Schwergängige EQ6-R einstellen

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elythomaslumber

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Meine EQ6R-Pro gehört leider zu den etwas schwergängigeren Exemplaren, was das ausbalancieren immer etwas schwierig macht und mitunter möglicherweise auch Grund für ein etwas schlechtes Guiding ist.
Jetzt nach einiger Betriebszeit hat sich das ganze ein bisschen eingespielt, könnte aber noch leichter gehen. Ich habe auch mal ein paar Abende lang die Achsen für 2-3 Minuten gedreht, um sie etwas einzuschlefen bzw. das China-Fett zu verteilen.

Ich hatte mich schon mit dem Gedanken getragen, sie mal zum Lagerwechsel und Justage abzugeben, zumal hier ein "Montierungsoptimierer" ortsansässig ist.

Heute wurde mir dann in YT folgendes Video vorgeschlagen: EQ6R-Pro Sticky Axes Quick Fix (No disassembly required!) [DIY]

Ich hab die DEC-Achse direkt mal eingestellt und nun läuft sie wunderbar leicht bzw. ein mal schnell aufgesattelter APO läßt sich sehr gut ausbalancieren. Man braucht dazu nur einen 2,5mm Inbus-Schlüssel. Alles weitere im Video.

An die RA-Achse habe ich mich n.n. rangetraut. Man muß dazu den Polsucher herausschrauben, Den bekomme ich ohne einen Bandschlüssel ("Ölfilterschlüssel") nicht rausgeschraubt.
Was mich aber viel mehr beängstigt ist, dass nach dem lösen der schwarzen Lagermutter(Video) und einstellen des Anpressdrucks diese Mutter in einer anderen Stellung steht. Ich vermute nämlich, dass der eingeschraubte Polsucher dann auch um diese Position verdreht ist. Ich habe bereits einmal den Polsucher eingestellt.... nie wieder.

Falls jemand hier schon mal den Polsucher rausgeschraubt hat, kann er ja gerne mal ein paar Worte dazu sagen. Ich habe bei dem Ersteller des Videos auch mal nachgefragt.

Grüße
Hartmut
 
So, der Ersteller des Videos hat schon geantwortet und sinngemäß geschrieben, dass die zu justierende Kontermutter in der RA Achse wohl nicht gleichzeitig das Gewinde für den Polsucher beinhaltet. Heißt also, dass der Polsucher auch nach dem verdrehen der Kontermutter wieder korrekt sitzt. Also werde ich da mal Hand anlegen...
 
Hallo Hartmut,

auch meine 6er ist recht schwergängig! Werde mich später mal an die DEC-Achse wagen und berichten.

CS Michael
 
Hi Michael,
ja, wäre klasse! Ich habe eben mal versucht, den Polarsucher mithilfe eines Netzkabels als Bandschlüsselersatz abzudrehen, keine Chance.
Irgendwie wurde an meiner EQ6 alles von einem "Terminator" festgezogen. :cool:

Ach quatsch, sehe gerade, Du möchtest auch nur die DEC Achse machen, ja, die war simpel... viel Erfolg!

Grüße
Hartmut
 
Ich gehe jetzt erstmal in die Mucki-Bude, danach sollte das kein Problem sein?

Gruß Michael
 
Hi Michael,
ja, wäre klasse! Ich habe eben mal versucht, den Polarsucher mithilfe eines Netzkabels als Bandschlüsselersatz abzudrehen, keine Chance.
Irgendwie wurde an meiner EQ6 alles von einem "Terminator" festgezogen. :cool:

Ach quatsch, sehe gerade, Du möchtest auch nur die DEC Achse machen, ja, die war simpel... viel Erfolg!

Grüße
Hartmut
Hallo,
Versuch doch mal mit Temperaturveränderung am Polarsucher. Entweder mit einem Haarföhn mal leicht erhitzen. Oder das Gegenteil, mit Kälte.
 
Hallo Klaus,
da kommt man an das Gewinde nicht mit solchen Massnahmen ran. Um den Sucher herum sitzt die dünne Metallskala, die den Raum dahinter abschirmt.

