Hallo,
meine Sternwarte läuft komplett manuell und nur wenn ich zuhause und halbwegs wach bin. Ich kann also keine genau passende Erfahrung teilen. Dennoch habe ich hier im Haus vieles unter elektronische Beobachtung gestellt und möchte deswegen zu bedenken geben, dass die Dinge mit steigender "Ausgeklügeltheit" (also Komplexität) immer leichter scheitern.
Ein Beispiel: Ich habe hier im Haus 3 NAS-Laufwerke (dienstliche und private), die ich über eine relativ große USV schütze. Die USV teilt dem ersten NAS über ein USB-Kabel mit, wenn der Strom weg ist, dieses NAS reicht diese Info dann an die beiden anderen weiter und alle drei fahren sich herunter. Prima. Die USV versorgt dann den Router und das Netzwerk so lange weiter, bis sie alle ist. Das klappt zuverlässig. Nun wollte ich aber auch per Smartphone von dem Stromproblem unterrichtet werden und habe die USV mit einem Raspberry Pi verbunden, der den Status ausliest, mir meldet und dann über ein Script die NAS herunterfahren soll. Und schon das funktioniert nicht immer. Die Gründe führen hier zu weit, aber es sind mehrere Dinge gewesen, an die man nicht denkt oder die man gar nicht so mitbekommt. Das kann schon ein Update an irgendeiner Stelle sein. Ich habe es dann wieder auf die direkteste und einfachste Lösung zurückgestellt.
Übrigens sind es nur selten Stromausfälle seitens des Versorgers, sondern meistens herausspringende Sicherungen, die für Blackouts sorgen. Ich beobachte diverse Netze und fast immer sind es Sicherungen, die zu Störungen führen und deswegen ist eine USV ein wichtiges Sicherheitsinstrument.
Ich habe im Haus auch diverse Melder für Wasser, Bewegung, Feuer, offene Fenster etc. Die teste ich regelmäßig und trotzdem gibt es da immer mal wieder kleine Hakler, die dann theoretisch hätten teuer werden können. Man muss immer ein Auge auf sowas haben, sonst ist es im Ernstfall nutzlos.
Ich will damit nur sagen: geht nicht zu pfiffig an die Sache ran. Simpel ist besser und selbst dann muss man regelmäßig den Ernstfall proben.
Gruß
Sebastian