Suche "Gelegenheitsteleskop"

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Romulus

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Moin!

Ich bin neu hier und hatte bis vor kurzem noch keine Ahnung von Astronomie, lediglich ein wenig Optikhintergrundwissen (aber nur im Bereich Ferngläser) und habe mich so gut es geht auf diversen Seiten und hier im Forum eingelesen. Nun bin ich allerdings an dem Punkt angelangt, an dem man als Autodidakt hängt und ohne die Erfahrung und das Wissen anderer nicht weiterkommt... :gutefrage:

Ich selbst bin Ende 20 und komme aus Norddeutschland, habe jedoch ehrlich gesagt (bisher) noch keine astronomischen Ambitionen, man kann schließlich nicht alles machen. Vielmehr möchte ich meinen Eltern ein Teleskop schenken. Und das engt den Kreis der in Frage kommenden Teleskope doch relativ ein:


a) Meine Eltern sind Ende 50, haben schon viele Hobbys und ich denke nicht, daß sie jetzt noch große Hobbyastronomen werden und/oder sich für DeepSky interessieren. Es geht einfach nur um Mondbeobachtung, Erdbeobachtung in den Alpen und eventuell mal einen Blick auf Jupiter, Saturn und Mars, wenns ganz toll ist (für meine Eltern) eventuell ein etwas detaillierter Blick auf Andromeda etc.

b) Das Teleskop ist für unser Haus in den Alpen, wie gesagt es geht hauptsächlich um Erd- und Mondbeobachtung, dafür wurde das Teleskop ausdrücklich gewünscht. Dort wird es allerdings nur auf dem Südbalkon benutzt werden, keiner wird dort nachts mit Teleskop bewaffnet auf die grüne Wiese fahren (außer mir vielleicht mal :biggrin:). Es gibt aber dort im Prinzip kein Störlicht, von daher ist es ok.

c) Da meine Eltern recht ungeduldig und technisch nicht sehr versiert sind, das Teleskop wie gesagt zwischen warmem Wohnzimmer und kühlem Balkon pendelt und es außerdem fast ausschließlich für Spontanbeobachtung benutzt werden wird, gerade was die Erdbeobachtung am Tage angeht (nein, wir haben keine Nachbarn, es geht um Gemsen, Gipfelkreuze, Berghütten etc. ;)), kommt eigentlich nur ein Refraktor in Frage, es sei denn jemand wiederspricht. Denn das Justieren wird meine Eltern garantiert überfordern bzw. sie werden keine Lust dazu haben und das mit dem Auskühlen des Spiegels steht im Gegensatz zum "mal eben schnell durchschauen".

d) Jetzt kommen die ersten mit dem Lidlscope, ist vielleicht auch naheliegend, aber etwas mehr als ein Spielzeug darf es schon sein, da spielt dann ein gewisser Eigennutz eine Rolle, ich habe gerne etwas "Luft nach oben"...


Soviel zu den Vorraussetzungen. Ich habe mich umgesehen und habe sowohl beim TS als auch beim Astroshop die Skywatcher-Refraktoren 90/900 und 102/1000 als mögliche Kandidaten ausgemacht. Der 90/900 wird für 198€ angeboten, allerdings auf EQ2, was anscheinend zu schwach ist. Auf EQ3 kostet er dann 328€, der 102/1000 kommt mit EQ3 auf 399€, alles bei TS.
Nun also meine Fragen:


1. Sind diese beiden Refraktoren sinnvoll (auch was 90/900 auf EQ2 angeht), oder taugen die nichts bzw. hat jemand eine Alternative?

2. Falls die beiden ok sind, rechtfertigt der 102/1000 den Mehrpreis, den ich persönlich nicht allzu schlimm finde?

3. Welches Zubehör sollte man dazu anschaffen? Ich gehe jetzt mal angesichts der mitgelieferten Okulare von einem weiteren 6,5mm aus (bzw. auch noch einem 10er beim 102/1000). Welche Filter sollte man außerdem mitbesorgen?

4. Welchen Shop könnt Ihr empfehlen?


Ich glaube, daß war erstmal alles. Falls ich etwas vergessen habe, könnt Ihr es gerne ergänzen.

Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

das ist eigentlich das Anforderungsprofil
für ein gutes Spektiv, dessen Robustheit und uneingeschränkte Eignung für Naturbeobachtung man mit etwas eingeschränktem Gesichtsfeld und begrenzter Okularwahl bezahlt oder
fur einen kleinen Refraktor (aufrechtes aber seitenverkehrtes Bild oder gutes Amiciprisma erforderlich) wie Du sie bereits nennst, wobei da m.E. mit einem 80er ED mehr gewonnen wäre als mit einem 90er - 100er FH.
Wichtig wäre mir beim Refraktor eine Auslegung auf 2" Zubehör und in jedem Fall ein stabiler Stand.

