktion auf Spiegellinsen bei Vögeln ist nach meiner Beobachtung eher keine.
Dort, wo ich sie beobachte, tauchen auch Fotografen mit C5 und C8-Optiken auf. Die C8's passen nicht durch die Beobachtungsschlitze in den Tarnhütten und werden nicht wahrgenommen, die C5's passen durch, verursachen aber keine Irritationen. Ich habe selbst mit Russentonnen fotografiert,
auch das störte nicht.
Auch die ganzen Canon Objektive mit ihrer weißen Farbe sind eher kein Thema und die Tarnüberzieher dafür eher was den martialischen Auftritt. Es mag Anwendungen geben dafür, und auch Spiegellinsen mögen stören - bei Anwendung aus Tarnzelten, die für die Tierwelt überraschend aufgestellt wurden.
Ich sehe eher die doch recht geringe Lichtstärke und das grausige Bokeh der Spiegellinsen als Problem.

Grüße

*entfernt*
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo Dietrich,

Zitat von *entfernt*:
Eine "Filterkurve" der Rotvergütung wäre wirklich interessant! Aber von Herstellern oder Vertreibern dieser Ferngläser darf man sowas ja wohl nicht erwarten.
eher nicht, wenn nicht Meade Europe/Bresser ihrer Broschüre nachlegt :cool: ... aber ein Hersteller (BCI Bright China Industries Inc. - die heißen wirklich so!) schreibt sogar auf seiner Webseite:
"In addition, most BCI optics can be treated with a layer of Ruby Coating on top of the normal coatings. It protects user's eye from UV emission and further improves the light transmission. It offers brilliant, crisp daylight viewing and is especially suited for use over water, snow an in other bright conditions."
Auch noch "UV-Schutz" durch Rot"vergütung", soso ... :D


Zitat von *entfernt*:
Da würde ich die Kurve so darstellen, daß die niedrigste Transparenz die Null-Linie bildet und alles was darüber durchgelassen wird, wird als Verstärkung deklariert, gemessen in dB (A, bewertet) und dem Hinweis, daß die dB Angabe natürlich logarithmisch zu verstehen ist und sich somit eine Verstärkung von 10 000fach ergibt. Nachtaktiv!
Patentwürdig! :totlach2:


Zitat von *entfernt*:
Die Reaktion auf Spiegellinsen bei Vögeln ist nach meiner Beobachtung eher keine.
Danke, ich war mir bisher recht unsicher, ob nicht so hellspiegelnde Mittelteile wie der nicht abgedeckte, innen aufgedampfte Fangspiegel bei meinem 3M5A-Mak irritieren - allerdings meist ohne wirkliche Deckung. :(

Gruß+cs,
Dietmar
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

hallo Leute,

ich besitze ein Fernglas Marke Sygnum 12x60 mit einschwenkbaren UHC-Filtern. Damit lässt sich tatsächlich zB der Cirrus Nebel im Schwan 5km von Wien als kleiner Kringel beobachten, wenn halbwegs guter Himmel ist. Es sind echte Interferenzfilter drin, das merkt man weil man leicht nachfokussieren muss wenn sie drin sind. Ich habe die Filterwirkung durch ein Beugungsgitter geprüft, und die Wirkung entspricht einem klassischen UHC Filter: Gelb wird rausgefiltert, ab Blaugrün ist wieder offen, und im Rotbereich.

lg Tommy
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo Tommy,

danke! Daraufhin habe ich gleich Deine Beugungsgitteraufnahme zu diesem UHC-Filter gefunden ...

Link zur Grafik: http://www.teleskop-austria.at/bild/bino-sygnum-btc-4.jpg

... interessant jedenfalls! Es scheint das gleiche, nur anders lackierte Glas wie in dem vom mir bereits verlinkten "Equipment Review: Apogee Astro-Vue 12x60 Binoculars" von Michael Portuesi zu sein, auch wenn er die UHC-Filter dort unter sehr lichtverschmutzten "SF Bay Area"-Bedingungen eher zurückhaltend beurteilt.
Die Filtereinschwenker am Prismendeckel wie auch das Design sehen den "Celestron Optiview"-Chinagläsern sehr ähnlich, aber das einteilige "American-Style"-Metallgehäuse des 12x60 ist überhaupt nicht zu vergleichen mit der beschriebenen Fehlkonstruktion.
Wie sieht die Stabilität auf der Okularseite bei Deinem Exemplar aus?

Gruß+cs,
Dietmar
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

hallo Dietmar,

Okularseitig ist es ziemlich stabil, das Fokusrad lässt sich um mehr als eine ganze Umdrehung verstellen für den ganzen Schärfebereich. Da bewegt sich nichts von selbst. Die Okularbrücke ist aus Plastik, aber sehr steif.

Aus der Verpackung heraus stinkt es übrigens nicht, so wie das Modell in der von dir verlinkten Beschreibung :-) Der Einklappmechanismus sieht aber ähnlich aus.

