Sigma 18-300

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Und komm ich da mit dem Omegon Minitrack LX2 auch noch weiter, oder brauch ich da dann was schwereres?
 
Hallo Niklas

Was ist dein Ziel? Soll das Objektiv alleine für die Nacht genutzt werden?

Ich habe das Teil für die Tageslichtfotografie und dafür ist es top. Aber die Sternenabbildung kann ich nicht beurteilen, hätte da bedenken ohne Ablenden
Allerdings gebe ich folgendes zu bedenken:

1. Zoom Objektive neigen zum Creep, sprich selbständiges verstellen des Zoom Bereichs. Einen Lock Schalter gibt es an dem Objektiv nur für die eingefahrene 18mm Stellung.
2. F6.3 am langen Ende ist kein gutes Öffnungsverhältnis, wenn du dann noch abblenden musste, weil die Sternenabbildung leidet, hast du 300mm mit F8. Da belichtest du dann "ewig"

Ich vermute du willst mit dem Zoom mehrere Brennweite erschlagen, allerdings ist das für 400€ kein guter Kompromiss wie ich finde.

An deiner Stelle würde ich mir entweder eine gute kurze Brennweite (Samyang 14mm F2.8) oder das "lange" 135mm F2 holen. Ja der Preis ist nicht ohne, aber dann hast du ein Topglas für eine Brennweite. Jenseits der 135mm solltest du vorher über eine andere Montierung nachdenken. Sowas wie den Star Adventure.

Für deine LX2 (max 2kg Zuladung) dürfte je nach Kamera, das Sigma (600gr) noch tragbar sein genau so wie das 135mm F2 (800gr). Allerdings wirst du bei Brennweiten von 300mm F8 noch viele weitere Probleme bekommen. Das 135mm wird wahrscheinlich etwas gutmütiger auf der LX laufen.
Du brauchst deutlich kürzere Einzelbelichtungen bei F2, also fallen Wackler und Instabilitäten weniger stark ins Gewicht. Außerdem kommst du mit einer kürzeren Gesamtbelichtung aus.

Willst du ohnehin ein gutes Tageslicht Zoom Objektiv, dann nur zu, das Sigma 18-300 ist ein Klasse "immer drauf"-Objektiv. Aber für die Nacht solltest du die 400€ anders anlegen.

Gruß
Andreas
 
Ich kenne das spezielle Objektiv nicht, aber ich hab noch kein Zoomobjektiv in den Fingern gehabt, das eine vernünftige Abbildungsqualität gehabt hätte bei Astroaufnahmen..
Mit der LX2 würde das wahrscheinlich noch funktionieren, so schwer und groß ist es ja nicht, aber wenn Dein Schwerpunkt Astro sein soll und nicht Tageslicht würde ich da nicht zu tendieren.
Wenns ein Fotoobjektiv sein soll würde ich zu Festbrennweiten raten, am besten mit MF, der Platzhirsch ist da Samyang, die gibt es manchmal zu erträglichen Preisen bei EBay oder hier im Forum.
 
Hallo Niklas,
Es gibt Zoomobjektive für 8000,- Eur.
Überleg mal warum :)

Würde auch zu Festbrennweite raten. Das genannte Samyang hat ein sehr gutes P/L Verhältnis.
Wenn es besser sein soll dann Sigma Art, Canon L, RedCat 50 oder ASKAR ALC200
CS
 
Hallo Niklas,
ganz generell, als alter Sack mit viel bezahltem Lehrgeld in Sachen Fotoequipment, würde ich Dir raten das beste/teuerste Objektiv zu kaufen, welches gerade noch finanzierbar ist. Davor sollte man überlegen, ob APS-C lagfristig das genutzte System bleibt, oder ob es nicht sinnvoller wäre, gleich Vollformat Objektive zu kaufen, die ja auch erst mal an APS-C einsetzbar sind.
 
als alter Sack mit viel bezahltem Lehrgeld in Sachen Fotoequipment
:LOL::y: das dachte ich bei mir auch - ein Irrtum. Viel bezahlt, aber Null Lehre. Erst Minolta plus Objektive. Dann Contax plus Objektive. Dann Nikon von der rein Mechanischen bis zur F-100 und F-5... natürlich samt 2,8er Objektiven. Danach Canon, von der EOS-5D, 6D, plus 80D, 5D Mk IV, und ja, natürlich samt 2,8er Objektiven plus vom Fisheye bis zum 100-400, L-Serie. Dann Fujifilm im APS-C, weil kleiner, leichter, und sehr gute Objektive. Von denen ich sicher 10 habe. Natürlich lichtstarke.

Was habe ich daraus gelernt? Man kann mit jeder Tröte fotografieren, es ist fast kreuzwurscht. Mehr als Verschusszeit, Blende und ISO ist Fotografie im Grunde heute auch nicht, egal ob 24 oder 36 oder 50 oder 100 Megapixel. Wers braucht. Die RAIDS werden teurer, wenn man die Datenmenge speichern will. That's ist. :):coffee:

Die besten Fotos habe ich nicht mit den tollsten Kameras gemacht. Es sind die, die man in manchen Sekunden machen kann... Astro ist natürlich ein wenig anders, aber nicht viel. Vorhang auf, Photonen rein und gut is, vorn muss man halt was Vernünftiges einstellen, damit es nicht verzeichnet, aber das ist keine Hexerei.

