Stative mit Kurbelsäule für Großferngläser

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Bin ja nun blutiger Anfänger und habe noch keinen Stuhl. Wird wohl auch eher so bleiben, denn in mein Auto passt wenn das Fernglas mit Gabel und Stativ drin ist nichts mehr rein, nicht mal mehr ein Beifahrer.

Jetzt mal ernsthaft gefragt: wie macht ihr das denn beobachtungspraktisch? Immer im Sitzen und wenn ihr von Horizont zu Zenit wechselt verstellt Ihr den Sitz? Oder wie muss ich mir das vorstellen?

Ich hätte gerne so wenig Aufwand wie möglich, alleine schon wegen des knappen Platzes im Auto.
 
Bin ja nun blutiger Anfänger und habe noch keinen Stuhl. Wird wohl auch eher so bleiben, denn in mein Auto passt wenn das Fernglas mit Gabel und Stativ drin ist nichts mehr rein, nicht mal mehr ein Beifahrer.

Jetzt mal ernsthaft gefragt: wie macht ihr das denn beobachtungspraktisch? Immer im Sitzen und wenn ihr von Horizont zu Zenit wechselt verstellt Ihr den Sitz? Oder wie muss ich mir das vorstellen?
Also das kann ich mir nicht vorstellen, dass in das Auto kein Stuhl mehr reinpasst.
Man nimmt ja immerhin keinen Sofasessel mit auf die Wiese. ;)
Für einen kleinen Klappstuhl wird es doch immer einen Platz geben.
Für Sitzen oder Stehen gibt es bei mir keinen Plan, der Augenblick entscheidet.
Die Einblickposition muss einigermaßen bequem sein.
Flach am Horizont vielleicht eher Stehend, oberhalb 25° bis zum Zenit möglicherweise eher Sitzend..
Nur kurz mal ein paar Minuten spechteln eher Stehend, längere Zeit beobachten, eher Sitzend.
Ich muss ja nicht groß ausrichten, daher kann ich jederzeit zwischendurch auch mal die Stativfüße längenverändern.
Je niedriger das ganze Stativ eingestellt ist, je stabiler und ruhiger steht es.
Ich verwende am gernsten einen einfachen harten hölzernen Gartenklappstuhl, müsste nicht mal unbedingt eine Rückenlehne haben.
Er muss nur stabil stehen und darf nicht selbst schon so ein wackeliges Ding sein.
Wenn du dein Stativ weit genug runter lässt, kannst du auch auf den Boden hocken, oder einen umgedrehten leeren Bierkasten verwenden, habe ich beides auch schon gemacht. ;)

Zum Thema "Platz im Auto"......... selbst im kleinen Backup Krankenfahrstuhl hats noch Platz für einen Hocker, natürlich passt dann auch kein Beifahrer mehr rein. Aber was soll`s, man kann es ja nicht jedem Recht machen. ;) :)

Auto.jpg


Viele Grüße, Dieter
 
Zuletzt bearbeitet:
Nicht im Mini Cabrio. Koffer fürs APM120er, Stativ und Koffer für die Gabel und es passt nichts mehr rein. Den Koffer fürs Glas bekomme ich nur mit gelösten Verdeck rein
 
Da ist dann der SMART wohl mehr "Lastesel" als der MINI........ hätte ich nicht gedacht. :)
Beim SMART kann ich sogar beim Beifahrersitz die Rückenlehne komplett umlegen und "durchladen".
Auf dem Bild ist ein einteiliger 2m langer Tragflügel von einem Modellflugzeug der komplett reinpasst.
Im Fahrzeug sind zwei Modellflugzeuge, Klappstuhl und das komplette Geraffel was man für einen ganzen Tag auf dem Modelllfugplatz benötigt,
inkl. Getränkekühlbox im Beifahrerfußraum.

Auto-1.jpg


Sorry für den kurzen Ausflug abweichend vom Thema.
Beim nächsten Post geht es dann wieder um die eigentlichen Fragestellungen.