Das Metallgehäuse wirkt ein bisserl urig, es ist aber trotzdem erstaunlich leicht, nicht schwerer als ein normales 10x50. Die Optik könnte bessere Randschärfe vertragen, aber für diesen Preis ok.

Ich schätze den ästhetischen Eindruck eines dunkleren Himmelshintergrunds übrigens mehr als die Möglichkeit ein paar Nebel herauszukitzeln. Nur an die grünen Sterne muss man sich gewöhnen. Kann halt nicht alles haben nahe der Großstadt.

lg Tommy
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo zusammen,

meines Wissens kommt diese Vergütung ursprünglich aus dem Militärbereich. Gerade in heißen Gebieten wie z.B. Wüsten ist infrarote Wärmestrahlung sehr stark, und es soll verhindert werden, dass das Auge durch die Konzentration selbiger durch das Linsensystem geschädigt wird. Durch die sperrende Vergütung auf der Frontlinse wird außerdem erreicht, dass Infrarote Strahlung in das Innere des Fernglases gelangt, und dort durch Erwärmung evtl. die optischen Eigenschaften beeinflusst.

Da das Maximum der Transmission im Bleuen und Grünen Breich liegen dürfte, mag es durchaus sein, dass auch im UV-Bereich eine Sperrwirkung gegeben ist.

Grüße,
Martin
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Hallo Martin,

erstmal: Herzlich Willkommen im Forum!



Zitat von oraclist:
meines Wissens kommt diese Vergütung ursprünglich aus dem Militärbereich. Gerade in heißen Gebieten wie z.B. Wüsten ist infrarote Wärmestrahlung sehr stark, und es soll verhindert werden, dass das Auge durch die Konzentration selbiger durch das Linsensystem geschädigt wird. Durch die sperrende Vergütung auf der Frontlinse wird außerdem erreicht, dass Infrarote Strahlung in das Innere des Fernglases gelangt, und dort durch Erwärmung evtl. die optischen Eigenschaften beeinflusst.
Hm, hast Du dafür Quellen, oder vielleicht mal nachgerechnet, oder ist das eine freischwebende Spekulation?
In den Infos über US-Militärferngläser auf http://www.europa.com/~telscope findet sich kein Hinweis auf so etwas, und auch die Firma Steiner, die, wie oben schon zitiert, einstmals in ihrer Werbung Ferngläser mit dezent(!) rötlichen Vergütungen für Wüstengebrauch anpries ("Desert Coatings"), verliert heute darüber weder auf einer ihrer "Military"-Webseiten noch auf einschlägigen Militärbedarf-Seiten noch irgendein Wörtchen, soweit ich sehe - und außerdem: Wo sind dann die vielen rot"vergüteten" Militärferngläser "für den Wüstengebrauch"? ?)

Aber vielleicht meinst Du ja auch die gängigen Laserschutzfilter (hier mal mit Transmissionskurve), die allerdings ganz anders aussehen und wirken ... ?

Könntest Du jedenfalls ein paar Fakten bzw. Quellen nennen?

Gruß+cs,
Dietmar
 
IR Strahlung in Wueste ist harmlos

Gerade in heißen Gebieten wie z.B. Wüsten ist infrarote Wärmestrahlung sehr stark, und es soll verhindert werden, dass das Auge durch die Konzentration selbiger durch das Linsensystem geschädigt wird

.......................................................................

Hallo Martin,

falls das der Fall sein sollte, dann wuerde man sich bereits die Augen verbrennen, wenn man nur auf den Wuestenboden schaut. Ein Fernglas konzentriert die Strahlung ja nicht, es verringert nur den Abstand zum Objekt (es verstaerkt ja auch nicht das Licht in der Daemmerung, die Lichtintensitaet ist niemals hoeher als mit dem freien Auge).

Oder hat sich schon mal jemand die Augen verbrannt, wenn er sein Fernglas auf einen Ofen gerichtet hat?

Die IR Schutzfilter in Militaerfernglaesern sind, wie Dietmar schon gesagt hat, zum Schutz gegen die IR Laser, die der Richtschuetze verwendet, um die Entfernung des Targets zu bestimmen. Hier verwendet er einen Laser der Wellenlaenge 1064nm, die nicht sichtbar ist (damit der Panzer nicht gleich mit einer Lasershow auf sich aufmerksam macht).

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Rote Vergütung baut auf Bloedheit der Kunden

Zitat von oraclist:
Hallo zusammen,

meines Wissens kommt diese Vergütung ursprünglich aus dem Militärbereich. Gerade in heißen Gebieten wie z.B. Wüsten ist infrarote Wärmestrahlung sehr stark...

Zum IR hat Holger schon geschrieben. Aber ein Fernglas mit leuchtendroter Vergütung ist sehr auffällig und dürfte die Tarnung ziemlich erschweren.

Gruß hamma
 
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