Schiefspiegler von AOK

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Hallo!

Ich hatte mal einen 110mm AOK Kutter. Die Optik war sicherlich gut (von Lichtenknecker).

Jedoch leidet ein Kutter unter einem systembedingten Problem: Local Seeing
Das liegt ganz einfach an dem offenen Tubus.


Ich vermute, dass jetzt wieder von ca. 2 Usern "Einwände" kommen. Darauf werde ich in diesem Thread nicht mehr antworten, denn das wurde alles schon mal diskutiert. Bitte Suchfunktion vom Forum bemühen.


Gruß Harald
 
Hallo Rainer,

ich besitze seit fast zwei Jahren einen gebrauchten AOK 110/2720mm Kutter.
Der war völlig dejustiert als ich Ihn geliefert bekam. Das sagte mir aber schon der Vorbesitzer beim Kauf.
Nachdem ich den Kutter dann neu justiert habe, zeigt er ein knackscharfes Bild. Weiter ist er sehr justagestabil, da ich Ihn für mobile Einsätze nutze und da stößt man schon mal irgendwo leicht an. Macht dem nichts aus.
Fazit: Für Mond und Planeten sehr gut geeignet. Sinnvolle Vergrößerung bis 200fach ohne Probleme meist möglich. In Ausnahmefällen bei ganz ruhiger und transparenter Atmosphäre bis 270 fach. Die meisten Deep Sky Objekte gehen aber nicht mehr sinnvoll bei dem Öffnungsverhältnis.


MfG
Achim
 
Hallo Namensvetter,
ich kann Achim nur Zustimmen.Ich habe auch den kleinen 110/2720 Kutter von AOK.In einer Ausnahmenacht konnte ich Saturn bis ca 280x Betrachten,ohne daß das Bild flau geworden wäre,das war sicher schon im Bereich der Übervergrößerung...Aber schee wars :)
Bei Standartbedingungen(mäßiges bis brauchbares Seeing) ist so der Bereich 150x-200x immer drin,und der kleine liefert ein sehr scharfes Bild.
DeepSky geht,aber mit Einschränkung.Erstens ist es nicht eben einfach ein Objekt überhaupt zu Finden,da das erreichbare Feld recht klein ist,zum zweiten,die max AP beträgt bei meinem "längsten" Oku ca 2mm.Für die helleren Messierobjekte reichts aber,dunklen Himmel vorrausgesetzt.
Übrigens ist die Justage nicht so schwer ;)
Das Wolterscope konnte ich nur des Tages mal Bewundern,Durchsehen konnte ich noch nie.Daher kann ich auch nix dazu sagen.
Grüße Rainer
P.S.: dann gibt es natürlich noch die Yolo.Soweit ich weiß alles Selbstbauten,aber eventuell kann man da ein fertiges Gerät von Privat Kaufen?
Hier mal ein Link zu den Yolos YOLO
 
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Hallo Harald

Jedoch leidet ein Kutter unter einem systembedingten Problem: Local Seeing
Das liegt ganz einfach an dem offenen Tubus.

Ich vermute, dass jetzt wieder von ca. 2 Usern "Einwände" kommen.

Ganz genau ;)
Und zwar aus dem Grund, weil es nicht die Wahrheit ist!

Anscheinend hast du immer noch nicht verstanden, was Local Seeing ist und wie es zustande kommt?!
Hier kommt noch einmal eine kurze Erläuterung aus dem ICS-Katalog zum besseren Verständnis für dich.

Local Seeing
Hausgemachte Turbulenz-Probleme durch mangelnde Abschirmung von Körperwärme, zu geringem Abstand von Mitbeobachtern, das Beobachten von beheizten Gebäuden aus, das Beobachten zum Fenster hinaus. Hierzu gehört meiner Meinung nach auch das Beobachten durch einen Kuppelspalt hindurch, der auch nur den gesamten Luftaustausch im Lichtweg konzentriert, was dem Bild bestimmt nicht hilft. Auch in dieser Frage gibt es sehr deutliche Unterschiede zwischen Fotografie und visueller Beobachtung, wobei hier wiederum die Fotografie andere Anforderungen stellt.

Es ist also kein Systembedingtes Problem, sondern ein Umweltbedingtes Problem, worunter dann jedes Instrument zu leiden hat.
Wenn offene Systeme Seeinganfällig währen, dann bitte doch auch Newton, Gitterrohr, offene Cassegrains usw. dazu zählen. Jeder der seinen Dobson von Hand nachführt und mal einen defokusierten Stern dabei beobachtet weiß was Local Seeing ist.
Jeder der seinen Kutter kennt und auch beherrscht, wird dir wiedersprechen.
Warum also Hausgemachte Luftströmungen um alle Öffnungen einen Bogen machen, außer um den Kutter, mag mir nicht so recht einleuchten.

Du haltest hier systematisch einen Mythos am leben, der diesem Hochleistungsinstrument nicht gerecht wird, obwohl du andere Fehlerquellen gar nicht erst in Erwägung ziehst und nun auch nicht mehr ausschließen kannst.
Du konntest weder etwas über die optische Qualität aussagen, noch darüber ob du den Kutter richtig justiert hattest, noch ob das Seeing in Ordnung war usw.
So könnte es auch an deinem eigenen Unvermögen gelegen haben, aus dem du nun die falschen Ursachen ziehst.
Ich hatte auch mal einen schlechten 8" Newton und glaubte, dass flaue Bild komme von der Zentralabschattung des Fangspiegels, was sich im nachhinein als falsche Schlussfolgerung herausstellte.

@ Rainer
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/ubb/showflat/Number/509336#Post509336

Gruß Uwe
 
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Hallo Uwe!

Bist Du heute schlecht gelaunt?

Ich bin erstaunt über Dein unsachliches und inhaltlich falsches Posting, welches durchsetzt ist mit Lügen, Unterstellungen und Provokationsversuchen.

In Deinem Posting steht -sorry- so viel Unsinn, dass es sich nicht lohnt, wieder einmal detailliert darauf einzugehen. Wenn Du sachliche Einwände auf Dein Posting lesen willst, kannst Du ja die Suchfunktion vom Forum benutzen und unsere damalige Diskussion nochmal durchlesen.

Viel Spaß mit Deinem Kutter. Du weisst ja, jedes Teleskop hat seinen Himmel.


P.S.: Sieh mal im Biete-Forum nach, da wird schon wieder ein Kutter verkauft. :/


Gruß Harald
 
Hallo Harald

Auf die Sache bist du noch nie wirklich eingegangen, was bei einem solchen Ego auch verständlich ist.
Du verstehst ja nicht einmal dass was du selber schreibst und behauptest mit dem Local Seeing!