Viele Grüße, Dieter
 
Zuletzt bearbeitet:
35cm Weg der Kurbelsäule halte ich auch für zu wenig.
Aber es hängt wirklich von der Länge des Instrumentes ab, genauer von der Strecke vom Drehpunkt bis zu den Okularen.
Je länger diese Strecke ist desto mehr Hub benötigt man auch.

Meine Säule hat 450mm Hub und damit komme ich gerade so hin.
Ich habe einen Drehhocker, bei dem die Säule ein Gewinde zur Höhenverstellung ist.
Allerdings nutze ich ihn ausschliesslich auf niedrigster Stufe, was vielleicht nicht perfekt bequem ist, aber so komme ich bis in den Zenith.
Bei ganz niedrigen Winkeln muss ich halt stehend beobachten, aber das mache ich eher selten.

Sprich, ein kleiner, faltbarer Campinghocker würde den Zweck auch erfüllen und der passt überall noch rein.

Bei den Gitzo 5 musst Du aufpassen, nur die Modelle aus Carbon haben die hohe Tragkraft, obwohl sie ansonsten baugleich zu denen aus Alu sind.
Ich hatte meine Säule mal in mein Gitzo 5 aus Alu gemacht und das ging gar nicht, alles viel zu wackelig.

Grüße Jochen
 
Danke für den Tipp, Jochen. Mich schreckt momentan der Preis und der Lieferweg von Gitzo+Chinakurbelsäule ab.

Ich überlege ernsthaft ein Uni K70 zu kaufen, dass kostet in etwa gleich viel, auch wenn es mir optisch nicht so gut gefällt.
 
Die China Kurbelsäule ist aktuell eh ausverkauft und soll demnächst in einer nochmals verbesserten Variante kommen.

Das Ding ist schon genial, selbst meine fast 40 Kilo last kurbelt man ohne Kraftaufwand, das kenne ich von Kurbelsäulen auch ganz anders...
Und die Lagerung mit Kugellagern ist auch super, das ist was völlig anderes als diese axialen Teflon Klemmstücke, die sonst dafür verwendet werden.
Entweder klemmen sie so stark, dass man mit viel Kraftaufwand kurbeln muss, oder die Säule hat Spiel.

Ich habe schon einige Kurbelsäulen gehabt, aber dieses das Ding ist eine völlig andere Liga und wenn die neue Variante dann 3 Laufrillen für die Kugellager bekommt ist sie perfekt.

Grüße Jochen
 
Was wäre daran ultimativ? Dass das Ding was trägt, ist klar; aber im Foto mit dem 120er sehehn die Beine jetzt auch nicht unbedingt so super-heavy aus, 50mm oberster Durchmesser sind jetzt nicht ultimativ (eine saubere WIcklung und Verklebung der Fasern immer vorausgesetzt). Möglicherweise ist das Kurbeln etwas einfacher als bei den BB mit der 70er Mittelsäule, die 'Hebelwirkung' des Drehgriffs (Gitzo-like) ist vmtl. dem Drehen zugänglicher als der kleinere BB-Griff nahe an der Säule. Aber die Muldaer werden sicherlich mit ihrer Belastungsangabe auch mal gedreht haben. Dass die 355mm Hub beim 150er Bino knapp werden könnten, kann ich mir vorstellen, und bei 45°.Gläsern glaube ich das sofort - ich hatte mal das 100er Miyauchi, und daher später auch das 100er APM mit 45° gekauft; da ich jedoch das Stehengucken präferiere, tauschte ich das dann zeitnah zum 90°, was auch merklich weniger Weg für die Säule ergibt. (Beim kurzen Weg 'Drehpunkt-Okulare' des 100er funktioniert auch das 45° mit 35cm Hub, klar.)
Daher ist das Teil mit dem Säulenhub von 50cm vmtl. ultimativ für ein 150er APM, da man sicherlich ungern beim aufgebauten Gerät was an der Stativbeinhöhe verändern möchte, falls der Beobachtungssitz die erforderliche 'Höhe' (eigentlich Tiefe) nicht hergibt, oder das Beobachten dann zu unbequem wird ob der niedrigen Sitzhöhe.
Ich kenne die 70er-Säule nicht aus eigener Anschauung, nur die Uni - daher mutmaße ich hier nur mal. Allerdings wie alle, da das Edelteil je erstmal an der (Hafen-)Kette liegt.

gutes Licht&Hub
Manfred
 
Das Stativ wiegt 4,5 Kilo, die Kurbelsäule ebenso.
Belastbar bis 100 Kilo und dabei super easy zu kurbeln.
Säule mehrfach kugelgelagert, nix Gleitlager.

