Schutzbau für Dobson - wie haltet Ihr es mit der Unterkonstruktion?

StKorth_privat

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Hallo in die Runde!

Demnächst ist Gartenumbau bei den Korths angesagt - ein Dobson-tauglicher Schutzbau soll her! Der Oberbau ist schon geklärt, aber das Fundament...

Option 1: Große Betonplatte giessen? Größe ca. 2,5 x 2,5 m²
Option 2: Bodenanker in den Untergrund, Siebdruckplatte o.ä. drauf

Frage zur Option 2: Bleibt das schwingungsarm? Welche Bodendicke wäre aus Erfahrung empfehlenswert?

Neugierige Grüße,
Stefan Korth
 
Hallo Stefan,
für meinen 20" Dobs habe ich eine Rollhütte gebaut und dabei Option 1 gewählt. Etwa 30cm tief ausgeschachtet, mit großen und kleinen Steinen ausgefüllt und etwa 5-7cm Beton bedeckt.
Etwas ähnliches wie Option 2 habe ich dagegen für eine normale Gartenhütte verwendet: Balken auf Bodenanker und darauf den Standard Holzfußboden der Hütte. Ich weiß nicht, wie dick der Boden ist, aber ganz ehrlich, es wäre mir unter dem Dobs zu schwammig gewesen. Ist aber vielleicht nur eine Gefühlssache.
Viel Erfolg bei deinem Projekt. Ich freue mich auf einen Bericht.
Gruß Frank
 
Hallo Stefan,

zentral unter meiner Beobachtungs plattform (Terrasse aus Terrassendielen und Unterkonstruktion) liegen schwere Kalkzementsteine ca. 60cm tief im Boden, darauf lose ein Stück EPDM Plane. Der Rockerbox habe ich etwas längere Standfüße verpasst und die reichen durch drei Löcher durch die Terrasse bis hinunter zum schwingungsarmen Sockel.

Aber:
Diesen Aufwand habe ich nur für meinen ersten Dobson, den 8er, getrieben. Den 16er stelle ich einfach auf die Terrasse und sage meinen Mitbeobachtern, dass sie weniger zittern sollen. Der Beobachter selbst hält am Okular still genug, nötigenfalls bringt er sich mit einer Hand an den Stangen in Schwingungsgleichheit a la Schunkelkette. Scherz beiseite, da schwingt nichts mehr bzw. bringt Anschubsen manchmal durchaus visuelle Gewinne.
Aus Thermik/Seeinggründen etc. würde ich von zuviel Beton abraten, ist aber eher theoretisch.

CS,
Henning
 
Option 1: Große Betonplatte giessen? Größe ca. 2,5 x 2,5 m²
Wow nettes Fundament für nur nen Dob!

Wenn schon ich mir was baue als zukünftige Sternwarte/Beobachtungsplatz lasse ich keinen Beton auf dem Boden legen. No way!!
Ich mach mir dabei 5 kleine 60cm über den Boden stehende Pfeiler und erhöhe mis das Gesamte, damit kann es unten trocken lagern die Betonplatte und erspart mir ärger in der Zukunft wenn es halt doch nass mal wird. Unten kann dann immer trocknen und kann man so auslegen das sich da auf keinem Falle Wasser ansammelt.

Clear skies,
- Martin
 
Danke für die schnelle Reaktion, Martin - ähnliche denke ich auch. Bleibt für mich halt noch die Frage nach der Vibrationsübertragung. Oder bin ich da zu ängstlich?

CS,
Stefan
 
Bleibt für mich halt noch die Frage nach der Vibrationsübertragung.
Da muss man sich mal den Untergrund auf die Lupe nehmen. Bei so sandigen und schlammigen Boden wird es gut tief und wird seitlich gut ausgeweitet und gestampft wenn man absolut will das es sich nicht verkippen wird nach 20Jahren. Auf nem steinigen geraden Boden wird der Materialaufwand nicht mehr so riesig hoch. Im Gefälle am Berg noch ein anderes Thema schwer zu beachten mit Wasser(WARNING!). Kann man alles lösen mit guten Rohren.
Buddeln ist einfach und man nehme die Pausen im Sommer, wenn es steinig wird der SDS Max viel zu winzig klein, und scheppert ewig und drei Tage. Ein kleiner Bagger macht das locker und ich bin grad am streichen von der Metall Struktur verankert mit einigen vielen M16er. Pinsel und Rolle sind nicht am zittern.
Ja für mein Sehen der Sachen lasse ich nichts zu klein oder zu sparsam. Lohnt sich nirgends.
Wenn die Betonplatte mal 30cm wird, kommt da drunter sicher keine Karibischen 15x15cm Pfeiler für drei Stockwerke. Meine fangen bei 40x40 an, und bin da nicht geizig gehe gerne noch mal etwas tiefer in den Grund und da kommen Steine rein wenn notwendig je nach Boden.
Grundsolide will ich das haben, einen Tick drüber ist kein Verlust.
Ziegelsteine populär kommen bei mir da nirgends rein wo sich die Wurtzeln durchmogeln, auch die grauen hohlen mit Mischung gefüllt will nix davon wissen, wenn man nach Jahren mal noch mal Kabel verlegen will trifft man auch noch auf alles mögliche, weniger gutes, zerrissenes. Und alles noch mal ausbuddeln und fast ordentlich machen wie man so schön sagt.
Ordentlich Eisen rein, was nach oben raussteht richtig verschweißen, und kann man noch schützen bevor der Beton draufkommt. Die par Dosen sind dabei das leichteste.
Mach es Top 1A, isoliert von Grund auf, und du weißt was du gebaut hast. Und da kann man mal richtig draufstampfen. Da bewegt sich nichts.

Clear skies,
- Martin
 
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