Du hattest halt einmal das Pech bei ungünstigen Bedingungen zu beobachten und hast es auch nicht verstanden den Kutter richtig zu justieren, oder du hattest eine Gurke erwischt und seit dem sind die Kutter eben Sch...e, so einfach ist das bei dir.
Nur schade, dass es ein an sich geniales Teleskopsystem ausbaden muss, weil du unfähig bist, das richtig einzuschätzen.

Und ja, ich habe viel Spaß mit meinem Kutter, denn nun habe ich nicht mehr das Verlangen nach einem 8" Fluorit Apochromaten. Ähm wie viel habe ich dabei gespart, so ca. 18000 Euro ?) ;)
Was mich jetzt plagen tut ist eher ein 12" Kutter.

Gruß Uwe
 
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Hallo zusammen
Der Harald_M hat mit dem Tubusseeing nicht ganz unrecht. In der Tat ist ein Schiefspiegler in diesen Beziehung besonders empfindlich aber man soll sich davon nicht abschrecken lassen. Kutter und auch Beat Kohler weisen darauf hin. Kutter empfiehlt dazu den Hauptspiegeltubus nicht zu lang zu bauen. Dieser sollte nicht länger sein als der Hautspiegel an Durchmesser aufweist. Außerdem sollte um dem Hauptspiegel je nach Größe noch ein Zwischenraum zum Tubus von 20-50MM sein. Herr Kohler hat sicherlich schon viele Geräte gebaut und wird das entsprechend berücksichtigt haben. Bei meinem 250MM Schiefspieglereigenbau ist der Hauptspiegeltubus als tragendes Element in der Gesamtkonstruktion integriert und darum mit 45CM etwas lang geraten. Weil man es besonders gut machen möchte habe ich in den Tubus noch 3 Streulichtblenden die bis auf wenige MM an den Strahlengang heranreichen eingebaut. Diese behindern nun den Luftaustausch. Jeder Luftaustausch muss nun zwangsläufig durch den Strahlengang und verwirbelt die Luft vor dem Hauptspiegel. Ein Ventilator hinter dem Hauptspiegel reduzierte dennoch die Verwirbelung um über 95% sodass nun ein ruhiges Bild entstand. Es wird immer behauptet der Schiefspiegler taugt nicht zur deep Sky-Beobachtung. Fotografisch mag das stimmen weil er mit der langen Brennweite eine sehr hohe Basisvergrößerung mit entsprechend niedriger Flächenhelligkeit liefert. Visuell sieht das ganz anders aus. Wenn man was sehen will braucht man bei allen Objekten die kleiner sind als ein halbes Grad wie etwa M27;M104 oder M13 eine Mindestvergrößerung von etwa 125-fach. Bei dieser Vergrößerung und darüber sind Lichtstarke Optiken keinen Deut heller, eher im Gegenteil. Nur bei meinem Schiefspiegler nimmt man dazu ein 42 MM LVW von Vixen, bei 1,2M Brennweite jedoch ein 10MM Okular. Das Gesichtsfeld ist dabei das Gleiche. Auf dem ITV dieses Jahr konnte ich M13 in einem C11 von Celestron, eine anerkannt gute Optik, bewundern. Vom Hocker gehauen hat`s mich nicht. Auch diese Optik zeigte heftiges Tubusseeing weil noch nicht richtig ausgekühlt und selbst an den kleinen lichtschwachen Sonnen war die Lichtbeugung vom Fangspielrand deutlich zu sehen. 30Meter weiter im Schiefspiegler sah das schon ganz anders aus. Jede Sonne kam Nadelfein. Ich lies auch andere durchgucken; Kommentar: „Boar Ey,mensch da haste was gebaut“. Und das obwohl mein Gerät am diesen ersten Abend noch mächtig schielte. Bei M104 konnte ich mit meinen alten Augen visuell das Staubband erkennen und bei M51 Spiralarme und Knötchen. Saturn betrachtet man mit dem 19MM Panoptik , 16MM Nagler oder mit einem 12MM Reverset-Kellner bei 260-312 und 416 fach. Beugungsringe kommen nur sehr schwach um gleißend helle Airy-Scheibchen. Sie werden erst bei sehr hohen Vergrößerungen bei 550-fach schwach sichtbar und verschwinden beim Defokusieren sehr rasch in der Unschärfe nicht wie bei einer Cassegrain-Optik wo die Beugungringe immer und immer größer werden bis sie schließlich fast das gesamte Gesichtfeld vereinnahmen. Nun, da hat doch jemand von einem 300MM Schiefspiegler geträumt. Den möchte ich vorwarnen. Der ist bereits rund 2,7 Meter lang und Hauptspiegel, Fangspiegel und Keillinse alleine wiegen schon zusammen 8.8KG. Mein 250MM Gerät dürfte mit 18,5KG bei 1,8M Transportlänge und 2,2Meter Beobachtungslänge wohl die absolute Obergrenze dessen darstellen was noch einigermaßen transportabel ist. Schön ist auch das der Lutz einen schnuckelig schönen kleinen Schiefspiegler bauen wird. Endlich mal einer der den Mut dazu hat. Ich habe leider die Befürchtung das die billigen China-Apos in der gleichen Größe eine herbe Konkurrenz sein werden. Ich denke ein Schiefspiegler wird erst so mit 180-250MM wirklich Sinn machen. In dieser Größe sind Apo-Refraktoren dann einfach zu teuer und zu schwer.
Gruß Arago
 
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Hallo Arago

Es gibt drei Arten von Seeing, welche die Abbildungsqualität beeinflussen.
1. Atmosphärisches Seeing, welches Naturgegeben ist.
2. Tubus Seeing, welches entsteht, wenn Optik und Mechanik sich unterschiedlich abkühlen, oder das Gesamtsystem sich noch nicht an die Umgebungstemperatur angepasst hat.
3. Locales Seeing, welches entsteht, wenn es externe Wärmequellen in der nähe des Strahlengangs gibt, deren warme Luft, vor- oder durch den Strahlengang zieht.

Gegen alle drei Arten von Seeing kann man etwas unternehmen wenn man will und kann.
Zu 1. einen besseren Standortaufsuchen, von der Stadt aufs Land, auf Berge, Wiesen usw.
Zu 2. Das Instrument und seine Komponenten möglichst schnell an die Umgebungstemperatur anpassen mit Lüfter, Klimaanlage usw., oder dem Instrument die Zeit dazu lassen.
Zu 3. Externe Wärmestrahler meiden, wie Betonierter Beobachtungsplatz, Waschbetonplatten, Häuser, Dächer, Kamine, Mitbeobachter vor der Öffnung usw.

