Start in die Planeten- und Mondfotografie

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gru1989

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Guten Tag Zusammen,

ich betreibe seit gut 2 Jahren Deep Sky Fotografie und habe mir dazu bereits zwei Rigs zusammengestellt. Der Wunsch, sicher auch das Ergebnis der Dauerschlechtwetterphase, nach Beobachtung (für meine Frau, mich und auch mal die Nachbarskinder) und Fotografie der Planeten und Monde wächst allerdings. Ich hoffe, dass mein Beitrag in diesem Forenbereich korrekt angelegt ist :)

Aktuell habe ich zwei Montierungen frei:
1. Sky Watcher Star Adventurer auf einem Rollei C5i
2. TS AZGP - manuelle AZ Montierung

Als Teleskop habe ich mich im Moment auf einen Maksutov eingeschossen, da diese recht justierstabil sein sollen. Dort gibt es seitens SkyWatcher die SkyMax-Serie mit 90, 102 und 127mm Öffnung. Bei YouTube konnte ich bereits ein Video finden, wo Mondfotos mit der StarAdventurer und dem 127er Modell geschossen wurden. Der StarAdventurer hat zumindest den Vorteil der Nachführung. Auf der anderen Seite kann ich schwer einschätzen was mit der manuellen Nachführung der TS AZGP möglich ist. Ich hoffe ( :D ), dass es mit ein wenig Übung auch gut machbar ist.
Eine dafür passende Kamera wird ebenfalls benötigt. Ich bin dabei vom Hersteller komplett offen. Neben ein paar Goldkanten ist auch eine 2,5x Barlow von TS vorhanden.

Meine Fragen:
- Macht mein Vorhaben Sinn oder ist es ohne eine neue Montierung komplett zum Scheitern verurteilt?
- Welches Teleskop wäre für die vorhandenen Montierungen sinnvoll?
- Welche Kamera passt dazu?
- Was bekomme ich ca. auf den Sensor? --> Ich habe bereits bei Stellarium ein paar Kameras und die Optiken hinterlegt. Jedoch wird, gerade in der Planetenfotografie der ROI der Kamera innerhalb der Aufnahmesoftware angepasst. Da lässt es sich immer schwer abschätzen, ob ich eher ein körniges oder gut aufgelöstes Bild erhalte.:unsure:

Ich freue mich auf einen regen Austausch.
Clear Skies
Christian
 
Hallo Christian,

für Planeten & Mond braucht es Öffnung, daher ganz klar so viel wie bei dir möglich, also das 127 Modell.

Kamera:
Ich verwende die Ais120mc & mm, das wäre ein sehr günstiger Einstieg.
Etwas besser Asi224mc und wieder eine Stufe höher z.B. Asi178mc, die hat sehr kleine Pixel, das würde bei den ca. F12 Mak auch ohne Barlow reichen.

Hängt halt vom Budget ab.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

vielen Dank für deinen Beitrag.
Das mit der Öffnung habe ich mir fast gedacht.

Für die Deep Sky Fotografie nutze ich aktuell ein 150 PDS von Skywatcher. Von der Abbildung mit einer 4er oder 5er Barlow sollte das doch ebenfalls funktionieren? Da würde ich am Ende bei 3000mm bzw. 3750mm Brennweite mot einem Öffnungsverhältnis von f/20 bzw f/25 rauskommen. Mit der Faustformel 5x x Pixelgröße = Öffnungsverhältnis komme ich gut hin.

Eine Planetenaufnahme ist ja zügig gemacht und die Kamera im Anschluss gewechselt.

Gruß
Christian
 
Du brauchst Öffnung und keine künstlich übertriebene Brennweitenerhöhung. Barlow veringert Lichtdurchlass und bei schlechter Qualität schlechte Bildqualität.
 
Hallo,

Von der Abbildung mit einer 4er oder 5er Barlow sollte das doch ebenfalls funktionieren?

