Stellina von Vaonis jetzt lieferbar

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Nur ein kurzer Zwischenruf: es gibt immer noch Leute die segeln. Man mag mit Motorschiffen schneller zum Ziel kommen aber das Ursprüngliche ist dann weg. Und so ist das mit vielen Hobbys.

Nichtsdestotrotz würde ich sofort zu einer vollautomatischen Fotomaschine greifen, den Kleinen kann man ja einfach machen lassen mit wenig Aufwand. Nur nicht zu dem Preis. Ein anderer unangenehmer Aspekt ist dass man die Dinger womöglich wieder nur komplett tauscht statt repariert, so wie Smartphones und andere Gadgets. Aber vielleicht täusche ich mich da ja.

VG Klaus
 
Liebe Mitglieder,

an dieser Stelle ist es mal wieder so weit, dass ich an unsere Netiquette und den Respekt gegenüber anderen Diskussionsteilnehmern erinnern möchte.

Eine sachliche Betrachtung des Themas ist sicher allen hilfreicher.

Danke dafür,
euer Moderatorenteam
 
Hm, die Experten schweigen.

Also als Laie finde ich als günstigste UHD Kamera eine von Altair für 900 Euro UVP. Die hat aber kein WiFi und erfordert einen Laptop zum Betrieb. Ich habe eine Zwo ASIair Box gefunden, die Astrokameras mit WiFi nutzbar macht. Keine Ahnung, ob die auch mit der Altair-Kamera funktioniert. 200 Euro. Die günstigste Montierung bekommt man offenbar für 300 Euro. Für insgesamt 400 Euro wäre ein Stativ dabei, zwar kein Vergleich zum Carbon-Gitzo, welches beim Stellina dabei ist, aber es geht ja nur um die grobe Funktionalität.

Ziemlich unsicher bin ich beim Motorfokus, von TS gibt es was für 75 Euro, aber wie steuere ich das ohne Rechner an? Beim Filter gehe ich mal von einer Festinstallation aus, sind nur 30 Euro. De-Rotator spare ich mal, für die Funktionalität täte es ja eine parallaktische GoTo-Montierung. Eine Powerbank in der Größenklasse bekommt man offenbar schon für 30 Euro.

Was jetzt noch fehlt (außer der Ansteuerung für den Fokus, hier könnte man als gewiefter Bastler sicher was auf Basis eines Raspberry Pi basteln) sind die nervigen und leider oft absurd teuren Kleinteile: z.B. Adapter, Schienen, Kabel. Es würde mich wundern, wenn wir da unter 100 Euro bleiben könnten.

Zusammen käme also aus meiner laienhaften Sicht:
TeleskopTS 80/560 ED600
Reducer TS 0,8x150
Montierung inkl. StativiEXOS 100400
Kamera mit WiFiAltair 294C + ZWO ASIAir1100
Motorfokus, CLS-Filter, Powerbankdiverse135
Kleinteilediverse100
Gesamt2485 Euro

Ich komme also bei absolut billigsten Komponenten mit teilweise nicht ausreichender Funktionalität schon auf etwa 2.500 Euro. Realistisch wird man diese Summe sicher nicht halten können, wenn alles halbwegs funktionieren soll.

Da klingen 4000 Euro jetzt zumindest für mich nicht mehr so wahnsinnig weit weg. Man hat ja auch einen Mehrwert mit dem deutlich geringeren Aufwand für Einrichtung und Betrieb. Und ein einziges Schuhkarton- (OK, Stiefelkarton-) großes Gerät statt mehreren Kisten voller Einzelteile.

Sehe ich das richtig, oder wo liegt mein Denkfehler?

Viele Grüße
Sebastian
 
Hmm Sebastian,

ohne Deine Zusammenstellung zu bewerten, weil da sind Leute wie Heiko einfach viel besser, unterbiete ich im allerersten Lauf bei den Händlern alle genannten Preise um ca. 20%.:cool:

Und da geht noch mehr, ganz ohne Kuhhändel und faule Tricks, siehe
:)
Hinzu kommt der Vorteil/Mehrwert, dass Du so ein Teleskop dann auch für visuelle astronomische und andere Zwecke vielseitig nutzen kannst.
Aber warten wir mal ab wie Fotografen das tatsächlich lösen.
:coffee::coffee:
Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Günther,

ich habe mich bemüht, die jeweilige UVP zu finden, soweit möglich. Hatte ich ja weiter oben begründet, vom Stellina gibt‘s ja auch nur die UVP.

