Skyw. Dobson N 203/1200 FlexTube DB DOB GoTo

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Wie Klaus schon sagt: Wenn ich schon in die Meisterklasse einsteigen möchte, dann gebt mir doch wenigstens dazu die Tipps womit ich da sinnvoll anfangen soll und welches Zubehör sich für den Anfang lohnt.

Ich denke, das ganze Thema werde ich dann mal in einem astronomischen Verein versuchen zu vertiefen. Da möchte ich auf jeden Fall beitreten. Da kann auch mal eine praktische Hilfe Sinn machen.

Erste Aufnahmen heute Nacht von Jupiter, Mars und Saturn sind schon einmal gelungen. Leider noch sehr verrauscht und verwackelt. Die Bildbearbeitungssoftware die es da so gibt habe ich auch schon versucht anzuwenden. Eine wirkliche Verbesserung trotz Youtube Tutorials ist mir da aber noch nicht gelungen. Ich denke dazu sind die Bilder noch zu schlecht aufgenommen.
 
Hallo Hardy,

Verein aufsuchen, ist das Beste, was du machen kannst!

Was die Tips für dein Budget angeht: schau mal weiter oben, in Post #1220225 habe ich was gelistet.
 
Hallo zusammen
Zitat von Sodiac:
Verein aufsuchen, ist das Beste, was du machen kannst!
Absolut - nicht nur wegen dem viel direkteren Erfahrungsaustausch, sondern auch, um verschiedenste Gerätschaften mal 'life' mitzubekommen und was da je nach Anspruch an "Kleinigkeiten" zu beachten ist. Und natürlich nicht zuletzt, um das dem inneren Schweinehund auch mal aufzuzeigen.

Zitat von Sodiac:
Was die Tips für dein Budget angeht: schau mal weiter oben, in Post #1220225 habe ich was gelistet.
Sehe ich ähnlich - wobei Hardy ja bereits nen Autoguider hat, nur halt nicht höchstkomfortabel als Standalone.

Naja - grundsätzlich gibts halt 3 Routen, die man beim Einstig wählen kann:
1. Man investiert das Budget in eine möglichst komplette Ausrüstung
2. Man kauft sich etwas, das prinzipiell auch irgendwie gehen kann, aber hat im Hinterkopf, dass man nach ersten Erfolgen/Misserfolgen mehr will und dann mindestens ebenso tief in die Tasche greift, wie bei der Erstanschaffung.
3. Man nimmt erstmal, was man hat. Für Mond/Planeten ist Hardy ja schon verdammt gut ausgestattet; mit etwas Enthusiasmus sollten damit zumindest Kugelsternhaufen machbar sein, je nach Anspruch und Erfahrung (die nur kommt, wenn man auch Fotografiert) sollte damit auch wesentlich mehr möglich sein.
"Typisch" ist da eher, dass man zwar keinen Astrokram hat, dafür aber ne Kameraausrüstung. Dann kann man sich erstmal ne Barndoor basteln - meine bestand aus einer ungehobelten Dachlatte, nem klapprigen Scharnier... das teuerste war eine Gewindestange und eine Einschlagmutter. Dank 3 Spax war das Teil aber sogar Arca-Swiss kompatibel. Die Barndoor wurde aber schon seit längerem durch einen star Adventurer ersetzt. Der ist sogar Schweinehundkompatibel - darf bei Bergwanderungen mit in die Alpen und bei eher mäßigem Wetter ("Soll ich da überhaupt raus auf die Wiese fahrn?") steht er auf der Dachterrasse.

Oh, und was den "Spass" angeht: Man kann auf einer Wackelmontierung piggyback ne alte Analogkamera dranbasteln, in Ermangelung eines Fadekreuzokulars (geschweige denn zumindest einem RA-Motor) am aufgeblähten Stern händisch nachdrehen und bei dem Stress und dank Schwarzschild nicht nur Spass, sondern beim Ergebniss sogar verdammt viel Stolz entwickeln. Oder neuerdings irgendwie ein Smartphone (leicht verkippt) ans Okular halten, um sein Mondfoto machen zu können. Bei mehreren Leuten kann das fast schon in Streit ausarten, wer denn als nächstes wieder darf - man muss nach den ersten Versuchen ja erst ne App und ne gute Idee finden, wie man das besser hinbekommt.

cs
Jürgen
 
Hallo Markus, ein Justierlaser steht schon auf meiner Einkaufsliste. Habe ich bis jetzt per Hand gemacht. Da gibt es ja Laser von 49 bis 150€. Reicht da ein preiswerter oder muß das was teureres sein?