Video zum staunen:

https://www.youtube.com/shorts/5QTU-aLpwGQ

Für mich ist das durchaus ultimativ und ich konnte mit einigen Kurbelsäulenstativen spielen.
Die allseits beliebten Holzprügel stinken dagegen total ab.

Dazu der Preis von ca. 750 Euro für Stativ und etwa dasselbe für die Säule...

Das Supermount Carbon aus Taiwan kostet mehr als das Doppelte und die Säule ist dünner und hat weniger Hub

http://www.supermount.kr/?act=shop.goods_view&GS=18

Grüße Jochen
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, dann werden sich die Osterfeuer 2023 ja über reichlich Eschenholz freuen - qualmt wenigstens nicht so wie der oft beigegebene Strauchschnitt…

Im Ernst: dass die Säule höher kann, hab ich ja geschrieben, und dass dank Kugellager das sich leichter kurbeln lässt auch. Hoffentlich geht damit aber nicht der Schuss nach hinten los wie bei den Dobs, welche ja auch eine zeitlang azimutal kugelgelagert waren - was sich jedoch als zu leichtgängig herausgestellt hatte. Was jedoch am doppelten Preis so toll sein soll, versteh ich jetzt nicht (obschon sicherlich gerchtfertigt).

Wenn die BB 'total abstinken', muss das Führen mit der Kohle-Säule ja Lichtjahre besser sein - was beim schnöden Auf-und-ab sicherlich kein leichtes Unterfangen ist. Klar, Holz ist out im 21. Jh. - aber ob die geringe 'Stellfläche' (der Kreis, den die gespreizten Beine beschreiben', mit dem ausladenden 150er passt, würde mich mal interessieren. Das Foto mit dem 120er sieht erstmal nicht so überzeugend aus, ist aber auch nicht relevant für mich, da ich so ein schweres Glas wie das 150 Glas ja nicht drauf heben wollte. Ich denk da eher auch an Besitzer größerer Refraktoren, welche noch stärkere Hebelwirkung auf das 'Ultimative' wirken ließen.

veralteter Gruß
Manfred
 
Das ist eher zum Fürchten, wenn ich mir den Hub pro Kurbelumdrehung anschaue. Da kurbelt man sich (für die Leichtgängigkeit des Hebens) zum Idi0ten... :eek:

Ich habe das Berle 19C, das ist fein, aber die Kurbelei geht mir auf die Nerven. Besser wäre die Lösung mit elektrischer Hubsäule. NOCH besser die Idee mit einer kleinen Leiter. Und außerdem ist das Herumstehen am Bino nochmals fad, weswegen das Ganze Thema für mich leidvoll ist.

Bequem, entspannt und genüsslich ist es im Sitzen. Punkt. Hugh. Aus.

Bei Publikum (Sternwarte) kann ich die Kurbelei sowieso vergessen, da wird man zum Willi, wenn man Objekte wechselt UND die Höhe auf den jeweiligen Betrachter einstellen will. Meine Hubsäule ruht vor sich hin und wartet, dass ein Stativ daraus wird. Aber in Sitzhöhe. Und mit einem 90° Bino, statt 45. :coffee:

Das Berle steht bombenfest, das hat wenigstens ein wenig Eigengewicht. Leichte Stative unter schwereren Binos machen mich nervös. :devilish:

lg
Niki
 
Tja, die Geschmäcker sind halt verschieden :)

Klar braucht man für die Rutschhemmung von 30 Kilo und mehr Last eine entsprechende Übersetzung und muss entsprechend Kurbeln.
Mir ist das aber deutlich lieber als eine Klemmung, die man dann doch irgendwann mal vergisst und dann rauscht das teure Glas ungebremst gegen Erdmittelpunkt.

