Schmidtkamera 8" Selbstbau

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anco1976

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Hallo in die Runde,

wie der Titel schon sagt, spiele ich mit den Gedanken mir aus einem noch vorhandenen Spiegelsatzes eines 8" Celestron SC Teleskops eine Schmidtkamera zu bauen.
Nun meine Frage: Wer kann mir helfen die Abstände der entsprechenden Komponenten im Strahlengang festzu- bzw. auszulegen?

Kurz zum Aufbau:

Hartpapiertubus, Korrektorplatte mit Lüfter (batteriebetrieben), Fangspiegelspinne mit Aufnahme für einen Mico- Helikalfokussierer mit Aufnahme für eine Okularkamera, justierbare Hauptspiegelfassung am Ende des Tubus mit Luftauslässen.

Für Anregungen und Tipps wäre ich sehr froh und sage schonmal danke in die Runde!!!
 
Hallo Andreas ,
ich fürchte, der Spiegelsatz alleine wird Dir nicht reichen.
Um im Primärfokus eines SCs zu fotografieren braucht es soweit ich weiß immer eine zusätzliche Korrekturoptik.
Bräuchte es die nicht, wären z.B. Hyperstaransätze überflüssig.
Der Hauptspiegel der SCs ist recht schnell, in der Regel um f/2 herum, aber das Bildfeld ist vor dem Sekundärspiegel stark gekrümmt.
Ohne den konvexen Sekundärspiegel und ohne Korrekturoptik müsste der Kamerasensor dieser Bildfeldkrümmung entsprechend gebogen sein. So hat man das früher bei den Schmidt-Kameras gemacht: Der Film wurde auf einen gebogenen Träger gespannt.
Das machen die Sensoren von heute nicht mit -noch nicht.
Auf gebogene Sensoren warten Viele. ……um Schmidt-Kameras damit zu bauen…..

So ist das, wenn ich mich nicht irre.

CS

Dietmar
 
wie der Titel schon sagt, spiele ich mit den Gedanken mir aus einem noch vorhandenen Spiegelsatzes eines 8" Celestron SC Teleskops eine Schmidtkamera zu bauen.
ich fürchte, der Spiegelsatz alleine wird Dir nicht reichen.
Hallo, ich gehe mal davon aus, dass der Ersteller dieses Threads nicht nur den Primärspiegel, sondern auch den Schmidt-Korrektor von einem Celestron C8 in brauchbarem Zustand besitzt. Der Primärspiegel von so einem C8 hat einen Krümmungsradius von 817,5 mm, das ergibt also nominell eine Kameraoptik mit einer Brennweite von 409 mm bei f/2,0.

Um daraus eine klassische Schmidt-Kamera zu machen, müsste er den Korrektor in den Krümmungsmittelpunkt des Primärspiegels, also 817,5 mm davor versetzen. Der Tubus einer Schmidt-Kamera ist dann effektiv doppelt so lang wie der des kurzbauenden SCT. Und im Fokus des Primärspiegels, also auf halbem Wege zwischen Korrektor-Platte und Spiegel, wo das konzentrisch zum Spiegel gewölbte Bildfeld der Kamera liegt, müsste man einen gewölbten Filmhalter platzieren.

Dieser Filmhalter müsste von einer geeigneten Spider-Konstruktion gehalten werden und mikrometergenau im richtigen Abstand vom Spiegel stehen. Bei den originalen Schmidt-Kameras von Celestron war das seinerzeit mit einem Käfig aus temperaturstabilem Invar realisiert, so dass man da nichts mehr nachjustieren musste.

Einige Schmidt-Kameras wurden hier auch schon vorgestellt, wobei es da zuletzt eher um die nachträgliche Ausstattung bereits existierender Optiken mit einer Plankonvexlinse zur Bildfeldebnung ging.

Gruß, Peter

Celestron 5 1/2" Schmidt-Kamera Umbau

Bildfeldebnungslinse für eine CCD-Schmidt-Kamera

Uralt Rosette auf Film
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

prinzipiell könnte man so einen Umbau machen, wenn Du den Primärspiegel und die Schmidtplatte hast. Wie Peter bereits schreibt, muss der Sensor exakt im richtigen Abstand gehalten werden. Nicht zu vernachlässigen ist die Längenausdehnung bei Temperaturschwankungen. Das ist bei den alten Celestron Schmidt-Kameras mit den Invar-Stäben schon sehr gut gelöst.

Da Du auf wenige Mikrometer genau fokussieren musst, kommst Du um einen Motorfokussierer nicht herum.

Viel Spaß bei Deinem Projekt und ich bin mal auf die Ergebnisse gespannt
CS
Sven
 
Erst einmal vielen Dank in die Runde. Ist ehr langfristig angelegt, da erst meine Werkstatt fertig werden muss. Im Arbeitszimmer führt das nur zu Stress mit den Kleinen!
 
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