PeterMaier
Aktives Mitglied
Hallo zusammen,
nach längerer Pause kam ich am frühen Sonntagmorgen (20.09.2026) endlich mal wieder in den Genuss sehr brauchbaren "Planetenwetters"!
Zwar sorgten immer wieder durchziehende dünne Nebelfetzen für unbeständige Transparenz, aber in den nutzbaren Lücken gab es dann doch für meinen Standort selten gutes Seeing.
Das Bild zeigt Saturn mit drei Monden (Mimas, Tethys, Enceladus) um 02:34 Uhr und ist ein Luminanzbild bzw. LRGB aus 8 derotierten Farb- sowie 3 derotierten Mono-Summenbildern.
Besonders freue ich mich, dass es mir erstmals gelungen ist, klar erkennbare Speichen-Strukturen (engl. "Spokes") im B-Ring sowie gleichzeitig einen ovalen Sturm (White Oval) auf der erdzugewandten .
Farb-Sequenz 02:08 - 03:13 MESZ:
Mono-Sequenz 02:30 - 02:38 MESZ:
Die techn. Eckdaten:
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeitraum: 02:08 - 03:13 MESZ
Seeing: II (Ant.); wechselnde Transparenz (Wolken)
Luminanzbild aus
Mit den zwei kurzen Sequenzen wollte ich verifizieren, dass die Dunkelstrukturen im B-Ring reale, mit dem Ringsystem
rotierende Speichenstrukturen (engl. Spokes) sind. Auf den Planeten bewegt sich auch ein kleines ovales Sturmsystem (White Oval).
Die wandernden Monde sind Tethys und Mimas.
Während die Farb-Sequenz rund eine Stunde Zeitraum abdeckt (02:08 - 03:13 Uhr), zeigt die Mono-Sequenz gerade mal knappe 10 Minuten (02:30 - 02:38 Uhr).
Farbe:
Was die farbliche Bearbeitung angeht, finde ich diese trotz bereits einiger Erfahrung immer wieder ziemlich herausfordernd!
Grundsätzlich nehme ich bereits bei der Aufnahme mit der Farbkamera eine visuell ausgewogene Einstellung der Farbkanäle vor. Der Rest erfolgt in der Nachbearbeitung über Farbbalance, Tiefen/Lichter etc., wobei ich mich gerne an bekannten Referenzen wie NASA/Cassini und bekannten Planetenfotografen orientiere und natürlich wie die meisten das Ziel verfolge, ein Maximum an Struktur/Detailauflösung im Endergebnis zu erreichen bei gleichzeitig möglichst ästhetischer Erscheinung.
Aber hier gibt es teils erhebliche Unterschiede auch bei den professionellen, wissenschaftlichen Ergebnissen, je nach Absicht der Präsentation...
Erschwerend dazu kommt die große Vielzahl an möglicher Ausgabe- bzw. Darstellungsmedien (Laptop, PC, Smartphones, Tablets...) und damit ebenso große Varianz der Darstellungsqualität. Einfach gesagt: Auf jedem Bildschirm sehen die Farben anders aus! :-D
Es ist und bleibt einfach eine Frage der Ästhetik und persönlichen Vorliebe. Als vorwiegend visueller Beobachter gehe ich auch gern vom "Live-Eindruck" aus - allerdings in der Fotografie nicht unbedingt immer zielführend oder der beste Ansatz. "Fotos dürfen farbig sein", sagte ein anderer Astronomiefreund neulich zu mir. Zumindest bei Deep Sky trifft das ja auch zu... ;-)
Bin hier aber immer offen und dankbar für Kritik und Tipps, die zur Verbesserung beitragen!
Schöne Grüße und klaren Himmel,
Peter Maier
nach längerer Pause kam ich am frühen Sonntagmorgen (20.09.2026) endlich mal wieder in den Genuss sehr brauchbaren "Planetenwetters"!
Zwar sorgten immer wieder durchziehende dünne Nebelfetzen für unbeständige Transparenz, aber in den nutzbaren Lücken gab es dann doch für meinen Standort selten gutes Seeing.