Insofern scheinen mir die 20% halbwegs realistisch. Aber ein Kommentar von Heiko oder anderen Bilderfüchsen wäre mir tatsächlich sehr willkommen.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

bei der Kamera liegst du ein gutes Stück über dem, im Stellina verbauten System: IMX178. Ungekühlte IMX178 von ASI iegt bei etwa 380€. Der ASIAir macht sie dann WLAN-fähig. Wobei man statt auf diesen, auch auf ein Rasberry4-System setzen könnte und nochmal deutlich spart. Das würde, ggü deiner jetzigen Kalkulation, etwa 500€ Ersparnis ausmachen :) bedarf aber etwas Linux-Knowhow.
Toll ist die verbaute Sensorik und Heizung um die Frontlinse taufrei zu halten - ne Taukappe würde nicht nur fast(!) ähnlichen Effekt bieten, sondern auch noch als Gimik vor Streu/Streiflicht schützen...

viele Grüße - Ronald
 
Hallo Ronald,

ich dachte mir schon, dass ich bei der Masse an Kameras noch nicht die richtige gefunden hatte. Danke für den Hinweis!

Fehlt eigentlich noch was zum Guiding, oder könnte das in einem selbst zusammengestellten Aufbau ohne Laptop auch irgendwo in Software funktionieren? Könnte der Fokus auch über die ASIAir gesteuert werden?

Ziel wäre es schon, einen Aufbau zu haben, der komplett mit einem Tablet oder Smartphone bedient werden kann.

Meinen Beitrag oben kann ich nicht mehr ändern, aber nach aktuellem Stand wären wir bei ca. 2000 Euro.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo,

ja man kann sich Gedanken machen, was ein Teleskop mit vergleichbaren Eigenschaften wie ein Stellina oder eVscope aus Einzelkomponenten zusammengestellt kosten würde. Aber das ist so, als ob man überlegt, wie man einen Tesla (ich bleibe mal bei dem Beispiel) selber aus Teilen vom freien Markt zusammenbauen könnte. Aus Einzelteilen wäre das viel viel teurer.
Wer mal einen Kotflügel o.ä. bei einem Auto gewechselt hat weiß, was ich meine. Die Rechnung hinkt natürlich.
Man kauft ja im Einzelnen dann auch, z.B. nicht nur einen Bildsensor der auf eine Platine integriert wird, sondern eine ganze Kamera die "stand-alone" funktionieren muß und dann auch wesentlich mehr Anwendungsmöglichkeiten hat.
Alleine die Tatsache, daß man sich heutzutage etwas Äquivalentes aus Einzelteilen zusammenstellen kann, was deutlich billiger ist als Stellina oder eVscope, zeigt, daß der Kaufpreis dafür am Markt eigentlich zu hoch ist.
Rein kalkulatorisch ist der Preis dagegen sogar wahrscheinlich gerechtfertigt - Entwicklungskosten, Fertigungskosten, Vertriebskosten, Werbungskosten etc. müßen ja irgendwie auf die erwarteten verkauften Exemplare runtergebrochen werden. Wenn das nicht zusammenpast, stimmt halt der Businessplan nicht. Aber warum sollten die Käufer dafür aufkommen, wenn sie andere Alternativen haben?
Letztendlich spielt es dann keine Rolle, ob man für 1000.- oder 2500.- das bekommt, was einem mindestens den gleichen Nutzwert wie ein Stellina o.ä. gibt.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

ich denke auch dass dieser Preis kein Mondpreis ist. Und es gibt sie natürlich, diese Zielgruppe, die nicht auf den Euro achten muss, sich gerne was gönnt und dem Marketing gerne Glauben schenkt. Wir beiden sind das anscheinend eher nicht. Allerdings vergleicht auch diese Zielgruppe gerne, um dann das gefühlt wertigste bzw bestbewertete zu nehmen, von daher ist es für diese neue Nische sicher förderlich wenn nun direkt mehrere Produkte launchen. Ich denke die Teile werden ihr Publikum finden. Ob die Käufer das Gadget lange und intensiv nutzen ist dann wieder eine andere Frage.