CS
*entfernt*
 
Moin,

naja an ein Spektiv hatte ich auch mal gedacht, aber es soll eben ein wenig mehr sein, zumindest was die Vergrößerung anbelangt. Und auch mit einem Spektiv ist man schnell bei nem 1000er, zumindest wenn es bei hohen Vergrößerungen, ich sag mal ab 30-50, noch ein gutes Bild bringen soll.

Ein 80er ED ist auch schön, sprengt aber etwas den Preisrahmen, der 400€ für Teleskop inkl. Montage nicht überschreiten sollte, da ja auch noch ein wenig Zubehör dazu kommt.

Eine Frage noch zum Refraktor: Ist das Bild immer aufrecht, aber seitenverkehrt? Das habe ich bisher übersehen...

Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

wie wäre es mit einem kleinen/mittleren Maksutow, z.B. den 90er oder 100er Travelmak?

Wäre für Mond und Planeten sehr schön, auskühlen bei der Öffnung nicht soo ein Thema und in meinen Augen sogar noch leichter/schneller handhabbar als ein Refraktor. Müßte preislich in Deinem Rahmen liegen.

Vergrößerungen fangen dann aber erst bei 30-40-fach an.

CS

Klaus
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Hallo Bernhard,

also ich würde mich Klaus anschließen und auch nach einem Mak schauen.

Zum einen ist er sehr kompakt,d.h. schnell aufstellbar und mit wenig Platzbedarf zu verräumen (was, wie ich finde, ganz wesentlich ist für den Gelegenheitseinsatz).

Zum anderen glaube ich nicht, dass Du deinen Eltern eine Freude mit einer parallaktischen Montierung machst, gerade für Naturbeobachtungen. Lieber ein gutes Fotostativ mit azimutalem Kopf.

Für Naturbeobachtung gibt´s dann ein Amici Prisma.

Für den 100er Refraktor halte ich ein EQ-3 schon unterdimensioniert, beim 90er bin ich mir nicht sicher.
Ich habe eine EQ-2 auf Skywatcher 70/900 und würde garantiert nix größeres draufpacken.

Einziges Manko wäre in meinen Augen die hohe Ausgangsvergrößerung. Aber für die niedrigen Auflösungen würde ich mir dann eher noch ein Fernglas zulegen. Das ist dann noch schneller griffbereit, bzw. kann man alternativ auf das Fotostativ packen.

Aber das ist nur neine persönliche Meinung dazu. :)

Clear skies
Volker
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Bernhard,

das spricht meiner Ansicht nach für ein Pentax ED Spektiv mit
der Möglichkeit 1,25" Okulare zu verwenden.
Ein Mak hat mehrer Nachteile:

1) sehr hohe Mindestvergrößerung
2) sehr große zentrale Obstruktion

1) führt dazu daß bei einem 90/1250mm Mak mit einem 32mm Plössl
Okular schon 39x anliegen, was die universelle Nutzung fast
unmöglich macht.
2) führt dazu, daß mit dem 32mm Okular bei 39x am 90mm Mak
2,3mm Austrittspupille anliegen, was bei sehr heller Umgebung
bei Sonnenschein dazu führen kann, daß die Augenpupille
kleiner als die Austrittspupille des Mak ist.
Dann führt das dazu, daß der zentrale Schatten unangenehm
die Beobachtung erschwert.

Dieses Problem kennt der Refraktor nicht. Es sollte aber ein
hochwetiger Refraktor/Spektiv sein, denn bei hellem Tageslicht
wirken Farbfehler sehr störend.

MfG,Karsten
 
Moin,

tja also das mit dem Mak wäre zwar schon ganz nett, aber die angesprochenen Themen Obstruktion und Mindestvergrößerung sind schon ein Problem... die zu kleine Austrittspupille bei geringeren Vergrößerungen macht es dann für mich unbrauchbar.

Die Mindestvergrößerung sollte 20-30 nicht überschreiten.

Ein Fernglas ist übrigens vorhanden, aber das reicht nun eben nicht mehr ;)

Nur, um nochmal den Zweck zu verdeutlichen, was die Erdbeobachtung anbelangt: wir sprechen hier über Erdbeobachtung ab 5km bis hin zu 50km (für fernere Gipfel), d.h. das Teleskop würde auf einen Punkt ausgerichtet und dann beobachtet bzw. höchstens ein wenig geschwenkt, ergo stört die deutsche Montage dabei nicht. Eine azimuthale Montage ist also in diesem Fall für die Erdbeobachtung auch nicht viel nützlicher und stört nachher nur bei der Planetenbeobachtung.