Auch bei meiner gestrigen "Nachtschicht" habe ich bemerkt, dass der sich in Längsrichtung des Teleskops befindliche Sucher recht anstrengend sein kann. Da gibt es bestimmt ein Winkelvorsatz dafür. Auch das schwarze unbeleuchtete Fadenkreuz ist recht unpraktisch. Gibt es da eine Empfehlung?

Jürgen, ja mit meine Olypus möchte ich auch mal einsetzen. Einen T2 Adapter habe ich bereits. Umbauen sollte man ja die Kamera auch wie ich gelesen habe. Außerdem scheint der
StarAdventurer eine schöne Ergänzung dafür zu sein. Die Bilder die damit gemacht worden sind gefallen mir sehr gut. Was für Objektive sind da gut geeignet? Habe momentan nur ein 14-42mm Zoom Objektiv für die Olympus.

 
Hallo Hardy,

neben den Verschiedenen Justierlasern gibt es auch den Concenter, das Teil wäre statt eines Lasers auch bestens geeignet nen Newton zu kollimieren.
Auf der Star Adventurer habe ich meist Festbrennweiten im Einsatz, 85/1.4 oder 200/2.8.

Was den Sucher betrifft, da gibt's welche mit 90-Grad Einblick und beleuchtetem Fadenkreuz, alternativ nutze ich einfach einen Leuchtpunktsucher.


@Stefan: ich fotografiere aus dem Garten heraus.
 
Grad vergessen...

In Zweifelsfall könntest du (Stefan) in Borken bei der Bresser-Sternwarte vorbei schauen, die liegt recht "hoch" und Lichtsmog sollte sich auch in Grenzen halten.
 
Hi Hardy
Zitat von Hardy1:
Was für Objektive sind da gut geeignet? Habe momentan nur ein 14-42mm Zoom Objektiv für die Olympus.
Das wäre z.B. geeignet für Strichspuraufnahmen (nur mit Stativ, da benötigt man keine Nachführung) und mit Nachführung z.B. für Milchstraßenpanoramen und auch Sternbilder.
Bei weiteren Objektiven würde ich noch abwarten, wie zufrieden Du mit dem Body bei der Astrofotografie bist. Die Oly-Generation ist zwar für sehr gute Tagaufnahmen bekannt, aber nicht gerade für ihre Lichtempfindlichkeit. Mit Adapter könnten die Objektive aber an micro-Fourthirds Kameras verwendet werden; DSLR mit deinem Bajonet stellt Olympus ja leider nicht mehr her.
Was in der Richtung aber in jedem Fall praktisch wäre, ist ein progammierbarer Fernauslöser, die kosten so rund 30 Euro. Das Anschlusskabel ist austauschbar, d.h. egal wie es sich Kameratechnisch für dich entwickelt, kannst Du ihn weiterverwenden.

cs
Jürgen
 
Danke Jürgen für die Info, habe auch noch ein 70 - 150mm Zoom hatte ich glatt vergessen. Ja, ja es gibt immer was besseres. Werde aber auf jeden Fall erst mal schauen wie weit ich mit meiner Olympus komme. Die ist ja da. Macht es Sinn die auch für Astrofotografie umbauen zu lassen? Was wird denn da genau umgebaut und wer macht so was?

Einen kabellosen Fernauslöser habe ich bereits.
 
Zitat von Hardy1:
Werde aber auf jeden Fall erst mal schauen wie weit ich mit meiner Olympus komme.
Find ich gut - was man hat, das hat man. Und für erste Erfolge und Lerneffekte ist die ja vollkommen ausreichend, ebenso die beiden Zuikos.

Zitat von Hardy1:
Macht es Sinn die auch für Astrofotografie umbauen zu lassen? Was wird denn da genau umgebaut und wer macht so was?
Arg sinnvoll finde ich das nicht - der Umbau (eigentlich wird nur der IR-Sperrfilter entfernt und auf Wunsch gegen ein anderes Filter ersetzt) kostet da deutlich mehr, als eine 08/15 Canon umbauen zu lassen. Und letztere gibt es gebraucht sehr günstig, meistens sogar billiger, als der Umbau selbst. Nützlich ist der Umbau halt bei Emissionsnebeln - sonst merkt man davon kaum etwas bzw. Gx haben oft auch entsprechende Regionen bzw. 'streams', aber die sehn auch ohne hAlpha recht hübsch aus.
Noch was anderes: dein GoTo Dobson hat zwar keine sonderlich genaue Nachführung und grundsätzlich ne Feldrotation - aber so 5-10 Sekunden solltest Du auch mit dem Belichten können. Mit deiner "Planetenkamera/Autoguider" sollte damit z.B. M3 (eh grad gut sichtbar) in Reichweite sein. Dann halt nicht 20x5Minuten belichten, sondern 500x 5 oder 10 Sekunden - wie lange das mit den Einzelbelichtungen klappt, müsste man ausprobieren. Und solange das klapt - 2, 5 , 10, 15 Sekunden - eben möglichst viele Aufnahmen mit der Belichtungszeit. Und vielleicht auch noch ein paar kürzere, der Kern brennt sonst aus.