VG Klaus
 
Hallo Heiko,

OK, soweit verstanden. Wir sehen ja derzeit einen interessanten Markt. Zum einen habe ich noch CCD-FireWire-Kameras aus der Steinzeit der Halbleiter-Bildgebung gefunden, die neu verkauft werden, zum anderen gibt es eine ganze Reihe von Geräten, die für die Zusammenarbeit mit Smartphones oder Tablets ausgelegt sind.

Da wäre es doch interessant zu skizzieren, wie man mit überschaubarem Aufwand eine Ausrüstung zusammenstellen kann, die einem eine Funktionalität, wie oben beschrieben (möglichst simples, ordentliches Abbilden der Objekte, die man beobachtet; ohne Nachbearbeitungspflicht, geeignet zum schnellen Teilen) bereitstellt. Und zu wissen, was man dafür dann ausgeben müsste.

Wenn das halbwegs funktionieren könnte, wäre das wäre etwas, was mich als Astrofotomuffel begeistern könnte. Bei den Billig-Geräten, die ich oben zusammengestellt habe, sehe ich hohes Frustpotenzial; ich kenne ja die parallel laufenden Themen von wackligen Montierungen, unkooperativer Software und diversen anderen Fallstricken.

Natürlich kann man den Kampf gegen die Unzulänglichkeiten der Hard- und Software, (ausgelöst durch Sparzwang bei Herstellern und Händlern, ausgelöst durch den Geiz der Kunden) als Sport begreifen. Und mit Sicherheit werden die Möglichkeiten des Stellina dem Großteil der Kunden einfach nicht ausreichen.

Aber bevor ich mich mit einem Setup aus diversen Komponenten, die jeweils ohne besondere Rücksicht auf die anderen notwendigen Bestandteile entwickelt wurden herumschlage, ziehe ich andere Hobbies oder eben das einfache visuelle Beobachten vor.

Bis dahin sehe ich die Preisdiskussion etwas differenzierter als bei der ersten Konfrontation mit dem hohen Gerätepreis. Man kann sagen: Für mich passt die Funktionalität nicht. Dann ist aber im Prinzip jeder Preis zu hoch. Oder man sagt: Ich finde die Funktionalität gut, aber den Preis zu hoch. Dann bräuchte man aber eine Alternative, welche die Funktionalität günstiger bietet.

Beides zu vermischen (gefällt mir nicht und ist zu teuer) ist aus meiner Sicht kein valider Diskussionsansatz.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hi Zusammen,

ich sehe den Preisvergleich eher gemischt. Aus Entwicklersicht ist ja auch die reibungslose Integration diverser Komponenten etwas Wert. Aus Anwendersicht bekommt man wiederum ein Paket, an dem sich nichts austauschen lässt. Wenn man nun beispielsweise "herkömmlich" Lucky Imaging betreibt, und dafür eine nicht gar zu kleine Montierung als Basis veranschlagt, dann gibt das ja eine Spanne an Brennweiten und Öffnungen, die sich sinnvoll damit einsetzen lassen. Man ist nicht an eine Optik gebunden. Was die ganze Steuerung angeht: Ist das nicht mit dem Pi Astrohub schon realisiert?
Es scheint mir nicht Welten auseinander zu liegen und ich glaube auch nicht, dass die Geräte wirklich mit Blick auf den Preis konzeptioniert wurden.
Ich sehe das wirklich so in der Art, mal das Gerät aufzustellen und es soll dann mal was zeigen, während sich so nebenbei daran interessierte beim Gläschen Wein etwas Kosmologie vorzeigen lassen. Natürlich life! Das ist für den Preis OK und daher denke ich nicht, dass der Preisvergleich so wichtig ist. Dass eine nennenswerte Anzahl dieser Geräte wirklich forschungsrelevante Daten liefert, sehe ich nicht. Das passt irgendwie nicht zu den Käufern, die ich sehe. Aber das kann man ja auch in Ruhe abwarten - mein Zweifel hindert ja keinen.

Clear Skies
Sven
 
Interessant, wenn man mal ins Lesen kommt.