Ich fotografiere zwar nur ab und an den Mond, von einer 4 oder 5x Barlow rate ich dennoch ab.
Es wird nicht nur das Bild dunkler und damit die Belichtungszeiten höher, auch:
  • Das fokussieren wird deutlich erschwert.
Ohne einem Motorfokus ist es kaum mehr machbar, das Bild zu fokussieren, wenn es denn mit einer 4 oder 5x Barlow überhaupt noch vernünftig zu bewerkstelligen ist das Bild zu fokussieren.
  • Jede Berührung vom Teleskop äußerst sich bei hoher Brennweite und einem kleinen Chip in einem deutlichen Zittern.
Das ist deutlich zu sehen, wenn versucht wird per Hand am Okularauszug zu fokussieren. Jede Berührung äußert sich in einem deutlichen zittern vom Bild auf dem Monitor vom Laptop.

Durch die höheren Belichtungszeiten die mit einer 4 oder 5x Barlow benötigt werden wird auch das Seeing mit eingefroren was zu unschärferen Bildern führt.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Christian,

Für die Deep Sky Fotografie nutze ich aktuell ein 150 PDS von Skywatcher.

Ja ist doch klasse, dann brauchst du doch keinen 127 Mak kaufen. Ist doch immer besser erst einmal das Vorhandene zu verwenden.
Von der Abbildung mit einer 4er oder 5er Barlow sollte das doch ebenfalls funktionieren? Da würde ich am Ende bei 3000mm bzw. 3750mm Brennweite mot einem Öffnungsverhältnis von f/20 bzw f/25 rauskommen. Mit der Faustformel 5x x Pixelgröße = Öffnungsverhältnis komme ich gut hin.
Das hängt ja auch von der Pixelgröße der Kamera ab, ich selbst lande bei ca. F14 und komme da mit den inzwischen recht großen 3,75 Pixelgröße der Asi120 sehr gut klar.
Neben ein paar Goldkanten ist auch eine 2,5x Barlow von TS vorhanden.
Ja spitze dann ist doch sogar schon etwas vorhanden. Ich kenne die nicht, aber wenn die Qualität in Ordnung ist, sollte die doch locker reichen.
Und schon wieder unnötiges Geld ausgeben gespart !

Jetzt haben wir schon Teleskop, Barlow, na ist vielleicht auch noch kleine Atsrokamera (z.B. Guiding) vorhanden ?

Dann könntest Du direkt ohne Neuanschaffungen loslegen, wäre doch klasse !

Gruß,
Holger
 
Hey Holger,

die 120MC-S ist als Guidingkamera bereits vorhanden.

Wäre höchstens nochmal die Überlegung die MM-S zu holen.

Beste Grüße
Christian
 
Hallo Christian,

ja super, dann kannst Du ja direkt loslegen.

Die Asi120mm nutze ich deutlich mehr als die Farbvariante, vor allem für Filterspielereien und den IR Bereich.

Hier dazu mehr:

Beim Jupiter verwende ich jetzt aber eher die Asi120mc mit ADC, geht einfach schneller und sieht farblich besser aus.

Hier noch weitere Infos:

Aber teste doch erst einmal die Asi120mc, mit der habe ich auch angefangen und schon gute Ergebnisse erzielt.
Mit der Anschaffung des 12er Dobson folgte die Mono Kamera, die hat keinen Sperrfilter verbaut. Ich wollte damit vor allem Uranus / Merkur / Venus / Saturn im IR Bereich aufnehmen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Holger,

Besten Dank für die Linke und deine Arbeit dahinter. Ich werde es beim nächsten Clear Sky mit Mond einmal probieren. Allerdings ist hier seit dem 2. Weihnachtstag eine undurchdringliche Wolkendecke anwesend.

Beste Grüße
Christian
 
Hi,

mal aus meiner Sicht was Grundsätzliches zur Planetenfotografie:

  • Es geht ja nicht primär um grosse Brennweite, sondern um einen kleinen Pixelscale oder halt einer ca. Auflösung von 100Px oder einigen davon pro Planetendurchmesser.
    Sollte zuerst durch eine Kamera mit möglichst kleinen Pixeln, aber natürlich auch mit hoher Empfindlichkeit, erreicht werden.
  • Auflösung ist wichtig und wird durch Öffnung erreicht.
  • Man macht Lucky Imaging, um dem Seeing ein Schnippchen zu schlagen. Das bedeutet man sollte doch eine relativ hohe Lichtstärke haben, um möglichst kurze BLZ im ms Bereich zu erreichen.

Gruß
Peter
 
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