Zum Thema Spektiv: Wie gesagt, ein Fernglas gibt es schon und ein Spektiv hat für den angepeilten Zweck eine zu geringe Vergrößerung: sie sollte ab 20-30fach bis auf 150fach oder etwas mehr heraufreichen, für ein Spektiv ist das zu viel.
Thema Stellplatz: Ist kein Problem, auch ein 1m-Refraktor könnte permanent neben der Balkontür stehen bleiben und bei Bedarf herausgeholt werden.


Bräuchte ich denn für einen Refraktor auf jeden Fall ein Amici Prisma, um das Bild richtig herum zu sehen, oder ist das unterschiedlich je nach Modell?
Teilen alle die Ansicht, daß für den 102/1000 eine EQ3 zu schwach ist?
Sind die beiden genannten Skywatcher denn für die Tagesbeobachtung geeignet oder ist der Farbfehler doch zu immens? Der Anspruch ist hierbei nicht besonders hoch, aber man soll etwas erkennen können, und zwar nicht nur verschwommene Sosse...


Vielen Dank schonmal für die engagierte Hilfe. Ich bin ab heute Abend ein paar Tage auf Geschäftsreise, also nicht wundern, falls ich nicht antworte. Womöglich habe ich dort kein Internet...

Viele Grüße,
Bernhard
 
Hallo Bernhard,

Nur, um nochmal den Zweck zu verdeutlichen, was die Erdbeobachtung anbelangt: wir sprechen hier über Erdbeobachtung ab 5km bis hin zu 50km (für fernere Gipfel), d.h. das Teleskop würde auf einen Punkt ausgerichtet und dann beobachtet bzw. höchstens ein wenig geschwenkt, ergo stört die deutsche Montage dabei nicht.

Ok, für Gipfelkreuze ist es egal, aber für Gemsen (oder hübsche Wandersfrauen :biggrin: ) ist die azimutale Montierung doch eher vorzuziehen!

Gruß
Volker
 
Hallo Bernhard,

wir sprechen hier über Erdbeobachtung ab 5km bis hin zu 50km (für fernere Gipfel), d.h. das Teleskop würde auf einen Punkt ausgerichtet und dann beobachtet bzw. höchstens ein wenig geschwenkt, ergo stört die deutsche Montage dabei nicht. Eine azimuthale Montage ist also in diesem Fall für die Erdbeobachtung auch nicht viel nützlicher und stört nachher nur bei der Planetenbeobachtung.

Zum Thema Spektiv: Wie gesagt, ein Fernglas gibt es schon und ein Spektiv hat für den angepeilten Zweck eine zu geringe Vergrößerung: sie sollte ab 20-30fach bis auf 150fach oder etwas mehr heraufreichen, für ein Spektiv ist das zu viel.

Montierung:
Gerade dann ist eine alt-az Montierung ideal.

Spektiv:
Ich erwähnte wegen der Möglichkeit einen weiten Vergrößerungsbereich
abdecken zu können die Pentax Spektive die mit 1,25" Okularen
genutzt werden können, ganz gleich ob nun mit Okularen von Pentax
oder anderen Herstellern. Das reicht von ornithologischen Einsätzen
bis zur Landschaftsbeobachtung. Siehe dort:

http://www.tele-optic-tecnica.de/pageID_4330205.html

MfG, Karsten
 
Hallo Karsten,

die Spektive sind bestimmt gut, allerdings auch mind. doppelt so teuer wie der vorgegebene Preisrahmen von 400€.

CS
Volker
 
Hallo Volker,

ich habe im Ausgangspostings nichts von einem vorgegebenen Preisrahmen
gelesen. Die im Posting erwähnten Teleskope sind zwar im
Preisbereich von bis 399.- aber das reicht sowiso nicht,
denn eine EQ3 trägt den 100/1000mm nicht vermünftig.
Daneben nervt der 100/1000mm dann bei Tagbeobachtung mit einem
richtig üblen Farbfehler.
Dann doch schon eher ein MAK, trotz dessen schon erwähnten Nachteilen.

Beim Refraktor und beim Mak wird dann noch eine Bildumkehr notwendig,
denn sie liefern ohne Zenitspiegel ein astronomisch richtiges Bild
(kopfstehend, seitenverkehrt).
Es gibt zwar verschiedene Möglichkeiten das Bild für die
Landschaftsbeobachtung aufzurichten und auch seitenrichtig
darzustellen, aber wenn diese qualitativ hochwertig sein sollen,
dann kommen noch einmal Zusatzkosten dazu. Insofern relativiert
sich der Preis für ein gutes Spektiv schon etwas.