Projekte wie „Pi Astrohub“ und Produkte wie das ASIAir zielen bisher nur auf die Ansteuerung von Kamera, Guiding und Montierung, letztlich also die Aufnahme von Bildserien ab. Beide basieren auf einem Raspberry Computer. Livestacking ist in beiden Fällen nicht implementiert, für das ASIAir ist es immerhin inoffiziell angekündigt. Insofern ist meine Aufstellung von oben hinfällig, das ASIAir kann derzeit weder einen Fokussierer ansteuern, noch Livestacks erzeugen.

Livestacking ohne Windows PC scheint heute noch nicht möglich. Naja, mit dem Revolution Imager gibt es eine Insellösung mit eigenem Display, auf dem man die Livestacks ansehen kann. Also eher analog zum eVscope. Aber zum Smartphone und in die Welt bekommt man die Stacks nur als Filmchen mit einem „Revolution DVR“ über SD-Karte. Insofern bietet das Stellina da schon etwas funktional Neues. Vielleicht würde etwas ähnliches mit dem Primaluce Labs EAGLE3 funktionieren, das läuft mit Windows 10. Kostet aber alleine schon etwa 1000 Euro.

Wir wären damit also bei 2.800 Euro für vergleichbare Funktionalität, falls es gelingt, SharpCap auf dem EAGLE3 sinnvoll zum Laufen zu kriegen. Softwarelizenzen kommen noch dazu.

Nicht so einfach, die sensorgestützte „Astronomie der Gegenwart“ tatsächlich heute schon komfortabel zu nutzen.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

vielleicht ist das dann auch das Mißverständnis, an dem diese neuen Konzepte scheitern könnten. Für die, die sich komfortabel ein Himmelsobjekt anschauen wollen und sich darüber informieren wollen, ist das Internet der bessere Weg. Alle anderen machen das Hobby, weil sie selber etwas Interessantes tun wollen und nicht alles vorgegeben haben wollen. Man braucht da seine kleinen Herausforderungen und die liefern in der Form Stellina und Co. nicht.
Wer zu bequem ist, ein paar Teile für eine Beobachtungsnacht zusammen zu schrauben, anzuschließen und zu justieren, der wird sich wahrscheinlich auch nicht die Mühe machen, in einer kalten Nacht Stellina und Co. an einen abgelegenen Beobachtungsort zu schleppen und wird der mäßigen Livestacks von der Stadtterrasse schnell übertrüssig, wenn er es mit anderen Bildern im Netz vergleicht.
Dann gibt es die, die das Teleskop nur als Dekoration und Statussymbol im Arbeitszimmer brauchen und da steht es dann neben teurer Kunst und High-End-Konsumerelektronik herum. Denen ist auch der Preis und die wirkliche Funktionalität egal. Aber am Ende macht man damit vielleicht mehr Geld als mit uns 08/15-Hobbyisten.

Gruß

*entfernt*

PS: Und warum muß man unbedingt einen Windows-Laptop, den viele sowieso haben, durch etwas anderes ersetzen, wenn man damit eigentlich schon alles machen kann inklusive Wifi-Anbindung, Livestacking und Livestreamen der Bilder ins Heim- oder Internet? Ich fluche auch oft über Windows. Aber am Ende zählt doch das Ergebnis.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Sebastian,

was Dich "umtreibt" ist ja auch schon Bestandteil des Monsterthreads zum eVskope, aber eben durch Füllfunk und Zank sehr zerstückelt. Scheinbar besteht wenig Interesse, das nochmal durchzukauen, es finden sich aber durchaus Komponenten mit denen man zu Ergebnissen kommt, wenn man sie zusammen anwendet.
Ganz praktisch und wirklich low Budget hat Heiko das ja in diesem Thread


ab Beitrag #28 dokumentiert. auch von Forenmitglied "Komposer" gibt es solche "Low Budget" Bilder mit Doku über das Equipment.

das ist nun nicht jedermanns Sache, aber man kann so etwas bei Bedarf ja beispielsweise auch deutlich hochwertiger (auch hochwertiger als die Komponenten im Stellina) mit einer HEQ5-Skyscan und einem 90er Triplet Apo starten, das gibts zusammen schon um 2000 Euro und ich wette, den Rest bis zum Bildaufbau auf dem Tablet oder Notebook gibt es für die verbleibenden 2000 Euro noch zu kaufen.