Kutter empfiehlt dazu den Hauptspiegeltubus nicht zu lang zu bauen.

Das hat mit dem Seeing nichts zu tun, sondern mit dem Z-förmigen Strahlengang. Baut man den Hauptspiegeltubus zu lang oder zu eng im Durchmesser, so vignetiert man den Hauptspiegel.

Weil man es besonders gut machen möchte habe ich in den Tubus noch 3 Streulichtblenden die bis auf wenige MM an den Strahlengang heranreichen eingebaut.

Das braucht man eigentlich nicht, wenn der Fangspiegeltubus richtig dimensioniert ist, wirkt dieser quasi wie das Tagblindrohr eines SC Teleskops.
Es sind dann nur exakt der Hauptspiegel und der Fangspiegel zu sehen, wenn man durch den OAZ blickt. Der Rest ist schwarz.

Es wird immer behauptet der Schiefspiegler taugt nicht zur deep Sky-Beobachtung.

Ja, dass ist auch so ein Mythos. Für Großflächige Objekte ist der Kutter weniger geeignet, doch für alles was hoch vergrößert wird ist er bestens geeignet.
Ich hatte im Winter Sternfreunde zu besuch, welchen sofort der hohe Kontrast bei den Paradeobjekten wie z.B. dem Orionnebel aufgefallen ist.

Beugungsringe kommen nur sehr schwach um gleißend helle Airy-Scheibchen.

Sterne und Doppelsterne sind im Kutter ein Hochgenuss!

Nun, da hat doch jemand von einem 300MM Schiefspiegler geträumt. Den möchte ich vorwarnen.

Nun, dass wahr wohl meine Wenigkeit und ich bin mir den Dimensionen eines 12" Kutter durchaus bewusst und dachte hier eher an mein letztendliches Sternwartengerät, was sicher noch ein paar Jahre ein Wunschtraum bleiben wird.

Ich denke ein Schiefspiegler wird erst so mit 180-250MM wirklich Sinn machen.

Über Sinn und Unsinn eines Teleskops und deren Öffnung oder Kosten kann man trefflich streiten.
Wichtig ist nur eine gute Qualität zu haben.

Gruß Uwe
 
Hallo Leute
Das oben abgebildete Gerät ist meines. Wie man sieht ist es noch nicht ganz fertig. Ich hatte es in einer Nacht- und Nebelaktion in letzter Minute zusammengesteckt um überhaupt einmal durchzugucken. Wie man sieht, habe ich damit eine kleine Advanst Gt von Celestron gequält. Das ging aber nur weil ich die original Deklinationsachse aus Aluminium gegen einen Eigenbau aus Stahl ersetzt habe und dieser zusätzlich noch ein zweites Kugellager spendiert habe. Anfangs hatte ich echte Probleme. Ich hatte Zusatzgewichte mit einer Schnur an die Gegengewichtsstange gebunden. Beim schwenken versuchte nun die Stange das Gegengewicht durch aufwickeln hochzuziehen. Das konnte nicht gut gehen, die Motoren hatten mächtig gejammert. Mußte ein paar mal wegen tieffliegender Billigokularen den Kopf ein ziehen. Am nächsten Tag hatte ich das Gegengewicht frei drehend angebracht und danach hat die Montierung die ganze Fuhre mit Anstand getragen. So manch alter Hase konnte es nicht glauben und hatte nur noch ungläubig gestaunt. Auf der Teleskopseite waren es mit Zubehör etwa 19KG und an der zu kurzen Gegengewichtsstange rund 24KG. Das ganze ist allerdings nicht zur Nachahmung empfohlen, Die Montierung wird dieser Tage durch eine CGE-Montierung ersetzt.
Das Tubusseeing was ich angesprochen habe bezieht sich in erster Linie auf mein Gerät und sollte nicht verallgemeinert werden. Diese Probleme sind hausgemacht und lassen sich bestimmt mit kleinen Änderungen abstellen. Ich muss da noch etwas an dem Ventilator und den Streulichtblenden rumprobieren.
Zu den Streulichtblenden: Wenn licht in einem sehr flachen Winkel streifend auf einer Oberfläche auftrifft wird es auch dann noch reflektiert wenn die Oberfläche schwarz und rau ist. Um zu verhindern das Licht von Lichtquellen die dicht neben dem Gesichtfeld ( Mond, Sonne,helle Sterne,Lampen usw.) liegen von den Tubuswänden auf den Hauptspiegel reflektiert wird ( Reflexe ), werden im allgemeinen Streulichtblenden in Tubusinnenwänden und auch teilweise in Okularen eingebaut. Das ist wohl der Hauptsinn von Streulichtblenden bei allen Teleskoparten und machen auch bei einem Schiefspiegler in einigen Situationen durchaus Sinn. Pech nur wenn die so eng bemessen sind das ein Luftaustausch nur noch durch den Strahlengang erfolgen kann. Wir alle kennen das Bild wenn in einem Raum am Boden eine Wärmequelle ist. Die Luft steigt dann darüber zur Decke auf und kriecht dann in einer relativ dünnen Schicht an der Decke entlang. Hierin liegt auch der Sinn zum Abstand zwischen Hautspiegelrand und Tubuswand von mindestens 2-5 CM. Wir müssen der durchströmenden Luft platz geben um am Strahlengang vorbei zu kommen. Ein Langer Tubus wirkt dabei wie ein Kamin mit recht heftigen Strömungen bei einem Kurzen Tubus sind die Strömungen wesentlich milder und kaum wahrzunehmen. Das hat in diesem Fall recht wenig mit einer eventuellen Beschneidung des Strahlenganges durch einen Langen Tubus zu tun, der Strahlengang läst sich nämlich sehr einfach ausmessen. Ich denke das ich so die Zeilen von Kutter in diesem Zusammenhang richtig verstanden habe. Sicher werde ich die Problematik mit einigen kleinen Modifizierungen der Lufftührung entschärfen können. Das Tubuseeing tritt nämlich hauptsächlich dann auf je flacher die Optik ausgerichtet wird und der Hauptspiegeltubus sich auf der Unterseite befindet. Befindet sich der Hautspiegeltubus auf der Oberseite oder die Optik wird steil zum Himmel aufgerichtet so vermindern sich die Probleme. Aber bitte jetzt nicht wieder auf die Horizont nahen Luftturbulenzen verweisen. Ich kann durchaus Tubusseeing von atmosphärischen und lokalen Seeing unterscheiden. Und bitte nicht aufs Auskühlen verweisen. Ohne Ventilator zeigt sich das Phänomen auch noch nach 6-7 Stunden unvermindert, während es mit Ventilator nach wenigen Minuten deutlich abgemildert wird. Vermutlich spielt auch in diesem Fall ein Luftstau / Wirbel vor den Versteifungsrippen zwischen Hautspiegeltubus und Fangspiegeltubus eine entscheidende Rolle. Das kann man beim Bau des Gerätes vorher nie genau voraussehen und nach her ist man immer klüger. So gewaltig ist das Problem nun auch wieder nicht es ist halt nicht absolut perfekt und stört etwas. Man klagt halt auf recht hohem Niveau.
Gruß an alle Arago
 