Aaaaaber, ich habs geschafft. Hab mir ein Tool 3-D gedruckt. Ist ein "Nussknacker", in dessen Innenrundung ich noch 1mm Moosgummi eingeklebt habe.
Damit gings dann im zweiten Versuch. Ein leises knacken beim lösen des Gewindes und dann wars raus.
Auf der Objektivlinse war ein dickes Stück Plastikrest. Das hatte ich gar nicht bemerkt. Habs weggeblasen mit dem Luftbalg und was war darunter, ein Tropfen Öl !!!!

Anbei noch ein paar Bilder. Man sieht, dass der Sucher in einem Gewinde steckt, aber keinen Kontakt zu der Anpressmutter hat, die bei Justage die RA Achse leichgänger machen soll. Heisst dann wohl, ich kann die Mutter einstellen, ohne dass der Polsucher verdreht wird. Jugend forscht...
Da ich gerade noch ein paar andere Sachen mache, gehts dann morgen weiter mit der Justage.

Grüße
Hartmut
 

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FERTIG!!!! I did it doch heute schon heute.
Anbei ein paar Bilder...

Dazu ein paar Hinweise:

- das Video anschauen

- die Kupplungen lösen!!!

- ich habe mir die Position des Alu-Rings an ein paar Stellen markiert. Steckt man den Ring später wieder ein, so sind die Einstichmarken durch die Inbusschrauben aber auch gut zu spüren

- die seitlichen 2 Inbusschrauben, die den Alu-Ring halten sind ebenso wie die 4 Inbusschrauben der schwarzen Kontermutter sehr fest angeogen. Daher nur lösen mit einem passenden 2mm Inbus. Keinesfalls die "Kugelseite" verwenden, falls der Inbusschlüssel sowas hat! Den Schlüssel tief in die Schraube stecken, nicht dass man sich die Schraube wg. zu geringer seitlicher Fläche vermurkst! Es macht jedesmals kurz "knack", dann ist sie gelöst. Die Inbusschrauben zur Fixierung der schwarzen Kontermutter ruhig ein paar Gänge rausschrauben, damit sie nicht noch in der Mutter stecken

- das Originalwerkzeug in der Fabrik war sicherlich ein spezielles Tool (Flacheisenmit 2 Stahlstiften Bei mir war die Kontermutter so stark angezogen, dass die eingesteckten Schrauben sofort verbogen sind. Dann habe ich mir 2 Stück 4mm starke Stahlbohrer genommen und einen längeren Schraubendreher... Die Mutter hat sicherlich Arnie angezogen, aber dann plötzlich ein KNACK und sie hat sich ein Stück gelöst und die RA-Achse war sofort FREI! Genauso, wie ich es auch einstellen wollte, kein Spiel.

- Ich empfehle, die Arbeit zu zweit durchzuführen. Einer hält den Montierungskopf, der andere dreht mit dem langen dicken Schraubendreher als Hebel die Mutter los. Den Schraubendreher nahe an der Mutter ansetzen, nicht dass die eingesteckten Bohrer durch die Scheerbelastung brechen. Da kann man sich übel verletzen, wenn die Mutter sich plötzlich löst.
Dreht man die Achse nun horizontal, da dreht sich der Kopf aufgrund seines Gewichts direkt ein Stück weiter, ohne dass ich in dahin kicke.

- Den Polarsucher habe ich wieder eingescharubt und er steht so, wie ursprünglich.

Einen Probelauf im Wohnzimmer hat sie schon mal ohne irgendwelche Geräusche überstanden

Alles auf eigene Gefahr!

Grüße und viel Erfolg,
Hartmut
 

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Zuletzt bearbeitet:
Geht die Montierung denn jetzt leichter?

Meine ging erst dann wirklich leichter als ich sie zum Optimieren gegeben habe und neues Fett und neue Lager hab reinmachen lassen. Wenn ich die jetzt etwas in Unwucht bringe, pendelt sie langsam zwei drei mal hin und her bis sie im Schwerpunkt stehen bleibt. Bei mir war aber das Problem, dass über die Jahre das Fett zäh geworden ist. Am Anfang lief die absolut sauber. Richtig leicht läuft sie erst seit der Optimierung. Dann hab ich ihr noch ein stärkeres Netzteil spendiert. Seitdem läuft sie runder.
 