Natürlich ist das nicht aus einem Guss, es sind alles einzeln nutzbare Komponenten mit eigenem Gehäuse und und und......!
Das kann man als Nachteil oder als Vorteil sehen, jeder wie er mag.
Ich wüsste einiges mehr, was ich mit dem APO oder dem Laptop anstellen kann, mit dem Stellina aber nicht.

Okay soweit, ich habe mir auch nochmal das zugängliche Material und die Links von Heiko angesehen, die er ja eingestellt hat, um über eben dieses Teil zu zu diskutieren.

Da gibt es z.B. jemanden, der das Teil aufstellt, aktiviert und dann an seinem 10-Zoll Dobson beobachtet. Was sage ich dazu......jou, so macht das unser Rolf mit seinem 72er Megrez oder seinem 8RC auch, nur braucht er ein klein wenig länger und genau bei Rolf habe ich auch schon am Display gestanden, die Bildentwicklung abgewartet und gesehen, was er aufnimmt. Keine Ahnung was er da dranhängen hat.
Jedenfalls kommt er immer zu uns an die Dobsons, weil es ja langweilig ist, rumzustehen und nichts zu tun zu haben.

Der Franzose ist es, der das Teil sehr lobt und schön findet, er hat aber auch ein paar Fehlerchen erwähnt und ganz zum Schluss bemängelt er "viereckige Sterne".
Da wird es dann schon mal spannend, ob er/man das akzeptieren muss, ob es Justagemöglichkeiten für den Laien gibt oder ob und wo hin man das Teil dann zur Reparatur einschicken muss/kann, wie gut und schnell der Support läuft.
Die Optik ist ja nur eine von vielen möglichen Fehlerquellen an so einem "Vollautomaten" und wie damit im Eventualfall umgegangen wird ist m.E. ein sehr entscheidendes Kriterium für den Erfolg eines solchen Produkts.
Das bleibt für mich erst mal abzuwarten.

Gruß
*entfernt*
 
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Hallo Günter,

es wäre natürlich eine Grundvoraussetzung, dass das Stellina funktioniert und brauchbare Ergebnisse abliefert. Eckige Sterne klingt nicht gut, vielleicht eine Nebenwirkung des Nasmyth Spiegel/Fokussystems mit einem eckigen Spiegel oder einer eckigen Blende irgendwo?

Aber genau das was Du beschreibst, nur andersherum meine ich. Ich bin eben nicht der Astrofotograf, der bei den „Visuellen“ gucken geht, solange die Fotomaschine rattert. Sondern ich bin umgekehrt der visuelle Beobachter, der manchmal gerne ein Bildchen hätte von dem, was er da mit seinen Augen versucht zu sehen.

Genau wie der Fotomensch nicht noch zusätzlich ein eigenes großes Teleskop mitbringen will und das zumindest in Grundzügen verstehen, einrichten, justieren, was auch immer können müsste, will ich mich eben nicht Heikos Herausforderungen stellen. Nicht meine Baustelle. Das bedeutet ja nicht, dass ich überhaupt keine Herausforderungen suche, nur eben nicht in diesem Segment.

Was habe ich also realistisch für Optionen? Ich kann das Handy vor das Okular halten, oder mich in die Astrofotografie einarbeiten. Ist die Lücke dazwischen wirklich so klein? In einem parallel diskutierten Thema fragt jemand, wie er mit geringstmöglichem Aufwand mit einem 80er Apo ein bisschen fotografieren kann. Ein Bedarf für einfache Lösungen scheint also da zu sein.

Das bedeutet ja nicht, dass man sich die Geräte gleich kaufen muss. Die Pioniere haben es oft schwer und der erste Anlauf gelingt selten.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Heiko,

vielen Dank für Deine Antwort. Wie ich an Günther schon schrieb, ist das Internet nicht die richtige Alternative für mich. Ich beobachte sehr gerne, wenn auch kaum Zeit dafür bleibt. Nur jetzt noch in die Astrofotografie einzusteigen wäre für mich sinnlos, woher die Zeit nehmen?