MfG, Karsten
 
Hallo Karsten,

nein im Ursprungsposting stand der Preisrahmen nicht drin. Allerdings erwähnte Bernhard es in der ersten Antwort (zum ED80).

Und ich finde es auch gut, dass Du diese Spektive erwähnt hast, denn es könnte sich lohnen, darauf zu sparen. Aber das ist dann Bernhards Entscheidung und je informierter er ist, desto besser kann er entscheiden.

Das mit dem 100/1000 Refraktor sehe ich übrigens genauso wie du.

Gruß
Volker
 
Hallo Volker,

ja, du hast Recht, da steht es drin. 400.- incl Montierung, das wird sehr schwierig. Da bietet sich wohl Gebrauchtkauf an.

MfG,Karsten
 
Hallo Bernhard,

mir würden noch 2 Geräte für Dich einfallen:

1) Das C5 von Celestron
2) Die Russentonne

Insbesondere mit 2) würdest Du auch kleiner vergrößeren können. @others: Hat jemand Erfahrung mit Tag-Beobachtung damit?

Momentan ist es etwas schwierig Preise für die Russentonne zu bekommen, das C5 wird meist in Verbindung mit einer Montierung verkauft, dann wirds teuer. Vielleicht habt Ihr aber schon ein Stativ, dann könnte es gehen.



CS

Klaus
 
Moinsen all,

Gebrauchtkauf ist ohnehin zu empfehlen. Okay, wenn Romulus Eltern mit den Füssen scharren, dann wirds etwas schwierig. Aber für die anvisierten max. 400 € sollte - mit etwas Geduld - ein 80er ED auf ner gebrauchten azimutalen Monti machbar sein. Scheint mir das seinem "Anforderungsprofil" das am nächsten kommende Gerät zu sein.

Greetz Hannes
 
Wie wäre es z.B. mit einer Lidl-Monti (Astro-3)?

Dürfte gebraucht zwischen 30 und 40 Euros zu bekommen sein und müsste einen ED 80/600 noch ganz gut bewerkstelligen.

Grüße
Michael
 
Da es vor allem um die visuelle Beobachtung geht, würde ich, wie viele andere Vorredner auch, ebenfalls für eine einfach zu bedienende altazimutale Montierung plädieren, z.B. Giro (hier oder hier oder natürlich auch woanders: soll keine Händlerempfehlung sein; man kann sich aber hier schon mal internetmäßig vorabinformieren) oder AYO von AOK-Swiss.

Diese sind sehr schnell aufgebaut, das Aufsuchen eines neuen Objekts geht unter Umständen viel einfacher bzw. intuitiver und das Nachführen ist eigentlich auch kein Problem. Gerade wenn man nicht so technisch versiert ist oder wenig Lust hat, sich in eine neue Achsführung einarbeiten will, sind die Altazimutalen eigentlich unschlagbar. Bei der Tagbeobachtung mit der Äquatorialen einfach mal quer über den Himmel einem Vogel hinter durchschwenken, das geht nicht immer einfach.

(Also, wenn ich mir vorstelle, dass ich meinem Stiefvater das Prinzip und die Bedienung einer deutschen Montierung verständlich beibringen soll: Schwitz! :schwitz: :help: - und er war Ingenieur!)
 
Zitat von KaStern:
...
Daneben nervt der 100/1000mm dann bei Tagbeobachtung mit einem
richtig üblen Farbfehler.

Selten so gelacht! Naturbeobachtungen passieren meist bei Vergrößerungen zwischen 15-40 fach. Bei diesen Vergrößerungen( wie soll man die mit einem 1000er überhaupt vernünftig erreichen?) bildet sich wohl nur ein hoffnungsloser "FH-Feind" oder totaler Newtonfreak einen Farbfehler ein! :help:

lg Theo

 
Hallo Lacher,

Selten so gelacht! Naturbeobachtungen passieren meist bei Vergrößerungen zwischen 15-40 fach. Bei diesen Vergrößerungen( wie soll man die mit einem 1000er überhaupt vernünftig erreichen?) bildet sich wohl nur ein hoffnungsloser "FH-Feind" oder totaler Newtonfreak einen Farbfehler ein!


schon mal durchgeführt? Deinen Worten nach nein. Dann halte
doch mal einen 100/1000er an einem schönen sonnigen Tag mit
40x Vergrößerung auf eine Hausecke.
Was du dann siehst würde ich mit richtig üblem Farbfehler umschreiben.
Wie du das nennst ist mir gleich.

Der Unterschied zur Nachtbeobachtung ist daß bei der Tagbeobachtung
genug Licht vorhanden ist um diese Farbsäume richtig schön
hell in Farbe zu zeigen. Denn die Lichtintensität ist hoch
genug um die Rezeptoren für das Farbsehen zu reizen.

