Stromversorgung/Backup für Remotesternwarten

wstumpferl

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Hallo Gemeinde,
meine Gartensternwarte ist nun soweit, dass sie komplett remote gesteuert werden kann. Allerdings habe ich noch Bauchschmerzen wegen der Stromversorgung und Steuerung wenn mal der Strom ausfällt. Zwar gibt es dafür USV´s die kurze Phasen überbrücken können, was aber macht ihr wenn der Strom länger weg ist und die Sternwarte dann gezielt herunter gefahren werden soll ? Mit dem Notebook ist das ja kein Problem, die Software der USV fährt den Notebook herunter. Wichtig wäre mir aber, dass das Teleskop geparkt und das Dach dann geschlossen wird. Wie bringe ich also z.B. NINA bei, dass wenn die USV meldet dass sie dem Ende zugeht und den Rechner runterfährt, genau das macht ? Oder hat jemand andere Lösungen dafür ?
CS
Werner
 
Hallo Werner,

wo steht denn deine Sternwarte? Beim Haus oder irgendwo weit weg auf einem Berg?

Die einfachste Lösung, die mir einfällt, wäre ein kleiner Camping Akku, der deine Sternwarte versorgt und ganz einfach per Schuko Steckdose am Stromnetz hängt. Da wäre nur das Problem, dass dein Laptop irgendwie erkennen können muss, dass der Strom ausgefallen ist. Denn der Netzstrom dient nur als Ladestrom und versorgt wird die Sternwarte ausschließlich aus dem Akku. Wenn du da noch ein Solarpanel dran hängst, hast du die einfachste Insellösung, die möglich ist.

Wenn der groß genug ist, dass er die ganze Nacht durchhält, dann passiert dir das Problem aber gar nicht. Außer natürlich der Akku selbst geht kaputt. Ist die Frage, ob der in dem Fall dann wenigstens noch durch schleift.

Aber der Strom fällt nicht allzu oft aus. Wir hatten die letzten 10 Jahre höchstens mal eine Mikrounterbrechung bei Gewitter, wo meine Warte sowieso nicht in Betrieb ist. Die steht aber direkt neben dem Haus und wird nachts sowieso schon über unseren Batteriespeicher versorgt.

Grüße,
Joachim
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Joachim,
zwar steht die Sternwarte bei mir im Garten aber ich will die ja auch steuern wenn ich mal nicht Zuhause bin. Das mit dem Akku klingt nett, aber bei einer Aufnahmeleistung von 100W bräuchte man für die ganze Nacht eine USV mit einer Kapazität von ca. 1,5KWh und mind. 100Ah. Da wird der Preis dann schnell mal gut 4-stellig. Und ja, wir hatten schon längere Stromausfälle die im Stundenbereich lagen. Und ich will definitiv vermeiden, dass das Dach das Teleskop rasiert nur weil das nicht mehr parken konnte.
CS
Werner
 
Irgendwie musst du es halt schaffen, dass die Montierung unterbrechungsfrei versorgt wird. Ansonsten verliert NINA den Kontrakt und ob das den selbstständig wieder herstellen kann, weiß ich nicht.

Außerdem braucht NINA noch trotz der unterbrechungsfreien Versorgung die Information, dass der Strom weg ist und die Sternwarte deswegen geschlossen werden soll.

Wenn das beides möglich ist, reicht auch keine kleinere, günstige Lösung. Ansonsten fällt mir nichts anderes ein um das zu gewährleisten. Ich bin allerdings auch kein Elektriker. Vielleicht wissen andere da mehr.
 
Hallo Werner,

Bevor ich das relativ teure Dragonfly hatte, habe es umständlich über Windows selbst realisiert. Hier gibt es Ascom-Software und Anleitungen um Stromverlust zu erkennen und zu melden. Leider funktioniert das nicht mit jeder USV. Ich nutze mittlerweile EATON und damit habe ich es nicht zum Laufen bekommen.

Es gibt auch Relais-Boards mit ASCOM Treiber. Einfach ein ausgrangiertes Netzeil (5V, 7V, 9V, 12V was auch immer) in eine 230V Steckdose stecken und das <12V Ende überwachen lassen.
 
Hallo,

Lösung wie von @Raumfisch genannt oder einen Schritt weiter.

Du brauchst im Prinzip einen Safety Monitor, der bei Spannungsverlust oder anderen Ereignissen (Wolken, Wind, etc.) auf unsafe schaltet und dann kannst du NINA das Teleskop parken, Dach schließen, etc. lassen.

So funktionieren auch Remote Hosting Facilities.