Und manchmal komme ich mir in der Astrowelt ein wenig wie in der frühen Computerwelt vor. Da wurde man auch belächelt oder runtergeputzt, wenn man die Zusammenstellung und Einrichtung eines Computers nicht als sportliche Herausforderung sondern als lästige Notwendigkeit betrachtet hat. Wehe dem, der einfach nur einen funktionierenden Rechner wollte.

Ich habe gar keinen privaten Rechner. Ich habe ein Smartphone und ein Tablet, einen DSL-Router, ein NAS und einen WLAN-Drucker. Mehr brauche ich nicht. Daher auch mein Wunsch, für das Astrohobby nicht extra noch einen Laptop anzuschaffen.

Was mich wundert, ist die häufige, mehr oder weniger unterschwellig vorgebrachte Unterstellung von „niederen Beweggründen“. „Hauptsache teuer“, „Statussymbol“ und anderes. Das halte ich für unnötig, vor allem wenn man durchaus ernsthaft versucht, seine Motivation präzise zu beschreiben.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

tatsächlich musst Du das Handy gar nicht vor das Okular halten wenn du solche Bilder oder Filmchen machen möchtest, da gibt es spezielle Halterungen/Adapter.
Das funktioniert auch am Dobson, soweit keine Plattform vorhanden, allerdings nur kürzer belichtet, jedenfalls mit ordentlicher Nachführung sogar ziemlich gut und problemlos.

Willst Du das anders, bequemer, möglichst ohne irgendeinen Mehraufwand außer hinstellen, starten, iniziieren, dann bist Du eben (ob Du willst oder nicht), "Zielgruppe" für so ein Teil, selbst wenn oder gerade weil Du eigentlich ja gar kein Fotograf bist, sondern nebenbei Fotos willst und hauptsächlich mit einem anderen Teleskop visuell unterwegs bist.

Der Amerikaner (im Link von Heiko) macht ja genau das. Auch dafür haben die Entwickler das gemacht. Ob Du das Ding startest und dann Kaffee trinken gehst, ne Wurst grillst, mit Freunden über Autos schwatzt oder am 12er Dobs visuell guckst ist denen ziemlich egal.

Sie lassen es sich gut bezahlen. Das würde ich auch tun, du nicht?

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Günther,

da Du die Bilder des Amerikaners erwähnst. Der Link oben scheint schon wieder tot zu sein. Schaut mal hier rein:
Stellina Bilder
Hier wird aber erwähnt, daß die Bilder mit >2 Std. (z.B. 800x10 Sek.) Gesamtbelichtung aufgenommen wurden, gestackt wurden und mit APP weiterverarbeitet wurden. Das Stellina wird hier also wie bei "klassischer" Deep-Sky-Fotografie eingesetzt. Das ist also auch nicht "quick and dirty". Aus dieser Perspektive muß man auch die Qualität der gezeigten Stellina-Bilder beurteilen.

Gruß

*entfernt*

PS: Hier mehr mystellina
 
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Hallo Heiko,

die Realität steht nun mal über allem Anspruchsdenken.
Daher ist es ja so hilfreich, dass bezüglich der Leistung langsam mal Tatsachen diskutiert werden können ohne Orakel zu bemühen.
Egal, nicht erst bei zwei Stunden ist eine anderweitige Beschäftigung zwecks Bekämpfung der Langeweile extrem anzuraten, sonst wird die Mühelosigkeit sehr schnell zum Ärgernis und zur Nutzungsbremse.

:cautious:Dass immer wieder Links kaputt gehen zieht sich aber in den beiden Themen durch. Nunja, das läuft ja auch schon drei Jahre.

Gruß
*entfernt*
 
ich habe mir die Stellina-Galerie mal angeschaut - und bin ganz schön enttäuscht...
Zum Beispiel der im "Stellina Bilder"-Link gezeigte M17 wurde mal schlappe 50 Minuten belichtet - nix mit "dem Bild beim Entstehen zuschauen"... und nur mal als Vergleich, mein 3x3 Minuten belichteter M17 (von vor etwa 13 Jahren als blutiger Astrofotografieeinsteiger) ungeguidet und Monti bloß per Polsucher aufgestellt... Omeganebel und hier Stellina mit 300x10sec OmegaStellina

viele Grüße - Ronald
 
Tja, kochen halt alle nur mit Wasser... :giggle:
 
Hallo,

weil es so schön passt. Ich mache sowas jetzt mit dem Aufbau von dem Thread hier:
Pinguin-EAA

Kosten:
LCM mit "Tchibo-Torpedo" - 250.-
ASI178MC (gebraucht) - 300.-
"Pinguin" (aus der Bucht) - 20.-
Helikalfokusierer - 70.-
9-Jahre alter Laptop - geschenkt
Spaß beim Machen und Ausprobieren - unbezahlbar
Für alles andere gibt es ... ihr wisst schon.