Naturbeobachtungen passieren meist bei Vergrößerungen zwischen 15-40 fach. Bei diesen Vergrößerungen( wie soll man die mit einem 1000er überhaupt vernünftig erreichen?)

Abgesehen davon daß Bernhard Vergrößerungen von 20-30fach
bis auf 150fach anstrebt ergibt sich die Vergrößerung aus:

Objektivbrennweite : Okularbrennweite

Mit einem 55mm Televue Plössl kommt man am 100/1000mm FH auf 18,2 x.
Wenn du 40x erreichen möchtest nimm ein 25mm Okular

1000mm : 25mm = 40x

Hoffe dir damit weitergeholfen zu haben,

Karsten
 
Hi, nicht schon wieder streiten!

Lieber bei der Sache bleiben. Für jemanden, der gleich loslegen will und keine Bedieneranleitungen liest (macht man eh nur, wenn man nicht weiterkommt...), dem würde ich auch einen kleinen Refraktor auf einer Azimutmontierung empfehlen. Um Gipfelkreute etc. anzuschauen, ist eine parallaktische Montierung erheblich zu kompliziert und zu massiv.
Irgendwann werden die Eltern das Teil doch auch mal mitnehmen wollen, sei es mit der Gondel auf den Berg und von dort in die Weite schauen wollen.

Ergo: möglichst wenig Gepäck, Alt-Azimut und Kleinen Refraktor.

Übrigens zur Russentonne: habe eine, aber mit aufrichtetem Amici-Prisma wird das schon etwas dunkel und beim Beobachten ungemütlich. Sieht nicht sehr schön aus im Vergleich zu einem kleinen Refraktor.

Da ich mich bei diesen Geräten aber nicht auskenne, überlasse ich die Tips hier anderen.
Im Prinzip gebe ich hier jelee unbedingt (!) recht.

CS
Winfried
 
Zitat von KaStern:
Hallo Herr "Lehrer!"


schon mal durchgeführt? Deinen Worten nach nein. Dann halte
doch mal einen 100/1000er an einem schönen sonnigen Tag mit
40x Vergrößerung auf eine Hausecke.


und dafür kauf mant sich ja ein Teleskop, um an einer Hausecke einen "Farbfehler" zuerkennen! Schon klar! :help:



Naturbeobachtungen passieren meist bei Vergrößerungen zwischen 15-40 fach. Bei diesen Vergrößerungen( wie soll man die mit einem 1000er überhaupt vernünftig erreichen?)



Mit einem 55mm Televue Plössl kommt man am 100/1000mm FH auf 18,2 x.

Ein € 200.- teures Okular für einen FH um € 150.- ?
Auch sehr "intelligent´!" :biggrin:
Übringes sagt Dir das Wort - kidney bean effekt - etwas?
Nein - dann bitte (wie immer bei Dir!) googlen! :Trost:

Wenn du 40x erreichen möchtest nimm ein 25mm Okular

1000mm : 25mm = 40x

Hoffe dir damit weitergeholfen zu haben,

Vielen Dank für Deine wertvollen "neuen" Erkenntisse! :applaus:

Karsten

Ich habe wahrscheinlich schon Astronomie betrieben, als Du Polaris von der Venus noch nicht unterscheiden konntest, aber egal:
Deine Antworten unterstreichen nur wieder einmal, warum Du in diesem Forum zu unbeliebt bist!
Jegliches weitere Wort an Dich ist Vergeudung wertvoller Ressourcen. :krank:

lg Theo
 
Hallo Theo,

man kann, auch wenn man sich angegriffen fühlt oder glaubt, etwas besser zu wissen, seine Aussage so formulieren, daß man wieder auf ein verträgliches Maß an Umgangsformen kommt.

Ich hatte schon einmal gebeten, hier nicht wieder einen Streit vom Zaun zu brechen, sondern lieber mal wieder auf die Fragen des Threadstarters einzugehen. Mit Streitgesprächen ist ihm sicherlich nicht geholfen und es wirft allgemein ein sehr schlechtes Bild auf unsere "Zunft".

Und ggf. gibt es hier Leute, die Dich bereits im Kinderwagen gesehen haben, als sie mit der ersten Liebe schmusten....

Also: wieder zur Sache!

CS
Winfried
 
Re: Suche "Gelegenheitsteleskop"

Moin Leude,

tja also erstmal vielen Dank für die rege Teilnahme, aber das geht hier alles gerade einen recht kontraproduktiven Weg...

Also zunächst mal "scharren" weder meine Eltern noch ich mit den Füssen, noch brauch ich auf irgendwas zu sparen. Es geht einfach darum, dass am 24.12. etwas unterm Baum stehen soll (Zeitvorgabe: der Weihnachtsmann "scharrt"). Und das soll dann einigermassen angemessen sein, auch was den Preis betrifft, für mich sind das bis 400€. Hab ich vielleicht vorher nicht so recht deutlich gemacht, sorry.