Hallo Hartmut,

vielen Dank schon einmal für deinen ausführlichen Bericht. Ich werde mich dann doch erst morgen damit beschäftigen. Da soll es trocken werden, kann das Dach meiner Sternwarte abfahren und habe ausreichend Licht und Bewegungsfreiheit (nach oben?) Stand jetzt soll es ja ab ca. 23h klar werden… Ich bin mal gespannt
Hast du schon das neue Video von Joe bezüglich Reinigung Klemmen gesehen?
Werde ich dann auch gleich mit
machen.

Gruß und CS, Michael
 
Geht die Montierung denn jetzt leichter?

Meine ging erst dann wirklich leichter als ich sie zum Optimieren gegeben habe und neues Fett und neue Lager hab reinmachen lassen. Wenn ich die jetzt etwas in Unwucht bringe, pendelt sie langsam zwei drei mal hin und her bis sie im Schwerpunkt stehen bleibt. Bei mir war aber das Problem, dass über die Jahre das Fett zäh geworden ist. Am Anfang lief die absolut sauber. Richtig leicht läuft sie erst seit der Optimierung. Dann hab ich ihr noch ein stärkeres Netzteil spendiert. Seitdem läuft sie runder.
Ich habe sie nicht so eingestellt, dass sie hin- und herpendelt.
Ob sie das wirklich kann mit den werkseitig verbauten Lagern und dem verwendeten Fett, kann ich Dir daher nicht sagen. Nachdem sich die Mutter endlich gelöst hatte, war ein echter Kraftakt, war ich so froh, dass ich die Inbusschrauben direkt an der neuen Position eingedreht und alles montiert habe. Jetzt ist alles nicht mehr so knallhart angezogen. Könnte ich also locker in in ein paar Minuten noch mal wiederholen. Aber ich lasse das jetzt erst mal so und warte auf die nächste klare Nacht und den Live-Betrieb.

Der Unterschied zum vorherigen Verhalten ist aber gewaltig. Da konnte ich das Gegengewicht mühelos ein paar cm verschieben, ohne dass sich da was tat. Ich mußte sie immer etwas anstubsen und beobachten, wie weit sie dann durchschwingt. Das habe ich dann solange gemacht, bis es nach beiden Seiten in etwa gleich war.
Mein EQ6 ist Ende letzten Jahres und bis heute höre ich von dem Problem. Ich vermute auch, dass erst die neue Generation ab der Ausführung mit USB betroffen ist. Da gibts noch einige andere QS-Probleme (Farbabplazer, Probleme am HC mit den Tasten, verdreht eingebaute Polsucherplättchen, knarzende Lager,...)

Wenn meine EQ6 mal ein bisschen älter ist, könnte ich mir eine Wartung/Verbesserung mit neuen Lagern vorstellen. Hier in Solingen gibts einen Spezi dafür, sodass ich nichts verschicken muß.

@:Michael: nee, noch nicht gesehen, aber wenn man mal die Justage durchgemacht hat, schreckt mich jetzt weitere mechanische Arbeit nicht mehr so sehr. Muß ich mal anschauen...

Grüße
Hartmut

PS: ich nutze ein 13,2V / 12,5A Netzteil ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Michael hatte oben die Reinigung der Kupplungen bzw. das entsprechende Video angesprochen. Hab ich jetzt auch gefunden: Improve your guiding with this easy EQ6 trick | EQ6 clutch cleaning
Sieht sehr einfach aus, habs aber n.n. gemacht, obwohl ich meine Kupplungen auch immer ziemlich "anknallen" muß.

Dann habe ich noch ein "Hardcore-Zerlege-Video" entdeckt: Rebuilding and Tuning the EQ6R-Pro Mount Da werde ich mal die Finger von lassen, aber gut zu kennen für den Fall der Fälle.
Von Interesse könnte in dem Video ab Minute 13:38 das Spezialwerkzeug sein, mit dem er die schwarze Mutter löst. Aber ich glaube nicht, dass das in meinem Fall funktioniert hätte.