Ich hatte eine Zeitlang eine Elektrosäule im Tripod und dachte anfangs auch, das sei die Lösung.
Akkus schleppen (vorher ans laden denken) und Kabelei im Dunkeln haben mich aber nicht überzeugt.
Und wirklich schnell sind die Hubsäulen auch nicht, hier ist es die feine Gewindesteigung, welche die Last aufnehmen muss.

Nach allen Experimenten kam ich wieder zur Kurbelsäule zurück, klein, leicht und unabhängig.
Inzwischen plane ich meine Beobachtungsnächte entsprechend, damit ich nicht nur am Kurbeln bin, aber selbst wenn man dann doch nochmal vom Horizont zum Zenith wechseln will, kurbelt man halt ne Minute, so what?

Und warum sollte ein Stativ schwer sein müssen?
Der Schwerpunkt der Last sollte halt nicht außerhalb der Auflagepunkte der Stativbeine sein, ansonsten kommt das stabilisierende Gewicht vom Instrument, das Stativ muss es nur tragen können und dafür braucht es kein Eigengewicht.

Grüße Jochen
 
Und warum sollte ein Stativ schwer sein müssen?
Ich hatte das Zeug schon am Carbon-Gitzo ---> furchtbar. :D
Zitterpartie und Schwerpunkt ist das Bino.

Nach allen Experimenten kam ich wieder zur Kurbelsäule zurück, klein, leicht und unabhängig.
Letztlich wäre wohl so etwas wie ein Leonardo (10Micron) Plan C.
Allerdings bei einem Großbino nicht wirklich machbar. :rolleyes:

lg
Niki
 
Ja, über eine Leonardo habe ich auch lange nachgedacht, aber für das 150er ist sie zu schwach.
Man müsste sich was eigenes in der Art noch größer bauen, aber dann wird es auch richtig schwer und unhandlich.

Aber fürs 120er sicherlich eine interessante Option.

Grüße Jochen
 
Hi!

Wir haben die Leonardo im Verein, wahlweise mit einem 20-40x100mm Bino oder in der Öffentlichkeitsarbeit wesentlich häufiger einem ED80, da am monokularen Refraktor nicht jedesmal der Augenabstand neu eingestellt werden muss.

Die ProAim sieht süß aus gegen die Leonardo... Ich würde vermuten, dass die Kameralösungen den Vorteil haben, dass auch die meisten Profi-Kameras und Objektive Bildstabilisatoren haben, die einiges an Gewackel ausgleichen, während genug Astronomen erwarten, dass man nur merkt, dass jemand gegen das Stativ stößt, weil sie ein "Aua" hören, während das Bild im Okular still bleibt. Beim ProAim steht ja dabei, dass er auch für Gimbals gedacht ist, also (externe) Bildstabilisatoren.

Die Leonardo hat 13 kg Traglast, was für ein C8 ausreicht – aber nicht, wenn dann jemand 300x vergrößern will, nur weil die Optik das hergibt.

Beste Grüße,
Alex
 
Deshalb haben wir die Leonarodo in rot genommen, da fällt das nicht so auf ;)
Leonardo-P1330779.jpg

Wobei ich es tatsächlich wünschenswert fände, wenn die Sicherungsschrauben für Gegengewichtsstangen eine Gummikugel o.ä. hätten. (Oder auch einen Schnellverschluss, damit man nicht mit dem Schräubchen hantieren muss).

Beste Grüße,
Alex
 
aber die Kurbelei geht mir auf die Nerven. Besser wäre die Lösung mit elektrischer Hubsäule.
Hallo Niki,
bei motorisierten Säulen inklusive Montierung mit Encodern kam mir noch eine Frage auf: Gibt es eigentlich Kombinationen bei denen je nach Ausrichtung des Höhenwinkel die Säule automatisch mit hoch- und heruntergefahren wird, so dass (nach Kalibrierung) der visuelle Beobachter seine Sitzhöhe quasi nicht anpassen muss?
 