Hallo Arago!

Vermutlich spielt auch in diesem Fall ein Luftstau / Wirbel vor den Versteifungsrippen zwischen Hautspiegeltubus und Fangspiegeltubus eine entscheidende Rolle.
Das kann sein. Hier kann jetzt diskutieren, ob man das Tubus-Seeing oder Local-Seeing nennt. Seeing ist es in jedem Falle.
Und wie willst Du das mit Lüftung zu 100% vermeiden???

Nur ein zu 100% Tubus-Seeing-freies Teleskop kann auch die bestmögliche Leistung bringen. Einen Newton zu 100% frei von Tubus-Seeing zu bekommen ist keine Kunst. So ist ein korrekt gebauter/belüfteter Newton auch im Winter nach 30 min komplett frei von Tubus-Seeing.

Das bisschen Kontrast-Erhöhung durch Vermeidung von 15-20% Obstruktion steht einer wesentlich größeren Kontrast-Minderung durch Seeing-Probleme gegenüber. Es wird beim Kutter als an einer Stelle ein bisschen verbessert und im Gegenzug gewaltige Nachteile klaglos akzeptiert bzw. in Abrede gestellt oder fälschlicherweise als Mythos hingestellt.


Ich zitiere mal die Homepage von AOK, Betreiber ist Beat Kohler:
"Die hohe Leistung wird nur durch die höhere Luftunruheempfindlichkeit bei den grösseren Geräten beeinträchtigt."

@Uwe: Wenn schon der Verkäufer der Geräte darauf hinweist, dann ist da wohl was dran, oder? :/
Vielleicht solltest Du Herrn Kohler mal anrufen und ihn über seine seit Jahren selbst hergestellten Kutter-Teleskope belehren. :/


Fazit:
Ein Kutter war zu Zeiten von dessen Erfindung sicherlich eine gute Alternative zu den damals vorhandenen Planetenteleskopen, den Fraunhofern. Ganz einfach, weil die Fraunhofer eben noch viel länger bauen und einen Farbfehler haben. Ich halte heutzutage Kutter-Teleskope für antiquierte Liebhaberteleskope, jedoch keineswegs für besonders geeignete Planetenteleskope - hier gibt es deutlich leistungsfähigere Teleskope. Und ich meine nicht nur hochpreisige Apos, Herr Uwe.


Das bitte als sachliche Kritik den Kuttern gegenüber verstehen, denn so ist es gemeint und so ist es auch.


Gruß Harald
 
Hallo Harald

Das kann sein. Hier kann jetzt diskutieren, ob man das Tubus-Seeing oder Local-Seeing nennt. Seeing ist es in jedem Falle.
Und wie willst Du das mit Lüftung zu 100% vermeiden???

Um eine Sache von deren Ursache und Wirkung umfassend verstehen zu können muss man Differenzieren, weshalb man auch in drei Arten von Seeing differenziert. Nur so kann man etwailige Störquellen beseitigen.
Eine solch undifferenzierte Antwort zeigt nur, dass du entweder nicht verstanden hast, dass mehrere Ursachen die gleiche Wirkung haben können, oder dass es dir eben auch egal ist, da ja eh alles nur Seeing ist, was auch zu deiner Haltung passen würde.

Nur ein zu 100% Tubus-Seeing-freies Teleskop kann auch die bestmögliche Leistung bringen. Einen Newton zu 100% frei von Tubus-Seeing zu bekommen ist keine Kunst. So ist ein korrekt gebauter/belüfteter Newton auch im Winter nach 30 min komplett frei von Tubus-Seeing.

Die Hauptmasse beim Kutter ist auch der Hauptspiegel, welchen man mit Lüfter eben so schnell runterkühlen kann, wie beim Newton.
Das Fangspiegelrohr beim 8" Kutter hat 90mm/D, das braucht auch keine 5h zum durchkühlen.
Nach ca. 1h mit Lüfter, sehe ich in meinem 8" Kutter lehrbuchmäßige Beugungsscheibchen.

Das bisschen Kontrast-Erhöhung durch Vermeidung von 15-20% Obstruktion steht einer wesentlich größeren Kontrast-Minderung durch Seeing-Probleme gegenüber. Es wird beim Kutter als an einer Stelle ein bisschen verbessert und im Gegenzug gewaltige Nachteile klaglos akzeptiert bzw. in Abrede gestellt oder fälschlicherweise als Mythos hingestellt.

Die Kontrastminderung bei 15% Obstruktion, was dann ein reiner Planetennewton wäre ist gegenüber dem Kutter zu vernachlässigen, was bleibt, ist das Streulicht der Fanspiegelhalterung, welche man im Kutter nicht hat.
Wo sollen den bitte Seeingprobleme auftauchen, wenn man alleine auf weitem Feld und Flur beobachtet und das Instrument durchgekühlt ist?
Für die Mythen legst du dich ins Zeug.

Ich zitiere mal die Homepage von AOK, Betreiber ist Beat Kohler:
"Die hohe Leistung wird nur durch die höhere Luftunruheempfindlichkeit bei den grösseren Geräten beeinträchtigt."

@Uwe: Wenn schon der Verkäufer der Geräte darauf hinweist, dann ist da wohl was dran, oder?
Vielleicht solltest Du Herrn Kohler mal anrufen und ihn über seine seit Jahren selbst hergestellten Kutter-Teleskope belehren.

Das du aus dem Zitat nur das Negative rausliest ist mir klar!
Ich hatte durch meinen Kutterkauf schon einige Gespräche mit Herrn Kohler, vielleicht solltest du dich mal mit ihm in Verbindung setzen, damit du dieses Zitat besser verstehst.
Vielleicht kann er dich von deiner Mission etwas abbringen.