cs
Jürgen
 
Hallo Jürgen, dann bleibt meine Kamerea erst mal so wie sie ist. Mir fehlt sowieso noch der Projektionsadapter für diese Konstellation.

Da ich mich mit diesem Thema noch gar nicht auseinadergesetzt habe gleich mal die Frage 500x 5sek wie machst du das praktisch? 500x auf den Auslöser drücken? Was machst du dann mit den 500 Einzelbilder? So wie bei Autostakkert bei den Avis zusammenpacken? Mit welchem Programm?

Danke für den Tipp mit M3, werde ich mal versuchen ob ich den sehen kann. Steht ja recht hoch am Himmel rechts vom Bärenhüter und über Arktur.
 
Hallo Hardy,

Zitat von Hardy1:
Da ich mich mit diesem Thema noch gar nicht auseinadergesetzt habe gleich mal die Frage 500x 5sek wie machst du das praktisch? 500x auf den Auslöser drücken? Was machst du dann mit den 500 Einzelbilder? So wie bei Autostakkert bei den Avis zusammenpacken? Mit welchem Programm?

ganz kurz zum langen Thema, die Software inklusive Lesestoff:
DeepSkyStacker oder Regim

Weiterbearbeitung z.B. mit
Fitswork

Endbearbeitung mit Photoshop, Gimp usw.

Wenn Du bei youtube nach den Programmen suchst findest Du einige Video-Tutorials dazu.

Zum seeehr umfangreichen Thema gibt es auch noch einige gute Einsteiger-Seiten.
Hab da aber gerade keinen passenden Link dazu. Evtl. jemand anders oder google

Gruß
Tilo
 
Hi Hardy,

ja net mit der Hand auslösen. Das verwackelt definitiv.

Du brauchst den Drahtauslöser. Um die Ausgabe kommst net rum. Die Kamera auf auf 2 oder 5 Sekunden einstellen und dann den Drahtauslöser festklemmen. Dann löst der dauernd hintereinander aus. Und diese Bilder dann in Deepskystacker kippen...
 
Hi Hardy,

hatte überlesen, daß Du den Auslöser schon hast. Kanns nimmer editieren. Also benutz den. Damit ist zumindest das Verwackeln durch das Auslösen weg. Ob es nen Spiegelschlag gibt und ob der irgendwelche Auswirkungen zeigt, kann ich net sagen...
 
Ok,habe etwa verstanden. Muß das mal bei Zeiten ausprobieren. Da gibt es ja eine Menge Betätigungsfelder. Aber Eins nach dem Anderen.
 
Denke mit Bresser kann man nicht viel falsch machen. Die Montierung kenne ich so nicht, allerdings sieht mir das etwa nach der selben Klasse wie die EQ-5 aus. Damit wärst du gewichtstechnisch (ähnlich wie bei meinem 10-Zöller auf EQ-6) schon hart an der grenze und fotografisch schon über die Gewichtsgrenze rüber. Das KANN ganz gut funktionieren, wenn man weiß, was das bedeutet. Man sollte schon absolute Windstille haben um brauchbar damit zu fotografieren.
Ansonsten gibt es ja bei dem Link auch Kundenrezensionen, die sehen ja nicht so schlecht aus.
 
Danke Stefan, das mit der Gewichtsklasse der Montierung kann schon sein. Eventuell hilft da ja auch ein stabileres Stativ. Aufnahmen wollte ich damit hauptsächlich mit der Astrocam machen und die wiegt ja nicht so viel.

Als Zubehör würde ich dann noch einen beleuchteten Winkelsucher und ein genaueren Fokusierauszug (ev. auch motorisiert)zulegen.

Mit der Spiegelreflexkamera würde ich gerne mit dem mir hier schon empfohlenen Star Adventurer machen. Das was ich da an Bilder gesehen habe begeistert mich. Aber das würde dann später dazukommen.
 