Eins hat sich schonmal herauskristallisiert: Erdbeobachtung mit einem Teleskop ist gar nicht so einfach wie ich dachte. Ich hatte das vorher nur so sprichwörtlich dahergesagt (Gemsen etc.), deswegen schränke ich das hier mal präziser ein, damit wirklich klar ist, was gemeint ist:
Das Teleskop bleibt Stationär und wird nicht herumgetragen werden, zumindest nicht von meinen Eltern und schon gar nicht zur Erdbeobachtung. Dafür gibt es im Haushalt hochwertige Ferngläser bzw. Feldstecher. Es geht also nur darum, gelegentlich auch mal (neben der Sternguckerei) vom Balkon aus einen Blick auf den gegenüberliegenden Gebirgszug zu werfen, Entfernung ca. 5-15km. Mit dem Feldstecher (8x56, 10x50) erkennt man hier halt nur das Gipfelkreuz, die Berghütte etc. Mit dem Teleskop erkennt man dann eben auf 40fach, ob grad Leute da sind etc. Um gezielte Tier- und Naturbeobachtung geht es dabei aber nicht, die Bildqualität brauch hierbei auch nicht überragend sein. Es soll halt einigermaßen etwas zu erkennen sein.
Die Erdbeobachtung soll also nur als Nebenaspekt gesehen werden, es soll halt auf stationärer Basis möglich sein, mehr nicht. Und wenn, dann auch nur stationäre Motive, also ist eine deutsche Montierung völlig ok. Das kam vorher nicht so heraus, wie gesagt ich wußte auch nicht, daß das schwierig ist.

Hauptsächlich geht es also um Mond und Planeten, sicher auch DeepSky, aber das nur am Rande. Deswegen bevorzuge ich auch eine deutsche Montierung. Es wurden nun schon einige Alternativen zu den genannten Refraktoren vorgeschlagen, darunter allerdings fast nur Spiegel, und die kommen wie gesagt nicht in Frage, das ist für meine Eltern einfach zu "freakig" (entschuldigt den Ausdruck). Also sind Russentonne, Mak, SC, C5 und wie sie alle heißen leider nicht so geeignet. Bitte versteht mich nicht falsch, das sind alles tolle Geräte, aber für meine Eltern einfach nicht geeignet. Und ein hochwertiges Spektiv oder ein ED sind auch super, sprengen aber einfach den Rahmen.


Und um wieder auf den Punkt zu kommen: Vergesst mal bitte die Erdbeobachtung, das ist hier viel zu stark in den Fokus gerückt, und das nun darüber gestritten wird war nicht meine Absicht...

Ich wollte einfach nur wissen, ob die genannten Geräte brauchbar sind, vielleicht hat ja jemand schon Erfahrung damit?

Als Alternative könnte ich mir nun allerdings auch das Lidlscope vorstellen, was ich dann natürlich nach Binoviewer (teilweise) tunen würde.


Daher nun meine weiteren Fragen:

1. Sind die beiden Skywatcher merklich besser als das Lidlscope oder lohnt der Aufpreis nicht?

2. Benötigen die Skywatcher eigentlich auch so ein Tuning wie das Lidlscope, um schöne Ergebnisse zu bekommen (also zum Beispiel Auskleiden von Tubus und Okularauszug)?

3. Ist der 100/1000 (jetzt mal von der Montierung abgesehen) wesentlich besser als der 90/900, oder macht es kaum einen Unterschied?

4. Sehen es alle so, daß die EQ3 für den 90/900 ausreicht, nicht jedoch für den 100/1000?

5. Hat noch jemand eine Alternative für die genannten Refraktoren (nicht Spiegel oder Spektiv/Fernglas), sprich einen anderen Refraktor? Wäre ein Richfield sinnvoller (für Mond und Planeten doch eher nicht, oder?) Wie gesagt, Preisrahmen um max. 300-400€.

6. Sorry, zu Erdbeobachtung: Was brauche ich, um ohne den Kopf zu verdrehen (also einfach direkt von hinten) durch einen Refraktor ein aufrechtes, seitenkorrektes Bild von z.B. einem Berggipfel sehen zu können?


Tausend dank an alle, die sich die Mühe machen, meine Romane zu lesen und dann auch noch zu antworten. Ich hoffe, ich stelle die Geduld nicht zu sehr auf die Probe...

Viele Grüße,
Bernhard
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Nein Bernhard,

wir treffen uns ja hier, um anderen Ratschläge zu geben. Und es gibt keine dummen Fragen, sondern nur dumme Antworten.