Und ja, FF Objektive an APS-C macht auch einen gewissen Sinn. Man weiß ja nie... :cool:

lg
Niki
 
Schon klar, am Ende des Tages sind es nur Belichtungszeit und Öffnungsverhältnis, die darüber entscheiden, wieviel Photonen auf den Sensor fallen. Und klar ist auch, der Fotograf macht das Bild und nicht die Kamera.

Ich finde aber schon, dass es einen Unterschied macht, ob man mit einer Gurke oder einem möglichst perfekten Objektiv fotografiert. Es verbessert zwar nicht die eigenen Fähigkeiten, aber erweitert die Möglichkeiten.

Wenn das alles wurscht ist, warum beobachten wir dann nicht durch einen Flaschenboden? Augen auf, Photonen, Netzhaut, fertig!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Niklas,
Alles oben gesagt ist nicht falsch, ich persönlich würde (etwas mehr) dem Beitrag von Andreas beipflicht.
Die von Dir genannte Linse ist ein typisches Reiseobjektiv (großer Zoombereich, leicht, nicht all zu teuer), und Astrobilder (was genau ist das eigentlich?)
gehen in einem gewissen Rahmen damit auch. Geld spielt natürlich immer eine wichtige Rolle, aber wenn es einigermaßen geht kauf sie doch (gebraucht ab 280€),
wenn sie nicht das leistet was Du brauchst benutzt Du sie halt tagsüber oder verkaufst sie wieder für 200€. Die (eigene) Erfahrung ist es sicher wert.
Zumal in dieser Preis- und Objektivklasse generell das Problem der Serienstreuung auftritt. Je mehr Du ausgibst desto wahrscheinlicher (nicht sicher!) wird es,
dass Du etwas gutes erwischt.
Wenn Dir diese Hinweise, meiner und die anderen, nicht helfen, bräuchte es ein längeres Beratungsgespräch in dem erstmal Deine Ziele und Randbedingungen geklärt werden und ggf. die Möglichkeit zu Testen.

VG & CS Frank
 
generell hat man bei günstigen Linsen IMMER mit Farbfehler oder restfarbfehler zu kämpfen.
Minimal lässt sich das eine wenig mit einem Luminanz L3 Clipfilter dämpfen.
Aber verschwinden wird dabei nichts.

Ich tendiere immer mehr zu einem 150-600er Tamron GP2 SP2 oder ein 150/600 Sigma Contemporary?
Wegen der variablen Brennweite.
Blende bis f/7 würde ich dabei akzeptieren.
Habe einige gute Bilder damit bei Astrobin gesehen.

Aber 900€ ist kein Pappenstiel.
Für Leichte/Reisemontierungen ist das natürlich auch nichts.
Dafür wie erwähnt recht astrotaugliche Brennweiten von 150-600 mit wenig Farbfehler.
Aber auch natürlich nicht das beste Auflösungsvermögen.

Für jemanden der auch viel Tageslichfotos macht aber bestimmt lohnenswert.

Gruß
Markus
 
Was habe ich daraus gelernt? Man kann mit jeder Tröte fotografieren, es ist fast kreuzwurscht.

Hallo,
ich habe mir ein 135 mm f2,8 Objektiv für 15 Euro gekauft. Man kann also getrost von einer Tröte sprechen. Ich weiß nicht, was schlimmer ist, der Farbfehler oder die Ränder..und trotzdem habe ich 4 Stunden belichtet, und das Ergebnis ist ok. Die Sterne sehen halt gruselig aus.
Im Nachhinein denke ich aber schon, dass ich lieber eine ordentliche Optik genommen hätte. Bei den paar Stunden, die man hierzulande überhaupt an Belichtungszeit sammeln kann, sollen die Fotos am Ende auch schön sein.
Bin jetzt auch auf der Suche nach einem ordentlichen Objektiv für die 1100D, leider fallen da zB die Sigma 70-210 f2.8 schon raus, weil sie wohl für analoge Zeiten gebaut worden sind und man die Blende nicht ansteuern kann.

@ Niklas: Ist es das Zoom geworden? Würde mich interessieren.

Gruß Moritz
 
Hallo, nein ich hab mir ein gebrauchtes nikon 80-200 f2.8 push pull objektiv gekauft, bin sehr zufrieden damit.
Ich hab 2 Bilder angehäng eins mit 200mm und eins mit 80mm. (Kamera ist nicht modifiziert)
 

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Hallo Niklas,
danke für die Info! Das ist ein Schiebezoom, oder? Die Bilder sehen echt gut aus, runde Sterne wie es sein soll. Zumindest für meine Begriffe. Ist das mit Offenblende gemacht?

Grüße Moritz
 
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