Gibt es eigentlich Kombinationen bei denen je nach Ausrichtung des Höhenwinkel die Säule automatisch mit hoch- und heruntergefahren wird, so dass (nach Kalibrierung) der visuelle Beobachter seine Sitzhöhe quasi nicht anpassen muss?
Du meinst zusammen mit dem Goto, nehmen ich an? Diese Elektronik muss man sich wohl selbst basteln. Wenn man eine Tabelle hat, die ausgibt, dass bei jeder Altitude (DEC) die Okularhöhe gleich sein soll, dann kann man das programmieren... aber das ist nur die halbe Wahrheit, da es auch auf einen bequemen Einblickwinkel ankommt, also auch ob das ein 45° oder 90° Bino ist, oder (was schlimmer wäre) geradsichtig.

Da gehört als ein kleiner Schrittmotor her samt Steuerung und Programm, der zur passenden Objekthöhe die richtige Säulenhöhe wählt. Interessante Idee! :cool:

lg
Niki
 
Du meinst zusammen mit dem Goto, nehmen ich an?
Von mir aus auch ohne Goto. Auch wenn eine massive Alt-Az Gabel mit Encoder manuell auf ein Objekt ausgerichtet wird (weil man z.B. StarSense benutzt), könnte ja eine Säule in mäßiger Geschwindigkeit darauf reagieren und die Höhe anhand einer Tabelle/Kalibrierung anpassen.
Bei Recherche im Astro-Zubehör (beispielsweise 'Pier Tech') finde ich aber auch im höchsten Preissegment nicht diese Komfortfunktion, die mir im jugendlichen Leichtsinn vorschwebte.
 
Gibt es eigentlich Kombinationen bei denen je nach Ausrichtung des Höhenwinkel die Säule automatisch mit hoch- und heruntergefahren wird, so dass (nach Kalibrierung) der visuelle Beobachter seine Sitzhöhe quasi nicht anpassen muss?

Aber das ist nur die halbe Wahrheit, da es auch auf einen bequemen Einblickwinkel ankommt, also auch ob das ein 45° oder 90° Bino ist, oder (was schlimmer wäre) geradsichtig.

Das mit dem entspannt zurücklehnen ist leider gar nicht so einfach.
Wenn man das konsequent durchspielt, kommt dann etwas heraus, was an den Besuch beim Zahnarzt erinnert:

Astro Chair
 
was an den Besuch beim Zahnarzt erinnert:
Anthropometrie war und ist immer die Grundlage für ein entspanntes Miteinander von Mensch und Vorrichtung. Etwas, das in der Astronomie seitens der Hersteller in etwa NULL Thema ist. Gerade mal Zeiss spendiert manchen Binos eine Stirnauflage, damit sich das Glas ein wenig aufstützen kann. Man sollte bei jedwedem Zeug die menschlichen Maße und die Usability des Designs im Auge haben.

So ein Astrostuhl ist wohl schon oft gebastelt worden, ich sah früher dutzende solcher Fotos und Videos, toll mit GoTo und allem drum und dran, insofern ist das wirklich die beste Lösung für Genießer. :)

lg
Niki
 
Wäre das wirklich die beste Lösung für Geniesser?
Ich habe da meine Zweifel...

Früher fand ich das auch total spannend und erstrebenswert, aber nachdem ich mal ein Goto Scope und auch ne elektrische Hubsäule hatte bedeutet Genuss für mich heute minimalster technischer Aufwand, mitten in der Natur und vor allem nichts mit Strom und Kabeln (iPhone ab und an, ausgenommen, aber auch immer weniger)

Möglichst viel binokulare Optik unter möglichst dunklem Himmel und ansonsten alles mechanisch (ja, da muss man halt kurbeln) ist für mich der Genuss schlechthin.
Keine jaulenden Motoren, keine blinkenden LEDs, keine Fahlermeldungen, kein Sessionende weil der Akku schlapp macht.

Und anstatt mit Goto von einer Kerze zur nächsten zu hüpfen einfach am Himmel spazierengehen, entdecken und staunen.