Was Du ansich möchtest, ist die wohlbekannte eierlegende Wolfmichsau, die es nun mal nicht gibt.

Ansich wäre ein Spektiv das einfachste Gerät. Aber das geht nunmal am Mond nicht besonders, obwohl ich mit meinem Miyauchi bei 30x schöne Bilder damit sehe.

Ideal wäre wohl ein mittlerer Refraktor, idealerweise, ohne daß ich genaue Produkte kenne (in dieser Preisklasse) so um die 90/900mm. - Trotzdem würde ich ihn dann azimutal montieren, ist einfach schneller und praktischer.

Für Erdbeobachtungen (aber auch am Mond) nimmt man das AMICI-PRISMA, das das Bild im Teleskop aufrecht und seitenrichtig zeigt. Diese Prismen sind m.E. nicht sehr teuer.

CS
Winfried
 
Moin,

sagen wir mal so, ich wollte die Wollmilchsau und hab erkennen müssen, daß es sie bei Teleskopen erst recht nicht gibt.

Wieso wollen mir bloß alle von der deutschen Montierung abraten, so kompliziert kann die doch nicht sein...

Ich hab übrigens bei TS was interessantes zur EQ2 gefunden:
http://www.teleskop-service.de/Antares/Montierung/montierung.htm#EQ2

Da steht, daß man die einfach durch Verstellung der Polhöhe auf eine azimuthale Montage umbauen kann. Das wäre natürlich ideal. Geht das denn mit der EQ3 nicht?
Da wäre natürlich die EQ2 super, auf der wird der 90/900 bei TS ja auch standardmäßig angeboten:
http://www.teleskop-service.de/Astro/Refraktor/RefraktorBasic.htm#CER90

Ist die EQ2 hier tatsächlich zu mikrig? Wieso bietet TS das dann so an, ich dachte die wären recht kompetent?!?

Viele Grüße,
Bernhard

P.S.: Danke Winfried, also liege ich mit meinen Refraktoren nicht völlig auf dem Holzweg...
 
Hallo Bernhard,

... verkauft wird, was auf dem Marktplatz taugt ....
Eine alte Weisheit, die auch heute (oder gerade heute) noch stimmt. Diese Montierung halte ich für rausgeworfenes Geld. Auch wenn Wolfi mitlesen sollte: ich würde als "seriöser" Händler solche Teile einfach nicht anbieten.

Auf dieser Montierung wird der Refraktor wackeln wie ein Kuhschwanz und Du wirst das "objekt der Begierde" kaum scharfstellen können.

Zur Montierung:
- Du willst nicht motorisch nachführen
- Du willst nicht fotografieren
- Du willst keine Digitalkreise anschließen
- - wozu willst Du dann eine komplizierte Montierung, die Dich respektive Deine Eltern nur belastet?

Für Deep Sky ist eine (vernünftige) Monti schon mal sinnvoll, behält sie doch bei richtiger Aufstellung durch Drehen an der Rektaszensionsachse das Objekt im Bildfeld. Bei Sonne und Mond ist das nicht nötig.

Und wenn Du terristisch beobachtest, mußt Du gleichzeitig beide Achsen bewegen und verlierst bei 40-fach Dein Objekt garantiert aus dem Sucher. Es gibt gute Azimut-Montierungen, auf die kannst Du statt Gegengewicht auch mal ein Fernglas als zweitmoniertes Gerät setzen.

So sehen es wohl auch die anderen und raten Dir in Deinem ganz speziellen Fall auch dazu. - Eben aus Erfahrung.

Übrigens gibt es das nicht nur bei TS, es gibt noch viele andere Händler, schau Dich mal um.

CS
Winfried
 
Moin,

tja also ich sehe die Argumente für die Azimuthmontage, aus folgenden zwei Gründen zaudere ich aber so rum:

1. Refraktoren werden überall nur mit parallaktischen Montagen angeboten, wenn man ein Paket kaufen will. Mit azimuthaler Montage muß man offenbar zu Einzelkomponenten greifen, was den Preis in die Höhe treibt. Außerdem sind anscheinend brauchbare Azimuthmontagen teurer als vergleichbare parallaktische, was dann wieder zur Sprengung des Preisrahmens führt.

2. Wie gesagt, DeepSky gehört zwar nicht zur Hauptaufgabe des gesuchten Geräts, soll aber möglich sein. Ich gehe bisher davon aus, das dies mit einer Azimuthmontage kaum möglich ist. Dagegen ist eine deutsche Montage aber kein Hinderrungsgrund an einer - wohlgemerkt statischen - Erdbeobachtung. Die EQ2 scheint ja nun beides zu können. Ist das auch bei (stabileren) Alternativen möglich?