Grüße
Hartmut
 
Hallo Freunde der Nacht,

soeben konnte ich die Arbeiten an meiner EQ6R-Pro mit Erfolg abschließen. Zuerst habe ich die DEC-Achse eingestellt. Läuft!?
Danach ging es an die RA-Achse. Hier habe ich - wie der Kollege im Video - die Methode mit den beiden Schrauben angewandt. Klappte alles völlig problemlos!
Beide Achsen laufen nun sehr, sehr leichtgängig und sind überhaupt nicht mit dem Zustand vorher zu vergleichen.
Abschließend habe ich noch die Klemmen/Kupplungen gereinigt, so wie es Joe in seinem letzten Video - Improve your guiding -
beschrieben hat. Auch hier waren die Arbeiten sehr erfolgreich. Nun ist es nicht mehr nötig, die Klemmen volle Kanne anzuziehen.

bezüglich „Rebuilding and tuning“: Ich habe meine 6er zwar nicht so wie Joe oder Glenn von Astrobloke komplett zerlegt, aber Dec- und Ra-Achse
wurden von mir im letzten Herbst justiert. Alles kein Hexenwerk!

CS Michael
 
Hallo Leute
Ich habe mir die betreffenden Videos auch schon angeschaut. Dürfte wirklich keine so große Sache sein.
Bei mir klemmen die Hebel auch nicht mehr so wie ich es gerne hätte. Deshalb habe ich mir aus Sperrholz einen Adapter für die
Hebel gebaut (schaut wie ein großes Schlüsselloch aus), damit ich keine Zange brauche.

Die Montierung ist jetzt 3 Jahre alt, da dürfte das Fett schon mal gewechselt werden. Lager auch kontrollieren.
Anhand der Videos kann die Montierung an der Säule bleiben. Daher verliere ich nicht die Einnordung. Wenn es dann wärmer wird.....

Obwohl ich keine Probleme mit dem Guiden habe. Aber das mit den Klemmen stört einfach.

Habt ihr wo einen Link betreffend Liste der verbauten Lager?

Gruß Franz
 
Hallo Michael, Frank,

so, dann eben auch mal die Kupplungsteile (Schraubenkopf, Messingplättchen und Messinglager) von dem Klebststoff, das ist in meinen Augen kein Fett, gereinigt. Hält jetzt wirklich bombenfest ohne gewaltigen Druck auf die Hebel ausüben zu müssen!
Den DEC-Hebel habe ich so gesetzt, dass ich den jetzt um fast 180° schwenken kann zum klemmen. Ist mir so lieber in der neuen Endstellung. Den "Klebstoff" in den Schraubengängen selbst habe ich gelassen.

Lagersätze findest Du hier: JD-Astronomie - Preisliste

Grüße
Hartmut
 
Hallo zusammen,
die Videos von Joe kannte ich noch nicht. Ich werde das demnächst auch machen. Evtl könnet ihr mal drüber berichten, wenn ihr das nächste mal fotografiert, ob das irgendwelche Auswirkungen aufs Guiding hat? Ich hoffe mal, das Leichtgängigmachen der Achsen führt kein Kippeln/Backlash ein...

Eine Frage noch: hat einer von euch Ahnung, wie man das Fett der Schneckenräder wechseln kann? Ich hab im Winter etwas Probleme mit eingefrorenem Fett _affeaugen: . Man merkt das bei der Nachführung, dass sie nicht mehr so gut ist. Ich bin bei meiner Rechereche vor einiger Zeit nur auf das Video Sky Watcher EQ6 R PRO stripdown and rebuild, Hypertune gestoßen, also auch mehr oder weniger komplett zerlegen, anders sehe ich keine Möglichkeit, an die Schnecken dran zu kommen. Sehe ich das richtig? Das traue ich mir allerdings nicht zu, da bin ich zu grobmotorisch ;)
 
Hallo Jürgen,

ich bin mir sehr sicher, dass das Einstellen des Anpressdrucks der Lager keinen Einfluss auf das Backlash hat, aber das muß dann die Praxis beweisen und da bin ich echt gespannt auf das Guiding. Man muß aber wie im Video gesagt darauf achten, dass man die Muttern nicht so weich einstellt, dass in DEC und RA Richtung Spiel entsteht. Daher hab ich auf das letzte Quäntchen Leichtgängigkeit erst mal verzichet.