Natürlich reagiert der Kutter mit seinem geöffneten Strahlengang anders auf seine Umgebung.
Wenn eine Person unter dem Strahlengang steht, ziehen die Warmluftschlieren durch den Strahlengang.
Wenn aber, sich jemand vor ein Newton stellt oder Refraktor hat man das gleiche Problem.
Für Sternwarten und Kuppeln mag das auch noch eher zutreffen.
Doch wenn das Instrument ausgekühlt ist, die Atmosphäre ein gutes Seeing hergibt und es weit und breit nichts gibt, was warme Luft durch den Strahlengang ziehen lassen kann, wieso sollte ich dann irgend ein Problem mit Seeing haben?
Warum kann ich überhaupt, selbst bei sehr hellen Sternen ein lehrbuchmäßiges Beugungsbild sehen?
Ich weiß nicht warum das keiner versteht, anscheinend nur die, die einen Kutter haben und auch damit umgehen können!

Fazit:
Ein Kutter war zu Zeiten von dessen Erfindung sicherlich eine gute Alternative zu den damals vorhandenen Planetenteleskopen, den Fraunhofern. Ganz einfach, weil die Fraunhofer eben noch viel länger bauen und einen Farbfehler haben. Ich halte heutzutage Kutter-Teleskope für antiquierte Liebhaberteleskope, jedoch keineswegs für besonders geeignete Planetenteleskope - hier gibt es deutlich leistungsfähigere Teleskope. Und ich meine nicht nur hochpreisige Apos, Herr Uwe.

Dein unsachliches Fazit, welches du nur aus Vermutungen und schlechten Erfahrungen heraus ziehst, ist schlicht falsch!
Seit es den Kutter gibt, wird dieser als Hochleistungsinstrument für die Planetenbeobachtung gehandelt, daraus sind einige weitere Untergruppen, wie Wolter, Yolo usw. entstanden, Bernd Flach Wilken und viele Andere wahren die ersten, die die Maßstäbe in der Planetenfotografie mit ihren Kutter und CCD setzten.
Das alleine sollte dir schon zu denken geben. Jeder Fotograf der Spitzenergebnisse liefert, wird dir bestätigen, das es zu einem guten Equipment auch ein gutes Seeing bedarf. Der PC kann zwar viel, doch um Spitzenergebnisse zu bekommen muss auch die Luft stimmen, doch dass stellst du ja systematisch dem Kutter in abrede.
Das nun auch lange Refraktoren für die Planetenbeobachtung nicht geeignet sein sollen ist mir neu.

Natürlich gibt es leistungsfähigere Teleskope, sie müssen nur eine größere Öffnung bei guter Justage und Qualität haben.
Jedoch visuell, wird es schwierig werden ein gleich großes Kutter zu Toppen.
Du weist, dass ich auch ein APO-Liebhaber bin, doch muss man auch so ehrlich sein, dass der APO ab 5-6" kein reales Kosten-Nutzenverhältnis mehr hat.
Wenn ich das Geld hätte, würde ich natürlich auch ein 8" APO haben wollen.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe!

Neben Deinen andauernden provokativen Äußerungen, über die ich nur lächeln kann, hast Du zusätzlich noch sachlich falsche Äußerungen gemacht, im Folgenden aufgelistet:

oder dass es dir eben auch egal ist, da ja eh alles nur Seeing ist,
Unterstellung. Habe ich so nicht geschrieben.


Die Hauptmasse beim Kutter ist auch der Hauptspiegel, welchen man mit Lüfter eben so schnell runterkühlen kann, wie beim Newton.
Das Fangspiegelrohr beim 8" Kutter hat 90mm/D, das braucht auch keine 5h zum durchkühlen.
Nach ca. 1h mit Lüfter, sehe ich in meinem 8" Kutter lehrbuchmäßige Beugungsscheibchen.
Thema verfehlt. Von der AuskühlDAUER war keine Rede. Es ist etwas komplexer und Du hast das wohl nicht erkannt. Erläuterung: Ohne aktive Belüftung würde ein Volltubus-Newton NIE ganz frei von Tubus-Seeing (Stichwort IR). Hier hilft also ein Lüfter im Dauerbetrieb. Einen offenen Tubus wie beim Kutter kann man nicht effektiv belüften, weil er eben offen ist. Siehe Beispiel von Aragon. Weitere Erläuterungen unten.


was bleibt, ist das Streulicht der Fanspiegelhalterung,
Du schreibst hier selber, dass der einzige optische Vorteil des Kutters die Vermeidung des Streulichts der Fangspiegelhalterung ist... Darf ich Dich hiermit künftig zitieren? :D


Wo sollen den bitte Seeingprobleme auftauchen, wenn man alleine auf weitem Feld und Flur beobachtet und das Instrument durchgekühlt ist?
Natürlich wird durch den Beobachter selber eine Menge Wärme an die Umgebungsluft abgegeben. Diese macht sich besonders bei einem Kutter bemerkbar, weil die Tubus-Teilung nahe am Beobachter ist. Bei Gegenwind ist das weniger ein Problem, bei Windstille jedoch wohl. Das ist auch der Grund, warum bei Gitterrohr-Dobsons die "Socke" verwendet wird.
Zweite Ursache: Erstaunt mich, dass Du das als selbsterkorener Seeing-Spezialist nicht weisst. Durch IR-Abstrahlung entstehen zwangsläufig Temperaturgradienten in den Materialien vom Teleskop und sonstiger Mechanik, was zu Turbulenzen führt. Bei einem geschlossenen Tubus spielt die sonstige Mechanik keine Rolle, bei einem offenen Tubus jedoch können auch hier Luftturbulenzen entstehen. Siehe wieder Beispiel Aragon.


Falsch. Du verbreitest den Mythos, dass es ein Mythos sei. :/


Das du aus dem Zitat nur das Negative rausliest ist mir klar!
Wie ist denn Deine Interpretation von Beat Kohlers Warnung vor der Seeing-Anfälligkeit der Kutter-Teleskope? Warum schreibst Du das nicht? :gutefrage:


Warum kann ich überhaupt, selbst bei sehr hellen Sternen ein lehrbuchmäßiges Beugungsbild sehen?
Vielleicht beobachtest Du immer bei Gegenwind? Vielleicht haben wir unterschiedliche Ansprüche an ein "lehrbuchmäßiges Beugungsbild"?