Bitte berichtig mich, wenn ich falsch liege.

Vielen Dank und Grüße,
Bernhard
 
Nein Bernhard, ganz falsch liegst Du nicht.

Andererseits gefragt, warum schwören (so wie ich auch) viele auf den Dobson?
Einfach, weil er halt mal einfach zu bedienen ist und ich mein gesamtes Geld in den Spiegel stecke. Parallaktisch stecke ich hauptsächlich viel Geld in die Montierung, da die extrem stabil sein muß.

Auch Refraktore werden heute, auch die Takahashi`s, oft azimutal, d.h. dobsonmäßig montiert. Diese Giro-Montierungen sind extrem stabil und belastbar und ruckeln nicht so wie eine billige deutsche Monti.
Aber ich habe Di ja was geschrieben (PN). Verlange Stefan, er weiß schon mal in Etwa bescheid und wird Dir die Unterschiede besser erklären können als ich.

Um azimutal zu beobachten, braucht man ansich nur 4 Dinge:
- Rotlichtlampe
- Deep-Sky-Reiseatlas (Oculum Verlag, 24,90 Euro)
- den dazugehörigen Reiseführer als Buch
- Telrad-Sucher (eventuell)

Damit machst Du "Star-Hopping", d.h. Du schaust Dir das gesuchte Objekt (Telrad-Kreise sind dort in der Karte eingezeichnet) im "Shell-Atlas für Astronomen" an und "hoppelst" von einem Stern zum anderen, bis Du am gewünschten Objekt bist. Das macht (jedem), der es mal probiert hat, tierischen Spaß und jeder findet das Objekt nach spätestens 3 Nächten Übung.

Zu Deiner letzten Frage: es steht aussen vor, daß natürlich eine Montierung so stabil als irgens möglich sein sollte. Frag mal nach der einfachen Vixen GP oder GP-E, die liegen dann noch in Deinem Rahmen, sind aber wesentlich stabiler gebaut und tragfähiger.

CS
Winfried
 
Hi!

Zum Thema Refralktoren gibt's überall nur parallaktisch:
Vixen verkauft auch einige Teleskope auf Porta-Montierung - das ist eine schöne Alt-Az-Montierung mit Feineinstellung, leider auf Alu-Stativ (ich hab bis heute noch kein Alu-Stativ gesehen, das mich wirklich überzeugt hat - in der Preisklasse gibt's aber wohl kaum was aus Holz, und für die Geräteklasse langt's aus).

Für 358 Euro Listenpreis gibt's einen 70/900-Refraktor mit zwei Okularen - keine allzugroße Öffnung, aber für Planeten und Sternhaufen schon ein Einstieg. Für 409 gibt's einen Achromat mit 80/910 (A80MF); für 656 Euro wohl das selbe Modell auch in besserer Ausstattung (A80M).
Der A80MF dürfte wohl noch ins Budget passen und schon einiges zeigen. Bei 8 cm Öffnungen sind zumindest die Paradeobjekte schon recht eindrucksvoll. Bei f/11,4 sollte auch kein Farbfehler stören (jedenfalls keinen Gelegenheitsbeobachter, der auch keinen Super-Duper-Apo zum Vergleich daneben hat).

Die Porta-Montierung hab ich selber seit kurzem bei mir stehen . Sie hat ein angenehmes Handling: Für weite Schwenks einfach am Teleskop schieben, dazu gibts noch eine Feineinstellung, um Objekte zu finden und bei hoher Vergrößerung im Bildfeld zu halten. Das Stativ ist nicht ganz optimal, aber durchaus ausreichend - und ein solides Stativ kostet bald soviel wie das ganze Teleskop:-(

Als Zubehör würde ich dann noch ein Amici-Prisma empfehlen und ein Okular für niedrigere Vergrößerungen - mit dem beiliegenden 20-mm-Okular bist Du schon bei etwa 45fach. Also irgendwas zwischen 30 und 40mm, die Okular-Profis im Board werden sagen, was am Gerät taugt. Andromedanebel geht mit dem Teleskop mangels Gesichtsfeld wohl nicht (-> Fernglas!), aber M13 und M57 zeigen schon was. Filter sind in den Alpen erstmal keine notwendig.

Alternativ gibt's bei Celestron einige günstige Einsteiger-Geräte, aber die Porta ist schon eine Nummer besser wegen der Feineinstellung. Die AltAz-Montierung der Celestron AstroMaster-Serie sieht nach einem einfachen Videokopf aus - was je nach Anwendung und Ansprüchen ausreicht, aber halt keine Feineinstellung ermöglicht und mit der Zeit nerven kann. Kostet dafür auch nur die Hälfte.

Gruß,
Alex
 
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