Das Backlash kann man justieren mit den jeweils gegenüber liegenden Inbusschrauben an RA und DEC Achse. Dazu muß man aber immer die "Köpfe" über die dicken M6(?) Schrauben lösen. Aber da lass ich erst mal die Pfoten von. Ausser dem von mir abonierten Kanal: How to TUNE your SkyWatcher EQ6R mount - Easily! Works on HEQ5 Pro, EQ6 Pro, Atlas EQ-G, Sirius EQ-G
gibts noch eine Menge anderer YT Videos, wo das Einstellen des Backlash gezeigt wird.

Ich denke, sobald man irgendwas an den Schnecken macht, ist Backlash Einstellung auf jeden Fall notwendig. Von daher ist mir persönlich auch das tauschen der Lager zu kritisch. Da entstehen mir einfach zu viele Teile, die dann auf dem Tisch liegen. _affeaugen:
Ist ja fast wie ein Autogetriebe zu zerlegen...
Das würde ich erfahrene Hände legen, wobei ich ja gerne dabei zuschauen würde.... Hexenwerk ist das ja auch nicht.

Grüße
Hartmut
 
Tja, ich hab es dann wohl bei der Dec-Achse ein wenig übertrieben. Bis eben hatten wir hier in Castrop doch tatsächlich klaren Himmel.
Das Guiding in der Dec-Achse spielte aber leider komplett verrückt? Werde ich dann morgen korrigieren müssen.

Gruß Michael
 

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Ohoh, was soll ich jetzt hoffen? Für mich, dass es nichts zu tun hat mit der Leichtgängigkeit und für Dich, dass es doch was damit zu tun hat und Du den Fehler schnell wieder korrigieren kannst?
Also, wenn ich meine DEC Achse oben am Kopf anfasse und sie mit schmackes drehe, macht sie 1-1,5 Umdrehungen. Geht Deine leichter?
 
Ja, meine geht leichter. Aber bei RA null Probleme ?Eigentlich dürfte es nicht mit der Leichtgängigkeit zusammenhängen, denke ich. Glenn (Astrobloke) hat seine 6er komplett zerlegt und konnte danach mit einem kräftigen Schwung die Dec-Achse sowas zum Pendeln bringen….Meine Kalibrierung bei Ost/West passt perfekt (10-15 Steps) Nord geht auch mit 10-15 Steps bis 23, aber nicht wirklich zum Süden zurück 25, 21, 18 und dann Nudge South. Hatte dann manchmal Probleme beim Guiden wenn ich Ri West ging, nach Ost wars dann wieder gut.

Gruß Michael
 
OK, schaun wir mal. Hier in Solingen war es bis 19:00 recht wolkenfrei, ganz im Gegensatz zur Meteoblue Vorhersage. Ab da hat sich zugezogen und für die nächsten Tage ist erst mal wieder alles dicht. Also keine Chance von mir für einen Test...

Grüße
Hartmut
 
Hi
Bei läuft's gut. Im Zenit hatte ich sehr gute Werte. Richtung Osten dann etwas unruhige RMS Werte. Ist aber auf dem Balkon normal. Hier die RMS Werte im Zenit mit Mgen 3.
Gruß Dieter
 

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Hallo Leute,

habe nun seit ein paar Wochen eine 2te EQ6 und diese nun auch angepasst.
Die letzten beiden Nächte waren sternenklar, aber meine DEC machte was sie wollte.
Zu Beginn rauf und runter auf 2“, inzwischen - wie auf dem Bild zu sehen ist - rauf und runter bis 8“.
Wie sensibel sind eure Einstellungen bzw. habe ich zu viel gelöst? Wenn ich ausbalanciert habe reichen 15gr um das Scope aus der Waage zu bringen.
Mach ich den Deckel aufs Scope gehts rasant gen Boden