Dein unsachliches Fazit ... ist schlicht falsch!
Falsch. Mein Fazit ist richtig. (Was sonst? :cool:)


Seit es den Kutter gibt, wird dieser als Hochleistungsinstrument für die Planetenbeobachtung gehandelt
Insbesondere von Dir.


daraus sind einige weitere Untergruppen, wie Wolter, Yolo usw. entstanden
Yolos und Wolterscopes haben geschlossene Tuben. Die dürften demnach auch gut aktiv belüftbar sein. Gut, dass DU diese Teleskope erwähnt hast.


Das nun auch lange Refraktoren für die Planetenbeobachtung nicht geeignet sein sollen ist mir neu.
Unterstellung. Das habe ich so nicht geschrieben.


Jedoch visuell, wird es schwierig werden ein gleich großes Kutter zu Toppen.
Wenn man unter "gleich groß" die äußeren Abmessungen, notwendige Montierungsgröße und Preis versteht, dann wird ein Kutter von jedem hochwertigen Maksutov-Cassegrain (mit 35% Obstruktion) "gleicher Größe" getoppt.



Gruß Harald
 
Hallo Rainer,

Ich kenne das AOK Kutter nicht, habe aber selber ein 11cm gebaut. Gefaellt mir gut, auch fuer viel deepsky Ziele. Sogar spektakulaer auf Mond und Planeten mit Bino. Zugegeben, dieselbe Details sind auch sichtbar mit 20cm Newton, aber das Bild im Kutter is einfach angenehmer.
Bestimmt nicht empfindlicher fuer Seeing als meine andere Teleskope.

Gruss,
Eric

Zitat von Harald_M:
Ich vermute, dass jetzt wieder von ca. 2 Usern "Einwände" kommen. Darauf werde ich in diesem Thread nicht mehr antworten, . . .

Schade.
 
Hi,
8"Apo-was kostet so einer heute ?
Zeiss sprach mal von mind. 30.000 €(nur Linse!)-mußt man soviel für ein "perfektes "Planetenteleskop ausgeben ?:krank:

ein Fraunhofer gestreckt(f15-20) oder geknickt(f25-30) von D&G sicherlich das beste preis/leistungsverhältnis :super:-da kriegt man bei D&G mind 3x 11" linsen :cool: versus 8"Apo-da ignoriert man den gewiss geringen Farbfehler gerne. :/

das ein Cassegrain od. maksutov mit 35 %obstruktion ein von Öffnung und brennweite gleichen Schiefspiegler toppen soll-rein visuell betrachtet-ist wohl ein Scherz .merke gerade-hab falsch gelesen -sorry :blush:

fotografisch mag ein 12"SCT höchstleistungen unter den perfekten Usern ausreichen

was kostet eigentlich ein 8-12"Kutterspiegelsystem komplett bzw. als Spiegelset ?
für Kutter ab 8" sind Rolldachhütten wohl das beste ;),
Körperseeing(Weltraumanzug :biggrin: )und Tubusseeing kann man sicherlich stark einschränken ,das kriegt Arago sicherlich hin :respekt:

es gibt sehr wenige (in USA,Japan), die ein FH 10"f15
ohne sternwarte auf ihrem Grund betreiben(offenbar gibts dort keine Kriminalität :biggrin:)

ein anderes seltenes ist das Horizontalteleskop ( mal optimal gesponnen :biggrin: grundstück in Namibia
D 24" f 50 ;zwei betonsockel 20 m hoch Grundfläche 8x8m auf 3x3 m wegen Bodenseeing -dazwischen ein Seebecken 10 m tief(wasser gibt reichlich :/), je Spiegel ein aufwendigen Kreuzschlitten ,um erdbegewungen auszugleichen :augenrubbel: :super:

Gruß der Träumer :huhu:
PS: es gibt einige 10-12"Kutter und Refraktorbesitzer -auch gerade privat-man hört so wenig von denen
alles nur einsame genießer? ?)
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Harald

Das differenzieren ist nicht deine Stärke, soviel habe ich nun schon mitbekommen.
Ich denke nicht, dass man einen Kutter mit einem Newton in einen Topf werfen kann, woraus natürlich wieder die falschen Schlussfolgerungen entstehen.

Kurt Schreckling hat schon einiges zu diesem Thema Auskühlverhalten veröffentlicht und ausprobiert!
Übrigens ist auch er nach seinen Schiefspiglerversuchen der Meinung, dass Seeingprobleme beim Kutter kein Thema sind.
Ebenso nutzt er ein gänzlich offenes 12" Cassegrain Teleskop, welches dann nach deinen Mutmaßungen ebenfalls unter Seeingproblemen leiden müsste. Damit hat er aber schon Details auf den Jupitermonden gesehen ?)

Also wieder falsche Vergleiche und Schlussfolgerungen!

Du schreibst hier selber, dass der einzige optische Vorteil des Kutters die Vermeidung des Streulichts der Fangspiegelhalterung ist... Darf ich Dich hiermit künftig zitieren?

Der Kutter hat auch noch andere Vorteile z.B. in der Sonnenbeobachtung.

Natürlich wird durch den Beobachter selber eine Menge Wärme an die Umgebungsluft abgegeben. Diese macht sich besonders bei einem Kutter bemerkbar, weil die Tubus-Teilung nahe am Beobachter ist. Bei Gegenwind ist das weniger ein Problem, bei Windstille jedoch wohl. Das ist auch der Grund, warum bei Gitterrohr-Dobsons die "Socke" verwendet wird.

Ich bin ca. 80cm von der Eintrittsöffnung meines 8" Kutter weg und sitze hinter dem Instrument.
Beim Newton ist man nur wenige Zentimeter von der Öffnung entfernt, zudem ist oft der halbe Körper unter der Öffnung und die Hand ist auch sehr nahe dran.
Also die Chance, dass Atemluft und Körperwärme vor den Strahlengang gelangt, ist beim Newton höher als beim Kutter, weshalb viele auch eine Taukappe am Newton verwenden.

Es haben dir hier, wie auch schon in vorhergehenden Freds etliche Schiefspieglerbesitzer widersprochen.
Doch anstatt du etwas selbstkritischer wirst, behauptest du immer und immer wieder das gleiche. Ist es für dich so schwer einzugestehen, dass bei deinem damaligen Vergleich etwas schief gelaufen ist?!

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe!

Du solltest Dich bei einer Diskussion an die Grundregeln der Diskussions-Logik halten.
Ansonsten macht es keinen Sinn, weiter mit Dir zu diskutieren.