Es geht nicht um das Stativ sondern um den Montierungskopf. Du hast einfach einen großen Hebel und eine große Angriffsfläche für Wind, da kommt das Getriebe schon an die Grenzen. Die Astrocam mag nicht viel wiegen, aber ein motorisierter Auszug wiegt auch einiges mehr als ein manueller. Das läppert sich.
Wie gesagt, es ist bestimmt möglich, ist es mit meiner 10"/EQ-6 Kombi ja auch, man muss nur wissen, dass es grenzwertig ist, und dass es bei etwas Wind eben nicht mehr so gut funktioniert. Extrem war es gestern beim Merkurtransit, da ist bei den Böen der Merkur schonmal quer über den ganzen Kamerasensor gesprungen, und bis sich das Equipment mal wieder beruhigt hatte, konnte man schnell seine Bilder machen. An eine Langzeitbelichtung wäre aber überhaupt nicht zu denken gewesen.
 
Habe verstanden. Alternativ habe ich noch die HEQ-5 Montierung mit einem 200/1000 Newton im Hinterkopf. Kostet aber auch ca.400€ mehr als der Bresser mit der exos-2-goto. Die az-EQ-6 ist mir zwar auch lieber aber mit 2000 Teuronen doch recht sportlich.
 
Hallo Hardy,

die EXOS-II ist eine etwas modifizierte und überarbeitete LXD-75, die ich vor meiner AZ-EQ hatte. Eine Montierung dieser Größenordnung würde ich aus der Erfahrung heraus max. mit einerm 150/750 Newton belasten, wobei auch der schon wegen des Hebels grenzwertig wird. Das gleiche gilt auch für die HEQ5 mit 200er Newton.

Keine der von dir genannten Varianten wird in sich zusammenfallen, aber je mehr Last du auf den Montierungskopf bringst und je ungünstiger der Hebel wird, desto schwieriger wird es zum einen den Fokus zu treffen, denn das ganze System wackelt während du am Rädchen drehst und zum anderen reichen auch kleinere Windböen schon aus, das System ins Schwingen zu bringen. Eine Montierung wie die EXOS-II macht richtig Spass mit einem kleinen ED APO oder wenn es unbedingt ein Newton sein muss, den von mir schon genannten 130PDS.

 
Hallo Hardy,

ich hab den Thread grad nur überflogen und kann die Ratschläge vieler hier nur unterstreichen. Ich, an deiner Stelle, würde auch erst lernen und dann fotografieren, aber das soll deine Entscheidung sein.

Allerdings kann ich etwas zur zuletzt angesprochenen Bresser Monti beisteuern:

Die EXOS-II ist eine modifizierte vormalige Mon-2 von Bresser in neuem Kleid, nun in weiß und um Go-To ergänzt. Und sie alle sind Clone von Vixens GP. Bresser hat die Montierung annehmbar aufgesetzt, eine EQ6 o.ä. darfst du aber nicht erwarten! Auch eine GP/GP-2 ist stabiler!

Auf die Schnelle gefunden:
http://digilander.libero.it/retux75/images/GP/DSCN0418p.JPG

Mein erster Newton war ein Bresser 6" f/8 auf ebendieser Mon-2 und ich kann aus eigener langjähriger Erfahrung sagen, sobald es lüftet, wackelt es wie Lammschweif. Der OTA ist aber auch ein langer Lulatsch. Ich nutze die Montierung immer noch, allerdings mit einem 3" ED Refraktor für Sonne und zum fix und easy Spechteln und auf einer Säule. Und selbst diese kleine Last zittert, die nachgerüsteten Motoren (Ohne Go-To) laufen aber für den Preis (Gab es vor Jahren für ca. 120 €!) weich und auch die Nachführung folgt bei guter Nordung tadellos. (Ich zeichne aber auch nur)

Einen 8" Spiegel würde ich ihr nicht aufbocken, auch nicht f/4 und schon mal gar nicht für ›ernsthafte‹ Fotografie (was immer damit gemeint sein soll, ich verstehe darunter mehr als mal schnell ein Mondfoto)

Je nachdem, was und wo du schlussendlich beobachtest, ist der Invest in eine bessere Montierung wertvoller, als in eine wackelige zu große Optik, die du ggfs. nicht mal ausreichend mechanisch beherrschst. Einen 8" f/5 mit einem Meter OTA halte ich für nicht zielführend. Nur so fabulier …

Gruß, Olaf
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Olaf, ich glaube auch, dass die HEQ-5 die bessere Montierung ist und werde mich wohl dazu entscheiden.
 
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