VG Michael
 

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Hi Michael,

ich glaube nicht, dass man über "Gängigkeit" der Achsen das Guiding regulieren kann.
Wenn die Achse zu leichtgängig ist, kann es passieren, dass es Spiel gibt. Hast Du mal an den DEC Achse gezogen und gewackelt? Da darf sich ja nichts bewegen oder schlackern.
Ausserdem kann man die DEC Achse ja sehr einfach justieren im Gegensatz zum etwas größeren Aufwand bei der RA-Achse. Auf Deinem Screenshot sieht man DEC Agressivität = 100%. Bei mir sind die Werte dort beide per Default bei 75%. Ich kann mir vorstellen, dass bei 100% die Achse auch über das Ziel hinausschiesst bzw. die Bewegung überkompensiert wird.

Bei mir ist die DEC-Achse auch relativ sensibel, sprich Deckel abnehmen wird sofort registriert. Ich baue alles ans Teleskop, nehme den Deckel ab, stülpe hinten einen Lichtschutz übers den Netwon und balanziere dann aus.

Wie nordest Du ein? Wenn Du über das Polarscope einnordest, ist das jusiert worden? Die Werkseinstellung war bei mir total falsch. Inzwischen habe ich das justiert, nutze aber nach der grobeinstellung iPOLAR.

Ich würde mal das mechanische Spiel prüfen, ebenso die Einnordung und insbesondere die Parametrisierung des Guiding.

Ich komme auf 0,5 - 1,5", habe aber auch eine Terrasse bestehend aus 90x90cm Bankirai Paletten auf Justierfüssen. Sobald das Guiding startet, darf ich die Terrasse nicht mehr betreten! Ausserdem sehe ich deutlich einen periodischen Schneckenfehler bei mir.

Grüße
Hartmut
 
Hallo Hartmut,

ja, an der DEC habe ich gezogen und es war horizontal kein Spiel, aber vertikal.
Agressivität habe ich alle Werte probiert. aber hat nichts geholfen.

Ich norde über AsiAir ein und die Genauigkeit war gestern bei 50 Bogensekunden.
Die Einstellungen der Parameter beim Guiding sind unverändert. Auf meiner anderen Säule mit EQ6
hatte ich mit dem 200PDS überhaupt keine Probleme. Die ersten Sessions auf der kürzlich erworbenen EQ6
waren auch prima, aber dann habe ich die Gängigkeit verbessern wollen und jetzt habe ich den Salat.
Wobei auch die Vermutung nahe liegt, dass der Fehler auf sehr , sehr schwache Guidingsterne zurückzuführen ist
Der Peak auf dem Bild war nur kurz bei um die 200, normal war gestern 45-60 und einen Stern habe ich nicht wirklich erkennen können. Starsize war auch klar unter 2. Lag es daran vielleicht?

VG Michael
 
Ich nutze Astroberry und den integrierten Guider. Bei mir gabs eine sehr starke Verbesserung, seitdem ich Darks für Guiding-Cam nutze.

Ausserdem habe ich die virrtuelle Box um den Leitstern auf 16x16 Pixel verkleinert und die Belichtungszeit von 3 auf 2 Sekunden gesenkt. Mehr kann ich kaum rausholen, ausser ich kaufe mir eine ASI120MM Mini oder was besseres (...teureres). Aber momentan langt mir das so. Der schwächste Punkt bleibt zurzeit meine Holzterrasse.
 
Darks für das Guiding hat AsiAir noch nicht im Programm, wäre ne feine Sache. Ich habe sogar meine Asi1200MM gegen eine 290er getauscht, aber null Verbesserung?
Naja, hab die DEC wieder fester angezogen, noch penibler ausbalanciert und das Prisma vom OAG noch ein wenig weiter in den Strahlengang gebracht. In ein paar Stunden bin ich schlauer.
Werde auch mein 50er UniGuide von WO mal anbringen um Fehler im OAG auszuschließen

VG Michael
 
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