Gruß Harald
 
Hallöchen Harald,

ich versuche gerade das was du geschrieben hast nachzuvollziehen.
So wie ich dich verstehe kritisierst du am Schiefspiegler den in der Regel offenen Tubus. Ich kann doch aber jedes optische System als geschlossenes oder offenes System bauen.

So wie deine Kritik rüber kommt bist du generell nicht mit Schiefspieglern als optisches Design einverstanden, was berechtigterweise auf Wiederstand trifft. Dabei hast du (so wie ich dich verstanden habe) gar nichts gegen den Schiefspiegler an sich, sondern bist nur mit seiner Ausführung als offener Tubus nicht einverstanden.

Dementsprechend sollte man lieber statt Pro/Kontra Schiefspiegler über die Vor- und Nachteile von offenen Tubuskonstruktionen reden.

Gruß
Andy
 
Hallo Andy!


Ich kann doch aber jedes optische System als geschlossenes oder offenes System bauen.
Das stimmt leider nur theoretisch. In der Praxis sollte man auch die Sinnhaftigkeit berücksichtigen.

Einen Kutter kann man nicht sinnvoll mit einem geschlossenen Tubus bauen.
Dieser geschlossene Tubus hätte nämlich gigantische Ausmaße und böte somit eine große Windangriffsfläche. Dadurch würden dann wieder die Anforderungen an die Montierung enorm steigen, damit das Bild bei den Kutter-üblichen Vergrößerungen nicht zittert. Das Gewicht der Montierung wäre also größer (von den Kosten mal ganz zu schweigen). Das Gewicht des Kutters würde ebenfalls wesentlich größer. Theoretisch wäre es zwar möglich, aber selbst der extremste Kutter-Fetischist würde wahrscheinlich beim Anblick und beim Transportversuch eines stabil montierten Volltubus-Kutters zugeben, dass das Gesamtgewicht von Kutter+Monti nicht in einem sinnvollen Verhältnis zur Teleskopöffnung und somit zur Abbildung steht.


Dabei hast du (so wie ich dich verstanden habe) gar nichts gegen den Schiefspiegler an sich, sondern bist nur mit seiner Ausführung als offener Tubus nicht einverstanden.
Genau so ist es!
Das Dilemma ist nur, dass man einen Kutter eben nicht sinnvoll mit einem Volltubus betreiben kann (Begründung s.o.).
Sollte es doch möglich sein (schlanke Bauform, Leichtbau), dann bitte Fotos davon posten. So einen Kutter würde ich dann auch als Planetenteleskop empfehlen.


Gruß Harald
 
Hallo Leute
Ja, Ja, so sind sie , die Schiefspiegler. Von den einen heiß geliebt und von den andern verachtet. Die einen freuen sich über ein überdurchschnittlich gutes Bild und haben keinerlei Probleme mit irgend welchen Unbilden und die anderen ärgern sich über das kleine Gesichtsfeld und darüber das sie die Seeingprobleme nicht in den Griff bekommen. Über den Schiefspiegler wurde schon immer recht kontrovers diskutiert. Wenn ich das alles hier lese komme ich mir beinah vor wie bei Don Camillo und Pepone. Der eine Pro der andere Kontra. Nur was hilft das dem Rainer? Ich denke, der ist nun erst recht verunsichert. Ich möchte mal ein ganz anderes Argument ins Spiel bringen. Wiso hat sich der Georg Dittie seinen großen Suschi gebaut wenn doch sein erster 150er angeblich ach so sehr unter Seeingproblemen leidet. Der Georg ist einer der hat unter andern in seinem Studium auch das Fach Optik durchgenommen. Wenn der nicht von seinem Kleinen und dem Potential der Schiefspiegler im allgemeinen überzeugt gewesen währe hätte er bestimmt nicht so viel Zeit und Geld in seinen großen Suschi gesteckt. Und glaubt mir der hat in seinem Leben schon durch viel Rohre geguckt wo andere niemals ran kommen. Vor Jahren hat er mal einen Optik-FAQ über Planetengeräte ins Internet gestellt. Das war recht interessant und sehr aufschlussreich. Leider kann ich die Seiten nicht mehr finden. Als ich bei ihm mein Leid klagte, warum denn die beiden Korrektorminisken so teuer seien müssen sagte er: „ Einzelanfertigungen von optischen Teilen sind nun mal leider so teuer, die werden erst bei größeren Stückzahlen preiswerter aber bezahlen sie den Preis dann haben sie das Schlimmste hinter sich und sie bekommen dann aber auch eine wirkliche Traumoptik“. Recht hat er . Ach ja letzte Woche hatte ich mit meinem Schiefen für dieses Jahr erstmals Jupiter betrachten können. Er war nicht mal 10 Grad über Horizont und brauchte bis zur Kulmination noch rund 3 Stunden. Der Jupi soll ja dieses Jahr recht kontrastarm sein. Trotz dem konnte ich mit meinen alten Augen in den Bändern andeutungsweise visuell erste zarte Strukturen / Wirbel erkennen. Das ist mehr als ich in all den Jahren im 7 Zoll Maksutov erkennen konnte. Als ich vor 4 Jahren das erste mal Jupiter in einem 8Zoll Schmidt-Cassegrain betrachten konnte sah ich nur eine weiße Scheibe obwohl die Verhältnisse damals um Klassen besser wahren. Beim Versuch zu fokusieren sprang der Planet dabei wild hin und her. Das kann es wohl doch auch nicht sein, oder? Leider sind Schiefspiegler nur dünn gesät sonst hätte ich dem Rainer empfohlen mal durchzuschauen. So einen Suschi mit Miniskenkorrektor wie ihn der Georg konstruiert hat ist leider so selten wie eine blaue Mauritius. Davon gibt es auf der ganzen Welt meines Wissens nur 2 Stück. Der vom Georg und meiner. Möglicherweise gibt’s dann noch einen in Kanada denn da hat vor Jahren mal einer nachgefragt. Und achtet mal weiter oben auf den Satz der unter dem Bild von meinem Gerät steht. Aller Anfang ist eben schwer. Wie gesagt, Anfangswehwehchen sind im allgemeinen bei einem völlig neuen Gerät ganz normal und die werde ich mit der Zeit sicher in den Griff bekommen. Andere haben`s auch geschafft. Wahrscheinlich bin ich mit meinem Gerät beim ATB-Treffen im Wohratal, da könnt ihr ja auch mal durchschauen.
Gruß Arago
 