Grüße,
Alex
 
Hallo Alex,

Safety Monitor habe ich installiert, den Environment Safety und den SafetyMonitor Hub. Steuere damit verschiedene Wetterparameter. Aber welcher Safety Monitor überwacht die Spannung ? Ist das der Treiber "generic UPS Driver" ? Der arbeitet dann ja wohl mit der USV-Software zusammen. Und dann brauche ich wohl eine APC USV ?

CS
Werner
 
Hallo Alex,
das habe ich schon mal überflogen und scheint dann genau das zu sein was ich suche. Da kann ich mich rumspielen.
vielen Dank
Werner
 
Würde mich freuen, wenn du ein Update gibst, wenn der UPS Treiber funktioniert.

Danke,
Alex
 
Du brauchst im Prinzip einen Safety Monitor, der bei Spannungsverlust oder anderen Ereignissen (Wolken, Wind, etc.) auf unsafe schaltet und dann kannst du NINA das Teleskop parken, Dach schließen, etc. lassen.
Wie wird bei Spannungsverlust gewährleistet, dass NINA nicht den Kontakt zur Montierung verliert? Oder geht das einfach wieder sobald der Akku einspringt? Und wie wird der Akku hier eingebunden?
 
Solange die USV läuft gib es ja keine Probleme. Alle Komponenten werden ja weiterhin mit Strom versorgt.
Sollte die USV dann zum Ende der Leistungsfähigkeit kommen und immer noch kein Netzstrom vorhanden sein, dann meldet der ASCOM-Treiber UNSAFE weil er ja das Log der USV-Software mitliest. Dann kann man über NINA eine UNSAFE-Prozedur anstossen die dann das Teleskop parkt und das Dach schließt und in die Home Position fährt etc.
Wenn nach dem Shutdown dann der Strom wieder da ist ... Pech für den Rest der Nacht. Da kann man NINA glaube ich nicht mehr automatisch hochfahren und die Komponenten aktivieren. Das geht dann wohl nur manuell per Remotesoftware.
Das ist aber das kleinste Übel denke ich. Wichtig ist, dass das Equipment sicher ist.
 
Solange die USV läuft gib es ja keine Probleme. Alle Komponenten werden ja weiterhin mit Strom versorgt.
Sollte die USV dann zum Ende der Leistungsfähigkeit kommen und immer noch kein Netzstrom vorhanden sein, dann meldet der ASCOM-Treiber UNSAFE weil er ja das Log der USV-Software mitliest. Dann kann man über NINA eine UNSAFE-Prozedur anstossen die dann das Teleskop parkt und das Dach schließt und in die Home Position fährt etc.
Wenn nach dem Shutdown dann der Strom wieder da ist ... Pech für den Rest der Nacht. Da kann man NINA glaube ich nicht mehr automatisch hochfahren und die Komponenten aktivieren. Das geht dann wohl nur manuell per Remotesoftware.
Das ist aber das kleinste Übel denke ich. Wichtig ist, dass das Equipment sicher ist.

Unsafe wird sofort getriggert, nicht erst wenn die USV kaum noch Saft hat, so zumindest mein Kenntnisstand.

Wenn nach dem Shutdown dann der Strom wieder da ist ... Pech für den Rest der Nacht. Da kann man NINA glaube ich nicht mehr automatisch hochfahren und die Komponenten aktivieren.

Doch doch das geht, kein Problem. Gleiche Ablauf wie bei unsafe wegen Wetter.

In der Routine muss dann nur ein „wait until safe“ eingebaut sein anschließend Dach öffnen, unpack, etc.. und im Hauptloop „Loop while safe“. Damit springt NINA wieder in den Belichtungsloop.

Bisschen verschachtelte Sequenz aber machbar.

Vorausgesetzt der USV geht zwischendurch nicht der Saft aus natürlich.
 
habe deine Frage wohl missverstanden. Eine USV prüft immer ob Netzspannung vorhanden ist. Sobald die Netzspannung weg ist, schaltet die USV auf Batteriebetrieb um. Je nach Technologie der USV (Offline, Interactive oder Online) dauert die Umschaltung ein paar Millisekunden. Offline USV´s in der Regel nach 10ms, Interactive nach ca. 4ms und Online 0ms. In der Regel wird eine Offline schnell genug sein ohne dass ein Gerät sich abschaltet. Die USV wird einfach zwischen Primärstrom, also direkt an die Steckdose gesteckt. Und alles was die USV sichern soll, wird dann direkt an die USV angeschlossen. Fertig.
 
Ich dachte ich hätte gelesen, dass man einen Timeout in Sekunden angeben kann.

Wahrscheinlich macht es Sinn mit einem Delay von ein paar Minuten zu arbeiten, wo die aktuelle Ausführung einfach weiter läuft, für den Fall, dass die Unterbrechung nur kurz ist.