Das Bild zeigt Saturn mit drei Monden (Mimas, Tethys, Enceladus) um 02:34 Uhr und ist ein Luminanzbild bzw. LRGB aus 8 derotierten Farb- sowie 3 derotierten Mono-Summenbildern.
Besonders freue ich mich, dass es mir erstmals gelungen ist, klar erkennbare Speichen-Strukturen (engl. "Spokes") im B-Ring sowie gleichzeitig einen ovalen Sturm (White Oval) auf der erdzugewandten .
Farb-Sequenz 02:08 - 03:13 MESZ:
Mono-Sequenz 02:30 - 02:38 MESZ:
Die techn. Eckdaten:
- 20“ f/4 ICS Dobson
- 4x Televue Powermate (-> f/16)
- ZWO ADC (Atmosph. Dispersionskorrektor)
- ZWO ASI 462 MM + Astronomik ProPlanet 642 BP Filter
- ZWO ASI 462 MC + Baader UV-/IR Cut / L-Filter
- manuelle Nachführung
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeitraum: 02:08 - 03:13 MESZ
Seeing: II (Ant.); wechselnde Transparenz (Wolken)
Luminanzbild aus
- 8 derotierten Farbsequenzen (je 2 min Videosequenzen)
- 3 derotierten Mono-Summenbildern (je 2 min Videosequenzen)
- 15% Verwendungsrate in Autostakkert 4
- Schärfung: AstroSurface W5 2026 (Wavelets)
- Derotation u. Bildsequenzerstellung: WinJupos 12.4.0
- Nachbearbeitung: Photoshop (Luminanz Überblendung, Farbbalance), AfterEffects (Zeitraffer)
- Farb-Sequenz 02:08 - 03:13 MESZ
- Mono-Sequenz 02:30 - 02:38 MESZ
Mit den zwei kurzen Sequenzen wollte ich verifizieren, dass die Dunkelstrukturen im B-Ring reale, mit dem Ringsystem
rotierende Speichenstrukturen (engl. Spokes) sind. Auf den Planeten bewegt sich auch ein kleines ovales Sturmsystem (White Oval).
Die wandernden Monde sind Tethys und Mimas.
Während die Farb-Sequenz rund eine Stunde Zeitraum abdeckt (02:08 - 03:13 Uhr), zeigt die Mono-Sequenz gerade mal knappe 10 Minuten (02:30 - 02:38 Uhr).
Farbe:
Was die farbliche Bearbeitung angeht, finde ich diese trotz bereits einiger Erfahrung immer wieder ziemlich herausfordernd!
Grundsätzlich nehme ich bereits bei der Aufnahme mit der Farbkamera eine visuell ausgewogene Einstellung der Farbkanäle vor. Der Rest erfolgt in der Nachbearbeitung über Farbbalance, Tiefen/Lichter etc., wobei ich mich gerne an bekannten Referenzen wie NASA/Cassini und bekannten Planetenfotografen orientiere und natürlich wie die meisten das Ziel verfolge, ein Maximum an Struktur/Detailauflösung im Endergebnis zu erreichen bei gleichzeitig möglichst ästhetischer Erscheinung.
Aber hier gibt es teils erhebliche Unterschiede auch bei den professionellen, wissenschaftlichen Ergebnissen, je nach Absicht der Präsentation...
Erschwerend dazu kommt die große Vielzahl an möglicher Ausgabe- bzw. Darstellungsmedien (Laptop, PC, Smartphones, Tablets...) und damit ebenso große Varianz der Darstellungsqualität. Einfach gesagt: Auf jedem Bildschirm sehen die Farben anders aus! :-D
Es ist und bleibt einfach eine Frage der Ästhetik und persönlichen Vorliebe. Als vorwiegend visueller Beobachter gehe ich auch gern vom "Live-Eindruck" aus - allerdings in der Fotografie nicht unbedingt immer zielführend oder der beste Ansatz. "Fotos dürfen farbig sein", sagte ein anderer Astronomiefreund neulich zu mir. Zumindest bei Deep Sky trifft das ja auch zu... ;-)
Bin hier aber immer offen und dankbar für Kritik und Tipps, die zur Verbesserung beitragen!
Schöne Grüße und klaren Himmel,
Peter Maier