Also ingesamt vielleicht so 650.-Euro. Die ASI178, den Fokusierer und den Laptop nehme ich aber noch an anderen Teleskopen. Kann man dafür Minderung ansetzen?
Bevor es Diskussionen gibt, ich bilde mir nicht ein, daß das ein Weg ist den andere beschreiten sollten, die einen bequemen Einstieg in die Astrofotografie oder die "sensorgestützte Beobachtung" haben wollen.

Gruß

*entfernt*
 
Nachdem ich diesen Thread und seinen weiteren Verlauf bis zum - hoffentlich - Schluss verfolgt habe, nun meine Bitte an alle selbsternannten Keplers , Newtons , Tychos usw. usw..

Ich gehe mal davon aus, dass die jeweiligen E-Mail Adressen untereinander bekannt sein dürften. Hier könnt ihr derartigen polemischen Schlagabtausch solange austeilen wie ihr wollt, aber nicht hier im Forum.
Eure privaten Anfeindungen interessieren mich nicht im Geringsten . Ich will hier sachlich informiert werden und nichts anderes. Das ihr das könnt, habt ihr oft genug hinreichend bewiesen.

Viele Grüße

Jürgen
 
Hallo Heiko,

jetzt sind wir wieder bei: Gefällt mir nicht und ist zu teuer. So könnten wir noch wochenlang aneinander vorbeidiskutieren...

In dem Moment, wo das Basteln und Probieren der Hauptspaß ist, wird keine Integrierte Lösung der Welt jemals interessant werden. Genauso funktioniert so etwas nicht für Hobbyisten, die gerne die bestmögliche Aufnahme produzieren wollen. Die brauchen mehr Flexibilität und volle Kontrolle.

Ich hatte für meinen Anwendungszweck, der mich offenbar zur Zielgruppe macht, schon einige Ideen verfolgt (und meistens verworfen):
  • Eine MiniTrack für meine kleine MFT-Knipse. Sehr weites Feld aufgrund der Genauigkeitsbeschränkung und dann die Notwendigkeit eines Computers für die Weiterverarbeitung der Fotos (oder gibt es Stacking Apps für iOS und Android?).
  • Integrierte WiFi-Kameras scheint es nur mit sehr kleinem Feld und sehr niedriger Auflösung zu geben, z.B. die Bresser HD Wifi. Und dann nimmt das Ding eben auch nur Einzelbilder oder Videos auf, die woanders verarbeitet werden müssen.
  • Was ich als nächstes Probieren will: Mit der NightCap Pro App durch das Okular fotografieren. So ein Halter (wie ihn Günther oben beschreiben hat) liegt bei mir schon rum. Schrecklich fummeliges Teil, aber was soll's. Offenbar kann die App auch automatisches Alignment und Stacking.
Denn auch wenn ich zur Zielgruppe gehöre, kann und will ich mir ja nicht automatisch das Produkt leisten. Aber daran, dass sie sich ihr Produkt "gut bezahlen" lassen, glaube ich inzwischen nicht mehr. Wenn ich mir anschaue, was alles realisiert sein muss, vermute ich, dass das Gerät zumindest anfangs eher nicht viel Marge abwerfen wird.

Und zur Qualität der gezeigten Bilder: Ich sehe da eher Laien am Werk als geübte Astrofotografen. Das hat mit Sicherheit Auswirkung auf die Qualität. Sonst fallen mir zumindest keine groben Patzer auf.

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Jürgen,

ich weiß jetzt nicht, ob das eine Reaktion auf meinen letzten Beitrag ist. Aber seit der Thread hier auf der zweiten Seite ist, geht es doch relativ sachlich zu, finde ich. Es gibt Pros und Cons und verschiedene Ansichten. Aber soweit ich sehe, wird das respektiert. Was ist der direkte Anlass für Deinen "Ausbruch"?