Hallo zusammen,


durchsehen kann lange Diskussionen unsinnig erscheinen lassen!
Ich war an dem Abend von Anfang an dabei, wie Arago seinen "Schiefen" zum ersten mal voll ausgetestet hat. Diese Bauart ermöglicht alle Bildfehler mit dem Speziellen zweilinsigen Korrekturelement wegzujustieren bis alle bildfeheler hinter dem Beugungsscheibchen verschwinden!. Es standen Zeitweise bis zu acht Leuten rund ums Teleskop. An diesem Abend wurde auch nach M13 und Saturn geschaut bei Vergrößerungen zwischen 250 und 400 Fach. Zu sehen war: Ein Kugelsternhaufen mit sehr hoher Auflösung, mit scharfen Sternpunkten bis in die Tiefe des Zentrums und nicht nur ein paar Sprenkel auf grauem Matsch! Ein scharfer wie ausgestanzter Saturn mir scharf begrenzten Ringen, Cassinischer Teilung zum durchfliegen und 5 Monden wie unterschiedlich große Nadelstische auf fast schwarzem Grund. Ich habe extra Vergleiche angestellt überall dort wo Saturn beobachtet wurde! Kein anderes, auch größeres Gerät beim ITV zeigte kein solches Bild, mit gleichem Kontrasts und so dunklem Hintergrund! Sowas hatte ich zuvor nur einmal gesehen und zwar bei Dieter Lichtenknecker in Hasselt, als dort damals am späten Nachmittag mein Teleskop abholte und Er mich fragte, ob ich bleiben wolle um mal durch einen 300 mm Schiefspiegler zu sehen. Ich blieb natürlich und war erst gegen 3 Uhr wieder zu Hause in Hürth. Der Anblick war mir seid dem fest im Gedächtnis geblieben und erst jetzt konnte ich es so wieder sehen!




Gruß Günter
 
Hallo Günther!

Bei Deinen beiden Einzelbeobachtungen mit den Kuttern waren offenbar die Verhältnisse so, dass das Seeing nicht wesentlich störte.

Dafür kann es mehrere Möglichkeiten geben:
1.) Wie geschrieben: Gegenwind
2.) Relativ hohe Temperaturen
x.) ...

Ich habe öfter als 2x mit einem Kutter beobachtet.
Bei 90% der Beobachtungen war Seeing ein Problem, auch dann, wenn im direkt danebenstehenden MC Seeing kein Problem war.
Bei 10% der Beobachtungen war auch beim Kutter das Seeing okay. Dann entsprach die Abbildungsgüte dem, was bei der gegebenen Öffnung zu erwarten war.

Wie dem auch sei, beim Kutter habe ich öfter Probleme mit Seeing gehabt als mit anderen Geräten.
Das deckt sich meiner Meinung mit der einfach einzusehenden Tatsache, dass ein offener Tubus eben seeingempfindlicher ist als ein geschlossener Tubus.
Vielleicht ist Euch diese Erklärung ja auch zu einfach? :/


Gruß Harald
 
Noch ein Nachtrag:

Der Fragesteller hat nach AOK-Kuttern gefragt.
AOK bietet nur Kutter mit den Öffnungen 110mm und 150mm an, keine größeren Geräte.

Ich habe von meinen Erfahrungen mit dem AOK 110mm berichtet.

Es könnte evtl. sein, dass größere Geräte als 150mm, von denen hier nun berichtet wird, weniger sensibel auf lockal und tube seeing reagiert. Die Gründe hatte ich in anderen Threads schon mal geschrieben, hier nochmal:

1.) Aufgrund der größeren Abmessungen ist der Beobachter weiter weg von der offenen Tubusteilung. Mehr Entfernung bedeutet weniger Einfluss.
2.) Die Baumaterialien der Kutter-Eigenbauten sind evtl anders als bei den AOK-Modellen. Das kann Einfluss auf IR-Abstrahlung, Wärmeleitung, Wärmekapazität evtl. haben.
x.) ...


Ich meine, dass es genügend technische Erklärungen für unsere unterschiedlichen Beobachtungen mit den Kuttern gibt. Diesen auf den Grund zu gehen sollte unser Ziel sein, je sachlicher dabei diskutiert wird, um so besser.

Wenn man weiss, was die Seeingempfindlichkeit der Kutter (von AOK bestätigt, siehe Homepage AOK) bewirkt, dann ist man evtl auch in der Lage, bei Eigenbauten gezielt eine seeingunempfindliche Konstruktion anzustreben.


Gruß Harald
 
Hallo Günter

So sind auch meine Erfahrungen mit dem 8" Kutter.
APO-mäsiger Kontrast, bei absoluter Farbreinheit und rabenschwarzer Himmelshintergrund.

Gruß Uwe
 
Hallo Uwe,

wie ist der 8´´ Kutter denn im Vergleich zum 8´´-Planetennewton? Ist der Himmmelshintergrund ein wenig aufgehellt? Dass die Spikes ein klein wenig das Planetenbild versauen, ist mir bewusst.
Der Ninja-Planetennewton erscheint mir als Gerät von der Stange als sehr gut und zweckmäßig.
 
Hallo Harald

Es könnte evtl. sein, dass größere Geräte als 150mm, von denen hier nun berichtet wird, weniger sensibel auf lockal und tube seeing reagiert.

Das ist doch immer hin mal ein Kompromiss :super:

Jedoch passt diese Annahme nicht recht zu den Aussagen von Achim, Rainer und Eric, welche ja Kutter mit 110mm haben.

1.) Aufgrund der größeren Abmessungen ist der Beobachter weiter weg von der offenen Tubusteilung. Mehr Entfernung bedeutet weniger Einfluss.

Wäre dem so, dann würden aber auch das Newton und andere Instrumente darunter leiden nicht nur der Kutter. Schließlich ist man beim Newton am nähesten an der Eintrittsöffnung.
Das geeignetste Instrument währe demnach der Refraktor.

2.) Die Baumaterialien der Kutter-Eigenbauten sind evtl anders als bei den AOK-Modellen. Das kann Einfluss auf IR-Abstrahlung, Wärmeleitung, Wärmekapazität evtl. haben.

Die AOK sind meines Wissens aus den gängigen Materialien gebaut wie die meisten anderen Teleskope auch, aus ALU und Hartpapierrohren.
Hier hätte man sogar den Vorteil das durch die offene Bauweise der Kutter sogar besser auskühlt, da nirgends wo ein Wärmestau entstehen kann, wie man es evtl. von MCs und SCs kennt.

Gruß Uwe
 
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