Aber vielleicht werde ich auch alt :-)

Grüße Jochen
 
Hallo zusammen,

Ich habe immer angenommen, dass die Stative alle in Punkto Stabilität von feststellbaren Spreizern extrem profitieren würden. Einfach weil hier fixierte Geometrien in Form von Dreiecken/ Tetraedern geschaffen werden. Das ist zumindest meine laienhafte Vermutung.

Einige der vorgestellten Stative haben feststellbare Spreizer, andere haben im Grunde "nur" Anschläge, wenn ich das richtig verstehe, die dann auch nicht weiter in der Position fixiert werden. Durch Anschläge werden dann theoretisch auch wieder konkrete Beziehung zwischen Seitenlängen und Winkeln hergestellt, da die Beine ja nicht über den Anschlag hinaus kommen.
Dennoch würde ich denken, dass in der Praxis ja durchaus mal ein Bein minimal über den Untergrund schmiert, so dass sich hier der Winkel leicht ändert. Nach innen können die Beine sich ja bewegen. Und wenn sich ein Winkel ändert, müssten sich damit auch alle anderen Winkel ändern. D.h. es wackelt.
Bei feststellbaren Spreizer können sich die Winkel eigentlich nur verändern, wenn das Material nachgibt bzw. es schwingt. Ich würde aber denken, dass dieser Zustand bei der anderen Variante ebenfalls eintritt ggf. sogar früher, weil hier weniger Material entgegen wirkt.

Ist die Überlegung überhaupt richtig oder hat es für die Praxis ohnehin keine Relevanz, weil andere Faktoren der Konstruktionen hier mehr Einfluss haben?
Manche Konstruktionen sind auch ohne Spreizer stabil und benötigen keinen Spreizer, manche werden erst mit Spreizer stabil, mehr hilft immer wiegt aber auch mehr,...?

Ich würde dennoch mal vermuten, dass eine Stativ mit nachgerüsteten feststellbaren Spreizern, seiner eigenen Ausgangsvariante in Punkto Stabilität, bei sehr moderater Gewichtszunahme, deutlich überlegen wäre. Oder ist die Vermutung falsch?

Vielen Dank
Jan
 
Ist die Überlegung überhaupt richtig oder hat es für die Praxis ohnehin keine Relevanz, weil andere Faktoren der Konstruktionen hier mehr Einfluss haben?
Ich habe Berlebach mit Spreizer und eines mit Rast-Anschlag oben. Der Spreizer ist natürlich stabiler, wenn es um Belastung/Untergrund geht, denn wie Du sagst: ein Bein kann nicht wegrutschen. Nahe dem Gelenk etwas zu fixieren hat nicht denselben Halt wie weiter unten.

Außerdem geht das Aufstellen mit "Spinne" einfacher: Beine auseinander und sie sind gleichmäßig ausgestellt. Ist mir sympathischer, auch wenn bei senkrechter Belastung auf normalem Untergrund eine Rastfixierung auch kein Problemfall ist. Die Beine sind dabei aber nicht nach innen fixiert und können zur Mitte zurückklappen, wenn man das Stativ kurz anhebt. Die Raste funktioniert ja nur nach außen hin und begrenzt die Spreizung.

lg
Niki
 
Insofern schon interessant / beeindruckend, dass die vorgestellten Säulen überwiegend ohne Spreizer auskommen und die Hersteller keine wesentliche Verbesserung in einer Hinzunahme sehen.
 
und die Hersteller keine wesentliche Verbesserung in einer Hinzunahme sehen.
Es sind eigentlich 2 Grundprinzipien: entweder sollen die Beine mehrere Spreizwinkel können oder eben nicht. In einem Fall muss man oben Rasten machen um sie gleichmäßig auszustellen, im anderen Fall bestimmt die Spinne einen einzigen Ausstellwinkel - der auch völlig ausreicht und ideal ist.

Für Astro braucht man in der Regel nicht die Option, die Beine in 3 Abspreizwinkeln fixieren zu können, auch hat man damit noch keine Ablagefläche auf der Spinne, wenn man das möchte.

lg
Niki
 
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