Ansonsten würde ich, statt die Kapazität der USV für den Weiterbetrieb zu verbrauchen, nach dem Delay parken, etc. also den Stromverbrauch reduzieren, um das Risiko eines kompletten shutdown zu vermeiden.
 
Zuletzt bearbeitet:
zum dem Thema gab es hier vor einigen Monaten schonmal einen Thread. In diesem habe ich meine Vorgehensnweise beschrieben.
Hallo Dirk,
wenn ich das richtig interpretiere, dann hat der PowerSafteyStatus Monitor den Vorteil, dass keine Logdateien mit StatusID´s ausgelesen und "angelernt" werden müssen wie beim "Generic UPS Driver". Das würde es natürlich einfacher und weniger komplex machen. Ich habe mir gestern noch eine APC Back UPS gekauft und werden diesen Monitor mal als erstes einbinden und ausprobieren. Vielen Dank dafür.
CS Werner
 
zum dem Thema gab es hier vor einigen Monaten schonmal einen Thread. In diesem habe ich meine Vorgehensnweise beschrieben.
Hallo Dirk,
ich habe mir die Beschreibung vom PowerSafteyMonitor durchgelesen. Da steht schon im ersten Satz, dass das mit UPS nicht funktioniert sondern nur mit dem Notebook ? Welche Batterie wird denn dann abgefragt ? Die vom Notebook ?
1750140128657.png
 
Moin Werner,
zumindest die von mir genannte USV (APC Smart UPS 750) wird von Windows als (Laptop)Akku erkannt.
Ich weiß nicht, ob andere USVen sich so verhalten.

CS,

Dirk
 
In der Windows-Applikation PowerChute von APC kann man nach Zeit X Batteriebetrieb neben einem Shutdown auch Befehle absetzen. Kann ich NINA oder ASCOM via Kommando mitteilen alles was gerade getan wird bleiben zu lassen, zu parken und das Dach zu schließen?

CS, Ralf
 
In der Windows-Applikation PowerChute von APC kann man nach Zeit X Batteriebetrieb neben einem Shutdown auch Befehle absetzen. Kann ich NINA oder ASCOM via Kommando mitteilen alles was gerade getan wird bleiben zu lassen, zu parken und das Dach zu schließen?

Vielleicht kann man über vb script soetwas realisieren.
Ich kenne mich nicht gut aus mit vbscript, aber man kann den Dragonfly sowohl mit internen macro befehlen, als auch mit vbscript steuern.

in den scripts wird u.a. auf Ascom Treiber zugegriffen:

Set Telescope = CreateObject ("ASCOM.tenmicron_mount.Telescope")
Telescope.Connected = True
Telescope.Park
Call Telescope.CommandBool(":shutdown#", True)

Set Dome = CreateObject ("ASCOM.ScopeDomeUSBDome.DomeLS")
Dome.CloseShutter
 
dann ist es klar, das funktioniert dann wohl nur wenn nur eine Batterie im Spiel ist. Sobald ein Notebook angeschlossen ist geht das dann nicht mehr. Da muss man dann den Weg über den ASCOM Generic UPS Driver gehen.
Im Prinzip würde das dennoch funktionieren. Dies setzt aber voraus, dass Dein Laptopakku eine gute Laufzeit hat.
Du könntest den Laptop ans normale Stromnetz anschließen und alles andere an die USV. Wenn Strom ausfällt wird der Akku nicht mehr geladen und Du kannst alles weitere veranlassen. Eigentlich ist das gar nicht mal so schlecht, weil dies dann mit jeder X-beliebigen unsmarten USV funktionieren würde.
 
Im Prinzip würde das dennoch funktionieren. Dies setzt aber voraus, dass Dein Laptopakku eine gute Laufzeit hat.
Du könntest den Laptop ans normale Stromnetz anschließen und alles andere an die USV. Wenn Strom ausfällt wird der Akku nicht mehr geladen und Du kannst alles weitere veranlassen. Eigentlich ist das gar nicht mal so schlecht, weil dies dann mit jeder X-beliebigen unsmarten USV funktionieren würde.
Ich glaube nicht dass das geht. Das würde nämlich voraussetzen dass Windows einen Unterschied zwischen den beiden Batterien macht. Am Notebook gibt es aber nur ein Batteriesymbol. Wenn Windows einen Unterschied machen würde, dann wäre es egal wo der Notebook dran hängt. Ich werde trotzdem mal eine Steckdose einbauen die dann nicht über die USV läuft und direkt am Netz hängt und ausprobieren. Wird ein paar Tage dauern aber dann gebe ich Rückmeldung dazu.
1750149439046.png
 
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