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Sebastian,

was stört Dich jetzt daran? Ich habe doch gesagt, daß ich mir nicht einbilde, daß das jeder wie ich machen muß. Aber warum soll man nicht zeigen, was man günstiger erreichen kann, wenn man sich etwas mehr Mühe machen will?
Ja, vielleicht brauchen Vaonis und Unistellar die hohen Preise um auf ihre Kosten zu kommen. Aber die europäische Optikindustrie hat das ja auch nicht gerettet bis auf Nischenprodukte. Die große Masse wird jetzt bei Firmen in Fernost gekauft. Auch von den meisten hier in den Foren. Warum sollten jetzt ausgerechnet Unistellar und Vaonis von Käufern subventioniert werden, wenn es billiger geht? Aber natürlich kann jeder das kaufen was er möchte, wenn er seinen Nutzen daraus zieht.
Nur bei den Verkaufenden sollte man darauf achten, daß nicht mit falschen Karten gespielt wird.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Sebastian,

betreffs: "Und zur Qualität der gezeigten Bilder: Ich sehe da eher Laien am Werk als geübte Astrofotografen. Das hat mit Sicherheit Auswirkung auf die Qualität. Sonst fallen mir zumindest keine groben Patzer auf. "
Das ist ja die Crux dieser Grab'n'Go-Lösung - da ist egal, ob ein Profi oder ein Laie das Gerät eingeschalten hat. Das Ergebnis wird sich nicht unterscheiden, da dafür ausschließlich das Stellina und bzw. deren Programmierer verantwortlich sind.

Was mir aber, neben der fehlenden Taukappe aufgefallen ist: wer uGW kam auf die Idee, der Montierung eine helle blaue LED als Betriebsstatusanzeige einzubauen???
 
Hallo Heiko,

an der gezeigten Sache stört mich überhaupt nichts. Ich finde es sogar cool, was Du da zusammenbastelst und was für Bilder damit gelingen!

Aber es fällt halt schwer, über Äpfel zu diskutieren, wenn jemand immer wieder einwirft, wie lecker doch Birnen sind.

Die Leute zu warnen, sich ein europäisches Produkt zu kaufen, weil es vermeintlich zu teuer ist, ist schon ein bisschen schräg. Ich unterstelle mal, dass sich die allermeisten Leute genau überlegen, ob und wofür sie 4000 Euro ausgeben. Falls nicht fiele ihr Problem sicher nicht in unseren Zuständigkeitsbereich...

Und wäre es volkswirtschaftlich gesehen tatsächlich besser, sie gäben 2000 Euro für ein chinesisches Produkt mit anderen Macken aus?

Viele Grüße
Sebastian
 
Hallo Sebastian,

ok verstanden. Aber ich will nicht davor warnen europäische statt asiatische Produkte zu kaufen. Ich stelle nur dar, wie es ist. Ich fände es auch schön, wenn es mehr europäische Produkte gäbe. Aber wenn es dann teurer ist, dann muß auch die Qualität stimmen.
Und noch mal an Jürgen. Wenn ich polemisch werden wollte, dann würde ich das zeigen:
M27 vom Stellina vom Vaonis-Team:
M27_stellina.png


Und dann M27 mit dem Skywatcher Pinguin-Spiegel von mir:
M27_DH.png


Ein 4000.- Euro Teleskop sollte sich wenigstens optisch nicht von einem Kinderspielzeug für weniger als 50.- Euro schlagen lassen.

Gruß

*entfernt*
 

Hallo Ronald

die blaue LED ist tatsächlich ein ziemlicher Designfehler für Leute, die nebenbei noch beobachten wollen.

Zu den Bildern schrieb Heiko, die wären nachträglich aus den Rohdaten des Stellina gerechnet. Daher hätte ich da die Fähigkeiten des Bearbeiters als entscheidend gesehen. An den Live-Produkten kann natürlich niemand mehr was Entscheidendes verbessern.

Viele Grüße
Sebastian

PS: Ich ziehe mich hier jetzt mal zurück. Ich glaube, es wurde zumindest verstanden, was das Stellina für manchen reizvoll macht und welche Funktion es trotz seiner Limitierungen erfüllen könnte.
 
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