Zitat von AstroRider:
Hallo Bernhard,
du bist ganz schön hartnäckig. :/ Und die anderen auch, die Deine konkreten Fragen ignorieren oder sich nicht trauen zu antworten (hat denn wirklich niemand einen 90/900 oder 100/1000 auf EQ-3?).
Hi!
Ich glaub, die Frage nach Alternativen hab ich zumindest gestreift - und da ich in der glücklichen Lage bin, mich nie groß mit Einsteigergeräten beschäftigen zu müssen, hab ich nie durch ein Teleskop auf einer EQ3 geschaut. Statt mit einem Lidlskop hab ich mit nem 150/2250 Zeiss angefangen (Volkssternwarte machts möglich), was natürlich zu etwas höheren Ansprüchen führt :/
So, jetzt ernsthaft weiter:
Vixen ist eine Nummer stabiler als Skywatcher/Celestron und das 409-Euro-Gerät noch nicht so sehr über dem Preislimit, dass es weh tut. Übrigens ist es immer einen Versuch wert, zu handeln (ich hab grad gesehen, dass es den bei Fernrohrland für 395,- gibt). Ein paar Euro hin oder her sind häufig machbar (gilt natürlich nicht nur bei Vixen), und der Blick auf Schnäppchenlisten lohnt ebenfalls. Wen juckt's, wenn die Verpackung eine Macke hat?
Baader-Planetarium hat zum Beispiel in der Schnäppchenliste ein 40mm-Celestron-Okular für 60 statt 100 Euro, Fernrohrland.de hatte ein 40-mm-Okular von Wachter zum Messepreis von 20 Euro - und dafür keinen regulären Preis angegeben. Müßte ein Oldtimer sein, ist aber für einen längeren Refraktor auch kein Problem und wahrscheinlich noch zu haben.
Ein Amici-Prisma hab ich bei mir eins fast ungebraucht im Schrank liegen - das würde ich mal auf 15-20 Euro Marktwert taxieren, incl. Porto. Neu gibt's die Dinger ab 40 Euro.
Macht also ohne Handeln 470 Euro für den 80er, wobei die letzten 60 Euro nicht unbedingt Pflicht sind. Vielleicht tauscht der Händler auch gleich das Zenit- gegen ein Amici-Prisma aus, nachfragen kostet nichts - dann wären's 430 Euro. Das kleine 70er-Vixen liegt sogar noch besser im Rahmen (360 Euro Listenpreis + 40 Euro neues Amici + 20 Euro gebrauchtes Okular). Deep-Sky-Kanone ist es natürlich keine, aber für Erde, Mond, Planeten und helle DS-Objekte geht schon einiges. Der komplette Messier-Katalog ist in Fernglasreichweite, daher dürften bei der Öffnung und höherer Vergrößerung viele Objekte schon ganz nett kommen.
Ich kenn die Größenklasse aber nicht, Volker dürfte da mehr sagen können, von seinem Kindergartenteleskop kennt er die Optik.
Bei Zubehör würde ich immer auch mal ins Biete/Suche-Forum schauen, ich denke, dass hier einige Kleinteile rumliegen haben, die beim Teleskop dabei waren und irgendwann gegen was besseres ausgetauscht wurden, ohne deshalb schlecht zu sein.
Zugegeben: Sternkarte/Atlas rechne ich dabei nicht mit ein.
Zu Punkt 3)
Der 100/1000 hat mehr Öffnung als der 90/900, liefert also hellere Bilder und zeigt schwächere Objekte besser aufgelöst - ein Riesenunterschied ist dabei allerdings nicht zu erwarten, aber etwas mehr sieht man darin schon. Da die Brennweite länger ist, ist die Minimalvergrößerung aber auch höher, und das Gerät ist sperriger. Da der Schwerpunkt auf Erde, Sonnensystem und hellen Deep-Sky-Objekten liegt, lohnen sich meines Erachtens nach die 10 cm Öffnung nicht - da geht auch mit 7 cm schon einiges. Und Mars gibt auch bei 35cm Öffnung nicht allzuviel her
zu Punkt 5)
Richfielder sind zwar klasse (zumindest mit ED-Optik), aber für Mond/Planeten/Doppelsterne/Wanderer ist die Vergrößerung ausschlaggebend (bei gleicher Öffnung), daher dürfte für was langes mit rund 1m Brennweite besser geeignet sein.
zu Punkt 6)
Skywatcher und Celestron fallen vom selben Band, Unterschiede kann es in Ausstattung und Okularauszug geben (generell würde ich eher auf Celestron vertrauen, kommt aber auf den Einzellfall an).
Nur ein Kommentar noch zum Gelegenheitsgucken: Lieber eine Nummer kleiner, aber mit ordentlicher Qualität, als was großes, labiles, optimierungsbedürftiges - denn damit ein Gelegenheitsgucker was erkennt, sollte er sich auf's durchschauen konzentrieren können. Öffnung ist leider doch nicht alles.
Soweit meine Meinung und Vorschläge.
Beste Grüße,
Alex